Leben = Bewegung = Freude
  

Auch wir Sportler können in Not geratenen Kindern in Tirol helfen:  Erklärung von "click2help.at"                       

                                                              

Falls das Lesen langweilig ist, hab ich mir gedacht etwas Musik hier hoch zu laden - einfach klicken, vielleicht ist ja was dabei: Neil Young - Cortez the Killer (jetzt eine Liveversion aus Rust Never Sleep) oder Johnny Cash - If you could read my mind.

Endlich hat Thomas Engl einen Teil seiner Fotos für alle zum Anschauen ins Internet gestellt- einfach genießen. 

Rennen 2016:

19.03.16: Glungezer Tourenrennen: In den letzten Jahren hat sich ja die Motivation auf Rennen bei mir immer mehr in Grenzen gehalten und auch infolge meines hohen Arbeitseinsatzes in der Firma waren mir dann die Skitourenrennen heuer völlig gleichgültig.
Doch heute beim Tourenrennen auf meinem Hausberg bei meinen Freunden in Tulfes wollte ich schon dabei sein. Rikki hat mich mit dem Auto zum Erlerhof gebracht und von dort bin i dann mit Ski zum Start zur Tulfer Hütte rauf. Koni Gatt und der SV Tulfes hat nun schon das Glungezer-Tourenrennen zum 20. mal organisiert und es ist somit eines der traditionsreichsten Skitourenrennen in Tirol.
Vielleicht wollten einige das traumhafte Wetter für eine schönes Tourchen ausnützen und so waren heute nur 21. Leute am Start. Ich bin ja schon lange nicht mehr im Renntempo unterwegs gewesen und so sah ich dem Rennen nicht gerade mit Freuden entgegen. Nach ca. 4 min. konnte ich aber die Führung übernehmen und auch in der Folge immer weiter ausbauen, somit hielt sich der Rennstress in Grenzen. Ich wollte aber trotzdem eine gute Zeit schaffen, aber ohne Konkurrenzdruck weiß ich von mir, dass es dann keine besonders schnellen Zeiten werden, weil man ja doch nicht alles geben braucht.
Gestern hatte ich ja die letzten ca. 100 hm zur Hütte eine direkte Spur gelegt und als ich heute dort ankam, war diese leider durch Abfahrer teils "ausgelöscht". Bin aber trotzdem direkt zur Hütte rauf, weil ich außen herum bei der seilversicherten Querung einen normalen Tourengeher nicht mehr überholen könnte.
Meine Spur von gestern ist seit dem niemand mehr hinauf und so war's wieder teils zu Spuren und das hat dann schon etwas Zeit gekostet. War dann in 58:38 min. oben, 2. wurde Christian Maier aus Tulfes in der starken Zeit von 1:03:11 h und 3. Bernhard Haller in 1:05:35 h, dem es heute nicht besonders gut gegangen ist - die Ergebnisliste und einige Bilder gibt's auf www.svtulves.at.
Bin dann danach noch das kurze Stück zum Gipfel rauf, um oben die Sonne und die schöne Aussicht zu genießen. Hüttenwirt Gottfried hat die Musikanten und Schuhplattler aus Tulfes organisiert und so war auf der Hütte heute die reinste Partystimmung. Aufgrund des Traumwetters konnte die Siegerehrung sogar draußen auf der Hüttenterrasse und das Mitte März auf 2610 m durchgeführt werden. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert und so hab auch ich 2 Bier und einige Schnapserln getrunken.
Um 16:45 Uhr hab ich mich dann doch aufgerafft aufzubrechen, weil ich ja noch mit Ski bis zu mir heim nach Sistrans fahren musste. Bin ja überhaupt keinen Alkohol mehr gewöhnt und so hab ich den in der teils inzwischen windgepressten Direttissi-Abfahrt schon gespürt. Unten auf den Forstwegen war dann der Schnee teils noch pulvrig, teils schon weich und auch wieder harschig - also auch nicht besonders vergnüglich. Nach dem kurzen Gegenanstieg nach der Rinner Alm konnte ich aber immerhin bis 1080 m mit Ski runter fahren und nach einem Fußmarsch war ich dann um kurz vor 18:00 Uhr daheim.
Wieder mal a schöns Tagl am Glungezer.

Rennen 2015

18.10.15: Astberglauf in Going: Auch weil das Wetter meist ziemlich durchwachsen ist, ist’s bei mir momentan sportlich nicht besonders spannend - dafür aber beruflich umso mehr und damit mit ich genauso ausgelastet und zufrieden. Gestern ist mir dann aber Franz Puckl’s Astberglauf eingefallen und so hab ich mir gedacht, vielleicht wär’s ja nit schlecht mal wieder bei einem Berglauf dabei zu sein. 
Konnte heute mit Christian Bair nach Going fahren und um 10:30 Uhr ging’s los. Nach dem Start geht’s ja erst mal mind. 1,5 km brettleben dahin und auf diesem Terrain merke ich am krassesten, dass ich schon mal schneller laufen konnte. Wenn man die Gewissheit hat, dass eh nicht viel geht, sehe ich eigentlich keinen rechten Sinn darin, sich besonders anzustrengen. Nach der Flachstrecke war ich dann schon sicher 1,5 Minuten hinter der Spitze. Dann bergauf ging’s eh einigermaßen und ich lief dann eh so schnell es geht, weil ja der Stolz es nicht zulässt, dass man völlig abgehängt wird.
Wegen Waldarbeiten musste in der Strecke ein Umweg eingebaut werden, der zeitmäßig vielleicht so 30 bis 60 sek. gegenüber der klassischen Strecke gekostet hat.
Gewonnen hat der erst 18 jährige Stefan Knopf aus Bayern in 29:19 min., 2. wurde der 19-jährige Stefan Fuchs in 30:01 min., 3. Wolfgang Eisl vom Wolfgangsee in 30:18 min., 4. Franz Schreiner (1 Jahr älter als i) in 30:29 min., 5. i in 30:56 min. und 6. Helmut Schmuck in 31:24 min. Ergebnisse gibt’s auf http://my1.raceresult.com/37134/?lang=de#0_DA705A.  
Eigentlich weiß ich ja, dass ich meine besten Jahre hinter mir hab, aber wenn man bei diesem Lauf immer um den Sieg gekämpft hat (hab ihn schon 3 mal gewonnen) und nun mehr oder weniger hinterher läuft, ist das natürlich nicht besonders erfreulich. 
Eine Zufriedenheit stellt sich aber im Ziel trotzdem ein, weil man ja sein Bestes gegeben hat. Darum hab ich es noch selten bereut, dabei gewesen zu sein – so auch heute. 

26.09.15: Das Älterwerden gehört zum Leben dazu und in erster Linie verbindet man natürlich mit Altern etwas Negatives. Altern hat aber auch etwas Positives, vor allem wenn man zufrieden auf sein Leben zurückblicken kann.
Das Leben ist nun mal in erster Linie mit viel Lernen und Arbeit verbunden. Wer in unserer Leistungsgesellschaft zurecht kommen will, muss nun mal viel Lernen und Arbeiten. Gleich nach der Geburt geht es schon los mit Essen, Krabeln, Gehen und Sprechen lernen. In Kindergarten und Schule geht es dann weiter, wobei hier auch schon ein gewisser Konkurrenzkampf einsetzt. Ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verlauf des Lebens beeinflussen.
Als junger Mensch hat man es dabei nicht leicht, weil man oft nicht weiß, was man eigentlich will und welche Richtung, ob beruflich oder privat, man einschlagen soll. Hat man sich dann hoffentlich in der Gesellschaft einen Platz "erkämpft", der einen zufrieden macht und der einen ausfüllt, muss man sich schon bald auch mit dem Älterwerden auseinander setzen.
Wahrscheinlich ist es so, um so zurfriedener man auf sein bisheriges Leben zurückblicken kann, desto leichter akzeptiert man auch das Älterwerden. Ich selber würde gar nicht gerne mit einem jungen Menschen tauschen wollen, ersten hätte ich dann das gesamte "Lern- und Arbeitspensum" wieder vor mir und zweitens würde ich dies dann in einer anderen Zeit, also in der jetztigen, absolvieren müssen.
Ich sehe das Leben als den Zusammenbau von vielen kleinen Mosaiksteinchen. Jedes Steinchen bringt einen ein winziges kleines Stück weiter. Wenn man z. B. für jeden Tag ein Steinchen ansetzt, so hätte ich inzwischen mit fast 50 Jahren bereits 18.000 solcher Steinchen gesetzt und jedes kleine Steinchen trägt eigentlich ein winziges kleines Stück an Gesamt-Zufriedenheit auf seinem Lebensweg bei.
Zum zufriedenen Älterwerden gehört natürlich auch die Gesundheit dazu. Weil man mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung die Gesundheit immer mehr zu schätzen weiß, ist es für mich eigenlich ganz selbstverständlich, viel in gesunder Ernährung und Bewegung zu investieren.
Das es mit der sportlichen Leistung mit zunehmendem Alter “abwärts” geht, ist dabei völlig normal, da sich der “Verfall” der Zellen (Gott sei Dank) medizinisch noch nicht aufhalten lässt. Hier eine recht gute statistische Zusammenfassung über die sportliche Leistungsfähigkeit im Triathlon in Abhängigkeit vom Alter:
http://www.topsportaustria.at/article/leistungsentwicklung-von-triathleten-im-alter und nachfolgend das wichtigste Diagramm daraus. Vereinfacht kann gesagt werden, dass man ab dem ca. 35. Lebensjahr jährlich rd. 1% seiner körperlichen Leistungsfähigkeit verliert. Ab 50 geht es dann schneller "bergab".

 

20.09.2015: Aldranser Alm Rennen: Hm, das hätte ich mir ersparen können - habe einen raabenschwarzen Tag erwischt. Weil's ja gestern auf die Thaurer Alm recht passabel gelaufen ist, bin i heut auch mit dem Radl gestartet, aber schneller als 27:22 min. war ich nicht. Vor 2,5 Monaten bei der Viggartrophy bin i trotz dem Laufen danach und mit Laufschuhen und Körbchenpedalen 25:25 min. rauf gefahren und von meiner Bestzeit mit 23:09 min. bin ich sowieso unendlich weit weg.              Eigentlich weiß ich ja selber, dass über 60.000 Höhenmeterchen monatlich für die Rennen zu viel sind, aber ich bin halt einfach zu gerne draußen unterwegs. Ich glaube, langsam aber sicher bin i aus dem Rennalter "entwachsen" - hab's ja eigentlich lange genug mitgemacht.

19.09.2015: Thaurer Alm MTB-Rennen: 2011 war ich das letzte Mal bei diesem Rennen dabei und es gewann Frank Kerber in 32:27 min., 2. wurde ich in 32:39 min. und 3. Manuel Natale in 33:15 min. Seit dem bin mehr gelaufen und so schnell bin ich mit dem Radl nicht mehr. Aber gut, dass die Erfahrung jeder machen muss, dass es altersbedingt "bergab" geht und andere Dinge wichtiger werden, die mir aber ganauso Freude bereiten. Die Renneinsätze hab ich heuer ziemlich zurückgeschraubt und mir ist dabei gar nix abgegangen. Aber für's Thaurer Rennen hab ich mich heute doch aufraffen können. Am Start kam ich dann wie immer sehr schlecht weg, aber ich frage mich da schon immer, warum soll ich mich so schinden. Im Laufe des Rennens gewöhnt man sich dann aber an die Belastung und es ist natürlich keine Frage, dass man bei so einem Rennen schon ziemlich intensiv lebt. Leben heißt ja irgendwie "Aktion" und das hat man bei so einem Rennen wirklich genügend. Vor allem im Ziel macht sich dann doch ein Glücksgefühl breit und spätestens dann, hab ich es noch nie bereut, dabei gewesen zu sein. Mit dem Sieg hab ich natürlich nix mehr zu tun - gewonnen hat Manuel Natale, der trotz Solofahrt eine saustarke Zeit von 32:05 min. hingelegt hat. 2. wurde Andreas Traxl in 33:45 min. und 3. Thomas Recheis in 34:44 min. Ich kann mit meiner Zeit von 36:12 min. als Gesamt-8. auch zufrieden sein - die Ergebnisse gibt's auf www.wsv-thaur.at/startseite-aktuell/mtb-rennen-2015/                   Schön ist's natürlich auch, wenn man wieder viele alte Bekannte trifft und es viel zu Reden gibt. Wenn ich schon mal auf der anderen Talseite bin, wollte ich auch auf einen kleinen Gipfel gehen. Kam aber erst ziemlich spät weg und ging auf den Thaurer Zunterkopf. Die Siegerehrung war dann früher als angesetzt und so kam ich gerade zurück als sie gerade vorbei war. Bin dann noch 1 Stunde geblieben, aber weil ich ja noch nach Sistrans mit dem Radl heim musste, musste ich doch weg, weil es nach Regen hergeschaut hat. War wieder ein schöner (Renn)Tag in Thaur und ein großes Danke an den WSV-Thaur, dass sie dieses Rennen nun schon zum 21. mal organisiert haben. Das Thaurer Rennen ist nach wie vor was Besonderes und das bestätigen auch die 78 Starter.

11.09.2015: Vereinsmeisterschaft RTC Inntal: Günther Mayregger hat mal wieder alles perfekt organisiert. Heuer gab's auch eine Gästeklasse aus Mitgliedern, der im Mittelgebirge ansässigen anderer Sportvereine. Trotz der nahezu perfekten Bedingungen (bis auf den obligatorischen Gegenwind auf der Römerstraße) haben sich nur insgesamt 15 "Verwegene" aufraffen können. Gestartet wird bei der Golf-Alm beim Lanser See und es geht über Lans hinauf zum Römerhof und von dort die Bobbahnstraße rauf zum Bobstart, dabei sind 4,1 km und 240 hm zurückzulegen. Heuer bin i ja wieder mehr Rad gefahren als die letzten Jahre und so schaffte ich diese Strecke mit der schnellsten Zeit von 12:23 min. Danach gingen wir in der Golfalm zum gemütlichen Teil über und wir hatten einen schönen Abend. Da uns Günther mal weder mit schönen Preisen belohnt hat, hab ich Probleme gehabt, diese mit dem Rad heimzutransportieren. Nächstes Jahr muss ich wohl einen größeren Rucksack mitnehmen. Infos auch auf unserer homepage www.rtc-inntal.at.

02.08.2015: Glungezer Berglauf: Heute mal wieder Berglauf vom Feinsten. Helmut Reitmeir von www.berglaufpur.de hat’s bestätigt, unser Glungezer Berglauf gehört zu den 3 längsten reinen Bergläufen im Alpenraum. Diese 3 haben alle einen Höhenunterschied von knapp über 2100 hm, wobei am Glungezer diese auf der kürzesten Strecke zurückzulegen sind. Weils’ ich im gerade zu Ende gegangenen wärmsten Juli mit den Höhenmetern wiedermal ein bissl übertrieben hab (69.550), war’s schon spannend wie’s mir heute geht. Zumal wieder der Spezialist für lange Bergläufe, Micheal Barz dabei war. Er hat ja schon 2 mal den Zugspitzlauf gewonnen und um so länger es bergauf geht, um so schneller wird er.                Heute schon die 5. Austragung und die vergangenen 4 Jahre war’s eigentlich ziemlich sonnig. Heute ließ sich die Sonne nicht blicken - aber ohne Regen und Wind, bei teils nebligen Verhältnissen war’s trotzdem nicht so schlecht zum Laufen. Allerdings war das teilweise recht lange Gras die Skipiste hinauf sehr nass und so waren es die Schuhe und Socken auch bald, so dass es dann beim Laufen flatsch, flascht gemacht hat.               War heute wieder ein harter Kampf mit Micheal. Durch Halsmarter bin i in 52:22 und Michael in 53:06 min. Die 2. Rennhälfte hat er dann schneller als ich hinter sich gebracht. Aber trotzdem hat es für mich noch gereicht - i bin in 1:42:13 h und Micheal in 1:42:40 h durch’s Ziel. Natürlich schön für mich, dass ich immer noch vorne dabei sein kann.                                      Für Gottfried auf der Glungezerhütte hab ich mit dem Gebäckstransport Schwarzbeeren raufgebracht und nun hab ich von Gottfried einen Moosbeer-Großauftrag bekommen. Er will nämlich seine zur Zeit zahlreichen Gäste mit Moosbeer-Nocken verwöhnen. Das heißt für mich, dass ich die nächste Woche mit viel Erntearbeit verbringen und auch wieder neue Moosbeer-Gebiete erkunden muss. Siegerehrung war dann auf der Mittelstation auf Halsmarter und so ging mal wieder a schöns Tagl am Glungezer zu Ende. Ergebnisse auf www.svtulfes.at.  

24., 25. u. 26.07.15: Dieses WE wären gleich 4 Ultra-Läufe gewesen: Der Südtiroler Skyrace mit 121 km und 7550 hm, (hab i letztes Jahr mitgemacht), der Glockner-Trial mit 110 km und rd. 7000 hm, der Pitztal-Ultra mit 90 km und rd. 6800 hm (war i auch letztes Jahr dabei) und der Zugspitz-Trail mit 42 km und rd. 3500 hm.
Gestern, am Samstag, waren diese Ultra-Läufe in der TT das Thema des Tages “Die Lust, sich laufend zu quälen”.
Sicher ist es eine große Herausforderung, bei sowas mitzumachen. Wie in dem TT-Beitrag angesprochen, war es früher der Marathon, so muss es jetzt schon mehr sein. Ich hab den Eindruck, dass sich viele anmelden ohne zu wissen auf was sie sich tatsächlich einlassen. Z. B. beim Südtiroler Skyrace sind 161 Läufer gestartet und nur 46 Männer und 3 Frauen sind tatsächlich ins Ziel gekommen, der Letzte in 35:27 h (letztes Jahr war es ähnlich).
Es ist auch beachtlich, welcher Aufwand es ist so einen Lauf zu organisieren. Z. B. in Südtirol sind ca. 450 Helfer involviert. Das Wichtigste ist die Streckenmarkierung, die so deutlich sein sollte, dass sie auch bei Nacht sichtbar ist. Schließlich ist es für alle Beteiligten nicht schön, wenn sich die Läufer verlaufen.
Dann ist selbstverständlich ein großer Unsicherheitsfaktor das Wetter. Für eine Sportveranstaltung im Gebirge mit 40 Std. Renndauer sind stabile Wetterverhältnisse im Hochsommer ein absoluter Glücksfall. Man muss nämlich auch sehen, dass zu der beträchtlichen Streckenlänge und den Höhenmetern, es erschwerend hinzu kommt, Teile davon bei Regen hinter sich zu bringen. Natürlich sind dann auch die Steine und die Wurzeln glatt und rutschig, so dass man sich dann noch mehr auf die Wege konzentrieren muss.
Zusätzlich muss man bei solchen Streckenlängen auch nachts unterwegs sein, was die Sache auch psychologisch nicht leichter macht.
Für den gewaltigen Organisationsaufwand sind die Startgebühren m. E. ziemlich preiswert – sie liegen so zwischen 100,- und 130,- Euro. Allein was jeder Läufer während dem Rennen vertilgt, ist schon fast diese Startgebühr wert.
Vom gesundheitlichen Aspekt her, sehe ich eigentlich die größte Gefahr, dass man beim Bergablaufen stolpert und stürzt. Ich selber hab festgestellt, dass das “moderate” Bergablaufen als Leichtgewicht und bei gutem Trainingszustand für die Gelenke nicht so problematisch ist – schließlich ist der Mensch erst in den letzten 100 bis 200 Jahren zum Sitz-Lebewesen geworden. Früher als Jäger und Sammler war man den ganzen Tag unterwegs.
Das Problem bei solchen Wettkämpfen ist allerdings, dass man einfach zu schnell angeht und auch bergab zu schnell unterwegs ist. Brettert man auf Dauer richtig schnell bergab, werden die Muskeln müde und um so mehr müssen die Gelenke aushalten.
Für mich ist ja die Gesundheit sehr wichtig und bin auch eher ein vorsichtiger Zeitgenosse. Verletzungsfrei zu bleiben hat für mich den höchsten Stellenwert, schließlich ist ja Bewegung Leben und Freude. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, heuer bei keinem dieser Läufe dabei gewesen zu sein. Mir war auch das Gewitterwetter zu unsicher. 
Die Gefahr ist auch, dass man sich "mitreissen" lässt, bei sowas mitzumachen und "verrückt" ist's ja schon mit der vorgeschriebenen Ausrüstung und dem Laufrucksack nachts durch die Gegend zu springen. Sowas allein, ohne Wettkampfcharakter zu machen, ist mir da schon viel sympathischer (dann kann man auch einen perfekten Tag abwarten).
Auch ich habe erkannt, dass man sich nicht unbedingt solchen Herausforderungen stellen muss - man kann sich schließlich das Leben auch so schön machen.
 

03.07.15: Hinterhorn Challenge: Seit letztem Jahr hat die Organisation des Rennens Klaus Kluckner in die Hand genommen, der ja auch Mitglied beim RC Bikepalast Tirol ist. Klaus hat den Start auf Freitag Abend um 19:00 angesetzt, was ja gar nicht schlecht ist. Die Hinterhorn ist nun mal das Alp d‘huez in der Innsbrucker Gegend. I bin ja früher keine so schlechten Zeiten dort hinauf gefahren und so hab ich überlegt, ob ich schauen soll, wieviel langsamer ich jetzt mit fast 49 Jahren bin.
Heute Mittag hab ich jedoch eigentlich entschieden lieber auf den Kofel zu radeln und dafür abends gemütlich daheim zu sein. Allerdings wurde es aus dem Kofel nix, weil mich in Igls um 12:30 Uhr der Regen erwischt hatte.
Daheim nach einem Nickerchen, hab ich mich dann doch aufgerafft und bin mit dem Radl nach Gnadenwald gefahren. Ca. 60 Radfahrer haben sich dann dem Klassiker gestellt.
Nach dem Start wie immer fast der Letzte, aber danach ging’s einigermaßen. Allerdings tue ich mich mit dem Rennrad einfach schwerer als mit dem Bike. Rennradfahren ist anscheinend mehr Krafteinsatz und die Strecke auch meist etwas flacher und vielleicht macht’s auch was aus, dass ich heuer erst das 4. Mal auf dem Renner gesessen bin.
Gewonnen hat Mario Stock in einer gewaltigen Zeit von 22:26 min. Nur Andreas Ortner war anno dazumal schneller.
Ich bin abwechselnd sitzend und stehend gefahren und konnte so die Oberschenkel etwas schonen und kam ohne Muskelbrennen ins Ziel. Die Zeit mit 26:39 min. ist natürlich nicht berauschend, aber mei, die Kraft lässt halt altersbedingt doch nach und besonders ausgeruht war ich nach den gestrigen 3400 hm auch nicht.
Mich wundert’s da schon, dass Gleichaltrige sogar noch immer schneller werden, obwohl sie ja auch schon ewig trainieren.
Bin dann bald wieder runter gedüst und hab den lauen Sommerabend genossen, indem ich über Gnadenwald, Fritzens, Wattens, Kleinvolderberg und Tulfes heimgeradelt bin.
Die Ergebnisse gibt’s auf: www.rcbikepalasttirol.com

28.06.15: Viggartrophy: Armin Niederkofler hatte wohl die Idee und er hat keine Mühen gescheut, diese dann unter der Mithilfe des RC Aldrans in die Tat umzusetzen bzw. diesen Bergduathlon auf die Beine zu stellen. Er hat sogar eine eigene Webseite ins Leben gerufen: www.viggartrophy.at.  
Start ist nicht weit von meiner Haustüre kurz oberhalb der Starkensiedlung in Sistrans/Aldrans und mit dem Rad geht’s die Almstraße hinauf zur Aldranser Alm auf ca. 1520 m. Von dort wird dann bis zum Viggarspitzl auf 2306 m gelaufen. Zuerst ca. 1,5 km eine Forststraße entlang, dann einen alten noch breiteren aber schon steileren Almweg bis zur Iss. Von dort geht’s einen ziemlich steilen Steig bis zu meinem Hausbergl hinauf – insgesamt waren fast 1400 hm zu überwinden. Es haben sich 18 Teams und 37 Einzelstarter angemeldet, jedoch leider keine Frauenstaffel. Aber das schönste war, dass die Sonne vom Himmel gelacht hat. 
Eigentlich ein lässiges Rennen, wenn da nicht als Startzeit 13:00 Uhr angesetzt worden wäre – und das am Sonntag. Ich als ausgesprochener Morgensportler bin ja zu Mittag schon lange zuhause und bin zu dieser Zeit schon zum gemütlichen Teil des Tages übergegangen. Den halben Tag auf ein Rennen zu warten ist nicht gerade meine Sache, weil man sich ja bei so einem Wettbewerb doch recht anstrengen muss. Wenn ich mich auch nicht so schinden mag, wie manche andere - aber lustig ist es trotzdem erst wenn man oben ist.
Habe den Vormittag dann mit Essen, Zeitungslesen, Reparaturen und Herumliegen verbracht.
Als ich mich kurz vorm Start endlich aufgerafft habe, um mich etwas warmzufahren, kam mir Mario Herburger mit seinem Retro-MTB mit Gepäcksträger schiebend entgegen – Reifen vollkommen abgefahren und deshalb Patschen. Sind schnell zu mir nach Hause und ich hab ihm dann aus meinem reichhaltigen Reifensortiment aushelfen können – der Racing-Ralf-Reifen hat dann sicher den Wert seines Rades nahezu verdoppelt. 8 Minuten vorm Start war die Sache erledigt und es konnte losgehen.
                Bin wie immer schwer in die Gänge gekommen, aber bald kam ich in Schwung und konnte überholen. Wie es immer so ist, umso länger man unterwegs ist, desto länger dauern die Überholmanöver, weil ja die Vorderen eben auch schneller sind. Beim Radfahren spüre ich das Alter am meisten, aber mit dem MTB geht’s eh noch einigermaßen. Dass ich mich mit dem Rennrad so schwer tue, liegt vielleicht auch daran, dass ich auf so was nur mehr ganz selten oben sitze.
Der schnellste Radfahrer in 23:16 min. war erwartungsgemäß Manuel Natale (er fuhr sogar an die Rekordzeiten von Christoph Schlögl vom letzten Jahr mit 23:07 und mir vor einigen Jahren mit 23:09 min. heran), dann kam der Salzburger Thomas Frauenschuh in 24:05 min. Der Bayer Jan Wessely stand rd. 200 m vorm Radziel und hat sein Gefährt kritisch angeschaut. Christian Ragg, der als Staffelfahrer unterwegs war, kam in 25:11 min und dann ich in 25:25 min. ins Ziel.
Ich fuhr ja mit meinen Laufschuhen in Körbchenpedale und brauchte mir so nicht den Stress mit den Schuhwechsel antun. Manuel und Frauenschuh waren außer Sichtweite und ich lief eigentlich mein eigenes Rennen. Mir war klar, dass ich so 2 Minuten Rückstand haben musste und ein Einholen kaum mehr möglich war, da beide auch gute Bergläufer sind. 
              So war’s dann auch, erst kurz vorm Gipfel bekam ich sie dann zu Gesicht. Viel hab ich beim Laufen nicht aufholen können, um sie einzuholen, hätte es schon ein Stück weiter gehen müssen – womöglich bis zum Glungezer. Manuel gewann in 1:01:48 h, Thomas Frauenschuh brauchte 1:02:05 h, und ich 1:03:23 h. Dann kam die schnellste Staffel mit Peter Gruber und Klaus Kreidl in 1:06:51 min. und danach Bernhard Haller in 1:08:29 h. Die Ergebnisliste gibt‘s unter www.viggartrophy.at. Habe zwar knapp unter den Einzelstartern die schnellste Laufzeit geschafft, aber bei den Staffeln ist Klaus Kreidl um 13 sek. schneller gelaufen.
Bin dann eigentlich gleich weiter über’s Ostgratl hinunter zum Südsteig und auf diesem zum Glungezer. Dies ist ja meine Lieblingsstrecke und ohne Rennstress hier in der Sonne unterwegs zu sein hab ich richtig genossen. Um 16:00 Uhr war ich dann wieder herunten auf der Aldranser Alm, wo dann tatsächlich gleich mal die Siegerehrung begonnen hat.
Armin Niederkofler und der RC Aldrans haben das Rennen perfekt organisiert, als wenn sie sowas jeden Tag machen würden. Als Läuferessen gab’s nicht die obligatorischen Nudeln, sondern auf der Aldranser Schweinebraten mit Knödel und Kraut – also schon was „Gediegenes“. Das Wetter war natürlich auch perfekt und die Beteiligung für tiroler Verhältnisse auch ganz zufriedenstellend. Also für alle a schöns Tagl und das ist ja eigentlich der Sinn einer solchen Veranstaltung.


07.06.2015: Hochalmlauf in Rauris mit den österreichischen Staatsmeisterschaften: Nachdem es mir letzte Woche beim Treppenlauf ganz gut gegangen ist und das Streckenprofil der heurigen Staatsmeisterschaften ganz interessant ausgeschaut hat, bin ich heute mit Alex Rieder nach Rauris gefahren (165 km von Ibk.). So ganz vergleichen kann man den Treppenlauf von letzter Woche mit 3,5 km und 1518 hm mit diesem Berglauf mit 10,2 km und rd. 1250 hm, der viel auf Forstwegen verläuft, nicht.
Weil ich lieber auf Ski als laufend unterwegs bin, bin ich ja eigentlich bis letzte Woche noch mit Ski auf dem Weg gewesen. Von daher hab ich mich heute eigentlich ganz wacker geschlagen. Bin wie immer recht schlecht weggekommen und auch im Mittelteil ging es mir nicht gerade blendend, aber die letzten 400 hm lief’s dann endlich ganz gut.
Immerhin kam ich als 12. Österreicher ins Ziel und hab mal wieder festgestellt, dass ich auch nicht jünger werde. Gewonnen hat der Deutsche Stefan Hubert, 2. und österreichischer Staatsmeister wurde Markus Hohenwarter, vor Stefan Paternoster und dem jungen Vorarlberger Jakob Mayer. Danach kam schon Andrea Mayr, die unglaublich aber wahr sogar Simon Lechleitner abhängte. 5. männlicher Österreicher wurde der ebenfalls junge Manuel Innerhofer und 6. wieder mal saustark (der nicht mehr so junge) Alex Rieder. Die Ergebnisse gibt’s auf www.lc-rauris.at.
War heute wieder mal schön bei der österreichischen Berglaufszene dabei gewesen zu sein. Die Laufstrecke war wirklich einer ÖM würdig, das Wetter vom Feinsten und das Beisammensein nach dem Rennen auch sehr angenehm.

30.05.15: Reißeck Wadlbeißer: Letztes Jahr am 10.05.14 hab ich zum ersten Mal bei diesem besonderen Rennen über 8971 Stufen, 1518 Höhenmetern und nur 3,5 km auf der längsten bzw. höchsten Treppe Österreichs mitgemacht. Mit einer Durchschnittssteigung von 43% bzw. 23,4° ist das schon ein sehr steiler Berglauf.
Für das kurz nach dem 2. Weltkrieg vom Verbund errichtete Wasserkraftwerk Reißeck wurde eine Zahnradbahn in der Direttissima errichtet und entlang deren Trasse führt diese Treppe hinauf. Aufgrund der variierenden Geländeneigung sind die Stufen aus Naturstein oder Gitterrost entsprechend unterschiedlich angeordnet. Damit gehört diese Treppe sogar zu den längsten der Welt.
Die angeblich weltweit Allerlängste ist die neben der Strecke der Niesenbahn (längste Standseilbahn Europas) hinaufführende Niesen-Treppe in der Schweiz. Sie überwindet auf 11.674 Stufen 1643 hm.
Für solche besonderen Rennen kann ich mich noch motivieren und bin heute in der Früh die ca. 235 km über Südtirol nach Kärnten gefahren.
Wegen der engen Treppe muss einzeln gestartet werden. Das mag ich ganz gerne, weil man dann noch besser sein eigenes Rennen durchziehen kann. Der Veranstalter (Verbund) hat aber die Besten am Schluss mit einminütigem Abstand starten lassen und so hat man schon ziemlich genau gewusst, wie es einem selber geht. Weil’s ja auch Preisgeld gibt, sind ziemlich gute Leute dabei gewesen und eine Minute vor mir startete Ingemar Wibmer und eine hinter mir Silvio Wieltschnig. Eigentlich dachte ich, dass Silvio nach dem Start zu mir auflaufen würde, aber anscheinend kam ich ganz gut weg, weil er nicht recht viel näher kam. Zu Ingemar kam ich nur ganz langsam heran. Aber endlich nach rd. 1000 hm hab ich ihn eingeholt gehabt. Die Zahnradbahn besteht aus 3 Sektionen und die ersten 2 Sektionen mit etwas mehr als 1000 hm habe ich in etwas weniger als 35 min. hinter mich gebracht.
Auch die 3. Sektion konnte ich noch gut durchziehen und so erreichte ich das Ziel in 54:46 min. Super, immerhin für 1518 hm und daraus ergibt sich ein 100-hm-Schnitt von 3 min. und 36 sek. Habe mich über die Zeit richtig gefreut und ob ich damit gewonnen habe, wusste ich noch nicht – das war für mich aber auch zweitrangig.
Es ging dann mit dem Bus runter zum Start und weil noch Zeit bis zur Siegerehrung war, bin ich noch etwas mit dem Mountainbike ein Stück wo rauf gefahren. Bei der Siegerehrung wurden dann die Ergebnisse gelüftet und es war unter den ersten 8 ziemlich knapp. Ich wurde tatsächlich erster, aber nicht weit hinter mir lag Andreas Trockner mit 55:08 min., dann kamen 4 Läufer mit einer 56er-Zeit (der Slowene Simon Novak, Silvio Wieltschnig, Ingemar Wibmer und Robert Stark (vgl. Gesamtliste und Infos unter http://www.verbund.com/tm/de/reisseck-bergbahn/reisseck-wadlbeisser ).
Für mich natürlich schon schön, dass ich auf meine alten Tage noch so ein lässiges Rennen gewinnen konnte und die Zeit ist ja auch nicht schlecht, da bisher nur Kuhar Nejc im Jahre 2013 mit 53:26 min. schneller war. Unten ein Foto mit der gesamten Bahnansicht, wo auch die Treppen hinaufführen.

23.05.15: Heiligwasser-Challenge: Momentan bin ich eigentlich gar nicht auf Rennen eingestellt und dieses kurze Rennen nach Heiligwasser ist auch nicht gerade meine Kragenweite. Weil es unser Verein, der RTC-Inntal (www.rtc-inntal.at)  unter Führung von Günther Mayregger mit viel Liebe organisiert, hab ich trotz dem Sauwetter (Dauerregen) mitgemacht.               Wie zu erwarten mit mäßigem Erfolg. Wollte mir nicht wehtun und bin unten schon viel zu langsam gewesen und mehr als der 22. Platz ist dann auch nicht herausgekommen - Ergebnisliste und Bilder unter http://www.rtc-inntal.at/HWChallenge/ErgebnisseBilder.aspx.             Eigentlich gar nicht zu glauben, das ich vor 4 Jahren dort schon mal eine hohe 13er Zeit raufgefahren bin - da war ich anscheinend noch ziemlich flott.  

22.03.15: Nordketten-Quartett: Als mich Gordon Nogalla vor ca. 3 Wochen fragte, ob ich wieder beim Nordketten-Quartett mitmachen möchte, war ich eigentlich eher skeptisch. War ja bei den beiden vergangenen Veranstaltungen dabei und beide male konnte das Rennen nicht planmäßig durchgeführt werden, da es halt leider nicht recht viele Tage im Frühjahr gibt, wo die Verhältnisse für die Up- und Down Rad- und Skifahrer passen. Vor 2 Jahren ging's wegen Neuschnee, Nebel und Lawinengefahr nur bis zum Frau-Hitt-Lift und letztes Jahr war eigentlich so gut wie gar kein Schnee mehr, so dass eine Skiabfahrt vom Kar unmöglich war. Auch hab ich mich letztes Jahr geärgert, weil es kaum einen Hinweis gab, dass man nicht geradeaus zur Höttinger Alm, sondern scharf rechts Richtung Bodensteinalm fahren muss und unser Radfahrer als Führender zuerst mal bis zur Höttinger gedüst ist.
Sicher, an sich keine schlechte Idee oberhalb von Innsbruck so einen Teamwettbewerb aus 4 unterschiedlichen Disziplinen auf die Beine zu stellen, aber so ein Rennen macht einen riesigen Organisationsaufwand erforderlich und ob dieser bei dem enormen Wetter- und Schneerisiko gerechtfertigt ist, ist für mich schon ein bissl fraglich.
Für dieses Jahr hat's aber dann von den Verhältnissen ganz gut ausgeschaut. Ich mach ja ganz gern bei Teamwettbewerben mit, weil's halt irgendwie lustiger ist und gemeinsame Freude ja schließlich doppelte Freude ist.
Vor einer Woche haben wir dann doch ein Team zusammenbekommen. Roli, von Bike Point hat nicht nur eines der besten (für mich ist es das beste) Radgeschäfte Innsbrucks aufgebaut, sondern er hat auch für die Rennfahrer was übrig und so haben sich Roman Wienicke als Rad-Uphiller, ich als Skiaufsteiger, Markus Weyrer als Skiabfahrer und Gordon Nogalla als Rad-Downhiller unter dem Teamnamen ARBÖ RC Bike Point Innsbruck in letzter Minute noch angemeldet.
Aber vor ein paar Tagen hat dann der Wetterbericht wirklich nicht gut ausgeschaut – die Nacht vor dem Rennen Neuschnee und am Renntag auch noch ziemlich schlecht. Naja, wird halt wieder, wie die beiden Jahre zuvor, eine verkürzte und improvisierte Angelegenheit.
Als ich heute morgen auf die Seegruben-Webcam mit Neuschnee und Nebel geschaut hab, wär ich am liebsten gemütlich daheim geblieben, aber das geht natürlich nicht, wenn man im Team startet. Um das Parkplatz-Problem aus dem Weg zu gehen, bin ich von Sistrans mit dem Rad mit Ski und Stecken am Rucksack zum Löwenhaus gefahren. Heuer wurde nämlich nicht von der Hungerburg, sondern von Innsbruck aus gestartet, was auch viel lässiger ist.
Hab dann gleich am Start erfahren, dass das Rennen planmäßig durchgeführt werden soll – hm, der Veranstalter Trail-Solutions um das Ehepaar Glogger traut sich was.
Weil's mir zu umständlich war, zuerst mit der Hungerburg- und dann mit der Seegruben-Bahn rauf zu fahren und dann wieder runter mit Ski und teils zu Fuß zu unserer Wechselzone (Fleischbank auf ca. 1340 m), bin i zuerst mit dem Radl zur Hungerburg und zu Fuß weiter zur Fleischbank und war eigentlich gleichzeitig mit den anderen dort.
Weil's ja heute Nacht bis ca. 1050 m runtergeschneit hat, war's für die Radfahrer schon ziemlich knackig. Die letzten ca. 200 hm mussten sie eigentlich das Rad schieben und so war hier nicht nur der reine Radfahrer, sondern auch ein Schnee-Läufer gefragt. Roman kam dann als 21. an und wir Skiaufsteiger mussten erst mal mind. 150 hm zu Fuß direkt die steile Abfahrt rauftigern. Dann ging's mit Ski weiter und es war ziemlich anspruchsvoll, weil's doch mit vielen Spitzkehren und recht steil nach oben ging. Die Spur war auch ziemlich abgetreten und so musste eigentlich jeder Schritt gut gesetzt werden. Am Anfang war ich wie immer recht bedächtig unterwegs, aber im Laufe des Rennens kam ich dann doch in die Gänge und mir hat's dann auch getaugt. War richtig ein alpines Rennen und die Sonne ist auch teilweise rausgekommen, so dass es uns ziemlich warm geworden ist. Die letzten ca. 200 hm mussten dann in der Seilbahnrinne bis zum Hafelekar stapfend zurückgelegt werden, was die Sache auch nochmal interessant gemacht hat.
Für uns Skiaufsteiger und für die Skiabfahrer war es jedenfalls gut, dass es geschneit hat, so war der recht harte Altschnee schön ausgepolstert. Ich hab dann so als 10. mit immerhin der 4. schnellsten Laufzeit an Markus übergeben. Die Skifahrer mussten erst mal mit ihren schweren Latten zur Karrinne rüber laufen und konnten sich dann nach unten „stürzen“. Auf Markus kann man sich ja 100%ig verlassen und so übergab er mit der 6. besten Skifahrerzeit bei der 3er-Stütze, also genau auf der Höhe der Bodensteinalm, auf Gordon unserem Downhiller und er hatte dann sicher den schwierigsten Teil des ganzen Bewerbes zu bewältigen. Insgesamt 1100 hm bergab, wobei die ersten 400 hm im Schnee und dann meist auf gatschigem Untergrund zu überwinden waren. Ich hab ja den größten Respekt vor diesen Jungs und ich glaub, sturzfrei ist sowieso niemand durchgekommen. Gordon hat das aber super hingekriegt und so ist er als 7. (wobei uns nur 19 sek. zum 5. Platz fehlten) unten im Löwenhaus durch's Ziel gesaust - die Ergebnisse gibt’s auf www.nordkette-quartett.at unter der Rubrik „Das Rennen“.
Uns hat's heut echt Spaß gemacht und jeder Streckenteil war anspruchsvoll und knackig. Auch waren recht viel Zuschauer auf der Strecke, was uns Sportler natürlich auch freut. Hoffentlich hat's keine schlimmeren Unfälle vor allem bei den MTB-Downhillern gegeben – leider sind einige Teams nicht bis ins Ziel gekommen. Hut ab vor den Veranstaltern mit ihren mind. 150 Helfern – nach 2 „Probedurchgängen“ hat heute endlich alles gepasst.

14.03.15: 19. Glungezer Tourenrennen: Am Mittwoch und Donnerstag bin ich in der Früh auf den Glungezer, auch um unter der Hütte für das Rennen eine gute Spur direkt zur Hütte zu legen. Eigentlich wollte ich mich am Freitag schonen – aber weil das Wetter so schön war und ich nach meiner Spur oben schauen wollte, bin ich, obwohl ich schon um 7:45 Uhr im Büro sein musste am Freitag doch nochmal rauf. Um kurz vor 6:30 Uhr war ich schon oben und meine Spur vom Vortag war noch tiptop beieinander.
                Heute nach den vielen Höhenmeterchen die ganze Zeit und weil ich beruflich sehr eingespannt bin, fühlte ich mich wirklich nicht nach Rennen und mir ist das Warmgehen schon schwer gefallen. Am Start standen dann neben dem immer schneller werdenden Georg Egger, auch Manfred Holzer und Stefan Fuchs sowie überraschenderweise auch der x-fache österreichische Meister im sog. Skibergsteigen Alex Fasser. Eigentlich schon eine Ehre für uns, dass Alex bei so einem gewöhnlichen Rennen dabei ist. Er hadert ja heuer immer wieder mit seiner Form, aber meist, wenn er dann am Start steht, läuft es eh nicht so schlecht (vgl. Gilferttrophy heuer).
Erfreulich war auch, dass heute insgesamt 43 Leute (auch überraschend viele Tulferer) gestartet sind und das ist bei dem doch eher geringen (aber vollkommen ausreichenden) Organisationsaufwand von Koni Gatt und dem SV Tulfes doch recht positiv.
Nach dem Start war i wie immer erschreckend langsam. Bald ging es mir dann aber besser und nach Halsmarter kam ich echt zur Spitzengruppe (Georg Egger, Alex Fasser und Manfred Holzer) vor. Konnte mich dann sogar an die Spitze setzen und nach einer Zeit war nur mehr Alex mir auf den Fersen. Da wurden Erinnerungen an früher wach, als Alex und ich uns bei diversen Mountainbike-Uphills duelliert haben – das ist aber schon 10 Jahre her und seit er den Skitourenrennsport so professionell betreibt, war er österreichweit kaum zu schlagen. Auch heute war es für Alex eher ein Formtest, weil er ja eigentlich andere oder besser gesagt „höhere“ Ziele hat – z. B. im Weltcup, wo er ja auch schon sehr weit vorne mitgemischt hat.
Mir ging es ganz gut und manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass Alex abreißen lassen müsste. Aber den Gefallen tat er mir leider nicht. So ging es bei der Schaferhütte ins Gelände und die Spur war ziemlich rutschig – ich voraus und er dicht hinter mir. So ging's dann auch zum Abzweig, wo ich ja direkt zur Hütte die Spur an den Vortagen gemacht habe. Allerdings war die Spur aufgrund der vielen Abfahrer nicht mehr vorhanden. Stattdessen hat Hüttenwirt Gottfried heute kurz vorm Rennen eine extrem steile Spur ausgeschöpft. Es war als erster in dieser Spur auch noch besonders zach – eine „zusätzliche Prüfung“ heute beim Glungezerrennen. Hatte dann sogar rd. 7 m Vorsprung, aber weil ich bei einer Spitzkehre hängen geblieben bin, war Alex wieder hinter mir. Überholen war dort sowieso nicht möglich und so war ich in 55:23 min. und Alex 2 sek. danach im Ziel – also eigentlich zeitgleich.
Für mich natürlich eine schöne Sache, dass ich mit Alex mithalten konnte und unsere Zeit im Vergleich zu den anderen Rennläufern ist m. E. auch nicht schlecht – Ergebnisse gibt’s unter www.svtulfes.at . Vor 2 Jahren bei meinem Streckenrekord war ich zwar über eine Minute schneller, aber damals waren die Verhältnisse schon besonders gut.
Oben in der Hütte war's dann wieder mal richtig gemütlich. Hüttenwirt Gottfried hat für alle gut gemachte Nudeln spendiert und i bin bis um 16:00 Uhr gehockt. Bin dann mit nur einer kurzen Tragestrecke sogar noch mit Ski bis Tulfes gekommen, wo ich das Auto stehen hatte. Wieder mal a schöns Tagl am Glungi.

05.03.15: Speckjagern am Patscherkofel: Das letzte Speckjagern, also das Skitourenaufstiegsrennen von der Schwellerkapelle (damals gab's das Olex noch nicht) zum Kofel-Schutzhaus fand 2002 statt. Da der ehemalige Betreiber des Skigebietes das Rennen nicht wollte, konnte es seit dem nicht mehr durchgeführt werden. Hauptsächlich auf Initiative von Armin Niederkofler vom RC Aldrans sowie Werner Brugger und Hannes Piegger vom SV Sistrans wurde jetzt, da die Stadt Innsbruck den Kofel übernommen hat, das Rennen wiederbelebt. Irgendwie ist ja für viele der Kofelaufstieg eine Messlatte im Skitourenaufstieg und ich wage zu behaupten, dass die Olympiaabfahrt wohl eines der meistbegangenen Skitourenstrecken auf der ganzen Welt ist. Für mich war ja das Speckjagern 2000 das erste Skitourenrennen überhaupt und mit normaler damaliger Tourenausrüstung war ich ja mit 47 min. gar nicht so schlecht (in der Ergebnisliste bin ich mit Mühlöcker Rikki, jetzt Obendorfer Rikki, vertauscht worden). 2001 war ich dann nochmal dabei, aber an diesem Tag hatte ich frei und deshalb schon eine recht schwere Skitour in den Beinchen.
Mein Nachbar Hannes Piegger hat mir vor ca. 3 Jahren alle 6 Ergebnislisten vom Speckjagern gegeben. Weil's ja doch interessant ist, alte Ergebnislisten zu studieren, stelle ich sie hier rein:  Speckjagern1997, Speckjagern1998, Speckjagern1999, Speckjagern2000, Speckjagern2001 und Speckjagern2002 Die mit Abstand schnellste Zeit und der einzige unter 40 min. war 1999 Hans Kogler (wie sollte es auch anders sein - er wurde im Jahre 2000 in Bergen Vizeberglaufweltmeister) mit 37:54 min. Die Strecke war 1999 leicht verkürzt, aber man muss auch sagen, dass die Ausrüstung inzwischen leichter geworden ist und beim Skitourengehen macht das Gewicht an den Füßen schon recht viel aus, weil ja bei jedem Schritt Schuh und Ski aus dem Stillstand bewegt werden muss. Dagegen beim Radfahren ist die Masse immer in Bewegung und deshalb wirkt sich das nicht so stark aus.
               Angesetzt wurde das Rennen am wöchentlichen Skitourenabend vom Kofel, also an einem Donnerstag. Nachdem es mir ja beim letzten Rennen vor ca. 3 Wochen ziemlich mies gegangen ist und ich wegen der vielen Höhenmeter momentan eher langsam unterwegs bin, mag ich ja eigentlich keine Rennen mehr machen. Wenn dann das Rennen auch noch an einem gewöhnlichen Arbeitstag ist, fällt es mir dann noch schwerer mich zu motivieren. Aber am Kofel, meinem 2. Hausberg neben dem Glungi, musste ich halt doch mitmachen und ich schaffte es um 15:50 Uhr aus dem Büro zu kommen, nach Sistrans rauf zu radeln und um 17:30 Uhr, also 30 min. vor dem Start am Kofel zu sein - war alles ziemlich stressig.
Meiner Meinung nach wurde mit der mitzuführenden Ausrüstung etwas übertrieben, man musste nämlich einen Rucksack mit Handy (anscheinend, wenn man sich unterwegs verirrt) und Überjacke dabei haben.
Beim Rennen ging es mir dann überraschend gut – eigentlich wie in alten Zeiten. Im Vergleich zu mir starten ja alle schnell, aber Philipp Brugger besonders schnell. Ich kam aber auch bald in die Gänge und kurz oberhalb vom Tunnel konnte ich Markus Kröll überholen und war dann an 2. Stelle, ca. 40 sek. hinter Philipp. Es dauerte dann recht lange, bis ich von Markus etwas weg kam, aber der Abstand zu Philipp wollte eigentlich nicht kleiner werden. Es hat stark geschneit und wir gingen nicht auf einer glatten Piste rauf, sondern es war eigentlich eine Gelände-Aufstiegsspur von den doch recht zahlreichen Zuschauern und gerade aufsteigenden Tourengehern vorhanden.
Am Schluss kam ich dann doch etwas näher an Philipp heran, aber gereicht hat es nicht mehr – Philipp schaffte die 945 hm in 36:07 min., ich in 36:30 min. und Markus in 37:14 min., damit waren wir 3 alle schneller als die alte Marke – die Ergebnisliste gibt’s auf www.speckjagern.at .
Sicher für mich ein bissl schade, dass ich wieder mal nur 2. geworden bin, aber ich kann schon zufrieden sein, dass ich immerhin als 48-jähriger noch so schnell auf den Kofel rauf tigern kann,
Danach gingen wir zum gemütlichen Teil über und Danke an die Organisatoren und vielen Helfer vom SV Sistrans, RC Aldrans und der Patscherkofelbahn für die Ausrichtung des Rennens.

14.02.15: Sattelbergrennen in Gries am Brenner: Hm, das Rennen hätt i besser auslassen sollen. Nachdem i ja die vergangenen beiden Wochen (31.01. bis 13.02.15) jeden Tag von der Karlskirche auf den Glungi gangen bin, sind mit den Büroradfahrten in 14 Tagen 35.300 hm zusammengekommen. Anscheinend war das dann doch ein bissl viel, vor allem weil ich ja im Jänner mit 62.000 hm auch nicht geschlafen habe und letztes Jahr bin i ja auf 667.150 Höhenmeterchen gekommen (also sogar noch mehr als 2013). Ehrlich gesagt, würde mich mal interessieren, ob es wen in Tirol (oder vielleicht sogar in Österreich) gibt, der mehr macht.
Manche werden mich sicher als verrückt erklären, aber mir taugt's einfach draußen unterwegs zu sein und das Schöne im Winter ist halt, dass man sich oben auf die Abfahrt (meistens) freuen kann - im Sommer dagegen ist der Abstieg oft weniger erquickend.
Mit so einem Umfang bin i natürlich von jeglicher Spritzigkeit weit entfernt. Bisher hab i das bei den Rennen doch meist so einigermaßen "hinbiegen" können, aber gestern war's besonders mühsam. Kurz nach dem Startsignal war ich dann sogar fast letzter, aber so richtig in die Gänge bin ich dann leider auch später nicht gekommen.                          Obwohl mich ja die Rennen, auch wegen der Dopingproblematik, ziemlich nerven, bin i Depp doch immer wieder dabei. Irgendwie kann's ich doch nicht lassen, weil ich mich jetzt im eher fortgeschrittenen Alter nicht hängen lassen will. Aber i muss mich jetzt endlich entscheiden - entweder mich auf die Rennen ein bissl vorbereiten (hauptsächlich auch mal einen Ruhetag zur Erholung einstreuen) oder sie endlich sein lassen.
Die Ergebnisliste von gestern gibt's auf: www.sc-griesambrenner.at.  Das Rennen war wirklich super organisiert und vor allem die zahlreichen hochwertigen Tombolapreise waren nicht alltäglich.   
     

03.02.15: Neues zum Thema Doping: Jetzt ist es ganz offiziell - Nösig wurde auf die ÖRV-Liste der sanktionierten Fahrer gesetzt: http://www.radsportverband.at/index.php/aktuelles/wichtige-meldungen/allgemein-meldungen/2183-liste-sanktionierter-fahrerinnen und im Tour-Magizin steht auch ein Bericht: http://www.tour-magazin.de/hobbysport/news/gedopt-aufs-oetztaler-podium/a35233.html (hier auch als pdf). Hier der TT-Bericht vom 04.02.15.
Erwischt wurden ja noch andere Fahrer - diese sind aber gerade dabei sich mit ärztlichen Attesten bzw. mittels Anfechtungen (Ablauf der Dopingkontrolle etc.) heraus zu mogeln.
Wir "Naivlinge" bekommen da nur die Spitze des Eisberges mit - es ist wahrscheinlich eh besser, wenn wir gar nicht wissen, was alles hinten herum so läuft.                  Was sagt man zu so einer "Steinheberfigur" (eigentlich tut's ja richtig weh, dieses Foto 
hier reinzustellen, aber ich finde es dient zur Aufklärung, wie ein Radfahrer eigentlich nicht ausschaut):                         Eigentlich ist's schon beängstigend, welche Leistungssteigerungen durch die medizinischen „Hilfmittel“ noch möglich sind, nachdem man nach jahrelangem Training eigentlich seinen Plafond erreicht hat. Auch solche Leute wie Nösig, die ja eigentlich vom Gewicht her benachteiligt sind, können so zu den besten in Österreich werden. Immerhin haben auch die besten Profiradsportler Schwierigkeiten gehabt Nösig auch am Berg zu folgen und bei den Profis weiß man ja auch nicht, ob sie vielleicht auch etwas nachgeholfen haben.
Viele Sportärzte sagen nicht umsonst, dass man heutzutage mit den leistungssteigernden Mittel aus jedem einigermaßen talentierten Sportler einen Spitzensportler machen kann. Naja, umso mehr man über solche Dinge erfährt, desto absurder erscheint der Wettkampf-Ausdauersport. Außerdem wird ja in der Medizin weiter geforscht und wer weiß was in einigen Jahren hier noch möglich ist.
Die Jungen haben schon Recht, dass sie sich mehr solchen Sportarten wie (Sport-)Klettern, MTB-Downhill und Freeriden etc. widmen.         
Habe jetzt gehört, dass man bei Nösig nur im Urin insgesamt 12 verbotene Substanzen festgestellt hat, obwohl er ein Verschleierungsmittel genommen hat - da sieht man mal wieder, welche Wahnsinnigen es in unserem Sport gibt.

 
 

30.01.15: Rangger Köpfl Trophy: Schon wieder eine Woche rum und so "musste" ich wieder abends rennmäßig aktiv werden. Heute waren gleich 3 "schöne" Aufstiegsrennen gleichzeitig - die Plose in Südtirol, das mir ja mit 1400 hm eigentlich besonders liegt, die Schmitten-Mondscheintrophy, das ich auch schon mal gewinnen konnte und das Rennen von Oberperfuss auf die Roßkogelhütte. Hab eigentlich nicht lange überlegen müssen und mich für Oberperfuss entschieden, weil's nur 20 min. mit dem Auto zu fahren ist, ich dort am meisten Bekannte treffe und weil ich schon beim Radrennen im Sommer dabei war und es eine prämierte Kombiwertung gibt.                      Letztes und vorletztes Jahr wurde ich beim Skitourenrennen jeweils 2. nur immer ein paar Sekunden hinter Armin Neurauter. Für heuer wusste ich schon, dass ein 2. Platz wohl kaum zu erreichen ist, da sich neben Armin, der ja auf heuer nochmals um einiges schneller geworden ist, der Bayer Toni Lauterbacher, der letzte Woche beim Weltcup im Vertical unter die Top-20 gelaufen ist und Daniel Zugg, ein starker Aufsteiger vom österreichischen Nationalteam am Start standen.                         Die ersten 300 hm sind ja sausteil und heuer war's dort ziemlich rutschig, weil viel eisiger Kunstschnee im Naturschnee enthalten war. Danach waren die Verhältnisse recht gut. Kurz vor der Mittelstation konnte ich Georg Egger überholen und ich lag an 4. Stelle. Armin Neurauter und Toni Lauterbacher waren schon weit voraus und Daniel Zugg war so 40 bis 50 m vor mir. Beim langen Flachstück konnte ich nix aufholen, aber am Schluss geht's ja nochmal so 200 hm steiler rauf zur Roßkogelhütte und so 50 hm vorm Ziel hab ich Daniel dann eingeholt gehabt. Wusste aber schon, dass ich so knapp vorm Ziel einen 22-jährigen nicht mehr abschütteln kann und so lief ich 6 sek. hinter Daniel mit 38:58 min. als 4. ein.                         Ein bissl enttäuscht war ich dann von der Zeit, da ich ja letztes Jahr über 2 min. schneller war, aber beim Vergleich der Ergebnislisten waren eigentlich heuer alle so 1 bis 2 min. langsamer - das wird schon an den rutschigen Verhältnissen im 1. Renndrittel gelegen haben. Kann schon zufrieden sein, solange ich als Oldi mit einem der stärksten im Nationalteam bei einem Aufstiegsrennen um den 3. Platz sprinten kann (bei mir war's allerdings nur ein Sprintlein).                           Um die Kombiwertung wurde es allerdings auch nochmal spannend, da Bernhard Haller, der ja beim Radrennen rd. 50 sek. vor mir im Ziel war, heute auch wieder sehr stark unterwegs war und Manfred Holzer ca. 30 sek. schneller geradelt ist. Aber es hat dann doch für mich noch gereicht - Bernhard kam als 6. mit 40:19 min. und Manfred als 7. mit 41:09 ins Ziel. Die Ergebnislisten gibt's auf http://sv-oberperfuss.at/rad/.                          Der SV Oberperfuss/Sektion Rad hat das Rennen wieder mal perfekt organisiert und rekordverdächtig schnell war schon ca. 2,5 h nach Rennstart die Siegerehrung - Danke an die Organisatoren.

24.01.15: Interessant: Endlich scheint es Beweise für unsere Mutmaßungen bezüglich Doping im Amateur- und Hobbysport zu geben. Dieser Artikel war gestern in der TT. Leider wird darin kein Name genannt. Um die Mutmaßungen etwas konkreter werden zu lassen, hab ich mal nach der Ergebnisliste von diesen Österreichischen Berg-Meisterschaften der Radamateure recherchiert (http://www.radsportverband.at/images/Ergebnisse/2014/0914_OEM_Berg_Amateure.pdf). Angeblich soll es sich nicht nur um eine Person handeln.                                                                                                                                      Vor fast 6 Jahren hat die TT diesen Leserbrief von mir gedruckt und er ist eigentlich immer noch aktuell. Jetzt bin ich gespannt, ob der Name veröffentlicht wird - hoffentlich, denn das ist die TT den weit überwiegenden fairen Sportlern schuldig, sonst gibt's nur falsche Verdächtigungen. Da es eh bereits allgemein bekannt ist und ich für klare Aussagen bin - es ist der Sieger auf der verlinkten Ergebnisliste. Wie in meinem Leserbrief eh gesagt, kann ich eigentlich dopende Profisportler eher "verzeihen", da diese sich oft mit Ihresgleichen messen müssen. Dopende Hobby- und Amateursportler, die sich aufs oberste Podest neben ehrlichen Sportlern stellen und sich als große Sieger feiern lassen, sind für mich charakterlich gesehen, ganz weit unten angesiedelt. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie sich so jemand  über einen solchen Sieg freuen kann. M. E. gehört sich er aus allen Ergebnislisten herausgestrichen. Z. B. über Zeiten von rd. 7 h beim Ötztaler soll sich jeder selber seine Gedanken machen.                                                                                                                                                                          Das Interesse am Wettkampfsport, sei es bei dem ich selber mitmache oder sei es an Profiveranstaltungen im Fernsehen hat sich bei mir ohnehin schon ziemlich reduziert. Leider gibt es auch im Hobby-Wettkampfsport, wo es nicht um's Geld geht, Spielverderber. Alles was mit Wettkampf, Sieg oder Geld zu tun hat, hat eine negative Seite, weil der Egoismus des Menschen dabei eine Rolle spielt. Das Schönste ist wohl, sich in unserer herrlichen Natur zu bewegen, seinen Körper zu spüren und die Verhältnisse entsprechend der Jahreszeit und dem Wetter auszunutzen und das ohne auf Kosten von den Mitmenschen.  

23.01.15: Gitschberg Night Attack: Rd. 10 Nordtiroler sind gestern Abend wieder zu einem Skiaufstiegsrennen nach Südtirol, diesmal in Meransen am Eingang des Pustertales, gefahren. Gestern neuer Teilnehmerrekord mit 184 Startern. Das Rennen mit 810 hm verteilt auf angeblich 6 km ist schon ziemlich flach, wobei auf so rd. 2,5 km eigentlich fast keine Höhenmeter gemacht werden. Aber wie immer super organisiert und typische südtiroler Stimmung. Vorm Start ist es wie immer weniger gemütlich. Da stellt sich bei mir dann auch immer die Sinnfrage. Wenn dann alle beim Startsignal lossprinten, ist es dann noch ungemütlicher. Ich halte mich ja möglichst aus diesen Positionskämpfen raus, auch weil ich mich am Anfang gar nicht so anstrengen will (oder kann). Gestern bin ich dabei besonders ins Hintertreffen geraten und bei so vielen Startern dauert es dann lange bis man weiter nach vorne kommt. Schlussendlich hat es dann zum 11. Gesamtplatz in 39:43 min. gereicht und die recht gut prämierte Altersklasse habe ich gewinnen können. Bin damit nur knappe 30 sek. langsamer gewesen als letztes Jahr und somit wieder ganz zufriedenstellend unterwegs, vor allem weil ja diesen Winter der Dezember skitourenmäßig ein Totalausfall war. Das Rennen war heuer besonders stark besetzt - Ergebnisse wie immer auf www.zkgvintl.info.               Oben ist man dann natürlich froh, dass das Gehetze vorbei ist und man geht endlich zum gemütlichen Teil über. Zuerst anstrengen, dann genießen, so soll's ja eigentlich sein, oder?

09.01.15: Rofanaufstieg: Als ich gestern nachmittag bei einer meiner Lieblingsbeschäftigungen und zwar beim Puzzeln mit den Kindern gesessen bin (meine Aufgabe ist immer die Teile rauszusuchen), ist es mir wieder sehr schwer gefallen mich für das Nachtrennen aufzuraffen. So positiv es ist, am Freitag Abend ein Rennen zu machen und dann am Samstag und Sonntag "frei" zu haben, aber es fällt zumindest mir schon schwer mich am Abend nochmal anzustrengen. Hauptsächlich wird es daran liegen, dass ich ein Morgensportler bin, aber langsam werde ich halt auch alt und gemütlicher. Schließlich werde ich nimmer schneller und man stellt sich dann schon öfters die Sinnfrage. Mich hängen lassen will ich aber dann auch wieder nicht und so ein Rennen ist natürlich schon ein sehr intensives "Leben" und alles andere als langweilig und bringt ja doch eine Abwechslung in den Tag. Außerdem ist es ja auch immer eine gute Gelegenheit alte Bekannte zu treffen. So bin ich gestern doch wieder dabei gewesen.                 Momentan spielt das Wetter wieder mal ein bissl verrückt. Zweistellige Plusgrade tagsüber und das mitten im Jänner und gestern Abend in Maurach hatte es beim Start auf rund 1000 m +7°. Genau beim Start um 19:00 Uhr hat's dann zu regnen begonnen. Die Schnee- bzw. Eislage auf dem Ziehweg hinauf zum Rofan-Skigebietchen war gerade noch ausreichend. Gut, dass es so warm war, weil dann das Eis einigermaßen griffig war.                    Bin ziemlich hinten gestartet, weil ich ja vorne den anderen am Anfang eh nur im Weg bin, außerdem will ich den Startstress so klein wie möglich halten. Das Überholen ist dann schon manchmal nicht so einfach, vor allem wenn man die erste Rennhälfte auf einer Forststraße zurücklegt und es bei 86 Startern doch recht dicht gedrängt zugeht. In der zweiten Rennhälfte kommt man dann auf die Piste. Oben ging der Regen in Schneeregen über und windig war's auch ziemlich, aber das war für alle gleich. Insgesamt gesehen ging es mir aber ganz gut und ich konnte mich bis zum 5. Gesamtplatz vorarbeiten.                 Gewonnen hat Armin Neurauter in einer wahnsinnig schnellen Zeit von 37:15 min. - wir sind zwar so 50 Längenmeter weiter oben gestartet, aber so schnell war beim Rofanaufstieg in den 17 Jahren bei weitem noch keiner oben. 2. wurde Andreas Ringhofer, ebenfalls in einer neuen Bestzeit von 38:52 min., 3. der mir unbekannte Johannes Walder in 39:18 min., 4. Philipp Brugger in 39:27 min. und 5. dann ich in 40:37 min., 6. sehr stark Marcus Strobl aus Bayern in 40:49 min., 7. Georg Egger in 40:52 min. und 8. Bernhard Haller in 41:33 min. Die Ergebnisliste gibt's auf http://www.wsv-jenbach.at/home/index.php. Marco Mattlschweiger hat mal wieder die Ergebnisauswertung in Spitzenniveau gemacht und er wird auch unter diesem Link ein Zielvideo auf YouTube stellen.

Rennen 2014

27.12.14: Skiuphill Vals in Südtirol: Wegen der bescheidenen Schneelage war meine letzte Skitour am 22. November, also vor 35 Tagen. Um keine Langweile aufkommen zu lassen, bin ich gestern trotzdem mit nach Vals im Jochtal am Eingang zum Pustertal gefahren. Eigentlich war es für mich wichtiger wieder mal ein paar alte Bekannte zu treffen, als irgendeine Platzierung beim Rennen. Mario Herburger, Helli Praxmarer, Bernhard Salchner, Philipp Brugger und ich haben alle in Marios Kleinbus, samt Ausrüstung rein gepasst.  Am Start um 19:30 Uhr hatte es dann ungemütliche -7° und ich hab mich so lange wie möglich im warmen Gasthaus aufgehalten. Aber 10 min. vorm Start musste ich wegen dem Gepäcktransport doch raus.                     Bei über 200 Startern geht's natürlich nach dem Startsignal heiß her. Ich war dann gleich mal wieder in der hinteren Hälfte. Weil man angeblich die Schneekanonen entlang der Skipiste nicht so einfach mal abstellen kann, liefen die auch während dem Rennen. Außerhalb dem Kunstschnee liegt auch in Südtirol ganz wenig Naturschnee. Das Überholen war gestern wegen dem recht schmalen Kunstschneeband besonders zach, weil man neben der Hauptspur gleich im Kunstschnee-Griesel gelandet ist. Besonders geschmeidig und schnell ist dieser dann ja auch nicht gerade und so hab ich mir mal wieder gedacht, es wäre doch besser gewesen, ich hätte es mir zuhause gemütlich gemacht. Im herbeigesehnten Ziel ist man dann doch irgendwann und sofort ist die Anstrengung vergessen und man ist doch wieder mal zufrieden sich die "Gaudi" angetan zu haben.                 Gewonnen hat Roberto deSimone in 26:01 min. Die Jungen tun sich bei solchen kurzen Rennen etwas leichter und so wurde Martin Stofner in 26:21 min. 3. und Philipp Brugger in 26:31 min. 4. Die Dichte war mal wieder bei diesem Rennen enorm und so reichte es für mich mit einer Zeit von 28:25 min. nur zum 22. Platz - die Ergebnisliste gibt's auf http://www.zkgvintl.info/PDF/Skiup2014oK.pdf - es waren noch viele andere Nordtiroler dabei. Letztes Jahr war ich zwar 2:23 min. schneller und wurde sogar 6., aber da war ich schon täglich mit Ski unterwegs und außerdem waren die Zeiten gestern bei fast allen langsamer, weil der Kunstschnee nicht besonders fein zu gehen ist.               Dann machten wir es uns im neuen Bergrestaurant Jochtal (http://www.jochtal.info/), einem riesen "Schuppen" der heuer im Sommer aus dem Boden gestampft wurde, gemütlich. Wir hatten es mal wieder ganz lustig und so hab ich es überhaupt nicht bereut, heute doch wieder dabei gewesen zu sein.

11.12.14: Hier meine Meinung zur Idee auf das Hafelekar eine Treppe zu bauen.  Weil anscheinend sogar die Grünen und die Innsbrucker Bürgermeisterin von dem Projekt ganz angetan sind, habe ich das auch der TT geschickt. Glaube aber kaum, dass sie es bringen, weil's doch etwas zu lang ist.               

15.11.14: Tiefrastenlauf: Bei diesem Berglauf geht's ja oberhalb von Terenten im Pustertal auf ca. 6 km und 900 hm bis zur 2311 m hoch gelegenen Tiefrastenhütte. Aufgrund der Schneelage musste der Lauf heuer 2 mal verschoben werden, aber heute hat es doch noch wetter- und schneemäßig geklappt. Gestern noch wollte ich eigentlich gar nicht hinfahren und so hab ich mit Hafelekarspitze und (fast)Kofel 3500 hm (mit dem Gegenanstieg über Heiligwasser) zusammengebracht. Aber irgendwie geht mir langsam der Föhn daheim auf die Nerven und so bin heute doch nach Südtirol - mal schauen wie's geht.                   Es ging dann auch ganz gut. Nach ca. 5 min. war ich an 2. Stelle und nach ca. 10 min. konnte ich die Führung übernehmen. Der Weg war heute, vor allem bei den flacheren Abschnitten total nass und lettig und man musste schon genau aufschauen, wo man hintreten konnte. Schnee lag erst kurz unterhalb der Hütte. Ich konnte mit 39:07 min., vor Christoph Ties (40:19 min.) und Noe Thaler (41:12 min.) gewinnen. Mit der Zeit kann ich bei den doch eher schlechten Wegbedingungen auch ganz zufrieden sein. Die Ergebnisse gibt's auf http://www.zkgvintl.info/AVS%20Vintl.htm.               Das Wetter und der Schnee hat dann nicht zu einer kleinen Bergtour eingeladen und so sind wir alle in der gemütlichen Hütte beisammen gehockt. Wertvolle Sachpreise gab's dann auch und mit der Tombola hat eigentlich fast niemand mit leeren Händen den Abstieg ins Tal antreten müssen.               Bergläufe und Skitourenrennen mach ich ja inzwischen eigentlich am liebsten in Südtirol. Hier gibt's noch viele Rennen, bei denen die Veranstalter keine Geschäfte machen wollen, auch wird nichts aufgebauscht und zum Event hochstilisiert, so dass der faire sportliche Wettkampf im Mittelpunkt steht.

09.11.14: Nordic-Uphill von Burgstall nach Vöran (südlich von Meran): Habe hier schon mal vor 2 Jahren mitgemacht, aber eigentlich ist es mir doch ein bissl weit weg. Weil bei uns wegen dem nassen Schnee weder gescheite Skitouren noch Herbsttouren möglich sind und ich die Gelegenheit hatte mit Josef Fritz und Thomas Köll dort hinzufahren, habe ich mich doch entschlossen dabei zu sein.                 In Südtirol gibt's ja einige steile Bergläufe, wo man Stöcke verwenden darf oder wie bei diesem sogar muss. Bei uns in Nordtirol gibt's eigentlich nur das Kotzenklassik. Dieser Nordic-Uphill fand nun zum 10. mal statt und ist, wie die fast 300 Teilnehmer beweisen, einer der beliebtesten Bergläufe in Südtirol. Wegen der Verletzungsgefahr durch die Stecken vor allem in der Startphase, werden solche Läufe meist als Einzelstarts (hier mit 15 sek. Abstand) durchgeführt. Dies mag vielleicht mit ein Grund zu sein, dass dieser Lauf so beliebt ist - man geht eigentlich schon entspannter an den Start, weil man eher für sich läuft und seine unmittelbaren Gegner nicht im Blickfeld hat.  Die Strecke ist lt. Ausschreibung 4,65 km lang und weist einen Höhenunterschied von 925 m auf. So steil wie die immer beliebter werdenden vertikalen Kilometer, ist dieser Lauf nicht und eigentlich kann auf dieser Strecke auch alles ohne Stecken durchgelaufen werden - auch sind einige flachere Abschnitte dabei.                      In der Nacht hat's ja in Südtirol sehr stark geregnet und entsprechend rutschig war's auch auf dem Weg mit vielen Steinplatten und Herbstlaub - aber das war ja für jeden gleich. Weil ich mich nachgemeldet habe, bin ich mit der Startnummer 310 als Viertletzter gestartet und musste dann auch sehr viele Leute überholen. Oben war ich dann in 36:23,6 min. Sehr schnell wurden dann die Ergebnisse ausgehängt und gewonnen hat David Thöni in, für diese recht rutschigen Verhältnisse, richtig starken Zeit von 34:38 min., 2. wurde Philip Götsch in 35:20 min., 3. der immer schneller werdende, noch recht junge Martin Renzler in 36:10 min. und 4. Roberto DeSimone in 36:23,0 min. also 6 Zehntelsekunden schneller als ich.                                                                                                                                                               Die Ergebnisse gibt's auf http://www.gemeinde.voeran.bz.it/system/web/zusatzseite.aspx?menuonr=220003700&detailonr=220000777. Da zur Siegerehrung noch recht viel Zeit war, sind Josef, Thomas und ich nochmal runter und wieder rauf und kamen dann gerade rechtzeitig zur Siegerehrung, wo wieder recht schöne Preise verteilt wurden. Mit der Bahn ging's anschließend runter und die Heimfahrt mit Josef und Thomas war dann wegen der vielen Gesprächsthemen recht kurzweilig - mal wieder ein schöner Ausflug nach Südtirol.

24.10.14: Heute ist der Leserbrief tatsächlich in der Zeitung. Hab eigentlich nicht mehr damit gerechnet, weil ich den schon am 01.10.2014 kurz nach dem Berlin-Marathon an die TT geschickt habe. Etwas schade, dass sie ihn so spät bringen, weil ja jetzt irgendwie der Bezug fehlt. Hier die leicht gekürzte Fassung von der TT.   

15.10.14: Leserbrief "Weltrekorde": Habe vor 2 Wochen einen Leserbrief an die TT geschickt - allerdings haben sie ihn bis jetzt nicht gebracht:

Marathon Weltrekorde - Wo soll das noch enden? 

Wenn der Veranstalter des Berlin-Marathons eine Prämie auf einen neuen Weltrekord ausschreibt, möchte er hiermit die besten Läufer anlocken und damit wünscht er sich ein möglichst schnelles Rennen. Konsequente Dopingkontrollen wären dann natürlich kontraproduktiv, weil ja bekanntlich gedopte Sportler schneller laufen können als "saubere" Sportler. Auf der einen Seite bekennen sich meist die Veranstalter zu einem sauberen Sport, auf der anderen Seite setzten sie Prämien für Streckenrekorde aus. Dies ist ein Widerspruch. 
Für den Veranstalter des Berlin-Marathons ist es natürlich die beste Werbung, wenn auf seiner Strecke so schnelle Zeiten gelaufen werden können, da dadurch auch alle Hobbyläufer hoffen, ihre persönlichen Bestleistungen leichter unterbieten zu können. Dadurch kann sich der Veranstalter sicher sein, viele Teilnehmer anzulocken und er kann auch hohe Startgebühren verlangen. 
Momentan wird gerätselt, ob jemals eine Zeit unter 2 h gelaufen werden kann. Wenn die bisherigen Weltrekorde alle "sauber" gelaufen worden wären, frage ich mich schon, warum nicht ein Topläufer sich einen guten Arzt nimmt, der ihn "präperiert", so dass dieser dann bei einer medizinischinduzierten 3%igen Leistungssteigerung eine Zeit unter 2 h läuft. 
Die Antwort ist ganz einfach: Die bisherigen Weltrekorde wurden eben bereits mit Zuhilfenahme der medizinischen Hilfsmittel gelaufen. Erst eine Weiterentwicklung der leistungssteigernden Mittel bringt wieder eine Verbesserung des Weltrekords. 
Solange die Veranstalter und die Zuschauer so gierig auf Sensationen sind und dafür Sportler bezahlt werden, wird das Thema Doping im Sport eine Rolle spielen. Dies ist bei sog. Hobby-Sportveranstaltungen nicht anders, auch deren Veranstalter sind "heiß" auf neue Rekordzeiten und setzen dafür Prämien aus. Da es hier ohnehin keine Dopingkontrollen gibt, ist für manche dann die Versuchung nachzuhelfen sehr naheliegend. Man kann Günther Weidlinger gut verstehen, wenn er davon spricht, dass wir Sportler nur mehr "Hofclowns" sind. Die großen Sportveranstaltungen sind inzwischen hauptsächlich ein Geschäft. Die Zuschauer müssen wie bei einer Showveranstaltung unterhalten werden und der Profit muss stimmen. 

27.09.14: Kalkkögeltrophy: Heute war die 1. Ausgabe und da der sog. "Brückenschlag", also die Seilbahnverbindung der Skigebiete Axamer Lizum und Schlick 2000 über die Kalkkögel in Tirol wohl niemanden kalt lässt, kann man das Rennen auch in einem gesellschaftspolitischen Hintergrund sehen. Am besten man klickt mal auf www.adolf-pichler-huette.at oder auf http://kalkkoegeltrophy.weebly.com/, um sich die Schönheit der Kalkkögel in Erinnerung zu rufen. Ursprünglich war ja ein MTB-Rennen von Grinzens auf die Adolf-Pichler-Hütte geplant, allerdings wurde dieses aus Haftungsgründen nicht genehmigt. Da der Weg ab der Kemater Alm im letzten Jahr sehr gut hergerichtet wurde, kommt man momentan ganz gut mir dem Rad bis zur AP-Hütte.                                                                                                              Als Berglauf ist die Strecke von Grinzens bis zur AP-Hütte mit 7 km und 950 hm, die durchgehend auf der Fahrstraße zurück gelegt werden, nicht so interessant, aber der Blick, wenn nach rd. 5 km kurz vor der Kemater Alm die Kalkkögel vor einem stehen, entschädigt für alles - zumal heute natürlich ein Traumtag war. Ich habe gestern erst aus der TT von diesem Rennen erfahren und die Anmeldung war schon geschlossen. Peter von der AP-Hütte hat dann gesagt, wenn ich rechtzeitig am morgen komme, dann kann ich mich noch nachmelden. Weil der Start wegen der erforderlichen rd. 2-stündigen Sperre der Mautstraße schon um 9:00 Uhr angesetzt war, musste ich mich schon um kurz vor 7 Uhr bei 7° auf's Radl schwingen und fuhr von Sistrans über Vill, Gärberbach und Natters nach Grinzens. Nachmelden war dann kein Problem und leider sind von den 44 gemeldeten Teilnehmern letztendlich nur 30 gestartet.                                                                                                  Ken Berger, der ja letzte Woche auf die Aldranser Alm nicht weit hinter mir ins Ziel kam, war heute auch dabei und da die doch recht schwere Kotzenklassik von gestern erst 17 h her war, war ich schon gespannt, wie ich heute laufen kann. Gott sei Dank ging es mir aber ganz gut und konnte Ken, der vorne weg lief, nach ca. 5 min. langsam überholen. Wir liefen eigentlich immer im Schatten und es hat sich dann schon lange gezogen bis ich endlich nach ziemlich genau 30 min. auf der Kemater Alm war. Bis zur AP-Hütte ist's dann auch noch recht weit, aber in 44:03 min. war ich endlich oben. Ken Berger wurde in 47:03 min. 2. und Peter Holzknecht in 49:46 min. 3. - Ergebnisse auf http://kalkkoegeltrophy.weebly.com/ergebnisse.html - darin sieht man, dass der Landtagsabgeordnete der Grünen Gebi Mair auch mitgelaufen ist. Die doch recht lange Strecke sieht man auf dem nachfolgenden Foto - Rechts Grinzens mit dem Start bei Mautstraßenbeginn, in der Mitte die Kamater Alm und links das Ziel die Adolf-Pichler-Hütte.
Oben auf der AP-Hütte genossen wir dann die Sonne und die Aussicht. Bald ging es aber für Christian Bair und mich weiter über die Alpenklubscharte auf den Steingrubenkogel mit schönem erst vor 3 Jahren neu hergerichteten Klettersteig. Taugt mir immer wieder, wenn man einen Berglauf mit einer Bergtour verbinden kann und der Steingrubenkogel ist ja besonders schön. Gerade zur Siegerehrung um 12:00 Uhr war ich dann wieder auf der AP-Hütte. Heute bei diesem Traumtag auf der schönen Hütte zu sitzen war nach dem verregneten Sommer, wie Balsam auf der Seele. Die Kalkkögeltrophy war perfekt organisiert, so als wenn das Team rund um Hüttenwirtin Brigitte Parson sowas schon ewig machen würden.                                                                                                                                                                        Für Christian Bair und mich war aber der Tag noch nicht zu Ende, weil wir nicht die Laufstrecke im Tal runter gehen wollten, sondern zuerst auf den Hoadl rauf sind, wo man ja die gesamten Kalkkögel im Blick hat und dann über's Axamer Kögele und Fritzenhütte runter zum Start nach Grinzens sind, was ganz schön weit ist. Für mich war's dann immer noch nicht ganz geschafft, weil ja bei der Radheimfahrt vom westl. ins östl. Mittelgebirge die Sillschlucht im Weg ist und man noch einige Höhenmeterchen machen muss. War heute ein besonders schöner Tag, wo alles gepasst hat.
Nachfolgend 3 Bilder vom Hoadl aus auf die Kalkkögel: Beim oberen Bild sieht man in Bildmitte die Hochtennspitze und links davon über die Scharte ist der "Brückenschlag" geplant. Wenn man sich hier eine Seilbahn vorstellt, tut es eigentlich sogar richtig weh. Einen schöneren Bergblick hat wohl Tirol kaum zu bieten (kommt auf meinen Handyfotos vielleicht nicht so gut rüber, weil auch der Lichteinfall nicht optimal war). Für mich kommt es einer Gotteslästerung gleich, hier eine Seilbahn zu errichten. Eine Verbindung der Skigebiete würde vielleicht kurzfristig die Gästezahlen etwas erhöhen. Aber mit dem reinen Brückenschlag, ohne die Schaffung neuer Pisten, ist der erhoffte Aufschwung nur gering und es wird nicht lange dauern bis man bereits über weitere Ausbaumöglichkeiten nachdenkt (Skipisten im Bereich der Adolf-Pichler-Hütte!?). Das "Wettrüsten" der Skigebiete nimmt so seinen Lauf - jeder will die noch größeren Attraktionen anbieten. Bezahlen müssen diese Skigebietserweiterungen die öffentliche Hand, also quasi wir Steuerzahler, da, wie die Erfahrungen gezeigt haben, die millionenschweren Investitionen, insbesondere von den Skigebieten im Innsbrucker Raum, nie durch den laufenden Betrieb erwirtschaftet werden können. Die Touristen werden weiterhin die großen Skischaukeln in Sölden, Ischgl, St.Anton usw. mit der viel größeren Schneesicherheit ansteuern und von uns Einheimischen mit den Freizeittickets werden die Hoteliers und die Liftbetreiber nicht viel profitieren. 

26.09.14: Kotzenklassik: Nun schon die 3. Ausgabe des Rennens von Telfes im Stubaital zum Nederjoch. Seit letztem Jahr kann man unter 2 Varianten wählen - entweder als Duathlon zuerst mit dem Rad auf dem Almweg die 655 hm hinauf zur Pfarrachalm und dann zu Fuß weiter die 400 hm auf's Nederjoch, oder von unten als reinen Berglauf, wobei die Strecke zur Pfarrachalm frei wählbar ist. Insgesamt haben sich 26 Teilnehmer der Herausforderung gestellt und eigentlich verlief das Rennen wie im letzten Jahr. Der direkte Weg zur Pfarrachalm ist schon recht steil und so war ich 1 sek. schneller als letztes Jahr in 24:35 min. oben. Auf's Nederjoch war ich dann in 14:36 min, 13 sek. langsamer wie 2013 und so ergab sich eine Gesamtzeit von 39:12 min. 12 sek. langsamer als letztes Jahr - wieder ein Jährchen älter oder lag's daran, dass ich schon ein bissl an die Kalkkögeltrophy am nächsten Morgen dachte - auf jedenfall kann ich über den Schnitt von 3:43 min./100 hm zufrieden sein. Christian Stern wurde bei den Läufern in 43:45 min. 2. und Armin Niederkofler in 46:51 min. 3. Bei den Duathleten war Manuel Natale mit einer Zeit von 41:54 min. der überlegene Sieger - wahnsinn, er hat sich um 2 min. gegenüber 2013 und 2,5 min. gegenüber 2012 verbessert. Bernhard Haller wurde in 46:17 min. 2. und Raimund Schmidt in 48:14 min. 3. Ergebnisse, Fotos und einen Bericht gibt's sicher bald auf www.sv-telfes.at.                                                                                                                                                                           Ich ging dann noch auf die Nockspitze, weil ich auf der heuer noch gar nicht oben war - Edelweiß hab ich aber leider keine gesehen. Auf der Pfarrachalm war's dann wieder schön gemütlich und als ich endlich um 19:25 Uhr von dort weg kam, war's schon recht finster und ich war froh, dass ich ohne Stirnlampe auf dem Steig trotzdem ganz gut runter kam. War wieder ein lässiges Rennen mit vielen alten Bekannten, so wie ich es am liebsten mag.

21.09.14: Aldranser Alm Rennen: Heute mal wieder das Rennen auf meiner Hausstrecke. Man kann auch Moosbeerstrecke sagen, weil ich hier heuer 59 kg Schwarzbeeren gebrockt (geriffelt) habe. Mit dem Rad wird die Almstraße mit ca. 4,8 km hinauf gefahren und zu Fuß geht's zuerst auch auf der Almstraße und dann recht steil den Steig hinauf und hier macht man die 580 hm auf ca. 2,8 km. Noch immer war ich mit dem Rad und auch zu Fuß jeweils mit der schnellsten Zeit oben. Aber heute hat sich Christoph Schlögl vorgenommen eine neue Radbestzeit zu setzen. Das Rennen war mal wieder vom RC Aldrans super organisiert und so sind mit den Nordic Walkern ca. 80 Teilnehmer zusammengekommen.                                                                                                                                                                        Ich bin mal wieder alles andere als ausgeruht an den Start gegangen - gestern sind 2450 hm und in dieser Woche seit Montag 13350 hm zusammen gekommen. Lässig ist, dass bei diesem Rennen die Radfahrer und Läufer gleichzeitig starten und so kann man sich direkt vergleichen. Bin mal wieder mühsam weggekommen und auf den ersten recht flachen 700 m sind die Radfahrer viel schneller als die Läufer. Eine Chance gegen die Radfahrer hat man dann nur auf den steilen Steigabschnitten. Beim Schranken ca. 200 hm unterm Ziel brauste Christoph immer noch fast eine Minute vor mir durch. Hier wusste ich, dass es oben dann sicher knapp werden würde - so war's dann auch. Als die beiden Wege ca. 40 m vorm Ziel wieder zusammentreffen, fuhr Christoph vor meiner Nase an mir vorbei. Er war dann in 23:07 min. und ich in 23:18 min. im Ziel. Meinen Radrekord hat er damit um 2 sek. unterboten. Naja, so ist das Leben - manchmal hat man halt Pech. Immerhin konnte ich den Laufrekord um 4 Sekunden verbessern.                                                                                                                        Nach dem Rennen ging ich noch auf's Viggarspitzl und gerade rechtzeitig zur Siegerehrung war ich wieder auf der Alm. Hier sind wir dann noch den ganzen Nachmittag lustig zusammen gehockt. Ergebnisse und Fotos gibt's bald auf: http://www.rc-aldrans.at/index.html - darin sieht man auch, dass der erst knapp 11-jährige Leo Sadjak in 29:26 min. durch's Ziel ist - wenn er weiter Spaß am Laufen hat, wird er mal eine richtige Berglaufrakete.

19.09.14: Vereinsmeisterschaft des RTC Inntal: Zuerst anstrengen, dann gemütlich zusammensitzen - das macht Spaß und verbindet - hier unsere Strecke. Einen kleinen Bericht von unserem Obmann Günther Mayregger, der mal wieder alles super organisiert hat (Danke), gibt's auf unserer Vereinshomepage: http://www.rtc-inntal.at/Home/tabid/55/ID/44/Vereinsmeisterschaft-2014.aspx

14.09.14: Berglauf Tannheimertal auf's Füssener Jöchl: Das Wetter war mal wieder ziemlich durchwachsen und so ist mir nix besseres eingefallen als die weite Fahrt nach Grän ins Tannheimertal zu machen. Übern Fernpass war dann ziemlich viel Verkehr und manche schlafen halt auch beim Autofahren. Irgendwie ist es mir dann doch wie eine Sünde vorgekommen, wegen einem Berglauf so lange im Auto zu sitzen - nach 1:40 h war ich endlich 30 min. vor dem Start in Grän. Der abwechslungsreiche Berglauf mit 5,8 km und 750 hm auf zum Teil nassen Wegen mit einem kurzen Bergabstück und einigen flachen Passagen fand schon zum 11. mal statt.                                                           Wie immer mühsam weggekommen - doch diesmal musste ich nicht nur etliche Läufer, sondern auch zwei Ackergäule überholen, um nach vorne zu kommen. Kurz nach dem Start haben sich die beiden Haflinger uns angeschlossen und liefen auf dem Steig meist vor mir. Immer wenn ich überholen wollte, gaben die auch Gas und hatten so anscheinend ihren Spaß. Zum Scherzen bin ich aber bei so einem Rennen nicht allzu sehr aufgelegt und außerdem kamen mir manchmal ihre Hufe bedrohlich nahe. Es hat dann fast 5 Minuten gedauert, bis sie endlich in einen Seitenweg ausgewichen sind und ich endlich freie Bahn hatte. Konrad Lex war da schon lange aus meinem Blickfeld entschwunden - ich überholte dann noch den Zweitplatzierten und danach war es ein recht einsames Rennen. Besonders schnell war ich nicht gerade unterwegs und so gewann Konrad mit einem großen Vorsprung - Ergebnisliste siehe https://www.tannheimertal.at/hillclimb/ergebnislisten/ergebnisliste_2014.pdf.                                                                   Danach bin ich noch im Auf und Ab auf die Große Schlicke gelaufen. Nach der Siegerehrung ging's mit der Bahn runter und heimwärts mit dem Auto ging's wieder recht zähflüssig. Hatte aber diesmal Gesellschaft, weil Franz Puckl mit mir mitgefahren ist und dabei wurde mal wieder viel über die Berglaufgeschichte geredet.

06.09.14: Berglauf Masters WM: Leider ist mir die gesamte Woche ziemlich der Karwendelmarsch in den Gliedern gesteckt. Radfahren ging zwar, aber Laufen konnte ich erst am Freitag, also gestern, wieder einigermaßen rund. Nach den Höhenwegrunden oder nach den beiden Ultras heuer habe ich nicht so lange zu "knappern" gehabt. 52 km relativ schnelles Laufen und vieles davon leicht bergab ist schon ziemlich anstrengend für die armen Muskeln. Habe mir deshalb schon gedacht, dass das heute beim Schlickeralmlauf, bei dem ja die Berglauf Masters WM ausgetragen wurde, nix Gescheites wird - aber irgendwie hofft man ja doch auf ein Wunder.                                                            Sage und schreibe 755 Starter bei den Master-Klassen und 57 beim offenen Lauf - kaum zu glauben, welchen Stellenwert so eine Masters-WM hat und die Läufer kommen ja wirklich von weit her angereist. Vor zwei Jahren wurde ja in Bludenz die Master-EM ausgetragen und hier konnte ich sogar in der M45 Europameister werden. Die Masters gehen ja ab 35 Jahren los (also M35 bzw. W35) und die Klassen werden dann im 5-Jahresabstand eingeteilt. Gestartet wird dann auch klassenweise im Viertelstundenabstand. In meiner Klasse M45 sind 81 Läufer angetreten - damit wäre mancher Berglaufveranstalter in Tirol froh, wenn er so viele Gesamtstarter hätte. Heute ist mir das Einlaufen schon ziemlich schwer gefallen und entsprechend langsam war ich dann nach dem Start. Später ging es mir dann doch allmählich besser, aber besonders schnell bin ich mir nie vorgekommen. Schlussendlich reichte es nur zum 7. Platz. 1. wurde in der M45 Robert Stark aus Österreich, 2. Miran Cvet aus Slowenien, 3. Antonio Molinari aus Italien (mehrfacher Berglauf-Weltmeister aller Klassen), 4. Karl Gruber aus Südtirol, 5. Frank Elsner aus Deutschland, 6. Franz Schreiner aus Österreich - Ergebnisse gibt's unter: http://my3.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=24137&lang=de.                                                                                                                                            Hätte vielleicht doch den Karwendelmarsch (wie ja ursprünglich vor gehabt) nicht machen sollen. Auf der anderen Seite wär's jedoch Schade gewesen, weil dieser ja wieder ein recht schönes Erlebnis war. Ich bin ja keiner, der sich auf irgendwas wochenlang vorbereitet - entweder es klappt spontan oder es geht in die Hosen. Es gibt ja so viele interessante Dinge im Leben und ich bin ja noch nie einer gewesen, der sich nur auf eine Sache konzentriert hat. So schlecht bin ich bisher mit dieser Einstellung ja nicht gefahren und werde mich auch kaum ändern können bzw. wollen.                                                                                                                                                                        Nachfolgend noch ein paar Gedanken zum Sport und den sportlichen Erfolgen: Sportliche Erfolge als Einzelathlet haben m. E. eh keinen besonders großen Stellenweit in der Gesellschaft - und das gilt nicht nur bei uns sondern auch im absoluten Spitzensportbereich. Interessant für die Zuschauer bzw. für die Gesellschaft sind in erster Linie Einzelsiege nur, wenn sie für das jeweilige Land erzielt werden, da dabei der Patriotismus eine Rolle spielt. Ein Extrembeispiel für Sportbegeisterung ist der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft. So wundert es mich doch manchmal wie bei uns inzwischen im Hobbysport profimäßig gezielt trainiert und welcher Aufwand betrieben wird. Vor noch 15 bis 10 Jahren waren Trainingspläne im Hobbysportbereich die absolute Ausnahme - jetzt inzwischen ist es ein lukratives Geschäft für Sportärzte und Trainer geworden. Die Sportler sagen zwar, sie machen es für sich, aber wenn sie ehrlich sind, sicher auch um anderen etwas zu beweisen. Wenn aber ein Erfolg kaum zur Kenntnis genommen wird und vielleicht sogar mehr Neid als Mitfreude erzeugt, dann ist dieser sportliche Erfolg m. E. nicht besonders viel wert. Auch darum ist es nicht sonderlich wichtig, ob ich nun heute 7. oder 1. geworden bin. Das schönste des Tages war dann, dass es endlich mal wieder warm genug war, sodass ich mal wieder mit den Kindern ins Schwimmbad gehen konnte.

30.08.14: Karwendelmarsch: Jetzt bin ich heuer doch wieder dabei gewesen. Habe vor 4 Tagen zufällig beim Durchstöbern der Essensgutscheine, die man manchmal bei den Rennen bekommt, einen alten Startgutschein vom Karwendelmarsch entdeckt. Eigentlich wär's ja Schade drum, den nicht einzulösen. Am Mittwoch und am Donnerstag hab ich dann jeweils eine rd. 2-stündige Laufeinheiten in der Früh gemacht und dabei ist es mir ganz gut gegangen - allerdings hat sich danach ein leichter Muskelkater eingestellt. Der Wetterbericht hat dann für'n Karwendelmarsch (Samstag) vor allem in den Nordalpen Regen gemeldet. Weil es aber dabei nicht kalt werden sollte, hab ich mir gedacht, dass es mit meiner Goretex-Jacke schon gehen wird und außerdem ist ja für uns diesen Sommer Regen eh ganz normal. Auch wäre mir ja sonst an so einem Regentag eh nix Gescheites eingefallen. Konnte mit Gerhard Baldemaier nach Scharnitz fahren, die Nachmeldung klappte reibungslos und so stand ich zusammen mit 1800 anderen um 6:00 Uhr in der Früh bei Regen am Start. Wahnsinn, wie populär der wiederbelebte Karwendelmarsch inzwischen geworden ist. Aber vom Wetterglück sind die Tourismusregionen Seefeld und Achensee als Hauptveranstalter nicht gesegnet. Heuer die 6. Auflage und nun schon zum 5. mal Regenwetter.                                                                Am Start waren ca. 550 Läufer und die anderen haben sich für die Marsch-Wertung gemeldet. Wenn man aber die Ergebnislisten anschaut, werden allerdings auch von den sog. Marschierern viele die langen flachen Forststraßen laufend zurücklegen. Es ist natürlich schon eine schöne Sache, das gesamte Karwendel von West nach Ost zu Fuß zu durchqueren, allerdings sind leider am Anfang und am Schluss ewig lange Flachstücke vorhanden, die vor allem für die Marschierer ziemlich langweilig sein müssen. Ein schneller Flachläufer ist hier natürlich im Vorteil und kann hier viel Zeit gut machen.                                                                                                                                                      Im großen und ganzen ging es mir so wie im letzten Jahr. Auf den 19 Kilometern bis zum Karwendelhaus hab ich zur 3-köpfigen Spitzengruppe schon viel verloren, trotzdem kam ich zusammen mit einigen anderen als 4. oben an. Die Forstwege Bergablaufen mag ich ja gar nicht und so haben mich dort 3 Leute überholt. Meist hat es so dahin geregnet, aber Gott sei Dank hat es nie stark "geschüttet". Weiter ging's über die Falkenhütte und dem Hohljoch in die Eng. Auf der recht langen Bergabstrecke in die Eng hinunter, haben sich bei mir schon ganz schön die Oberschenkel "gemeldet" - letztes Jahr, glaube ich, habe ich hier nicht so viel gemerkt. Hier sind schon mal 35 km geschafft und ich kam zusammen mit einigen anderen nach 3:09 h an 6. Stelle liegend an. Die fast 700 hm hinauf bis zum Binssattel waren dann ganz schön hart. Hier hinauf ist es mir sicher im letzten Jahr besser gegangen. Auch hat es mich schon ein wenig gegraust vor den letzten 13 Bergab-Kilometern bis nach Pertisau.                                                                                                                                                                               Am Binssattel war ich dann zusammen mit Micheal Geisler als 6. oben (weitere Läufer waren nicht weit hinter uns) und hier muss man sich dann umstellen, möglichst schnell bergab zu sein. Die ersten 600 hm bis zur Grameialm geht's ja noch recht steil runter und es war für meine Oberschenkelchen schon ziemlich hart - immerhin sind wir ja schon 42 km gelaufen (also quasi einen Marathon). Bei der Grameialm war ich dann als 8. und dort steht dann die Kilometertafel "9 Kilometer" und hier habe ich dann schon befürchtet, dass ich gar nicht mehr alles durchlaufen kann. Aber es ging mir dann doch besser als gedacht - es hat sich natürlich schon sehr lange gezogen, aber irgendwann ist man ja dann doch im Ziel. Lief dann als 10. in 4:59:26 h in Pertisau ein und hab somit 10 min. länger gebraucht als letztes Jahr.                             Bin aber damit trotzdem ganz zufrieden - durch das Regenwetter waren die Wege nass und rutschig - ein bissl Zeit wird das schon gekostet haben. Die Vorbereitung war auch nicht gerade optimal, weil mehr als knapp über 2 Stunden bin ich vorher gar nicht gelaufen und was Flaches schon so gut wie gar nicht. Habe zwar Anfang und Ende Juli zwei so Ultratrails gemacht - aber bei den ganz langen ist man doch um einiges langsamer unterwegs und es geht bei diesen meist nur steil bergauf oder bergab, so dass man auch wieder in den Gehschritt übergeht und man nicht so viel flache Strecke machen muss wie beim Karwendelmarsch. Vielleicht lag's ja auch daran, dass ich mit leichtem Muskelkater an den Start gegangen bin oder daran, dass ich wieder ein Jährchen älter geworden bin. Auf jeden Fall war der Karwendelmarsch wieder ein Erlebnis und die Organisation mit ca. 300 Helfern (Danke) war auch wieder perfekt. Ergebnisse und sonstige Infos gibt's auf: http://karwendelmarsch.info oder auf http://results.pentek-timing.at/results/show_results.php?veranstnr=12408

24.08.14: Oha, heute hat die TT die Kühe mit ihren Hörnern sogar zum Thema des Tages gemacht - hierdie beiden Seiten. Ab und zu ist es vielleicht doch nicht so schlecht einen Leserbrief zu schicken (ich lese sie eh ganz gerne). Da bin ich ja gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt.

24.08.14: Bergstraßenlauf Kitzbüheler Horn: Bei dem Wetter ist mir eigentlich nix anderes eingefallen als nach Kitzbühel zu fahren und beim Lauf von Franz Puckl aufs Horn mit 13 km und mind. 1250 hm mitzumachen. Franz ist für mich schon ein Phänomen, er schon 79 Jahre alt, wurde vor kurzem auf seinem Roller fahrend, von einem Auto zusammengefahren und hat dabei einige Brüche davon getragen. Und heute war er zusammen mit seinen Töchtern schon wieder voll aktiv beim Durchführen des 36. Hornlaufes. Immerhin waren heute beim Hauptlauf 124 Teilnehmer am Start - für tiroler Verhältnisse nicht schlecht in den heutigen Zeiten.                                        Habe ja eigentlich dieses Wochenende mit der neu ins Leben gerufenen Zugspitz-Trail-Challenge, einem 3-Tages-Bewerb, in Garmisch bzw. Ehrwald geliebäugelt. Am Freitag wäre allerdings ein lästiger City-Sprint mit 3 km zu laufen gewesen, am Samstag der Hauptbewerb, ein Traillauf, wo es am Schluss auf die Zugspitze hinaufgehen sollte (mit ca. 45 km und ca. 2400 hm bergab und 4400 hm bergauf) und am Sonntag wäre der normale Zugspitzlauf angesetzt gewesen, wie er die letzten Jahre immer stattgefunden hat. Nachmelden hätte ich mich zwar am Freitag noch können, aber wegen dem unsicheren Wetter, hat der Veranstalter erst am Samstag morgen die genaue Strecke vom Traillauf und am Sonntag morgen das wirkliche Ziel vom Zugspitzlauf bekannt gegeben. Bin dann am Freitag nicht hingefahren, weil mir die Wettervorhersage zu schlecht war und ich auch Angst hatte, dass nur irgendwelche (berechtigterweise) Ersatzstrecken gelaufen werden. Dieses aufwendige Event Ende August anzusetzen ist m. E. zu spät, weil in dieser Zeit die Niederschläge auf fast 3000 m normalerweise schon als Schnee fallen - heute hat's dann sogar bis auf fast 2000 m runter geschneit.                                             Der Kitzbüheler Hornlauf begann um 9:30 Uhr, als es zu Regnen aufgehört hat. Die ersten 3,5 km sind ja ziemlich eben und bei sowas werde ich echt immer langsamer. Ich laufe anscheinend immer meinen gleichen Schritt - egal, ob es eben oder bergauf geht. Früher konnte ich wenigsten mit den schnellsten Bergläuferinnen im Flachen mithalten, aber jetzt sind selbst die vollkommen außer Sichtweite. Bis zum Beginn der Steigung hab ich gegenüber der Männer-Spitze hier wahrscheinlich schon mind. 4 min. eingebüßt. Bergauf ging es mir dann ganz gut, habe recht viele überholen können und war dann als 9. mit 1:09:26 h oben am Gipfel, wo es nur so 3° gehabt hat. Vor mir 4 Kenianer und 4 weitere Ausländer, die ja bei diesem Berglauf alle wegen dem Preisgeld kommen - Ergebnisse gibt's auf http://my3.raceresult.com/details/index.php?eventid=27664&lang=de. Bin dann mit der Bahn runter und weil noch Zeit bis zur Siegerehrung war, bin ich mit dem Rennrad zum "Ausradeln" die Hornstraße wieder rauf. Unterwegs ist mir eingefallen, dass ich ja auch mal bis zum Gipfel fahren könnte - ging eigentlich auch ganz gut, recht viel steiler, als auf der Hornstraße ist's dort hinauf auch kaum mehr. Hat mir getaugt, heute 2 mal von Kitzbühel aus auf dem Horngipfel oben gewesen zu sein - einmal zu Fuß und einmal mit dem Radl.

22.08.14: 5. Stiglreithtrophy: Kurzentschlossen bin ich heute bei diesem Rennradrennen von Oberperfuss nach Stiglreith mit 6 km und 550 hm mitgefahren, auch weil es ja eine prämierte Kombiwertung mit dem Skiaufstiegsrennen dem sog. Rangger-Köpfl-Trophy im kommenden Winter gibt. Die ersten beiden Ausgaben im Jahre 2010 und 2011 konnte ich ja gewinnen, aber so schnell wie damals bin ich jetzt nicht mehr. Heuer waren 54 Teilnehmer dabei und ich belegte den 14. Platz mit einer Zeit von 22:59 min., also über 2 min. langsamer als vor 3 Jahren. Beim Radfahren merke ich das Alter offensichtlich am stärksten, aber auch wird es daran liegen, dass ich nicht mehr so viel mit dem Rad unterwegs bin. Gewonnen hat überlegen Christoph Schlögl mit einem neuen Streckenrekord von 20:33 min. Infos, Bilder und Ergebnisse unter: http://sv-oberperfuss.at/rad/.

19.08.14: Da in den gegenwärtigen Diskussionen wegen der Kuhangriffe, eigentlich nie die Hörner erwähnt werden, die meist die schweren Verletzungen verusachen, hab ich an die TT einen Leserbrief geschickt - allerdings haben die ihn nicht gebracht. Weiß auch nicht warum!    22.08.14: Aha, heute nach fast 10 Tagen haben sie ihn, etwas gekürzt, doch gebracht - hier.

10.08.14: Kühtaier Bergkaiser: Gestern bei der Lodertrophy ist es ja recht gut gelaufen, dafür ist es heute ziemlich in die Hosen gegangen. Das hat man davon, wenn man nicht genug bekommt. Gleich nach der neutralisierten Phase in Kranebitten, also beim eigentlichen Start, war für mich das Rennen schon gelaufen. Hab mich im hinteren Bereich des Feldes aufgehalten und als die grüne Fahne geschwenkt wurde, hat das Feld Gas gegeben und bis ich geschaut habe und von Haus bin ich ja auch nicht der Spritzigste, war schon eine Lücke vorhanden. Einigen anderen ging es genauso und wir haben eine Gruppe gebildet, allerdings waren wir bei weitem nicht so schnell als das Feld. Die Lücke wurde immer größer und wir hatten keine Chance mehr heran zu kommen und so hat es ziemlich gedauert bis wir die 45 flachen Kilometer bis zur Auffahrt Haiminger Berg zurück gelegt haben. Ist ganz schön frustrierend, wenn die vorne alle schön im Windschatten fahren und bei uns sich fast niemand an der Tempoarbeit beteiligen will oder kann. In 1:20 h waren wir endlich an der Abzweigung "Haiminger Berg" und nach einer dringenden Pinkelpause war ich dann völlig der Letzte der den Berg in Angriff nahm.                                                                                  So abgehängt wie heute bin ich wohl noch nie geworden, aber ich konnte es jetzt auch nicht mehr ändern. Am Anfang hat's mich noch geärgert, aber bald habe ich mich damit abgefunden und ich bin rauf gefahren so gut es halt geht, ohne mir weh zu tun, weil's ja eh keinen Sinn mehr gemacht hätte. Im Ziel im Kühtai war ich dann in ca. 2:38 h - die Ergebnisse gibt's bald auf www.radsportevents.com. Um das Beste aus diesem Tag zu machen, bin ich dann bald weiter rauf zum Finsterwalder Stausee und anschließend runter nach Sellrain, von wo ich dann über Grinzens, Natters, Gärberbach und Vill heim bin. So ist es wenigstens noch eine schöne Rennradrunde geworden.

09.08.14: Lodertrophy: Hannes Wimmer hat mich auf diesen Bergduathlon, wo es von Fieberbrunn auf's Wildseeloderhaus geht, aufmerksam gemacht - immerhin findet der schon zum 7. mal statt und ich hab noch nie was davon gehört. Mit dem Rad muss man auf 4,6 km 450 hm und mit den Laufschuhen dann auf rd. 4,5 km mit einem kurzen Bergabstück rd. 620 hm überwinden - Infos gibt's auf www.func.at. Man kann das Rennen im Team oder alleine bestreiten. Eigentlich war mir Fieberbrunn zu weit weg und außerdem mag ich am Samstag um 14:00 Uhr kein Rennen machen. Nach der gestrigen schönen Berg-Klettertour wollte ich eigentlich heute mal mit dem Rennrad fahren. Hab heute hin und her überlegt, welche Runde ich machen soll. Ich weiß nicht, ob es euch auch manchmal so geht, bei jeder Runde, war irgend etwas dabei, was mir nicht so "schmeckte". So bin ich einfach in den Wald hinauf, um Beeren zu ernten und hab dann entschieden doch nach Fieberbrunn zu fahren und das Rennen als Duathlon zu bestreiten.                                                                                                        Dort sind dann 24 Männerteams, 4 Damenteams, 10 Mixedteams und 21 Einzelstarter gestartet. Da es mein erstes Radrennen heuer war, habe ich es besonders vorsichtig angehen lassen. Kam dann doch bald in Schwung und fuhr am Schluss fast noch zum Führenden Uwe Tremetzberger (sein Läufer war Roger Gspan) vor. Der Übergang auf's Laufen ist am Anfang dann schon wild und es dauert sicher 5 min. bis man einigermaßen ins Laufen reinkommt. Roger ging weg wie eine Rakete und Dani Huter überholte mich ebenfalls gleich. Eigentlich konnten mir ja diese beiden gleich sein, da diese ja im Team starten. Aber irgendwie witterte ich doch eine Chance als Einzelkämpfer mit den schnellsten Teams mithalten zu können. Nach der rd. 500 m langen steinigen Bergabstrecke, wo man so ca. 50 hm verliert, konnte ich zuerst Dani und dann etwas später sogar Roger langsam überholen. Zu diesem Zeitpunkt fing es dann zu regnen an und wir liefen auf einem recht steilen steinigen Steig und so ca. 4 min. vorm Ziel sah ich Georg Egger (sein Radfahrer war Hannes Wimmer) plötzlich an 2. Stelle ca. 30 sek. hinter mir. Aber Gott sei Dank konnte ich noch den Vorsprung bis ins Ziel einigermaßen halten und bin tatsächlich als Erster noch vor den Teams oben gewesen.                                                                                                                                                                         Es hat dann richtig zu Schütten begonnen und wir sind alle sofort ins Wildseeloderhaus hinein. Es hat dann über eine Stunden gedauert bis der Regen nachgelassen hat und wir sind runter zum Wildalpgatterl (Wechselstation), wo die Siegerehrung stattfand. Schön ist, dass ich mit neuem Streckenrekord von 47:55 min. gewonnen habe, 2. wurde das Team Hannes Wimmer/Georg Egger in 48:23 min., 3. Uwe Tremetzberger/Roger Gspan in 48:39 min., 4. Georg Unterreiner/Dani Huter in 48:48 min. und 5. Georg Wörter/Hans Kogler in 49:24 min. - war alles ziemlich knapp - die Ergebnisliste gibt's bald auf www.func.at. Nach der Siegerehrung bin ich gerade noch trocken runter zum Auto gekommen, bevor es wieder stark zu regnen begonnen hat. War eine schöne und gut organisierte Veranstaltung und eigentlich schade, dass es bei uns nicht mehr solche Bergduathlons gibt.

03.08.14: 4. Glungezer Berglauf: Es hat ein paar Tage gedauert, bis meine Blasen vom Pitztal-Ultra verheilt waren. Überhaupt fühle ich mich recht müde, das merke ich auch mit den ziemlich langsamen Zeiten, wenn ich auf meinen Strecken unterwegs bin. War vielleicht doch alles miteinander etwas viel - zum einen die Ultras und zum anderen darf ich es ja eigentlich gar nicht laut sagen, heuer sind von Jänner bis Ende Juli mit den Bürofahrten bereits 393.900 hm zusammengekommen und das sind immerhin pro Monat 56.271 hm und den Tagesschnitt will ich gar nicht ausrechnen. Heute war Berglauf vom Feinsten von der Karlskirche auf den Glungezer angesagt - hier die Ausschreibung.                                      Da sich Alex Rieder angemeldet hatte, wusste ich schon, dass es sehr schwer werden würde, hier zum 4. mal zu gewinnen. Der Rennverlauf war dann auch ganz gleich, wie vor 2 Jahren, wo allerdings ich am Schluss knapp vor Alex die Nase vorn hatte. Alex hatte auch heuer bald so 1 min. Vorsprung, nur diesmal blieb diese Minute über den gesamten Rennverlauf ziemlich konstant bestehen. Auf der Skipiste, dem steilsten Streckenabschnitt, bin ich recht viel gegangen und dabei merkte ich auch, dass ich schon mal besser beeinander war. Heuer kam dann am Schluss am Gipfelsteig Michael Barz (3-facher Zugspitzlaufsieger) auch etwas näher heran. Schlussendlich gewann Alex mit 1:42:24 h, 2. wurde ich in 1:43:30 h, 3. Michael Barz in 1:44:06 h, 4. Andrew Syme in 1:47:12 h., 5. Georg Egger in 1:50:07 h, 6. Daniel Hechenblaickner in 1:50:39 h und als 7. kam bereits sehr stark Karin Freitag in 1:55:09 h als erste Frau ins Ziel - Ergebnisse auf www.svtulfes.at.                                             Vor 2 Jahren als Alex und ich hart gekämpft haben, liefen wir bei ungefähr ähnlich optimalen Laufbedingungen mit 1:39:43 h bzw. 1:40:04 h hinauf und heute haben wir uns im Ziel gewundert, wie schnell wir damals waren. Nach dem Rennen ging es dann zum gemütlichen Teil über und für Gottfried von der Glungezer Hütte (www.glungezer.at) hab ich heuer mit dem Gepäcktransport Schwarzbeeren rauftransportieren lassen, die ich heute in der Früh aus dem Wald ganz frisch geholt habe.                     Danach ging's runter nach Halsmarter und da zog es mich zuerst zur neuen Aussichtsplattform, die bereits so gut wie fertig ist (siehe Foto unten - entweder es ist die Plattform so schief geworden oder ich hab das Handy schief gehalten?!). Ich finde, es ist ein schönes Bauwerk geworden, der Standort ist auch ideal und es gefällt mir, dass ich zur Verwirklichung auch etwas beitragen konnte. Auch die Halsmarter-Webcam (http://www.bergfex.at/sommer/glungezer/webcams/c7614/) ist auf diese gerichtet. Bei und nach der Siegerehrung war es wie immer ganz lustig und leider musste ich mit der letzten Bahn um 17:30 Uhr runter nach Tulfes. Shuttlebus fuhr zwar keiner mehr, aber gut, dass ich per Autostop zur Karlskirche zu meinem Rad runter kam und die Auffahrt nach Sistrans war dann heute nochmal besonders anstrengend, vor allem weil ich das Bier gleich merke.


26.07.14: Pitztal Trail Maniak 95 K: Trail Maniak ist eine Eventfirma aus Deutschland, die sich das Pitztal ausgesucht hat, um hier einen Trailrun zu organisieren (www.woertersee-trail.com ). Sie bieten 3 Distanzen an - 13 K (800 hm), 42 K (2900 hm) und 95 K (6900 hm), wobei das K für Kilometer steht - hier die geplante Strecke und das Höhenprofil der 95K. Letztes Jahr fand dieser Trailrun zum ersten mal statt und auf der langen Strecke (andere Strecke wie heuer) kamen bei Prachtwetter von den 55 Startern nur 10 Männer und eine Frau ins Ziel (auch letztes Jahr sollen sich recht viele verlaufen haben).

Dass es solche Ultraläufe in den Bergen gibt, ist ja in Tirol und auch in Deutschland noch nicht recht bekannt. Dagegen in Italien und Frankreich gibt’s solche sog. Bergultras schon länger. Einer der schwersten und inzwischen schon ein Klassiker ist der Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB – www.ultatrailmb.com/accueil.php ). Weil der Andrang hier so groß ist, muss man sich erst qualifizieren - also, man muss bei anderen „auserwählten“ Ultras finishen und man bekommt dann jeweils eine gewisse Punkteanzahl. Bei 7 Punkten in den Jahren 2012 und 2013 ist man für die Ausgabe 2014 und bei 8 Punkten in den Jahren 2013 und 2014 ist man für die Ausgabe des UTMB für 2015 qualifiziert. Habe jetzt gesehen, dass ich 9 Punkte hätte (http//statistik.d-u-v.org) und somit qualifiziert wäre – habe aber sicher nicht vor bei dieser Massenveranstaltung mit 2500 Läufern mitzumachen.
Wenn professionellen Eventveranstalter etwas organisieren bin ich ja immer vorsichtig, weil die ja in erster Linie davon Leben und sie ja dann logischerweise dabei einen Gewinn machen müssen. So einen Trailrun mit fast 100 km mitten in den Bergen zu organisieren ist natürlich schon sehr eine gewagte und aufwendige Angelegenheit. Zum einen werden sich die Teilnehmer eher in Grenzen halten, weil sowas bei uns nicht besonders bekannt ist und weil sich verständlicherweise nicht viele das antun wollen und zum anderen ist es ein riesiger Aufwand die Strecken zu markieren und Labestationen einzurichten, für die Sicherheit zu sorgen sowie das Wetterrisiko ist natürlich dabei auch nicht zu unterschätzen, weil für so einen Lauf einen optimalen Tag im Gebirge zu erwischen ja eigentlich eher ein Glücksfall ist.
Dem professionellen Veranstalter stehen ja in der Regel keine freiwilligen Helfer zur Verfügung, da ja wohl niemand so blöd ist, diesem Veranstalter unentgleltlich zu helfen, dass dieser dann dabei etwas verdient und der Helfer leer ausgeht. Bei nichtgewinnoptimierten Veranstaltungen, wie i. d. R. bei Vereinen, helfen die Vereinsmitglieder zusammen und dabei steht ja meist der idealistische Gedanke im Vordergrund.

Habe in der Tiroler Tageszeitung eine Anzeige gelesen, dass sich die ersten 3, die sich beim Tourismusverband Pitztal melden, einen kostenlosen Startplatz bekommen (kostet normal 145,-). Hab mir schon gedacht, dass sich auf diese Anzeige nicht recht viele melden werden und siehe da, ich habe tatsächlich einen Startplatz bekommen (wer weiß, ob sich überhaupt 3 gemeldet haben).
Die Tage vor so einem Lauf sind dann wettermäßig schon ziemlich spannend und für Samstag war dann der Wetterbericht nicht gut. Ist so ein Lauf eh schon eine ziemlich harte Angelegenheit, so ist es bei schlechtem Wetter noch „ungemütlicher“. Bei meinen Höhenwegrunden habe ich mir ja immer einen optimalen Tag ausgesucht und oft musste ich auf einen solchen ziemlich lange warten.
Für diesen Samstag war also so ab 11 Uhr Regen angesagt und eigentlich habe ich mich entschlossen, nicht ins Pitztal zu fahren. Aber irgendwie hofft man ja doch, dass es dann regenmäßig nicht so schlimm wird und ich hab mir gesagt, ich kann ja mal hinfahren und schauen. Gezahlt hab ich ja nix, also von daher wäre es ja gleich, wenn ich wieder heimfahre (das tut man dann aber doch nicht).

Bin also Freitags um 17:00 Uhr von daheim weg und nach Mandarfen ins Pitztal zum sog. Race-Briefing gefahren, hab mich angemeldet und das inkludierte Läuferessen gegessen (leckere Pizza). Eigentlich sollte ja über's Verpeiljoch ins Kaunertal gelaufen werden - dieser Abschnitt wurde offiziell wegen zu viel Schnee durch eine andere Runde ersetzt (habe allerdings gehört, dass sie für die Kaunertalseite keine Genehmigung bekommen haben). Hab mich auch mit dem Chefveranstalter unterhalten und dieser hat gemeint, dass die Strecke schon halbwegs ausgeschildert ist, man hätte sich die Strecke vorher anschauen können  und man wäre immer auf markierten Wegen unterwegs und somit wäre der Markierungsaufwand deshalb nicht besonders groß.                            Da für die 95-Kilometer-Runde um 4:00 Uhr in der Früh gestartet wurde, hab ich im Auto auf einer Klappmatraze übernachtet und es war nicht mal ungemütlich. Beim Aufstehen dann sternenklarer Himmel und 73 „Ultras“ machten sich auf den Weg zuerst hinauf zur Kaunergrathütte. Fühlte mich ganz gut und ich war dann als 3. dort oben bei der Labestation. Dann weiter haben wir gleich mal einen falschen markierten Weg erwischt und bis wir das merkten waren schon mal mind. 50 Höhenmeter umsonst. Bald meldete sich auch mein Darm und ich musste ein „Geschäft“ erledigen. So verlor ich wieder Zeit und leider gab mein Darm keine Ruhe (noch unangenehmer war's dann, als das "Klopapier" ausgegangen ist). Leider merkte ich erst später, dass es wahrscheinlich an diesem Red-Bull lag, dass es an den Labestationen gab. Da das Cola wegen der Kohlensäure so stark beim Selbereinschenken geschäumt hat, hab ich zum Red-Bull gegriffen, weil's sonst nix Gutes gegeben hat. Anscheinend vertrage ich das Red-Bull-Zeug nicht. Musste also immer wieder Zwangspausen einlegen und so lag ich dann meist um den 11. Platz herum. Habe dann so nach 4 bis 5 Stunden in der Eile einen Abzweig verpasst und landete auf dem Rappenkopf, was so 100 hm umsonst waren. Die Strecke verlief fast immer auf kleinen Bergwegen – also Trailrunning vom Feinsten und die Konzentration darf keine Sekunde nachlassen, weil man sonst auf die Nase fällt und das kann ziemlich schmerzhaft sein.

Bis Mittag hielt auch das Wetter und wir waren noch guter Hoffnung, dass der Wetterbericht doch nicht Recht haben könnte. Danach fing es aber leicht zu nieseln an und auf der 3. Verpflegungsstelle auf der Tiefentalalm erfuhren wir, dass die Runde Weißmaurach- und Pollesjoch gestrichen worden ist, da es dort oben schneite. Wie ich aber hinterher gehört habe, wurde dieser Abschnitt gestrichen, da die Strecke kaum markiert war - allerdings war es eh vernünftig bei diesem Starkregen hier nicht rauf zu laufen. Wieder unten im Pitztal fing es dann zu Schütten an und hier konnte ich dann so richtig meine neue leichte Gorejacke einweihen. Bis zum Rennende habe ich dann diese Jacke angehabt, bin trocken geblieben und hab dann auch bergauf kaum geschwitzt – hat sich materialmäßig auch hier sehr viel getan. Als Ersatzstrecke musste dann die Rifflseerunde 2 mal gelaufen werden. Durch den starken Regen waren die Wege alle total lettig, rutschig und nass, was die Sache nicht gerade erleichterte.
Wegen dem vorhergesagten Regen, habe ich heute meine Salomon-Speedcross-Laufschuhe angehabt und bin mit diesen zum ersten mal so was Langes gelaufen. Leider habe ich in den Ferseninnenseiten Blasen bekommen und das hat mir dann ganz schön weh getan.

Die abgeänderte Strecke dürften dann so 90 km und ca. 5600 hm gewesen sein (bei mir waren es 150 hm mehr – aber ich war nicht der einzige der Verhauer einbaute - es war halt manchmal auch ein Orientierungslauf) und letztendlich wurde ich Gesamt-9. mit einer Zeit von 16 h und 40 min. Als ich um 20:40 Uhr ins Ziel kam, nahm niemand so recht Notiz von mir, auch weil die Leute von der langen Strecke mit den 42-K-Läufern ins Ziel kamen – das wäre mir auch gleich gewesen, allerdings hat der Sprecher gesagt, dass ich jetzt noch die 2. Runde laufen müsste - das hat mich dann aber schon geärgert. Kurz nach mir haben sie dann auch schon den Zielbereich abgebaut, obwohl ja noch recht viele Läufer auf der Strecke waren und der offizielle Zielschluss erst um 6:00 Uhr am Sonntag wäre.
Die Ergebnisliste mit den Zwischenzeiten gibt’s auf http://www.trackmyrace.com/de/trail-run/event-zone/event/maximum-table/2-pitztal-gletscher-trail-maniak/results/expanded/   - immerhin kamen 27 Läufer der langen Strecke ins Ziel.
Sicher, viele Läufer haben aufgegeben, weil die Strecke zu hart war bzw. wegen der schlechten Streckenkennzeichnung und dem Dauerregen. Außerdem waren die Läufer, die dann in die Nacht hineinkamen, bei der oftmals spärlichen Markierung eh ziemlich arm dran. Ich selber war von mir überrascht, dass ich echt fast alles gelaufen bin und auch zum Schluss noch einigermaßen laufen konnte. Meine Magen- bzw. Darmprobleme haben auch Zeit und wahrscheinlich auch Kraft gekostet und die Blasen habe ich im letzten Viertel auch bei jedem Schritt gespürt.

Habe dann im Ziel mit der Zeitauswertung geredet und weil alle Zwischenzeiten von mir im Computer erfasst worden sind und somit alles stimmte, setzte ich mich bald ins Auto und war um 22:30 Uhr daheim.
Der Veranstalter hat jedenfalls wettermäßig das Beste herausgeholt, aber ansonsten doch einige Wünsche offen gelassen. Wenn man bedenkt, wie gut das Südtirol Skyrace vor 3 Wochen markiert und mit Streckenposten versehen war (hier waren 450 Helfer beteiligt). Auch der Zugspitztrail soll ja sehr gut markiert sein. Dies ist ja m. E. wirklich sehr wichtig, weil es für einen Läufer nichts Schlimmeres gibt, wenn er nicht weiß wohin und auch für den Veranstalter ist es alles andere als schön, wenn sich die Teilnehmer ärgern müssen.
Es ist echt fraglich, dass die Trail-Maniak-Firma bei nur insgesamt knapp 300 Teilnehmern (mit den kurzen Strecken) gewinnbringend arbeiten kann. Um nicht von vornherein in den roten Zahlen zu liegen, muss an Helfern und Organisation gespart werden z. B. gab es nicht mal ein Finishergeschenk, was eigentlich bei solchen Veranstaltungen üblich ist.
Naja, bin trotzdem ganz zufrieden, habe keinen großen Aufwand betrieben, war nur 29 Stunden von daheim weg, hab keine Kosten gehabt, bin noch recht passabel ins Ziel gekommen und wettermäßig hab ich daheim auch nix versäumt. Andere reisen von weit weg an, nehmen dafür einige Tage Urlaub, geben viel Geld aus und kommen dann nicht mal ins Ziel.

05.07.14: Südtirol Ultra Skyrace: Dieser Ultratrail auf der Hufeisenrunde in den Sarntaler Alpen fand letztes Jahr zum 1. mal statt - Infos unter www.suedtirol-ultraskyrace.it . Habe die letzten Tage schon sehr mit mir gekämpft, ob ich bei diesem Rennen mit 121 km und über 7000 hm tatsächlich mitmachen soll. Bin ja bis Ende Mai mit Ski unterwegs gewesen und danach hab ich ja für mich das Rennradfahren wiederentdeckt (z. B. RATA-Versuch). Gelaufen bin ich gelegentlich dazwischen und dann auch nur was Kürzeres und ein paar mal bin ich bike & hikemäßig auf meinen Hausbergen dem Glungezer und dem Viggarspitzl oben gewesen.
Um mir einen Begriff über diese gewaltige Runde zu machen, habe ich auf einer 1:200.000er Karte die Höhenwegrunde Sarntaler Hufeisen und zum Vergleich die mir bekannten Höhenwege Stubaier, Berliner und Geigenkamm mit rosa-Farbe eingezeichnet. Hier der Vergleich in der genannten Reihenfolge und man sieht dabei schon, dass das Sarntaler Hufeisen weitaus der längste ist. Wird schon sein, dass die Hufeisenrunde nicht ganz so alpin ist, als der Stubaier, Berliner oder Geigenkamm und man weniger Serpentinen geht und somit schneller unterwegs sein kann, aber so "unalpin" wie ich sie mir vorgestellt habe ist die Hufeisenrunde auch wieder nicht.
Habe die Tage davor immer wieder in die Wetterberichte geschaut und wäre eigentlich ganz froh gewesen, wenn die schlechtes Wetter vorhergesagt hätten, weil ich dann eine gute Ausrede gehabt hätte. Der Wetterbericht war aber ganz gut und so bin ich dann doch am Freitag spätnachmittags nach Bozen gefahren. Um 19:00 Uhr hat's dann dort zu regnen begonnen. Gestartet wird das Rennen um 22:00 Uhr in Bozen und wenn man einigermaßen schnell ist, kommt man in unter 24 Stunden wieder kurz vorm Finsterwerden in Bozen an. So ein Ultratrail ist schon ein gewaltiger organisatorischer Aufwand - bei diesem waren sage und schreibe 450 Helfer beteiligt und das sind mehr als das Doppelte als Teilnehmer mitgemacht haben - knapp über 100 haben sich so wie ich die gesamte Hufeisenrunde angetan und genauso viele sind auf der kurzen Variante mit 66 km und rd. 4200 hm gestartet.
Beim Warten auf den Rennbeginn wurde meine Stimmung immer schlechter. Es wollte einfach nicht aufhören zu regnen und nach den neuesten Wettervorhersagen sollte es erst gegen 2 Uhr früh besser werden. War wirklich ganz nah dran, wieder heimzufahren - warum sollte ich mir das antun, daheim hab's ich so schön und nun sitze ich hier und warte darauf im Regen bei so einem Ultrarennen zu starten. Auch wusste ich, dass es bei meiner Vorbereitung am Schluss ganz schwer werden wird (schwer wird's wahrscheinlich für jeden). Bin dann doch schweren Herzens raus zum Start und es ging los.

Der Regen war dann mal stärker und mal schwächer und weil ich nur eine Wind- und keine wasserdichte Regenjacke dabei hatte, hat mich die Sache noch mehr genervt. Bei den ersten 19 km auf's Rittnerhorn geht's eigentlich nur bergauf und man macht dabei über 2000 hm. Eigentlich eine Sache die mir liegen müsste, trotzdem war ich 37 min. nach dem Führenden, nur an 25er Stelle liegend (von der Startern auf der langen Strecke), dort oben. Bei den stärkeren Regenphasen habe ich mir immer wieder fest vorgenommen die Sache am Rittnerhornhaus abzubrechen. Weil aber irgendwie alle weiter sind, bin ich halt auch weiter - der Mensch ist halt doch ein "Herdentier". So ab 2 Uhr wurde es dann tatsächlich besser mit dem Wasser von oben, allerdings waren die Wege ziemlich schlammig, die Steine rutschig und man musste viel über Lacken springen. Nach rd. 40 km beim Latzfonser Kreuz wurde es dann endlich allmählich hell, allerdings hingen die Wolken so tief, dass wir immer wieder darin verschwanden. Psychisch ging es bei mir dann doch allmählich bergauf und irgendwie bin ich dann auch schneller geworden (oder die anderen langsamer). Beim Penser Joch nach 59 km, wo sich dann allmählich auch mal die Sonne zeigte, lag ich schon an 14. Stelle und nach 83 km an der Hirzer Hütte an der 10. Position. Durch den schneereichen Winter an der Alpensüdseite mussten wir viele Schneefelder überqueren, was die Sache nicht gerade leichter gemacht hat. Wen es interessiert, den Rennverlauf kann man anhand der Zwischenzeiten unter http://www.suedtirol-ultraskyrace.it/?id=74&L=0#c651 recht gut nachverfolgen.
Bei so einem Ultratrail gibt's ja so alle 10 km eine Verpflegungsstation und dort habe ich immer sehr viel gegessen (um nicht zu sagen gefressen). Wahrscheinlich habe ich an diesem Tag so viel vertilgt, wie sonst in einer ganzen Woche nicht. Der Magen und das Verdauungssystem müssen dabei ebenso Höchstleistungen vollbringen. Bis zur Hirzer Hütte ging's mir eigentlich ziemlich gut, doch dann nach so 16 Stunden haben dann die Probleme begonnen. Die Verdauung funktionierte auch nicht mehr so gut und ich musste „Stuhlgangpausen“ einlegen. Bis zur Meraner Hütte bei km 96 hat's sich ziemlich gezogen und ich dachte dann dort schon ans Aufgeben. Von der Meraner Hütte aus waren es zwar "nur" mehr 25 km bis ins Ziel, aber die können wahnsinnig lang werden, wenn die Akkus schon leer sind. Meine Fußsohlen haben auch schon zu brennen begonnen und laufen konnte und wollte ich eigentlich nicht mehr. Es kam dann so, wie ich es eh schon befürchtet habe, nach jeder Pause kostete es sehr viel Überwindung weiter zu machen und ich bin dann eigentlich alles nur gegangen. So haben sich dann die vielen Flachpassagen auf den letzten 25 km ewig hingezogen.
Zu guter Letzt habe ich dann noch einen Stecken bei einem Gatter geknickt, so dass der nicht mehr zu gebrauchen war. Kurz vor Jenesien waren es dann noch 1100 hm bis ins Ziel hinunter nach Bozen und die letzten 700 davon gingen sausteil meist auf einer asphaltierten Straße mit 35 % Neigung (hier wäre mal ein Radbergaufrennen interessant) nach unten. Bei der letzten Verpflegungsstelle genau 5 km vorm Ziel wollte ich eigentlich aufgeben. Die Damen dort haben mir aber gut zugeredet und mich aufgemuntert. Auch haben sie meinen Stecken mit Holzschiene und Klebeband repariert. So habe ich mich dann doch wieder aufgerafft und hab dann auch das letzte Stück hinter mich gebracht. Bin dann als 18. mit einer Zeit von 25 h und 40 min. ins Ziel „gekrochen“.
An dieser Stelle ein ganz großes Kompliment an die Organisation – so ein „Megarennen“ auf die Beine zu stellen mit Streckenmarkierung für die Nacht, den Verpflegungsstellen, Anmeldung, Internet und das Wetterrisiko usw. ist eine gewaltige Aufgabe.
Bin natürlich schon froh, dass ich es letztendlich ganz durchgezogen habe, auch wenn ich am Schluss viel Zeit liegen gelassen habe. Von den 111 Startern auf der langen Strecke, haben 62 (56 Männer und 6 Frauen) das Ziel erreicht, die Letzten nach 38 Stunden und 37 Minuten.
Auch ist es immer wieder faszinierend wie schnell man die "Strapazen" vergisst und sich davon erholt. Bin ja nach dem Rennen mit dem Auto noch heimgefahren und war inklusive zweier Schlafpausen endlich am Sonntag früh um 4 Uhr zuhause. Nachmittags ging‘s dann mit der Familie zum Baggersee und abends hab ich schon wieder meine Lieblingsrennradrunde "Kleinvolderberg" gedreht und den schönen Sommerabend genossen.

29.06.14: Osterfelder Berglauf: Eine meiner Lieblingsbergläufe von Garmisch auf die Bergstation der Ostefelderbahn mit sehr abwechslungsreichen ca. 1300 hm und 12 km. Wäre aber dann wegen dem schlechten Wetterbericht doch nicht hingefahren, wenn nicht dieser Artikel im Garmischer Tagblatt drin gewesen wäre. Der Garmischer Kreisbote hat auch einen ziemlich ausführlichen Vorbericht über diesen Berglauf gebracht und ebenso etwas über mich in der rechten Spalte geschrieben. Wäre irgendwie blöd gewesen, wenn ich nicht mitgemacht hätte.  Schon bei der Hinfahrt hat's in Mittenwald zu regnen begonnen und nicht mehr aufgehört. Am Start war es dann schon grausig - ich bin ja für die Rennen nicht mehr besonders motiviert und bei Regen mag ich dann gleich gar nicht mehr. Nach dem Start, wenn ich dann nach so 5 bis 10 min. endlich in die Gänge komme, geht's dann eh und wenn man dann sowieso schon nass ist, macht einem der Regen auch nicht mehr viel aus. Nach ca. 20 min. konnte ich an die 3. Stelle vorlaufen und nach und nach einen Vorsprung herausholen. Die beiden Führenden waren da schon längst nicht mehr in Sichtweite. Ausruhen durfte ich mich aber nicht, da der 4. und 5. nie besonders weit weg waren. Oben war's dann noch recht windig und mit dem Regen dann schon ziemlich frisch. War dann echt froh, als ich als 3. mit einer ziemlich schwachen Zeit von 1:09:56 h ins Ziel lief. Gewonnen hat sehr überlegen Korbinian Schönberger in 1:04:56 h und zweiter wurde Christian Steiner, ein Langstreckenspezialist, der darin beachtliche Erfolge vorweisen kann in 1:07:20 h. Der 4. war dann so 30 sek. hinter mir und als 5. lief Andrew Syme, der Pächter des Osterfelder-Bergstation-Restaurants in 1:10:57 h ins Ziel. Die Ergebnisliste gibt's auf www.osterfelder-berglauf.de oder auf www.berglaufpur.de.             Oben sind wir dann gemütlich im Warmen zusammengehockt - auf die Alpspitze konnte ich heute leider nicht gehen. Wolfgang Plümpe hat nun diesen Lauf bereits zum 34. mal organisiert und er macht das richtig lässig und ohne viel Show und Übertreibungen - genau wie ich es mag. Der Osterfelder Berglauf war trotz dem schlechten Wetter wieder mal die Fahrt nach Garmisch wert.

14.06.14: Halltalexpress: Inzwischen schon ein Klassiker und wie immer von den Wildthings super organisiert. Ca. 80 Teams, viele Freunde und Bekannte und tolle Stimmung auf der Strecke, im Ziel und bei der Siegerehrung, diesmal beim neuen Pächter auf St. Magdalena. Mein Teampartner Christoph Schlögl ist ja wieder motiviert für Rennen, habe ihm mein Rennbike geliehen und er fuhr damit gleich auf den 2. Platz mit einer richtig starken Zeit von 26:52 min. hinter Manuel Natale, der mit 26:12 min. gewohnt schnell unterwegs war. Die Läufer starteten dann 10 min. später und ich war am Anfang wieder gewohnt langsam. Bei der Wasserfassung konnte ich dann die Führenden und zwar den Südtiroler Jochen Strobl und Georg Egger aus Tux langsam überholen. Die Halltalstraße hinauf zu laufen war wieder eine recht harte Angelegenheit, aber gut, dass ich den Vorsprung langsam ausbauen konnte und letztendlich in 29:04 min. gewann. Mein Vorsprung hat sich anscheinend am Schluss wieder verringert - 2. wurde Georg in 29:26 min., 3. etwas überraschend Josef Fritz in 29:28 min. 4. Jochen Strobl in 29:46 min. und 5. Florian Zeisler, auch ein alter Bekannter, in 30:05 min. - mehr auf www.halltalexpress.at . Ca. 30 min. später ging ich dann auf's Törl und weil ich noch Zeit hatte, gleich weiter auf die Wildangerspitze. Pünktlich zur Siegerehrung um 14:00 Uhr war ich dann auf St. Magdalena. Um 16:45 Uhr war es dann höchste Zeit zum Aufbrechen. Bin dann bis zum Radl beim Halltaleingang runter gelaufen und über Hall und Hasental heim. Wieder mal ein schöner und lustiger Tag beim Halltalexpress.

10.05.14: Reißeck Wadlbeißer: Manni Winkler hat mich auf dieses Rennen aufmerksam gemacht - nähere Infos unter: http://www.verbund.com/tm/de/reisseck-bergbahnen/reisseck-wadlbeisser. Da ich in der Wasserkraftplanung beschäftigt bin, hab ich natürlich schon was vom Kraftwerk Reißeck gehört, aber das dort eine Zahnradbahn 1520 hm überwindet, und auf deren Trasse die längste Treppe Österreichs hinauf geht, habe ich nicht gewusst. Zur Zeit wird das kurz nach dem 2. Weltkrieg errichtete Kraftwerk Reißeck ausgebaut (vgl.: http://www.verbund.com/pp/de/pumpspeicherkraftwerk/reisseck-2 ).
Manuela Hartl, Manni und ich sind heute über Südtirol nach Kärnten gefahren. Die ca. 240 km brachten wir in knapp 3 h hinter uns. Die Bahntrasse ist dann schon beeindruckend - angeblich sind es 8971 Stufen. Da ich noch nie an so einem Treppenlauf teilgenommen habe, hab ich schon ein bissl Bedenken gehabt, dass ich aufgrund der immer gleichen Bewegung und der Länge muskuläre Probleme bekomme. Wegen der engen Treppe wurde ein Einzelstart alle 30 Sekunden durchgeführt. Ich versuchte immer möglichst locker zu bleiben und da hier hinauf die Stufenanordnung und die Steigungen unterschiedlich sind, war die Bewegung doch nicht so einseitig. Nahm auch mal 2 Stufen, mal wieder nur eine und man kann sich auch teilweise am Geländerseil hochziehen. Bin als 54. gestartet und war dann als 5. mit einer Zeit von 56:05 min. oben - so war es eine ziemliche Überholerei, aber die Leute haben mich schon vorbei gelassen. Die Sonne hat auch ganz schön reingescheint, so dass es eine recht heiße Angelegenheit war. Ist schon ein lässiges Rennen, so ein Treppenlauf - mir hat's sogar irgendwie gefallen, auch weil ich nicht am Anschlag war. Die Spitzengruppe startete erst so 45 min. nach mir und es war schon spannend, wer alles meine Zeit unterbietet. Letztendlich gelang es nur Silvio Wiltschnig mit 55:23 min., 3. wurde knapp hinter mir, der heuer schon bei den Skitourenrennen sehr starke Osttiroler Ingemar Wibmer in 56:14 min. - die Ergebnisse gibt's sicher bald auf der oben angeführten Webseite. Manu Hartl wurde bei den Frauen ebenfalls 2. in einer sehr guten Zeit von 1:08 h.
Eigentlich wollten wir noch auf einen kleinen Gipfel gehen, allerdings liegt hier oben aufgrund des Ausnahmewinters noch sehr viel Schnee. Die Siegerehrung wurde dann sogar 30 min. früher durchgeführt als angesetzt und nach der Abfahrt mit den Bahnen ging's mit dem Auto wieder heim. War ein schöner Ausflug mit einem nicht alltäglichen Rennen.

01.05.14: Wallberglauf südlich vom Tegernsee: Helmut Reitmair von www.berglaufpur.de hat nun schon zum 11. mal seinen Wallberglauf organisiert. Heute Früh beim Aufstehen hab ich mich entschlossen hinzufahren und gleich mein Moutainbike mitzunehmen, um vor der Siegerehrung noch eine Biketour zu machen, weil ja die Voralpen in Bayern schon fast schneefrei ist. Sorgen wegen zu wenigen Teilnehmern hat Helmut jedenfalls keine - waren heuer wieder über 300 dabei. Bin wie immer langsam weggekommen, dann aber ging's ganz gut und ich konnte überholen - also eigentlich so wie sonst auch. Allerdings merkte ich ungefähr in der Halbzeit, dass einige die ich überholt hatte, wieder näher kamen. Es dauerte nicht lange und 3 haben mich nacheinander wieder ein- und überholt. Also den besten Tag hab ich heute anscheinend nicht erwischt oder ich werde doch schon langsam alt. Vielleicht wäre ja auch mal eine Pause nicht schlecht - so viele Skitouren wie heuer hab ich ja noch nie gemacht. Nachdem ich bei diesem Lauf die letzten 3 Jahre immer zweiter geworden bin, reichte es heute nur zum 9. Platz (war aber heuer ziemlich stark besetzt) in einer Zeit von 37:26 min. Weil wir ziemlich genau 2 min. weiter unten gestartet sind, sind heuer alle Zeiten entsprechend länger. Aber wenn man bedenkt, dass ich vor 2 Jahren genau 33:00 min. hier raufgelaufen bin, sieht man schon, dass ich heute nicht besonders schnell unterwegs war. Die Ergebnisliste gibt's auf Helmuts Berglaufseite. Bin dann gleich mit der Bahn runter und mit dem Bike über Enterrottach und die schöne steile Straße über die Rottachalm wieder raufgefahren. In normalen Wintern ist diese Auffahrt am 1. Mai noch nicht möglich, jedoch heuer ging's schon komplett schneefrei. Noch ein kurzer Abstecher zum Gipfel und schon war ich leicht rechtzeitig bei der Siegerehrung. Runter mit dem Radl ging's dann fast genauso schnell wie mit der ziemlich langsamen Wallbergbahn und um 16:00 Uhr war ich wieder zuhause.

05.04.14: Nordketten-Quartett: An sich ja keine schlechte Idee, direkt oberhalb von Innsbruck ein Teamrennen mit MTB-Uphiller, Skiaufsteiger, Skiabfahrer und MTB-Downhiller durchzuführen. Doch leider gibt es nicht viele Tage im Frühjahr, an denen das Rennen planmäßig durchführbar ist. Heuer hat's m. E. bisher noch gar keinen Tag gegeben an dem das Rennen ausschreibungsgemäß möglich gewesen wäre. Letztes Jahr war zu viel Schnee und heuer ist in den letzten fast schon sommerlichen Tagen, von dem ohnehin wenigen Schnee immer mehr weggeschmolzen. Die Profi-Veranstalterfirma Trail Solutions, die hauptsächlich MTB-Downhillrennen durchführt, hat aber auch heuer wieder ein akzeptables Rennen hinbekommen. Die MTB-Up und -Downhiller, konnten logischerweise bei so wenig Schnee, auf den geplanten Strecken unterwegs sein. Da die Seilbahnrinne bereits nahezu ausgeapert ist, wurde für die Skiaufsteiger die Karrinne als Alternativroute gefunden. Allerdings konnten wegen Kollisionsgefahr die Skiaufsteiger und Skiabfahrer nicht gleichzeitig die bereits auch schon recht schneearme Karrinne benutzen, so dass für die Skifahrer nichts anderes übrig blieb, als sie die nur ca. 70 hm von der Frau-Hitt-Warte bis zur Seegrube hinab fahren zu lassen.                Unser Teamkapitän Uli Ortner von der Rechtsanwaltkanzlei www.wohnrecht.at hat ein recht schlagkräftiges Team zusammengestellt. Als MTB-Uphiller hat sich mein alter Radrennkollege Wolfgang Hofmann aus Augsburg bereit erklärt. Ich war der Skiaufsteiger, Uli der Skifahrer und Martin Falkner der Top-MTB-Downhiller.                        Unser Radfahrer Wolfgang und Klaus Steinkeller aus dem Oberland haben bald nach dem Start erwartungsgemäß die Führung übernommen und auch immer weiter ausgebaut. Beide sind jedoch noch nie dort raufgefahren und da auf der Weggabelung Höttinger-Bodensteiner kein Streckenposten stand und auch keine besonders ersichtlichen Hinweise vorhanden waren, sind die beiden, anstatt die nahezu 180°-Kurve zur Bodensteinalm bzw. zur Seegrube zu nehmen, geradeaus weiter zur Höttinger Alm gefahren. Sie sind dann echt bis ganz zur Höttinger und erst als es dort nicht mehr weiter ging, sind sie wieder zurück. Wie saustark die beiden unterwegs waren, kann man sehen, dass sie nur ca. 3 min. hinter dem ersten Mountainbiker an der Wechselstation bei der 3er-Stütze angekommen sind. Sie haben bei der Abzweigung laut Zuschauern ca. 1,5 min. Vorsprung gehabt und für die Fahrt zur Höttinger hin und zurück benötigt man im Renntempo sicher 4,5 bis 5 min. Also diese Zeit haben die beiden gegenüber den anderen verloren.                Als ich bei der Wechselstation wartete, hörte ich zuerst, dass mein Radfahrer ganz vorne dabei ist und ich mich bereit machen soll - das freute ich mich natürlich. Super, dann hab ich ja freie Bahn und muss auch niemanden überholen. Als aber dann nach und nach die ersten Radfahrer daher kamen und Wolfgang nicht darunter war, dachte ich zuerst an einen Patschen. Doch dann hörte ich, dass sich die beiden Führenden verfahren hatten. Ahnte dann gleich, dass es bestimmt bei der Bodensteinabzweigung passiert sein muss. Wolfgang kam dann als 11. an und meine Motivation war so ziemlich dahin. Wir mussten zunächst die Ski bis zur Seegrube tragen, dann ging's bis zur Frau-Hitt-Warte und nach einer Fellabfahrt weiter ins Kar. Die letzten ca. 200 hm mussten wieder zu Fuß zurückgelegt werden. Überholen war außerhalb der Spur mit den tiefen Tritten kaum möglich und unterwegs hab ich mich auch über den Veranstalter ziemlich geärgert, weil die Strecke so ausgeschildert sein muss, dass ein Verfahren nicht sein kann. Besonders ausgeruht war ich wegen der 3150 hm-Tour von gestern (mit der Radauffahrt nach Sistrans) auch nicht gerade und so kam ich dann so als 8. oben am Hefelekar an. Nach der kurzen 45-sekündigen Skifahrt von Uli, legte Martin Falkner einen saustarken MTB-Downhill hin. Er machte die zweitbeste Zeit mit nur 30 sek. Rückstand auf Benedikt Purner. Martin konnte noch 2 Plätze gut machen und so wurden wir letztendlich 6. mit einem Rückstand von 2:45 min. zum Siegerteam.                Unten im Zielbereich sagte dann Wolfgang, dass kein Streckenposten und keine offensichtlichen Hinweise vorhanden waren, dass man hier den 180°-Abzweiger zur Bodensteiner bzw. Seegrube nehmen muss und im Rennstress schaut man auch nicht, ob an den Bäumen ein paar Fähnchen hängen - eigentlich gehört sich hier eine Absperrung hin.  Als ich dann den Cheforganisator Georgy Grogger zufällig getroffen hab und ihn darauf ansprach, sagte er nur mit einem lächeln "naja, hätt er halt ein bissl genauer schauen müssen".                Das hat mich dann schon sehr enttäuscht. Wie ich ja eh bereits geahnt hatte, geht es den Veranstaltern hauptsächlich ums Marketing und um eine gute Publicity oder um es nicht ganz so vornehm auszudrücken, um die Show und ums Geld. Eigentlich bekommt man ja für das Team-Startgeld von 170,- Euro bis auf die Rennorganisation nichts (nicht mal Getränke an den Wechselstationen und für einen Teller Nudeln muss man mit 10%-Preisnachlass immer noch 9,50 Euro hinlegen). Immerhin sind das bei den 100 zugelassenen Teams schon allein aus den Startgeldern 17.000,- Euro. Dazu kommen natürlich noch die zahlreichen Sponsoren, da ja das Nordketten-Quartett mit fast täglichen TT-Berichten usw. richtig professionell aufgezogen ist.                Trail Solutions als MTB-Downhill-Veranstalter hat die Downhill-Strecke sehr gut vorbereitet und abgesichert - die Uphill-Strecke war ihnen scheinbar da nicht so wichtig. Auf der Homepage www.nordkette-quartett.at halten sie es auch nicht für erforderlich, sich für diesen organisatorischen Mangel zu entschuldigen - naja, klar, das würde ja ein schlechtes Bild nach außen tragen.                Auf der anderen Seite muss uns Sportlern bei diesem Event klar sein, dass es hier hauptsächlich um die Gaudi geht und wer gewinnt ist ja nicht so wichtig. So ist es ja strenggenommen auch bei anderen Sportveranstaltungen - die Unterhaltung muss stimmen, quasi wie im alten Rom "Brot und Spiele".

15.03.14: Glungezer Tourenrennen: Mein Heimrennen war wieder ein besonders schöner Tag. Wegen den vielen anderen Rennen an diesem Wochenende, waren heute recht wenig Teilnehmer. Aber wenn nicht mal mehr die Tulferer mitmachen, darf man sich nicht wundern. Ich ging nach ca. 4 min. in Führung und konnte diese dann immer weiter ausbauen. Oben hat dann ziemlich stark der Wind geblasen und nach der Schaferhütte im freien Gelände war die Spur sehr glatt und rutschig. Auch musste oben der kleine Umweg über die Wechte genommen werden, da der direkte Weg wegen Schneemangel nicht möglich war. Deshalb war auch klar, dass die Zeiten vom letzten Jahr nicht erreicht werden konnten. Besonderen Druck von hinten hatte ich auch keinen uns so gewann ich in 57:53 min., 2. wurde Reinhard Hurt in 1:02:24 und dann kamen 4 fast gleichzeitig und zwar Christian Maier in 1:06:07 h, dann Tom Recheis in 1:06:14 h (machte am Abend davor die Sella-Ronda), Bernhard Salchner in 1:06:15 h und Gerhard Baldemaier in 1:06:17 h - die Ergebnisliste gibt's auf www.svtulves.at.               Sind dann alle bald wegen dem Wind in die Glungezerhütte geflüchtet und verbrachten dort einen schönen Nachmittag. Heuer hat sich Hüttenwirt Gottfried etwas ganz besonderes einfallen lassen - er hat für die Klassensieger Lawinenschaufeln bzw. -sonden und für die Tagessieger ganz moderne Lawinenpiepser von AXIS gespendet. Die Sektion Hall vom AV hat mit dem Stubaitaler Gottfried Wieser wirklich einen Glücksgriff gemacht. Auf der Hüttenhomepage http://www.glungezer.at/g-l-u-n-g-e-z-e-r-hütte/ sieht man was er aus der Hütte in den letzten ca. 4 Jahren gemacht hat und Gottfried hat noch viel mehr neue Ideen im Kopf. Letztes Jahr hatte er mit Abstand die meisten Übernachtungen seit dem 81-jährigen bestehen der Hütte.              Um kurz vor 17:00 Uhr bin ich dann runter und mit Ski direkt zu mir heim. Allerdings war's unter der Rinneralm bald vorbei mit Skifahren und so musste ich noch einen Fußmarsch hinter mich bringen.

09.03.14: 15. Wildsaustaffel: Nach einem Jahr Pause fand sie heuer wieder statt und für alle war's wieder ein Erlebnis. Die beiden Nachbarberge Lampsenspitze und Zischgeles mit ihrem identischen Ausgangspunkt Praxmar in den Sellrainer Bergen sind eigentlich wie gemacht für diesen Teamwettbewerb aus 2 Aufsteigern und 2 Abfahrern. Dies wird auch der Grund sein, dass dieses Rennen wohl alpenweit einzigartig ist. Wie immer war es für die meisten nicht einfach ein Team zusammen zu bringen. Vor allem ist es schwierig Abfahrer zu finden, die "verrückt" genug sind, sich die schwierigen Strecken im freien Gelände hinunter zu stürzen. Nach ein paar Minuten brennen die Oberschenkel und es ist dann meist eine Fahrt knapp an der Sturzgrenze. Stürzen ist ja eigentlich nicht erlaubt - vor allem kann man sich dabei natürlich sehr weh tun und obendrein kostet es auch viel Zeit, falls man die Ski irgendwo wieder ausgraben muss.                   Nachdem wir beiden Sistranser Philipp Brugger und ich letztes Jahr vor allem im Frühjahr einige sehr schöne Skitouren zusammen gemacht haben, war es natürlich naheliegend mal zusammen bei der Wildsaustaffel zu starten. Nach etlichen Telefonaten und e-mails hatten wir endlich ein paar Tage vorm Rennen die Abfahrer Roman Nagiller aus Innsbruck für die Lampsen und Markus Weyrer aus Ampass für den Zischgeles gefunden. Wir nannten uns "Team Contour" - www.kochalpin.at .               Die stärksten Konkurrenten waren heuer die Aufsteiger Armin Neurauter und Manfred Holzer mit ihren Spitzenabfahrern Reinhard Kofler und Florian Falkner und natürlich das bayerische Team rund um Toni Palzer, der sich ja mit seinen erst knapp 21 Jahren im Weltcup heuer immer unter den Top 5 sogar bei den Senioren platzieren konnte (seine Altersklasse gewinnt er ohnehin seit Jahren haushoch überlegen). Wirklich unglaublich was Toni für Aufstiegszeiten hinlegt, wobei er obendrein auch ein sehr starker Abfahrer ist, so dass er wahrscheinlich sogar der zukünftige Mann im Weltcup der Wettkampf-Skibergsteiger sein wird.              Natürlich war klar, dass Toni meinen Streckenrekord auf den Zischi von 2012 mit 49:54 min. pulverisieren wird - die Experten waren sich einig, dass auch eine 45er Zeit möglich wäre. Das hat natürlich meine Motivation schon etwas gedämpft - es macht keine Freude so abgehängt zu werden.                   Leider haben sich nur 4 Frauen- und 34 Männerteams heute bei Traumwetter in Praxmar eingefunden. Die Verhältnisse waren vor allem für die Aufsteiger sehr gut und da auch ein Andreas Ringhofer als Aufsteiger auf die Lampsen gemeldet war, war klar, dass es ein schnelles Rennen werden würde. Der vorab sehr hoch gehandelte Armin Neurauter als Lampsen-Aufsteiger ging wahrscheinlich das Rennen zu schnell an, so dass er bald von Andreas Ringhofer und meinem Teampartner Philipp ein- und überholt wurde. Der auch schon 43-jährige Ringhofer war fast stärker, als zu seiner besten Zeit. Er war in 46:03 min. der Erste auf dem Lampsen-Skidepot und unterbot seinen eigenen Streckenrekord um 1:42 min. Philipp war heute auch saustark, wurde 2. mit einer Zeit von 47:36 min. und unterbot den alten Rekord auch noch um 9 sek., was wahrscheinlich auch ihn selbst etwas überrascht hat. Armin wurde 3. in 48:34 min und 4. der Bruder von Toni und zwar der 3 Jahre ältere Maxi Palzer in 51:29 min.               Ringos Abfahrer war als erster unten und Jürgen Juen ging als erster weg auf den Zischgeles. Der starke Abfahrer von Armin konnte unseren Roman Nagiller überholen und kam ein paar Sekunden vor Roman an. Somit startete Manfred Holzer kurz vor mir. Der Abfahrer von den Palzers brauchte ein paar Sekunden länger als Roman, so dass Toni Palzer ziemlich genau 4 min. nach mir startete (das wusste ich aber nicht).               Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen, ging wie immer eher gemächlich weg und hoffte, trotz meiner Vorbelastung der letzten 3 Tage mit den schönen schweren Touren, dass ich allmählich in meinen Tritt kam. Manfred war zuerst etwas schneller, aber dann holte ich auf und konnte ihn und Jürgen ca. nach 6 min. überholen. Damit konnte ich schon mal zufrieden sein, jetzt war eigentlich nur mehr die Frage, was macht Toni Palzer? Im Laufe des Rennens war ich dann völlig für mich alleine, sah vor und hinter mir niemanden und dann geht einem dabei so manches durch den Kopf.                     Die Spur war zwar in einem guten Zustand, allerdings schon eher ziemlich flach angelegt, so dass man viel Strecke zum Zischgeles zurücklegen musste. Mir ging es ganz gut und hatte auch das Gefühl, dass ich recht schnell unterwegs war. Allerdings wusste ich auch, dass Toni alles daran setzen würde mich einzuholen. Ich war aber dann schon sehr erleichtert, als ich als erster am Skidepot am Zischgeles ankam und an Markus Weyrer übergeben konnte. Es dauerte dann Gott sei Dank auch eine Weile bis Toni als 2. mit einem Rückstand von 1:36 min. an seinen Abfahrer übergeben konnte. Toni war völlig ausgepumpt, dass er sich erst mal einige Zeit in den Schnee legen musste. Da fragte ich mich schon, ob ich mich zu wenig angestrengt habe, weil ich ja gleich nach der Ankunft mit den Leuten geredet habe. Wau, super, wenn jetzt Markus sturzfrei runter kommt, dann gewinnen wir.                      Ich ging dann gleich anschließend zum Gipfel rauf - das muss ich ja immer tun, weil Rikki und ich uns dort oben vor nun schon über 17 Jahren kennen gelernt haben. Fuhr dann über's Sattelloch bei schönem Pulver runter und unten hab ich dann erst endgültig erfahren, dass Markus nix mehr anbrennen hat lassen und mit der 4. besten Abfahrtszeit vom Zischi runter sauste, so dass wir letztendlich in neuer Team-Streckenrekordzeit von 1:47:59 h gewonnen haben. Später bei der Siegerehrung wurden dann auch die Einzelzeiten bekannt. Toni brauchte 47:25 min. und ich war mit 49:52 min. ganze 2 sek. schneller als vor 2 Jahren. Dass Toni heute bei dem doch recht langen Rennen nur 2:26 min. schneller war als ich, damit kann ich wirklich zufrieden sein - immerhin gibt's ja eigentlich momentan (weltweit) kaum einen schnelleren.               So jemand wie der sympathische Toni Palzer wertet natürlich so einen Bewerb wie die Wildsaustaffel schon auf. Die Leistungen von uns sind somit besser vergleichbar und man sieht, dass wir auch keine Nasenbohrer sind. Die Ergebnisse gibt's auf: http://www.sportverein-sellrain.at/index.php/wildsaustaffel .               Ein bissl schade ist, dass eigentlich nur mehr gute Teams mitmachen - wie man sieht, war nach 2:45 h das gesamte Rennen bereits zu Ende - früher waren noch etliche Teams mit über 3 h dabei. Ein Erlebnis ist dieser Teamwettbewerb sicher für alle - immerhin gibt jeder sein Bestes und darüber kann man sich auch Freuen und wie heißt es so schön "gemeinsame Freude ist doppelte Freude".               Im TT-Bericht wurden wir als siegreiche Staffel im Text nicht mal erwähnt. Über die Streckenrekorde von den Nichttirolern wurden ausführlich berichtet - nur unser Teamrekord (immerhin von einem rein tiroler Team) war anscheinend nicht erwähnenswert. Immerhin ist die Wildsaustaffel ein Teamwettbewerb und wir sind das beste Team, das jeweils angetreten ist. Naja, bei der TT heißt's da mal wieder nicht ärgern - nur wundern.

22.02.14: Streif-VerticalUp in Kitzbühel: Bin eh schon mit sehr gemischten Gefühlen nach Kitzbühel gefahren und meine Bedenken haben sich bestätigt, dass dieses  Event eigentlich für mich nix ist. Der Veranstalter sagt eh in seiner Ausschreibung, dass er es nicht als Sport-, sondern als Lifestyle-Event bezeichnen würde. Beim ersten mal im Jahr 2011 war es ja wirklich noch eine spannende Sache, da man ja noch nicht wusste, ob's mit Ski, Spikesschuhen oder leichten Steigeisen am besten geht. Damals waren ja auch noch fast die Hälfte mit Ski unterwegs. Gewonnen hat 2011 Urban Zemmer und ich wurde sogar 2. 2012 hab's ich dann nochmal probiert - bin aber leider mit den "Ketten" unter den Laufschuhen am Steilhang ausgerutscht und fast den ganzen Hang runter - so musste ich diesen 2 mal machen - bin aber trotzdem noch 5. geworden. Letztes Jahr hab's ich ausgelassen und heuer hab ich nochmal einen Versuch gestartet.                 Die Teilnehmerzahlen haben sich seit 2011 rapide gesteigert - beim ersten mal waren es noch überschaubare 191, so haben gestern fast 700 (Speed- und Rucksackklasse) mitgemacht und die wurden am Start alle gleichzeitig losgelassen. Nach ca. 4 min. ist man dann gleich am ziemlich steilsten Abschnitt, der Hausbergkante. Ich als Langsamstarter hatte da keine Chance zu überholen, wenn ich aus der Idealspur ausgescheert bin, war es äußerst mühsam und war somit nicht schneller, so blieb mir nix anders übrig als hinten zu bleiben. Heuer gab es auch Zwischenzeitmessungen und bei der ersten Zwischenzeit nach der Hausbergkante nach 9:02 min. für den Führenden, ging ich erst in 11:13 min. als 25. durch. Danach war endlich überholen möglich und mir ging's dann eigentlich ganz gut. Ab dieser ersten Zwischenzeit war ich dann tatsächlich der Schnellste von allen und so kam ich noch zum 9. Platz vor - schade, dass das Rennen nicht länger ist. Gewonnen hat schon etwas überraschend, Ingemar Wibmer. Den sympathischen Osttiroler kenne ich ja schon ewig - er macht ja auch im Sommer Bergläufe und im Winter Skitouren-Verticals - vor mir im Ziel war er eigentlich noch nie, wobei es bei den Skitourenrennen immer knapper wurde. Gestern war Ingemar echt stark und ich hab mich mit ihm gefreut. 2. wurde der junge Südtiroler David Thöni aus Gossensass, 3. wieder ein Südtiroler und zwar Urban Zemmer, der nach einer langwierigen Schulterverletzung gestern wieder sein erstes Rennen bestritten hat und 4. Georg Egger aus Tux, dem dieses VerticalUp sehr gut liegt und dort immer ziemlich vorne dabei ist. Die Ergebnisliste gibt's unter einem Link auf www.verticalup.at bzw. direkt unter          http://my1.raceresult.com/details/results.php?lang=de&page=6&eventid=25291&contest=1&name=Ergebnislisten%7CErgebnisliste%20MW%20mit%20ZZ%20Live&format=view .               Gestern ist dann sogar die Hahnenkammbahn ausgefallen, so dass das Gepäck mit Hilfe des Notbetriebs erst einige Zeit nach uns oben war - war schon nicht fein, mit den etwas verschwitzten Rennklamotten rumzusitzen.  Es wurden aber auch für ca. 2 Stunden keine Zuschauer mit der Bahn transportiert, so dass die Läufer, die ihr Wechselgepäck von Bekannten nach oben transportieren lassen wollten, sehr lange warten mussten. Gott sei Dank konnte der normale Bahnbetrieb ab ca. 21:15 Uhr wieder hergestellt werden - nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn die 700 Teilnehmer, die vielen Zuschauer und auch Helfer nicht mehr nach unten fahren hätten können - Ski hatte ja fast niemand dabei.                    Das war natürlich schon Pech für den Veranstalter, aber organisiert ist dieses Event schon gewaltig, dass muss man sagen. Meines Erachtens sind aber diese fast 700 Teilnehmer mit den Zuschauern usw. zu viel für die Räumlichkeiten dort oben - ich bin mir vorgekommen wie am Oktoberfest in München. Den meisten gefällt es scheinbar, wenn dort oben so viel los ist - für mich ist das jedenfalls nix, ich hab's lieber ruhiger und beschaulicher - bin halt scheinbar doch schon älter.

07.02.14: Polizeisportverein-Skitourenrennen von Mutters auf's Primesköpfl: Bei dem Rennen über ca. 850 hm gibt's auch eine Gästeklasse und so hab ich heuer dort zum ersten mal auch mitgemacht. Nicht schlecht - über 150 Starter, davon ca. 35 in der Gästeklasse. Ca. 1 Stunde vorm Start hat der Föhn nachgelassen, aber es war unten noch ziemlich warm. Beim Start hat's unten ganz leicht geregnet, aber oben schon stark geschneit. Unten war die Piste sehr weich und sulzig. Zuerst lief's bei mir noch planmäßig - nach ca. 300 hm hab ich Jörg Randl eingeholt und bin dann auch gleich mal voran gewesen. Nach weiteren ca. 100 hm war dann schon eine dünne Neuschneeschicht auf der Piste und wie's dann dort zum Aufstollen begonnen hat, war's Schluss mit lustig. Jörg blieb mir immer dicht auf den Fersen und so gingen wir auch an der Mutterer Alm vorbei. Jetzt standen uns noch ca. 200 hm bevor und davon die obere Hälfte sausteil. Ca. 50 hm nach der Alm war dann im 3 bis 4 cm tiefen Neuschnee nicht mal mehr eine Spur vorhanden. Gestollt hat's auch wild und so war's kein Gleiten sondern eher ein Stapfen. Dann wie's ganz steil wurde, ist Jörg an mir vorbei und in beeindruckender Manier direttissi nach oben. Ich hatte da keine Chance, unterm Neuschnee war es bockhart und mit dem Schneepapp auf den Fellen hatte ich keinen Halt und rutschte auf der harten Unterlager immer weg. Mit letzter Armkraft kämpfte ich mich nach oben und war froh, wie ich dann endlich im Ziel war. Jörg hat in 36:12 min. gewonnen und ich mit meiner Zeit von 37:08 min. hab dann bei den letzten ca. 70 Höhenmetern echt noch 55 sek. auf ihn verloren. 3. wurde Bernhard Haller in 38:19 min. Als wir unsere Felle betrachtet haben, war eigentlich fast bei jedem der Schneepapp drauf - bei Jörg eigenartigerweise nicht. Da ja so ein Rennen auch die richtige Ausrüstung (und die Armkraft) entscheidet, hat Jörg auch verdient gewonnen. Ein bissl geärgert hat's mich aber trotzdem - hätte echt besser neue Felle nehmen sollen. Meine Uralt-Felle sind zwar sehr schnell, was auf der ziemlich flachen Strecke zur Mutterer Alm an sich auch gut ist, aber wenn an den haarelosen Bereichen gleich mal der Schnee klebt, weil diese Stellen schneller nass werden, hilft das schnellste Fell nix. Gestollt hat's eigentlich fast bei allen - teilweise haben die Leute die Ski ausgezogen und sind zu Fuß rauf, was aber gar nicht so einfach war, weil's unten drunter so hart war, dass man kaum Tritte reinhauen konnte. Einige sind sogar abgerutscht, die haben dann den Steilhang 2 mal machen müssen. Gut war, dass nur die Rennklasse mit ca. 30 Teilnehmern bis zum Primes gegangen ist und die Hobbyklasse das Ziel auf der Mutterer Alm gehabt hat. Die Ergebnisliste gibt's auf: http://www.psv-tirol.at/index.php/en/ct-menu-item-5/ct-menu-item-12 . Auf der Mutterer Alm war dann der Rennstress bald vergessen und wir sind zum gemütlichen Teil übergegangen. Muss schon sagen, die Polizisten sind wirklich auch sehr nette Leute, wenn man sie nicht gerade bei einer Verkehrskontrolle z. B. wenn ich angeblich zu schnell mit dem Radl von Sistrans runter fahre, trifft.

01.02.14: Lorenzensturm in Südtirol: Auch um dem Föhn bei uns daheim zu entfliehen sind Peter Wober, Mario Herburger, Raimund Vogelsberger, Oliver Spinn und ich ins schneereiche Südtirol zum Abschlussbewerb des Eisacktalcups. Dieses Rennen mit Aufstieg und Abfahrt ginge ja normalerweise von Latzfons, oberhalb von Klausen auf die Lorenzenspitze. Wegen dem recht schlechten Wetter und der Lawinengefahr konnte das Rennen jedoch nur auf einer Ersatzstrecke durchgeführt werden. Es ging von Steineben auf 1549 m ewig lang eine Forststraße hinauf, oben dann noch so ca. 100 hm oberhalb der Waldgrenze und danach ging es auf Wiesen wieder hinunter zum Start, wo das Ziel war. Wegen dem Cup, ging es bei mir um nix mehr, weil ich in der Wertung über 45 Jahre bereits alle 4 Rennen gewonnen hatte und eh nur 4 Rennen gewertet werden. So ging ich die Sache doch eigentlich etwas zu entspannt an. Ziemlich hinten startend, war es dann ganz schwierig auf dem recht schmalen Forstweg zu überholen. Es war ein wildes Steckengehakl und ich hatte ziemlich Angst um meine. Wo es einigermaßen ging überholte ich, sonst blieb ich lieber hinten. An welcher Stelle ich oben angekommen bin, weiß ich gar nicht. Die Abfahrt im tiefen und feuchten Schnee war dann sehr anstrengend. Schwingen war nicht leicht und man war dabei meist zu langsam und beim "Laufen lassen" meldeten sich gleich mal die Oberschenkelchen, weil man sich in dem tiefen und nassen Schnee ziemlich weit hinten reinsetzen musste. Ich musste ein paar Pausen einlegen und wurde dabei von vielen überholt. War dann ganz froh, als ich wohlbehalten ins Ziel fuhr. Im Zielbereich war wegen der Siegerehrung und der anschließenden Party extra ein Zelt aufgebaut worden und das hat dann alles ziemlich gedauert. Um kurz nach 17:00 Uhr war ich dann froh, endlich wieder daheim zu sein. Wir hatten es zwar den ganzen Tag über ganz lustig, aber momentan übertreibe ich es mit den Rennen wohl etwas. 

31.01.14: Night Race Rangger Köpfl: Von der Bergstation auf 858 m zuerst ca. 300 hm sehr steil, dann ca. 200 hm angenehm bis Stiglreith, danach ewig lange sehr flach und am Schluss so 250 hm wieder steiler bis zum Ziel auf der Roßkogelhütte auf 1778 m. Laut Ausschreibung 920 hm, da wir aber etwas oberhalb der Talstation gestartet sind, werden's ziemlich genau 900 hm sein. Die ganze Woche war ich sehr mit Arbeit eingedeckt und da sieht man so einem Freitagsrennen nicht gerade mit Freude entgegen. Beim Rennen bei guten Verhältnissen ging's mir aber dann ganz gut und ich belegte wie letztes Jahr den 2. Platz. Mit Schnellstarter Armin Neurauter kann ich natürlich am Anfang nicht mithalten und wie letztes Jahr kam ich zwar im Laufe des Rennens näher heran, aber gereicht hat es wieder nicht - er 36:34 min. und ich 36:42 min. und damit tatsächlich über eine Minute schneller als letztes Jahr. 3. wurde Jörg Randl ebenfalls in einer super Zeit mit 37:33 min. Wie es dann natürlich so ist - Armin der große Sieger und ich der erste Verlierer. Habe gerade den recht objektiven Bericht in der TT vom 03.02.14 gesehen. Auch das Foto mit Helli Praxmarer und Roli Striemitzer mit ihren schönen "Naturfreunde-Rennanzügen" ist klasse - in diesem Fall hab ich zu früh über die Berichterstattung gelästert. Kann aber trotzdem für mich selber zufrieden sein - es ist ja eigentlich schon was Besonderes in meinem Alter hier herauf noch so eine Zeit zu gehen, ohne mich gleich im Ziel hinlegen zu müssen. Hier lässige Fotos von der Zielankunft: http://sv-oberperfuss.at/rad/adrenalin-kick-fuer-nahezu-100-siegeswuetige-aufsteiger-beim-2-skitouren-nightrace/ . Ergebnisse gibt's auf: http://sv-oberperfuss.at/rad/files/2014/01/Offizielle-Eegebnisliste-31012014-klein.pdf

24.01.14: Plose-Skiuphill in Brixen (4. Station des Eisacktal-Cups): Letztes Jahr war ich bei diesem langen Rennen mit 1400 hm ziemlich stark und belegt sogar den 2. Platz mit einer Zeit von 57:58 min. Heute kam ich etwas spät von daheim weg und so war alles vorm Start ziemlich stressig und Zeit zum Warmgehen blieb deshalb leider überhaupt keine mehr. Die ersten ca. 1000 hm sind ja ziemlich steil und oben dann nach der Bergstation geht es noch weitere 400 hm allerdings sehr langgezogen und wellig bis ins Ziel auf 2400 m. War wie immer am Start recht langsam, aber nach und nach ging es dann einigermaßen. Hatte wie immer keine Ahnung was sich vorne abspielte und wer wie weit in Führung lag. Nach etlichen Überholmanövern kam ich dann doch immer weiter vor. Nach ca. 800 hm holte ich dann 2 Leute ein, wobei einer von ihnen tatsächlich Philip Götsch war. Eigentlich habe ich ihn ja schon weit voraus vermutet - war ich heute so schnell oder er so langsam. Ich überholte dann die beiden sogar um einige Meter, aber als es dann flach zur Bergstation ging waren wir zu dritt gleichauf. Nun kamen die letzten 400 recht flachen Höhenmeter an die Reihe und Philip gab dann hier mächtig Gas. Der ständige Wechsel zwischen den flacheren und steileren Passagen machte mir ganz schön zu schaffen und auch der Wind wurde immer stärker und kälter. Es war dann eigentlich wieder so wie im letzten Jahr - Philip ein Stück voraus und das Ziel wollte einfach nicht auftauchen. Immer wieder stellte sich ein Buckel entgegen und meine Hände waren schon gefühllos vor Kälte. Irgendwann tauchte dann doch das Ziel auf und ich kam wieder als 2. dort an. Bin dann gleich rein ins Warme und es war so wie befürchtet - es dauerte nicht lange, da stellte sich wieder ein schlimmer "Hornigl" in meinen Fingern ein. Das war hart - man ist ja eh schon vom Rennen ausgepumpt und dann muss man noch die Schmerzen aushalten, wenn die Finger langsam wieder auftauen.  Endlich nach ca. 5 min. wurde es dann besser und erst jetzt konnte ich mich über meine Leistung freuen. 1. Philip in 56:51 min., 2. ich in 58:18 min. (also 20 sek. langsamer als letztes Jahr), 3. Lukas Arquin in 58:52 min., 4. Michael Zemmer in 58:50 min., 5. Roland Osele in 58:58 min., 6. Dario Steinacher in 59:51 min. und 7. schon Martin Renzler aus Gries am Brenner in 1:00:04 h. Die Ergebnisliste gibt's auf: http://www.sv-gossensass.org/wp-content/uploads/2014/01/sesso.pdf. War wieder ein hartes Rennen - vor allem im oberen Teil, weil man auf dem Hochplatteau sehr dem Wind und der Kälte ausgesetzt ist. Um so schöner ist es dann naturgemäß, wenn man oben gemütlich sitzen, essen und quatschen kann.

17.01.14: Gitschberg Pieps Nightattack in Südtirol. Dieses Rennen gleich am Eingang vom Pustertal (3. Station des Eisacktal-Cups) ist ziemlich langgezogen - es weist 810 hm und 6 km auf, wobei ca. 2 km nahezu eben sind. Heute nur 90 Starter - wahrscheinlich wird die gleichzeitig stattfindende Mountain-Attack in Saalbach einige Starter gekostet haben. In Südtirol ist richtig Winter - das ist für uns heuer doch ein ungewöhnlicher Anblick. Auch beim Rennen hat's ganz schön geschneit. Manni Winkler, Manu Hartl (gewann bei den Damen) und ich fuhren mit Bernhard Haller hin. Um 20:00 Uhr war Start - zu dieser Zeit lese ich normalerweise die Zeitung, schaue mit Michi und Andi einen Kinderfilm und denke schon ans ins Bett gehen. Trotzdem ging's mir beim Rennen ganz gut, nach wie immer langsamen Start konnte ich dann den 4. Platz erreichen. 1. wurde wie immer Philip Götsch in 37:16 min., 2. ein saustarker Willi Innerhofer in 37:42 min., 3. Lukas Arquin in 39.01 min., 4. ich in 39:11 min., 5. Roland Osele in 39:33 min., 6. Ivo Zulian in 41:24 min. und 7. Bernhard Haller in 41:41 min. Die Ergebnisliste gibt's auf www.zkgvintl.info. Oben haben wir Nordtiroler uns wieder zusammengesetzt. Nach der Siegerehrung ging's im schönen Neuschnee runter und um 0:30 Uhr waren wir müde aber zufrieden wieder daheim.

11.01.14: 3. Schneetriathlon in Lüsens/Praxmar: 2 Rennen so kurz hintereinander ist in meinem Alter schon ein bissl viel. Aber gestern rief mich Hannes Wimmer an, ob ich mit ihm mitmachen will und ich hab spontan ja gesagt, auch um bei dieser Gelegenheit die Schneelage zu erkunden und mal wieder auf dem Zischgeles zu gehen. Die Mountain-Maniacs (www.mountain-maniacs.at) haben vor 2 Jahren diesen Schneetriathlon (www.schneetriathlon.at) ins Leben gerufen. Der Bewerb setzt sich aus einem Tourengeher, einem Rodler und einem Langläufer zusammen. Der Tourengeher startet etwas nördlich von Lüsens und es geht ziemlich lange flach bis nach Praxmar und dann endlich steiler bis zur Wasserfassung der Tiwag auf 1950 m. Der Rodler fährt zuerst auf der Tiwagstraße und dann teilweise auf der Piste runter bis zur Langlaufloipe und der Langläufer skatet bis hinter zum Talschluss Fernerboden und wieder zurück. Der Bewerb ist wirklich eine gute Idee, doch leider haben sich nur 16 Teams eingefunden. Die kurze Skitourenstrecke mit 380 hm und dem ewig langen Flachstück am Anfang ist nicht gerade optimal für mich. Trotzdem hielt ich mich beim Flachstück ganz wacker und Marian Staller war nur so 15 sek. vor mir. Beim Anstieg konnte ich dann aber leider kaum aufholen. Auch bereitete mir das rechte Fell immer mehr sorgen, da es vorne von der Halterung zu rutschen drohte (ist mir bisher noch nie passiert). Hin und wieder hab ich mich nach unten gebeugt und versucht es zu stabilisieren. Aber es half nix, so 4 min. vorm Ziel ist es vorne heruntergerutscht und dann hat es sich bald von vorne her immer mehr abgelöst - kurz vorm Ziel war es dann so gut wie ganz herunten. Marian war heute saustark und wahrscheinlich hätte ich ihn auch ohne den Fellproblemen nicht eingeholt, aber im Ziel war dann der Abstand nicht wie auf der Strecke 15 sondern 40 sek. - so 25 sek. wird wohl die Sache mit dem Fell auch gekostet haben. Marian machte einen neuen Streckenrekord in 19:48 min. Ich ging dann nach der Zielankunft gleich weiter auf den Zischi. Die letzten Tourengeher fuhren bereits nach unten und so war ich dann bald ganz allein unterwegs und die Schneeverhältnisse sind nicht mal so schlecht. So 45 min. vor der Siegerehrung war ich dann wieder in Lüsens und so konnte ich noch gemütlich etwas essen und ich war froh, dass die beiden Rennen hinter mir lagen.  

10.01.14: Skialp Night Trophy: Dieses Rennen im Pflerschtal ist die 2. Station des sog. Eisacktal-Cups  http://www.zkgvintl.info/PDF/Eisacktal%20Cup%202014.pdf). In Südtirol boomt der Skitourenrennsport schon eingermaßen - was man eigentlich in bei uns nicht sagen kann. Organisiert wird dieses Rennen mit gestern ca. 150 Startern vom SV-Gossensaß (http://www.sv-gossensass.org/skialp-news/). Es geht hier im Skigebiet in Ladurns im Pflerschtal zuerst 900 hm zur Bergstation hinauf, dann fährt man 500 hm runter und dann geht's nochmal 450 hm hinauf zur Edelweishütte - also insgesamt 1350 hm. Die Hobbyklasse geht direkt von unten ca. 830 hm hinauf zur Edelweißhütte. Ich konnte mit Barbara und Hannes Oblasser und Tom Recheis hinfahren und in ca. 45 min. ist man ja schon dort. Immer mehr Tiroler und Bayern machen bei den Südtirol-Rennen mit - es hat sich anscheinend schon rumgesprochen, dass man hier weiß, wie man Rennen veranstaltet. Mit Abfahrt und Fellwechsel hab ich ja schon ewig kein Rennen mehr gemacht und der Schnellste war ich in diesen Disziplinen ja noch nie. Von daher war ich schon gespannt wie es mir dabei ergeht. Beim ersten Aufstieg ging es mir eigentlich ganz gut und kam als 5. oben an. Oben mussten dann die Felle runter und irgendwie aus lauter Gewohnheit habe ich sie schön zusammengelegt. Dann raste man die Piste hinunter und wenn ich die Strecke gekannt hätte, hätte ich hier auch mehr Gas geben können. Unten mussten dann wieder die Felle rauf und da hab ich nur so gestaunt, wie schnell die Leute das machen - das werde ich auf meine alten Tage sicher nicht mehr so ruckzuck können und "Trockenübungen" sind mir auch zu blöd. So musste ich beim 2. Anstieg wieder möglichst viele Leute überholen, die mich beim Wechsel und bei der Abfahrt abgehängt hatten. Am Schluss kam immerhin der 9. Platz in 1:02:25 h heraus. Gewonnen hat wie immer Philip Götsch in der unmenschlichen Zeit von 55:22 min., 2. wurde auf seiner Hausstrecke Roberto DeSimone in 59:07. Die Ergebnisliste gibt's auf http://www.sv-gossensass.org/sektion-skialp-ergebnisse/. Kann mit meinen Aufstiegszeiten schon zufrieden sein. Oben bei der Siegerehrung war's dann wieder recht gemütlich und danach traten wir wieder die Gott sei Dank recht kurze Heimreise an.

28.12.13: Skiuphill Vals in Südtirol: Skitourenmäßig geht bei uns momentan nicht viel. Den Glungezer kann ich bald nicht mehr sehen und der ständige Föhn geht auch ziemlich auf die Nerven. Irgendwie ist dann so ein Rennen doch eine Abwechslung. Dieser sehr gut organisierte Skiuphill in Vals am Eingang zum Pustertal ist immer zwischen Weihnachten und Neujahr und immer schon sehr beliebt und stark besetzt - heute 175 Teilnehmer. Es geht über 630 hm verteilt auf ca. 3,2 km - also ein ziemlich kurzes Rennen. Viele Nordtiroler fuhren gestern nach Vals und ich konnte mit Mario Herburger und Peter Wober hinfahren.                Irgendwie hat's mich aber doch wieder ein bisschen vorm Rennen gegraust - sich abends um 19:30 Uhr so richtig anstrengen, ist ja nicht gerade ein Vergnügen. Und wie sollte es anders sein - am Start sind sie wieder weg wie die Wilden. Bin wie immer mein eigenes Tempo gegangen und nach ca. 5 min. war ich vielleicht so an 25. Stelle. Konnte im Laufe des Rennens dann immer wieder Leute überholen und im Ziel kam ich dann tatsächlich als 6. an. Gewonnen hat Philip Götsch mit einem großen Vorsprung in 24:10 min., danach kamen die Leute mit kleinen Abständen ins Ziel - 2. wurde Filippo Beccari in 25:22 min., 3. Lukas Arquin in 25:31 min., 4. Roberto DeSimone in 25:40 min., 5. Michael Moling in 25:44 min., dann ich in 26:02 min., 7. Dario Steinacher in 26:06 min. und 8. Michael Zemmer in 26:08 min - die Ergebnisliste gibt's auf www.zkgvintl.info.             Kann schon zufrieden sein mit meinem Abschneiden - vor allem, weil mir ja die kurzen Rennen nicht gerade entgegenkommen. Oben sind wir dann zum gemütlichen Teil übergegangen und es ist ja immer wieder schön alte Bekannte zu treffen. Nach der Siegerehrung mit (hier wie immer) recht wertvollen Sachpreisen, ging's dann runter und kurz nach Mitternacht waren wir daheim.

19.12.13: Schönleiten-Trophy in Viehhofen bei Zell am See: Das es nicht langweilig wird, war ich gestern tatsächlich bei diesem von Peter Gruber und seinen 40 Helfern super organisierten Aufstiegsrennen dabei. Glücklicherweise konnten wir zu viert in einem Auto (Lukas Höllrigl und sein Vater als unser Fahrer, Armin Neurauter und ich) hinfahren. Ein bissl lang war der Tag für mich schon - es ging schon um 6:00 Uhr in der Früh mit dem Familienkirchgang (Advents-Frühmesse mit anschließendem gemeinsamen Frühstück) los, dann Besorgungen, viel im Büro zu tun und direkt vom Büro dann nach Viehhofen. Nach Rennen (Start 19:00 Uhr), Siegerehrung, Heimfahrt und Aufräumen war ich dann endlich um 1:30 Uhr im Bett.            Wegen Schneemangel an den südlicheren Hängen wurde das Rennen kurzfristig rd. 4 km taleinwärts auf eine andere Piste verlegt und zwar ging es von der Talstation der Schönleitenbahn in Jausern über die Limbergalm auf den Schattberg-Ostgipfel (ca. 5 km und 1090 hm). Nach der ca. 2-monatigen Rennpause war ich eigentlich alles andere als "heiß" auf diese Aktion. Die sehr gute Besetzung war auch etwas demotivierend, da ich deshalb nicht vorne mitmischen konnte. Dementsprechend hart tat ich mich wieder mal am Anfang und es dauerte auch ziemlich lange bis ich einigermaßen in Schwung kam. Die Strecke war nach einem kurzen flacheren Stück, ca. 300 hm sehr steil. Danach ging es ziemlich flach weiter und das wollte irgendwie gar keine Ende nehmen. Am Schluss ging's dann nochmals 300 hm steil zur Sache. Im Rennverlauf konnte ich dann aber doch immer wieder Leute überholen und am Schluss sogar Martin Schider, einen alten Bekannten der letzten Jahre, der heute Salzburger Landesmeister wurde.                           Den Sieg haben sich Langlaufolympiasieger Christian Hoffmann (http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Hoffmann) und Toni Palzer aus Bayern unter sich ausgemacht. Wegen seiner "Vergangenheit" wird ja Christian Hoffmann bei unseren Rennen nicht besonders gerne gesehen (hier ein Artikel von den Oberösterreichischen Nachrichten vom 21.12.13) und gestern hat er wieder eine Fabelzeit abgeliefert - er gewann in 41:21 min. 2. wurde, ebenfalls bombastisch gut, Juniorenweltmeister Toni Palzer in 41:39 min., 3. der slowenische Top10-Weltcupfinnisher Nejc Kuhar in 42:57 min., 4. der Ötztaler Armin Neurauter in 45:19 min., 5. der junge und immer stärker werdende Toni Lautenbacher aus Bayern in 45:31 min. und schließlich 6. ich in 46:19 min. Die Ergebnisliste gibt's unter http://www.schoenleiten-trophy.at/.                   Muss schon sagen, die Salzburger verstehen Rennen zu veranstalten, auch ist die Popularität für Skitouren-Aufstiegsrennen (heute 145 Teilnehmer) dort fast mit Südtirol vergleichbar. Dagegen ist bei uns in Tirol nicht besonders viel los. Naja, ist mir aber ehrlich gesagt auch gleich, so kann ich mich eher auf das Wesentliche und das sind nun mal die Alpintouren konzentrieren - allerdings bräuchte es dringen mal wieder Schnee.

Rennen 2013 

26.10.13: Tiefrastenlauf in Südtirol: Einer meiner Lieblingsbergläufe - von Terenten im Pustertal (Parkplatz Winnebachtal auf 1419 m) geht's auf die 2311 m hoch gelegene Tiefrastenhütte. Heuer ist ja wegen der vor 2 Wochen schneebedingten Absage des Radlseeberglaufes aus der 3-Hüttenkombi eine 2-Hüttenkombi geworden. Kaum zu glauben, dass vor 2 Wochen hier auch im Startbereich tiefster Winter herrschte und heute waren fast sommerliche Verhältnisse. Bin heute etwas spät von daheim weggekommen und da anscheinend wegen dem Nationalfeiertag in Österreich viele nach Südtirol wollten, war recht viel Verkehr. Kam somit ziemlich in Stress und bin erst 18 Minuten vor dem Rennstart angekommen. Einen Vorteil hat so eine knappe Anreise - man ist hellwach und der Puls auch schon ziemlich erhöht.                     Beim ersten Lauf der Hüttenkombi (Brixner Hütte Berglauf) hab ich ja am Schluss ziemlich schlapp gemacht und so waren Roland Osele 53 sek., Micheal Nocker 35 sek. und Martin Stofner 6 sek. vor mir im Ziel. Bei meiner derzeitigen eher schwachen Form sind diese Rückstände eigentlich schon etwas viel. Glücklicherweise waren heute Roland und Michael gar nicht am Start und so sind meine Chancen auch heuer wieder die Hüttenkombi zu gewinnen gestiegen. Bin wieder recht langsam weggekommen - es wurde dann zwar langsam besser, aber gut ist es mir heute wieder nicht gegangen. Thomas Niederegger war bald außer Sichtweite und ich hab mich nach ca. 15 min. bis zum 2. (Roberto DeSimone) vorgekämpft. Wir liefen dann bis zum Ziel immer gemeinsam - einmal er voraus und dann wieder ich. Ziemlich dicht hinter uns war immer Martin Stofner, der ja beim Brixner Hütte Lauf 6 sek. vor mir im Ziel war. Für mich war es heute ziemlich schwer, aber letztendlich schaffte ich es doch 24 sek. vor Martin ins Ziel zu laufen. 1. wurde Thomas Niederegger mit der 2. schnellsten je gelaufenen Zeit (immerhin heute schon die 23. Ausgabe) von 36:13 min., 2. Roberto in 39:03 min., 3. ich in 39:04 min., 4. Martin in 29:28 min., 5. Henry Hofer in 39:56 min. - die Ergebnisse gibt's auf www.zkgvintl.info.                Bin schon froh, dass ich wie 2012 die Hüttenkombi gewonnen habe, aber momentan tue ich mich bei den Rennen sehr schwer (vor 2 Jahren war ich in 37:49 min. oben) - ist es das Alter oder habe ich dringend mal eine Pause nötig? Eigentlich ist heuer touren- und rennenmäßig schon ein bissl viel zusammengekommen.  Jetzt bin ich erst mal froh, dass die Sommer-Rennsaison vorbei ist.              Vor der Siegerehrung war noch genügend Zeit und ich bin noch, nahezu schneefrei, auf die Hohe Grubachspitze. Danach sind wir noch gemütlich in der Sonne gehockt (und gelegen) und haben einen der letzten richtig warmen Tage des Jahres genossen. Wieder ein schöner Tag in Südtirol.

20.10.13: Astberglauf: Jetzt hab ich schon 1 Woche mein neues gebrauchtes Hyundai-Auto und bin eigentlich noch nie gefahren, so war der Astberglauf in Going eine gute Gelegenheit für einen Autotest. Franz Puckl hat nun seinen Astberglauf schon zum 31. mal organisiert. War heute schon zum 5. mal dabei und immerhin hab ich den Lauf 3 mal gewinnen können. Die ersten ca. 1,7 km geht es flach und dann die restlichen ca. 4,3 km 570 hm rauf zum Astberg. Heute waren Josef Adelsberger und Thomas Fahringer (Tiroler Rekordhalter im Halbmarathon mit 1:04 h - allerdings schon ca. 20 Jahre her) am Start und die beiden sind die Flachstrecke Vollgas gelaufen und als es bergauf ging, hab ich schon fast 1 min. Rückstand gehabt. Thomas der ja eigentlich kein Bergläufer ist, konnte ich bald überholen aber bei Josef verringerte sich der Abstand nur sehr langsam. Erst nach der Brenner Alm so ca. 400 m vorm Ziel konnte ich auf Josef aufschließen. Allerdings gab er am Schluss noch mal Gas und bei meinem schwachen Sprintvermögen hatte ich keine Chance. Josef lief sogar persönliche Bestzeit mit 28:57 min. und ich brauchte 29:10 min. Naja, besonders schnell war ich heute nicht gerade - bin vor 2 Jahren sogar mal 27:58 min rauf gelaufen. Aber gestern die Skitour auf's Zuckerhütl und vorgestern die auch nicht gerade kurze Bike&Hike-Tour waren vielleicht echt ein bissl viel und momentan fühle ich mich eh recht müde - außerdem werde ich ja auch nicht jünger. Aber bei dem schönen Wetter für ein Rennen den Tage vorher daheim zu bleiben, wäre ja auch jammerschade.                  Vor der Siegerehrung war noch  Zeit und so bin ich mit Josef runter zum Start gegangen und hab noch eine schöne Mountainbikerunde bei fast spätsommerlichen Temperaturen gemacht.

06.10.13: Tour de Tirol - Halbmarathon: Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist und ich heute doch noch gelaufen bin. Die Halbmarathonstrecke besteht ja aus 7 flachen Runden in Söll. Nächstes Jahr wollen sie stattdessen einen 21 km langen Trailrun mit ca. 1000 hm bergauf und wieder bergab machen - was sicher interessanter ist, aber dann wird es allerdings für die Gesamtstarter noch schwerer. Das Einlaufen war heute noch ziemlich zäh, aber beim Rennen ging's dann so einigermaßen. Allerdings bin ich möglichst locker gelaufen, weil ich meinen Muskeln nicht noch mehr weh tun wollte. Auch ging es bei mir um nichts mehr - eine gute Zeit kann man bei der Vorbelastung eh nicht erzielen, ob ich jetzt 10. oder 12. in der Gesamtwertung werde, war mir auch egal und vor allem ist die Gesundheit und das ich mich schnell wieder erhole eh das Wichtigste. So kam beim Halbmarathon nur der 48. Platz mit einer Zeit von 1:26:54 h heraus. In der Gesamtwertung aus allen 3 Rennen belegte ich somit den 12. Platz mit einer Gesamtzeit von 5:49:32 h. Die sehr gut aufbereitenden Ergebnisse gibt's auf: http://www.tourdetirol.com/detailansicht/items/duell-um-platz-1-am-dritten-tag-.html .                 Mein Resüme von der Tour de Tirol ist: Um bei dieser 3-Tagesveranstaltung gut bestehen zu können, muss man zum einen ein absolut kompletter Läufer sein, der im Flachen und am Berg (bergauf und bergab auf Forstwegen) stark ist und zum anderen auch sehr gut trainiert sein, um die 3 Rennen hintereinander gut verkraften zu können. Der Kaisermarathon ist das Herzstück der Veranstaltung - natürlich eine anspruchsvolle Strecke (hab sie mir im vorhinein leichter erwartet), aber den Trailrunner wird sie nicht besonders ansprechen, weil man ja fast zu 90 % entweder auf Asphalt oder auf Forstwegen unterwegs ist - trailrunmäßig wird's ja erst im Finale hinauf auf die Hohe Salve. Dies ist ja auch für mich der schönste Streckenabschnitt der ganzen Tour - weil ich halt doch eher der reine Bergläufer bin und meine Zeit bei diesem Streckenabschnitt kann sich ja auch sehen lassen.                  Nach den auch heuer wieder recht anspruchsvollen Skitouren, den 3 Höhenwegen in einem Zug im Sommer, einigen Überschreitungen, meinen ersten kleinen Ultratrail (Karwendelmarsch), den zwei Ötztaler Radmarathonrunden dicht hintereinander und den vielen Rennen kann ich schon zufrieden sein, dass ich jetzt noch im Herbst die Tour de Tirol durchgezogen habe. Sie ist wirklich eine sehr gut organisierte Veranstaltung und so ein Gesamtstart ist schon eine ziemlich harte Sache - wirklich nix für Weicheier. Danke an Martin Kaindl und sein Team für diese wahrscheinlich weltweit einzigartige Veranstaltung. Eigentlich hätte sie sich wirklich verdient, dass mehr Tiroler und Österreicher an den Start gehen.

05.10.13: Tour de Tirol: Ist schon bissl eine verrückte Laufveranstaltung: Am Freitag Abend 10 km kupiert, am Samstag dann der Kaisermarathon mit 42,2 km und 2100 hm (bergauf) und ca. 950 hm (bergab) mit Ziel auf der Hohen Salve und am Sonntag dann einen flachen Halbmarathon. Infos unter: www.tourdetirol.com . Eigentlich hab ich ja früher nicht mal im Traum daran gedacht hier mal als Gesamtstarter mitzumachen. Heuer bin ich ja viel mehr gelaufen als früher und erhole mich auch danach ganz gut und so nach und nach hab ich mich immer mehr mit dieser Herausforderung "Tour de Tirol" angefreundet. Hab mich dann ganz kurzfristig nachgemeldet. Man könnte auch nur bei einem Bewerb teilnehmen (viele konzentrieren sich nur auf den Hauptbewerb, dem Marathon) - aber das Besondere ist natürlich alle 3 Rennen zu machen.  Diese perfekt organisierte 3-Tage-Laufveranstaltung, sozusagen vor der Haustüre, ist wahrscheinlich auch einzigartig. Martin Kaindl und die Brüder Aufinger haben da schon was Außergewöhnliches auf die Beine gestellt - Hut ab und heuer schon die 8. Austragung. Früher war die Streckenführung beim Kaisermarathon anders - es ging über Kitzbühel und auch auf die Hohe Salve hinauf, aber man ist dann mit der Bahn runter gefahren und dann noch ein Stück weiter ins Ziel nach Söll gelaufen. Recht viele Tiroler (und auch Österreicher) wollen sich einen Gesamtstart (verständlicherweise) nicht antun - sehr viele kommen aus Deutschland und der Schweiz, wo offensichtlich für diesen Event viel Werbung gemacht wird.                   Jetzt wo ich das schreibe habe ich gerade den Kaisermarathon hinter mich gebracht und momentan frage ich mich, wie ich eigentlich morgen einen flachen Halbmarathon laufen soll. Gestern musste man schon schnell bergab auf ca. 10% geneigten Straßen laufen und heute eben diese 950 hm. Das haben meine Waden nicht gut vertragen - auf jeden Fall ziehen sie jetzt gewaltig. Normalweiser laufe ich ja auf Steigen bergab und damit hab ich eigentlich keine Probleme, aber das flache "bergabbrettern" auf Forstwegen ist halt wieder ganz was anderes.                 Gestern war ja mein erstes flachere Laufrennen seit ca. 15 Jahren und mit meinen 37:26 min. für die 10 km im leichten bergauf-bergab-Gelände war ich ganz zufrieden.                     Heute dann der Kaisermarathon, wobei die ersten 21 km auch wieder im leichten bergauf-bergab-Gelände verlaufen und diese habe ich in 1:30:52 h hinter mich gebracht. Eigentlich wollte ich schneller sein, aber scheinbar ging es nicht besser - auch dachte ich immer an die zweiten 21 km, die dann schon richtig bergig sind und diese wollte ich ja auch noch ohne Probleme hinter mich bringen. Bergauf konnte ich dann einige Plätze gut machen. Allerdings ging es dann ab km 26,5, bei einsetzendem Regen, wieder so kupiert ca. 5,5 km lang dahin (Bereich Hartkaiser) bis die Strecke dann ab km 32 so 6,5 km lang wieder bergab führte (mit einigen Flachstücken und etwas gemeinen kurzen Bergaufpassagen). Das hat sich dann alles ziemlich gezogen und ich verlor wieder einige Plätze. Ab Hexenwasser bei km 38,7 ging es dann noch mal 700 hm teils richtig steil auf oft rutschigem und lettigem Untergrund bergauf bis zum Ziel auf der Hohen Salve. Auf diesen letzten 700 Höhenmetern ging es mir dann richtig gut und konnte sogar mit knapp unter 35 min. die 2. beste Zeit für diesen Abschnitt erreichen.                  Letztendlich wurde ich heute Gesamt-12. (also mit denen die nur den Kaisermarathon gelaufen sind) mit einer Zeit von 3:45:11 h. Vielleicht hab ich mich auf den ersten 21 Kilometern etwas zu sehr geschont - aber wer weiß, wie es mir am Schluss ergangen wäre, wenn ich am Anfang schneller gelaufen wäre. Der Link zu allen Ergebnissen ist auf: http://www.tourdetirol.com/detailansicht/items/kinderlauf-soeller-zehner.html . Hier gibt's auch eine Tabelle mit den Zwischenzeiten beim Kaisermarathon. Gewonnen hat der Südtiroler Gerd Frick, der gestern allerdings nicht gelaufen ist und sich voll auf den Kaisermarathon konzentriert hat. Anhand der Zwischenzeiten lässt sich auch z. B. leicht verfolgen, wie der favorisierte Kenianer heute "eingegangen" ist. Von den ca. 580 Startern (davon ca. 300 Gesamtstarter) kamen 435 (davon ca. 250 Gesamtstarter) ins Ziel. Allerdings hat der Veranstalter wegen dem Wetter aus Sicherheitsgründen, für die die nach 4 h beim Hexenwasser angelangt sind (ab ca. Platz 174) das Ziel dorthin verlegt und den letzten Abschnitt hinauf zur Hohen Salve bei den nachfolgenden mit einer Stunde Zeitbedarf in die Ergebnisliste geschrieben.                   Leider hat heute das Wetter nicht recht mitgespielt, da es ca. 2 h nach dem Start zu regnen begonnen hat. Vor allem beim Hartkaiser und bei den ewig langen Bergabpassagen bis zum Hexenwasser hab ich mir schon gedacht "warum tust du dir das an". Mag gar nicht daran denken, dass ich morgen noch einen Halbmarathon laufen soll - momentan können meine Beinchen jedenfalls nicht mehr laufen - mal schauen, was sie morgen sagen.

27.09.13: Bergduathlon Nederjoch bzw. Kotzenklassik (Kotzen ist der Flurname): Dieses Rennen wurde heuer zum 2. mal vom SV Telfes im Stubaital durchgeführt. Als Bergduathlon fährt man mit dem Rad von Telfes (beim Almparkplatz auf 1085 m) auf die Pfarrachalm (1740 m) und dann geht's zu Fuß weiter auf's Nederjoch (2142 m). Alternativ kann man aber auch die gesamte Strecke laufen - allerdings bei freier Streckenwahl. Es ist ja irgendwie stressfreier alles zu Laufen, weil man da keinen Wechsel machen braucht. Wegen der freien Streckenwahl sollte man die Strecke jedoch kennen, so habe ich mich gestern in der Früh entschlossen die Strecke zu erkunden. Hab dann dabei gesehen, dass ein schöner steiler Steig, der nur ca. 100 hm unterbrochen ist, wo man weglos durch einen lichten Wald laufen muss, auf die Pfarrachalm führt. Auf's Nederjoch geht's zuerst einen Steig und dann die letzten 220 hm direkt weglos hinauf. Mit den erlaubten Stecken insgesamt eine schöne direkte und steile Strecke mit ca. 3 bis 3,5 km Gesamtlänge. Letztes Jahr hat Manuel Natale den Duathlon in 44:16 min. gewonnen und da er heuer auch gemeldet war, war ich schon gespannt, wer schneller oben ist.                    Hab diese Woche mal ein bissl weniger gemacht und fühlte mich eigentlich ganz gut. Allerdings hat's heute daheim um ca. 14:15 Uhr so stark geregnet, dass mir eigentlich gar nicht nach Rennen zumute war. In der Hoffnung, dass das Wetter besser wird, sind Markus Weyrer und ich nachmittags nach Telfes gefahren - und siehe da, es kam sogar die Sonne heraus. Eigentlich waren 37 Leute gemeldet, aber wegen dem Regen davor waren dann nur 21 am Start.               Kam heute relativ gut weg und bei der ersten Forstwegquerung war ich schon kurz vor Manuel, dem schnellsten Radfahrer. Auf der Pfarrachalm war ich in 24:36 min. oben und die letzten 400 hm auf's Nederjoch bin ich dann in 14:23 min. rauf. Das hätte ich selber nicht gedacht, dass ich in genau 39:00 min. die 1057 hm, trotz des kurzen Flachstückes, schaffe (Schnitt immerhin 3 min. und 42 sek. auf 100 hm). Mit dem Rad auf die Pfarrachalm braucht man schon etwas länger und so ist Manuel als Duathlet auf die Pfarrach in 27:57 min. rauf, was einschließlich dem Schuhwechsel eine starke Zeit ist und bis zum Nederjoch dann noch 15:55 min. - so kam Manuel in insgesamt 43:52 min. als 2. ins Ziel, 3. wurde Christian Stern als Läufer in 44:27 min. Die Ergebnisliste und einen schön geschriebenen Bericht gibt's auf www.sv-telfes.at.               Mit Markus Weyrer bin ich dann bei schöner Abendstimmung vor der Siegerehrung noch auf die Nockspitze. Die Siegerehrung auf der Pfarrachalm wurde dann noch vorm Dunkelwerden durchgezogen, so dass ich gerade so beim allerletzten Tageslicht runter gehen konnte. Mit dem Wetter haben wir richtig Glück gehabt, weil's in Innsbruck zum Rennzeitpunkt am späten Nachmittag sehr stark geregnet hat. Ein wirklich lässiges Gipfel-Rennen - danke an die Veranstalter.

22.09.13: Aldranser Alm Rennen: Heute schon wieder ein Rennen - aber es hilft nix, wenn vor meiner Haustüre eines stattfindet, muss ich halt doch dabei sein. Die Radfahrer fahren die Forststraße und die Läufer können den steilen Waldsteig hinauf laufen. Nachdem es mir ja gestern auf den letzten 300 hm gar nicht gut gegangen ist und ich ziemlich schlapp gemacht habe, war ich schon gespannt wie es heute läuft - viel versprochen hab ich mir jedenfalls nicht. Bin wieder gelaufen und heute habe ich sogar die Stecken dabei gehabt. Interessant ist, dass bei diesem Rennen die Radfahrer und Läufer gleichzeitig starten. Bei dem unteren rd. 600 m langen flacheren Stück sind die Radfahrer gleich mal weg. Erst wo wir Läufer von der Radstrecke abzweigen, können wir wieder langsam höhenmetermäßig aufholen.               Bin wieder mal recht langsam weggekommen und nach ca. 200 hm konnte ich den bis dahin führenden Wolfgang Meister überholen. Es ging von da an bei mir nicht so schlecht und es war dann schon spannend, ob ich auch wieder vor dem ersten Radfahrer oben auf der Alm ankomme. Wusste aber, dass dies heute recht schwer werden würde, weil Halbprofi Christian Haas dabei war. Bin dann kurz vorm Ziel, direkt unter der Alm, wo sich die beiden Strecken wieder vereinen, kurz vor Christian oben gewesen. Allerdings hat er mich dann beim letzten ca. 70 m langen flacheren Stück übersprintet und ich hatte da keine Chance. Er fuhr in 23:28 min. ins Ziel und ich brauchte 23:34 min. - die Ergebnisliste gibt's auf www.rc-aldrans.at .              Naja, konnte aber auf gestern hin ganz zufrieden sein, weil ich nur 12 sek. langsamer war als letztes Jahr. Meine Radzeit aus dem Jahre 2010 mit 23:09 min. scheint doch nicht so schlecht gewesen zu sein. Eigentlich ganz lässig, dass ich auf die Aldranser Alm die Rekorde im Radfahren und Laufen noch hab.            Bis zur Siegerehrung war dann noch schön Zeit, um meinem Hausberg, dem Viggarspitzl, einen Besuch abzustatten. Super für den organisierenden RC Aldrans, dass rd. 75 Leute mitgemacht haben und auch Kinder sind echt schnell auf die Alm raufgelaufen - immerhin sind es 570 hm - z. B. Leo Sadjak ist mit 10 Jahren in 36:25 min. rauf und er hat schon zu mir gesagt "in 3 Jahren hab ich dich". Bin schon gespannt, ob ich in 3 Jahren immer noch bei den Rennen dabei bin oder doch einmal gemütlicher werde und 10 Kilo mehr wiege. Aber auf der Alm sind wir jedenfalls heute schon zum gemütlichen Teil übergegangen. 

21.09.13: Brixner Hütte Lauf in Südtirol: Gleich am Anfang vom Pustertal, also nicht weit vom Brenner, findet heuer wieder die Dreihüttenkombi statt. Alle 3 Bergläufe haben als Ziel eine schöne AV-Hütte - nähere Infos unter: http://www.zkgvintl.info/PDF/Schutzhuettenkombi2013.pdf. Diese 3 Bergläufe sind wirklich super organisiert, sie verlaufen auf schönen alpinen Strecken und in Südtirol bin ich ja auch immer sehr gerne. Letztes Jahr konnte ich diesen Lauf gewinnen und ich war gespannt, wie es mir heute ergeht. Die ersten 2 km läuft man flach dem Tal entlang, bevor es ziemlich steil bis zur Fanes Alm rauf geht. Danach wechseln sich die Steigungen bis auf die Brixner Hütte auf 2304 m ständig ab.           Auf dem Flachstück ging's heute noch einigermaßen gut, aber dann bergauf merkte ich gleich, dass meine Oberschenkel ziemlich kraftlos waren. Das Aufholen war gleich ziemlich zäh - hab heute anscheinend nicht meinen besten Tag erwischt - aber wird schon werden! War dann froh, dass es bei der Fanes Alm wieder etwas flacher wurde. Nach ca. der halben Strecke war ich dann endlich beim führenden und einem alten Bekannten, Roland Osele, dran und kurz hinter mir lief immer Michael Nocker, der mir auch letztes Jahr lange auf den Fersen war. Obwohl ich mich heute schon ziemlich schwer tat, übernahm ich dann auch die Führung und eigentlich war bis dahin der Rennverlauf wie sonst auch. Doch bald darauf gab Roland und Michael wieder Gas und ich konnte ihnen nix entgegen setzen. So steil war ja hier die Laufstrecke nicht, aber trotzdem musste ich immer wieder zum Gehschritt wechseln - einfach keine Kraft. Heute musste ich echt richtig kämpfen und von hinten kamen sie dann auch immer näher, so dass mich kurz vorm Ziel Martin Stofner noch überholt hat. Gewonnen hat Roland in 48:17 min., 2 wurde Micheal in 48:35 min., 3. Martin in 49:04 min., 4. ich in 49:10 min. und 5. Oswald Wenin in 49:20 min. - Ergebnisse gibt's auf www.zkgvintl.info .               War dann schon ein bissl enttäuscht, weil ich ja von mir so einen Einbruch nach ca. 2/3 der Strecke gar nicht kenne und war ja heute somit 1 min. und 42 sek. langsamer als letzes Jahr. Naja, habe ja heuer im Winter und Frühjahr schon sehr viele anstrengende Skitouren gemacht und hab dann, ohne mal küzer zu treten, gleich mal mit den Sommertouren begonnen. Wahrscheinlich waren dann vor allem die Gewalttouren heuer nicht gerade förderlich für die Rennen - ein bissl Erholung wäre für mich wahrscheinlich echt das Beste.                Nach der Stärkung am sehr reichlichen Kuchenbuffet war dann vor der Siegerehrung noch schön Zeit für einen Dreitausender (die Erholung wird mal wieder aufgeschoben). Wollte eigentlich zuerst auf die Wilde Kreuzspitze, aber hier ging's teils nordseitig hinauf und es lag da ab 2800 m schon Schnee, so bin ich dann, wie viele andere auch, so wie letztes Jahr auf die 3035 m hohe Wurmaulspitze. Wieder auf der Hütte war's dann draußen schön gemütlich und wir haben alle den schönen warmen Sonnentag genossen. 

15.09.13: Asitzgipfelberglauf in Leogang: Dieser schöne abwechslungsreiche und teils steile Berglauf fand heuer zum ersten mal als WMRA-Grand-Prix-Lauf statt. Die Tourismusregion Leogang hat anscheinend einiges für den Berglauf übrig, so dass sie etwas Geld locker gemacht hat, um einige der weltbesten Bergläufer einzuladen. In der tourismusarmen Zeit im Herbst wird somit etwas Werbung für die Region gemacht. Man wollte auch ein paar gute nationale Bergläufer dabei haben und so kam ich auch zu der Ehre eingeladen zu werden. Diesen Berglauf mit ca. 1130 hm auf 8 km Streckenlänge hab ich ja in guter Erinnerung, da ich dort vor 3 Jahren 4. bei den österreichischen Meisterschaften wurde, obwohl ich am Tag davor ein sehr schweres Rennen hatte. Eigentlich habe ich ja die letzten Wochen gemerkt, dass es sich ohne Rennen auch ganz gut leben lässt, aber irgendwie wollte ich wieder mal wissen, wie ich berglaufmäßig beeinander bin. Bin heute mit Alex Rieder hingefahren und es war auch schön wieder alte Bekannte zu treffen.                             Besonders viel gibt's vom Rennen selber nicht zu erzählen - bin wie immer recht langsam weggekommen, aber nach ca. 10 min. ging's dann besser und es lief eigentlich wie von selber. Konnte nach und nach einige Läufer überholen und letztendlich langte es für den 11. Platz in einer Zeit von 52:17 min. Gewonnen hat der momentane Überflieger Pedro Mamo aus Eritrea in der Wahnsinnszeit von 46:01 min. Er wäre sicher noch schneller gewesen, wenn er gestern nicht den Jungfrau-Marathon gemacht hätte, wo er immerhin 2. geworden ist (hat am Schluss Probleme bekommen und ist noch eingeholt worden). Ist schon verrückt - über Nacht ist er von der Schweiz hier her gefahren worden und hat heute wieder gewonnen, obwohl die anderen beiden Läufer aus Eritrea, die 2. und 3. wurden, auch keine Nasenbohrer sind. Der erste Weiße war David Schneider aus der Schweiz in ebenfalls saustarken 47:13 min.          Bester Österreicher wurde erwartungsgemäß Simon Lechleitner in 50:17 min. als Gesamtsiebter, 2. Österreicher wurde Alex Rieder in 50:39 min. als Gesamtneunter und 3. Österreicher ich. Die Ergebnisliste gibt's unter:  http://www.saalfelden-leogang.com/de/events/top-events/2013/wmra-grand-prix-iaaf-permit5-asitzgipfelberglauf-2013-2-mtb-hillclimb/                    Zeitgleich fand auch das Mountainbikerennen auf den Asitzgipfel statt - hier haben sich alte Bekannte einen harten Kampf geliefert und am Schluss hatte Hans-Peter Obwaller knapp die Nase vor Martin Schieder. War wieder ganz schön Rennenluft zu schnuppern und nach dem Lauf lustig zusammenzusitzen und fachzusimpeln.

24.08.13: Karwendelmarsch: Vor 2 Jahren, wo ich ja noch möglichst viel mit dem Rad unterwegs war und im Anflug von Selbstüberschätzung den Karwendelmarsch versuchte, bekam ich ja arge muskuläre Probleme und eine Entzündung am Knieaußenband und musste aufgeben. Danach habe ich ja gesagt "nie mehr wieder". Heuer bin ich viel mehr zu Fuß unterwegs und es ging mir auch bei meinen recht langen Touren körperlich immer ganz gut und nach meinem Glungi-Testlauf vor ein paar Tagen, hab ich mir dann gedacht "eigentlich sollte man ja niemals nie sagen". Die, nach der Wiederbelebung, bisherigen Karwendelmärsche waren ja nicht gerade mit gutem Wetter gesegnet. Heuer bei der 5. Auflage wurde endlich auch schönes Wetter vorhergesagt. Das war dann eigentlich auch das Ausschlaggebende mich heute nachzumelden.                 Der Glungezer-Berglauf und der Karwendelmarsch haben ziemlich die gleichen Höhenmeter (ca. 2100 hm) - der feine Unterschied ist nur, dass beim Glungezer diese auf ca. 15 km und beim Karwendelmarsch auf verdammt lange 52,3 km aufgeteilt sind und es hier auch 2100 hm bergab geht. Und so war es für mich schon sehr spannend, wie es mir heute ergeht.                Start war ja schon um 6:00 Uhr und damit die Nacht recht kurz. Sage und schreibe 1800 Sportler machten sich heuer bei optimalen äußeren Bedingungen auf den Weg.                     Die ersten 14 km ins Karwendeltal hinein sind dann ohne nennenswerte Steigung und da war ich nicht besonders schnell. Wollte mich auch ein bissl für die noch kommenden An- und Abstiege schonen und bin vielleicht echt zu zaghaft angegangen. Bergauf hab ich dann zwar immer etwas aufholen können. Bergab lief ich dann zwar gar nicht so schlecht, aber gegenüber der Spitze hab ich da auch wieder verloren. So war mir dann unterwegs schon klar, dass ich das, was ich auf den ersten 14 Kilometern eingebüßt hatte, eigentlich nicht mehr aufholen konnte. Lief somit komplett mein eigenes Rennen und schaute immer, dass ich möglichst locker bleibe, um auch auf den finalen leicht fallenden 9 km von Gramei bis Pertisau noch eingermaßen gut laufen zu können. In der Eng war ich in 3:07 h und danach, wo's dann auf den Binssattel hinauf geht, holte ich zwar noch 3 Läufer ein, aber danach war vor mir niemand mehr zu sehen. Die letzten 9 km sind dann für die Oberschenkelmuskeln nicht besonders angenehm, aber ich war sehr zufrieden, dass ich auch hier noch recht gut laufen konnte. Schlussendlich wurde es der 11. Platz mit einer Zeit von 4:49:33 min. (war heuer ziemlich gut besetzt, immerhin wäre ich letztes Jahr mit dieser Zeit sogar 3. geworden). Gewonnen hat, für mich schon etwas überraschend, der Salzburger Markus Stock in saustarken 4:26:53 min. vor dem Streckenrekordhalter Thomas Bosnjak. Die Ergebnisliste gibt's auf: http://www.pentek-timing.at/results/2013/12066-01.pdf  bzw. auf  http://karwendelmarsch.info .             Kann schon zufrieden sein mit meiner Leistung - hätte mir jemand vor ein paar Wochen gesagt, dass ich 52 km voll durchlaufen kann, dann hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Der Karwendelmarsch ist ja ein ziemlich flacher Trailrun - gute Chancen hier vorne dabei zu sein, hat ein guter (geländegängiger) Marathonläufer. Für mich eine schöne Erfahrung, mal so einen Trailrun rennenmäßig gemacht zu haben - aber oft werde ich mir das nicht antun. Jetzt bin ich gespannt, was morgen meine Haxen dazu sagen. Die Veranstaltung war wieder super organisiert und Gott sei Dank hat für die sage und schreibe 300 freiwilligen Helfer (ein großes Danke) heuer auch das Wetter mitgespielt.

04.08.13: Glungezer Berglauf: War heute wieder Berglauf vom Feinsten - 2120 hm verteilt auf ca. 15,5 km ohne Bergabpassagen und das Ziel auf einem Gipfel. Gestern war ich mit Michi und Andi im Haller Schwimmbad und als ich von dort hinauf zum Glungezer schaute, wurde es mir schon ein bissl mulmig - puh, bei der Hitze muss ich morgen da hinauf laufen - das sind ja schöne Aussichten. Habe es gestern echt geschafft, trotz des Taumwetters, mich sportlich nicht zu betätigen und so fühlte ich mich heute eigentlich ganz gut.                    Am Start bei der Karlskirche waren dann so 50 Läufer anwesend - naja nicht besonders viel, vor 2 Jahren bei der ersten Ausgabe waren es noch 100 und letztes Jahr rd. 70 Teilnehmer. Leider schaffen wir es nicht, Läufer anzulocken, die den Lauf eher als Erlebnisberglauf und nicht als Rennen sehen. Man sieht's ja an der Ergebnisliste, alle sind unter 3 Stunden geblieben. Nimmt man dagegen den Zugspitzberglauf, der heuer wegen der etwas verkürzten Strecke knappe 1900 hm (bei ungefähr gleicher Streckenlänge) aufgewiesen hat und bei dem heuer fast 1000 Läufer teilgenommen haben - hier brauchte mehr als die Hälfte über 3 Stunden. Ich weiß es ja von Bekannten, die schauen sich vom Glungezer Berglauf die früheren Ergebnislisten an und wenn sie sehen, dass keine langsamen Läufer dabei sind, dann machen sie lieber nicht mit, weil sie befürchten letzter zu werden. Dann kommt natürlich noch dazu, dass der Name Glungezer mit der Zugspitze oder dem Großglockner nicht mithalten kann. Viele beim Zugspitzberglauf machen halt auch mit, um daheim was vorweisen zu können - schaut, ich bin auf den höchsten Berg Deutschlands raufgelaufen.                Koni Gatt und der Sportverein Tulfes haben heute die Veranstaltung wieder reibungslos abgewickelt - alles ist perfekt über die Bühne gegangen. Tulfes ist halt noch eine richtige Berggemeinde, die fest zusammenhält. Wenn's von Tulfes nach Innsbruck ins Büro nicht so weit mit dem Radl wäre (unangenehm vor allem im Winter), würde ich ja glatt nach Tufles ziehen.                     Heute waren meine größten Konkurrenten zwei alte Bekannte, nämlich der Allgäuer Michael Barz, der heurige Zugspitzlaufsieger und der gebürtige Schotte Andrew Syme, der Pächter der Osterfelder-Bergstation in Garmisch, den ich erst vergangenen Mittwoch besucht hatte. Nach meinem Ruhetag gestern war ich am Anfang gar nicht so langsam, so dass ich bald die Führung übernahm. Am meisten Angst hatte ich aber vor der Hitze und es wurde auch wirklich eine wahre "Hitzeschlacht". Bei einem hohen Flüssigkeitsverlust ist man ja besonders krampfanfällig und wenn die Muskeln zu zucken beginnen, hört der Spaß schnell auf und man verliert viel Zeit. Besonders heiß war es in der unteren Hälfte  im Bereich der Stifsalmen und bei dem steilen Wiesenstück unterhalb der Kneisslhütte, weil dort die Sonne schon seit Tagesbeginn voll reinscheint. Nach Halsmarter auf der Skipiste konnte man einiges im Schatten laufen und oberhalb Tulfein über 2050 m war es dann höhenbedingt nicht mehr so heiß.                       Bald nach dem Start konnte ich meine Führung langsam ausbauen und in Halsmarter auf ca. 1560 m lief ich in 52:19 min. mit ca. 2,5 min. Vorsprung durch. Ich achtete sehr auf's Trinken (was auch immer etwas Zeit gekostet hat) und so kam ich auch über die steile Skipiste ganz gut drüber. Bei der Schaferhütte auf ca. 2250 m hatte ich dann schon einen recht großen Vorsprung, trotzdem machte ich mir selber Druck, weil ich auch wieder eine gute Zeit hinaufbringen wollte. Vom Start bis zum Ziel konnte ich alles durchlaufen und war dann in 1:42:44 h im Ziel. Natürlich habe ich mich gefreut wieder am Glungezer zu gewinnen, aber ehrlich gesagt war ich auch ein bissl enttäuscht, dass ich 3 min. langsamer war als letztes Jahr. 2. wurde Michael Barz in 1:47:58 h und 3. Andrew Syme in 1:49:13 h. Als ich aber sah, dass die anderen gegenüber den letzten Jahren eigentlich noch langsamer waren, muss uns anscheinend die Hitze doch ganz schön zu schaffen gemacht haben - bei so einem langen Lauf macht sich das dann besonders bemerkbar. Die Ergebnisliste gibt's unter www.svtulfes.at .                 Ich glaube, es war für alle Teilnehmer wieder ein schönes Erlebnis nach der Anstrengung oben am Glungezer zu stehen. Dass ich Michael und Andrew so deutlich distanzieren kann, hätte ich ja nie gedacht - vielleicht sollte ich öfters mal einen Ruhetag einlegen - aber sicherlich liegt mir dieser lange Lauf auch besonders gut. Das angekündigte heftige Gewitter kam dann pünktlich um 14:30 Uhr als (fast) alle schon auf der Mittelstation Halmarter waren, wo ja dann die Siegerehrung stattfand. Wie ich diese Zeilen schreibe, hockt sicher der harte Kern vom SV Tulfes noch oben lustig zusammen. Ich fuhr aber mit der letzten Bahn um 17:30 Uhr nach unten, weil ich die Kinder nicht so lange allein lassen wollte, weil ja Rikki wieder mal als Organistin bei einer Abendmesse tätig war. Wieder mal ein besonders schöner Sommertag in Tulfes.

27.07.13: Hühnerspiel Vertical in Gossensass: Nachdem ich mich nach meiner Gewaltrunde von vorgestern schon wieder ganz gut gefühlt habe, dachte ich, dass ich doch beim 1000-Höhenmeter Rennen in Gossensass mitmachen könnte. In Südtirol sind diese sog. Verticals mit genau 1000 sehr steilen Höhenmetern, wo man mit Stöcken rennt, sehr beliebt. Bisher hat sich in Nordtirol (oder auch in Österreich) noch keiner ein solches Rennen getraut auszuführen - vielleicht würde sowas bei uns auch ganz gut ankommen. Es gibt ja viele Langläufer und Skitourengeher bzw. -Rennläufer und im Sommer mit Stecken unterwegs zu sein, wäre für die Wintersaison ein gutes Armtraining. Weil ich ja immer vorher mit dem Radl fahre, habe ich nie Stecken dabei, aber an sich benütze ich die schon ganz gerne, weil man sich ja doch etwas leichter tut, wenn's steil bergauf geht.                   Start war heute um 17:00 Uhr und die Strecke geht westseitig Richtung Hühnerspiel hinauf - mit einem Wort es war sauheiß. Beim Start heute besonders langsam und da hab's ich bereut hier mitzumachen - gestern in der Früh um 5:30 Uhr von der Tour heimgekommen und heute schon wieder hier dabei. Das Überholen war wegen dem schmalen Steig und weil ja jeder mit seinen Stecken recht viel Platz braucht sehr schwierig. Irgendwie kam ich dann doch weiter nach vorne und bei der halben Strecke war ich dann an 4. Stelle. An Roberto DeSimone kam ich zwar noch näher heran, aber letztendlich liefen wir folgendermaßen ins Ziel: 1. Manfred Reichegger (Weltcupsieger im Skibergsteigen in der Saison 2010/2011) in 36:41 min., 2. der junge David Thöni in 37:31 min., 3. Roberto in 39:02 min. und 4. ich in 39:20 min. - die Ergebnisliste gibt's unter www.sv-gossensass.org. Philip Götsch steckte im Stau und kam zu spät zum Start. Die Zeiten sind für solche Verticals nicht besonders schnell - aber die Hitze wird schon was ausgemacht haben und die meisten Höhenmesser haben so 20 Höhenmeter mehr gemessen - vielleicht ist die Strecke echt etwas länger. Ich selber kann aufgrund der "Vorbelastung" auch zufrieden sein und in Südtirol bin ich ja auch immer ganz gerne.

21.07.13: Berglauf Stettiner Hütte: Gestern hab ich mich nach dem kurzen aber harten Radbergrennen und nach der Bergtour ziemlich müde gefühlt, doch heute in der Früh ging's dann wieder einigermaßen - hm, sollte ich doch nach Südtirol ins Pfelderstal fahren. Ein super Berglauf ist es schon und nebenbei kann man noch auf die Hohe Wilde gehen - allerdings bin ich erst wieder so um 18:00 Uhr daheim. Bin also dann doch hingefahren und mir war klar, dass ich famlienmäßig dabei was nachzuholen habe.               Es sind zwar "nur" 102 km, aber über den sehr kurvenreichen Jaufenpass zieht sich die Anfahrt (1:45 h). Die besonders schöne und alpine Laufstrecke von Pfelders (1620 m) auf die Stettiner Hütte (2875 m - höhere Berglaufziele gibt's im Alpenraum kaum), das umfangreiche Starterpaket und die schönen Preise haben heute sage und schreibe über 300 Teilnehmer angelockt. Eigentlich kann man die Stecke in 2 Abschnitte einteilen - die ersten 4 km sind meist ziemlich flach und dann geht es auf dem alten Steinplattenweg in unterschiedlichen Steigungen nach oben - hier die Ausschreibung und das Streckenfoto.              Ich hatte am Anfang ziemlich schwere Beinchen und auf der Flachstrecke hat's ziemlich lange gedauert bis ich einigermaßen in Schwung kam. Bevor es richtig bergauf ging war ich so an 15. Stelle und Hannes Rungger schon lange außer Sichtweite. Nach weiteren ca. 8 min. hab ich mich dann auf den 5. Platz hinter Hannes, Kuhar Nejc (im Skitourenweltcup ziemlich vorne dabei), Jochen Strobl und Henry Hofer vorgekämpft. Nejc, Jochen und Henry waren immer so 20 m vor mir und ich kam nicht näher heran. Nejc konnte dann bald einen kleinen Abstand herauslaufen und ich kam dann doch langsam etwas näher an Jochen und Henry heran. Nach ca. 45 min. Laufzeit war ich dann doch hinter Jochen und Henry und konnte sie auch langsam überholen. Kurze Zeit dachte ich, dass ich vielleicht Nejc auch noch einholen könnte, aber dafür hat es nicht gereicht. Allerdings ist der Abstand zu Hannes Rungger ganz schön geschmolzen. Schlussendlich liefen wir folgendermaßen durch's Ziel: 1. Hannes in 1:04:50 min., 2. Nejc in 1:05:42 min., 3. ich in 1:06:36 min., 4. Jochen in 1:07:06 min. und 5. Henry in 1:07:59 min. - die Ergebnisliste gibt's auf www.passeiertal.it/de/salewacup .               Bin mit meiner Leistung sehr zufrieden - heuer waren einige Schneefelder zu überlaufen und trotzdem war ich genau 1 Minute schneller als letztes Jahr. Letztes Jahr hatte ich am Tag davor einen Berglauf und heuer ein Radlrennen - also "vorbelastet" war ich beide male. Nach dem Lauf ging's dann noch auf die Hohe Wilde auf 3482 m, wo heuer am Gipfel schöne Sicht war. Die Siegerehrung auf der Stettiner Hütte hat sich dann ganz schön gezogen und dann muss man die gesamte Strecke zu Fuß wieder runter - was auch noch ziemlich anstrengend ist. Trotzdem machen hier über 300 Läufer mit - das wäre bei uns unvollstellbar. War heute wieder ein lässiger Berglauf inklusive einem schönen Gipfel im geliebten Südtirol.

20.07.13: Hinterhorn-Challenge: Da dieser Klassiker eigentlich heuer vom bisherigen Veranstallter aus Zeitmangel nicht durchgeführt werden sollte, haben Marco Mattlschweiger und Tom Scheiring auf Anregung von Christoph Kluge das Rennen kurzfristig auf die Beine gestellt. Zwar unkonventionell und locker-lässig, aber gerade so wie ich es mag. Startnummern gab's keine, so stellte Marco auch noch die geistigen Fähigkeiten der Fahrer auf die Probe, da jeder im Ziel seine Nummer Marco zurufen musste. Habe manche beim Überholen gehört, die immer brav ihre Startnummer vor sich her gemurmelt haben, um sie nicht zu vergessen - das hat wahrscheinlich dann doch ein paar Sekunden gekostet.             Ich bin von daheim mit dem Radl über Tulfes, Volders, Wattens, Fritzens nach Gnadenwald. Ca. 30 Radfahrer haben sich eingefunden und ein bissl gestaunt hab ich schon als sogar HPO anwesend war, der ja wegen diesem improvisierten Rennchen recht weit hergefahren ist. Am Start war ich wie immer nicht der schnellste, aber mit der Zeit ging's dann einigermaßen. 1 km vorm Ziel konnte ich dann den 4. platzierten Christoph Kluge überholen. Leider verließen mich auf der langen Schlussgeraden ein bissl die Kräfte und so fuhren wir folgendermaßen durchs Ziel: 1. HP Obwaller in 23:39 min., 2. Andi Traxl in 23:44 min., 3. Erich Schafferer in 24:44 min. (sogar persönliche Bestzeit und das mit fast 50 Jahren), 4. Christoph Kluge in 24:48 min., 5. ich in 25:01 min., 6. Andreas Rudigier in 25:12 min., 7. Martin Fritz in 25:38 min. und 8. Emanuel Nössig in 25:44 min. - die gesamten Ergebnisse gibt's auf www.bikearea.at .               Naja, bin schon einigermaßen zufrieden, aber immerhin bin ich schon 3 mal eine 23er Zeit gefahren und war schon über 1,5 min. schneller. War aber eine richtig schöne, fast schon familäre, Veranstaltung mit vielen alten Bekannten. Bin dann noch gemütlich auf den Hundskopf gestiegen und anschließend noch auf der Alm hocken geblieben. War somit eine richtig lässige Rennradrennen-Bergtour. Walter Andre hat mal wieder super Fotos gemacht: http://www.sportfotos-andre.at/fotos/main.php  

07.07.13: Pfarrachalmrennen: Dieses Mountainbikerennen gibt's ja schon sehr lange. Hier hatte ich 2003 auch meinen ersten Mountainbike-Tagessieg, wo ich den damaligen Dominator Erich Schafferer am Schluss noch überholen konnte. Inzwischen hab ich auf die Pfarrach 5 mal gewonnen und es ist eines meiner Lieblingsrennen. Der Startpunkt hat sich ein paar mal geändert: Ganz früher wurde neutralisiert gestartet und die Zeit dann ab dem Schotterweg genommen. Dann wurde 2 mal von ganz unten vom Gasthaus Kirchbrücke und seit 2009 wird im Bereich vom Sport Resch in Dorfmitte gestartet.                   Nach der gestrigen Nordwandabfahrt wollte ich eigentlich den heutigen Sonntag ruhig angehen lassen und den Tag genießen. Das ist aber für mich nicht so einfach und so bin i doch kurzentschlossen mit dem Radl über die Euro-Brücke ins Stubai gefahren. Bei der Fahrt dorthin ist mir immer wieder das Laktat in die Beinchen - das ist natürlich nicht gerade ein Zeichen von Ausgeruhtsein. Entsprechend langsam bin ich gestartet und heute war ich zu Beginn echt fast letzter. Das Überholen war auf dem schottrigen Weg gar nicht so einfach, aber so nach und nach bin ich dann immer weiter nach vorne gekommen. Manuel Natale hab ich nie zu Gesicht bekommen, aber Daniel Rubisoier und Erich Schafferer, die an 2. und 3. Stelle lagen, sah ich nach 2/3 der Strecke vorne fahren. Ich hatte einen ganz guten Tritt und so konnte ich tatsächlich noch Erich so 4 min. vorm Ziel ein- und überholen. Manuel gewann mit ca. 30:20 min. und fuhr damit fast so schnell, wie ich in meiner besten Zeit (29:49 min.), wo ich 2009 am Schluss HPO ganz schön unter Druck setzte. 2. wurde Daniel in 32:23 min., 3. ich in 32:40 min. und 4. Erich in 32:52 min. - Ergebnisse gibt's auf http://www.sport-resch.com/rc-resch/mtb-pfarrachrennen/  -  super, hier gibt's auch Ergebnisse von den meisten Pfarrachalmrennen (die von 2007 fehlt, wo ich auch gewinnen konnte).                  Obwohl ich 2 min. langsamer war als 2010 und 2011, bin ich eigentlich heute ganz zufrieden - vielleicht sollte ich doch wieder mehr Radlfahren. Vor der Siegerehrung sind Manuel und ich auf die Nockspitze zum Edelweisschauen und nach der Siegerehrung ging's über die Kreitheralm und Gärberbach nach Hause - so hab ich das Rennen mit einem Gipfel und einer MTB-Runde verbinden können. Bei der Heimfahrt war ich ein bissl vom Pech verfolgt: Zuerst ist mir eine Kontaktlinse aus dem Auge (hab sie aber noch gerettet), dann wurde ich von irgendwas in die Zunge gestochen und zu guter letzt so 1 km vorm Haus hatte ich noch einen Patschen.

01.07.13: Krone Kitzhorn Challange: Dieses Jedermannrennen auf das Kitzbüheler Horn wird ja seit einigen Jahren deshalb veranstaltet, um möglichst viele Zuschauer auf's Alpenhaus am Kitzbüheler Horn, dem Ziel der seit vielen Jahren 2. Etappe der Österreich-Rundfahrt hinauf zu locken. Es wird einem eigentlich schon viel geboten, kein Startgeld, ein 10,- Euro Essensgutschein, eine Chipzeitnehmung, ein Trikot, das man zum Rennen tragen muss, gute Stimmung, viele Bekannte und natürlich ist man dann bei der Bergankunft der Profis live dabei.  Die 900 Starterplätze sind innerhalb weniger Tage vergeben. Ich war mal wieder zu spät dran, bin aber dann doch über die Warteliste reingekommen. Bin ja nun heute schon zum 3. mal dort dabei gewesen und auch heute war ein Traumwetter.                  Eigentlich interessiert mich das Radfahren nicht mehr so besonders, vor allem die Skandale und das "Outing" der Exprofis haben meine Motivation sehr gedämpft. Bin heute ganz "brav" gefahren und war mit 34:50 min. glatt 1 Sekunde schneller als letztes Jahr und belegte heute den 9. Platz - Ergebnisse unter: http://www.kitzhornchallenge.at/kitzbuehel/de/live-event.php . So schnell wie früher bin ich nimmer, aber mit den 2 Rennen am Freitag und gestern, kann ich heute schon zufrieden sein. Gewonnen hat heute das Jedermannrennen Martin Schieder, mit dem ich mich heuer bei den Skitourenrennen 3 mal abgekämpft habe (1 mal hatte er und 2 mal ich die Nase vorn).                    Das Rennen der Profis konnte man dann oben nicht so gut verfolgen wie früher, da keine Leinwand aufgebaut war. Dies ist offensichtlich deshalb nicht möglich, da die Österreich Rundfahrt nicht mehr live im Fernsehen übertragen wird - wo soll man schließlich die Livebilder hernehmen. Die ersten 3 Plätze belegten dann Fahrer vom Team Astana. Naja, bei einem Team, wo immer noch Oberdoper Alexander Winokurov das Sagen hat, kann sich jeder selber denken was er will.                Ob im Spitzensport ehrlicher Sport betrieben wird, ist ja eh zweitrangig, hauptsächlich die Werbung und das Geld stimmt. Nimmt man z. B. die Tour de France her: Diese wird fast auf der ganzen Welt im Fernsehen übertragen und für das Tourismusland Korsika gibt es keine bessere Werbung. Millionen von Zuschauer sehen die schönen Bilder von dieser traumhaften Mittelmeerinsel und viele schmieden dabei schon Urlaubspläne. Die Tirol-Werbung will ja auch wieder unbedingt eine Giro-Etappe und sogar als neue Idee eine Rad-WM holen.                    Allerdings, ob die Österreich-Rundfahrt eine Zukunft hat, ist sehr fraglich. Heuer stand sie ja finanziell sehr auf der Kippe und weil sie ja immer zeitgleich mit der TdF stattfindet, ist das Interesse eher gering und im Ausland wird sie ja im Fernsehen auch kaum gezeigt. Was bringen dann die Werbefahrzeuge und unsere schönen Landschaftsbilder, wenn's niemand sieht?                   Der Sport hat für Länder, Firmen und einzelne Menschen ein sehr großes wirtschaftliches Potential und ist deshalb hauptsächlich nur Mittel zum Zweck. Wer gewinnt und ob dieser ehrlich unterwegs ist, ist einerlei, Hauptsache es ist eine spektakuläre und spannende Geschichte, die man gut in den Medien verkaufen kann. Z. B. viele, vor allem arme Länder, werden sich sehr wohl hüten ernsthafte Dopingkontrollen einzuführen, da es ja schließlich die beste Werbung für ihr Land ist, wenn ihre Athleten ganz vorne dabei sind - außerdem wird dadurch auch das eigene Volk bestens unterhalten. Eigentlich es es nicht besser als im alten Rom - "Brot und Spiele" - dem Volk muss was geboten werden.                          Nutznieser von allem sind natürlich auch die Spitzensportler, die so zu Helden und Idolen gemacht werden. Fast jeder Junge (und auch viele Mädchen) träumen von einer Sportkarriere. So lange die Sportler ein so großes Ansehen genießen und eine Sportkarriere so erstrebenswert ist und man dabei viel Geld verdienen kann, wird es unlauteren Sportwettbewerb geben.

30.06.13: Osterfelder Berglauf in Garmisch: Einer der schönsten Bergläufe überhaupt (fast so schön wie der Glungezer-Berglauf: www.svtulfes.at ). Zuerst wollte ich ja nicht hinfahren - heute in der Früh dann hin und her überlegt und doch schnell die Sachen gepackt. Es geht von Grainau bei Garmisch auf knappen 12 Kilometern mit einigen Flach- und leichten Bergabstücken1300 hm hinauf zum Osterfelderkopf auf 2050 m. Der Lauf ist sehr abwechslungsreich - mal flach, mal steil, mal Forststraße, mal Steig und im Wetterstein unter der Alpspitze in einer herrlichen Gegend. Irgendwie liegt mir der Lauf nicht so schlecht, da ich ihn sogar die letzten 2 Jahre gewinnen konnte. Wegen der Länge braucht man auch eine gute Einteilung. Wolfgang Plümpe und sein Team hat nun schon die 33. Ausgabe organisiert und fast 200 Teilnehmer angelockt. Auch in Garmisch kam schon in der Früh meist die Sonne raus, so wurde dann auch perfektes Laufwetter geboten.                    Heute war ich beim Start gar nicht so müde und hatte die moderat weglaufende Spitze immer schön in Sichtweite. Nach ca. 20 min. war ich dann an 2. Stelle so 20 m hinter Korbinian Schönberger. Es ging dann eine Zeitlang mit diesem Abstand so dahin bis oben wieder einige Flachstücke kommen. Hier hat Korbi dann immer etwas den Abstand vergrößern können. Natürlich dachte ich an das letzte Jahr, als Korbinian bei diesem Lauf schon weit voraus war und er am Schluss Schwierigkeiten bekam und ich ihn dann auf den letzten 50 hm noch überholte. Doch heute tat er mir den "Gefallen" nicht. Ich dachte eh schon an des morgige Radrennen (Krone Challange auf's Kitzbühler Horn) und der Abstand war eh schon zu groß, so lief ich so locker es ging als 2. mit 1:06:13 h bis ins Ziel. Korbi hat mit 1:05:09 h die schnellste Siegerzeit seit vielen Jahren geschafft. Ich habe nach 1:06:50 h und 1:06:43 h in den letzten beiden Jahren heute wieder eine gute 1:06er Zeit erreicht und konnte auch zufrieden sein - www.osterfelder-berglauf.de .              Auf die Alpspitze bin ich heute dann anschließend nicht gegangen, weil mir dort hinauf noch zu viel Schnee lag und so bin ich gemütlich ein paar kleine Grate und Rücken abgekraxelt. Nach der Siegerehrung ging's mit der Bahn runter und um 15:45 Uhr war ich daheim und so war noch schön Zeit, um mit Andi der Familie Kofler vom Viller Erdbeerland noch einen Besuch abzustatten - www.erdbeerfeld-vill.at . Muss schon sagen, heuer sind wieder mal in Vill die Erdbeeren besonders gut und so viele hat es auch schon lange nicht mehr gegeben.

28.06.13: Roter Aar in Sistrans: Inzwischen schon die 19. Ausgabe und ein absoluter Klassiker unter den Berg-Teamwettbewerben. Seit heuer mit einigen Veränderungen und zwar Durchführung an einem Freitag Abend (hat leider von der Beteiligung her nix gebracht) und Läufer und Radfahrer vom selben Ort startend, wobei die Läufer direkt den alten und teils sehr steilen Almsteig rauflaufen. Somit haben beide 630 hm zu überwinden, wobei die Radfahrer diese Höhenmeter auf ca. 4,8 km und die Läufer auf ca. 3,3 km verteilt haben. Für mich war da natürlich schon interessant, wer hier die schnellere Zeiten schafft. Wenn man z. B. das Aldranser Alm Rennen heranzieht, wo ich mal als Radfahrer auf dem Forstweg mit der bisherigen Bestzeit von 23:15 min. und als Läufer den überwiegend sausteilen direkten Weg ebenfalls in Bestzeit von 23:20 min. rauf bin. Wie auch andere Beispiele zeigen, überwindet ein Top-Radfahrer und ein Top-Läufer auf jeweils optimal-steilen Strecken die Höhenmeter in etwa gleich schnell. Die optimale Steigung für Radfahrer beträgt m. E. so 12 % und die für Bergläufer so ca. 20 % bis 25 % (mit Steckenunterstützung kann man, vor allem wenn's noch steiler ist, noch schnellere Höhenmeter-Schnitte erreichen). Heute der Rote Aar bietet somit für beide die optimalen Steigungsraten und daher ist das Rennen auch so interessant.                    Manuel Natale, momentan in Topform, fuhr heute 24:25 min. auf die Sistranser Alm und ich lief 24:34 min. rauf. Der Höhenmeter-Schnitt von Manuel ist somit 3 min. und 52 sek und meiner 3 min. und 53,3 sek. - also passt das ganz gut überein und somit kann ich eigentlich zufrieden sein. Allerdings hat heute Philipp Brugger eine Wahnsinnszeit von 23:17 min. (Höhenmeterschnitt von 3 min. und 42 sek.) hingelegt. Philipp ist schnell gestartet und ich bin natürlich ziemlich langsam weggekommen. Nach ca. 5 min. war dann der Abstand so 20 sek. und ich dachte eigentlich, dass ich ihn bald eingeholt habe. Als der Abstand nach ca. 15 bis 17 min., wo ich gerade Florian Zeisler überholte, immer noch so 20 sek. war, kamen mir dann doch schon Zweifel, ob ich das Rennen gewinnen kann. Diese Zweifel wurden dann nach ein paar weiteren Minuten zur Gewissheit, als Philipp auf den letzten ca. 200 hm so richtig Gas gab und mich ganz schön stehen gelassen hat und hier zu den 20 Sekunden fast noch eine zusätzliche Minute herausgelaufen ist. Wenn man bedenkt, dass ich ja schon gegenüber Florian beim Schlussstück so 40 sek. gutgemacht habe und eigentlich hier auch nicht so langsam unterwegs war, so ist die Geschwindigkeit von Philipp auf diesen letzten 200 hm umso gewaltiger. Vielleicht ist ja Philipp jetzt so gut geworden, weil ich mit ihm ja heuer im Frühjahr so schöne knackige Skitouren gemacht habe.                      Bin zwar momentan, wie die anderen Jahre auch, nach der Winter- u. Frühjahrssaison ziemlich müde, aber ich glaube, recht viel schneller wäre ich auch früher nicht nach oben gekommen (sicher ist die Strecke für mich als Langsamstarter etwas kurz). Trotzdem wird's eigentlich Zeit, dass ich mit den Rennen langsam aufhöre. Heute war ich jedenfalls  im Büro und beim anschließenden Heckenschneiden im Garten nicht gerade gut aufgelegt, da ich immer wieder mit Unmut an das heutige Abendrennen dachte. Vielleicht lag's auch daran, dass ich schon geahnt habe, dass mein Radfahrer heute nicht ins Ziel kommt (Platten) und wir aus der Wertung fallen - Ergebnisse unter: www.sv-sistrans.at .

23.06.13: Mountainrun Seefeld: Martin Mausser hat jetzt diesen Lauf schon zum 8. mal organisiert und er macht das wie immer perfekt. Um bei uns in Tirol viele Teilnehmer anzulocken, muss man schon einiges bieten. Beim Mountainrun gibt's Kinderläufe, eine kürzere Jedermannstrecke, eine Staffelvariante, natürlich die Hauptstrecke, ein frei wählbares Läuferessen im Bergrestaurant Rosshütte und den Bahntransport nicht nur für die Läufer, sondern auch für eine Begleitperson. Auch ist es ein steiler alpiner Berglauf mit dem besonders schönen Schlussabschnitt vom Seefelder Joch bis zur Seefelder Spitze. Immerhin haben mit den Kindern ca. 200 Läufer mitgemacht und das ist für tiroler Verhältnisse schon ziemlich viel. Seit letztem Jahr wird nicht mehr vom Ortszentrum aus, sondern von der Talstation der Bergbahn gestartet, was sicher für alle (Organisation und Läufer) logistisch einfacher ist - so ist beim Hauptlauf eine Höhenunterschied von genau 1000 hm zu überwinden.                                 Nach dem ich ja das schöne Wetter in letzter Zeit so richtig ausgenutzt habe und am Freitag Abend ein Rennen kurzentschlossen machen "musste" und gestern es nicht lassen konnte, über Umwege auf den Patscherkofel zur radeln, hab ich mich gestern Abend und heute morgen ziemlich schlapp gefühlt. Heute beim Start war's dann mal wieder ziemlich zäh, aber dann ging's einigermaßen. War dann direkt schade, dass der Lauf nicht länger ist, weil dann glaube ich, hätte ich die beiden vor mir laufenden Läufer jüngeren Semesters, Steffen Uebel und Martin Mattle, vielleicht noch eingeholt - aber wenigstens beim Halltalexpress war ich vor ihnen. Heute hat Stefan Paternoster in einer neuen Streckenrekordzeit von 40:18 min. gewonnen, 2. wurde Alex Rieder in 41:42 min., 3. Steffen Uebel in 41:57 min., 4. Martin Mattle in 42:10 min., 5. ich in 42:46 min. und 6. der frühere Weltcup-Mountainbiker Martin Kraler in 42:54 min. - die Ergebnisliste gibt's auf www.mountainrun-seefeld.at . Damit hat der Mountainrun Seefeld mit seinen 8 Ausgaben 8 verschiedene Männersieger gesehen.                  Bei den Damen gewann heute die Südtirolerin Renate Rungger mit einer sehr schnellen niederen 44er Zeit (logischerweise auch Streckenrekord) - da könnte es in 2 Wochen bei der Berglauf-EM in Bulgarien zwischen der Österreicherin Andrea Mayr und Renate Rungger spannend um den Sieg werden.

21.06.13: 5. Gruttenhüttenlauf: 2 Tage vorm Lauf bekam ich Post von Franz Puckl mit der Ausschreibung mit dem Hinweis, dass es eine besonders tolle Veranstaltung sei. Es geht dort von Ellmau über den Ortsteil Auwald zur Gruttenhütte (AV-Hütte) im Wilden Kaiser und nach Karte sind es 850 hm. In der vergangenen Traum-Sommerwoche (könnte leicht sein, dass dies bei uns schon der Hauptsommer gewesen ist) war ich natürlich sehr viel unterwegs - so bin ich also alles andere als ausgeruht kurzentschlossen am Freitag nach Ellmau gefahren. Als ich dann am Start Josef Adelsberger sah, wusste ich, dass es heute nicht so leicht werden würde, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte.                Um 18:00 Uhr joggten die guten 2 km bis Auwald gemütlich neutralisiert und nach einer kurzen Pause ging's dann los. Josef legte gleich ein gewaltiges Tempo hin, wo ich am Anfang eh nicht mithalten kann. Nach ein paar Minuten hat sich dann der Abstand so auf 80 bis 100 m eingependelt. Die Strecke verlief zuerst so 2,5 km auf Asphalt und dann ging's auf einem Schotterweg bis zum Ziel, wobei die oberen rd. 2 km ziemlich steil (und schottrig) waren, so dass man kaum mehr mit dem Rad fahren könnte. Im Verlauf des Rennens hatte ich dann zu tun, dass der Abstand nicht noch größer wird und als ich nach ca. 20 min. immer noch nicht näher an Josef herankam, gab ich mich schon fast mit dem 2. Platz zufrieden. Obwohl es mir wirklich nicht besonders ging (gestern ja noch eine lässige Skitour) gab ich trotzdem noch nicht ganz auf. Und als es dann nach ca. 25 min. steiler wurde, merkte ich, dass ich ganz laaaangsam näher kam. Beim sog. Gamsbriendl, wo man dann die schöne Hütte sieht, waren wir gleichauf. Dieses letzte Stück zum Ziel zog sich dann noch wie ein Kaugummi - irgendwie wollte die Hütte gar nicht näher kommen (später habe ich dann in der Karte gesehen, dass dieser Schlussabschnitt noch fast 200 hm sind). Bin dann Gott sei Dank von Josef ein Stück weggekommen und hab dann mit 40:51 min. gewonnen (Josef lief mit 41:19 min. ins Ziel und wir sind beide eine neue Rekordzeit gelaufen)               Puh, dass war ganz schön eine anstrengende Angelegenheit. Nach einer Erholungspause machte ich noch eine  kleine Wanderung in diesem schönen Flecken Erde und hab dabei festgestellt, dass ich viel öfters in den Kaiser fahren sollte. In der Hütte war es dann schön lustig und die Preisverteilung war dann auch "gewaltig" und kann leicht mit südtiroler Verhältnisse mithalten. Was Peter Kaufmann, der Hauptorganisator, für alle an Steintrophäen und Preise besorgt hat (Tombola gab's dann auch noch) ist schon bewundernswert. Ich bekam u. a. als Wanderpokal einen großen Bergkristall, den ich gar nicht nach unten befördern konnte, weil mein Rucksack nicht groß genug war. Um 23:15 Uhr brachen wir dann von der Hütte auf und um kurz nach 1 Uhr war ich dann mit dem Gefühl daheim, einen besonders schönen Abend verbracht zu haben.

15.06.13: Halltalexpress: Der erste Halltalexpress fand ja 2003 statt und weil er letztes Jahr wetterbedingt ausfallen musste, war erst heute die Jubiläumsausgabe Nr. 10. Der Absamer Sport und Freizeitclub Wild Thing hat es mit diesem Teamwettbewerb aus Radfahrer und Läufer von Anfang an geschafft auch sehr viele "normale" Sportler anzulocken. Jedes Jahr waren so 120 Staffeln dabei, nur heuer lief es mit der Anmeldung ziemlich zäh - letztendlich haben heute 75 Staffeln mitgemacht. Früher war ja immer die Siegerehrung oben bei den Herrenhäusern, doch wegen dem Fahrverbot und der Murengefahr bei starkem Regen wurde die Siegerehrung im Rahmen der heuer zum ersten mal stattfindenden Absamer Sportnight unten am Sportgelände durchgeführt. Außerdem war es schon immer sehr aufwendig, bei den leider dem Verfall preisgegebenen Herrenhäusern so viele Leute zu verköstigen und Zelte zu errichten, wo ja nicht mal ein Strom vorhanden ist. So war der Start heuer am Samstag Nachmittag um 14:30 Uhr, statt wie früher am Sonntag um 11:00 Uhr. Wir liefen oder radelten neutralisiert vom Sportplatz bis zum Hackl (Eingang Halltal)  und dort wurde auch wie früher die Zeit genommen. Früher starteten die Radfahrer 10 min. vor den Läufern und heute waren nur ca. 2 min. Abstand. Ein gleichzeitiger Start ist eigentlich unmöglich, da es am Hackl einfach zu eng ist. So überholten heute die schnelleren Läufer viele Radfahrer - behindert haben wir uns dabei eigentlich nicht.                      Nachmittagsrennen mag ich eigentlich nicht besonders, da man ja immer recht lange darauf warten muss und außerdem ist es Nachmittags im Sommer schon noch um einiges heißer, als am Vormittag - heute war so ein schwülwarmer Tag. Die Siegerehrung war dann erst um 19:30 Uhr angesetzt (war dann erst um 20:00 Uhr) und so hat sich die ganze Veranstaltung ziemlich in die Länge gezogen. Allerdings wieder positiv, dass bei der Siegerehrung sehr viele Zuschauer wegen der Absamer Sportnight anwesend waren, allerdings ist fraglich, ob die mit Ausdauersport viel anfangen können.                           Heute beim Laufen waren meine größten Konkurrenten der Deutsche Steffen Uebel und der Mathoner Martin Mattle, die ja eigentlich vom Alter her meine Söhne sein könnten. Zuerst waren sie voraus, aber beim Bettelwurfeck konnte ich sie dann einholen und ganz langsam überholen. Steffen, den ich ja auch schon von früher kenne, war auch schon im deutschen Nationalteam und meist vor mir im Ziel. Die unbarmherzige, steile und ohne viele Kurven nach oben führende Halltalstraße hat uns mal wieder alles abverlangt und letztendlich liefen wir folgendermaßen ins Ziel: 1. ich in 29:03 min., 2. Steffen in 29:21 min., 3. Martin in 30:12 min. und 4. der Tuxer Georg Egger in 31:20 min. Bei den Radfahrern gewann ziemlich überlegen Manuel Natale in 26:36 min., vor Werner Huber aus dem Salzburger Land in 28:15 min. und Christoph Wachter aus Bayern in 28:41 min. Mit meinem Teampartner Christian Ragg (www.wohnrecht.at) haben wir unsere Teamklasse gewinnen können und nur das Team Natale/Mattle war schneller - Ergebnisse auf www.halltalexpress.at .               Wahrscheinlich waren heute am Samstag Nachmittag nicht ganz so viele Zuschauer, als früher bei den Sonntagsrennen, aber immer noch viel mehr als sonstwo und die Stimmung auf der Strecke und im Ziel war sowieso wieder außergewöhnlich. Auf jeden Fall war's wieder ein richtig lässiger Halltalexpress, wo man auch wieder sehr viele Bekannte getroffen hat und das ist ja immer das schönste an den Rennen. Zwar könnte ich auf das ganze "Rummel" bei der Absamer Sportnight verzichten, aber immerhin hab ich von meinem größten Idol, nämlich von Gregor Schlierenzauer ein Autogramm ergattern können. Schlieri ist da nicht so, er hat sogar mir ein Autogramm gegeben - das war dann natürlich heute die größte Freude des Tages. Naja, ich bin ein bissl gemein, er kann wahrscheinlich auch nix dafür, dass ihn die Medien so zum Helden machen - allerdings seine Autogrammkarte mit den ausgebreitenden Armen zeugt nicht gerade von Bescheidenheit.                   Schön auch für mich, dass ich heute den Express zum 4. mal gewinnen konnte (3 mal als Läufer und 1 mal als Radfahrer - sonst meistens 2.) und dass ich heute nach meinem Sieg bei der Erstausgabe nach 10 Jahren trotz Hitze und fortgeschrittenen Alters noch die genau gleiche Zeit laufen kann.                   Allerdings habe ich in dieser Zeit auch keine Leistungssprünge gehabt - aber so ist der Ausdauersport, wenn man nach ein paar Trainingsjahren sein Leistungsniveau erreicht hat, ist eine weitere Steigerung kaum mehr möglich

09.06.13: Staatsmeisterschaften im Berglauf in Itter auf die Hohe Salve: Für die doch eher kleine österreichische Berglaufszene zählen die Staatsmeisterschaften jedes Jahr mit zum wichtigsten Laufereignis. Dementsprechend gut ist hier auch die Besetzung und man trifft immer jedes Jahr alte Bekannte. Auf den ersten 2/3 der Strecke bis zur Kraftalm wurden schon öfters Berglaufmeisterschaften ausgetragen und wie man im Höhenprofil auf www.lg-itter.com  sehen kann, ist es bis dahin schon ein eher flacherer Berglauf. Die letzten 1/3 von der Kraftalm auf 1350 m bis zum Hohe Salve Gipfel auf 1800 m waren heute neu und diese haben es aber dann in sich. 3 mal bin ich schon bei div. Meisterschaften bis zur Kraftalm gelaufen und habe da noch nie gut abgeschnitten.                       Als ich heute am Start stand, war ich direkt froh, dass ich gestern schon ein anstrengendes Rennen gemacht habe, so konnte ich heute die Sache recht locker angehen lassen, weil ich mir eh nicht viel erwartet habe. Dementsprechend langsam war ich dann auch auf den ersten flachen 1,5 Kilometern. Als es dann endlich einigermaßen bergauf ging und die erhoffte Besserung immer noch nicht eintreten wollte, hab ich mir gedacht, das wird heute nix und es wäre wohl viel gescheiter gewesen daheim was mit der Familie zu machen. Die Spitze war eh schon lange weit enteilt und erst nach dem Bergabstück nach ca. 20 bis 25 min. kam ich allmählich besser in Tritt. Bei der Kraftalm nach ca. 40 min. fühlte ich mich dann aber ganz gut und war gespannt auf die letzten 450 hm bis zur Hohen Salve. War dann echt selber von mir überrascht, dass ich die letzten 1/3 so schnell unterwegs war. Bereute es jetzt gar nicht mehr nach Itter gefahren zu sein, denn wenn man von hinten kommt und nacheinander recht namhafte Läufer überholen kann, ist es natürlich schon motivierend. Lief dann als Gesamt-7ter durchs Ziel und weil auch ein paar Nichtösterreicher vor mir waren, konnte ich auch für die ÖM-Wertung zufrieden sein. Wie es mir ohne dem Rennen gestern gegangen wäre, weiß ich nicht, aber sicher wäre ich am Anfang nicht ganz so langsam gewesen.                    Der Einlauf war dann folgendermaßen: 1. David Schneider in 55:42 min. (er ist zwar Schweizer Staatsbürger, aber weil er seit ein paar Jahren in Wien lebt und seit 12 Monaten kein Rennen für den schweizer Verband bestritten hat (war letztes Jahr verletzt), ist er für die ÖM startberechtigt), 2. Simon Lechleitner aus Aldrans in 56:04 min. (wahnsinn - Simon hat sich auf heuer nochmal gesteigert - heizt jetzt sogar einen David Schneider richtig ein), 3. wurde der junge Bayer Toni Palzer in 57:07 min. (das Supertalent und der Weltmeister in der Juniorenklasse bei den Skitourenwettkämpfen hat den Lauf als Training und wahrscheinlich für die deutsche Ausscheidung für die Berglauf-EM in Bulgarien genutzt), 4. Stefan Paternoster in 57:42 min. (ist in Deutschland geboren und wohnt in Bayern, da aber beide Eltern Österreicher sind, hat er einen österreichischen Pass und ist bei diesem Rennen für einen österreichischen Verein gestartet - somit wird er für die ÖM gewertet), 5. Alex Rieder aus Kundl in 59:41 min., 6. Korbinian Schönberger aus Bayern in 1:00:35 h (hat den Lauf für die deutsche Ausscheidung zur Berglauf-EM genutzt), 7. ich in 1:00:40 h knapp hinter Korbinian (bisschen länger, dann hätte ich sicher Korbi auch noch eingeholt), 8. Dietmar Rudigier aus Kappl in ca. 1:01:17 h, 9. Stefan Keckeis aus Vorarlberg in 1:02:09 min. und 10. Robert Stark aus Kärnten in 1:02:27                   Die ÖM wurde dann folgendermaßen gewertet: 1. Schneider, 2. Lechleitner, 3. Paternoster, 4. Rieder, 5. Obendorfer, 6. Rudigier, 7. Keckeis, 8. Stark.                Allerdings, wenn man nur die richtigen Österreicher heranzieht, wäre dann die Reihenfolge so: 1. Lechleitner, 2. Rieder, 3. Obendorfer, 4. Rudigier, 5. Keckeis und 6. Stark, wobei die ersten 4 alles Tiroler sind. Bei der ÖM-Vereinswertung erreichte der LSV 1990 Kitzbühel mit Rieder/Obendorfer/Mayer den 2. Platz hinter der LG Itter mit Lechleitner/Rudigier/Mattle. Die Ergebnisliste wird's bald auf www.lg-itter.com  geben - auf http://my1.raceresult.com/  etwas weiter unten gibt es sie bereits. Weil letzte Woche auf der gleichen Strecke die Tiroler Meisterschaften wegen dem Sintflutregen nicht durchgeführt werden konnten, wurde heute auch die Tiroler gewertet: 1. Lechleitner, 2. Rieder, 3. Obendorfer.               Auf jeden Fall hat die LG Itter mit Hauptorganisator Josef Feller eine würdige österreichische Meisterschaft auf einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen Strecke ausgetragen.    

08.06.13: Bergduathlon von Klausen auf's Latzfonser Kreuz in Südtirol: Wegen den österreichischen Berglaufmeisterschaften morgen wollte ich mich eigentlich schonen. Heute beim Aufstehen hab ich mir dann aber gedacht, dass ich eines der schönsten Rennen im ganzen Jahr nicht auslassen darf - außerdem gibt's dort auch einiges zu gewinnen und momentan hab ich ziemliche Ausgaben, da ich umfangreiche Sanierungen am Haus (neue Fenster und Außentüren) und bei mir (Zähne) gerade abgeschlossen habe. Es geht mit dem MTB von Klausen auf 525 m ca. 13 km bis zum Kühhof auf 1552 m auf einer abwechslungsreichen schönen Strecke. Danach werden noch 6,6 km bis zum Latzfonser Kreuz auf 2305 m laufend zurückgelegt, wobei auch diese Strecke schön zu laufen ist - mal flach, mal steil, mal Fahrweg, mal Steig. Es gibt Einzelstarter und Staffeln, wobei beide Gruppen gleichzeitig starten - was m. E. auch am einfachsten und das Beste ist, weil man einen direkten Vergleich hat. Oben die Hütte mit der schönen Aussicht auf die Dolomiten wird vom bekannten Sportler Hansjörg Lunger mit seinen 4 Frauen (seine Frau und 3 Töchter) seit ca. 13 Jahren bewirtschaftet.                 Am Start war dann wieder mal alles mit Rang und Namen von der südtiroler Uphillszene anwesend. Ich war mal wieder am Anfang nicht der Schnellste, aber mit der Zeit ging es dann besser und so brachte ich den Radabschnitt in 47:13 min. hinter mich. Damit war ich ganz zufrieden, weil ich ungefähr so schnell war wie letztes Jahr (47:02 min.) und ich ja hier dann sogar Gesamtzweiter wurde. Die Umstellung auf's Laufen ist dann gar nicht so einfach, aber nach ca. 5 Minuten lief ich dann schon wieder einigermaßen rund. Von den Einzelstartern war vor mir außer Sichtweite Philip Götsch und Thomas Niederegger sowie in Sichtweite Alex Erhard, Oswald Weißenhorn und ein Italiener den ich nicht kannte. Erhard konnte ich bald sowie Oswald und den Italiener dann so ca. 2 km vorm Ziel überholen und so wurde ich heuer Gesamtdritter mit einer Gesamtzeit von 1:26:40 h. Zwar war ich damit genau 1 min. langsamer als letztes Jahr, aber damit kann ich trotzdem zufrieden sein, zumal ich ja meine Kategorie der über 40-jährigen gewinnen konnte, die ja genauso prämiert wird, wie die unter 40-jährigen - Ergebnisliste gibt's bald unter www.alpenduathlon.com  und jetzt schon auf  http://www.sacchettonet.it/cronobz/upload/20130608151220c1.pdf . Jünger werde ich ja auch nicht und außerdem fühle ich mich momentan ziemlich müde, da ich ja im Winter/Frühjahr brutal viel gemacht und jetzt am Haus auch noch viel Arbeit gehabt habe. Gewonnen hat Philip Götsch in der Fabelzeit von 1:22:30 h 40 sek. vor Thomas Niederegger - die beiden waren fast so schnell wie die beiden schnellsten Staffeln.                    Bis zur Siegerehrung war dann noch genügend Zeit und so ging ich noch gemütlich auf die Samspitze und machte anschließend noch eine kleine Zusatzrunde. Wieder mal ein schöner Tag im geliebten Südtirol.

26.05.13: Heiligwasser-Challenge: Nachdem es schon letztes Jahr mit den paar Radrennen nicht gut gelaufen ist, wollt ich heuer keine Radrennen mehr fahren, weil ja eigentlich meine alpinen Bergtouren, die Skitourenrennen und die Bergläufe genug Aktion sind - Familie, Beruf und Haus hab ich ja auch noch. Aber weil ich ja Roli Gamsjäger und sein Bike-Point-Geschäft (www.bike-point.at) sehr schätze und das Rennen quasi vor meine Haustüre ist, hab ich mir gedacht, probierst es halt nochmal.                    Dass ich keine rechte Motivation auf Radrennen mehr habe, hat auch das Buch von Tyler Hamilton "Die Radsportmafia" beigetragen. Eigentlich wusste man es ja schon immer, dass im Profiradsport hinten und vorne beschissen wird - aber, dass es so schlimm ist, hätte ich doch nicht für möglich gehalten (in den anderen Sportarten ist es wahrscheinlich nicht recht viel besser). Was der Leistungsdruck, die Geldgier und das Geltungsbedürfnis aus den Menschen macht, ist halt immer wieder schockierend. Bei den Profis kann man es dann auch wieder im gewissen Rahmen verstehen, da den Sportlern oftmals gar nichts anderes übrig bleibt. Aber im Hobbysport (oder Hobby-Leistungssport) hoffe ich ja doch, dass es einigermaßen ehrlich zugeht und das glaube ja auch nach wie vor, sonst hätte ich ja die Rennen schon längst gelassen. Ich sage ja immer, der wahre Sport ist der Hobby-Leistungssport, weil die Leute dort nicht auf's Geld angewiesen sind und somit die ethischen Sportgrundsätze noch etwas bedeuten.                    Bin gestern schon etwas unmotiviert am Start gestanden und habe dann irgendwie eine gemütliche neutralisierte Runde in Igls erwartet. Doch siehe da, in dieser Runde wurde schon mächtig in die Pedale getreten und schon war ich dann auch schon im hinteren Feld gelandet. Nach dieser Runde bei der Startfreigabe war dann die Spitze ausser Sichtweite und ich musste schauen wieder einigermaßen nach vorne  zu kommen. Bei der eher welligen Strecke in der ersten Rennhälfte, war das aber für mich nicht so einfach und außerdem hatte ich dann als Alleinfahrer auf der Hauptstraße beim Olex vorbei ganz schön Gegenwind. Als es dann endlich in den steilen Schlussanstieg nach Heiligwasser hinein ging, war ich immer noch recht weit hinten. Hab dann schon gesehen, dass das heute nix Gescheites wird und hab dann geschaut, dass ich einigermaßen rauf komme. Herausgekommen ist dann letztendlich der 25. Platz mit einer Zeit von 15:41 min. Kann es ehrlichgesagt selber kaum glauben, dass ich vor zwei Jahren mit 13:53 min. dort 2. geworden bin. Vielleicht wäre eine Pause bei mir das Beste, weil ich heuer im Winter/Frühjahr schon sehr viel sportlich unternommen habe - außerdem würde ich mich dann vielleicht wieder mehr auf die Rennen freuen können. Naja, bin nicht besonders traurig darüber, dass ich nicht mehr vorne dabei bin, so kann ich die Radrennen guten Gewissens links liegen bzw. lockerer angehen lassen.                     Ein bissl "lustig" wurde es dann allerdings bei der Siegerehrung. Eigentlich musste man bei der Anmeldung angeben, ob man Lizenz- oder Hobbyfahrer ist. Die 5 Fahrer vom Tirol Cycling Team haben ja bereits am Samstag das Igler Criterium bei den Elitefahrern dominiert und haben sich dann für das Heiligwasser-Challenge nachgemeldet. Ich hab mich auch nachgemeldet und auch hier war auf dem Nachmeldezettel anzukreuzen, ob man Lizenz- oder Hobbyfahrer ist und als ich zufällig die Nachmeldezettel von den Fahrern des Tirol Cycling Teams sah, war ich ein bissl enttäuscht, weil ja jetzt doch wahrscheinlich wieder die Elitefahrer das Rennen unter sich ausmachen werden - so war's ja dann auch. Allerdings wurden die 5 Tirolteam-Fahrer in den Hobbyklassen gewertet und sie haben auch brav in diesen Klassen ihre Preise entgegen genommen (2 von ihnen sind sogar unter einem anderen Verein gestartet) und einige eigentliche Hobbyfahrer sind somit leer ausgegangen (vgl. Ergebnisliste unter: http://www.rc-bike-point.at/radsporttage/Ergebnisse.aspx - jetzt am 30.05. wurde die Ergebnisliste richtig gestellt und insgesamt 7 Fahrer von den Hoobyklassen in die Lizenzklasse umgereiht - damit wurde bei den vorderen Plätzen in nahezu allen Klassen die Ergebnisliste völlig verändert). Immerhin fährt das Tirol Cycling Team bei der Österreich Rundfahrt mit und als sog. Continentalteam stehen sie in der 2. Liga (hinter den Pro-Tour-Teams) bei den Profis und deshalb hat jeder von ihnen eine Elitelizenz.                  Eigentlich sollen die Profis bei ihren Rennen fahren und uns Hobbysportler unsere Rennen fahren lassen. Wenn sie aber bei unseren Rennen unbedingt mitfahren wollen, dann sollen sie zumindest in der richtigen Klasse antreten. Das ganze hat meine Motivation auf Radrennen nicht gerade erhöht und die Jungs vom Tirol Cycling Team haben zumindest bei mir mit diesem Auftreten keine Pluspunkte sammeln können (das wird ihnen aber auch wurscht sein). 

01.05.13: Wallberglauf am Tegernsee: Keine klare Nacht und für eine Skitour zu warm, so war es wohl das Beste nach Rottach-Egern am Tergernsee zu fahren und bei Helmuth Reitmeirs Wallberglauf mitzumachen - es ist ja ein schöner recht steiler Berglauf mit nach Karte 840 hm und 5,3 km und schöne Preise gibt's auch. Habe mein Mountainbike mitgenommen, um die Zeit bis zur Siegerehrung und das schöne warme Wetter nutzen zu können. War eigentlich zu schlapp zum Einlaufen, dementsprechend schlecht bin ich auch am Start weggekommen. Nach 5 min. ging's dann besser und nach ca. 12 min. hab ich mich zum 2. Platz vorgekämpft. Den Polen Andrzej Dlugosz hab ich nie zu Gesicht bekommen und nach hinten hatte ich bald auch genügend Luft, so hielt sich der Stress Gott sei Dank in Grenzen. 1. wurde Andrzey Dlugosz in 31:17 min., 2. ich in 33:33 min., 3. Dietmar Rudigier aus Kappl in 34:33 min., 4. der junge Toni Lauterbach aus Bayern in 34:40 min., 5. Andreas Trockner aus der Steiermark in 35:03 min. und 6. Andrew Syme aus Mittenwald in 35:11 min. Bei diesem Lauf bin ich damit jetzt zum 3. mal hintereinander 2. geworden - immer ist ein Unschlagbarer dabei - naja, es gibt Schlimmeres. Die Ergebnisliste gibt's auf www.berglaufpur.de  und wie man darauf sieht, haben 335 Läufer mitgemacht - wahnsinn, wie macht das Helmut Reitmeir blos - davon können wir in Tirol nur träumen. Bin nach dem Lauf mit der Bahn runter und mit dem Bike die Mauthstraße bis 1200 m rauf, dann das Rad so 150 hm die Laufstrecke am Steig getragen (geschoben) und dann konnte ich bis zum Laufziel auf der Bergstation wieder fahren. Ein Abstecher zum nicht weit entfernten Wallberggipfel musste dann natürlich auch sein. Nach der Siegerehrung bin ich mit dem Rad ostseitig über die Rottach Alm Richtung Sutten-Skigebiet runter. Auf dieser Strecke lag dann teils noch ganz schön viel Schnee, aber bald konnte ich es dann doch laufen lassen und so bin ich über Enterrottach und Rottach-Egern zum Auto bei der Bergbahn-Talstation zurück gekommen. So hab ich den Berglauf mit einer schönen Mountainbike-Runde verbunden - was will man mehr.

20.04.13: Nordketten-Quartett: Gratulation den Organisatoren! Muss schon zugeben, dass ich bezüglich dem Nordketten-Quartett etwas skeptisch eingestellt war. An sich natürlich eine prächtige Idee, so vor den Toren von Innsbruck einen Teamwettbewerb auf die Nordkette auf die Beine zu stellen. Aber leider wird es halt nur ganz wenige Tage im Jahr geben, wo dieser Bewerb aus MTB- und Ski-Uphiller sowie Ski- und MTB-Downhiller für alle gute Bedingungen bietet. Zum einen natürlich, ob man mit dem Radl schneebedingt überhaupt bis zur Bodensteinalm fahren kann, zum anderen, ob die Seilbahn- oder Karrinne mit ihren Figlrinnen bereits weich genug sind, um mit Ski gut rauf und runter zu kommen. Zu weich dürfen die Rennen dann auch wieder nicht sein, weil's dann für die Langsameren (weil später dran) vielleicht wieder lawinös wäre. Bei Bewölkung könnten die Rinnen hart bleiben und dann ist's für die Aufsteiger schwierig und für die Abfahrer sogar gefährlich. Bei Nebel ohne Sicht ist's auch kein Vergnügen und wie heute bei Neuschnee braucht man eh nicht rauf, weil auch ich Bedenken wegen Lawinen hätte.                Ehrlich gesagt, hätte ich aufgrund des Wetterberichtes gedacht, das Rennen wird abgesagt oder evtl. verschoben. Verschieben ist dann meist schwierig, weil wenn ein Teil der freiwilligen Helfer ausfällt, die ganze Sache nicht mehr durchführbar wäre und so haben die Groggers als Hauptorganisatoren die Sache echt heute durchgezogen.                     Der Mountainbiker fuhr von der Hungerburg auf 870 m mit einer steilen Schiebestrecke bis zur Fleischbank auf ziemlich genau 1340 m, wo dann der Neuschnee auf der Almstraße immer mehr wurde. Weil ab dort die Unterlage fehlte, war's für die Ski-Uphiller noch zu steinig und wir liefen deshalb die steile Skipiste westlich der Bahn mit Ski auf dem Rucksack bis zur 3er-Stütze. Ab dort konnten die Ski angelegt werden und es ging bis kurz unter die Seegrube. Dann wurde eine etwas künstliche Tragepassage eingebaut (manche mögens) und die Ski mussten bis zur Seegrube wieder auf den Rucksack. Von dort dann wieder mit Ski bis kurz unterhalb der Frau-Hitt-Warte auf ca. 1940 m. Die Abfahrer mussten dann mit ihrer schweren Ausrüstung noch so 30 hm bis zur Frau-Hitt-Warte rauflaufen und dann bis zur 3er-Stütze runter fahren. Das war dann leider schon ein bissl kurz, so dass die Jungs kaum "blau" wurden, aber weiter konnte mit Ski nicht gefahren werden, weil halt die Unterlage fehlte. Die Downhiller mussten dann zwar schneebedingt bis zur Fleischbank, wo der Wechsel von Rad auf Ski stattfand, nicht den Nordketten-Downhill, sondern auf der Almstraße fahren, aber dann wurden sie den Downhill hinunter geschickt, was wegen dem Neuschnee und den dadurch schmierigen Verhältnissen sicher keine leichte Aufgabe war. Die hatten dann m. E. den schwierigsten Teil des Rennens zu meistern. Auch habe ich das Gefühl, dass es heute die größte Leistungsdichte bei den MTB-Downhillern gab - die ersten fast 50 trennten nur 3 Minuten bei 10:30 min. Fahrzeit des Schnellsten. Zum einen gibt's ja wirklich sehr viele junge Downhill-Freaks, denen es voll taugt immer was an ihrer Technik und an den Rädern zu verbessern und zum anderen gibt's wahrscheinlich nicht so viele Möglichkeiten, um zu zeigen was man drauf hat.                     Muss wirklich sagen, die Organisatoren und die sehr vielen (glaube freiwilligen) Helfer haben aus den doch eher widrigen Wetterbedingungen das allerbeste aus dem Rennen gemacht. Bissl Wetterglück haben wir ja auch gehabt, weil es ja schon ganz in der Früh aufgehört hat zu regnen. Wie ich gehört habe, gab's auch nur zwei Unfälle mit Knochenbruch. Das klingt zwar etwas makaber, aber wenn man sieht, wo und wie schnell die Downhiller bei Schneematsch runterfahren, muss sich ein Oldi wie ich nur wundern, dass nicht mehr passiert.                 Die Ergebnisliste gibt's auf http://nordketten-quartett.at . Ich stehe dort noch als Georg Egger drinnen, weil ja Georg eigentlich für mich netterweise eingesprungen wäre, aber weil ich dann doch nicht wegen dem vorhergesagten Dauerregen im Vinschgau zum Ötzi-Alpin-Marathon gefahren bin (Gott sei Dank, da er heute eh abgesagt wurde, weil eine Lawine heute Früh um 5:00 Uhr die Wechselstation von Lauf auf Ski verschüttet hat) und Georg eh ganz froh war, dass er nicht extra von Tux bei dem zweifelhaften Wetter nach Innsbruck fahren brauchte.              Wir, mit einem reinen RLC Wohnrecht Team (www.wohnrecht.at) aus Christian Ragg, mir, Gernot Winkler und Uli Ortner sind mit unserem 7. Platz sehr zufrieden und wir haben unseren Spaß gehabt. Ich als Ski-Uphiller startete als 18. und übergab oben als 4. und obwohl das ständige Überholen neben der Spur nicht besonders leicht war und ich mit dem Ski auf den Rucksack rauf, runter und Bindung rein nicht der schnellste bin, konnte ich die 2. schnellste Ski-Uphill-Zeit erreichen.                    Bin gespannt, ob sich die Organisatoren und Helfer diese Arbeit und dieses Wetter- und Schneerisiko nächstes Jahr nochmal "antun" werden - für heuer haben sie es auf jeden Fall gut hingekriegt.

23.03.13: Harschbichlrennen in St. Johann (Das schnellste A'GRUN): Endlich hat's geklappt, dass ich auch mal bei diesem Rennen dabei war. Obwohl es heuer wieder ziemlich an der Kippe stand, weil gestern bei der lässigen Skitour recht schwere 3100 hm zusammengekommen sind und zusätzlich musste ich noch mit dem Radl von Innsbruck mit den Skiern am Buckel heimfahren, so dass es fast 3500 hm geworden sind. Eigentlich schon ein bissl viel, wenn man am nächsten Tag ein Rennen machen will. Bin aber dann doch mit Reinhard Kornthaler hingefahren - mal schauen, wie's so läuft.                      Entsprechend schwer hab ich mich dann auch nach dem Start um 16:30 Uhr getan. Außerdem war's im unteren Drittel sehr weich und sulzig und ich musste beim Überholen immer aus der Hauptspur in den Sulz hinein. Bei 90 Starten und wenn man wie ich am Anfang eher im hinteren Drittel ist, ist's keine leichte Aufgabe nach vorne zu kommen. Nach so 5 min. kam ich dann besser in die Gänge und kam dann doch allmählich nach vorne. Nach ca. 10 min. war ich dann hinter Martin Schider. Martin ist ja heuer sehr stark (gewann ja heuer u. a. das Streif-VerticalUp in einer super Zeit) und 2 mal haben wir ja schon schwer gekämpft - einmal hatte ich, einmal er die Nase vorn. Dass ich heute, auf gestern hin mit ihm mithalten kann, hat mich dann selber überrascht. Hab ihn dann sogar überholt und langsam einen kleinen Vorsprung rausholen können. Die wirklich schöne Strecke verläuft sehr abwechslungsreich und hat auch ein paar flachere Abschnitte drinnen. Leider war einmal so ein Richtungspfeil für mich nicht ganz eindeutig und ich bin nicht die etwas steilere, sonden die flachere Variante (Ziehweg) nach. Bin dann stehengeblieben, um zu schauen was Martin macht und hab dann gemerkt, dass ich falsch bin. Konnte dann schon zum richtigen Weg rüber queren, was vielleicht so 10 sek. gekostet hat. Darüber ärgert man sich dann natürlich schon, vor allem wenn man von einem Martin Schider verfolgt wird. Konnte aber den geschmolzenen Vorsprung halten und auch wieder ein klein wenig ausbauen. Am Schluss wird's dann das einzige mal so richtig steil und man muss nochmal die Zähne zusammenbeißen und hab dann echt das Rennen gewinnen können. Die Zeit wusste ich noch nicht, aber es muss nach den Zeitnehmern ziemlich schnell gewesen sein. Bei der Siegerehrung oben auf der Harschbichlalm wurden dann für mich 37:12 min. und für Martin 37:39 min. bekannt gegeben. 3. wurde der Bayer und mehrfache Deutsche Meister Franz Grassl in 39:41 min, 4. und 5. zwei Junge vom deutschen Nationalteam mit Cornelius Unger in 40:01 und Toni Lautenbacher in 40:25 min. Meine Zeit für die ca. 925 hm kann sich schon sehen lassen, da der bisherige Streckenrekord eine 39er Zeit war. Ein schöner Erfolg für mich, auch mal dieses Rennen zu gewinnen.  Hier hab ich einen Kartenausschnitt mit der Route gemacht und hier wär die Ergebnisliste.

16.03.13: Glungezer Tourenrennen: Da ja heuer leider die Wildsaustaffel ausgefallen ist, war ja das letzte Rennen nun schon 3 Wochen her und außerdem sind sich ja in der Zwischenenzeit doch ein paar lässige Skitourenrunden ausgegangen. So hab ich wieder mal gemerkt, dass es sich ohne Rennen eigentlich auch ganz gut Leben lässt. Aber bei meinem Heimrennen muss ich natürlich schon dabei sein. Vergangenen Dienstag hab ich bereits meinen Gepäcktransport zum Gottfried auf die Glungezerhütte gemacht. Bin dabei nicht auf die Idee gekommen ganz oben direkt zur Hütte zu gehen, da ja ziemlich den ganzen Winter wegen dem Wind der letzte Hang hart, glatt und steinig war. Hat ja danach ganz ordendlich geschneit und so bin ich gestern früh (Freitag) nochmal raufmarschiert und hab dann doch eine recht ordentliche Spur direkt zur Hütte zusammengebracht. Gottfried hat sich dann sofort bereit erklärt, ein Auge auf die Spur zu haben, weil ja die Abfahrer so eine Spur schnell mal kaputt machen können.                          Heute war ja dann ein Traumtag und man hätte ja auch eine lässige Skitour machen können - aber das Glungezerrennen geht ja dann doch vor. Beim schattigen Start bei der Kroten Lack auf ca. 1340 m war's zwar dann schon ziemlich kalt, aber bald waren wir in der Sonne und dann war's gleich um mind. 10° wärmer. Nach ca. 5 min. war ich vorne mit dabei und kurz nach Halsmarter, so nach knappen 10 min. konnte ich mich dann von Manfred Holzer und Bernhard Haller langsam absetzen. Nach dem Ploserennen wusste ich ja, dass ich heuer in sehr guter Verfassung bin. Leider hat mir die Gilferttrophy kurz danach einen kleinen Dämpfer versetzt - aber das hat halt einfach nicht gut gehen können, weil ich an diesem Wochenende einfach zu viel gemacht habe. Heute lief ich wie ein "Glöckerl" und die Verhältnisse waren auch perfekt, so macht ein Rennen direkt "Spaß". Oben als man dann nach ca. 900 hm bei der Schaferhütte ins freie Gelände kommt, war auch eine feine Spur vorhanden und die Skitourengeher gingen eigentlich auch mehr oder weniger bereitwillig aus der Spur. Die letzten guten 100 hm zur Hütte konnte ich dann die selbst angelegte Spur benützen und die war ja, wie sollte es auch anders sein, eh gerade richtig für mich. Es bringt natürlich zeitmäßig schon m. E. mind. 30 sek. wenn man nicht über die Wechte und anschließend über die Querung zur Hütte gehen muss, sondern direkt raufgehen kann und da ja alle diese Variante gewählt haben, haben sicher auch alle davon etwas profitiert. So legte ich heute eine richtige Traumzeit hin. Hätte es vorher selber nicht für möglich gehalten, dass man beim Glungezerrennen  in 54:14 min. rauf kommt. Diese Rekordzeit werde ich wohl kaum mehr verbessern können - eigentlich schon fast wieder schade. 2. wurde Manfred Holzer ebenfalls mit einer super Zeit von 57:02 min. und 3. Bernhard Haller in 59:01 min. Die Ergebnisliste gibt's bereits auf www.svtulfes.at/svt02/ - heute bei den perfekten Verhältnissen haben fast alle persönliche Bestleistungen erreicht.                                  Auf der Hütte auf 2610 m war dann richtig viel los, auch weil bei so einem Traumtag sehr viele Tourengeher oben sind. Bei so einem Andrang vergisst Hüttenwirt Gottfried und sein Team sicher schnell wieder die Tage bei Föhnsturm, wo halt eigentlich keiner nach oben kommen kann. Der Föhn vor 10 Tagen hat beim neuen Windgeschwindigkeitsmeßgerät bis zu 220 km/h angezeigt und der hat gut verstaute zusammengeklappte Bierbänke durch die Luft gewirbelt. Bis um 17:30 Uhr sind wir zusammengehockt und sind dann ziemlich alle, noch das Tageslicht nutzend, runter gefahren. Ich bin über die schön pulvrige Direttissi und weiter über die  Kalte Kuchl bis zur Rinner Alm und dann musste ich leider bald wegen Schneemangel zu Fuß bis zu mir nach Hause marschieren, wo ich dann müde aber sehr zufrieden über den perfekten Tag im letzten Tageslicht ankam.

24.02.13: Gilferttrophy: Inzwischen auch schon die 8. Ausgabe und es ist eigentlich wirklich ein schönes Rennen, weil's ja ins freie Gelände geht. Aber noch schöner wär's, wenn nicht so lange flache Forstwegpassagen im Streckenverlauf enthalten wären. Nachdem ich ja am Freitag eines meiner besten Rennen überhaupt gemacht habe und gestern bei dem schönen Tag eine lässige 1900 hm - Alpintour-Runde gegangen bin, wäre es ja zu schön gewessen, wenn es heute auch noch super geklappt hätte.                        Dazu kam, dass mich am Freitag beim Rennen in Südtirol direkt bei dem Berggasthaus wo die Siegerehrung stattfand, ein Rodler zusammengefahren hat. Er fuhr mir mit recht großer Geschwindigkeit gegen den Unterschenkel, aber gut dass ich auf Ski stand, so dass es mir gleich beide Beine weggezogen hat und ich sofort im Schnee lag. So hatte ich "nur" eine Muskelprellung - es hätte aber viel schlimmer ausgehen können (so schnell kann's gehen). Gestern die Skitour ging dann mit Schmerzmittel wieder einigermaßen und heute morgen vor der Gilferttrophy ging's meiner Wade schon wieder besser.               Allerdings hatte ich wieder Pech - ziemlich genau 5 min. vor Rennstart blieb ich mit meinem Stecken in einem Rigol (Regeneinlaufgitter) hängen, dass mir die Spitze abbrach. Da ich ja dummerweise nie Ersatzstöcke dabei habe, habe ich eigentlich das Rennen dann schon abgehakt. Als ich frustriert zum Auto zurückging und mir der Südtiroler Roberto DeSimoni entgegen kam, fragte ich ihn, ob er Ersatzstecken dabei hätte. Roberto war sofort hilfsbereit - seine Stecken waren zwar so 8 bis 10 cm länger als meine - gerade nicht optimal, aber immer noch besser als wieder heimfahren (Danke Roberto!)                       War heute eh schon nicht besonders motiviert und das mit den Stecken hat auch nicht gerade dazu beigetragen meinen Elan zu heben. Dementsprechend schwer bin ich wieder weggekommen, aber nach einer Weile kam ich dann doch besser in Schwung. Nach ca. 650 hm, am Ende der Piste beim Start der Kurzstrecke, ging ich dann gleichauf mit Marian Staller und Philipp Brugger ein gutes Stück hinter Armin Neurauter, Roberto DeSimone und Manfred Holzer. Von dort beginnen ja die endlosen Flachpassagen und da wusste ich auch, dass ich da gegenüber Armin, Roberto und Manfred nix aufholen konnte, weil ich ja dort mein geringes Gewicht nicht ausspielen konnte. So machte ich von da an ein ziemlich einsames Rennen. Roberto konnte ich zwar ziemlich am Ende des Forstweges überholen, aber wahrscheinlich nur deshalb, weil er Rückenprobleme hatte (er hat das Rennen nicht beendeet). Nach ca. 55 min. kam ich dann endlich ins freie Gelände, von wo es noch fast 600 hm zum Gipfel sind. Armin war da schon so 2,5 min. und Manfred 1 min. voraus. Zumindest bei Manfred hoffte ich, dass ich ihn noch einholen könnte, weil ich ja heuer doch immer ziemlich klar vor ihm im Ziel war. Aber heute kam ich einfach nicht recht näher an ihn heran. Schlussendlich sind wir dann folgendermaßen durch's Ziel: 1. Armin Neurauter in der gewaltigen Zeit von 1:20:26 h, 2. Manfred Holzer in 1:22:11 h, 3. ich in 1:23:12 h und 4. überraschend stark Philipp Brugger in 1:24:23 h (Ergebnisliste unter: www.gilferttrophy.at ).                         Sicher kann ich unter den Umständen mit schwerem Rennen am Freitag und schwerer Skitour gestern zufrieden sein, aber ob ich das Gilfertrennen wegen der langen Forstwegstrecken nochmal mache, weiß ich heute noch nicht.                       Oben im Ziel war's dann schon ziemlich kalt (so -15°C), aber der Wind hielt sich Gott sei Dank in Grenzen. Bin dann, um eine schöne Runde zu machen (ja eines meiner Lieblingsbeschäftigungen) über die Lafasteralmen im schönen Pulver abgefahren. Unten am Forstweg hat man dann zwar noch so 80 hm Gegenanstieg, um wieder auf die Piste zu kommen, aber die schafft man ja dann auch noch.                         Da ja heuer leider die Wildsaustaffel abgesagt wurde, ist für mich eigentlich die Skitourenrennsaison ziemlich beendet (nur mehr das Glungezer Tourenrennen am 16. März). Naja, ist mir ganz Recht - da kann ich mich dann voll auf die schönste Zeit des Jahres mit den Frühjahrsskitouren konzentrieren - bin gespannt, ob sich wieder so lässige Touren wie die letzten Jahre ausgehen.

22.02.13: Plose Skiuphill bei Brixen in Südtirol: Heute mit Mario Herburger nach Brixen zu einem schönen langen Rennen, bei dem ich allerdings schon seit einigen Jahren nicht mehr mitgemacht habe. Es geht ja hier die ersten 1000 hm ziemlich steil mit einigen kurzen Flachpassagen nach oben. Die restlichen ca. 420 hm sind dann bis zur Plosehütte sehr langgezogen. In Brixen war's dann gleich erheblich wärmer als bei uns in Nordtirol. Beim Start in St. Andrä auf ziemlich genau 1000 m hat's dann so -2°C gehabt. Beim Start ist dann gleich Philip Götsch weggezogen, als ob es um Leben und Tod ginge. Ich bin heute gar nicht mal so schlecht weggekommen und nach ca. 10 min. war ich an 3. Stelle hinter Götsch und Willi Innerhofer. So nach ca. 30 min. konnte ich auf Willi aufschließen und auch langsam einen kleinen Vorsprung herausholen. Als 2. ging ich nach ziemlich genau 1000 hm auch an der Bergstation der Gondelbahn vorbei. Jetzt kamen die langen Flachstücke und es wurde auch plötzlich kalt - um nicht zu sagen wegen dem Gegenwind saukalt (im Ziel dann -17°C Lufttemperatur). Immer ging es so wellenmäßig meist eher flach weiter, aber das Ziel wollte einfach nicht auftauchen. In der rechten Hand hatte ich überhaupt kein Gefühl mehr vor Kälte. Auch hoffte ich, dass ich wirklich auf der richten Route bin. Irgendwann konnte ich dann doch das Ziel in der Ferne ausmachen und da ich merkte, dass der 3. wohl so 30 sek. hinter mir war, freute mich schon, dass es der 2. Platz werden wird. War aber blos auf die Zeit gespannt und unglaublich, ich schaffte echt noch eine Zeit knapp unter 58 min., welche anscheinend die 4. Beste seit der Austragung dieses Rennens (heute das 8.) sein müsste. Gewonnen hat Philip Götsch in 55:56 min., 2. ich in 57:58 min., 3. wurde Michael Zemmer in 58:25 min. und 4. Willi Innerhofer in 58:55 min. Den Streckenrekord hält somit immer noch Urban Zemmer, der 2009 eine Zeit von 55:49 min. hingelegt hatte und 2008  56:57 min. brauchte. So kann sich meine gerade noch 57er Zeit heute sehen lassen und ich kann es selber kaum glauben. Letztes Jahr hat Oswald Weißenhorn in 58:17 min. das Rennen gewonnen, 2011 wurden nur die 1000 hm bis zur Bergstation der Seilbahn gelaufen (Gewinner Philip Götsch in 37:37 min.) und 2010 gewann Dario Steinacher in 1:00:03 h. Als in der Hütte im Ziel die rechte Hand wieder "auftaute", hatte ich einen schlimmen Hornigl - erst als der wieder nachließ, konnte ich mich über meine Leistung freuen. Die Ergebnisliste gibt's auf http://www.sv-gossensass.org/wp-content/uploads/2013/02/20130223082927c1.pdf   bzw. auf  www.soccorsoalpinobressanone.org  

15.02.13: Pillerseer Mondscheinsprint Buchensteinwand: Heute sind Bernhard Salchner, Raimund Vogelsberger, Georg Egger und ich gemeinsam zum Pillersee gefahren. Das Rennen über 600 hm wurde heute schon zum 13. mal ausgetragen und ist ja inzwischen auch schon ein Klassiker. Zuerst geht's 500 m ziemlich flach dahin und dann durchgehend recht steil weiter. Bei meiner Anfangslangsamkeit ist natürlich diese kurze Strecke nicht optimal. So hat's mal wieder ca. 5 min. gedauert bis ich einigermaßen vorne war. Martin Schider, mit dem ich mich ja vor 2 Wochen bei der Schmitten Mondscheintrophy abgekämpft habe war da schon so ca. 30 m voraus. Heuer gingen wir meist am linken Rand der Skipiste nach oben. Wegen dem starken Schneefall lag auf der Piste außerhalb der Hauptspur so ca. 5 cm Neuschnee. Nach ca. 10 min. kam ich etwas näher an Martin heran und hatte doch Hoffnung ihn noch einzuholen. Aber bald wurde dann der Abstand nicht mehr kleiner - am Schluss hat er sich dann sogar wieder vergrößert. Die Verhältnisse waren vielleicht nicht ganz optimal weil der Neuschnee ein bissl rutschig war. Wir gingen dann folgendermaßen durchs Ziel (hier schon die richtig gestellten Zeiten, weil sie bei der Zeitauswertung die schnellste Zeit zuerst übersehen haben, und so ursprünglich die Zeit des 2. zum Sieger, die Zeit des 3. zum 2., die Zeit des 4. dem 3. usw zugeordnet haben): 1. Martin Schider in 22:32 min., 2. ich in 22:59 min., 3. Ingemar Wibmer in 24:05 min., 4. Georg Egger in 24:35 min. und 5. und 6. zeitgleich Manfred Holzer und Rene Fischer in 24:54 min. Die Ergebnislisen der vergangenen Rennen gibt's auf http://members.ktvpillersee.at/hgstoaberg und bald wird auch die von  heuer dort erscheinen. Martin war heute echt saustark und bisher hat nur Hans Kogler eine 22er Zeit geschafft (2005 mit 22:09 min. - allerdings stellt diese Zeit sogar der Veranstalter selber etwas in Frage). Bin mit meiner Leistung auch zufrieden, vor allem weil ja die kurzen Rennen für mich als Oldi schon etwas nachteilig sind. Aber immerhin gehöre ich auch zum "erlauchten" Kreis der 22er-Zeiten mit Hans Kogler und Martin Schider. Sobald man ins Ziel kommt, ist der Rennstress vergessen und man kann dann oben zum gemütlichen Teil übergehen - wieder mal ein schöner Freitagabend-Ausflug. 

09.02.13: Skitourenrennen Reinswald im Sarntal in Südtirol: Für mich als Südtrirol-Fan war es ja eigentlich höchste Zeit dort wieder bei einem Rennen dabei zu sein. Da das Penserjoch im Winter geschlossen ist, mussten Raimund Vogelsberger und ich über Bozen fahren - das hat uns zuerst schon etwas abgeschreckt, aber bei dem Wetterbericht mit Wolken in Nordtirol und Sonne in Südtirol war's dann ein Grund mehr die ca. 150 km unter die Autoräder zu nehmen. Habe ja nur Gutes von diesem Rennen gehört und die vielen Preisspender in Südtirol scheinen sich ja mit den Geschenkskörben (oder auch sonstigen Preisen) gegenseitig überbieten zu wollen. Die überwiegend eher flache Strecke geht von der Talstation vom Reinswalder Skigebiet auf ca. 1580 m bis zur Bergstation auf ca 2450 m. Man geht eigentlich alles in der Sonne, so dass die doch recht kalten Temperaturen gut auszuhalten waren. Oben war's aber dann recht windig, so dass Schwitzen dann kein Thema mehr war.                     Vom Rennverlauf gibt's eigentlich nicht recht zu viel zu erzählen. Philip Götsch, der jedes Bergrennen in Südtirol nach belieben gewinnt, setzte sich bald ab und machte sein eigenes Rennen. Nach der Hälfte der Strecke habe ich mich, nach wie immer schwachem Start, an die 6. Stelle vorgekämpft. Nicht allzuweit weg vor mir waren Willi Innerhofer, Oswald Weißenhorn, Lukas Arquin und Michael Zemmer. Nicht weit hinter mir war Hansjörg Lunger, der ja vor einigen Jahren noch bei den großen Skitourenrennen in den Westalpen ganz vorne dabei war. So ca. 10 min. vorm Ziel konnte ich noch Michael Zemmer und Lukas Arquin überholen und so gingen wir folgendermaßen durchs Ziel: 1. Philip Götsch in der Fabelzeit von 36:29 min., 2. Oswald Weißenhorn in 38:13 min., 3. Willi Innerhofer in 38:29 min., 4. ich in 38:44 min., 5. Lukas Arquin in 39:00 min., 6. Hansjörg Lunger in 39:06 min. und 7. Michael Zemmer (der Bruder von Urban) in 39:08 min. Danach war eine größere Lücke und als 8. ging Franz Hofer in 40:50 min. durchs Ziel (die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter www.zkgvint.info ). Wenn man die früheren Rennen betrachtet, sind das von uns schon sehr schnelle Zeiten. Auch bin ich zufrieden mal in Südtirol einen 4. Platz erreicht zu haben, weil es ja dort eine Leistungsdichte in den Skitouren-Aufstiegsrennen gibt wie fast nirgends. Aber wenn man sieht wie perfekt die Rennen dort organisiert sind und die meisten mit Preisen überhäuft werden, dass sie nicht wissen, wie sie die Sachen nach unten befördern sollen, wundert mich die Popularität nicht. Für Raimund und mich war es wieder mal ein schöner ereignisreicher Tag in Südtirol.

01.02.13: Schmitten-Mondschein-Trophy in Zell am See: Bei diesem Rennen war ich ja schon mal vor 2 Jahren dabei und es ist damals irgendwie unglücklich gelaufen. Hab im 2. Streckenteil geführt und es war ein bissl schwer für mich die optimale Aufstiegsroute zu finden und im Zielsprint hab ich dann mal wieder den Kürzeren gezogen und wurde 2. Die Schmittentrophy ist ja in Österreich schon ein Klassiker - gut organisiert und schöne Preise gibt's auch - dafür lohnen sich dann doch die 140 km Anfahrt von Sistrans. Bei der knapp 2-stündigen Hinfahrt hat's teilweise leicht geregnet, aber dann beim Start war's trocken. Das Rennen besteht ja sozusagen aus 2 Halbzeiten: Den anfänglichen ca. 650 steilen Höhenmetern bis zur Areitbahn I und dem zweiten, teils sehr flachen Teil (inklusive einer etwas langezogenen Fellabfahrt) bis zur Areitbahn III. Wegen dem zusätzlichen Anstieg aufgrund der Fellabfahrt wird man im Rennen so ca. 1230 hm im Aufstieg zurücklegen müssen.                          Gestartet wurde dann wie immer ziemlich "zügig". Durch die warmen Temperaturen war die Piste sehr aufgeweicht. Wenn man außerhalb der Hauptspur ging, ist man im Sulzschnee ziemlich gerutscht und eingesunken, so dass ich nach meiner ca. 5 Minuten dauernden Langsamstartphase schon mal Probleme bei den Überholmanövern hatte. Irgendwie kam ich aber doch allmählich nach vorne und bei der Sprintwertung bei der Areitbahn I ging ich als 3. durch. Vor mir waren Martin Schider und Daniel Rohringer. Martin kenne ich ja schon lange meist von den Radbergrennen her. Inzwischen ist er auch als Bergläufer und seit einigen Jahren auch als Skitouren-Aufsteiger sehr stark - er ist ja auch ein "Allrounder" und das taugt mir. Dass es nach der Areit I ewig so flach dahin geht, hab ich mich gar nicht mehr erinnern können. Nach dem langen Flachstück, als es wieder bergauf ging, konnte ich mich dann leicht von den beiden absetzen. Das musste ich ja auch, weil ich wusste, dass meine Felle für die vor uns liegende Fellabfahrt nicht die schnellsten sind, da ich extra wegen der steilen 1. Halbzeit diesmal eher langsamere, aber gute Steigfelle gewählt habe. Das Bergabstück war dann viel langgezogener wie in meiner Erinnerung und so sind dann tatsächlich Martin und Daniel wieder an mir vorbei. Daniel konnte ich bald einholen, aber bei Martin war es fraglich, ob ich das auf die letzten rd. 200 verbleibenden Höhenmetern noch schaffe. Nach ca. 120 hm war ich endlich an Martin dran und konnte anschließend auch ein paar Meter Vorsprung rausholen. Ich wollte mich ja nicht wieder beim ca. 100 m langen brettlebenen Zieleinlauf absprinten lassen und so holte ich so ziemlich alles aus mir heraus. Es dürften dann wohl so 20 bis 25 m Vorsprung gewesen sein - ob das ausreicht?                                  Es hat dann Gott sei Dank gereicht - und folgendermaßen kamen wir ins Ziel: ich in 49:21 min., 2. Martin Schider in 49:30 min., 3. Daniel Rohringer in 50:01 min., 4. Jakob Herrmann (heuer 2. bei der Vertikal-ÖM) in 50:13 min., 5. Niklas Kröhn in 51:56 min., 6. Hannes Fischbacher in 52:06 min., 7. Ingemar Wibmer in 52:08 min. und 8. Andreas Trockner in 52:37 min. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald auf www.mondscheintrophy.at oder auf www.askimo.at.                          Es ist für mich natürlich ein schöner Erfolg, mal diesen Klassiker zu gewinnen. Mich freut auch die Zeit, da heuer alle gesagt haben, dass die Verhältnisse wegen dem Sulzschnee im ersten Teil ziemlich schwer waren und der Streckenrekord von Kuhar Nejc (einem sehr starken Mann im Weltcup) vom letzten Jahr bei guten Verhältnissen bei 48:50 min. steht. Oben gab's dann ein richtig gutes Essen und wir sind zum gemütlichen Teil übergegangen. Nach der Siegerehrung ging's dann mit Ski wieder runter und um 0:30 Uhr war ich endlich mit dem Auto daheim.          Der lokale Fernsehsender in Salzburg-Land hat am 05.02.13 einen recht guten und objektiven Bericht gebracht - hier der Link: www.rts-salzburg.at/content/show/id/2386

25.01.13: 1. Skitouren Night-Race von Oberperfuss auf die Roßkogelhütte: Ein bissl viel ist die letzten Tage schon zusammen gekommen. Am Mittwoch früh von Tulfes auf die Sonnenspitze mit Abfahrt Direttissi, dann ins Büro und am späten Nachmittag in die Ostschweiz gefahren, weil ich dort bei Georg Flütsch (www.fluetschskitouring.ch) günstig einen gebrauchten Ski erworben habe. Was bei uns in Tirol Peter Ledermeier in Schwaz (www.pelesport.at) ist, ist in Graubünden Georg Flütsch (Konkurrenten sind es aber sicher keine, da sie doch recht weit voneinander entfernt sind). Zurück und gleich spätabends zur Sitzung beim Brennstüberl in Rinn, weil wir die Glungezer-Füchse wieder neu aufleben lassen wollen. Am Donnerstag ganz früh raus, weil ich beruflich nach Wien musste. Hin mit dem Flieger und abends zurück mit dem Zug. Es war dann kein Vergnügen nachts um 22:00 Uhr vom Bahnhof mit dem Radl nach Sistrans raufzuradeln. Heute früh dann meine neu erworbenen Ski und Felle am Kofel getestet, danach mit'n Radl ins Büro, um 13:00 Uhr wieder heim und anschließend in Tulfes bei Wastl Kössler Brennholz geholt und daheim aufgeschichtet. So ging es sich gerade aus, dass ich mit Bernhard Salchner rechtzeitig in Oberperfuss beim Rennen war.                                     Der Rennverlauf war dann so wie erwartet. Fast alle sind dann wieder weg, als wenn das Ziel auf dem halben Weg nach Stieglreith wäre. Ich wie immer etwas bedächtiger - aber schneller geht's anscheinend nicht. Bald hat Armin Neurauther die Führung übernommen, dahinter Jörg Randl, Marian Staller, Georg Egger und Phillip Schädler, ein neuer schneller Mann aus dem Stubai. Bei den unteren ganz steilen Abschnitten tue ich mich eher schwer, weil meine Arme nicht so stark sind. Danach auf dem zweiten normalsteilen Wegteil nach Stieglreith kam ich besser in Schwung und ich konnte zum 3. Platz hinter dem schon ca. 100 m weit vorne liegenden Armin und den ca. 25 m vor mir gehenden Jörg vorkommen. So ging es auch durch Stieglreith. Danach musste der lange nur leicht ansteigede Streckenteil hinter uns gebracht werden. So halb laufend und mit den richtig schnellen älteren neu erworbenen Fellen (dafür im Steilen nicht so optimal) war ich ziemlich schnell unterwegs. Konnte zu Jörg aufschließen und dann auch langsam überholen. Armin war immer noch sehr weit vorne, so dass es mir schon klar war, dass es sehr schwer werden würde ihn noch einzuholen. Am Schluss wurde es dann so ca. 200 hm nochmal steiler und ich kam echt immer näher - obwohl ich wirklich gut unterwegs war, Armin ließ einfach nicht locker und es hat dann nicht mehr gereicht. Armin ging in 37:28 min. und ich in 37:38 min. durchs Ziel. Jörg wurde 3. in 38:28 min., 4. Marian Staller in 39:45 min., 5. Phillip Schädler in 39:58 min. und 6. der Zillertaler Georg Egger in 40:09 min. - Georg ja eigentlich bekannt als Bergläufer, ist aber bei den Skitourenrennen m. E. fast noch stärker.                  Mit der Zeit bin ich mehr als zufrieden - immerhin sind es 920 hm auf einer recht langgezogenen Strecke. Eigentlich müsste man meinen, dass diese Zeit für den 1. Platz reichen müsste, naja schade, aber vor zwei Wochen beim Rofanaufstieg hatte ich knapp die Nase vorn und heute Armin - so ist halt Sport. Armin ist heute wahnsinnig schnell unterwegs gewesen - durch Stieglreith anscheinend in 18 min. - auch das ein neuer Rekord. Bis Stieglreith gab es schon einige Skitourenrennen, kombiniert mit einer Abfahrt, wo auch schon echt schnelle Leute wie z. B. Alex Fasser, der Bayer Josef Rottmoser oder der Südtiroler Philip Götsch dabei waren. Die Ergebnisliste gibt's bereits unter http://sv-oberperfuss.at. Weil wir 3 Oldis (Bernhard Haller, ich und Helli Praxmarer) bei der Siegerehrung so nett dreinschauen - hier mal ein Foto.

 

19.01.13: Champ or Cramp: Die österreichsiche Meisterschaft im Vertical fand nach einem Jahr Pause wieder in Spittal in Kärnten aufs Goldeck statt. Die Strecke geht ja auf der angeblich längsten schwarzen Piste der Alpen rauf. Nachdem es mir ja letzte Woche beim Rofanaufstieg ganz gut gegangen ist, wollte ich doch bei der ÖM dabei sein, obwohl es ja doch eine recht weite Fahrerei ist. Einen Tag vorher hinfahren ist mir zu aufwendig, aber in der Früh ist's halt doch recht anstrengend, vor allem wenn man alles selber fahren muss. Seit heuer ist die Strecke etwas kürzer, da sich das Ziel direkt unter dem früher sehr berüchtigten und obersten Steilhang befand.                Am Start bei -11°C hab ich mich heute  ganz hinten hingestellt, aber optimal ist das gerade auch nicht, weil dann so 10 bis 15 sek. vergehen, bis man endlich über die Startlinie gehen kann. So steil hab ich die Strecke gar nicht mehr in Erinnerung gehabt, obwohl die Piste recht griffig war, hab ich 2 mal nicht direkt rauf, sondern musste hier ein paar Spitzkehren machen. Ich mag's zwar schon wenn's steil ist, aber zu steil ist auch wieder nicht so gut, weil dann doch die Armkraft bei mir etwas unterentwickelt ist. Es wechseln sich bei dieser Strecke ja ständig steilere und flache Abschnitte ab und nachdem die ganz steilen Abschnitte am Anfang überwunden waren, fand ich ganz gut in meinen Rhythmus und ich konnte auch recht viele Leute überholen.                    Gewonnen hat der Slowene Nejc Kuhar in 50:36 min., 2. und damit Österreichischer Meister wurde Johann Wieland in 51:46 min. 3. Jakob Herrmann in 52:20 min. 4. Alban Lakata in 52:45 min., 5. Jörg Randl in 53:06 min., 6. Andreas Trockner in 53:15 min. und 7. und 8. zeitgleich der Slowene Matjaz Miklosa und ich in 53:23 min., 9. Kröhn Niklas in 53:52 min. und 10. Ingemar Wibmer in 54:02 min. (Ergebnisse auf www.askimo.at). An Alban Lakata war ich schon dran, aber beim letzten ca. 500 m langen Flachstüch ins Ziel hat er gegenüber mir über 30 sek. rausgeholt und ist noch 3. schnellster Österreicher geworden - wie man an den Zeiten sieht, war das alles ziemlich knapp. Ich hab mal wieder beim Start zu viel Zeit liegen lassen - bei den anwesenden starken Leuten hat meine Aufholaktion nicht gereicht, um am Schluss ganz vorne mitmischen zu können. Aber trotzdem kann ich mit ca. 1,5 min. Rückstand hinter dem besten Österreicher zufrieden sein - immerhin bin ich Masters-ÖMeister geworden. Vor zwei Jahren bei der ÖM war ich allerdings auf dieser Strecke erfolgreicher, weil ich da sogar schnellster Österreicher wurde.                    Werden sich sicher einige fragen, warum Alex Fassser, der in den letzten Jahren ziemlich stärkste Österreicher, nicht auf der Ergebnisliste ist - er hat momentan Probleme und hat aufgegeben.                    .

11.01.13: Rofanaufstieg: Puh, heute war's mal wiede ein stressiger Tag. In aller Früh aus den Federn, an der Rennausrüstung rumgebastelt (heuer das erste Skitourenrennen, da gibt's immer was zum Basteln) und eine Hose geflickt, Schnee geräumt, kurz gelaufen, mit'n Radl bei Schnee zuerst zum Hofer, dann ins Büro. Dort hab ich dann auch viel erledigt. Mittags etwas zu spät weggekommen, die 360 hm unter Zeitdruck heimgeradelt, kaum Zeit zum Essen gehabt und gleich mit den Kindern zum Skifahren am Kofel. 16:30 Uhr wieder daheim, gegessen, für's Rennen hergerichtet, ins Auto und um 18:15 Uhr war ich dann in Maurach ziemlich der Letzte der die Startnummer geholt hat. Ein bissl gegraust hat's mich schon vorm Rennen. Jetzt abends so anstrengen, ist ja nicht gerade ein Vergnügen. Beim Start laufen sie ja wie immer weg (wie die Verrückten) - ich komme ja da eh nicht mit. Eigentlich könnte ich mich ja wirklich ganz hinten anstellen, dann würde ich wenigstens den anderen nicht im Weg stehen. Nach ein paar Minuten geht's bei mir dann besser, oder die anderen werden langsamer und ich muss schauen, dass ich an den Leuten einigermaßen vorbei komme.                      Der Rofanaufstieg ist ja inzwischen ein Klassiker und heute war schon die 15. Ausgabe - danke an den WSV Jenbach, dass sie das Rennen immer so gut durchführen. Obwohl mir ja die erste Halbzeit des Rennens mit dem nicht enden wollenden Ziehweg nicht gerade liegt, mag ich den Rofanaufstieg eigentlich doch recht gerne. Oben in der Hütte ist es ja dann immer schön gemütlich. Nach ca. 15 min. hab ich mich dann beim Ziehweg an die 4. Stelle nach vorne gekämpft. Am Ende der flachen 1. Halbzeit war ich so ca. 50 m hinter den 3 Führenden. Jetzt war ich gespannt, wie es mir in der 2. Halbzeit mit dem steileren Pistenteil ergeht. Tatsächlich, der Abstand wurde langsam geringer und ich konnte etwas später zu Jörg Randl, Armin Neurauther und dem Osttiroler Ingemar Wibmer aufschließen. Konnte dann auch langsam überholen und Jörg blieb eine zeitlang dicht hinter mir. Anscheinend war ich recht flott unterwegs, da Jörg dann doch abreißen lassen musste. Das letzte Stück zum höchsten Punkt bin ich dann ein bissl blöd außerhalb der Spur im ca. 3 cm tiefen Neuschnee gegangen. Oben, kurz vor der Fellabfahrt, sah ich dann, dass die anderen doch ein Stück hinter mir waren und ich legte vorsichtshalber eine Sicherheits-Fellabfahrt hin, auch weil mein Licht wie immer nicht das beste war. Im Kopf hatte ich natürlich auch den letztjährigen Rofanaufstieg, wo ich ja im dichten Schneetreiben als Führender spuren musste und dann noch auf den letzten Metern nach der Fellabfahrt übersprintet wurde. Heute auf den letzten 100 Metern ins Ziel hörte ich dann, dass hinter mir jemand näher kam. Ich musste zwar heute als Führender eigentlich nicht spuren, aber trotzdem wäre es ziemlich ärgerlich gewesen, wenn ich wieder 2. werde, weil ich ja schon einen so schönen Vorsprung gehabt habe. Ich riss mich zusammen und legt sogar so etwas Ähnliches wie einen Zielsprint hin und schaffte es dann gerade noch ca. 3 Sekunden vor Armin Neurauter ins Ziel zu kommen.                 Puh, das war knapp und als ich die Zeit auf der Anzeigetafel sah, konnte ich es kaum glauben - unter 40 min!? Bisher ist ja nur der Südtiroler Friedl Mair  und der Bayer Konrad Lex unter 40 min. geblieben. Heute sind wir allerdings ein kleines Stück weiter oben gestartet, aber das hat man wegen Schneemangel schon öfters machen müssen. Hätte echt nicht geglaubt, dass ich beim Rofanaufstieg mal so eine Zeit hinlege. Beim Ziehweg mit der Überholerei und bei der Fellabfahrt hab ich etwas Zeit liegen gelassen, aber beim steilen Pistenteil ist's mir ganz gut gegangen. Das ich nun endlich den Rofanaufstieg mal gewinnen konnte, freut mich sehr und der schöne Siegerpreis, ein geschnitzter uriger Skitourengeher, bekommt bei mir daheim einen Ehrenplatz. Die Ergebnisse gibt's sicher bald auf www.wsv-jenbach.at bzw. auf www.bikearea.at (Marco Mattlschweiger).       Habe jetzt einmal wegen den schnellsten Zeiten recherchiert (allerdings wurde der Start immer wieder etwas verschoben, dass man die Zeiten nicht 100%ig vergleichen kann). Hier mal die schnellsten Zeiten chronologisch: Friedl Mair im Jahre 2010 mit 39:31 min., dann heuer meine mit 39:36 min. und die von Armin mit 39:39 min., dann Konrad Lex aus Bayern im Jahre 2011 mit 39:48 min. und dann heuer Jörg Randl mit 39:58 min. Die früheren Sieger und Spitzenleute (Hans Kogler, Alfred Mandl, Andreas Ringhofer usw.) blieben alle über 40 min.               Marco Mattlschweiger hat wieder ein Video vom Zieleinlauf auf www.youtube.com/bikearea gestellt - danke Marco. 

Rennen 2012

09.12.12: Kolsassbergrun: Als ich heute morgen auf's Außentermometer schaute und -13° lesen konnte, ist meine Motivation für den Kolsassbergrun auch auf -13 gesunken. Hab mich dann wegen Skitouren schlau gemacht, aber was gscheit's ist uns auch nicht eingefallen, weil halt im Gelände einfach noch zu wenig Schnee liegt und so arg weit wollte ich ja auch nicht fahren. Hm, also doch den Kolsassbergrun und danach evtl. noch schnell mit den Skiern zum Kofel-Schutzhaus (wie gestern). Die Kofel-Lifte sind ja schon offen und nur die Familienabfahrt ist beschneit. Man kann ungestört die Olympiaabfahrt raufgehen (zum Raufgehen langt dort der Schnee) und die Familienabfahrt runter fahren - ganz praktisch. Start in Kolsass bei -10° und wie immer tat ich mich am Anfang schwer. Dann ging es zwar einigermaßen, aber so richtig in Schwung kam ich eigentlich nie. Bin mit einer Zeit von 27:00 min. als 7. ins Ziel, ca. 1,5 min. langsamer als letztes Jahr.  Vielleicht lag's ja an der Kälte - man will ja seinen Atemwegen nicht wehtun oder vielleicht bin i momentan einfach langsamer. Gewonnen hat etwas überraschend der Südtiroler Gerd Frick in 24:57 min., 2. wurde der Italiener Marco DeGasperi in 25:03 min., 3. der Neuseeländer Jonathan Wyatt in 25:20 min., 4. der Südtiroler Thomas Niederegger in 25:32 min., 5. heute sehr stark Martin Mattle aus Galtür in 26:02 min., 6. der Italiener Emanuele Manzi in 26:16 min. - die Ergebnisse gibt's auf http://bikearea.at/ergebnisse/kbr12. Die Siegerehrung war dann erst um 13:30 Uhr angesetzt und sollte ich jetzt echt bei diesem sonnigen Wintertag 2,5 Stunden auf diese warten. Bin dann gleich nach dem Lauf heim und wie eigentlich eh schon geplant mit Ski auf's Kofel-Schutzhaus raufmarschiert. War dann schon um 13:50 Uhr zuhause und hätte ja fast noch zur Siegerehrung fahren können - war mir aber dann doch zu viel Fahrerei und zuhause bei den Kindern bin ich ja auch gerne.  

18.11.12: Nordic-Uphill von Burgstall nach Vöran (südlich von Meran): In Südtirol gibt es ja einige steile Bergläufe, wo man Stöcke verwenden darf oder wie bei diesem sogar muss. Bei uns in Nordtirol wird ja sowas meines Wissens nicht organisiert. Dieses Rennen fand nun zum 8. mal statt und ist, wie die Teilnehmerzahl beweist, einer der beliebtesten Bergläufe in Südtirol. Man muss sogar die Teilnehmerzahl auf 300 begrenzen. Wegen der Verletzungsgefahr durch die Stecken vor allem in der Startphase, werden solche Läufe als Einzelstarts durchgeführt (hier alle 20 sek.). Dies mag vielleicht mit ein Grund zu sein, dass dieser Lauf so beliebt ist - man geht eigentlich schon entspannter an den Start und die nicht so schnellen Leute haben nicht das Gefühl, dass sie so weit abgehängt werden.  Die Strecke ist lt. Ausschreibung 4,65 km lang und weist einen Höhenunterschied von 925 m auf. So steil wie die ebenfalls vor allem in Norditalien so beliebten vertikalen Kilometer, ist dieser Lauf nicht und eigentlich kann auf dieser Strecke auch alles ohne Stecken durchgelaufen werden. Vor allem bei den Flachstücken sind die Stecken mehr hinderlich als hilfreich.           Eigentlich hab ich ja nicht vor gehabt dort hinzufahren - weil's halt doch recht weit ist. Aber obwohl Freitag und Samstag insgesamt 5300 hm zusammen gekommen sind, hab ich mich heute morgen ganz gut gefühlt und hab dann  doch entschieden mir die Fahrerei anzutun und dabei zu sein. Der Nachteil von einem Einzelstart ist zwar, dass man nie so recht weiß wo man liegt, aber dafür kann man sich das Rennen vom Anfang bis zum Ende selber einteilen und kann schon irgendwie lockerer an die Sache rangehen. Ich startete mit der Startnummer 228 als 228er Läufer und am Anfang tat ich mich wie immer ziemlich schwer. Aber mit der Zeit ging es dann besser und das Überholen ging eigentlich ganz gut, da der Weg doch meist breit genug war. War ja gestern zum ersten mal mit meinen Stecken unterwegs und heute hat sich beim Rennen leider einer der Teleskopstecken immer wieder etwas eingeschoben. Unterwegs ließ er sich leider auch nicht so richtig festdrehen und so lief ich leider die meiste Zeite mit 2 unteschiedlich langen Stecken. Bei den Flachstücken hab ich, wie die meisten, die Stecken in die rechte Hand genommen.         Die Zeitmehmung im Ziel war gut organisiert, so dass beim Zieleinlauf sofort die Zeit des einzelnen Läufers durchgegeben wurde. Bei mir sagte der Sprecher 35:28 min. und damit war ich schon zufrieden. Vor allem, da ich ja (bis auf gestern) seit der Skitourenzeit im Frühjahr nicht mehr mit Stecken unterwegs war. Es war dann schon spannend, welchen Platz ich mit dieser Zeit geschafft habe. Es hat dann auch nicht allzulange gedauert, da wurde die Ergebnisliste ausgehängt. Gewonnen hat Philip Götsch in 33:19 min., der damit den Streckenrekord von Urban Zemmer um nur 16 sek. verpasst hat. 2. wurde Roberto deSimone in 35:12 min, der ja wie in der Skitouren-Rennsaison mit Stecken richtig stark unterwegs ist und 3. schon ich. 4. wurde Gil Pintarelli in 36:03, 5. Roland Osele in 36:23, 6. Henry Hofer in 36:44, 7. Dario Steinacher in 36:48 und 8. Alex Erhart in 37:12 min. (lauter alte Bekannte). Die Ergebnisliste gibt's auf www.gemeinde.voeran.bz.it/uphill. Es wurden dann wie in Südtirol üblich bei der Siegerehrung in jeder Kategorie schöne Sachpreise vergeben. Für mich wieder mal ein schöner Ausflug ins geliebte Südtirol.

03.11.12: Tiefrastenlauf bei Terenten im Pustertal: Eigentlich hätte der letzte Lauf der Dreihüttenkombination ja schon eine Woche früher stattfinden sollen. Aber wegen dem schlechten Wetter, wurde er auf heute verschoben. Heute waren das Wetter und die Streckenverhältnisse aber auch nicht gerade verlockend - es war mit +3° am Start beim Parkplatz Winnebachtal auf 1419 m ziemlich frisch, bewölkt und über die Hälfte der Strecke waren schneebedeckt. Trotzdem waren genau 102 Teilnehmer dabei und ich war am Start wie immer furchtbar langsam. Bald ging es aber doch besser und nach ca. 1,5 km konnte ich die Führung vor den alten Bekannten Dario Steinacher und Roberto DeSimone übernehmen und auch langsam ausbauen. Nach 2 km fing dann der Schnee an und bald wurde daraus eine geschlossene festgetretene Schneedecke. Im Schnee rutschte ich dann ziemlich viel und bald merkte ich, dass mein Vorsprung, der ja schon auf rd. 45 bis 60 sek. angewachsen war, eher wieder geringer wurde. Die 2. Streckenhälfte ging immer einem Steig entlang und die Sicht war auch nicht besonders. Enthalten waren auch 2 Flachstücke, die auch recht schwierig zu laufen waren. Spikes-Schuhe wären einfach ideal gewesen - warum hab ich die blos zuhause gelassen. Dario tat sich da irgendwie leichter und er kam immer näher. Ich kämpfte und ständig musste ich schauen, dass ich nicht rutschte und wenn es doch passierte, musste ich mich immer wieder ausbalancieren - war wirklich sauschwer zu laufen. Dabei spürte ich Muskeln, die ich sonst nie beim Laufen bemerke. Länger hätte der Lauf nicht mehr sein dürfen und ich konnte gerade noch einen Vorsprung von 6 sek. vor Dario ins Ziel retten -  puh, das war knapp (Zeit: 39:45 min.). 3. wurde Roberto in 40:29 min. War heute ein richtiger Winterberglauf. Die Abstände zu den Nachfolgenden waren heute schon um einiges geringer als sonst. Im Ziel haben wir dann gleich mal einen Schuhsohlenvergleich gemacht. Heute spielte das Schuhmaterial schon eine Rolle und ich hätte nicht gedacht, dass der Schnee so gut festgetreten und glatt ist - hab da nicht die optimale Schuhwahl getroffen. Vielleicht hat's ja auch ein bissl an der Technik oder Kraft gelegen, aber auf jeden Fall muss ich mir mal wieder neue Wettkampf-Berglaufschuhe mit gutem Profil besorgen. Oben auf der Tiefrastenhütte auf 2311 m war's dann wie immer richtig gemütlich. Habe heute damit auch die Dreihüttenkombi gewonnen und schöne Preise erhalten. Wenn's wen interessieren sollte, die Ergebnislisten gibt's auf www.zkgvintl.info. War für mich der perfekte Berglaufabschluss 2012 und ich kann mit diesem Jahr wirklich sehr zufrieden sein.

14.10.12: Sport-Ossi-Berglauf in Kramsach: Ossi Stock hat diesen Berglauf nun schon zum 24. mal organisiert - das ist in 24 Jahren jedesmal ein großer zeitlicher Aufwand. Ich kann es verstehen, wenn er die nächsten 2 Jahre eine Berglaufpause einlegen will - sein nächster Berglauf findet somit erst wieder 2015 statt. Er wechselt ja seine 3 verschiedenen Laufstrecken jedes Jahr ab und heuer fand der Berglauf von der Talstation auf 580 m zur Mittelstation der Sonnwendjoch-Bahn auf 1219 m und weiter bis zur Bergstation auf 1790 m statt. Bei der Mittelstation wurde eine eigene Wertung durchgeführt und wer wollte, konnte hier den Lauf beenden.                 Nach meinem doch recht schweren Berglauf gestern, fühlte ich mich heute morgen nicht besonders - weil's ich ja mal wieder nicht lassen kann, bin aber dann doch nach Kramsach gefahren. Alex Rieder stand dann auch am Start und da wusste ich schon, dass es mit einem Sieg wohl sehr schwer werden wird. Alex war wie immer vom Start weg ziemlich schnell und ich mal wieder ziemlich langsam. Nach ca. 7 min. konnte ich Helmut Schmuck und Manuel Natale langsam überholen. Alex Rieder war da schon ca. 40 sek. voraus. Als es dann nach ca. 15 min. steil die Skipiste zur Mittelstation rauf ging, musste ich ziemlich alles gehen, weil mir einfach die Kraft in den Oberschenkeln fehlte. Hier holte mich Helmut Schmuck wieder ein und durch das Zwischenziel auf der Mittelstation lief Alex in 25:45 min., Helmut in 26:24 min. und ich in 26:28 min. durch. Da war mir dann schon klar, dass ich heute nicht den besten Tag erwischte bzw. den gestrigen Berglauf noch in den Beinen hatte, weil ja Helmut damit heuer zum ersten mal vor mir lag. Es ging dann recht steil weiter und ich konnte gerade so hinter Helmut dran bleiben. Der Vorsprung von Alex bleib eigentlich dabei ziemlich konstant so bei ca. 1 min. Meine Oberschenkelchen waren weiterhin ziemlich kraftlos und so musste ich beim Gehen immer die Hände auf die Knie unterstützend zu Hilfe nehmen und konnte mich so dann tatsächlich nach weiteren ca. 300 hm von Helmut ganz langsam wieder absetzen. Oben die letzten 200 hm wurde ja ein neuer etwas flacherer Serpentinensteig angelegt. Hier konnte ich wieder laufen und es ging mir dabei auch wieder viel besser. Dabei wurde das Loch zu Helmut größer und der Abstand zu Alex etwas kleiner. Letztendlich gewann Alex Rieder in 49:04 min., ich wurde 2. in 49:44 min., 3. wurde Helmut Schmuck in 50:28 min., 4. Manuel Natale in 51:31 min. und 5. Manfred Holzer in 52:47 min.           Wie es ausgegangen wäre, wenn ich mich gestern geschont hätte, kann man natürlich schlecht sagen, aber sicher habe ich mich heute schon ziemlich schwer getan und die Abstände zu den Nachfolgenden waren eigentlich auch enger als sonst. Gestern war es aber ein recht schöner Tag und ich bereue es nicht, dass ich gestern schon gelaufen bin. So sind es halt dieses Wochenende zwei 2. Plätze geworden. Sind dann noch gemeinsam auf den Roßkopf und danach mit der recht langsamen Einersessel-Bahn (Fahrzeit ca. 35 min. - aber freilich viel besser als alles runter gehen) wieder runter zum Start und zur Siegerehrung. Die Ergebnisse gibt's unter http://sport-ossi.at.

13.10.12: Radlsee-Berglauf: Das war heute der 2. Lauf der Dreihüttenkombination in Südtirol. Es ging vom Garner Wetterkreuz auf 1410 m oberhalb von Klausen über ca. 5,1 km und (mit dem Gegenanstieg) ca. 900 hm. Heute ist bei mir im Auto der Südtiroler Thomas Niederegger von Innsbruck zum Start nach Garn gefahren. Da wusste ich schon, dass heute bestenfals der 2. Platz für mich drinnen war. Das Wetter war leider nicht so sonnig wie vorhergesagt und so sind wir bei bewölktem Himmel bei ca. 8° gestartet. Es waren ca. 130 Teilnehmer dabei und nach wie immer von mir "beschwerlichem" Start ging es nach ca. 5 min. besser und nach ca. 8 min. konnte ich zum 2. Platz vorlaufen. Thomas war da schon ca. 30 bis 45 sek. voraus. Die erste halbe Stunde geht es bei diesem Berglauf ziemlich steil auf einem Steig bergauf und der Abstand zu Thomas blieb eigentlich immer gleich. Oben geht es dann so ca. 6 min. kaum ansteigend kupiert dahin, ehe es ein Stück bergab zum Radlsee und dann noch das letzte Stück kurz bergauf zur Radlseehütte geht. Thomas Niederegger gewann in 36:17 min., ich schaffte es in 37:36 min., 3. wurde Tobias Weissteiner in 38:18 min., 4. Dario Steinacher in 38:48 min., 5. Oswald Weisenhorn in 39:02 min. und 6. Roberto DeSimone in 39:06 min. - die Ergebnisse gibt's auf http://www.zkgvintl.info/PDF/Radlseelauf2012oK.pdf . Nachdem wir uns am guten Kuchenbuffet gestärkt haben, sind wir noch ein Stück weiter gegangen. Aber leider war das Wetter ziemlich ungemütlich und so sind wir bald wieder zur warmen Hütte runter. Wieder mal ein schöner Berglauf im heute mal nicht so sonnigen Südtirol.    

07.10.12: Wendelsteinberglauf: Was macht man bei so einem vorhergesagten Sauwettertag - tja, mir ist mal wieder nix besseres eingefallen als auf einen Berg zu laufen. Gestern sind ja insgesamt 2800 hm zusammen gekommen, aber eigentlich fühlte ich mich am Morgen ganz gut und es war dann schon spannend wie es mir heute rennenmäßig geht. War ja schon mal vor 5 Jahren am 22.09.2007 bei diesem Wendelsteinlauf in Bayrischzell dabei. Damals war ja kaum etwas markiert bzw. die Markierungen wurden entfernt, so dass wir uns als Führende total verlaufen hatten - habe ja darüber auch ein Berichtlein auf dieser Seite geschrieben - war echt chaotisch das Ganze. Auf ca. 9 km macht man ca. 1000 hm und eine sehr schöne anspruchsvolle Laufstrecke ist dieser Berglauf auf alle Fälle. Bin also wieder mit dem Auto gefahren und es war auch noch trocken und wir hofften, dass das Wetter noch so bleibt. Allerdings hat es dann um 8:25 Uhr doch richtig zu regnen begonnen - der Wetterbericht hatte also doch Recht. Um 9:00 Uhr Start und an die anfängliche 1,5 km Flachstrecke konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Vom gestrigen Lauf merkte ich kaum etwas und so konnte ich danach bald die Führung vor einem alten Bekannten, nämlich Andrew Syme übernehmen und bald konnte ich mich auch absetzen und lief von da an wieder allein. Es ging einen breiten Wanderweg auf überwiegend schottrigen Untergrund bergauf und man machte schnell Höhenmeter. Nach ca. 25 min. ging's dann in kleine Steiglein auf Almengelände über und es wurde durch den starken Regen immer matschiger. Auch machte man jetzt kaum mehr Höhenmeter und es ging ewig lange kupiert dahin. Teilweise ist man knöchltief eingesunken und es war wirklich sau schwierig zu laufen. Jetzt war nicht mehr der Puls das Laufkriterium, sondern die Technik und wo man hintritt. Es hat sich auch ewig gezogen und schwieriger kann ein Laufgelände wohl kaum sein - auch hätte es passieren können, dass der Schuh im Matsch stecken bleibt. 15 bis 20 Minuten hat es sicher gedauert bis man endlich zum steilen Schlußanstieg zur Wendelsteinbahn-Bergstation hingekommen ist. Da wurden die Wegverhältnisse zwar wieder besser, aber bis man dann endlich im Ziel ist, war's dann auch noch richtig anspruchsvoll. In 53:41 min. hab ich's dann geschafft und es war immerhin die 2. schnellste je gelaufene Zeit (der Streckenrekord von Hand Kogler aus dem Jahre 2006 beträgt 52:06 min.). War wohl einer der schwierigsten Bergläufe die ich jemals gemacht habe und bei trockenen Verhältnissen ist da der Rekord sicher in Reichweite. Bin, glaube ich, schon recht gut gelaufen, da Andrew Syme ja ein Spezialist für solche Wege ist und er als zweiter 56:30 min. gebraucht hat. Ergebnisse gibt's hier oder bald auf www.skiclub-bayrischzell.de. Auf dieser Strecke sollte mal eine bayerische oder deutsche Meisterschaft ausgetragen werden. Erstens ist der Wendelstein ein sehr schöner Voralpengipfel und zweitens würde ich zur Strecke sagen "Berglauf vom Feinsten". Allerdings wär's bei trockenem Wetter schon angenehmer aber sicher immer noch richtig anspruchsvoll. Durch den frühen Start und die recht zeitig (und unterhaltsam) durchgeführte Siegerehrung bin ich dann auch noch gerade Recht um 13:45 Uhr zu den Reitstunden von meinen beiden pferdebegeisterten Kindern in Rinn (www.reitstall-sonnhof-rinn.at) gewesen.

  

06.10.12: Volderer Berglauf und Bike&Hike Grafmartspitze: Was macht man bei so einem sonnigen und warmen Herbsttag am besten? Hab dann die Idee gehabt, dass ich ja vorher den Berglauf ins Volderstal machen könnte und dann noch mit dem Radl bis zum Melkboden weiterfahren und anschließend auf die Grafmartspitze gehen könnte. So hab ich's dann auch gemacht - also run, bike & hike bzw. wieder run. Blöd war ein bissl, das der Berglauf erst um 13:00 Uhr losging - so lange auf ein Rennen warten mach ich ja gar nicht gerne - lieber bin ich ja am frühen Nachmittag wieder bei der Familie zu Hause. Bin so um 11:45 Uhr mit dem Radl von daheim weg und über Tulfes nach Volders gefahren. Der Gepäcktransport hat mir dann das Rad zum Ziel auf die Voldertaler Hütte auf 1376 m mitgenommen. Der Volderer Berglauf ist ja mit seinen 9,2 km Streckenlänge und ca. 850 hm (mit den kleinen Gegenanstiegen) recht interessant. Allerdings sind die letzten 4,5 km recht flach und nicht gerade mein Terrain - weil ich halt in der Ebene einfach nicht mehr der Schnellste bin und das auch nicht trainieren mag. Am Start wieder ziemlich schlapp, aber nach ca. 5 min. ging es dann besser. Manuel Natale, der ja als Radfahrer bekannt, dort auch sehr erfolgreich ist und seit letztem Jahr auch gelegendlich bei Bergläufen mitmacht, war die ersten 10 min. dicht hinter mir. Aber dann konnte ich mich doch langsam von ihm absetzen und lief von da an ein einsames Rennen. So ein Rennverlauf ist mir natürlich schon am liebsten, aber schinden tue ich mich dann eigentlich nicht mehr so richtig. Der richtige Berglauf geht ja eigentlich nur bis zum Volderwildbad (erste Rennhälfte) und bis dahin bin ich, glaube ich, ganz gut unterwegs gewesen. Dann in der flachen zweiten Rennhälfte hab ich bei den Flachpassagen doch einiges an Zeit liegen gelassen, weil ich auch immer auf meinen Problemmuskel, den hinteren rechten Oberschenke,l achtgeben muss. Lief dann in 45:48 min. durch's Ziel (ca. eine Minute langsamer als vor bei meinem letzten Start vor 3 Jahren), 2. wurde Manuel Natale in 48:02 min. und 3. Matthias Schiechtl in 49:55 min. Die Ergebnisse gibt's auf www.blt-volders.at. Nach ca. 30 min. Pause bin ich dann mit dem Radl auf der richtig feinen Schotterstraße bis zum Melkboden auf ca. 2250 m geradelt und dann teils gehend und laufend auf's Naviser Jöchl und weiter bis zur Grafmartspitze auf 2720 m - dort war ich dann ganau um 16:00 Uhr bei schöner abendlicher Sonne und Windstille. Dann hab ich doch bissl einen Stress gekriegt - bin dann laufend zurück zum Radl und hab es dann auf der 1700-hm-Abfahrt bis nach Volders richtig laufen lassen und war kurz nach 17:00 Uhr gerade recht zur Siegerehrung. Die Heimfahrt nach Sistrans mit dem recht schweren Geschenkskorb über's Hasental, gerade so beim Dunkelwerden, war dann auch nochmal eine kleine Tour für sich. Ein schönes Tagl war's auf jeden Fall.  

30.09.12: Hochfelln-Berglauf in Bergen/Bayern: Dieser Berglauf mit 8,9 km Streckenlänge und 1174 hm findet nun schon zum 39. mal statt. Damit ist er einer der ältesten Bergläufe überhaupt und auch Deutschlands bedeutenster und wohl einer der weltbestbesetzten Bergläufe. Lange war er ja auch beim bis vor einigen Jahren durchgeführten Berglauf-Grand-Prix (so eine Art Weltcup) einer von 4 bzw. 5 Austragungsorten. Außerdem fand auf dieser Strecke im Jahre 2000 die Berglauf-WM statt - damaliger Sieger Jonathan Wyatt.  Ich hab bei diesem Berglauf noch nie mitgemacht und hab mich dann nach längerem Hin und Her heute früh ins Auto gehockt und bin hingefahren. Sicher, es ist eine Fahrerei bis zum Chiemsee,  aber als Gewissensberuhigung hab ich mir gesagt, dass von den ersten 15. fast alle eine sehr viel weitere Anreise als ich haben. Als ich mich um 9:15 Uhr nachmelden wollte, war es zu spät - pah, bin ich echt umsonst hingefahren! Hab's dann aber doch irgendwie geschafft für eine Läuferin, die abgesagt hat, zu starten - es hat dann auch mit der Ergebnisliste Gott sei Dank geklappt - das war mal wieder ganz schön ein Stress.                 Bei den heute anwesenden Spitzenbergläufern, wurde vom Start weg sehr schnell weggebolzt. Die ersten 1,3 km waren recht flach und ich mal wieder furchtbar langsam. Mein hinterer rechter Oberschenkelmuskel spielte Gott sei Dank einigermaßen mit. Als es dann endlich steiler wurde, war ich dann ständig am Überholen. Die Strecke ist richtig fein zu laufen - ein schöner Steig mit oft größeren Steinen, die allerdings wegen dem nächtlichen Regen teils etwas rutschig waren. Um so weiter man nach vorne kommt, um so zacher wird das Überholen, weil man ja nicht mehr viel schneller ist. Schön war für mich, als ich an den mehrfachen Berglaufweltmeister und 1 Jahr jüngeren Antonio Molinari vorbei kam. War dann bis kurz vorm Ziel am 10. Platz - leider hat mich dann noch am Schluss, der erst 18-jährige Robert Wimmer überholt und so lief ich mit einer Zeit von 47:11 min. als 11. ein und hab somit die Preisgeldränge knapp verpasst. Die Siegerliste liest sich wie das Who is Who des Berglaufes - gewonnen hat wie im im Vorjahr der Schweizer David Schneider in 43:23 min., 2. wurde der Pole Andrzey Dlugosz in 43:42 min., 3. der Italiener Antonio Toninelli, 4. der Neuseeländer Jonathan Wyatt in 44:28 min., 5. der Tcheche Robert Krubicka, 6. Marco DeGasperi, 7. wieder ein Italiener, 8. der Südtiroler Thomas Niederegger in 46:38 min. 9. der Oberpfälzer (wo ich ja auch geboren bin) Korbinian Schönberger in 46:40 min., 10. wie gesagt Robert Wimmer in 46:57 min., 11. ich, 12. wieder ein Italiener, als Gesamt-13. lief die amtierende Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr als schnellste Dame in 47:53 min. ein und 14. wurde der Italiener Antonio Molinari in 48:03 min. - die Ergebnisse gibt's unter www.hochfellnberglauf.de/html/ergebnisse.html.                   Beim Hochfelln-Berglauf sind traditionell immer sehr viele Italiener am Start, weil sie diesen Lauf immer mit einem Besuch des Oktoberfestes in München verbinden - leider gehen sie erst nach dem Lauf dorthin. Oben gab's dann als Läuferverpflegung ein richtiges Essensbuffet - man hat kaum gewusst, was man zuerst essen sollte. Mit vollen Bäuchen sind wir dann mit der Bahn nach unten gefahren. Bei der Siegerehrung hat es dann ganz gut ausgeschaut, dass in meiner Alterklassenwertung M45, ich am obersten Treppchen und rechts und links von mir die mehrfachen früheren Berglaufweltmeister Antonio Molinari und Helmut Schmuck standen - da hab ich mich auch wieder erinnert, dass ich ja heuer in dieser Altersklasse Europameister wurde.

23.09.12: Aldranser Alm Bike und Run: Dieses Rennen findet ja absolut auf meiner Hausstrecke statt. Keiner fährt wahrscheinlich mit dem Radl den Aldranser Alm Weg so oft rauf wie ich, da ich ja auch für meine Hausberge Viggarspitzl und Glungezer hier rauf fahre. Auch laufe ich ja hin und wieder auf die Aldranser Alm und da ist das steile direkte Wald-Steiglein optimal. Von mir daheim sind's auf die Aldranser Alm genau 600 hm und nach ca. 1 km Forstweg geht's rein in den schönen Waldsteig. Mit dem Forstwegabschnitt sind es für die 600 hm nicht mehr als 3 km. Der Start vom Rennen ist etwas oberhalb von meinem Haus und nach den Höhenschichtlinien der AV-Karte auf genau 935 m. Somit beträgt beim Rennen der Höhenunterschied zur Alm auf 1511 m genau 575 m. Letztes Jahr wurde zum ersten Mal neben dem Radrennen auch ein Lauf auf damals freiwählbarer Strecke durchgeführt. Mir gefiel die Idee sofort und heuer wollte ich unbedingt wissen, wie schnell ich auf die Aldranser laufend rauf komme. Den Streckenrekord beim Radfahren kann ich ja bisher auch mit 23:09,8 min. halten - das schaut schon schon ziemlich schnell aus, aber geht es am Ende vielleicht auf dem steilen Weg zu Fuß noch schneller (allerdings verliert man als Läufer beim recht flachen Forstwegteil etwas)? Am vergangenen Donnerstag haben Hauptorganisator Armin Niederkofler und ich die lässige Berglaufstrecke mit Bändern markiert. Ich wollte dann auch, dass unbedingt Läufer und Radfahrer gleichzeitig starten, so dass man einen direkten Vergleich hat - zumal die Läufer 3 mal die Radstrecke kreuzen und man damit unterwegs schon ungefähr weiß wie man liegt. Auch ist der gleichzeitige Start für die Zuschauer spannender. Sicher, um Rekordzeiten zu machen ist es natürlich nicht optimal, wenn man am Vortag ein Rennen macht, aber gestern war natürlich für mich auch ein lässiger Tag.             Wie immer war mein Beginn wieder eine zache Angelegenheit, aber dann auf dem steilen Steig ging's besser. Mein größter Konkurrent, Naturtalent Florian Zeisler, lief immer dicht hinter mir und auch im Steilen wollte er sich zunächst nicht abschütteln lassen. Nach ca. 10 min. endlich, blieb er ein wenig zurück. Ich kämpfte mich bei dem wirklich sausteilen Weg so gut es ging nach oben und merkte, dass ich nicht so schlecht unterwegs war und eigentlich schneller als die schnellsten Radfahrer sein müsste. Nach der Uhr im Ziel lief ich in genau 23:20 min. durch (die Zeitnehmer schreiben dann 23:22,9 min.). Habe zwar damit meine Radbestzeit um ca. 12 sek. verpasst, aber bin mit der Laufzeit auch sehr zufrieden. Außerdem hab ich mich gefreut, dass ich über 2 min. schneller als der schnellste Radfahrer, Gerhard Omminger in 25:29 min. war. Florian Zeisler lief auch ein richtig gutes Rennen, er benötigte 24:38,5 min. 3. Läufer wurde der Sieger vom Vorjahr, Gerhard Baldemair in 26:07,7 min. und recht knapp dahinter auch sehr stark, Paul Sadjak mit 26:35,3 min. Dier Ergebnisliste gibt's bald auf www.rc-aldrans.at. Erfreulich, dass sage und schreibe 88 Teilnehmer dabei waren und es haben heuer viele mitgemacht, die sonst nie an Rennen teilnehmen und die meisten werden überrascht gewesen sein, wie schnell man rennenmäßig auf die Aldranser Alm kommt - auch einige Kinder sind wirklich schnell oben gewesen. Ich hab's mir natürlich nicht nehmen lassen die Zeit vor der Siegerehrung für das Viggarspitzl zu nutzen. Draußen auf der urigen Aldranser Alm bei der Bussl-Gitti war's dann auch noch richtig gemütlich. Eine wirklich gelungene Veranstaltung des RC-Aldrans.

22.09.12: Brixner Hütte Lauf in Vals am Eingang Pustertal: In Südtirol ist ja Berglauf viel populärer als bei uns und sie machen auch wirklich sehr schöne alpine Läufe. Z. B. veranstalten 3 Hüttenwirte der AVS Sektion Brixen jeweils einen schönen Berglauf auf ihre Schutzhütte - die sog. Dreihüttenkombination (http://www.zkgvintl.info/PDF/Dreihuettenkombination%202012.pdf). Diese wird heuer nach einer 5-jährigen Pause (früher Schutzhüttenkombi) zum 2. mal durchgeführt und letzte Woche bin ich drauf aufmerksam geworden. Heute, Samstag früh, war bei uns das Wetter ziemlich schlecht und für Südtirol recht schön vorhergesagt - sollte ich echt hinfahren, morgen wäre ja das Aldranser Alm Rennen und dafür sollte ich mich ja schonen. Außerdem bin ich ja schon länger nicht mehr Auto gefahren und will ja eigentlich nicht weit herumfahren. Ein bissl ein schlechtes Gewissen hab ich dann schon gehabt, als ich mich ins Auto gesetzt habe und doch hingefahren bin. Übern Brenner ist ja man schnell und so hat die Autofahrt knapp über eine Stunde gedauert. Beim Startort in Vals (oberhalb von Mühlbach) hab ich dann den Gepäcktransport verpasst - aber Gott sei Dank hat mir dann doch jemand meinen Rucksack raufgetragen - danke.                 Was ich nicht gewusst habe, war, dass die ersten ca. 1,5 km bei diesem Lauf brettleben dahin gehen und da ich ja bei den letzten beiden Läufen mit ebenen Beginn an der rechten Oberschenkel-Hinterseite eine leichte Zerrung erlitten habe und den Lauf dann jeweils abbrechen musste, habe ich einen ziemlichen Bammel vor der Flachstrecke gehabt. Bin dann auch noch bedächtiger als sonst gestartet und ganz locker gelaufen. Es ging Gott sei Dank gut und bergauf hab ich dann aufholen können. Bei der Fane Alm nach einem 2. Flachstück lag ich dann an 2. Stelle hinter Michael Nocker, der vor 2 Wochen beim sehr stark besetzten Dreizinnenlauf 8. wurde. Mir ging es aber sehr gut und nach 60% bis 70% der Strecke konnte ich ihn überholen. Der Lauf auf die Brixner Hütte mit 8 km und 933 hm ist ein sehr schöner Berglauf, wo sich immer wieder flachere und steile Abschnitte abwechseln. Das Ziel auf die sehr schön gelegene Brixner Hütte auf 2307 m erreichte ich als Erster in 47:28 min. Der Streckenrekord von Urban Zemmer aus dem Jahre 2008 beträgt 46:42 min. - schade, dass ich am Anfang so arg langsam gelaufen bin - aber besser so, als wenn ich wieder abbrechen muss. 2. wurde Michael Nocker in 48:28 min. und 3. Tobias Weissteiner in 48:52 min - die Ergebnisliste gibt's hier und bald auf www.zkgvintl.info. War ein schöner Erfolg für mich, weil in Südtirol einen Berglauf zu gewinnen ja nicht so einfach ist. Bis zur Siegerehrung auf der Hütte war noch Zeit und so sind wir auf den Wurmaulkogel auf 3022 m und haben die schöne Aussicht genossen. Bei der Preisverteilung und bei der Tombola gab's dann richtig schöne Sachpreise, so dass sich für die meisten der Lauf auch preismäßig richtig "gelohnt" hat - die Südtiroler verstehen halt Bergläufe zu organisieren. Ein sehr schöner Ausflug ins sonnige Südtirol.

16.09.12: Roter Aar in Sistrans: Dieser Teamwettbewerb in meinem Wohnort fand nun auch schon zum 18. mal statt. "Leider" gibt es an diesem Wochenende mitte September immer ein schönes Rennen am Tag davor, so dass ich immer etwas "angeschlagen" bei meinem Heimrennen dabei bin. Gestern mit dem schweren Bettelwurflauf sind mit Radhinfahrt und kleiner Bergtour auch wieder insgesamt 2150 hm zusammengekommen. Naja, ist ja gleich, so wichtig ist es ja auch wieder nicht, ob man ein bisschen schneller oder langsamer ist - Hauptsache das Drumherum und die Gaudi passt.             Wie letztes Jahr war mein Teamkollege, als Radfahrer, mein Vereinskamerad (RLC Wohnrecht Innsbruck) und Freund Christian Ragg, der ja ebenfalls in Sistrans wohnt. Letzte Jahr haben wir den Teamwettbewerb gewonnen. Allerdings bekommt man den großen schönen geschnitzten Adler erst, wenn man 3 mal hintereinander mit dem gleichen Team gewinnt. Das ist vor allem bei den Männern wohl eine aussichtslose Aufgabe, weil ja dann 3 Jahre hintereinander immer alles passen muss. Unsere größten Teamkonkurrenten waren heuer Manuel Natale als Radfahrer und Philipp Brugger als Läufer. Die Frage war, wie viel verliert Christian gegenüber Manuel und wieviel muss ich dann gegenüber Philipp beim Laufen aufholen. Zuerst fahren die Radfahrer von der Kirche auf die Sistranser Alm und 30 min. später werden die Läufer beim Beginn der Almstraße gestartet. Die ersten paar Minuten nach dem Start tat ich brutal hart - es war so als wenn ich Bleischuhe an den Füßen hätte. Nach ca. 7 Minuten konnte ich endlich zu Philipp aufschließen, dicht folgte mir dabei Florian Zeisler. Allmählich konnte ich mich dann von den beiden lösen. Aber so einen richtig guten Vorsprung konnte ich leider nicht herausholen. Durch's Ziel lief ich mit 26:30 min. (die Rekordzeit ist ja von Alfred Mandl und mir in 25:06 min.). Den Laufwettbewerb beim Roten Aar hab ich nun schon zum x mal gewinnen können. Florian folgte mit 27:18 min. und 3. wurde Philipp in 27:43 min. Christian hat mich ja das letzte Stück mit dem Rad begleitet und weil er nix geredet hat, wusste ich eigentlich schon, dass es ihm nicht besonders gut gegangen ist. Leicht verkühlt erwischte er einen rabenschwarzen Tag und brauchte 31:27 min (seine Bestzeit: 28:25 min.). Als erster war bei den Radfahrern Manuel Natale in 27:46 min. auf der Alm. So haben damit Natale/Brugger deutlich mit einem Vorsprung von fast 2,5 min. gewonnen. Ganz knapp wurde es dann um den 2. Platz - aber hierbei lagen wir glücklicherweise mit 12 sek. vor Schafferer Erich + Florian Zeisler voran.               Gefreut habe ich mich aber dann über meine Frau Rikki, die ja nun schon zum 3. mal hintereinander mit ihrer Laufpartnerin Regina Helfenbein-Follmann gewonnen hat und damit endlich den schönen geschnitzten Holzalder mit heim nehmen darf. Oben auf der Alm war es dann schön gemütlich und sonnig und ich hab es mir dann nicht entgehen lassen am späten Nachmittag noch einen Abstecher auf meinen Hausberg, das Viggarspitzl, zu machen. Ergebnisse und sicher bald Fotos gibt's unter www.sv-sistrans.at.

15.09.12: Bettelwurfhüttenlauf: Markus Wurzer und sein Team von Lauf Los Tirol (www.lauflostirol.at) haben diesen super Berglauf mit 6 km und 1290 hm (nach Karte) nun schon zum 10. mal durchgeführt. Wie die Zeit vergeht? Ich kann mich noch genau an die 1. Ausgabe im Jahre 2003 erinnern, wo wir im Nebel bei Regen und teilweise Schneefall raufgelaufen sind - damals hab ich knapp vor Reinhard Hurt gewinnen können. Markus hat ja immer gesagt, 10 mal Bettelwurflauf ist eine gute Zahl, dann möchte er ihn nicht mehr organisieren. Ist natürlich jammerschade, weil es ja in der Gegend um Innsbruck (und auch tirolweit) kaum richtige Bergläufe im alpinen Gelände gibt - mir fallen da eigentlich nur unser Glungezer-Berglauf und der Schlickeralmlauf ein. Verstehen kann ich Markus aber schon auch - es ist halt jedes Jahr ein großer Aufwand einen solchen Lauf durchzuführen. Schließlich braucht es Sponsoren, die ja heutzutage nicht so leicht für Bergläufe zu begeistern sind, dann eine Zeitnehmung, dann hat ja Markus immer ein super Finisher-Geschenk (heute eine geniale Laufhose, die übers Knie drüber geht mit Bettelwurfhüttenlauf-Sticker - so eine wollte ich ja schon immer). Dann müssen auch die Wirtsleute der Bettelwurfhütte Gabi und Robert Lukasser (www.bettelwurfhuette.at) voll dahinter stehen und für die Bewirtung sorgen (stellen jedes Jahr das Läuferessen gratis zur Verfügung) . Es braucht Leute für die Labestationen und für den Rucksacktransport, die Homepage muss gewartet werden und schließlich ist bei so einem Lauf das Wetter immer ein großer Unsicherheitsfaktor.                     Heuer zum voraussichtlich letzten mal musste ich natürlich unbedingt dabei sein - so hab ich auch nicht viel überlegt und dafür sogar, das am gleichen Tag stattfindende, Thaurer Mountainbikerennen, was ja eigentlich eines meiner Lieblingsrennen ist, sausen zu lassen. Eine zusätzliche Motivation war für mich evtl. den Streckenrekord zurück zu holen. Hab ja länger mit 54:55 min. den Rekord gehalten, bevor Alex Rieder im Jahre 2010 ihn auf 53:43 min. gedrückt hat. Als es allerdings am vergangenen Donnerstag bis auf rd. 1700 m runter geschneit hat, wurde dieses Vorhaben in weite Ferne gerückt. Am Freitag kam dann am Nachmittag auch im Bettelwurfstock endlich die Sonne raus und der Schnee schmolz wieder einigermaßen. Der Start am Samstag wurde dann um 30 Minuten verschoben, so dass oben die verbliebenen Schneepassagen noch mehr Zeit haben zum Auftauen. Starke Konkurrenz hat sich heuer mit Alex Fasser (www.alexfasser.com), dem amtierenden österreichischen Meister im Skibergsteigen, der sogar im Weltcup vorne mitmischt, angekündigt. Alex trainiert ja unter profihaften Bedingungen und nutzt im Herbst steile Bergläufe als Vorbereitug für die Wintersaison.                     Mein Training ist natürlich im Hinblick auf die Rennen nicht gerade optimal - mache ja überhaupt sehr viele lange Touren und brutal viel Höhenmeter. An Intervalle brauche ich gar nicht zu denken, weil ich dafür einfach zu müde bin. Traue es mir eigentlich gar nicht zu sagen, aber im August hab ich 59000 hm zusammen gebracht. So ziemlich schlapp fühlte ich mich dann wieder am Start bei ziemlich kalten 9° im Halltal auf 790 m und leider bewölktem Himmel. Nach 5 min. kam ich dann einigermaßen in die Gänge und ich konnte zur Spitze mit dem Osttiroler Martin Schneider (ein Spezialist im steilen Gelände) vorlaufen und die Führung übernehmen und langsam auf der Asphaltstraße einen kleinen Vorsprung herausholen. Nach dem Bettelwurfeck auf 1080 m im Schotter wurde der Vorsprung vor Alex Fasser und Martin Schneider dann ein klein wenig größer. Bei rd. 1400 m geht es dann in den "Felsensteig" und dort war ich dann vor den beiden so 30 sek. voraus. Spannend war es schon für mich, weil ja Alex und Martin im steilen Gelände richtig gut sind. Dort kann man dann nicht mehr alles laufen, weil einfach die Felsstufen zu hoch sind und man oft auch die Hände mitbenützen muss. Beim Juchezer auf ca. 1760 m (wo man die Hütte zum ersten Mal sieht) war ich in ca. 39:30 min und meinen kleinen Vorsprung habe ich Gott sei Dank halten können. Jetzt spekulierte ich doch wieder ein bissl mit dem Rekord. Stellenweise wurde es dann aber etwas matschig vom Restschnee - aber eigentlich ging es bis auf wenig rutschige Stellen ganz gut. Alex war weiterhin nicht weit hinter mir. Schließlich lief ich mit 54:20 min. ins Ziel, Alex in 55:01 min. und Martin mit 55:10 min. 4. wurde Lukas Mölk in 58:14 min., 5. David Denifl in 58:18 min., 6. ein alter bekannter Skitouren-Rennläufer mit Manfred Holzer in 58:46 min. und 7. Florian Zeisler mit 59:40 min. blieb er auch noch unter einer Stunde. Habe mich dann im Ziel schon gefreut, weil, vor einem Alex Fasser im Ziel zu sein, schon nicht schlecht ist.                      Ein kleiner Wermutstropen war allerdings, dass ich den Rekord um 37 sek. verpasst habe. Glaube schon, dass es bei trockener Strecke auch im oberen Teil ziemlich knapp geworden wäre, weil ich ja wenn es rutschig ist, immer sehr ängstlich bin, dass ich mir weh tue. Ging dann noch Richtung Kl. Bettelwurf, musste aber dann bei ca. Weghälfte umdrehen, weil ich einen wahnsinnigen Hunger bekam.                Oben auf der Hütte war's dann richtig gemütlich und lustig. Die Siegerehrung von Markus Wurzer war dann auch wieder mal sehr unterhaltsam. Ich bekam dann als Preis, neben der sehr schönen von einem Künstler gefertigten Schnappsflasche aus Ton, nachgewogene 6,5 kg Nudeln und 2,5 kg Müsli. Das war dann mal wieder gar nicht so einfach die fast 1300 hm nach unten zu transportieren.                  Ja, Markus, sollte das wirklich der letzte Bettelwurfhüttenlauf gewesen sein - wäre wirklich jammerschade um den einmalig schönen alpinen Lauf mit der besonders lässigen Stimmung auf der Bettelwurfhütte. Schade, dass ich von den 10 Bettelwurfhüttenläufen nur 5 mal dabei war. Aber schön ist natürlich, dass ich dabei 4 mal gewonnen habe und den 1. und 10. gewinnen konnte.               Markus, wie ja bei der Siegerehrung schon angesprochen, vielleicht können wir in Zukunft mal miteinander eine super lässigen Lauf organisieren.     Hier die Ergebnisliste vom Lauf.

01.09.12: Berglauf-WM in Temù - Ponte di Legno (Italien beim Tonale Pass): Berglaufen ist ja leider nicht olympisch und so ist die begehrteste Veranstaltung im Berglaufsport die Weltmeisterschaft. Sie wird jährlich abwechselnd einmal auf einer reinen Bergauf-Strecke und einmal auf einer Bergauf-Bergab-Strecke durchgeführt. Heuer war eigentlich wieder eine reine Bergauf-Strecke an der Reihe. Doch die Strecke in Ponte di Legno beinhaltet auch ca. 300 hm lange Bergabpassagen - vgl. www.wmrc2012.it. Im Berglauf lief es ja bei mir heuer insgesamt ganz gut und so hat mich der österreichische Berglaufchef Helmut Schmuck für die Weltmeisterschaft nominiert. Aufgrund der Strecke schon etwas überraschend und vielleicht auch von Ausfällen von anderen Läufern begründet. Natürlich habe ich mich gefreut, bei der WM für Österreich starten zu dürfen, vor allem da es ja wahrscheinlich aufgrund meines doch schon fortgeschrittenen Alters die letzte Gelegenheit sein würde. Allerdings hat mir die Strecke schon etwas Kopfzerbrechen bereitet, da sie mit 14,5 km und insgesamt 1100 hm recht flach verläuft und noch dazu wie gesagt eine knackige Bergabpassage beinhaltet.           Deshalb habe ich mein Training etwas umgestellt und hab auch ein paar flache Läufe eingestreut. Leider sind meine Muskeln auf dieses flache Laufen gar nicht eingestellt gewesen und so hat es an der rechten Oberschenkel-Hinterseite bald zum Ziehen angefangen. Beim Tegelberglauf musste ich kurz nach dem Start aufgeben, da sich eine leichte Zerrung bzw. Muskelüberdehung eingestellt hatte. Bis 1 Woche später beim Glungezer-Berglauf wurde es dann wieder gut und ich dachte danach eigentlich gar nicht mehr an die Gefahr Zerrungen zu erleiden. Eine Woche vor dem WM-Termin nahm ich als Vorbereitungsrennen beim Kitzbüheler-Horn-Berglauf teil und bei den ersten 3,5 flachen Kilometern merkte ich bald wieder die Oberschenkel-Hinterseite. Kurz vorm  Alpenhaus nach ca. 2/3 der Strecke, an 5. Stelle liegend, wurde es dann schlimmer und ich stieg vorsichtshalber aus dem Rennen aus. Eigentlich dachte ich, dass es schnell wieder gut werden würde. Doch leider machte sich beim Laufen, an den vergangenen Tagen, immer das Ziehen an der rechten Oberschenkel-Hinterseite bemerkbar. So hat ein Start bei der WM natürlich keinen Sinn und ich habe Helmut Schmuck angerufen, ob er statt mir jemand anderen mitnehmen kann.             Für mich schon schade, dass ich nicht dabei sein kann, aber für das österreichische Nationalteam wird mein Ausfall keine besondere Schwächung sein, da weiterhin 4 Läufer für die Mannschaftswertung mitlaufen und ich selber ja auch aufgrund der Strecke nicht vorne dabei gewesen wäre. Einen Vorbericht über die Berglauf-WM gibt's unter www.oelv.at/news/detail.php?id=4097.           Einen Bericht über das österreichische Abschneiden bei der WM gibt es beim ÖLV unter: www.oelv.at/news/detail.php?id=4102. Herausragend mal wieder Andrea Mayr als Weltmeisterin und auch Simon Lechleitner war sehr stark mit Platz 21.

12.08.12: Glungezer-Berglauf: Letzte Woche bin ich ja zum Tegelberglauf nach Füssen gefahren, auch um zum letzten Mal für unseren Glungi-Berglauf zu werben. Nach dem Start ging's dort ein Stück bergab und leider habe ich mir da eine Muskelzerrung an der rechten Oberschenkel-Hinterseite eingefangen. Konnte nicht mehr weiterlaufen und musste mit der Bahn nach oben fahren, um mein Gepäck zu holen. Habe zwar noch einige Ausschreibungen verteilt, aber die Fahrt nach Füssen war mit der eingehandelten Verletzung eine leider ziemlich sinnlose Aktion und ob ich für unseren Glungezer-Berglauf wieder fit werde, war natürlich auch sehr fraglich. Die letzte Woche ging das Radlfahren eigentlich ganz gut und das Berggehen und Bergauflaufen so einigermaßen. Flachlaufen konnte ich erst wieder am Samstag. Wie wird es mir da am Sonntag bei unserem großen Berglauf gehen?

Das Wetter war ja perfekt vorhergesagt und obwohl ich ja auch in Bayern und Südtirol recht viel Werbung gemacht habe, haben sich die Anmeldungen eher in Grenzen gehalten. Wir haben ja gehofft, dass vor allem Leute kommen, die die 2100 hm als Herausforderung und den Aussichtsberg als Erlebnis sehen und denen es gleich ist, wenn sie länger als 3 Stunden bauchen. Leider blieben diese Leute fast völlig aus. Beim Zugspitz- oder Großglocknerlauf zieht halt einfach schon der Name und die nicht so schnellen Läufer sind hier der große Anteil des Starterfeldes. Vom Namen her kann da natürlich unser Glungezer nicht mithalten, wenn er aber ein 3000er wäre, dann würden wahrscheinlich gleich viel mehr teilnehmen.             

Wegen den Problemen mit den Parkplätzen starteten wir heute nicht wie letztes Jahr direkt an der Karlskirche, sondern ein paar Höhenmeter oberhalb beim Fußballplatz bzw. Friedhof. Die Laufstrecke war damit um so ca. 1,5 min. kürzer als letztes Jahr. Die gesamte Strecke kann man ja eigentlich in 2 "Halbzeiten" einteilen. Die erste Halbzeit mit ca. 9,5 km und 1000 hm verläuft ja 3,5 km auf der asphaltierten Kleinvolderbergstraße und dann meist auf Almstraßen an den Stiftsalmen vorbei (zwischendrin ca. 120 hm sehr steil auf einer Almwiese) bis Halsmarter auf 1560 m. Die zweite Halbzeit mit nur ca. 5 km und 1100 hm geht dann meist ziemlich steil über die Skipiste bis zum Tulfeinjöchl auf 2270 m und weiter auf dem Steig zum Glungezer auf 2670 m.          

Mit dabei war ja heute wieder der Allgäuer Michael Barz, der ja beim Zugspitzlauf immer ganz vorne um den Sieg mitläuft und auch der 4-fache österreichische Staatsmeister Alex Rieder, der nach einer 3-monatagen Wettkampfpause wieder Lust auf Rennen hat. Alex war natürlich Favorit und er lief beim ersten eher flacheren Kilometer schon einen beträchtlichen Vorsprung heraus. Ich natürlich am Anfang nie der Schnellste und wenn's flach ist noch langsamer, musste heute noch zusätzlich wegen meinem angeschlagenen Oberschenkel Acht geben. In der ersten Lauf-Halbzeit sind ja einige flache Abschnitte enthalten und diese ging ich ziemlich vorsichtig an - aber Gott sei Dank blieb es bei einem leichten Ziehen. Alex war bald eine Minute voraus und ich konnte mich langsam von Michael Barz und von Alexander Hirschberg aus Bayern absetzen.          Bei der Mittelstation auf Halsmarter lief Alex in 49.49 min., ich in 51:01 min., Michael in 51:37 min. und Alexander in 51:49 min. durch. Danach wurde es um einiges steiler, aber ich wusste, dass Alex Rieder auch das steile Gelände mag. Beim Tulfeinjöchl war dann lt. den Zuschauern mein Rückstand zu Alex noch ca. 50 Sekunden - eigentlich zu viel und so gab ich mich mit dem 2. Platz zufrieden.

Den letzten Abschnitt mit ca. 400 hm kenn ich natürlich in- und auswendig. Zusätzlich beflügelten mich die zahlreichen Zuschauer, die mich schön angefeuert haben - Danke dafür. Mir ging es auch richtig gut und die befürchteten leichten Wadenkrämpfe blieben aus. Bei diesem letzten Abschnitt kam mir sicher mein Heimvorteil mit den Kenntnissen der verschiedenen Steige zu Gute und dass ich ziemlich gut höhenakklimatisiert bin, weil ich ja sehr oft in diesen Höhen unterwegs bin. Ich kam dann tatsächlich langsam näher und als ich das merkte holte ich nochmals alles aus mir heraus. Alex hatte dann auch noch Pech als er ziemlich ausgerutscht ist. Ca. 100 hm vorm Ziel konnte ich tatsächlich Alex überholen und gleich einen kleinen Vorsprung herausholen. Obwohl wir beide Tourenfreunde sind und uns sehr gut verstehen, schenkten wir uns nichts und ich schaffte es tatsächlich 22 Sekunden vor Alex mit einer neuen Rekordzeit von 1:39:43 h durch's Ziel zu laufen. 3. wurde Michael Barz in 1:43:20 h und 4. Alexander Hirschberg in 1:46:04 h. Bei den Damen gewann Petra Gloggner aus Bayern in 2:06:00 h.            

Ich hab mich dann natürlich über den unerwarteten Heimsieg, vor allem weil er so hart erkämpft war, richtig gefreut. Alex war logischerweise schon etwas enttäuscht - aber fast immer war ja er bei den Rennen vor mir und heute war es eh erst das 3. Mal, dass ich vor ihm oben war. Die Idee für diesen Berglauf ist zwar von mir, aber letztendlich umgesetzt hat es Koni Gatt mit dem SV Tulfes. Ich versuche halt möglichst viel Werbung für diesen fast einzigartigen Berglauf zu machen. Das Wetter war heute natürlich auch perfekt und so war es sicher für alle Teilnehmer ein Erlebnis auf dem Glungezer zu stehen und ins 2100 hm tiefer unten liegende Inntal zu blicken. Wir machten es uns zuerst auf der Glungezerhütte (www.glungezer.at) gemütlich. Hüttenwirt Gottfried hat dort gleich eine Flowerzeremonie mit schönen Almensträussen organisiert und eine kleine Dixieband sorgte obendrein für Stimmung. Unten in Tulfes beim Tuxerbauern fand dann die Siegerehrung statt und es wurde natürlich noch bis zum Finsterwerden (für den harten Kern noch länger) gefachsimpelt und gefeiert. Mal wieder ein herrlicher Tag in Tulfes. Die Ergebnisse gibt's unter www.svtulfes.at.

29.07.12: Schlickeralmlauf: Das schlechte Wetter hat ja heute kaum eine Bergtour zugelassen. Ein Berglauf ist zwar dann auch nicht garade ein Vergnügen, aber immerhin machbar. Weit ist es ja für mich nicht ins Stubaital und so stand ich beim Schlickeralmlauf mal wieder am Start. Der Lauf hat ja schon eine sehr lange Tradition - immerhin schon der 24te. Es fanden ja schon 2 mal Berglauf-Weltmeisterschaften und 1 mal eine Europameisterschaft auf dieser schönen, abwechsungsreichen und schwierigen Laufstrecke statt. Bis vor ca. 4 Jahren war er ja auch beim früher jährlich durchgeführten Berglauf-Grand-Prix (so eine Art Weltcupserie) dabei. Doch leider hat der schöne Lauf seit ein paar Jahren ganz schön an Popularität verloren. Woran dies eigentlich liegt, weiß ich auch nicht genau - aber vielleicht liegt es an der recht schwierigen Strecke und vielleicht, weil der Veranstalter Spitzenläufer einläd. Wie letztes Jahr wurden wieder die Kenianer engagiert, die den Sommer über in Österreich verweilen.               Ich bin natürlich auch nicht begeistert, wenn diese unglaublich schnellen Leute dabei sind. Heute wurde sogar Jonathan Wyatt vom Sieger 2,5 min. abgehängt. In Kenia ist ja für viele das Laufen die einzige Chance irgendwie an Geld zu kommen. Die Kenianer, die bei uns den Sommer verbringen, wurden in Afrika ausgewählt, um bei uns Preisgelder zu erlaufen. Nach heutiger Aussage des Managers gehört 70% dann den Läufern und 30% muss an die Organisation bzw. nach Afrika abgegeben werden. Wer keine Preisgelder erläuft, ist wahrscheinlich nächstes Jahr nicht mehr dabei, da ja genug andere auf ihre Chance warten. Also mit uns Hobbyläufern hat das nix mehr zu tun - hier geht es echt ums Geld, vor allem da ja in Kenia das erlaufene Preisgeld sicher das 10- bis 20-fache wert ist, als bei uns. Einer unter diesen Kenianern ist ja angeblich den Marathon schon in 2:09 h gelaufen - also eine Weltklassezeit. Warum sich diese bei Bergläufen beteiligen ist mir nicht ganz klar - vielleicht liegt es ja auch daran, dass sie keine Dopingkontrollen befürchten brauchen.                      Eigentlich habe ich mich heute gut gefühlt und bin in Anbetracht der matschigen Strecke auch ganz ordentlich gelaufen, aber so abhängen wie heute, habe ich mich noch nie lassen müssen. Die Strecke ist ja etwas länger als zu Grand-Prix-Zeiten, weil man ja um den neuen Speichersee und nach der Schlickeralm auf den neu angelegten ziemlich flachen Serpentinenweg bis zur Zirnachalm laufen muss. Trotzdem ist der Sieger Ndungu Geoffrey bei den eher widrigen Bedingung 59:59 min. gelaufen, der 2. auch ein Kenianer brauchte 1:00:39 h. 3. wurde Wyatt in 1:02:25 h, 4. der deutsche Berglaufmeister Timo Zeiler in 1:06:11, 5. wieder ein Kenianer mit 1:07:14 h, 6. der Deutsche Steffen Übel in 1:07:44, 7. ich in 1:10:07 h und 8. Andrew Syme aus Garmisch in 1:11:36 h. Die Schnellsten laufen echt, als wenn sie die Schwerkraft ausgeschaltet hätten und es brettleben dahin ginge.               Im Ziel beim Sennjoch wurde das Wetter dann besser und so sind Andrew Syme und ich noch auf den Hohen Burgstall gewandert. Ist wahrscheinlich eh viel gescheiter für sich auf die Berge zu gehen, als sich bei Rennen zu beteiligen, wo man nicht weiß, ob alles mit rechten Dingen zu geht. Ich mag ja schon gar nicht mehr den Radsport und die Olympischen Spiele verfolgen, weil halt dort einfach schon zu viel unlauterer Wettbewerb aufgedeckt wurde.                   Jetzt war sogar eine Chinesin bei den letzten 50 m Freistil im Schwimmen (400 m Lagen) schneller als Ryan Lochte und Michael Phelps - einfach nur mehr verrückt. Das wird wahrscheinlich das erste mal gewesen sein, dass eine Frau im Ausdauersport die schnellsten Männer der Welt geschlagen hat. Was da wohl die Chinesen erfunden haben? Jetzt müssen die anderen Länder "nachziehen", nicht, dass die Chinesen den Ausdauersport in Zukunft dominieren.

22.07.12: Berglauf zur Stettiner Hütte: Eigentlich wollte ich ja keine 2 Rennen am Wochenende machen, aber es haben dann doch gleich mehrere Gründe dafür gesprochen, doch nach Südtirol zu fahren. Grund 1 war wohl das Sauwetter bei uns und das doch recht sonnige Südtirol. Grund 2 war auch mal in Südtirol für unseren Glungi-Berglauf zu werben (Flyer verteilen), Grund 3 war, dass ich bisher nur gutes von diesem Lauf gehört habe und Grund 4, dass ich noch nie im Pfelderstal war. Bin also bei Regenwetter auf den Brenner zur Wetterscheide (südseits nahezu wolkenlos), weiter über den Jaufen nach St. Leonhard und bei Moos geht's dann links weg ins Pfelderstal nach Pfelders auf 1620 m. Verkehrsmäßig ist es ganz gut gelaufen und so war ich in genau 1:45 h dort. Der Lauf geht ja von Pfelders zuerst so 4 km eher flacher bis zur Lazinser Alm auf 1860 m und dann auf dem schön angelegten Serpentinenweg hinauf zur Stettiner Hütte auf 2875 m an der Südseite der Hohen Wilde (lt. Ausschreibung 10,4 km und 1255 hm). Gesponsert wird der Lauf ja hauptsächlich von Salewa und das Starterpaket, dass man für 15,- Euro Startgeld  bekommt, ist auch nicht alltäglich (vgl. Broschüre 2012 unter www.passeiertal.it/de/salewacup). Über 200 Teilnehmer machten sich dann auf den Weg. Die ersten recht flachen Kilometer fielen mir wie immer am schwersten - das schwere Rennen vom Vortag spürt man ja auch noch, doch dann am Steig konnte ich eigentlich fast alles durchlaufen. Nach ca. 30 min. hab ich mich an die 5. Stelle direkt hinter einem alten Bekannten, nämlich Roland Osele, vorgearbeitet. Ich war zwar einmal so 10 m an ihn heran, aber meist war der Abstand so 20 bis 30 m - Roland ließ einfach nicht locker. Von hinten machte dann auch ein junger Slowene ganz schön druck. Der Steig ist sehr schön zu laufen, es sind immer wieder flachere Abschnitte drinnen, wo man wieder etwas Tempo machen kann - es ist wirklich eine einmalige Berglaufstrecke. Die Kilometer haben sich dann am Schluss ganz schön gezogen, aber Roland und ich liefen, glaube ich, ein ganz gutes Rennen und kamen auch dem 3. etwas näher. Gewonnen hat Philip Götsch in 1:04:41 h, 2. wurde der Slowene Alic Simon in 1:05:27 h, 3. der Sarntaler Henry Hofer in 1:06:29 h, 4. Roland in 1:07:16 und 5. ich in 1:07:36 h. Ergebnisse gibt's unter www.passeiertal.it/de/salewacup.           Oben im Ziel bei der reichlichen Verpflegung hab ich mich schnell erholt und bin dann, um ein bissl Höhenluft zu schnuppern, auf die Hohe Wilde hinauf (immerhin 3482 m). Es ist ja einer der wenigen Berge dieser Höhe, die man bequem auf einem markierten Weg mit leichten Laufschuhen und schneefrei erreichen kann. Perfekt wär's gewesen, wenn man oben noch eine Aussicht gehabt hätte.        Unten auf der Hütte hab ich dann wieder die Werbetrommel für'n Glungi-Berglauf gerührt und meine restlichen Flyer verteilt - bin schon gespannt, ob ein paar Südtiroler auftauchen.        Für mich ist der Berglauf zur Stettiner Hütte einer der schönsten überhaupt - da stimmt eigentlich alles, die Strecke, die herrliche Gegend und natürlich die Organisation und nebenbei kann man den Lauf noch mit einer schönen Bergtour verbinden - also Prädikat *****Berglauf.

21.07.12: Karwendel Berglauf: Der sehr anspruchsvolle sog. Karwendel Berglauf (ca. 10 km und 1350 hm) geht ja von Mittenwald über die Dammkarhütte ins Dammkar, dann oben durch den Tunnel zur Karwendelbahn-Bergstation und eigentlich noch rd. 50 hm weiter bis zu einem kleinen Joch. Diese 50 hm hat man sich heute wegen dem schlechten Wetter geschenkt. Im schönen Dammkar war ich früher im Sommer öfters beim Klettern und im Winter mit Ski, weil's dort oft so einen super Pulver hat. Leider sahen wir heute von der Schönheit des Dammkars nicht besonders viel. Wetterglück hat der Organisator Kurt König in letzter Zeit ja wirklich keines. 2010 lief man auf der Ausweichstrecke auf den Hügel Kranzberg und letztes Jahr musste der Lauf wegen starkem Schneefall 2 h vorm Start abgesagt werden. Für heuer hat es wieder nicht gut ausgeschaut. Aber heute war es dann doch besser, als es der Wetterbericht vorhergesagt hat und der Lauf konnte durchgeführt werden. Erst beim Start um 14:00 Uhr fing es leicht zu regnen an, aber da war es uns dann schon gleich. Leider läuft man bei dem Lauf erst einmal 2 km brettleben zum Berg hin und da hab ich dann schon wieder mal sicher 2 min. verloren. Ich kann mich einfach nicht aufraffen, mal als Training in der Ebene zu laufen. Aber wer weiß, vielleicht tät's eh nix bringen. Dann geht's ja eine Forststraße in wechselnden Steigungen hinauf und beim sog. Bankerl geht's dann in den Steig zur Dammkarhütte - dies ist m. E. auch der schönste laufbare Abschnitt. Nach der Hütte geht's dann mehr oder weniger mitten hinein in die Schotterreisen. Hier ist dann eine besondere Technik gefragt, um möglichst kraftsparend nach oben zu gelangen. Man muss einen guten Blick haben, welche Tritte einigermaßen heben und welche nicht. Ich wohne ja nicht im Kalkgebiet Karwendel sondern am Hauptkamm mit Urgestein, so laufe ich halt auch nie im Kalk-Schotter. Kam aber trotzdem ganz gut nach oben und konnte mich im Laufe des Rennens nach meinem großen Rückstand bis zum 9. Platz vorarbeiten. Am Schluss muss man ja noch durch den ca. 450 m langen Tunnel durchlaufen, was nach dem stetig steilen Schotterwegen, nochmal eine ganz schöne Umstellung ist.             Im Zuge dieses Laufes wurden heuer auch die Bayerischen Berglaufmeisterschaften ausgetragen (Deutsche Meisterschaften finden heuer wegen internen Verbandsproblemen nicht statt) und dementsprechend stark war auch die Besetzung. Gewonnen hat allerdings kein Bayer, sondern der Pole Andrej Dlugosz in 1:01:04. 2. wurde das erst 19-jährige Naturtalent Toni Palzer in 1:02:19 h, der ja international bei den Skitourenrennen bei den Junioren alles gewinnt. Weil Toni für die Bay. Meisterschaften nicht gemeldet war, wurde somit der 3. Stefan Paternoster in 1:03:46 h bay. Berglaufmeister. Nur 5 sek. dahinter kam dann Korbinian Schönberger und als 5. der heute sehr starke Martin Echtler in 1:04:15 h. 6. wurde Ralf Preißl in 1:04:26, 7. Matthias Flade in 1:06:02, 8. John Mooney in 1:06:16, 9. ich in 1:06:20 h und 10. Andrew Syme 4 sek. hinter mir. Schade, dass der Lauf nicht noch etwas länger war, dann wären Andrew und ich noch zum 7. Platz vor gekommen. Wir beide sind ja die selben Läufertypen, vom Start weg recht langsam, vor allem wenn es flach ist und dann wenn es gut läuft oft beim Überholen. Das schöne beim Berglauf ist ja, dass jede Strecke anders ist und jeder einzelne entweder besser oder schlechter zurecht kommt - das macht die Sache auch recht spannend.          Obwohl ich ja momentan nicht in besonders guter Form bin und bei den beiden flachen Anfangskilometern ewig weit hinten lag, bin ich von den besten bayerischen bzw. deutschen Bergläufern nicht allzuweit abgehängt worden, so dass ich schon zufrieden sein kann.          Der Karwendel Berglauf ist wohl einer der schwierigsten (und bei schönem Wetter einer der schönsten) Bergläufe überhaupt und trotz des schlechten Wetters waren sage und schreibe 225 Männer und 44 Frauen heute dabei. Ergebnisse auf der homepage www.karwendel-berglauf.de. Die Fahrt nach Mittenwald hat sich auch schon deshalb gelohnt, da ich wieder fleissig Werbung für unseren Glungezer-Berglauf hab machen können.

14.07.12: Tulfer Berg-Radrennen von der Karlskirche auf den Sender: Wie ein Wunder gerade zwischen 9:00 und 10:40 Uhr kein Regen, so konnte ich sogar von daheim mit dem Rad zur Karlskirche fahren. Bei dem Rennrad-Bergrennen geht's ja zuerst mit einigen Flachstücken hinauf nach Tulfes und dann in wechselnder Steigung den Tulfer Berg rauf bis zum Sender - ca. 10,5 km und 850 hm. Weiß ja eh, dass ich schon mal viel besser mit dem Radl unterwegs war - weiß ehrlich gesagt auch nicht woran es liegt  - wahrscheinlich werd ich halt auch nicht jünger. Bin wie immer schlecht weg gekommen. Dann ging's zwar einigermaßen, hab aber ganz schön kämpfen müssen und bin als 5. durchs Ziel gefahren. Gewonnen hat der erst 16-jährige Mario Stock mit 35:41 min., 2. wurde Martin Fritz mit 36:02 min., 3. Christoph Kluge mit 36:09 min. 4. Christian Ragg mit 36:16 min., 5. ich mit 36:49 und 6. Reinhard Korntaler mit 37:02 min. (Ergebnisse unter www.sv-tulfes.at ). Mit meiner Zeit vom letzten Jahr (35:27 min.) hätt ich das Rennen sogar gewonnen - aber heuer muss ich mich ganz schön abhängen lassen. Mit dem Berglaufen kann ich ja eh zufrieden sein - hoffe, dass das Radfahren auch wieder besser wird. Danach gingen wir im Gasthaus Neue Gufl (www.neue-gufl.at) zum gemütlichen Teil über. Mit den Tulferern hat dann das lustige Beinandersitzen wie immer auch etwas länger gedauert. 

08.07.12: Zugspitzberglauf: Da hat der Veranstalter heute wieder Glück gehabt - der schönste Tag der Woche genau am Termin vom Lauf. Das hoch aufragende Zugspitzmassiv zieht ja die Gewitter förmlich an und dann kann es für uns Läufer ziemlich ungemütlich werden. Hab mich heute nachgemeldet, nachdem sicher war, dass bis zum Gipfel gelaufen werden kann. Heute mit ca. 800 Startern Teilnehmerrekord und da unser Glungezer-Berglauf fast genauso lang ist (allerdings ohne Bergabstücke), hat sich heute bei den vielen Teilnehmern natürlich angeboten für unseren Glungi-Berglauf zu werben. Nachdem es berglaufmäßig bei mir in letzter Zeit nicht so schlecht gelaufen ist, hab ich mir für heute schon einiges vorgenommen. Letztes Jahr bei meiner Premiere bin ich 4. geworden und habe 2:08:10 h gebraucht, hatte aber oben dann ziemliche Wadenkrämpfe. An diese erinnere ich mich gar nicht gerne zurück und deshalb wollte ich sie heuer auf jeden Fall vermeiden. Um oben noch genügend Reserven zu haben, bin ich heute die erste Hälfte bis zum Brand etwas vorsichtiger angegangen. Auch das sich lang hinziehende bergauf und bergab bis zur Knorrhütte bin ich lieber etwas "bedächtiger" gelaufen, um meine Oberschenkel-Muskeln möglichst schmerzfrei zu lassen. Als es nach der Knorrhütte wieder richtig bergauf ging, war ich froh - aber aus der erhofften Aufholjagt wurde dann irgendwie nix. Auch lag bis zum Sonn-Alpin erheblich mehr Schnee als letztes Jahr, was vielleicht auch etwas Zeit kostete. Oben das legendäre letzte Stück ab dem Sonn-Alpin bis zum Gipfel mit 1,2 km und ca. 400 hm bin ich dann ohne muskuläre oder sonstige Probleme gut durchgekommen und von mir aus hätte der Lauf auch noch weiter gehen können. Aber weil die Vorderen schon zu weit weg waren, konnte ich hier niemanden mehr überholen bzw. war anscheinend kaum schneller als diese. Schlussendlich ergab sich der 6. Platz mit einer doch eher enttäuschenden Zeit von 2:13:47 h.            Gewonnen hat, nicht wie sonst bei anderen (Berg)läufen üblich (und auch fast immer mit Streckenrekordzeiten) der Kenianer Isaak Kosgei, sondern der frischgebackene Schweizer Berglaufmeister Woody Schoch in der Topzeit von 2:03:32 min. (nur 30 sek. über dem Streckenrekord). Der Kenianer war für uns alle bald außer Sichtweite, doch bei den Schneefeldern hatte er anscheinend Probleme. Trotzdem hatte er angeblich beim Sonn-Alpin noch 4 min. Vorsprung. Aber am Gipfel war dann Isaak Kosgei fast 5 min. hinter dem Sieger aus der Schweiz. Der muss ja am Schluss gewaltig aufgedreht haben, der er ja eigentlich immer so an 4. Stelle lag. 3. wurde ebenfalls nach einer Aufholjagt Michael Barz in 2:08:39 h - es haben nur 20 sek. gefehlt, dann wäre Micheal noch an dem Kenianer vorbei. 4. wurde der Tscheche Brydl Pavel in 2:09:49 h und 5. Rene Fischer (eigentlich vor allem Skitourenrennläufer und Radfahrer) in 2:10:59 h. Die Ergebnisse gibt's  unter www.datasport.com bzw. auf der Zugspitzlauf-homepage www.getgoing.de. Naja, lief heute nicht so wie ich es mir eigentlich vorgestellt habe, aber ein schöner Lauf ist es allemal und wenigsten hab ich meine Glungezer-Flyer unter die Leute gebracht.

02.07.12: Krone Kitzhorn Challenge: Die Krone Zeitung lässt sich dieses Event einges kosten: 900 Starter, kein Startgeld, jeder ein, wie ich finde, schönes Trikot, Chipzeitmessung, 10,- Euro Essensgutschein im Zielort Alpenhaus und gute Organisation. Mit ein Grund für dieses Rennen wird wohl sein, um für die Kitzbühler Horn Bergankunft der Österreich Radrundfahrt mit den Teilnehmern zusätzliche Zuschauer im Zielort zu haben. Bin von Westendorf mit dem Radl nach Kitzbühel und nach dem gestrigen Berglauf hab ich auch nicht erwartet ganz vorne dabei zu sein. Bin wieder langsam gestartet und dann ohne übertriebende Quälerei nach oben gefahren. Belegte am Schluss Platz 9 in einer Zeit von 34:51 min. Wegen der Chipzeitmessung sind manchmal die Einläufe nicht identisch mit den Platzierungen in der Ergebnisliste (www.mikro-funk-timing.de) - so auch bei mir, da ich ja recht spät unten über die Chipauslösung gefahren bin. Danach gemütlich mit dem Juen-Clan zusammengehockt und natürlich die Bergankunft der Österreich-Rundfahrt live verfolgt. Das Wetter war in Kitzbühel im Gegensatz zu Innsbruck auch sonnig und trocken - der geopferte Urlaubstag hat sich auf jeden Fall gelohnt.           Hier wären die Auffahrtszeiten der Profis (Jedermann-Strecke). Sicher haben die eine 2,5-stündige Vorbelastung durch die Anfahrt von Kitzbühel bereits in den Beinen - allerdings kann man von einem Profi schon erwarten, wenn er die Anfahrtsstrecke im Windschatten zurücklegt, dass er noch gut aufs Horn hinaufkommt. Im Vergleich zu den Profis kann ich ganz zufrieden sein, da ich ja auch schon mal mit 31:40 min. aufs Horn raufgefahren bin.

01.07.12: Masters-Berglauf-Europameisterschaft in Bludenz auf den Muttersberg: Wenn man durch den leider fortschreitenden Alterungs-prozess gegenüber den 20- und 30-jährigen schon etwas im Nachteil ist, macht eine Beteiligung an Altersklassen-Meisterschaften Sinn. Ich schaue zwar immer noch auf die Gesamtwertung, aber jetzt da ich ja schon fast 46 Jahre alt bin, hab ich mir gedacht, könntest ja mal bei so einer "Oldi-Meisterschaft" mitmachen, vor allem, da sie ja heuer in Bludenz, also nicht weit weg, stattfindet.                      Sehr gut organisiert wurde diese Masters-EM vom Berglaufteam Bludenz unter Leitung von Hubert Rödhammer. International geregelt ist die Austragung durch den EVAA, dem Europäischen Senioren Leichtathletik-Verband und dem WMRA, dem Weltverband der Bergläufer. Darin sind folgende Alterklassensprünge vorgeschrieben: M35, M40, M45, M50, M55, M60, M65, M70 und M75+. Bei den Frauen wird ein W vorangestellt und es gibt keine W75. Mit der M35 fangen die Masters im Berglauf m. E. zu früh an, da ja man mit 35 Jahren noch im allerbesten Berglaufalter ist und auch internationale Bergläufe noch mit diesem Alter gewonnen werden. Ich wäre ja auch selbst mit 40 Jahren nicht auf die Idee gekommen bei einer Masters-Meisterschaft mitzumachen - und da ja viele so denken, ist diese Alterklasse noch nicht so stark besetzt.                    Bin heute zusammen mit meinem Vereinsobmann (starte ja die offiziellen Bergläufe für den LSV 1990 Kitzbühel) und österreichischen Berglaufpionier Franz Puckl (hat den ersten größeren Berglauf Österreichs - 1979 auf's Kitzbüheler Horn - organisiert) nach Bludenz gefahren. Es ist wirklich interessant, was Franz von der inzwischen fast 40-jährigen Geschichte des Berglaufs alles zu erzählen weiß.                     Weil die Strecke mit 8,2 km und 840 hm für einen Berglauf eher flach ist und meist auf normalen breiten Forstwegen verläuft, ist sie ja nicht besonders interessant und vor allem für mich nicht optimal, da ich ja eigentlich nur auf steilen Steigen unterwegs bin - darum war ich ja im Vorfeld nicht besonders motiviert. Als ich aber heute vor Ort sah, wieviel Athleten aus anderen Ländern anwesend waren und eine sehr aufwendige Anreise in Kauf genommen haben, bekam ich erst einen Begriff, welchen Stellenwert diese Meisterschaften für viele Bergläufer haben. Gestartet wurden die EM-Läufe in 4 verschiedenen Blöcken und Uhrzeiten - die Klassen W45, W50, M45 und M50 liefen alle gemeinsam um 11:40 Uhr bei brütender Hitze in Bludenz weg. Die ersten 2 Kilometer gingen mit eher mäßiger Steigung auf Asphalt, dann wurde ca. 1 km weit auf einem Steig gelaufen und die restlichen 5 Kilometer führten dann ausschließlich auf einem Forstweg bis ins Ziel. Die Strecke war ca. 500 m länger als letztes Jahr beim normalen Muttersberglauf.                     Weil das Wetter ja dauernd so schön ist, hab ich mir immer noch keine Ruhepause gegönnt und dementsprechend schwere Beinchen hatte ich wieder am Anfang und leider ging es dann beim steileren Steigabschnitt immer noch nicht besser - hatte aber die Spitze immer in Sichtweite. Im Anschluss an den Steig ging es ca. 25 hm bergab, was ich Gott sei Dank ohne Oberschenkelschmerzen hinter mich brachte und danach beim Forstweg fühlte ich mich endlich besser.               Von der 6. Stelle überholte ich allmählich und nach ca. Streckenkilometer 4 war ich sogar an dem italienischen Pfarrer Franco Torresiani vorbei, gegen den ich ja früher nie eine Chance hatte. Bald war ich an der Spitze, konnte aber einen mir Unbekannten nicht abschütteln. Bis einschließlich Kilometer 7 lief er immer dicht hinter mir, was sicher für ihn ein leichter Vorteil war, weil uns teilweise ganz schön ein starker Wind entgegen blies. Beim letzten Kilometer konnte ich mich dann Gott sei Dank doch langsam von ihm absetzen.        Wau, schaffe ich es echt, dass ich von dieser Gruppe als erster ins Ziel laufe. Oben kamen dann nochmal zwei flache Abschnitte und nachdem man dann unter der Seilbahn-Bergstation eine Runde mit einer Bergabpassage drehen musste, war ich tatsächlich als erster mit einer Zeit von 43:00 min. im Ziel.                Oben war super Stimmung und da hab ich mich dann schon gefreut. 2. wurde in meiner Klasse Roberts Craig aus Großbritannien in 43:23 min. und 3. der Österreicher Helmut Schmuck (war ja 1997 Berglauf-Weltmeister aller Klassen)  in 44:26 min. - alle Ergebnisse gibt's sicher bald auf www.berglaufteam.com. Welchen Stellenwert diese Masters-EM vor allem in den anderen Ländern hat, sieht man wieviel Ausländer, trotz der weiten Anreise heute dabei waren. Immerhin war ich schneller als die Läufer der M40-Klasse und heuer auch der einzige österreichische Masters-Europameister - die anderen Klassen wurden entweder von Italienern, Deutschen, Techechen oder Schweizern gewonnen.                    Da diese Meisterschaft international über den EVAA anerkannt ist, könnte ich mich sogar als Europameister bezeichnen. Ich finde aber, dass die Bezeichnung Europameister in der M45-Klasse lauten muss und korrekterweise die Klassenbezeichnung nicht unter den Tisch gefallen lassen darf. Trotzdem ist dieser Klassensieg in Anbetracht der starken Konkurrenz ehemaliger internationaler Spitzenläufer nicht leicht zu erreichen und deshalb bin ich schon stolz, was ich heute geschafft habe - wohl einer meiner schönsten Wettkampferfolge. 

24.06.12: Osterfelder Berglauf: Hab ja letztes Jahr diesen echt schönen und sehr populären Berglauf (210 Teilnehmer ohne den Nordig-Walkern) gewinnen können, aber heuer fühlte ich mich eigentlich einfach zu müde für ein Rennen. Bin ja bei dem schönen Wetter jeden Tag unterwegs, weil ich ja auch eine solche Freude mit meinem neuen MTB habe. Bin die vergangenen Tage bike- und runmäßig (Mittwoch, Donnerstag und Freitag) in aller Früh auf meinem Hausberg, die Viggarspitze, und gestern auf den Glungi. Mit den Rad-Bürofahrten kommen dann jeden Tag viele Höhenmeterchen zusammen und deshalb wird es jetzt endlich wirklich Zeit für eine Erhohlung. Weil sich aber der Osterfelder Berglauf mit der sehr schönen Streckenführung über 12 km und 1300 hm (2 kürzere Bergabstrecken) von der Talstation bis zur Bergstation der Osterfelderbahn in Garmisch optimal für die Werbung für unseren Glungezer Berglauf eignet, hab ich mich dann Sonntag Früh nach längeren Hin- und Herüberlegungen doch entschieden dabei zu sein. Könnte ja auch bei dem schönen Wetter wie letztes Jahr wieder auf die Alpspitze gehen und so war ich ja auch auf einem schönen Berg oben - eigentlich perfekt. Das Warmlaufen fiel mir dann schon sehr schwer und ich ging eigentlich mehr spazieren als zu laufen. So war's dann auch nach dem Start - ich brauchte bei der anfänglichen recht flachen Strecke sicher 5 km bis ich einigermaßen in die Gänge kam. Der deutsche Nationalteamläufer Korbinian Schönberger war schon bald außer Sichtweite und viele andere auch schon weit voraus. In dieser Phase hab's ich richtig bereut nach Garmisch gefahren zu sein - daheim eine gemütlich Bergtour und danach einen Familientag, wäre sicher das bessere Programm gewesen. Doch so ca. nach 25 min. konnte ich gegenüber den anderen etwas Boden gut machen und lag dann bei der Streckenmitte mit einer kleinen Gruppe schon an 2. Stelle. Korbinian war da schon sicher 2 min. voraus. Von der kleinen Gruppe konnte ich mich dann langsam absetzen und hoffte, dass ich den 2. Platz halten konnte. Nach dem Kreuzeckhaus geht's dann mal bergab und dann abwechselnd mal steiler, mal flacher an der Hochalm vorbei bei herrlicher Bergkulisse durch's Höllentor und dann noch die letzten 120 hm zum Ziel. Ich bekam dann auch immer öfters Korbinian zu Gesicht und merkte auch, dass ich langsam  immer näher kam. Bei mir lief es gut und beim Höllentor, wo man dann das Ziel sieht, war ich dann nur mehr so 40 m hinter ihm. Der Osterfelder ist ja ein langer Berglauf und vielleicht ist ja Korbinian doch etwas zu schnell angegangen und er hatte offensichtlich auch muskuläre Probleme. So konnte ich ihn tatsächlich noch so 300 m vorm Ziel überholen und als erster in 1:06:43 h (7 sek. schneller als letztes Jahr) oben einlaufen. Hab mich darüber dann schon gefreut, weil ich ja gar nicht mehr damit gerechnet habe. 2. wurde Korbinian in 1:07:23, 3. Michael Brand, der mich auch ganz schön "angetrieben" hat (läuft die 10 km in 31:19 min.) in 1:07:48, 4. der Berliner Michael Kopf (Marathon in 2:29 h) in 1:08:44, 5. Toni Lautenbacher in 1:09:20 und 6. Martin Echtler in 1:10:13 h (Ergebnisse auf www.osterfelder-berglauf.de und auf www.berglaufpur.de). Bin dann, um den Tag perfekt zu machen, vor der Siegerehrung gemütlich rauf und runter über'n Klettersteig auf die Alpspitze. Danach blieb auch noch genügend Zeit um meine Glungezerlauf-Flyer an den Mann (und Frau) zu bringen und etwas zusammen zu sitzen. Daheim war ich dann doch schon um 15:45 Uhr und so war auch noch Zeit für eine Familenradtour ins Viller Erdbeerland (www.erdbeerfeld-vill.at) und für den Lanser See.          Im Garmisch-Partenkirchner Tagblatt wurde sogar dieser ausführliche Artikel über den Osterfelder-Berglauf gebracht - da sieht man mal wieder, dass der Berglauf in Bayern einen viel höheren Stellenwert hat als in Tirol, weil ja in unseren Zeitungen bestenfalls eine Randnotiz enthalten wäre.

17.06.12: Wattener Berg Rennen zur Krepperhütte: Weil ich ja die steile Strecke mag (6,2 km und 740 hm), mit dem Radl nach Wattens fahren kann und heute das Rennen gleich mit meiner Lieblingsradrunde Kleinvolderberg und Tulferberg verbinden konnte, bin ich ja doch mitgefahren. Die Vorbereitung war zwar nicht optimal, weil ich ja momentan ohnehin recht müde bin - am Freitag Abend noch die recht anstrengende Heimfahrt vom Rennen und gestern Bike & Run über Issboden auf den Glungezer. Aber was soll's, bin heute 2,5 Minuten langsamer gewesen als 2009 (2010 war ich auch recht langsam, weil ich damals am Vortag die Megaskitour "Berninarunde" gemacht habe). Die Ergebnisse wird's bald auf www.radsportevents.com geben. Trotzdem hat's mir wieder getaugt, bei dem ohne viel Aufwand von Frank Rietzler organisierten Rennen dabei zu sein. Nach der anschließenden gemütlich gefahrenen Radrunde war ich dann zum Mittagessen um 13:30 Uhr daheim und es war noch schön Zeit für eine kleine Radltour mit der Familie ins Viller Erdbeerland (ungespritzte sehr gute Erdbeeren) und zum Lanser See - ein richtig schöner Sommertag. 

15.06.12: Haiminger Berg Rennen: Wegen einer Baustelle am Haiminger Sattel, konnte das Rennen nicht am Haiminger Berg durchgeführt werden. Die Organisatoren hatten aber die gute Idee von Ötz aus Richtung Kühtai bis Ochsengarten zu fahren und dann links weg Richtung Haiminger Sattel und gleich wieder rechts weg die steile Auffahrt (auf 2 km 280 hm) zum herrlich gelegenen Gasthaus Marlstein von Armin Neurauther auf genau 1800 m zu fahren. Die Strecke ist damit bei gleichem Höhenunterschied von ca. 1000 m um ca. 2,3 km länger. Letztes Jahr auf der steileren Originalstrecke (1009 hm auf 9,65 km) schaffte ich eine gute Zeit von 37:49 min. und wurde Gesamtzweiter knapp hinter Wolfgang Hofmann. Am Freitag Abend ein Rennen durchzuführen, ist ja, wie bei den Skitouren-Uphills, sowieso eine gute Idee, weil man ja dann trotzdem das ganze Wochenende noch vor sich hat. So waren gestern um 18:00 Uhr bei bestem Wetter sehr viele und gute Radfahrer am Start gestanden. Vom Rennausgang selber kann ich eigentlich nichts berichten, weil ich gestern einfach zu langsam war. Nach dem Start bin ich ja nie besonders schnell, aber meist komme ich dann doch in die Gänge. Gestern allerdings tat ich mich bis oben brutal schwer. Hatte einfach keine Kraft und irgendwie kam es mir vor, als ob mein Rad von Irgendjemand festgehalten wird. Jeder Überholvorgang war äußerst mühsam und ich kam schlussendlich als Gesamt-18. ins Ziel (die Ergebnisliste gibt's auf www.union-sporthuette.at). Heuer kommt mir aber auch die Leistungsdichte bei den Rennradfahrern schon besonders hoch vor - dies mag auch an dem neuen aufstrebenden Veranstalter-Verein "Union-Sporthütte" liegen, dem ja wirklich inzwischen sehr viele gute Rennfahrer angehören. Viele Fahrer in diesem Verein haben sich in den letzten 2 Jahren enorm verbessert - wahrscheinlich spornen sie sich gegenseitig zu diesen Höchstleistungen an und trainieren auch entsprechend.                 Mich hat ja diese Woche ein Schnupfen erwischt, dachte aber nicht, dass der sich so gravierend auswirkt. Vielleicht liegt's ja auch an den plötzlich sich eingestellten heißen Temperaturen - hab ja schon öfters festgestellt, dass mein Körper die schnelle Umstellung von Kalt auf Heiß (oder umgekehrt) gar nicht gut verträgt, zumal ich die letzte Woche immer in der Früh in ziemlicher Kälte gesportelt habe. Könnte aber auch an meinen sehr vielen anstrengenden Skitouren diesen Winter und Frühjahr liegen, so dass ich einfach mal eine Erholung bräuchte. Naja, wird schon alles ein bisschen was ausmachen und wird schon wieder aufwärts gehen. Wollte aber trotzdem den gestrigen schönen warmen Sommerabend nutzen und bin mit dem Rad über's Kühtai und Sellrain, Tanneben, Grinzens u. Gärberbach nach Sistrans heim. Das war dann richtig lässig auf verwaisten Straßen bei abendlichen warmen Temperaturen (eh viel zu selten bei uns) an einem der längsten Tage des Jahres heimzuradeln.

10.06.12: Österreichische Staatsmeisterschaften im Berglauf im Rahmen des Schwarzgupfberglaufes ins Südkärnten: Wußte ja eigentlich schon, dass das Höhenprofil des Schwarzgupfberglaufes recht flach ist, aber wenn ich geahnt hätte, dass es sooo flach ist, wäre ich nicht hingefahren. Es war ja leider nie ein Höhenprofil auf der homepage www.schwarzgupfberglauf.at. Wir wussten nur dass auf ca. 12 km ungefähr 1175 hm zu überwinden waren. Franz Puckl vom LSV 1990 Kitzbühel hat uns ein Häuschen auf dem Campingplatz direkt neben dem Start gemietet und wir haben uns am Vorabend dort getroffen. Eigentlich sollte ja in der Mannschaftswertung Alex Rieder, ich und Hans-Peter Maier starten. Alex war von vornherein schlauer als ich und ist gleich nicht mitgefahren, da neben kleineren gesundheitlichen Beschwerden ihm der Lauf als zu flach erschien und Hans-Peter hat dann abends noch ganz kurzfristig abgesagt. Mir taugt es ja momentan auf steilen Steigen bergauf zu laufen - flach gelaufen bin ich allerdings gar nichts. Nach dem Start bei idealen Laufbedingungen ging es den ersten Kilometer mit wenig Steigung und die nächsten 4 km schön mit 10 bis 18% bergauf. Nach wie immer schwachem Start, konnte ich mich immer näher an die Gruppe um die Plätze 4 bis 7 heranarbeiten. Dann ging es plötzlich so ca. 100 hm bergab und hier haben dann bei mir gleich die Oberschenkel zu brennen angefangen und ich musste ganz schön vom Gas runter gehen. Danach ging es noch kurz bergauf und dann so 2,5 km fast eben dahin - das war dann überhaupt nicht mein Terrain. Die Leute vor mir waren hier einfach um einiges schneller als ich. Kein Wunder, Markus Hohenwarter lief heuer den Marathon in 2:15:34 h und Simon Lechleitner und Thomas Rossmann liefen letztes Jahr den Halbmarathon in 1:06 bzw. 1:07 h. Die letzten 3 km ging es dann wieder mit ca. 10% Steigung bergauf, was wieder eher meiner Geländeneigung entsprach. Schlussendlich belegte ich den 7. Gesamtrang in einer Zeit von 1:01:11 h. Gewonnen und damit österreichischer Staatsmeister wurde der Favorit Markus Hohenwarter in 57:36 min., zweiter wurde Simon Lechleitner in 58:30 min. und 3. Thomas Rossmann in 59:03 min., 4. Stefan Paternoser (Doppelstaatsbürgerschaft: Deutschland u. Österreich) in 59:22 min., 5. Jürgen Mock in 59:53 und 6. Peter Pfripfl in 1:00:42 h (Ergebnisse auf der Veranstalter-Homepage). Kann ja eigentlich über meinen 7. Platz schon zufrieden sein (habe ja damit noch recht viele junge schnelle Läufer hinter mich lassen können), aber bei einer steileren Strecke wäre sicher mehr drinnen gewesen. Immerhin hab ich aber die 45er-Alterklassenwertung vor Helmut Schmuck und Erwin Kozak recht klar für mich entschieden. Wenn man von der lästigen langen Autofahrerei absieht, war es einmal ein netter Ausflug ins für mich gänzlich unbekannte Südkärnten. Positiv war auch, dass ich bei der Siegerehrung und bei der Tombola zwei richtig brauchbare Geburtstagsgeschenke für Rikki gewonnen habe, so hatte ich damit wenigstens eine Sorge weniger.       Bei den heurigen Berglaufmeisterschaften war das Alpine gar nicht vorhanden. Die Ergebnisse haben ja auch gezeigt, dass heuer die schnellsten Läufer in der Ebene (die ja meist auf der Bahn und nicht im Gelände trainieren) die größten Chancen hatten, vorne dabei zu sein. Ein reiner Bergläufer wie ich, der Sommer wie Winter im alpinen Gelände unterwegs ist und auch so sein Training gestaltet, hatte da eigentlich keine Chance. Für mich muss es bei einem Berglauf eigentlich schon auf einen richtigen Berg mit abwechslungsreichen Steigen und Wegen rauf gehen und dies müsste eigentlich vor allem bei einer österreichischen BL-Meisterschaft der Anspruch sein.

02.06.12: Alpen-Duathlon von Klausen auf's Latzfonser Kreuz: Hab ja bei diesem einmalig schönen Bergduathlon schon einmal vor 2 Jahren mitgemacht. Es geht mit dem Rad von Klausen auf kleinen asphaltierten Straßen (Mountainbikepflicht mit 1,6 Zoll breiten Reifen) 13,5 km weit mit 1027 hm zum Kühhof auf 1552 m und dann wird bis auf's 2305 m hohe Latzfoner Kreuz 6,6 km weit mit 753 hm gelaufen. Von Sistrans ist man ja schnell in Klausen, das Wetter war auch perfekt und für dieses schöne Rennen mit anschließender kleinen Gipfeltour kann man dann schon guten Gewissens den ganzen Tag investieren - obendrein kann man auch noch Geld gewinnen. Hab natürlich die letzte Zeit sehr viel gemacht und heute war ich sogar zu faul mich warmzulaufen oder zu -radeln. Dementsprechend mühsam war es nach dem Start. Kam dann aber doch einigermaßen in die Gänge und brachte die Radstrecke in eine 46er Zeit hinter mich. Es ist eine wirklich schöne Radlstrecke mit ständig wechselnden Steigungen und einigen Flachstücken. Bin gleich mit den Laufschuhen in Riemchenpedalen gefahren. Der Wechsel auf's Laufen war zwar unkompliziert, aber an den Pedalen muss ich unbedingt noch was verbessern, weil es mir ganz schön durch die Laufschuhsohle gedrückt hat und etwas gerutscht bin ich auch. Beim Wechsel auf's Laufen war ich 5. bei den Einzelstartern (glaube 4 Staffeln waren auch noch vor mir, die haben aber natürlich eine eigene Wertung). Es dauerte dann bei mir ca. 5 min. bis ich endlich einigermaßen ins Laufen reinkam, auch wollte ich vor allem locker laufen, um für oben noch Reserven zu haben. Auch die Laufstrecke hat einige längere flache Abschnitte dabei, aber mit der Zeit kam ich immer besser in Tritt. Konnte bei der Hälfte zuerst Franz Pfattner und so 500 m vorm Ziel, wo es so richtig steil wurde, Oswald Weißenhorn und Philip Götsch überholen und wurde tatsächlich Gesamtzweiter in 1:25:40 h hinter dem Ausnahmetalent Thomas Niederegger, der einen neuen Streckenrekord mit 1:22:58 h hinlegte. Vor Thomas waren zwar 2 Staffeln, die waren aber kaum schneller als er und zwischen Thomas und mir war nochmals eine Staffel.  Muss schon erwähnen, dass der heurige Sieger vom Ötzi-Alpin-Marathon Georg Piazza erst ca. 7:40 min. nach mir ins Ziel ist. Die Ergebnisliste gibt's unter www.alpenduathlon.com. Vor der Siegerehrung wurde dann noch eine gemütliche Gipfelrunde gedreht und anschließend vor der Latzfonser Hütte (Hüttenwirt ist der bekannte südtiroler (Ex-)Skitourenrennläufer Hansjörg Lunger) zusammengehockt und die Sonne genossen. Glaube, dieser Bergduahtlon ist alpenweit einzigartig - echt Schade, dass es bei uns in Tirol bzw. Österreich so etwas nicht gibt. Ist ja eigentlich sehr naheliegend sowas als Rennen durchzuführen, weil bei den Sommerbergtouren macht man es ja auch nicht anders, als zuerst möglichst weit mit dem Radl zu fahren und dann zu Fuß weiter zu gehen.

12.05.12: Gerlosbergrennen: Heute hab ich wirklich nicht gewusst, soll ich das neue Loas-MTB-Rennen (inkl. der viel zu frühen Tiroler Hillclimb-Meisterschaft) von Schwaz auf den Loassattel mit ca 1100 hm oder zum Gerlosbergrennen ins Zillertal fahren. Bin ja nach dem traumhaften Winter heuer noch gar nicht viel radlgefahren und außerdem immer noch mit Ski unterwegs, weil man ja schneebedingt immer noch nicht weit raufradeln kann. Berglaufen ist ja dem Skitourengehen sehr nahe und daher klappt der Umstieg sehr schnell, aber für's Radfahren dauert es halt doch immer eine Weile. Die "Kapazunder", die sich beim Loasrennen angemeldet haben, sind schon sein Monaten im Radtraining und mit denen brauche ich mich da momentan wirklich nicht messen - auf der anderen Seite wäre die neue Strecke schon reizvoll gewesen. So hab ich halt in der Früh mal wieder hin und her überlegt und mit meinen Erledigungen zuhause, war's dann eigentlich schon zu spät für's Loasrennen. So bin ich halt doch mittags nach Zell ins Zillertal gefahren. Der gemeldete Regen hat sich zwar noch zurückgehalten - es war aber sehr windig in Zell. Auch waren hier ebenfalls viele starke Leute dabei. Meine Starts werden echt immer langsamer, heute ging am Anfang gar nix weiter. Erst nach ca. 150 hm kam ich dann besser in Schwung und ich überholte kontinuierlich. Fast wäre ich noch zu Armin Neurauter aufgefahren. Das Rennen ist ja im letzten Teil so ca. 700 m sehr flach und es wurde im Zielsprint zwischen den beiden Bayern Thomas Schweiger (24:35 min.) und Andi Ortner (24:36 min.) entschieden. James Latimer war dicht dahinter mit 24:40 min., mit etwas größerem Abstand folgte Armin Neurauter in 25:14 min. und dann ich in 25:24 min. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter www.rt-zillertal.com. Die Zeiten sind allgemein recht langsam, da zum einen die Strecke oben ca. 200 m länger war (Ziel beim Enzianhof) und uns oft ein sehr starker Wind ins Gesicht geblasen hat. Ich fahre das Gerlosbergrennen recht gerne und das Radteam Zillertal organisiert das ja auch sehr gut, aber leider war wieder der Termin recht unglücklich, da es mit dem Loasrennen zusammen fiel. Früher waren beim Gerlosberg ja immer fast 100 Leute am Start und heute nur 44. Schaut so aus, dass das Loasrennen eher den Zillertalern recht viele Starter gekostet hat, allerdings war das Wetter auch recht schlecht vorhergesagt. Schöne Preise hat es im Zillertal schon immer gegeben und für mich hat sich die Sache auf jeden Fall gelohnt, da ich heute der Glückliche war und bei der Verlosung sogar den Hauptpreis, ein Mountainbike, gewonnen habe.

01.05.12: Wallberglauf in Rottach-Egern am Tergernsee: Nachdem heute früh das Thermometer am Fensterbankl 14° angezeigt hat und der Föhnwind auch schon wieder zu spüren war, hab ich eine Skitour sein gelassen und hab doch entschieden zu Helmut Reitmeir's (www.berglaufpur.de) Wallberglauf mit ca. 300 Teilnehmern zu fahren. Es ist ja ohne Frage ein schöner Berglauf und das Preisgeld zieht ja ehrlicherweise auch ein bissl. Nachdem ich ja die letzte Zeit mit Ski sehr viel gemacht habe, fühlte ich mich eigentlich gar nicht nach laufen - dementsprechend "grauste" mir auch davor. Der Wallberglauf geht über 5,3 km und 830 hm. Der Start war dann auch von mir furchtbar langsam, aber bald kam ich dann doch in die Gänge und ich konnte gut aufholen. Tourenspezl und amtierender Berglauf-Staatsmeister Alex Rieder war auch am Start, aber heute erwischte er keinen guten Tag, so dass ich ihn und Quirin Schmölz nach ca. 10 min. überholen konnte. Danach lag ich an 4. Stelle - vor mir lief Stefan Padernoster (war vor nicht langer Zeit bayerischer Berglaufmeister) und die vorderen 2 kannte ich nicht. Einer hatte nach ca. der Hälfte des Rennens etwas Probleme (es war Joseph Katib, der amtierende bay. Vizeberglaufmeister) und so war ich immerhin schon 3. Stefan Padernoster lief dicht vor mir und der Führende war schon ziemich weit voraus. Eigentlich hab ich mich mit dem 3. Platz bereits zufrieden gegeben, als so ca. 5 min. vorm Ziel Stefan eine Schwäche hatte. Ich konnte ihn überholen, aber bis zum Ziel zog es sich dann doch noch. Auch waren 3 Schneefelder zu überlaufen, die auch noch einiges an Kraft und Geschwindigkeit kosteten - aber es reichte zum 2. Platz in genau 33:00 min. Der Sieger ist ein gewisser Michael Raelert aus Rostock (momentan auf Trainingslager am Tegernsee), der trotz der Schneefelder (werden wahrscheinlich so 15 sek. gekostet haben) mit einer Bombenzeit von 31:56 min.gewonnen hat. Gekannt hat ihn sonst auch kaum jemand - haben dann aber schon mitbekommen, dass es ein Vollprofi und ein Spitzentriathlet ist. 3. wurde Stefan Padernoster in 33:16 min., 4. Quirin Schmölz in 33:25, 5. Alex Rieder in 34:10 min. und 6. Joseph Katib in ca. 34:40 min. Bin zwar schon wieder 2. geworden, aber bei dem großen Rückstand zum Sieger von über einer Minute, wäre bei mir auch ausgeruht der 1. Platz wahrscheinlich nicht drinnen gewesen und außerdem sind ja die 33:00 min. in Anbetracht der Schneefelder ja auch nicht schlecht.                    Nach der Siegerehrung nutzte ich das schöne Wetter und fuhr, nachdem ich ja hinwärts ab Wiesing mit Robin Zangerl fahren konnte, mit dem Radl zurück nach Wiesing zu meinem Auto. Dabei wurden alte Erinnerungen wach, weil ich ja früher öfters im Sommer, als ich noch in München wohnte, nach Innsbruck zur Rikki geradelt bin.                Daheim hab ich dann nach Michael Raelert gegoogelt und nun ist mir alles klar. Michael ist 2-facher Weltmeister und Europameister im Triathlon der Mitteldistanz (halber Ironman) mit der absoloten Weltklassezeit (Weltrekord?) am 02.10.2010 von 3:25:24 h sowie Deutscher Meister im Kurztriathlon. Seine beste Disziplin ist anscheinend das Laufen und in der internationalen Triathlonszene ist man sehr gespannt, welche Zeit er bei seinem ersten Ironman hinlegt. Naja, von so einem Mann, kann man sich getrost abhängen lassen.

21.03.12: Kofel-Leistungstest die Olympiaabfahrt hinauf: Im Herbst habe ich ja schon 3 Leistungstests für dem Sportstudenten Georg Hasselmann gemacht. Am 26.10.11 bin ich ja in die Axamer Lizum den Rodelweg gelaufen und am 01.11.11 mit dem MTB zuerst ein Stück den Rodelweg und dann den Almweg zur Schafalm geradelt. Etwas später wurde dann ein Labortest auf dem Laufband durchgeführt. Georg will ja mit seiner Diplomarbeit vor allem den sportphysichen Unterschied zwischen Berglauf, Bergradeln und Skitouren herausarbeiten. Heute war der letzte Test dran. Eigentlich sollte ja ein Höhenunterschied von ca. 550 hm genügen, so dass ich von der Kofel-Tatstation (Olex) bis über die Mitte der Olympiaabfahrt mit Ski gehen sollte. Habe mir aber dann doch gedacht, dass man als Vergleichswert doch besser die altbekannte Rennstrecke vom früheren "Speckjagern" als Teststrecke heranziehen sollte, d. h. vom Olex bis genau zum Schutzhaus mit genau 965 hm. Es ist ja wirklich Schade, dass das letzte Speckjagern aufgrund Problemen mit dem Skigebietsbetreiber meines Wissens 2002 stattgefunden hat - immerhin kann man ja fast behaupten, dass die Olympiaabfahrt wohl eines der meistbegangenen Skitourenstrecken auf der ganzen Welt ist. Für mich war ja das Speckjagern 2000 das erste Skitourenrennen überhaupt und mit normaler Tourenausrüstung war ich ja mit 47 min. gar nicht so schlecht (in der Ergebnisliste bin ich mit Mühlöcker Rikki vertauscht worden). 2001 war ich dann nochmal dabei, aber an diesem Tag hatte ich frei und deshalb schon eine recht schwere Skitour in den Beinen.                Hannes Piegger, mein Nachbar und Schriftführer vom SV Sistrans hat mir jetzt alle 6 Ergebnislisten vom Speckjagern gegeben. Weil's ja doch interessant ist, alte Ergebnislisten zu studieren, möchte ich sie hier reinstellen: Speckjagern1997, Speckjagern1998, Speckjagern1999, Speckjagern2000, Speckjagern2001 und Speckjagern2002. Die mit Abstand schnellste Zeit und der einzige unter 40 min. war 1999 Hans Kogler (wie sollte es auch anders sein - er wurde ja im Jahre 2000 in Bergen Vizeberglaufweltmeister) mit 37:54 min. (allerdings war bis 1999 das Zeil bei der Gondelstation, was so ca. 30 sek. weniger ist).                       Heute bin ich also nochmal so schnell es halt als Einzelkämpfer geht raufgetigert und mit der Zeit bin ich mehr als zufrieden: 37:04 min - gewaltig, da bin ich die 100 hm im Schnitt in 3 min. und 50 sek. gegangen (trotz der fast 1-minütigen Flachstrecke bis zur Eingangstüre vom Schutzhaus). Sicher ist die Ausrüstung gegenüber vor 10 Jahren schon noch um einiges leichter geworden, aber ich glaube, dass ich im Rennen mit Konkurrenz schon noch ein bissl schneller sein könnte. Bin jedenfalls richtig happy über meine Zeit.

11.03.12: Wildsaustaffel: Solche lässigen Tage gibt's nicht viele und den werden wir auch nicht mehr so schnell vergessen. Natürlich wieder ein riesen Dank an das Organisationsteam um Heinz Kapferer und den vielen Helfern, dass sie jedes Jahr die Wildsaustaffel organisieren  und wir hoffen natürlich, dass sie das auch viele Jahre weiter machen mögen. Haben andere Veranstalter schon Monate davor durch ihre Internetauftritte eine große Präsenz, ist's bei der Wildsaustaffel ziemlich ruhig. Man fragt sich dann, ob die Staffel heuer überhaupt stattfindet und endlich 10 Tage vorm Termin wurde dann doch das schöne Programmheft verschickt (wie ich meine, schon ein bissl spät, vor allem auch wegen der Sponsoren im Heft). Daraufhin wurden dann endlich die meisten Rennläufer aktiv, um ihre Teams zusammenzustellen und so auch wir. Nach dem Motto 4 Freunde sollt ihr sein, haben wir heuer unser Team www.wohnrecht.at mit Bergspetzel Christian Ragg (Aufsteiger Lampsen) und Roli Striemitzer (Abfahrer Zischi), sowie Wildsau-Lampsenabfahrer-Urgestein Oli Juen angemeldet.                             An den ersten Platz haben wir ohnehin nicht zu denken gewagt, aber wenn alles passt, wird schon ein Podestplatz möglich sein. Christian als junger Familienvater hat heuer immer wieder Viren von seinem Jakob aufgeschnappt und Roli hat seinen Lebensschwerpunkt eher wieder auf's Extremalpine und auf das andere Geschlecht verlegt, so dass sich bei ihnen keine Rennen im Vorfeld ausgegangen sind. Am Freitagnachmittag davor sind wir alle nach Praxmar gefahren und haben die Strecken besichtigt. Es hat ja Gott sei Dank die Tage davor vor allem oben richtig viel Schnee gemacht, so dass für die Abfahrer die Strecken etwas "entspannter" zu befahren waren. Die Aufstiegsspuren waren nicht schlecht angelegt und am Freitag hab ich dann die Spur auf den Zischi nur geringfüigig etwas "begradigt". Am Samstag in aller Früh bin ich dann nochmal ganz einsam auf den Zischi und die Spur war wirklich gut. Abgefahren bin ich bei herrlichem Pulver übers Sattelloch und als ich wieder unten war, strömten bereits die Massen vom Parkplatz weg.                                 Das Wetter war dann für Sonntag ziemlich schlecht gemeldet, aber Petrus hatte mal wieder ein Herz für uns und so waren dann doch recht passable Bedingungen. Nach dem obligatorischen Kanonenschuss um 10:00 Uhr ging"s los und wie zu erwarten, war Jörg Randl vom Pele-Dynafit-Raceteam (www.pelesport.at) als erster in einer super Zeit von 49:10 min. auf der Lampsenscharte. Der seit heuer sehr starke Marian Staller (Silberpfeile Schwaz) erreichte diese in 50:55 min. und bereits als 3., schon etwas überraschend, Teamkollege Christian in 51:34 in persönlicher Bestzeit. Logischerweise ließ Florian Falkner vom Pele-Raceteam nichts anbrennen und war in der heurigen schnellsten Zeit (3:53 min.) wieder unten in Praxmar. Als ich dann ihren Teamkollegen Martin Bader davonlaufen sah, habe ich bereits den 1. Platz abgeschrieben. Martin, der ja eigentlich im Nationalkader ist, konnte heuer nicht so an die Leistungen der vergangen Jahre anknüpfen, aber für eine sehr gute Zeit auf den Zischi musste man bei ihm immer rechnen. 2:42 min. später startete dann Reini Korntaler von den Silberpfeilen und nachdem Oli Juen nach einer wie immer "dosierten Fahrt an der Sturzgrenze" in 5:36 min. unten war, setzte ich mich genau 4:07 min. nach Martin, der ja schon inzwischen fast oben am ersten Steilhang angelangt war, in Bewegung. Da ich mich eh schon mit dem bestenfalls 2. Platz abgefunden hatte, brachte mich dieser Rückstand nicht aus der Ruhe und ich ging wie immer mein Tempo  - zuerst etwas langsamer in der Hoffnung, dass es dann später richtig rund läuft. Reini von den Silberpfeilen kannte ich ja sehr gut und ich wusste, dass er momentan sehr gut in Form ist und so brauchte ich dann auch bis über 1/3 der Rennstrecke bis ich an ihn heran war. Martin war bis dahin so gut wie ausser Sichtweite, aber nachdem ich bei Reini vorbei war, tauchte immer öfters Martin vor mir auf und der Abstand hat sich offensichtlich schon verkleinert - sollte da doch noch was möglich sein - vielleicht ist er zu schnell angegangen. Bei mir lief es dann wirklich richtig gut und genau in der langen Querung nach rd. 80% der Strecke war ich tatsächlich an Martin heran. Die Spur war dann leider nicht mehr so gut, weil ja die vielen "Gelgenheitstourengeher" durch ihr seitliches Wegrutschen der Spur eine Hangneigung verpasst haben. Manchmal fluchend brachte ich auch das letzte Stück hinter mich und genau 59 sek. vor Martin erreichte ich den Zischgelessattel. Roli stach dann gleich nach unten und wenn er keinen Sturz baute, müsste eigentlich das Unverhoffte eintreten. Roli, der ja mit Nerven aus Stahlseilen und Oberschenkeln aus Granit ausgestattet ist, würde da doch wohl nichts mehr anbrennen lassen. Voller Vorfreude fuhr ich dann langsam auch runter und als ich den Sprecher Ottmar Peer hörte, dass www.wohnrecht.at mit einer Spitzenzeit von 1.51:34 min. (die 3. schnellste je absolvierte Gesamtzeit mit Tourenski - 2 Teams waren 2010 etwas schneller) gewonnen hat, hab ich mich dann so richtig gefreut. Unten hat mich schon Roli, Christian und Oli erwartet und wir konnten es eigentlich noch gar nicht glauben, aber weil uns die anderen Leute alle gratulierten, wird es wohl schon stimmen.                              Spannend wurde es dann nochmal, als die Einzelergebnisse ausgewertet wurden und tatsächlich blieb ich mit einer Zeit von 49:54 min. unter der 50-min-Schallmauer, so dass ich meinen Rekord von 51:00 min. (eigentlich gemeinsam mit Jörg Randl aus dem Jahre 2010) nochmal richtig drücken konnte. So ein schöner Tag - gemeinsam mit meinen Bergkameraden die Wildsaustaffel nun zum 2. mal nach 2006 (damals mit den Juens) gewonnen und obendrein noch einen neuen Rekord auf den Zischgelessattel aufgestellt.                                Weil ja Oli Juen bei uns im Team war, war natürlich der gesamte Juenclan beim Gasthof Melmer versammelt und da ja diese bekanntermaßen keine Kinder von Traurigkeit sind, war es abends noch richtig lustig und gemütlich. Die Ergebnisse gibt's schon unter www.wildsaurennen.com und einen, wie ich finde, sehr informativen TT-Bericht gibt es hier (nur die 115.000 hm sind natürlich nicht dieses Jahr, sondern diesen gesamten Winter gemeint und leider steht dort nicht wohnrecht.at sondern wohnbau.at) oder sogar online unter http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Sport/4460905-2/auf-den-zischgeles-ohne-tempolimit.csp. Wie gesagt, ein perfekter Tag und wir alle freuen uns schon wieder auf's nächste Jahr, wenn die Kanone gezündet wird.

04.03.12: Gilferttrophy: Eigentlich hätte ja die Gilferttrophy eine Woche früher stattfinden sollen, aber wegen dem schlechten Wetter wurde sie kurzfristig verschoben. Sicher ist es immer Ansichtssache, ob das Wetter wirklich schlecht genug für eine Verschiebung ist. Da diese erst eine gute Stunde vorm Start feststand, waren natürlich einige und vor allem die, die von weiter her gekommen sind, nicht begeistert - was ich auch verstehen kann. Aber bei Lawinengefahrenstufe 3 mit ganz wenig Sicht ein Rennen im Gelände durchzuführen, wäre vom Veranstalter schon ein bissl gewagt gewesen. Wenn dann bei der Abfahrt ohne Sicht, etwas passiert, würde man sich das wohl nie verzeihen. Auf der anderen Seite würde bei einer wesentlichen Streckenverkürzung, der Charakter des Rennens ziemlich verloren gehen, da man ja eigentlich den Gilfertgipfel erreichen will. Für uns Rennteilnehmer ist es natürlich auch nicht angenehm, bei Wind und Kälte ein Rennen ohne Gepäcktransport und Unterkunft in Zielnähe zu bestreiten. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Zeitnehmung. Heute war zwar auch schlechtes Wetter vorausgesagt, aber Petrus hat dann doch die Sonne auf den Gilfert scheinen lassen.                  Für mich war ja die Verschiebung auch nicht gerade optimal, weil ich ja gestern bei meinem Heimrennen alles geben musste - aber am Glungezer zu gewinnen, ist für mich halt doch immer wieder besonders schön. Für viele tiroler Tourengeher hat sich aber das Gilfertrennen zu einem gewissen Höhepunkt der Tourenrennsaison entwickelt, so dass eigentlich auch die schnellsten Tiroler am Start standen. Auch war heute der Südtiroler Roberto de Simone anwesend, der sich ja von Jahr zu Jahr gesteigert hat und momentan in besonders guter Form ist. Ich selber mag ja eigentlich die Strecke wegen der sehr langen Flachstücke nicht besonders. Beim Start war ich dann wieder mal besonders langsam und es ging dann auf einer alten Spur die ca. 300 Höhenmeter hinauf nach Hausstatt zu Piste. Außerhalb dieser Spur ist man immer eingebrochen und so war es eigentlich unmöglich zu überholen und ich musste geduldig hinten bleiben. Bis zur Piste war dann die Spitze um Roberto schon ziemlich meinem Blickfeld entschwunden. Da wusste ich dann schon, dass ich heute nicht um den Sieg mitreden konnte. Bei den anschließenden langen Flachstücken bin ich ja auch nicht der Schnellste und so war ich dann heilfroh, nach fast einer Stunde endlich im richtigen Gelände angekommen zu sein. Hier sah ich dann endlich wieder die Spitze, aber die waren uneinholbar weit voraus. Ich bin dann eigenlich noch ganz gut gegangen und hab dann schon noch Zeit gutmachen können, aber mehr als der 5. Platz mit einer Zeit von 1:23:48 h ist heute nicht herausgesprungen. Da es ja schon länger nicht mehr geschneit hat, war die Spur ziemlich hart und nicht leicht zu gehen. Gewonnen hat Roberto mit 1:21:25 h, 2. wurde ein sehr starker Bernhard Haller in 1:22:23 h, 3. Jörg Randl in 1:22:51 h und 4. Manfred Holzer in 1:23:21 h. Die Ergebnisliste gibt's unter www.gilferttrophy.at. Sicher wäre es interessant, wenn ich das Rennen gestern nicht gehabt hätte, aber gegen Roberto und Bernhard bei solchen überwiegend flachen Strecken zu bestehen, wäre trotzdem schwierig gewesen.                Die Veranstalter waren dann schon ein bissl enttäuscht, dass nur 87 Teilnehmer (39 auf der langen und 48 auf der kurzen Strecke) mitgemacht haben, obwohl sich ja ursprünglich ca. 180 Teilnehmer angemeldet haben. Aber die Verschiebung hat sicher was ausgemacht und auch schon wieder der schlechte Wetterbericht von heute.  Aber es gibt wohl kaum eine Veranstaltung, die so vom Wetter abhängig ist als das Gilfertrennen, weil ja auch noch die Lawinengefahr eine Rolle spielt. Darum ein großer Dank an die Veranstalter (sind insgesamt sage und schreibe 50 Helfer beteiligt), dass sie diese schwierige Organisation jedes Jahr auf sich nehmen und eigentlich kann man bei der Gilferttrophy von einer Ausnahmeveranstaltung sprechen.

03.03.12: Glungezer Tourenrennen: Tulfes mag ich ja besonders gerne, weil's noch eine richtig alteingesessene Gemeinde ist und durch den Skilift und den Glungezer sind die Tulfer ja von je her besonders sportbegeistert. Das Rennen auf meinen Hausberg ist schon lange immer ein Höhepunkt der Winter-Rennsaison. Heute staunte ich bei der Startanmeldung nicht schlecht, als ich den Salzburger Rene Fischer, den amtierenden österreichischen Meister im Vertical, sah (hängte mitte Jänner dabei sogar Alex Fasser ab). Dachte eigentlich, dass man kaum mehr mit Ski gehen kann als ich - immerhin hab ich bis jetzt, Anfang März, diesen super Winter 110.000 Höhenmeter zusammengebracht. So staunte ich nicht schlecht, als Rene mir erzählte, dass er schon über 2 Monate früher (wo ja für mich eigentlich der Winter erst so richtig begann) diese Höhenmeteranzahl auf den Buckel hatte. Da wundert es mich nicht, warum ich erst immer ab Februar oder März mit diesen Leuten einigermaßen mithalten kann. Hab mich dann gleich mal mit dem 2. Platz gedanklich angefreundet.                         Rene legte gleich voll los und holte bis Halsmarter gleich einen recht großen Vorsprung heraus. Wo's dann steiler wird, merkte ich, dass er dort nicht schneller geht als ich - vielleicht hab ich ja doch eine Chance. Ca. 250 hm später hab ich ihn dann tatsächlich einholen können. Danach ging ich meist bei den steileren Abschnitten voraus und bei den flacheren er. Es war auf der Piste gar nicht so leicht zu gehen, da die Skifahrer immer wieder frischen pulfrigen Schnee auf die zarte Spur staubten, der dann ein bissl wie eine Kugellager unter den Fellen wirkte. Beim Schinderbichl kurz vor der Schaferhütte dachte ich dann schon, dass Rene bald abreissen lassen müsste und tatsächlich genau bei der Schaferhütte ging es bei ihm scheinbar nicht mehr so schnell. Hab mich dann richtig gefreut, dass ich, wenn nix schief läuft, bei meinem Heimrennen wieder gewinnen werde. Die Freude wurde dann ziemlich getrübt, weil die wegen dem schönen Wetter zahlreichen Tourengeher nicht aus der Spur gehen wollten. Immer von weitem musste ich schreien, dass ein Rennen im Gange sei und sie bitte aus der Spur gehen möchten. Ich hatte dann auch eine neue Rekordzeit im Auge, weil ich ja am Donnerstag, bei meinem Gepäcktransport auf die Glungezer Hütte oben nicht über die Wechte, sondern gleich direkt links zur Hütte eine Spur gelegt hatte. Die meisten Jahre geht ja diese m. E. um vielleicht 15 bis 30 Sekunden schnellere Variante nicht, weil's dort meist abgeblasen ist. Kam dann richtig glücklich ins schön sonnige Ziel, aber die Zeitnehmer wollten mich dann ein bissl ärgern, weil sie mir die Zeit nicht verrieten. Rene kam dann ca. 3 min. nach mir an. 3. wurde heuer der sehr starke Werner Hörbart noch vor Reini Hurt. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter www.svtulfes.at.                          Heuer war ja die Siegerehrung oben auf der Glungezer Hütte und so war natürlich super Stimmung, weil ja keiner mehr irgendwo hin musste. Gottfried ist ja nun das 2. Jahr dort oben Hüttenwirt und einen besseren Mann kann sich der Alpenverein Hall wohl kaum vorstellen. Durch den neuen Ofen, den neuen Fenstern und die Wärmedämmung hat die Hütte viel gewonnen und allmählich muss man wohl sogar über eine Vergrößerung nachdenken. Gottfried hat für heute sogar eine Musik organisiert. Bei der Siegerehrung sagte mir dann Koni Gatt endlich meine Zeit: 57:51 min - wieder neuen Rekord - und darüber hab ich mich dann nochmal richtig gefreut. Sind dann noch lange lustig zusammengehockt. Bin dann mit Ski direkt nach Hause gefahren - allerdings war das dann eine sehr mühsame Angelegenheit: Direttissi und weiter bis zur Kalten Kuchl im Bruchharsch. Die anschließenden Forstwege oben noch Bruchharsch, weiter unten dann teils sumpfig, später dann die geräumten Wege teils total eisig oder schon aper. So hab ich für die Heimfahrt kurz vorm Finsterwerden eigentlich gleich lang gebraucht als für das Rennen.             Daniela Arnold hat mir netterweise ein Foto gemailt, wie ich gerade ins Ziel komme. Finde das vor allem ziemlich gut, weil man im Hintergrund das 2100 hm tiefer liegende Hall/Thaur sieht und deshalb stelle ich das hier ausnahmsweise rein.

 

25.02.12: Streif Vertical Up: Trotz der Erfahrungen vom letzten Jahr war es auch heuer nicht leicht das beste Material zu erraten. Ski hab ich ja eh schon ausgeschlossen, nur wollte ich mir andere Spikes beschaffen - dies war aber gar nicht so einfach. Die Spikes bei meinen Spikesschuhen sind nicht für's bergauflaufen angeordnet (vorne wo man sie braucht nur 2) und außerdem sind die Spikes, die man im Handel so bekommt sehr dünn und ziemlich kurz, so dass man leicht durchrutscht. So wollte ich mir eigentlich aus Schrauben selber Spikes machen. Doch irgendwie scheute mir vor der Arbeit und dann erinnerte ich mich an die sog. "Ketten-Gummiüberzüge", die ich ja daheim hatte. Habe diese dann mal am Kofel in der Früh, allerdings bei -10° bei einer frischpräperierten Piste getestet und als gut empfunden. Hab also gestern wegen dem Rennen schweren Herzens den schönen Tag geopfert und bin dann mit Peter Arnold nach Kitzbühel gefahren. Natürlich waren die Verhältnisse wegen den großen Schneemengen diesen Winter und dem warmen Wetter in den letzten Tagen ganz anders als letztes Jahr, wo ja teilweise plankes Eis vorhanden war. Heuer war es zwar in den steilen Abschnitten auch ziemlich hart, aber in den flachen Teilen überwiegend ziemlich weich. Ich war überzeugt, dass ich mit meinen "Ketten" an den harten Stellen gut raufkomme.                        Beim Start dann wie vermutet in der Speedklasse so gut wie keiner mit Skiern, obwohl's vielleicht bei diesen Verhältnissen gar nicht so schlecht gegangen wäre. Bei der Hausbergkante wollte ich, um Kraft zu sparen, über die härteren Stellen nach oben kommen, doch merkte ich dann bald, dass meine Ketten nicht besonders griffig sind, so dass ich gleich mal 2 m zurückgerutscht bin. Hab dann hier rauf schon ordentlich verloren. Wo's dann wieder flacher wird, hab ich dann schon ziemlich aufholen können und bis zum Steilhang, so 250 hm vorm Ziel hab ich mich an die 3 köpfige Verfolgergruppe (ein Ausländer und die beiden Zillertaler Markus Kröll und Georg Egger) des wie immer überlegenen Spitzenreiters Urban Zemmer, herangearbeitet. Wir 4 Verfolger sind dann gleichzeitig in den Steilhang hinein und ich bekam dann immer wieder Schwierigkeiten bei härteren Stellen und merkte auch, dass ein Kette verrutscht ist und zack schon bin ich weggerutscht. Man wird dann gleich ziemlich schnell und ich hatte im steilen Abschnitt keine Chance mich zu halten. Zum Stillstand bin ich erst wieder gekommen, wo es wieder flacher ist. Scheiße - kurz dachte ich an's aufgeben, aber dann gleich an Schadensbegrenzung - also, nächster Versuch. Diesmal ging ich den Steilhang hinter Martin Mattle und Martin Schieder an und ich kam dann doch hinauf und konnte mich danach etwas von den beiden absetzen. Das steilste Stück die Mausefalle kam dann noch und dort ging ich sicherheitshalber ganz am linken Rand im tieferen Schnee rauf und konnte dann gerade noch den 5. Platz ins Ziel retten - Ergebnisse unter www.verticalup.at.                       Für das, das ich ein langes Stück des Steilhanges 2 x gegangen bin, kann ich ja eigentlich zufrieden sein - aber trotzdem ärgere ich mich darüber, um mir Arbeit zu ersparen, es mit den "Ketten" probiert zu haben, die dann auch noch verrutscht sind. Aber natürlich gut, dass nix passiert ist.                          Mittlerweile hat sich zwar die freie Materialwahl bei der Speedklasse auf die Präparierung der Laufschuhe beschränkt, aber trotzdem ist da noch je nach Verhältnissen viel Spielraum zum Nachdenken vorhanden. Für die meisten der über 400 Teilnehmer geht es ja bei dieser Veranstaltung nicht um's gewinnen, sondern sie wollen ihren Spaß dabei haben - und der wird ihnen bei dieser Veranstaltung sicher geboten.

27.01.12: Nightattack Gitschberg von Meransen zur Gitschhütte in Südtirol: Wieder ein typisches Freitagabend-Aufstiegsrennen an dem Urban Zemmer eine "wahnsinnige" Zeit hingelegt hat. Der 2., diesmal ein sehr starker Dario Steinacher, ist schon 2,5 min. dahinter. Ich bin momentan nicht besonders schnell - bin, glaube ich,  etwas zu leicht und sollte wahrscheinlich mal eine Pause machen - das ist aber bei unserem super Schnee gar nicht so einfach. Die Rennstrecke ist wahrscheinlich auch etwas zu flach für mich - es geht da ja ca. 2 km fast eben dahin. Die Leistungsdichte wird auch immer größer, vor 2 Jahren war ich dort schon mal dabei und bin damals mit einer 30 sek. schnelleren Zeit als heute 4. geworden, heute wurde ich Gesamt-12. Von den Nordtirolern ist (ein wirklich überraschend starker) Marian Staller und Bernhard Haller vor mir. Da ich meine Altersklasse gewonnen habe, war es wenigstens finanziell gar nicht so schlecht. Ergebnisse unter www.gitschhuette.com. Bei der Abfahrt um ca. 23:30 Uhr, wollten wir natürlich schnell runter und  es haben dann ziemich viele Leute eine falsche Piste erwischt und so blieb uns nix anderes übrig als nochmal mind. 300 hm aufzusteigen. Durch den Wald zu queren war uns doch zu unsicher - wer weiß, wo wir da gelandet wären. Das mit der abzweigenden Piste, hätte aber auch der Veranstalter bei der Siegerehrung erwähnen können - naja, beim nächsten mal wissen wir's.

07.01.12: Rofanaufstieg: Jetzt wo ich ja die 2 Wochen frei hatte, bin ich schon sehr viel mit Ski unterwegs gewesen. Irgendwie musste ich das ausnützen, weil ich ja nicht weiß, wie es in Zukunft berufsbedingt vereinbar ist. Allerdings habe ich auch sonst und auch mit den Kindern recht viel gemacht, so dass es doch alles miteinander etwas zu viel wurde und mich jetzt eine Verkühlung erwischt hat. Eigentlich wollte ich ja schon meinen ÖM-Vertical-Titel am morgigen Sonntag beim Jennerstier bei Berchtesgaden verteidigen, aber bei dem Wetterbericht ist mir die ohnehin schon lange Anfahrt wegen der Straßensperren noch umständlicher und noch obendrein zu gefährlich. Das Watzmanngebiet liegt ja voll in den Nordstaulagen und die 2. Sektion der Jennerbahn haben sie wetterbedingt schließen müssen und so wird morgen wegen Sturmwarnung nur bis 150 hm oberhalb der Mittelstation gegangen (nur knappe 800 statt 1200 hm). Wegen der dort ausgetragenen deutschen und österreichischen Meisterschaften im Vertical wäre aufgrund der momentanen Wetterkapriolen eine Verschiebung des Rennens m. E. wohl angebracht gewesen - der Winter ist ja noch lange, da muss sich doch ein Termin finden lassen.                                 Nachdem ich heute noch mit den Kindern Skifahren war, bin ich dann doch kurzentschlossen mit Mario Herburger nach Maurach zum Rofanaufstieg gefahren. Wir sind blöderweise die Kasbachstraße hinauf und bei dem verrückten Schneefall ist dann oben ein Auto hängen geblieben  und dann kam ich mit meinem Auto auch nicht mehr weg. Wir, eh schon ziemlich knapp dran, mussten dann die Schneeketten montieren - aber es ging sich dann alles noch gut aus. Anders als die letzten Jahre, waren wir Tiroler heute beim Rofanaufstieg mehr oder weniger unter uns und deshalb war ein Sieg tatsächlich nicht ganz unmöglich. Deshalb hab ich es auch bedauert, dass ich noch immer etwas verkühlt bin und die letzten Tage eigentlich zu viel unterwegs war.                           Der wie immer rasante Start erfolgte bei starkem Schneefall. Nach ca. 5 min. am Beginn des dann nicht enden wollenden Ziehweges reihte ich mich so an die 7. Stelle ein und die Spitze mit Manfred Holzer und Bernhard Haller war immer so ca. 15 m voraus. Bei halber Strecke am Ende des Ziehweges war ich dann 4. Als es dann steiler wurde, merkte ich, dass ich mich etwas leichter tue als die anderen. Überholte zuerst Marcus Strobl aus Lenggries und dann Bernhard Haller. Am Ende des Steilstückes so 300 bis 250 hm vorm Ziel war ich an Manfred dran und konnte ihn auch gleich überholen. Oben, wo dann der Windschutz durch die Bäume fehlte, wurde dann auch der Wind immer stärker und es war aufgrund der Schneeverwehungen keine Spur mehr vorhanden. Da kann einer sagen was er will, als Führender hatte ich es da bei den Schneeverwehungen ohne Spur sicherlich etwas schwerer als die Nachfolgenden und so kam ich von Manfred auch nicht richtig weg. Am höchsten Punkt vor der Fellabfahrt hatte ich nur einen Vorsprung von rd. 10 m. Die Fellabfahrt war denn im Gegensatz zu den letzten Jahren eigentlich gar nicht beleuchtet, so bin ich mehr oder weniger im Blindflug nach unten gesaust und hab mich darauf verlassen, dass alles schön brettleben ist, weil man ja mit den offenen Schuhen nicht gut reagieren kann. Manfred, recht dicht hinter mir, hatte da durch mich sicherlich eine bessere Orientierung. Die Fellabfahrt ging einigermaßen gut, aber dann waren es noch ca. 25 (etwas langgezogene) Höhenmeter bis ins Ziel und auf dieser Strecke kam es dann genau so, wie es eigentlich fast kommen musste. Ich als "Antisprinter" hatte gegen Manfred's Zielsprint nicht recht viel entgegenzusetzen und so blieb für mich nur der etwas undankbare 2. Platz.                         Hab mich im Ziel dann schon etwas geärgert. Zum einen, dass ich ja schon so viele Rennen im Zielsprint verloren habe und zum anderen, dass ich die letzten 250 hm meist spurenderweise unterwegs war. Über meine Zeit von 42:50 min. kann ich aber wegen der schweren Bedingungen, meinen kleinen gesundheitlichen Problemen und dass ja heuer seit 3 Jahren wieder von ganz unten gestartet wurde trotzdem zufrieden sein. Manfred ist ja wirklich ein ganz feiner Kerl und wir kennen uns ja schon sehr lange und haben auch schon oft hart gekämpft, so dass sich meine Enttäuschung doch bald ziemlich gelegt hat. Aber vielleicht versteht man mich, dass bei diesen Verhältnissen ein ex-equo-Sieg wahrscheinlich die gerechtere Variante gewesen wäre. Die Ergebnisliste gibt's bei www.wsv-jenbach.at.

Rennen 2011

29.12.11: Skiuphill in Vals/Südtirol: Nach den besonders lässigen Halltal-Skitouren der letzten 3 Tage war eigentlich ein Rennen schon recht weit weg. Im Halltal mussten wir jedesmal Spuren, den Weg genau überlegen und das Risiko einschätzen, auch weil ja diese Anstiege und Abfahrten so gut wie nie gemacht werden. Beim Skiuphill geht es darum mit möglichst leichtem Material auf genau vorgegebenem Weg möglichst schnell im Ziel zu sein. Hab mich aber dann doch entschlossen mich in Vals bei dieser super organisierten Veranstaltung  mit den schnellsten Aufsteigern zu messen. In Südtirol haben ja die Aufstiegsrennen einen viel höheren Stellenwert und deshalb machen dort auch sehr viele Leute mit und es gibt auch sehr schnelle Aufsteiger dort. Mario Herburger und ich fuhren wie immer ziemlich spät zum Start, so dass kaum mehr Zeit zum aufwärmen blieb. Die Strecke führt entlang der Skipiste und hat ca. 630 hm und ca. 3,2 km und hat einige ziemlich steile Rampen dabei. Beim Start wurde wie immer wie verrückt weggelaufen. Ich, natürlich wie immer am Anfang nicht der Schnellste, war dann bald dauernd beim überholen. Aber bald taten mir ziemlich die Arme weh, weil ich ja auf so steilen Pisten eigentlich nie unterwegs bin. Deshalb war es dann nach ca. 15 min. aus mit dem Überholen und ich tat mich ziemlich schwer. Am Schluss nach 27:14 min. sprang der doch etwas enttäuschende 17. Platz heraus. Gewonnen hat überraschender Weise Ivo Zulian in 24:10 min., weil Urban Zemmer (wurde 2. in 24:14 min.) wegen eines Defektes nicht so schnell laufen konnte (angeblich war sogar bei ihm fast die gesamte Strecke ein Schuh fix in der Bindung arretiert - was ich aber kaum glauben kann). 3. wurde der Spitzen-Weltcupmann Manfred Reichegger in 24:20 min. und 4. Philip Götsch in 24:32 min. Die Ergebnisliste gibt's auf www.zkgvintl.info. Vor mir waren auch 4 Österreicher und zwar Rene Fischer als 5. sowie die Plätze 13 bis 15 belegten die Tiroler Marian Staller, Manfred Holzer und Philipp Brugger. Die 3 hab ich ja im Berglauf noch im Herbst recht deutlich distanzieren können, aber heute beim Skitourenrennen waren sie schneller. Da sieht man mal wieder, dass es doch unterschiedliche Sportarten sind. Die Zeiten vom letzten Jahr sind ja wegen dem Fehlstart um ca. 30 sek. zu schnell, wenn das stimmt, dann wäre ich heute die gleiche Zeit gegangen wie letztes Jahr. Dann kann ich ja trotzdem zufrieden sein, vor allem, weil ich bei den ersten Skitourenrennen noch nie besonders gut war. Aber in Anbetracht der lässigen Alpintouren mit meinen Bergspezeln, überlegen ich schon, ob ich mir die Rennen diesen Winter nochmal "antun" soll. Immerhin bin ich ja 2011 österreichischer Meister im Vertical geworden und mehr kann ich eh nicht erreichen.

11.12.11: Kolsassbergrun: Nachdem ich ja die vergangenen Tage schon recht schöne Skitouren machen konnte, hab ich schon überlegt, ob ich mitlaufen soll. Aber nach der gestrigen Wärme ist oberhalb der Hochnebeldecke über Nacht sicher ein Harschdeckel entstanden und so wären die Verhältnisse wahrscheinlich nicht mehr gut gewesen. Der Winterberglauf, perfekt organisiert von Franz Stöckl, hat wieder 120 Teilnehmer angelockt. Ich glaube, wenn Franz eine Alterklassenwertung machen würde, würden es bestimmt mind. 20 Teilnehmer mehr sein. Der Wirt vom Jagerhof gewährt ja immer einigen Spitzenläufern freie Unterkunft und deshalb ist dieser Lauf immer besonders gut besetzt. Nach den Skitouren fiel mir das Laufen vom Start weg heute besonders schwer, aber bald kam ich dann doch in die Gänge. Nach ca. 10 min. konnte ich auf Dietmar Rudigier (lief heuer den Marathon 2 mal unter 2:30 h) und Martin Mattle auflaufen und anschließend langsam überholen. Etwas später konnte ich noch den mir unbekannten Matthias Mayr aus Bischofshofen überholen und war damit 5. Vorne führte lange der sympathische Südtiroler Thomas Niederegger, doch ca. 1 km vorm Ziel musste er seinen Landsmann Gerd Frick vorbeilassen. Heuer waren fast durchwegs schneefreie Straßenverhältnisse und deshalb kamen recht gute Zeiten zustande. Gewonnen hat Gerd in 24:18 min. 2. wurde Thomas in 24:28, 3. der Bayerische Berlgaufmeister Korbinian Schönberger in 24:46 min., 4. der Südtiroler Edi Lahner in 24:53 und 5. Matthias Mayr (hat mich noch am Ziel übersprintet) in 25:25 min., 6. ich in 25:28 min., 7. Dietmar Rudigier in 25:41 min. und 8. Martin Mattle in 26:15 min. Bei den Frauen gewann die schon 3-malige Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr in 26:09 min., vor der Südtirolerin Renate Rungger in 27:31 min. und Jacqueline Hahn in 31:38 min. Die Ergebnisse gibt's unter www.kolsassberg-run.at. Bin recht zufrieden mit meiner Leistung, weil ich persönliche Bestzeit geschafft habe und immerhin bester Tiroler geworden bin. Für die Kombiwertung fiel ich ja heuer aus, da ich beim Radrennen Kolsassberg-classic wegen einer besonders schönen Karwendeltour nicht mitgemacht habe. Diese Wertung hat heuer Bernhard Haller knapp vor Marian Staller gewonnen. Schön war auch, dass wir Bergläufer uns mal wieder getroffen haben. Aber jetzt freue ich mich auf einen schönen Winter mit hoffentlich ganz viel Schnee. Ich wünsche allen ein schönes besinnliches Weihnachtsfest und mögen wir alle gesund bleiben.

26.10. und 01.11.11: Testrennen in die Axamer Lizum: Georg Hasselmann und Max Maibach sind Sportstudenten und sie wollen in ihrer Masterarbeit am Sportinstitut Innsbruck (Betreuer Martin Burtscher) den sportphysichen Unterschied zwischen Berglauf, Bergradeln und Skitouren herausarbeiten. Dafür haben sie einige Probanden ausgesucht. Die Feldtests (mit Puls- und Laktatmessung) führen sie auf der Strecke in die Axamer Lizum durch. Am Staatsfeiertag bin ich die recht steile Rodelbahn in die Axamer Lizum hinaufgelaufen - für die 565 hm und knapp 4 km brauchte ich 22:36 min. Heute an Allerheiligen bin ich mit dem MTB ebenfalls zuerst die steile Rodelbahn entlang, dann aber rechts die Almstraße weiter bis zur Schafalm gefahren (oberes Stück dann teils recht flach - 585 hm und ca. 5,1 km) - dafür habe ich 23:46 min. gebraucht. Glaube, das sind keine schlechten Zeiten. Wenn Schnee kommt, wird vielleicht noch ein Skitourentest gemacht. Die weiteren Tests folgen dann im Labor. Bin gespannt was dabei herauskommt.

29.10.11: Tiefrastenlauf in Terenten im Pustertal: Diesen sehr schönen Berglauf mit 892 hm und 5,5 km in Südtirol auf die auf 2311 m gelegene Tiefrastenhütte habe ich auch noch mitnehmen müssen. Bin ja dort schon 2009 und 2007 (hier längere Strecke mit Start in Terenten) gestartet und es war immer ein schöner Ausflug - auch weil ich ja die Südtiroler mag. In einer guten Stunde waren Peter Kühr und ich von Sistrans mit dem Auto am Startgelände im Winnebachtal und dort haben wir schon gestaunt - sage und schreibe über 150 Teilnehmer. In Südtirol gibt's halt noch sehr viele gute Ausdauersportler, weil's m. E. noch mehr mit den Bergen verbunden sind. Man merkt es ja auch an der Kletterphilosophie - die Südtiroler wollen die klassischen Kletterrouten in den Dolomiten möglichst so ursprünglich lassen wie sie sind und haben nicht alles nachträglich mit Bohrhaken abgesichert. Heute war auch Philip Götsch aus Dorf Tirol bei Meran am Start, der seit heuer auch Bergläufe nach belieben gewinnt (bisher hauptsächlich bekannt als Seriensieger bei Radrennen und auch bei Skitourenrennen). Der Start um 10:00 Uhr war zwar noch im Schatten, aber bald waren wir in der Sonne und es herrschten durchwegs angenehme Lauftemperaturen. Die erste Hälfte der Strecke geht auf steilen Forstwegen bergauf und danach auf meist nicht einfach zu laufende Steige, die oft etwas matschig waren - kurz sind auch ein paar Flachstücke dabei. Oben die letzten 100 hm war dann Schnee auf der Strecke. Auch war heuer die Strecke etwas länger, weil man weiter auf einer neu gebauten Forststraße blieb (dürfte so 15 sek. Zeitunterschied ausgemacht haben). Philip Götsch übernahm am Start gleich die Führung und ich war nach einem wie immer langsameren Start dann nach ca. 4 min. an 3. Stelle hinter einem uns allen unbekannten Italiener. Im 1. Drittel fühlte ich mich wirklich gut und der Abstand zu Phililp wurde auch kurzzeitig etwas kleiner, aber ab der Rennhälfte wurde entweder ich langsamer oder Philip immer schneller, so dass er bald aus meinem Blickfeld entschwunden war. Nach hinten hatte ich schon Luft und den Italiener konnte ich einigermaßen halten und so kam ich als 3. in 37:49 min. ins Ziel. Philip Götsch gewann in 35:52 min. und unterbot recht deutlich trotz der etwas längeren und teils matschigen Strecke den alten Rekord von Willi Innerhofer aus dem Jahre 2002 (wo sich schon viele sehr gute südtiroler Läufer die Zähne ausgebissen haben) um 26 sek. Der Italiener als 2. erreichte eine Zeit von 37:10 min., 4. wurde der bekannte Skitourenläufer Roberto de Simoni aus Gossensass mit 39:28 min. Peter Kühr finishte als 62-jähriger genau in 47:00 min. und gewann dabei recht deutlich seine Altersklasse. Die Ergebnisliste wird es bald auf www.zkgvintl.info geben. Oben auf der sehr schön gelegenen AV-Hütte konnte man gemütlich draußen in der Sonne sitzen. Zum Berggehen war's aufgrund des Schnees mit den Laufschuhen leider nicht optimal. Wie immer in Südtirol gab es schöne Sachpreise (sogar für die ersten 5 jeder Kategorie) und zusätzlich eine Startnummerntombola. Für Peter und mich auf jeden Fall ein schöner Ausflug nach Südtirol.

27.10.11: Hermann Klingenschmid wollte am 22.10.11 nicht mehr weiterleben. Als er mir mal vor einigen Jahren von seinen Depressionen erzählte, wollte ich es gar nicht glauben - so ein fröhlicher und aktiver Mensch, der überall beliebt ist und eine nette und große Familie hat? Der Sport hat ihm aber immer wieder geholfen über seine Krankheit hinwegzukommen. Er war nicht nur ein super Bergläufer, sondern auch ein guter Radfahrer und Skitourengeher und natürlich ein hervorragender Skifahrer. Ich bin immer sehr gerne mit ihm nach den Rennen zusammengehockt und wir hatten immer viel zu lachen - so werde ich Hermann auch in Erinnerung behalten.

23.10.11: Astberglauf: Weil's ja für's Radlfahren doch oft schon ein bissl ungemütlich ist, laufe ich jetzt im Herbst recht gerne. Deshalb ist meine Laufform momentan gar nicht schlecht und so lief es bei Franz Puckl's Astberglauf in Going wieder genauso wie letztes Jahr. Nach dem ca. 1,5 km langen Flachstück konnte ich mich von Josef Adelsberger absetzen und ca. 570 hm höher auf der Bergstation des Astberg-Skigebietes war ich dann in 27:58 min. als erster. Schön, dass ich hier eine 27er Zeit geschafft habe. Josef lief als 2. 29:34 min. und 3. wurde Hubert Resch in 31:05 min. Bei den Frauen gewann Karin Freitag in 33:41 min. Die Siegerehrung war heuer oben auf der herrlich gelegenen Brenner-Alm mit Bick auf den Kaiser. Eigentlich schade, dass hier auch nicht mehr allzuviele Leute teilnehmen, obwohl Franz mit den Preisen nicht geizt. Ich finde es eine wirklich schöne klassische Berglaufveranstaltung.  

16.10.11: Sport-Ossi-Berglauf: Ossi Stock wechselt ja seine 3 verschiedenen Strecken jedes Jahr durch. Heuer war wieder der schönste Lauf auf die Bayreuther Hütte dran mit 1050 hm und nach GPS 6,8 km (in der Ausschreibung steht 8,6 km) - eine wirklich schöne abwechslungsreiche Berglaufstrecke. Ossi braucht ja unbedingt einen Star bei seinem Lauf, aber dass er sich wieder diesen DeGasperi geholt hat, dessen (auch schon damalige) Frau Elisa Desco vor 2 Jahren bei der Berglauf-WM in Italien als Siegerin des Dopings überführt wurde, kann ich nun wirklich nicht verstehen. DeGasperi war schon ca. 6 mal Weltmeister, allerdings meist bei einer Bergauf-Bergab-WM - bei der heurigen WM in Tirana wurde er 6. Ich weiß eigentlich gar nicht warum Ossi den Uralt-Streckenrekord vom Südtiroler Peter Pfitscher unbedingt unterboten haben wollte - jedenfalls hauptsächlich darum hat er DeGasperi für heute eingekauft (angeblich für nur 200,- €) und ihm für die Unterbietung 500,- € geboten. Ich wusste natürlich schon vorher, dass heute hauptsächlich ein großer Wirbel um DeGasperi gemacht wird und wir anderen Läufer mehr oder weniger nur Statisten sind. Nachdem ich aber die ganze Woche sportlich recht viel gemacht habe und gestern bei einer schönen Bike&Hiketour über 2100 hm zusammengekommen sind, hab ich mir für heute auch nicht viel erwartet und wollte mir mal das Spektakel anschauen. Außerdem konnte ich ja bei dem wunderschönen Wetter vor der Siegerehrung noch auf den schönen Aussichtsberg Vorderes Sennwendjoch gehen und so gleich eine netto Bergtour daraus machen. Nach dem Start ging es mir wie immer noch nicht besonders, aber nach ca. 4 min. konnte ich mich dann doch von Helmut Schmuck und Manuel Natale (diesmal als Läufer) langsam absetzen; DeGasperi lief da schon vorne weg. Ich fühlte mich ganz gut und auf dieser abwechlungsreichen Strecke kommt auch keine Langeweile auf - so soll ja Berglauf sein. Gewonnen hat tatsächlich in einer neuen, 5 sek. schnelleren, Rekordzeit von 39:34 min. DeGasperi. 2. wurde ich in 42:37 min. 3. Helmut Schmuck in 44:17 min., 4. Manuel Natale in 44:50 min. und 5. Phillip Brugger in 48:00 min. Um zusätzliche Teilnehmer anzulocken, wird der Berglauf ja auch als Teamwettbewerb mit Radfahrer ausgetragen. Die Radfahrer fahren auf den untern 60% auf der gleichen Strecke, was schon wirklich aufgrund des großsteinigen Weges eine Herausforderung ist. Immerhin haben hier 9 Biker mitgemacht und Techniker Peter Unterwadizer aus Kramsach war hier mit sehr starken 47:19 min. der Schnellste. Ossi Stock freute sich sehr über den Streckenrekord von DeGasperi, hauptsächlich deshalb, weil man ja sowas (wie er ja selber zugibt) gut der Zeitung verkaufen kann - wir anderen Läufer sind dabei klarerweise nicht so wichtig. So was hab ich aber eh erwartet und ging zufrieden über meine recht gute Zeit auf's Vordere Sonnwendjoch, wo ich oben die spitzenmäßige Aussicht bei einer Jause genoss. Die Siegerehrung auf der schön gelegenen Bayreuther Hütte war dann zwar ein bissl chaotisch, da einige Zeiten und Platzierungen nicht stimmten -  aber so wichtig war das ja bei uns (Mit)läufern eh nicht. DeGasperi hat neben einigen größeren Zeitungsberichten heute mind. 820,- Euro (Antrittsgeld, Tagessieg, Klassensieg, Streckenrekord) kassiert und ich, zieht man die Startgebühr ab, immerhin 5,- €. Was soll's, ein schöner Bergtag war's für mich trotzdem.

25.09.11: Überraschendes MTB-Rennen auf's Meissner Haus: War heute zuerst mit den Kindern beim Erntedankfest in Sistrans und bin dann mit meinem alten MTB auf die Römerstraße und rauf nach Oberellbögen, wo ich weiter ins Arztal bis zur Alm auf 1900 m fahren und zu Fuß auf's Rosenjoch gehen wollte. Hab heuer zum ersten mal meine Bergstiefel angezogen, weil ja oben noch ganz schön viel Schnee liegt (habe Kombipedale auf dem MTB - also eine Seite flach und eine Seite mit Klicks). In Oberellbögen beim Zirbenhof, wo der Almweg auf's Meissner Haus beginnt, sah ich dann viele Mountainbiker mit Startnummern auf den Rädern. Bin dann kurz stehen geblieben und es wurde mir gesagt, dass jetzt ein MTB-Rennen auf's Meissner Haus ist. Bin dann weiter gefahren, weil ich ja erstens eine schöne ruhige Bergtour machen wollte und zweitens mit Bergschuhen ohne Klicks und mit meinem 13 kg - Bike eh nicht schnell genug bin. Hab dann weiter drüber nachgedacht und bin dann drauf gekommen, dass ich vielleicht doch mal mit meinem schweren Rad und den Schuhen ein Rennen machen könnte - wäre doch mal eine Herausforderung. Bin dann nochmal zurück und sah dann Bernhard Empl - er meinte dass ich doch ruhig einfach mitfahren sollte. Jetzt haben mich auch andere Leute gekannt und diese haben mich auch bestärkt einfach mitzufahren. Okay, probier ich's halt einmal, eine kleine Bergtour kann ich ja auch vom Meissner Haus aus machen und nette Gesellschaft habe ich auch. 10 min. später war dann der Start. Bernhard gab gleich mächtig Gas und fuhr bald vorne weg. Ich brauchte eine Weile bis ich mich richtig Anstrengen konnte und mochte. Es war schon ungewohnt mit den Bergschuhen, die über die Knöchel gehen, richtig schnell zu fahren und bei jedem Holperer ist der Schuh am Pedal etwas verutscht. Der Abstand zwischen Bernhard und mir wurde nur ganz langsam kleiner und endlich nach über 200 hm hab's ich dann doch geschafft direkt hinter ihm zu fahren - puh, das wird echt eine knappe Sache. Etwas später ist es mir dann auch gelungen mich leicht von ihm abzusetzen. Ich kannte ja die Strecke nicht (bin vor 10 Jahren das letze mal auf's Meissner Haus gefahren) und war dann schon überrascht als es ewig lang flach dahin ging. Dann ging's wieder bergauf und anschließend nochmal einiges flach. Bernhard war immer so ca. 30 bis 50 m hinter mir. Endlich kam dann doch das Ziel näher und ich fuhr in 28:20 h durch und Bernhard kam am Schluss nochmal näher und fuhr 8 sek. später durch. Hab dann gleich ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich ihm den Sieg weggeschnappt habe, aber er war Gott sei Dank nicht so traurig darüber. Habe auf jeden Fall alles geben müssen und es hat mir Spaß gemacht mit Bernhard zu fighten. Oben war's dann richtig gemütlich und vor der Siegerehrung hatte ich noch Zeit auf die Viggarspitze zu gehen (nette südseitige Runde über Boscheben rauf und über den Viggar-Hochleger runter). Insgesamt waren 44 Teilnehmer dabei und das Rennen (ca. 535 hm und 7,3 km) wurde vom SV Ellbögen super organisiert (http://sv-ellboegen.at). Der Tag war mal wieder zuerst anstrengend, aber dann richtig fein.    

24.09.11: MTB-Rennen auf die Aldranser Alm und Stubaier Mountainking: Immer wieder habe ich diese Woche überlegt, welches Rennen ich machen soll. Das Aldranser Alm Rennen, um 11:00 Uhr, startet ja direkt vor meine Haustüre und wahrscheinlich gibt es wenige die diese Strecke so oft raufgefahren sind wie ich. Nur 2 h später fand ja das Rennradrennen von Neustift zur Mutterbergalm im Stubai statt (18 km und 750 hm). Dieses Rennen mag ich ja auch sehr gerne, weil's ja von der Strecke her irgendwie der kleine Bruder vom Kühtaier-Bergkaiser ist und immer sehr gut besetzt ist. Hab mich dann doch für den Mountainking entschieden, weil ich ja immer gerne die Herausforderung suche. Aber irgendwie hab ich schon ein schlechtes Gewissen gehabt - da organisiert Armin Niederkofler auf meiner Hausstrecke ein MTB-Rennen und ich fahre gar nicht mit. Bin dann heute kurz vorm Start zur Startnummernausgabe zum Bartenbach und wollte erklären, warum ich lieber beim Mountainking mitfahre. Wie befürchtet, waren die Anmeldungen sehr spärlich und bis ich geschaut habe, war schon eine Startnummer auf meinem Rad. Sicher, wenn ich bald nach dem Zieleinlauf wieder runter fahre und mich gleich ins Auto setzte, bin ich noch rechtzeitig in Neustift. Und wenn ich nicht alles geben muss, werde ich vielleicht im Stubai nicht mal so viel spüren. Daheim hab ich dann für's Stubaital alles zusammengepackt und bin 5 min. vor 11:00 Uhr zum Start nach Fagslung. Dort sah ich dann gleich Uwe Tremetzberger, der ja heuer schon einige gute MTB-Rennen gemacht hat - da wusste ich dann schon, dass es nicht so leicht, wie erhoft werden wird. Der Gepäcktransport war dann auch schon weg - aber gut dass es warm war und so musste ich nur ein Langarmtrikot und eine Windjacke zum Umziehen mitnehmen. Uwe fuhr gleich voll weg und ich überhaupt nicht aufgewärmt, tat mich da schon zuerst ziemlich schwer. Nach 150 hm habe ich ihn dann endlich eingeholt. Wollte dann an ihm vorbei fahren und dann etwas zurücknehmen, um vielleicht gemeinsam durch's Ziel zu fahren. Mit "einfach vorbei fahren" wurde aber nix - Uwe war richtig schnell und ich habe es erst nach weiteren 150 hm geschafft mich von ihm langsam abzusetzen. Als ich merkte, dass eigentlich eine richig gute Zeit rausspringen müsste, hat mich das Rennfieber nicht mehr losgelassen. Bin dann mit 23:52 min. durch's Ziel und das ist ja für die 570 hm und 5 km auf dem MTB ganz gut. 2. wurde Uwe in 24:58 min. Auf die Aldranser Alm konnte auch nach freier Wegwahl gelaufen werden und hier gewann Gerhard Baldemair in 26:12 min., vor Paul Sadjak. Oben war's dann ganz lustig und da hab ich dann schon überlegt, ob ich überhaupt noch ins Stubai fahren soll. Naja, vorgenommen ist vorgenommen - so bin ich bald runter und war dann um 13:30 Uhr mit dem Auto in Neustift.                                                     Dort waren dann ca. 100 Rennradfahrer am Start. Einen Schrecken bekam ich noch, als ich so 3 min. vorm Start merkte, dass im Vorderrad wenig Luft drin war, obwohl ich es zuhause gut aufgepumpt hatte. Eine sehr nette Frau hat mir dann noch schnell eine Pumpe geliehen. Aber warum die Luft ausgegangen ist, wusste ich nicht und so hatte ich das ganze Rennen Angst, ich könnte wieder Luft verlieren. Das Rennen war dann die ersten 9 nur leicht ansteigenden Kilometer sehr nervös. Jeder kämpft um seine Position und um Windschatten. Dann kam die berüchtigte Ranalter Steigung mit der Bergwertung. Hier stellte sich dann bald heraus, dass Roman Gredler der stärkste ist, dahinter kam dann Stefan Praxmarer und Andi Traxl und als 4. schon ich. Bis dahin lief eigentlich alles perfekt. Dann wurde es ja wieder flacher, was ja für mich nicht optimal ist, zumal ich keinen Windschatten hatte. 1 km vor der Grawa-Alm geht's dann wieder richtig bergauf, aber um so länger das Rennen dauerte, um so schwerer tat ich mich. Eine fast zehnköpfige Gruppe hätte mich nach der Grawaalm fast wieder eingeholt, aber ich kämpfte nochmal so richtig und kam wieder weg von ihnen. Oben der letzte Kilometer ist dann ja nur mehr so 5 % steil und da musste ich alles geben, um nicht noch gestellt zu werden. Habe es dann gerade noch geschafft als 4. in 39:40 min. durchs Ziel zu fahren (die Luft im Vorderrad hat auch gehalten). 1. wurde Roman Gredler in sehr schnellen 38:14 min., 2. Stefan Praxmarer in 39:02 min., 3. Andi Traxl in 39:22. 5. wurde Gotthard Nösig nur 3 sek. hinter mir und dann kamen noch weitere 5 Fahrer mit einer 39er Zeit. Die Ergebnisliste gibt's unter www.sv-schlickeralm-stubai.at. Oben das Kuchenbuffet hat dann bald der Thaurer Alm Konkurrenz gemacht - hab gar nicht gewußt welchen ich zuerst nehmen soll. Wenn ich mich auch im Stubai ein bissl schwerer getan habe, bin ich trotzdem zufrieden über den verrückten Renntag - den ich sicher nicht so schnell vergessen werde.  

18.09.11: Roter Aar in Sistrans: Zwei Rennen hintereinander - manchmal frage ich mich schon, warum tue ich mir das an. Aber heute hab ich mich Gott sei Dank nicht so anstrengen brauchen, wie gestern. Christian Ragg und ich wohnen ja beide in Sistrans, sind gute Freunde und sind ja gemeinsam bei dem kleinen überschaubaren Verein Radlaufclub Wohnrecht Innsbruck (www.wohnrecht.at). Unser Teamchef ist ja der Rechtsanwalt Dr. Christian Prader aus der Kanzleigemeinschaft Prader/Ortner/Fuchs. Christian Prader hat ja schon mehrere Bücher über Wohn- und Mietrecht verfasst und ist ein absoluter Experte in diesem Rechtsgebiet. Die einzigen Rennfahrer unseres Vereins sind momentan eigentlich Christian Ragg und ich (Roli Striemitzer ist zwar auch dabei, aber er hat meist andere Verpflichtungen - Klettern und Rendevouz) und so hat es sich natürlich angeboten, dass Christian und ich ein Team beim Roten Aar machen. Die Wetteraussichten waren ja für heute alles andere als gut, trotzdem haben sich 37 Staffeln angemeldet und letztendlich haben auch 32 Staffeln mitgemacht. Aber Petrus hatte doch etwas Mitleid mit uns armen Sportlern und ließ es erst pünktlich zum Start der Läufer um 10:15 Uhr zu regnen beginnen. Die härtesten Konkurrenten waren heute Manuel Natale als Radfahrer und Markus Mitterdorfer als Läufer - beide vom RC Bike Point. Nach den Zeitabständen beim gestrigen Thaurer Alm Rennen war es heute schon spannend, wer am Ende die Nase vorn hatte. Die schnellsten Radfahrer kamen noch trocken ins Ziel und hier gewann Manuel in 27:58 min. 2. wurde Uwe Tremetzberger in 29:23 und 3. Christian in 29:25 min, der super gefightet hat und sich somit nur 1:26 min. von Manuel hat abhängen lassen. Beim Laufen hat es dann schon voll zu regnen begonnen und da wusste ich dann schon, dass sich Topzeiten wahrscheinlich nicht ausgehen werden. Vom Ausgang der Radfarer wusste ich nichts und ca. 3 min. nach dem Start konnte ich mich von Markus Mitterdorfer allmählich absetzen und lief dann alleine nach oben, wobei ich mir eigentlich keinen großen Druck machte (aber recht viel schneller wäre es wahrscheinlich auch nicht gegangen). Oben im Ziel in 26:06 min., als ich den Abstand von Christian zu Manuel erfuhr, wurde es kurz spannend, doch hat es dann doch lang genug gedauert (2:18 min.) bis Markus ins Ziel kam. Somit haben heute zum ersten mal zwei Sistranser (allerdings keine gebürtigen) den Roten Aar gewonnen. Bei den Frauen war heute leider nur eine Frauenstaffel am Start und somit war es für meine Frau Rikki und für ihre Bergläuferin Regina Helfenbein-Follmann leicht den Adler zu holen. Die schnellste Radfahrerin war Doris Posch (gemischte Staffel mit Bernhard Haller) mit sehr schnellen 31:12 min., die ihren eigenen Rekord nochmal unterbieten konnte. Vom Wetter her haben wir nochmal Glück gehabt, weil's ja dann heute den ganzen Tag gegossen hat. Wetterbedingt war dann die Siegerehrung unten im Gemeindesaal Tigls und wir sind noch recht lange zusammengehockt und ich glaube, die Organisatoren und wir Sportler haben wirklich das beste aus diesem Sauwettertag gemacht.

17.09.11: 17. Thaurer Alm MTB Rennen: Das ist und bleibt eines meiner Lieblingsrennen. Vielleicht auch weil's 1997 (damals die 3. Ausgabe) mein erstes Rad-Bergrennen überhaupt war und ich bis auf ein- oder zweimal seitdem immer dabei war. Heuer gab es ja eine Neuerung, da man zwischen der Langgasse und dem Schlosshof den neuen recht steilen Weg (sog. Ladinsweg) benutzte. Die Strecke ist somit rd. 300 m kürzer und weist jetzt 7,2 km mit 840 hm auf. Somit beträgt die Durchschnittssteigung 11,7 % (früher 11,2 %), was schon ein ziemlich steiles Rennen ist. Wir haben natürlich viel diskutiert darüber, ob nun die Auffahrt mit dem neuen Weg schneller ist. Also ich und auch die meisten sonst auch finden, dass durch die vielen Kurven beim Ladinsweg, wo man ja immer leicht das Tempo rausnehmen muss und aufgrund des doch schottrigen Untergrundes die Gesamtzeit keinesfalls schneller ist, als beim alten Wegabschnitt, der ja größtenteils asphaltiert war. Außerdem werden die Höhenmeter in etwa gleich schnell gemacht, einerlei, ob man nun 10% oder 13% steil rauffährt - nur die Geschwindigkeit ist anders. Manuel Natale hat die Zeit vom letzten Jahr und von heuer gemeinsam mit den Höhenmetern aufgezeichnet und unsere Einschätzung war schon richtig, denn heuer waren wir 10 sek. später bei der Kreuzung zwischen altem und neuem Weg. Am Start war mir heute schon klar, dass mein stärkster Konkurrent wieder einmal Manuel Natale sein wird - allerdings hatte ich auch den Lechtaler Frank Kerber auf der Rechnung, der sich ja von Jahr zu Jahr gesteigert hat. Heute bei schwülheißen Temperaturen, bin ich wieder einmal verhalten gestartet und schloss nach ca. 150 hm zu Manuel und Frank auf. Als wir nach 2 km und 250 hm wieder in den alten Weg einmündeten, konnten sich Frank und ich leicht von Manuel absetzen. Da ich ja Frank's Endschnelligkeit kurz vor dem Ziel kannte, musste ich mich ja auch von ihm im Laufe des Rennens distanzieren, wenn ich wie letztes Jahr gewinnen wollte. Ich fuhr was meine Beinchen hergaben, doch Frank ließ einfach nicht reißen. Er blieb immer dicht hinter mir - nur ein oder zweimal dachte ich, jetzt lässt er locker, doch dann war er schon wieder dran. Die letzten 1,5 km haben dann ja nochmal die 3 steilen Abschnitte drin und als ich bei den ersten beiden Rampen auch nicht wegkam, hat mich bei der 3. Rampe schon etwas der Kampfgeist verlassen. Bei der letzten Kurve so 150 m vorm Ziel war ich schon ca. 5 m hinter Frank und er hat mir dann sogar noch bis ins Ziel insgesamt 12 sek. abgenommen. Also 1. Frank Kerber in 32:27 min., 2. ich in 32:39 min., 3. Manuel Natale in 33:15 min., 4. Erich Schafferer in 34:56 min., 5. der erst 17-jährige Andreas Graßmair in 35:17 min. (saustark, ich glaube da kommt ein großes Talent nach), 6. Andreas Gritsch in 35:42 min. und 7. die Kampfmaschine Roli Stiemitzer in 35:50 min. (was Roli sonst noch so treibt, kann man unter www.alpinebande.com nachlesen). Mit dem 2. Platz kann ich auch zufrieden sein, weil es nach der starken Berlaufleistung letzte Woche beim Dolomann heute wieder ein gutes Radrennen von mir war und es nach 2009 (wo der Weg frisch hergerichtet, fast so glatt wie Asphalt war), meine 2. beste Thaurer Alm Zeit war. Oben kam wieder die typische und lustige Thaurer Alm Atmosphäre auf und ich glaube fast, dass das Kuchenbuffet noch nie so gut war wie heute. Leider muss ich mich ja mit dem Trinken auf der Alm zurückhalten, weil wie jedes Jahr am nächsten Tag das Heimrennen, der Rote Aar in Sistrans, stattfindet. Ist schon schade, weil ja auf der Thaurer immer fast die ganze Nacht durchgefeiert wird. Christian Ragg und ich sind dann bei der Radheimfahrt nach Sistrans um 18:30 Uhr in ein sehr starkes Gewitter reingekommen, dass wir daheim eigentlich gar nicht mehr hätten duschen brauchen. Die Ergebnisse, Fotos und Berichte vom Rennen gibt's unter www.wsv-thaur.at.

10.09.11: Dolomitenmann: Bisher war ich ja immer abgeneigt bei diesem Event mit dem Motto „nur für die Härtesten unter der Sonne“ mitzumachen. Aber um wirklich mitreden zu können, muss man ja eigentlich auch mal dabei gewesen sein. Heuer ergab sich die Möglichkeit bei einem Amateurteam von Harald Kolland (www.kolland-topsport.com ) als Bergläufer zu starten. Harald stellt ja seit ein paar Jahren meist 3 Teams zusammen und seine 1. Profimannschaft hat ja die letzten 4 Jahre hintereinander gewonnen. Heuer hat er 2 Profiteams und ein Amateurteam zusammengestellt und dass dies keine leichte Aufgabe ist, haben wir am Vortag vorm Rennen mitbekommen, als 2 Teammitglieder kurzfristig absagen mussten. Es war ja dann wirklich ein Wunder, dass so schnell adäquate Ersatzleute gefunden werden konnten und die Abstimmung mit der Rennleitung auch noch klappte.
Es ist natürlich ein Glück für uns Sportler, dass es Leute wie Harald Kolland gibt, die diese „Randsportarten“ wie Berglauf, Paragleiten, Wildwasser-Kanu und Moutainbiken lieben, sehr viel Zeit und Geld für die Organisation investieren und Sponsoren auftreiben. Alle 3 Kolland-Teams haben sich am Freitag am frühen Abend im Hotel Goldener Fisch in Lienz getroffen und wurden erst einmal eingekleidet. Danach ging’s zum Briefing und dann zum gemeinsamen Abendessen im Hotel. Hier war es für mich natürlich auch mal schön, die Stars der Szene etwas näher kennen zu lernen. Die 3 Kolland-Teams waren folgendermaßen besetzt (namentliche Reihung nach Berglauf, Paragleiten, Wildwasser-Kanu und Mountainbike): Team „Kolland Topsport Kleine Zeitung“ mit Jonathan Wyatt (NZL), Christian Amon (AUT), Kubrican Lukas (CZE) und Johnny Cattaneo (ITA); Team „Kolland Topsport International“ mit David Schneider (CHE), Jakob Hermann (AUT), Pivato Riccardo (ITA) und Mike Felderer (ITA) und schließlich das Amateurtam „Kolland Topsport Asics“ mit lauter Österreichern und zwar mit mir, Christian Gruber (Zillertaler), Clemens Possnig und Georg Koch. Beim Briefing hab ich dann gleich mitbekommen, wie der Dolomitenmann professionell organisiert ist und natürlich durften die Sprüche von Werner Grissmann dabei nicht fehlen – das erste was er in den vollbesetzen großen Saal rief waren seine 3 Lieblingsworte: „härter, steiler, geiler“.
Mir macht ja seit dem Karwendellauf vor zwei Wochen eine Sehnenentzündung am Außenband am linken Knie Probleme, so dass ich auch, nachdem endlich der Muskelkater vorbei war, mich weiterhin schonen musste und kaum laufen konnte. Am Samstag am Start wurden die Sportler und die schon recht zahlreichen Zuschauer von den beiden Moderatoren Othmar Peer und ... schon mal ziemlich eingeheizt. Ich habe ja schon viel über die legendäre Berglaufstrecke von Lienz (670 m) auf das 2441 m hoch gelegene Kühbodentörl in den Lienzer Dolomiten gehört, aber abgelaufen bin ich sie noch nie. Nach dem Streckenprofil geht es erst mal ca. 3 km brettleben zum sehr steilen Goggsteig, wo auf 900 m 360 hm überwunden werden müssen. Danach geht es 2,5 km weit auf Wurzelsteigen im leichten Auf und Ab bis zur Klammbrücke und danach folgen die berüchtigten 1400 hm nur verteilt auf ca. 4,2 km kurz vor und dann im Hallebachtal. Für mich war beim Start natürlich spannend, was mein Knie so sagte. Die ersten 3 flachen Kilometer läuft die Spitze in fast 3 min/km. Ich kann ohne Lauftraining einigermaßen locker nur 4 min/km laufen - so hab ich da schon mal ca. 3 min. verloren. Dann beim Goggbergsteig, so bestenfalls an 40er Stelle liegend, ist es bei dem engen und steilen Steig wirklich nicht leicht zu überholen. Jedes mal muss man eine einigermaßen günstige Stelle abwarten und dann den Vordermann mit einem Entschuldigung möglichst sanft zur Seite drücken (freiwillig weicht leider keiner aus), dabei ist immer die Gefahr, dass der Puls kurz etwas zu hoch geht. Beim Auf und Ab nach dem Goggsteig meldete sich das linke Knie wieder und unabhängig voneinander sagten zwei Zuschauer, dass ich 6:30 min. hinter der Spitze liege. Dass hat mich dann schon geschockt – heute komme ich ja gar nicht weiter. Nachdem es dann endlich wieder auf einer Schotterstraße bergauf ging, dachte ich mir, dass das Rennen ja jetzt erst eigentlich richtig beginnt. Im Eingang zum Hallebachtal war es dann ganz steil und man sagte mir, dass ich an 26. Stelle liege. Das Überholen war immer noch schwierig und teilweise musste man auf allen Vieren krabbeln. Als ich dann den jungen Tiroler Martin Mattle überholen konnte, war mein Selbstvertrauen wieder etwas gestärkt. Der nächste Bekannte war Thomas Heigl und siehe da, nach ca. 1:05 h Laufzeit sah ich schon Markus Kröll dicht vor mir. Nach dem Überholmanöver, sah ich dann so 5 min. später ziemlich weit vor mir zwischen weiteren Läufern zwei weitere Österreicher mit Jürgen Mock und Robert Stark. Aber ob ich die noch erwische, an das glaubte ich eigentlich nicht. So 15 min. später beim kurzen Flachstück ca. 200 hm unter dem Ziel war ich dann tatsächlich zuerst an den internationalen Spitzen-Skibergsteiger Kuhar Nejc und danach an den beiden Österreichern vorbei. Mir ging es weiterhin gut und der nächste war dann auch kein Unbekannter in der internationalen Szene und zwar Roman Skalsky. Kurz vorm Ziel war ich dann gleichauf mit dem Kenianer Lokomwa Thomas James, der mich ja bisher immer deutlich abgehängt hatte. Doch für einen Zielsprint konnte ich mich nicht mehr motivieren und so war ich 3 sek. hinter diesem im Ziel. Ich war dann sogar ein bissl enttäuscht, weil es nicht mehr weiter ging, da kurz vor mir noch 2 Tschechen ins Ziel gelaufen sind.
Die Freude über mein gutes Finish hat schon überwogen, aber etwas enttäuscht war ich trotzdem, dass ich am Anfang so furchtbar langsam war. Gewonnen hat den Berglauf der amtierende Vizeweltmeister Weldemaiam Azarya aus Eritrea in 1:24:31 h, 28 sek. vor Jonathan Wyatt, 3. wurde ein sehr starker David Schneider (Schweiz) in 1:27:09 h, 4. Magal Jiri aus Tchechien, 5. der Seriensieger Maiyo Elvis-Kipruto (KEN), 6. und 7. wieder zwei Tchechen mit Havlicek Jan in 1:32:39 und Dlabaja Tomas in 1:32:59. 8. wie erwähnt der Kanianer knapp vor mir und 9. ich in 1:33:18 h als bester Österreicher. Die Zeiten waren fast bei allen deutlich langsamer als letztes Jahr – das mag wahrscheinlich an der Hitze gelegen haben.
Fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, so viele Zuschauer habe ich bei einem Berglauf noch nie erlebt. Vor allem beim lienznahen Goggsteig und im Zielbereich standen die Leute teilweise Spalier. Auch muss ich sagen, dass es sicher eines der schönsten und schwersten Bergläufe ist, die ich jemals gelaufen bin. Wenn man dann oben im Hallebachtal in den schönen Kalkgipfel-Kessel hineinläuft, ist schon was Besonderes (das Wetter war natürlich auch traumhaft). Vom weiteren Rennverlauf bekommt man leider als Bergläufer nicht viel mit. Ca. 1,5 h dauert der Abstieg bis zum Forstweg unter der Kerschbaumeralm und mit den Pinzgauern fuhren wir dann nochmal ca. 45 min. bis Lienz zum Zielgelände. Gerade als ich dort ankam, kam Georg Koch unser Teampartner mit einer super Mountainbikezeit von 1:35:49 h ins Ziel. Wir wurden damit Gesamtelfter mit einer Gesamtzeit von 4:23:50 h und 2. in der Amateurwertung. Gesamtsieger wurde das Team Robotunits mit Weldemariam Azarya (ERI), Prantl Markus (ITA), Schmid Gerhard (AUT) und Pallhuber Hannes (ITA) in einer Spitzenzeit von 3:55:01 h. 2. wurde unser 1. Profiteam Kolland Topsport Kleine Zeitung in 3:59:37 h. 3. das tchechische Team Alpine Pro in 4:08:04 h und ganz knapp dahinter unser 2. Profiteam Kolland Topsport International in 4:08:18 min (Ergebnisse unter www.redbulldolomitenmann.com ).
Bemerkenswert finde ich, dass, wenn statt Jonathan Wyatt ich im 1. Kolland-Profiteam gelaufen wäre, wäre dieses Team immer noch Gesamtzweiter geworden. Vielleicht sollte ich mich doch einmal trauen, bei einer besseren Vorbereitung, bei einem Profiteam zu starten. Steil bergauf verliere ich ja gegenüber der Spitze nicht recht viel und wenn ich die Flachstücke mit etwas Training schneller laufen kann, bräuchte ich auch nicht mehr so viele mühsam überholen.
Im Zielbereich war wirklich wahnsinnig viel los – viele Zuschauer, viel Moderationen und viel Musik. Aber schön, dass auch die hinteren Fahrer alle mit Beifall empfangen wurden. Wir von den Kolland-Teams haben uns dann in ruhigere Gefilde zurückgezogen und uns im Hotel draußen zu einem gemütlichen feinen Essen zusammengesetzt.
Die Siegerehrung abends um 19:00 Uhr war dann wieder ein riesiges Spektakel und es waren da sicher so 3000 Zuschauer anwesend. Wir, als 2. Amateurteam durften auch auf die Bühne und es war zugegebenermaßen schon ein schöner Augenblick auf die riesige applaudierende Menschenmenge zu blicken.
Bis um 1 Uhr nachts (und später) war dann bei Livemusik am Lienzer Hauptplatz die Hölle los. Der Red Bull Dolomitenmann ist halt nicht nur ein spektakuläres Rennen, sondern vor allem auch ein riesiges Fest für die Zuschauer und das macht wahrscheinlich auch das Rennen so einzigartig. Ich mag zwar nach wie vor die etwas „besinnlicheren“ Rennen lieber, aber hin und wieder bei solch einem Event dabei zu sein, ist ja auch ganz schön. 
Nach einer kurzen Nacht und einem gemeinsamen Frühstück, bin ich am Sonntag Vormittag noch auf den Steinmandl auf 2220 m von Lienz aus geradelt und dann sind wir über Mittag wieder heimgefahren, wo ich dann von den Kindern schon heiß erwartet wurde, da ich ihnen den Baggersee versprochen hatte.
An dieser Stelle möchte ich nochmals Harald Kolland und seiner Frau danken, dass sie ihr Vertrauen in mich gesetzt haben und natürlich vor allem Danke für die hervorragende Bewirtung und für die schöne Gemeinschaft.

04.09.11: Pfarrach Alm Rennen: Nach meiner "glorreichen" Idee beim Karwendelmarsch mit zu laufen, war ich heute gespannt, ob meine Muskeln keine schlimmeren Schäden davongetragen haben. Das MTB-Rennen mit 6,9 km und 750 hm auf die wunderschön gelegene Pfarrach Alm ist ja eines meiner Lieblingsrennen. Auch weil's ja 2003 das erste MTB-Rennen war, dass ich gewinnen konnte (damals überraschend ein paar Sekunden vor Erich Schafferer). Bin heute mit dem Radl von daheim über die Europabrücke nach Telfes im Stubaital gefahen. Heute war wieder feines Wetter, allerdings hat in den Südhang zur Pfarrach voll die Sonne reingebrannt. Die ersten 500 m auf Asphalt wurden heute auch für mich zu langsam gefahren. Dann übernahm ich die Führung. Kurz nach Beginn des Schotterweges überholte mich Manuel Natale kurz einmal (Manuel kam erst Freitag aus dem Urlaub in Süditalien zurück). Bald konnte ich aber wieder an ihm vorbei und gab dann die Führung nicht mehr her. Es ist schon ein schweres Rennen, wenn man den flachen ca. 800 m langen Mittelteil abzieht, hat die Auffahrt eine Durchschnittssteigung von 12% und das bei einem recht schottrigen Weg. Meine Zeit mit 30:56 min. war 10 sek. langsamer als letztes Jahr. Manuel als 2. hatte 31:50 min., 3. wurde Erich Schafferer, dem ja auch die steilen Schotterwege liegen, in 32:08 min. Die Ergebnisliste (auch die der letzten Jahre - allerdings feht die Liste von 2007) gibt's unter www.sport-resch.com/rc-resch. Natürlich schön für mich, dass ich das Rennen schon zum 5. mal gewinnen konnte und ebenfalls schön, dass heuer mit über 40 Teilnehmern, mehr als die letzten Jahre mitgemacht haben. Nach der Siegerehrung bin ich noch die Kapellenauffahrt von Mieders nach Maria Waldrast raufgefahren, wo ich mich mit der Familie getroffen habe. Bin dann runter nach Matrei und über die Römerstraße nach Patsch. Von dort habe ich dann noch den Kreuzweg nach Heiligwasser mitgenommen. War dann also noch eine richtige Kreuzwegrunde auf 2 schöne tiroler Wallfahrtskirchen.

27.08.11: Karwendelmarsch: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr ganau wie ich auf die Idee gekommen bin hier mit zu machen. Vielleicht hat's auch etwas ausgemacht, dass Rikki und ich eine zeitlang jede freie Minute im Karwendel verbracht haben und für uns war es damals einfach das schönste Gebirge auf der Welt. Waren ja fast auf alle Gipfel oben und auch in Wintern mit vielen Nordstaulagen gibt's ja im Karwendel gewaltig viel Schnee und das ist natürlich auch einfach herrlich. Habe ja schon mit vielen Leuten über den legendären Karwendelmarsch von Scharnitz nach Pertisau über's Karwendelhaus, Falkenhütte, Hohljoch, Eng, Binssattel und Gramai geredet.                                                                                 Beim ersten mal, 1969, waren gleich 1200 Teilnehmer dabei. Er wurde bis 1987 insgesamt 19 mal durchgeführt und teilweise waren bis zu 4000 Leute am Start. Ein paar "Verrückte" sind damals auch gelaufen und der damalige Streckenrekord ist ja von Albert Widmoser (früher auch ein gewaltiger Bergabläufer) mit knapp unter 4 Stunden. Damals war die Strecke etwas kürzer, weil ja direkter gelaufen bzw. gegangen werden durfte. Hauptsächlich durch das Engagement der Brüder Tschoner wurde diese Naturveranstaltung 2009 wiederbelebt. Nun wird jedoch der Umweltschutz ganz groß geschrieben und deshalb ist es oberste Priorität die Hauptwege nicht zu verlassen, so dass nun die Strecke ganau 52 km lang ist. Ich war ja noch einen Tag davor unentschlossen, ob ich mir diesen Lauf wirklich antun sollte. Mache ja das ganze Jahr über lange Touren im Gebirge und irgendwie hoffte ich, dass diese Vorbereitung auch für den Karwendelmarsch reichen würde. Laufen tue ich allerdings dabei recht wenig, weil's halt bequemere und schönere Fortbewegungsarten gibt - im Winter und Frühjahr natürlich mit Ski und im Sommer wird, bis es nicht mehr weiter geht, erst mal mit dem Radl gefahren.                                                                                                                                                         Ein bissl Bauchweh hatte ich schon als ich um 6:00 Uhr früh in Scharnitz am Start stand und ich kann mich auch noch an meine Marathonläufe vor ca. 20 Jahren ohne besondere Vorbereitung erinnern, wie es am Schluss immer ganz hart wurde. Die Tourismusregionen Seefeld und Achensee organisieren die neue Auflage des Marsches perfekt. Wenn man den immensen Aufwand bedenkt, um so eine Großveranstaltung mit rd. 1200 Teilnehmern über die Bühne zu bringen, dann ist das Startgeld wirklich günstig. Immerhin werden 10 Labestationen in einem teilweise unzugänglichen Gebiet eingerichtet. Dann die Chipzeitnehmung, der Gepäcktransport, das Finisherpaket, die Bergrettung für Notfälle und nicht zu vergessen die vielen Shuttlebusse - meine Nachmeldung klappte auch reibungslos. Ohne freiwillige Helfer wäre dies alles wirklich nicht durchführbar.                                                                                                                                                                                                         Heuer waren ca. 150 Läufer dabei und ich war erst mal überrascht, wie die um 6:00 Uhr loslegten. Bis zum Karwendelhaus war es noch trocken und einigermaßen warm und ich hatte schon bedenken, dass ich zu viel an hatte. Genau 19 km sind es bis zum Karwendelhaus und ca. 10 km haben kaum eine Steigung und 10 km flach gelaufen bin ich wahrscheinlich das letzte mal vor 3 Jahren. Nach ca. 12 km fingen dann schon meine Oberschenkel hinten sehr stark zu ziehen an und da ahnte ich schon, dass mein Start wohl keine gute Idee war. Oben beim Karwendelhaus wurde es dann wegen dem starken Wind ziemlich ungemütlich. Als es runter zum kleinen Ahornboden ging, ging es zwar den Oberschenkeln hinten wieder besser, aber nun fingen sie vorne wegen dem bergablaufen weh tun an. Als es dann immer wieder regnete sah ich mit meiner Brille nicht mehr besonders viel. Ich hatte zwar eine Schildkappe dabei, aber der Wind hat sie mir immer wieder vom Kopf geweht, so dass ich sie lieber in die Trikottasche steckte - erst später nach der Falkenhütte ging es dann besser. Als es dann recht steil zur Falkenhütte (km 29) hinauf ging, ging es mir wieder besser und ich konnte einige Leute überholen. Dann ging's einen sehr groben Weg runter zur Laliderer Reise und hinauf zum Hohljoch - von den Laliderer Wänden sahen wir leider so gut wie gar nichts. Das Stück bis zu den Engalmen bei km 35 zog sich dann ewig und war nochmal eine Tortur für die Oberschenkel. In der Eng war ich ca. in 3:15 h und wusste, dass die Spitze schon weit voraus war.                                       Nach einer kurzen Pause konnte ich dann beim Weiterweg Richtung Binssattel kaum mehr laufen, obwohl es ja mein Gelände war, da es schön bergauf ging. Jeder Schritt tat weh und weil ich ja normalerweise keiner bin der aufgibt, kämpfte ich weiter. Kurz unterm höchsten Punkt der Strecke beim Binssattel hagelte es dann. Gut, dass ich zu meinem Kurz- und Langarmtrikot noch eine Windjacke dabei hatte. Als es dann endlich wieder runter ging, ging allerdings bei mir gar nichts mehr. Die Beine taten so weh, dass ich froh war, dass ich einigermaßen abwärts gehen konnte. Plötzlich fing auch noch das linke Knie außen zu schmerzen an (Außenband), so dass ich humpelnd die Labestation beim Gramai-Hochleger erreichte. Dort überlegte ich dann schon, wie ich da nur runterkommen sollte. Als mir jemand von der Bergrettung einen Verband angelgt hatte, ging es mit dem Knie wieder einigermaßen. Langsam humpelte ich nach unten und bewunderte immer wieder die anderen Läufer, die da alle noch recht locker laufen konnten. Von hinten kam dann Philip Brugger, der mit Krämpfen Probleme hatte und wir gingen dann gemeinsam runter. Der Abstieg bis zur Gramai Alm war dann richtig hart für mich. Das Knie ging eigentlich wieder, aber die Beinmuskulatur war am Ende und die Kälte setzte mir dann auch langsam zu. Endlich bei der Gramaialm (km 43) konnten wir mit dem Auto zum Ziel nach Pertisau fahren.                            Auch mit dem Auto kamen mir die 9 km bis zum Ziel wahnsinnig lang vor ich ich konnte wirklich nicht glauben, dass die Leute hier noch laufen konnten. Fast ehrfürchtig redete ich im Ziel mit einigen Läufern. Besonders erwähnen möchte ich den 56-jährigen Albin Knapp aus Volders, der als 29. ins Ziel kam mit einer Zeit von 5:28:50 h. Albin hatte ja vor einigen Jahren eine ganz schwere Krankheit und nun diese Leistung - einfach bewundernswert. Dann auch Gerhard Baldemeir aus Rinn, der ja in erster Linie ein super Skifahrer ist und nun als 17. in 5:15:58 h noch einigermaßen locker ins Ziel kam. Gewonnen hat den Lauf der Ostösterreich Bosjak Thomas in neuer Streckenrekordzeit von 4:23:50 h. (wegen der Abkürzungen kann man die damalige Strecke nicht mehr ganz vergleichen). Die Ergebnisse gibt's unter www.pentek-timing.at oder unter www.karwendelmarsch.at.                                                                                                                                                                                       Ich konnte dann Gott sei Dank bald mit Werner und Philip Brugger bei strömendem Regen mit dem Auto heim fahren. Dabei waren meine Gedanken natürlich auch bei den Leuten (und das waren ja wahrscheinlich noch ca. 900), die ja bei dem Sauwetter noch unterwegs waren - die Nichtläufer sind allerdings alle schon gut ausgerüstet. Der Veranstalter hat dann die Leute, die nach 14:00 Uhr auf den Engalmen eingetroffen sind, nicht mehr weiter gehen lassen, weil's am Binssattel schon recht viel Schnee gemacht hat. Wirklich Hut ab vor dem Veranstalter, diesen Event bei diesem Wetter durchzuziehen. Weil, wenn jemand Kreislaufprobleme hat oder sich verletzt - Hubschrauber hätte keiner fliegen können.                                                                                                                                                                                                                      Jetzt wo ich dies einen Tag später schreibe, bin ich einerseits froh, es einmal probiert zu haben und andererseits habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass so etwas ohne gewissenhafte Vorbereitung keinen Sinn macht. So lange Laufen ist aber sicher nicht gesund für den Bewegungsaparat und ich hoffe, dass ich mir "nur" einen gewaltigen Muskelkater geholt habe. Da lob ich mir doch wieder das Radfahren - ist halt einfach die effektivere und schonendere Fortbewegung mit eigener Muskelkraft.

21.08.11: Monte Bondone: Dieses klassische Bergrennen von Trento auf den Monto Bondone mit ca. 1450 hm auf 19 km (7,5 % Durchschnittssteigung) ist ja als 15. Bergweltmeisterschaft für Radamateure ausgeschrieben, was natürlich m. E. kein offizieller Titel ist. Christoph Kluge und ich sind ja beide Italienfans und uns hat dieser Klassiker einfach interessiert. Außerdem wollten wir einmal sehen, wie die Italiener ein solches Rennen aufziehen. Mit großen Ambitionen sind wir beide nicht hingefahren, da wir erstens von gestern ziemlich vorbelastet waren (ich bin ja gestern auch noch über Sellrain, Grinzens und Gärberbach heimgefahren) und wir ja zweitens wissen, wie stark die Italiener auf dem Rad sind. Außerdem ist für mich als Leichtgewicht die Strecke nicht steil genug. In knappen 2 h waren wir heute früh mit dem Auto im Zentrum von Trento am Startort. Bis wir schauten, haben sich schon fast alle ca. 200 Starter angestellt und wir standen dann ziemlich hinten. Die ersten 2,5 km wurden neutralisiert ziemlich verwinkelt bis zum Fuß der Auffahrt gefahren und es gab für mich bis dahin eigentlich keine Möglichkeit etwas weiter nach vorne zu kommen. Wann das eigentliche Rennen eröffnet wurde, haben wir hinteren eigentlich nicht richtig mitbekommen. Ich war dann ständig am überholen, aber ich tat mich sehr schwer. Die ersten 3 km sind nur so 5% steil und ich war zwar dann bald so ungefähr im ersten Drittel des sich schon ziemilch auseinandergezogenen Feldes, aber bald wurde das Überholen immer zäher und ich musste bald einsehen, dass ich da nie nach vorne komme. Bin ja noch nie auf einer solche Passtraße mit ziemlich konstanten ca. 7,5 % Steigung ein Rennen gefahren, weil's ja soche Straßen bei uns gar nicht gibt. Um Asphalt, Kosten und Grundfläche zu sparen, hätte man in Tirol einfach die Straße steiler angelegt. Um meine Oberschenkel zu entlasten, bin ich immer wieder aus dem Sattel gegangen. Mit der Zeit kam ich in einen schönen Rhythmus hinein und irgendwie hat es mir dann immer mehr getaugt. Meinen Beinchen ging es auch immer besser und die letzten 20 Minuten war ich dann voll in Fahrt, so dass ich noch einige überholen konnte. Allerdings fuhr ich alles alleine (immer wieder haben welche versucht an mir dranzubleiben) und bei 19 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit würde der Windschatten schon einiges bringen. Diese Auffahrt mit den ewig vielen Kehren ist wirklich eine besondere Rennstrecke. Welche Zeit ich fuhr und welchen Platz ich dann im Ziel belegte wußte ich nicht. Wir haben dann erfahren, dass die Spitzengruppe bis zum Ziel dauern beeiander war und die ersten 8 Plätze mehr oder weniger im Zielsprint entschieden wurden. Christoph und ich haben dann bis zur Siegerehrung noch mit dem Rad die schöne Gegend erkundet. Dann wurde es spannend als die Ergebnisliste ausgehängt wurde. Die Siegerzeit war 58:19 min. ich belegte den 15. Platz mit 1:00:07 h und Christoph wurde 37. mit 1:04:05 h. Ergebnisse unter www.gsmarzola.it. Sicher verläuft für mich das Rennen anders, wenn ich von Anfang an vorne dabei bin und ausgeruht an den Start gehe. Allerdings gewinnen kann ich solch ein Rennen nie, weil ich bei der relativ flachen Strecke nicht alleine vorne weg fahren kann und mit einer Gruppe im Zielsprint immer unterlegen wäre. Die Italiener haben dann die Siegerehrung sehr schön gemacht und die ersten 10 jeder Kategorie bekamen dann gute Essenspreise und einen Rucksack. Darüber hinaus bekamen die ersten jeder Klasse die begehrte Abwandlung eines Regenfarben-Trikots. Bei der Abfahrt nach Trento haben wir dann erst gesehen wie wahnsinns-lang diese Bondone-Auffahrt mit seinen 19 km ist. Für Christoph und mich war es heute ein wirklich schöner Renn-Ausflug und ab 16:15 Uhr standen wir wieder für die Familie zur Verfügung.

20.08.11: 2. Stiglreith-Trophy: Nachdem dieses vom Sportverein Oberperfuss organisierte Einzelzeitfahren von Oberperfuss nach Stiglreith erst um 16:00 Uhr startete, bin ich am Vormittag mit den Kindern vom Kofelschutzhaus nach Boscheben und übern Gipfel wieder zurück zur Bahn. Das langsame Gehen macht aber ganz schön schlapp. Christian Ragg und ich sind dann mit dem Radl nach Oberperfuss gefahren. In der Ausschreibung steht zwar 500 hm, aber es sind in Wirklichkeit 550 hm auf 6 km. Der Nachteil vom Einzelzeitfahren ist, dass man nie weiß wo man platzierungsmäßig steht, so dass es keine andere Taktik gibt, als sich mit Vollgas nach oben zu kämpfen. Die erste Rennhälfte bis zum Abzweig nach Stiglreith ist etwas flacher. Vor 2 Jahren bei der ersten Auflage konnte ich mit ca. 30 sek. Vorsprung vor Christian Ragg in 21:38 min. gewinnen, allerdings war da die Strecke um eine 200 m lange flache Gerade länger, was so 15 sek. ausmachen dürfte. Mein Favorit war heute Manuel Natale, weil ja die kurze nicht allzu steile Strecke sicher ihm gut liegen müsste. Ich fuhr dann so 25 min. nach Manuel und es war sicher nicht schlecht, dass Bernhard Haller 1 Minute vor mir startete. Beim Rennen fühlte ich mich ganz gut und bei der Rennhälfte war ich schon fast an Bernhard dran. Beim oberen flacheren Abschnitt überholte ich ihn dann und gab bis zum Ziel nochmal alles. Im Ziel hörte ich dann gleich, dass es anscheinend zwischen Manuel und mir eine ganz knappe Entscheidung gegeben hat - und tatsächlich Manuel fuhr 20:54:82 min. und ich 20:54:05 min. also trenten uns nur 8 Zentelsekunden, das war der Hammer. Damit sind wir ja eigentlich die gleiche Zeit gefahren. Hab mich dann schon gefreut, dass das Glück auf meiner Seite war und die Zeit von 20:54 min. für 550 hm mit neuem Streckenrekord war ja auch nicht schlecht. 3. wurde Christian Ragg in 22:22 min., 4. Bernhard Haller 22:40 min. und 5. Christoph Kluge in 22:58 min. - die Ergebnisse gib's unter http://sv-oberperfuss.at/rad. Walter Andre www.sportfotos-andre.at hat wieder super Fotos gemacht. Danke Walter, du bist einfach in unserer Szene nicht mehr wegzudenken. 

15.08.11: Hahnenkamm-MTB-Rennen Kitzbühel: Nachdem ich ja gestern ziemlich gut gefahren bin, hab’s ich heute auch wieder probieren müssen, weil jünger werde ich halt auch nicht mehr. Bis zum Start um 11:00 Uhr meist strömender Regen. Doch genau beim Startsignal hörte der Regen auf und wir alle kamen ziemlich trocken ins Ziel. Wegen dem Regen machte ich einen totalen Kaltstart und wahrscheinlich lag’s auch am schweren Rennen vom Vortag, dass ich mich recht schwer tat. Der erste Kilometer ist recht steil aber dann geht’s 2,5 km weniger steil dahin. Bei der kurzen Abfahrt schaltete ich auf’s große Blatt und zum Beginn der Steigung wieder auf’s kleine und schon war die Kette herunten. Scheiße, hab die Kette nicht mehr raufgebracht, bin dann abgestiegen und hab leider ein bissl gebraucht bis sie wieder oben war. Das Anfahren mit einem zu schweren Gang war dann auch nicht so fein und damit war für mich das Rennen eigentlich gelaufen. Mit einer Wut im Bauch bin ich weiter, bekam dann auch noch Seitenstechen und hab noch geschaut, dass ich einigermaßen rauf kam. Habe mir gedacht, naja, dann brauch ich wenigstens nicht auf die Siegerehrung warten. Gewonnen hat wie gestern Felix Spensberger, 2. wurde der Czeche Novotny, 3. Andi Ortner, 4. HPO, 5. Wolfgang Hofmann, 6. Martin Schider, 7. Frank Kerber, 8. Thomas Brengartner und 9. ich (immerhin bester Tiroler). Ergebnisse unter: http://www.kitzsport.at/uploads/media/Ergebnisliste_MTB2011.pdf . Ohne mein Problem wäre ich wahrscheinlich so 30 bis vielleicht sogar 60 sek. schneller gewesen, aber richtig gut ist es heute sowieso nicht gelaufen. Naja, es gibt schlimmeres - wenigstens war ich schon wieder um 13:30 Uhr daheim.

14.08.11: Kühtaier Bergkaiser. Eins muss man Frank Rietzler dem Organisator lassen – mit Petrus hat er anscheinend die besten Beziehungen – heute wieder mal traumhafte Bedingungen, wie diesen Sommer nur ganz selten. Ich bin zwar heuer meist mit dem MTB unterwegs, aber wenn ich Rennrad fahre, dann meist Richtung Kühtai – weil’s halt doch die schönste Strecke bei uns ist und deshalb ist sie ein bissl meine Heimstrecke und darum das Rennen für mich auch ein Highlight.
Das prestigeträchtige Rennen hat mal wieder einige sehr starke Bergfahrer aus Deutschland angelockt wie z. B. Andi Ortner, Felix Spensberger (heuer deutscher Vizemeister am Berg und im Einzelzeitfahren), Florian Link (schon 2 x Gewinner beim Kitzbühler Horn) und Johannes Berndl (heuer Bayerischer Meister und Gewinner der Rennrad-Transalp). Die neutralisierte Fahrt von Innsbruck nach Kematen war heute besonders langsam. Wir fuhren meist so 20 km/h und man kann sich vorstellen, wie sich der 160 Mann starke etwas nervöse Pulk hier fortbewegt. Alle sind „heiß auf den Kampf“ hinauf ins Kühtai, aber sie dürfen noch nicht.
Endlich in Kematen wurde heute zum ersten Mal die Chip-Zwischenzeit direkt nachdem man unter die Autobahnbrücke durchfahren ist, genommen. Der Salzburger Paul Lintner war heute auch wieder dabei und da weiß man natürlich, dass es ein schnelles Rennen wird. Ich war heuer konzentrierter und war von Anfang an vorne dabei. Paul fuhr bis Sellrain meist vorne und bis Sellrain hat sich das Feld dann schon sehr auseinander gezogen, so dass vorne noch ca. 20 Leute beeinander waren. In der letzten Galerie kam es kurz vor mir zu einem Sturz in dem auch Peter Nimmrichter, Jörg Randl und Felix Spensperger verwickelt waren. Ich konnte gerade noch ausweichen und ich glaube, bis auf jemand mit einem Reifenplatzer konnten alle gleich wieder weiter fahren. Nach der ersten steileren Steigung nach Sellrain, waren wir dann noch so ca. 10 Fahrer. Rd. 2 km vor Gries hatte Wolfgang Hofmann einen Speichenbruch. Christian Spensberger (der Vater und Betreuer von Felix) war aber sehr schnell mit einem Ersatzvorderrad zur Stelle – aber sicher eine Minute ist da bei so einem Radwechsel auch schnell rum. Dann kam die berüchtigte Grieser Steigung. Felix Spensberger und Florian Link zeigten dort dann gleich ihre Klasse, etwas dahinter dann Andi Ortner und Johannes Berndl. Als nächsten kamen ich, Manuel Natale, James Latimer, ein Amerikaner, Erich Schafferer und Armin Neurauther. Ich konnte mich dann leicht absetzen und Berndl überholen und lag oben beim kurzen Flachstück an 4. Stelle, nicht weit hinter Andi Ortner. Beim nächsten Flachstück bei St. Sigmund konnte Manuel und kurz auch Berndl wieder zu mir aufschließen. Manuel und ich fuhren dann bis Haggen gemeinsam. Danach beim nächsten steilen Abschnitt kam ich aber wieder weg von ihm. Kurz war ich an Andi so 20 bis 25 m heran, aber dann kamen die eher flacheren Steigungen durch die oberen beiden Galerien und weiter bis zum Ziel, wofür ich ja etwas zu leichtgewichtig bin und nicht die Watt wie ein Andi Ortner (einer der besten Zeitfahrer Deutschlands) treten kann. Andi fuhr dort wieder einen größeren Vorsprung heraus und Manuel kam auch wieder etwas näher an mich heran. Aber ich biss auch nochmal richtig auf die Zähne und so kam ich als 4. ins Ziel.
Gewonnen hat in 1:03:43 h (Zeiten alle von Kematen für 24 km und 1440 hm) Felix der am Schluss noch Florian (1:03:46 h) übersprinten konnte, obwohl dieser zwischenzeitlich schon ca. 100 m voraus war. Dann kam Andi in 1:05:41 h, ich in 1:06:02 h, Manuel in ca. 1:06:15 h und 6. Johannes Berndl in 1:06:53. Es war wirklich höchste Zeit, dass die Zeiten ohne die neutralisierte Fahrt also von Kematen kurz nach der Autobahnbrücke aus gemessen wurden, so hat man in Zukunft einen Vergleich. Die Ergebnisliste gibt’s unter www.radsportevents.com. Ich glaube, es war sicher wieder für alle wegen der ständig wechselnden Steigungen ein besonders interessantes Rennen und ich hab mich richtig gefreut, dass ich so stark gefahren bin. 

06.08.11: 20. Sellrainer Bergrennen: Gestern ging wieder eines der traditionsreichsten Bergennen Tirols für Radfahrer und Läufer über die Bühne. Es wird ja von Heinz Kapferer organisiert, der ja auch die Wildsaustaffel macht. Bis vor 3 Jahren ging das Bergrennen ja immer von der Sellrainer Kirche bis zum Ende der Asphaltstraße in St. Quirin (4,4 km und 415 hm). Weil sich damals manche über die kurze Sprintstrecke beschwert haben und die Teilnehmerzahlen immer weniger wurden, hat man sich vor 3 Jahren entschlossen die Strecke zu verlängern. Gestern ging es nun schon zum 3. mal durch das alte Ziel durch und weitere 4,6 km und 540 hm auf holprigem und steilem Schotter bis Brunnach auf ca. 1840 m (also insgesamt 9 km und 955 hm). Den noch schönen Sommertag nützend, bin ich vormittags mit den Kindern 2 1/2 Stunden beim Schwammerlnsuchen gewesen und danach mit Christian Ragg mit dem Rad über Gärberbach und Grinzens nach Sellrain gefahren. Schade, dass dort dann so wenig Starter waren - nur 13 Radfahrer und 12 Läufer. Ich war ja dort vor 8 Jahren das erste mal dabei und damals waren noch je 55 Starter bei den Radfahrern und Läufern und früher waren es noch viel mehr. Die neue Strecke ist zwar jetzt keine Sprintstrecke mehr, dafür aber ziemlich schwer und Gelegenheitsradler oder -läufer wollen sich diese Anstrengungen nicht mehr antun. Früher waren diese Rennen etwas Besonderes und man wollte dabei sein - heute werden so viele andere prestigträchtigere Wättkämpfe angeboten, die für das Herzkreislaufsystem nicht ganz so anstrengend sind und bei denen auch mehr sog. Hobbysportler mitmachen. Immer mehr Zuspruch finden ja auch die ganzen Marathonveranstalungen (Radmarathons, Ironmen, Ultraläufe), die sich trotz der sehr hohen Startgelder kaum vor Anmeldungen retten können. Ich war ja als Radfahrer unterwegs und nach dem Start ging es bei schwülheißen Temperaturen wie immer zuerst die Sellrainer Straße hinauf und dann rechts weg in die sog. Gasse steil hinauf nach St. Quirin. Allmählich konnten sich Christian Ragg, Bernhard Haller und ich absetzen. Mir liegen ja die steilen Strecken und so konnte ich bald einen Vorsprung gegenüber den beiden herausfahren. Durch das alte Ziel fuhr ich dann genau in 16 min. und weil die Siegerzeiten damals mit dem Rennrad meist knapp unter 15 min. waren, war ich also mit dem MTB nicht schlecht unterwegs und wenn ich die Gesamtstrecke unter 40 min. schaffen will, habe ich dann noch für den Schotterteil 24 min. Zeit. Eigentlich wirklich genug, so möchte man meinen. Nach dem Asphalt die ersten Meter auf dem rumpligem Schotter sind dann, vornehm ausgedrückt, ziemlich unangenehm. Ich kämpfte mich nach oben, immer versuchend die beste Fahrwegseite zu erwischen - um so schneller man unterwegs sein will, um so mehr holpert es leider. Die Kilometer zogen sich sehr in die Länge, aber jetzt war es wenigsten nicht mehr so heiß. Für den letzen Kilometer hatte ich dann noch ca. 5 min. Zeit und ich schaffte es gerade noch mit 39:58 min. War also 19 sek. schneller als letztes Jahr und hab damit den Streckenrekord nochmals unterbieten können (die Prämie hat auch ein bissl angespornt). 2. wurde Christian Ragg in 43:48 min. (damit Doppelsieg für die gelben RLC Wohnrecht) und 3. Bernhard Haller in 44:12 min, die ja nicht so leicht sind als ich und damit bei dem Weg wahrscheinlich nicht so drüberrollen. Bei den Läufern gewann Thomas Rangger in 52:46 min. vor meinem Teampartner Helli Praxmarer mit 55:49 min. Die Siegerehrung war ja erst abends im Zuge das Sellrainer Sommernachtsfestes und so wollten Christian und ich inzwischen mit dem Rädern nach Hause fahren. Es hat dann schon in Sellrain zu schütten angefangen. Zuerst haben wir uns noch untergestellt, aber weil es nicht nachlassen wollte, blieb uns nichts anders übrig als bei diesem verrückten Regen heimzufahren (ich musste heim wegen der Kinder) - Gott sei Dank war es aber noch recht warm. Bei der Siegerehrung war dann Heinz Kapferer ziemich enttäuscht über die wenigen Teilnehmer. Es wäre schon schade, wenn es diesen Bergrennen-Klassiker nächstes Jahr nicht mehr geben sollte.

31.07.11: 1. Glungezer Berglauf: Ich habe mir ja immer wieder Gedanken gemacht, wie schnell man von der Karlskirche bis zum Glungezer die 2120 hm zurücklegen kann. Als Skitourenrennen ist dies ja wegen der seltenen Schneelage im Inntal kaum zu organisieren. Da ja fast die gesamte Strecke auf Tulfer Gemeindegebiet liegt, ist natürlich für die Durchführung eines Glungezer Berglaufes Koni Gatt der Obmann des SV Tulfes der richtige Mann.
Letztes Jahr, als wir nach dem Bettelwurfhüttenlauf auf der Hütte zusammen saßen, wurde dann die Sache konkreter. Wir machten uns auch Gedanken zuerst mit dem Rad bis Halsmarter zu fahren und dann bis zum Gipfel zu laufen - was sicher die schnellere Veriante wäre. Doch wegen der wenigen Bergduathleten bei uns und wegen der etwas einfacheren Organisation entschieden wir uns für einen reinen Lauf.
Als Laufstrecke bis Halsmarter wählten wir nicht die schnellste aber sicherlich die schönste Variante und zwar von der Karlskirche über die Kleinvolderbergstraße und weiter über die Stiftsalmen ins Voldertal und dann steil hinauf über die Kneißlhütte bis Halsmarter.
Eine genauere Streckenmessung letzte Woche ergab für diesen genau 1000-hm-Streckenabschnitt schon 9,7 km. Mit der restliche Strecke mit 1120 hm und 5,6 km, die dann sehr steil direkt über die Skipiste geht und oben beim Finale auf dem Sommerweg ergeben sich zusammen 2120 hm (mit 2 kurzen Bergabstücken 2130 hm) und 15,3 km (in der Ausschreibung haben wir noch 14,4 km geschrieben).
Zum ersten Mal so einen Lauf in die Tat umzusetzten, ist schon eine spannende Angelegenheit: Wieviele Helfer kommen zusammen, wieviel Teilnehmer stellen sich der Herausforderung, welche Sponsoren gewinnt man, spielt das Wetter mit und natürlich welche Zeiten werden gelaufen? So einen Lauf zu organisieren, ist schon sehr aufwendig und jetzt weiß ich noch mehr die Arbeit der Rennveranstalter zu schätzen.
Ich habe ja vor ein paar Wochen beim Zugspitzberglauf mit rd. 17,7 km und 2250 hm (mit einigen Bergabstrecken) einige Erfahrungen über einen langen Lauf sammeln können und das Problem ist ja dabei, wie es den Waden- und Oberschenkelmuskeln nach über einer Stunde Laufen mit ständig wechselnden Steigungen so ergeht. Radfahren ist da schon wesentlich gleichmäßiger, ob es da gerade oder bergauf geht, das Pedalieren ist im Grunde immer das Gleiche und obendrein kann man sich bergab noch ausruhen - was ja beim Laufen gar nicht der Fall ist - eher im Gegenteil, bergab werden die Oberschenkelmuskeln genau entgegengesetzt beansprucht, was ganz schön weh tun kann.
Das Wetter war ja in den letzten beiden Juliwochen äußerst bescheiden und auch die Voranmeldungen hielten sich noch sehr in Grenzen. Wir sind aber immer optimistisch geblieben, weil ja viele Bekannte von uns, die ja sonst kaum bei Bergläufen mitmachen, sich der Herausforderung stellen wollten. Am Freitag hatten wir dann erfreulicherweise ca. 100 Voranmeldungen und das ist ja für tiroler Verhältnisse recht viel.
Der Glungezer Berglauf ist für mich natürlich schon ein gewisser Höhepunkt der Rennsaison und grad hier bekam ich am Freitag wieder Knieprobleme. Der samstägliche Ruhetag hat mir dann ganz gut getan, aber nach einem Lauftest am Sonntag morgen war es immer noch nicht sicher, ob es geht. So bin ich mit dem Rennrad mit der Option zur Karlskirche gefahren, wenn es nicht geht, dass ich ja immer noch nach Gnadenwald zum Hinterhorn-Radrennen weiter fahren kann.
Der Sonntag war auch dann tatsächlich der seit langem wieder erste, einigermaßen schöne Tag. Angemeldet haben sich auch 3 sehr gute (und sehr sympathische) Läufer, die sich auch mit langen Strecken gut auskennen. Fast am stärksten schätzte ich einen alten Bekannten von mir den Südtiroler Roland Osele ein, der ja auch schon den Ötzi-Alpin-Marathon gewinnen konnte und dort dieses Jahr eine Zeit von etwas über 3:30 h hingelegt hat. Ihm geht es so wie mir, weil er auch oft nicht weiß, soll er Radfahren oder Laufen. Er meinte aber vorm Start, dass er sich momentan im Laufen besser fühle - das waren ja schöne Aussichten für mich. Der nächste war der diesjährige Zugspitzlauf-Zweite und letztjährige Sieger Michael Barz aus dem Allgäu, der ja ein richtiger Langstreckenspezialist ist und Muskelkrämpfe nur vom Hörensagen kennt. Der 3. ist der gebürtige Schotte Andrew Syme und jetzige Pächter des Osterfelder-Restaurants in Garmisch auf über 2000 m - wir kennen uns ja auch schon lange und uns trennen im Ziel meist nur wenige Sekunden.
Knappe 100 Läufer machten sich dann auf den Weg und ich spürte zwar mein Knie die ersten Kilometer noch, später dann Gott sei Dank nicht mehr, weil ich dann scheinbar andere Sorgen hatte. Die konstanten Steigungen von ca. 10% liegen mir ja gar nicht so schlecht und so konnte ich mich nach ca. 2 km langsam absetzen. Nach ca. 4 km hatte ich einen Vorsprung von ca. 30 sek. Bei den Stiftsalmen hat man dann sehr schöne Blicke ins Voldertal und danach ging es so 100 hm ganz steil, fast weglos, eine Wiese zur Kneißlhütte hinauf und anschließend flach rüber zur Halsmarter auf 1560 m. Hier bei der Zwischenzeitmessung lief ich dann die ersten teils flachen 1000 hm und 9,7 km in knappen 53 min. durch. Dann ging es weiter direkt auf der Skipiste mit den 500 sehr steilen Höhenmetern. Mit Tourenski kommt mir dieser Teil nie so steil vor - das wird wohl an den Steighilfen liegen. Nach fast 1 h laufen ist man auch nicht mehr der Frischeste und so war dieser Abschnitt eine Tortur für die Wadenmuskulatur. Michael Barz war so ca. 1 min. hinter mir und ein paar sek. mehr waren es bei Roland Osele und Andrew Syme. Ich dachte mir immer, wenn da schon die Waden zum zucken anfangen, werde ich bald durchgereicht. Ich versuchte möglichst locker zu bleiben, aber so richtig schnell ist man da auch nicht mehr. Kurz vor der Tulfeinalm wäre eine Labestation recht gewesen - aber gut, dass es dann wieder flacher wurde. Allerdings dauerte es schon, bis man wieder einigermaßen ins Laufen reinkommt. Bis zur Schaferhütte war Michael immer so ca. 1 min. hinter mir, aber langsam holte Andrew auf, so dass sie dann gleichauf waren. Roland hatte schon Probleme und wurde etwas langsamer.
Das Finale waren dann die letzen 400 hm auf dem Glungezer-Sommersteig und ich kenne ihn ja sehr gut und weiß auch sehr genau wie man da einige Serpentinen abkürzen kann. Aber hier fingen dann bald doch meine Waden zu zucken an und ich musste vorsichtiger und schön gleichmäßig auftreten. Abkürzer riskierte ich jedenfalls keine, weil ich froh war, wenn ich einigermaßen gleichmäßig den Steig entlang höher kam. Von einigen Zuschauern bekam ich etwas zu trinken und so ging es nochmal einigermaßen gut und ich kam glücklich als erster in 1:44:00 h (siehe Foto) ins Ziel. 2. wurde Michael mit 1:45:15 h fast im Zielsprint mit Andrew, der 7 sek. dahinter finishte. 4. wurde ein logischerweise etwas enttäuschter Roland Osele in 1:49:22 h, 5. der Schweizer Fredy Schmid in 1:51:51 h, 6. Thomas Bauer aus Bayern, 7. der nächste Tiroler mit Radfahrer Stefan Kandler in 1:53:54 min., 8. der Stubaier Christian Stern in 1:56:08 h und 9. der Tulferer frischgebackene Ironman Martin Parger in 1:57:15 h. Als nächster Tiroler kam als 13. der schon 55-jährige Helli Neuner mit sehr starken 2:01:30 h ins Ziel, der ja auch ein Langstreckenspezialist ist (bei seinem ersten Marathon lief er damals 2:32 h) - Ergebnisse auf www.svtulfes.at.
Für mich war es natürlich einer meine schönsten Siege überhaupt und zusätzlich gefreut habe ich mich über die überraschenderweise vielen Zuschauer. Ich glaubte zwar, dass ich unter 1:40 h raufkomme, aber ich habe wirklich die Länge etwas unterschätzt und auch, dass der steile Pistenteil sehr strapaziös für die Waden ist und man danach einfach nicht mehr so locker laufen kann. Wir sind dann zu Gottfried in die Glungezerhütte eingekehrt und er hat scheinbar nicht mit so einem Andrang gerechnet. Runter ging's dann ohne Probleme bis Tulfein zu Fuß und dann weiter mit der Bahn bis Tulfes.
Am Tulfer Sportplatz haben wir erst mal richtig gegessen und danach fand die Siegerehrung statt. Koni Gatt als verantwortlicher Cheforganisator hat schon vor den Ansprachen wegen der geglückten Veranstaltung etwas gefeiert und so war dann die Siegerehrung auch ganz lustig. Zu verbessern ist sicherlich für das nächste Mal eine zusätzliche Labestation kurz vor der Tulfein-Bergstation und Wärmedecken direkt am Ziel, weil ja die Glungezerhütte 60 hm tiefer unten liegt und dort die Rucksäcke waren und man ja eigentlich im Ziel als Läufer das Rennen noch weiter verfolgen will. Der harte Kern hat dann noch bis Mitternacht gefachsimpelt und lustig war's auch nicht schlecht. Den vielen Helfern ist es zu verdanken, dass der Lauf so gut über die Bühne gegangen ist. Auf jeden Fall waren wir uns alle einig, dass wir, den in den Ostalpen fast einmaligen Höhenunterschied im Tulfer Gemeindegebiet mit dem herrlichen Touren- und Aussichtsberg Glungezer, viel besser verkaufen müssen und mit diesem Rennen haben wir immerhin einen kleinen Beitrag dazu geleistet. 

 
 

24.07.11: Schlickeralmlauf: Heute wären ursprünglich sogar 4 schöne Rennen möglich gewesen. Das Hinterhorn-Radrennen wurde wegen einer Hochzeit auf einer Alm um eine Woche verschoben, das Stilfser Joch Radrennen mit Ziel auf 2750 hab ich wegen dem schlechten Wetter abgehakt - standen dann nur mehr der sehr schöne Mittenwalder Karwendelberglauf (geht durch's Dammkar auf die Bergastation der Karwendelbahn auf 2233 m) oder der Schlickeralmlauf zur Auswahl. Für zweiteren sprach, dass dabei die Tiroler Meisterschaft ausgetragen wurde. Dagegen sprach für mich allerdings, dass man 5 kenianische Läufer mit ihren Betreuern eingeladen hat, die den Sommer auf einem Höhentrainingslager im Salzburger Land verbringen. Ich habe zwar gehört, dass mit diesen Einladungen ein Schulprojekt in Kenia unterstützt wird - allerdings sind auch immer ein paar österreichische Manager dabei und die werden das sicher auch nicht umsonst machen, so dass wahrscheinlich den Läufern oder für das Projekt nicht mehr allzuviel bleibt. Ich hab mich dann doch für die Tiroler Meisterschaft im Stubai entschieden. Alex Rieder der amtierende österreichische Meister, der auch mit ziemlichem Abstand bester Österreicher bei der Berglauf-EM vor zwei Wochen war (23. Platz) hat sich eigentlich für den Mittenwalder Lauf entschieden. Er fuhr hin und dort wurde ca. 1 h vorm Start der Lauf wegen Schneefall abgesagt und da keine Ersatzstrecke zur Verfügung stand, haben damit die 300 Teilnehmer wieder heimfahren müssen. Alex hat es dann gerade noch geschafft von Mittenwald nach Telfes ins Stubaital zu fahren und war genau 10 min. vorm Start im Rennbüro, um sich die Startunterlagen zu holen. Heute früh als es um 8:00 Uhr sintflutartig geregnet hat (über 2100 m geschneit) habe ich auch schon befürchtet, dass man bis zum Sennjoch auf 2230 m nicht rauflaufen kann. Da es auf den steilen Forstwegen bei Schneefahrbahn für die Fahrzeuge zu rutschig ist, hat man das Ziel auf die Zirnbachalm auf 1938 m runter gesetzt und das war auch gut so. Bei leichtem Nieselregen ging es nach der obligatorischen Dorfrunde in Telfes dann eher flach rüber nach Plöven und dann Richtung Schlicker Alm. Die 5 Kenianer und Jonathan Waytt waren bald außer Sichtweite und vor mir waren Alex Rieder, dann dahinter Matthias Scherl und Martin Mattle. Ca. 350 hm mussten auf einem sehr nassen und damit rutschigen Wurzelsteig gelaufen werden und ich als Brillenträger mit angelaufen Gläsern und Regentropfen darauf sah teilweise nicht allzu gut. Bisher war meine Brille eigentlich nie ein Problem - heute war es nicht optimal, vor allem bei den kurzen Bergabstücken am Anfang des Steiges. Martin Mattle konnte ich nach ca. 3 km überholen und auf Matthias Scherl kam ich bis zur Schlicker Alm auf ca. 15 sek. heran. Die nächsten 150 hm blieb dann der Abstand zwischen uns ziemlich gleich, aber dann kam ich doch allmählich näher und so 120 hm vorm Ziel konnte ich Matthias überholen. Letztendlich ging es dann folgendermaßen durch's Ziel auf der Zirnbachalm: Von den ersten 6 waren 5 Kenianer - nur Waytt konnte sich als 3. in 49:19 min. ca. 2 min. hinter dem Sieger dazwischenschmuggeln (Siegerzeit 47:16 min.). Danach kamen wir Tiroler als 7. Alex Rieder in 53:00 min., als 8. ich in 53:54 min., als 9. Matthias in 54:19 min. und als 10. Martin Mattle in 55:37 min. (Ergebnisliste unter www.schlickeralmlauf.com). Für mich natürlich schon ein bissl Pech, dass in Mittenwald der Lauf ausgefallen ist und Alex Rieder als österreichischer Meister doch bei der Tiroler Meisterschaft gestartet ist. Wäre schon schön gewesen, wenn ich auf meine alten Tage nochmal Tiroler Meister im Berglauf geworden wäre - habe aber immerhin in den letzten 8 Jahren bei der Tiroler immer eine Medaille geholt (2 goldene, 3 silberne und 3 bronzerne). Als wir im Ziel waren, hat es bald wieder richtig zum Schütten bzw. Schneien begonnen und wir waren alle froh, dass trotz der widrigen Wetterverhältnisse der Lauf noch so gut durchgeführt werden konnte. Hut ab vor den Veranstaltern - ihr habt das perfekt gemacht. Das Preisgeld ging zwar an die Kenianer (bzw. an deren Manager) und wir Tiroler haben noch ein Taschengeld bekommen und wahrscheinlich die schlechte Nachrede, dass wir so weit dahinter sind. Ich finde es allerdings etwas eigenartig, dass diese schnellen Kanianer bei keinen richtigen internationalen Rennen starten. Naja, so unschuldig wird's wahrscheinlich im Berglauf auch nicht sein.   

17.07.11: Berg-Radrennen Tulfes: Früher gab's ja immer das wohl steilste MTB-Rennen Tirols von Tulfes auf die Tulfeinalm mit ca. 1120 hm, was ja immer eines meiner Lieblingsrennen war. Weil das Starterfeld dort immer überschaubarer wurde, hat sich Koni Gatt dieses Rennradrennen von der Karlskirche bis zum Funkturm mit 840 hm und ca. 10,7 km einfallen lassen. Am Start standen heute Hanspeter Obwaller und Manuel Natale und die gaben gleich bei den ersten beiden teils flachen Kilometern mächtig Gas. Ich konnte da nicht mitgehen und kämpfte mich aber bald an die 3. Stelle vor. In Tulfes beim Parkplatz der Glungezer-Bahn war ich in 16:15 min. und die beiden Führenden schon ca. 1 min. voraus. Nach hinten hatte ich auch schon etwas Luft und die beiden vorne waren schon so ziemlich außer Sichtweite. So fuhr ich dann meinen Stiefel nach oben und mit 35:27 min. ins Ziel. Gewonnen hat schon etwas überraschend Manuel Natale in 34:14 min., 25 sek. vor HPO. 4. wurde Erich Schafferer in 36:50 min. und 5. Markus Knabl in 36:55 min. Die meisten sind um einiges langsamer gefahren als letztes Jahr. Ich war ja letztes Jahr nicht dabei, aber heute hab ich schon einen ziemlich schwachen Tag erwischt. Wenn ich bedenke, dass ich im Rahmen der RC Hall Vereinsmeisterschaft vom Glungezer-Parkplatz bis zum Funkturm (obwohl wir damals ein paar Stunden vorher das Einzelzeitfahren Zirl bis Telfs absolviert hatten) schon 18:12 min. rauf gefahren bin und ich heute für diesen Streckenabschnitt ca. 1 min. langsamer war. Manuel ist seit ein paar Rennen sehr gut in Form und hat verdient gewonnen. Sicher ist der untere Streckenteil nicht gerade optimal für mich, aber wahrscheinlich war der Zugspitzlauf, dann die große Rennradrunde schon 2 Tage danach und die gestrige 6 stündige Bike- and Hiketour (an den wenigen schönen Tagen bei uns kann ich halt nicht daheimsitzen) zu viel für mich und so bleibt nur zu hoffen, dass ich mich bald wieder erhole. In Tulfes bin ich ja besonders gerne und so war es noch richtig fein beim Zusammensitzen bis zu Siegerehrung. Übrigens die schnellen Zeiten vom Wattener Berg Rennen letzte Woche haben mich etwas gewundert und HPO hat mir heute erzählt, dass diese um ca. 50 sek. zu schnell angegeben sind, weil wieder etwas mit der Zeitnehmung schief gelaufen ist.

10.07.11: Zugspitz-Berglauf: Wieder ein etwas langer Bericht - aber es ist ja auch ein außergewöhnlicher Berglauf. Einer meiner ersten Berglaufversuche war ja im Jahre 2000 der 1. Zugspitz-Berglauf. Es ging damals von Garmisch auf 750 m über die Partnachklamm und das sehr lange Rheintal auf das SonnAlpin auf 2575 m. Es waren fast 450 Teilnehmer dabei und ich belegte mit 2:25:28 h den 18. Gesamtplatz für die 21 km und wegen einiger Bergabpassagen ca. 2000 hm (gewaltige Siegerzeit von Eckhard Wagner in 2:06:41 h). Mir hat die eventmäßig aufgezogene Veranstaltung damals nicht besonders gefallen und außerdem hat man für das hohe Startgeld kaum etwas bekommen und deshalb war seit dem dieser Lauf für mich kein Thema mehr. Seit 2005 wird ja in Ehrwald gestartet und man läuft über die Ehrwalder und Hochfeldern Alm zum Brand und dann im ständigen auf und ab auf gefinkelten Kalkstein-Steigen bis zur Knorr Hütte. Von hier weiter über das sog. Zugspitzplatt zum SonnAlpin und dann sind noch auf ca. 1,3 km 400 hm bis zu den Gipfelhäusern auf 2960 m zu überwinden. Die Strecke ist ca. 18 km lang und weist wegen der vielen Bergababschnitte ca. 2250 hm auf. Das schlimme Wetterereignis mit den 2 Toten im Jahre 2008 haben wir ja alle noch in Erinnerung und seit diesen Negativ-Schlagzeilen hat dieser Lauf eine gewisse Berühmtheit erlangt. Der Streckenrekord aus dem Jahre 2005 stammt ja vom damaligen britischen Weltklassebergläufer Martin Cox in 2:03:02 h. Vorgestern hab ich mir die Laufstrecke unter www.getgoing.de angeschaut und mitbekommen, dass man das Preisgeld ab heuer ganz schön aufgestockt hat, weil ja die letzten Jahre die Dichte der Spitzenläufer sehr dünn war. Gewundert hat mich ja diese geringe Dichte nicht, da man für den Lauf bei dem hohen Startgeld von 68 Euro (+10 Euro Nachmeldegebühr) kaum etwas bekommen hat und außerdem hatte man bei der etwas günstigeren Vorabbezahlung das Risiko, dass man bei Schlechtwetter auf das 0815-Ausweichziel Grubigalm laufen musste. Georg Egger und ich sind heute in der Früh mit dem Vorsatz nach Ehrwald gefahren uns nur nachzumelden, wenn das Wetter passt und bis zum Gipfel gelaufen werden kann. Und siehe da, nach einigen kurzen Regenschauern riss es auf und es war schönstes Sommerwetter und die Vorhersage sprach erst für Nachmittags von Gewittern. Mich hat dann ein bissl gewundert, dass keine Afrikaner, die ja übern Sommer in Österreich wohnen, anwesend waren. Hinterher hab ich dann erfahren, dass der Veranstalter "getgoing-GmbH" keine Spitzenläufer mit ihren Managern einläd und alle Teilnehmer die Startgelder zahlen müssen - was natürlich sehr lobenswert ist, so gibt es keine Läufer erster und zweiter Klasse. Der höchste Berg Deutschlands zieht nach wie vor gewaltig - es waren immerhin fast 650 Läufer dabei und für die meisten ist es ja eher ein Zwischending zwischen Lauf und Bergtour - und so soll es ja auch sein. Beeindruckend ist es schon, wenn man am Start in Ehrwald auf 1000 m auf das rd. 2000 hm steil weiter oben stehende Gipfelkreuz blickt. Der absolute Favorit war für mich heute der Südtiroler Hannes Rungger (Bergläufer mit einer Marathon-Bestzeit aus dem Jahre 2009 von 2:21:02 h) und er lief gleich vorne weg und war bald nicht mehr in Sichtweite. Anwesend waren weiters der sympathische Vorjahressieger und Berglauf-Langstrecken-Spezialist Michael Barz aus dem Allgäu, der Zillertaler Markus Kröll, der Engländer Orlando Edwards und der Slowene Triler Klemen. Bei diesem langen Lauf musste natürlich nicht wie bei den üblichen kurzen Bergrennen auf "Anschlag" gelaufen werden, sondern man konnte eher "gemütlicher" laufen und so kam es, dass jeder nach einer Einlaufphase seinen Rhythmus lief. Vorne weg Hannes Rungger, als 2. Orlando Edwards und dann kamen schon Markus Kröll und ich. Bis zur Hochfeldern Alm ging es ca. 8 km weit auf Fahrwegen mit einigen Flachpassagen dahin. Dann kam ein unsympathischer durch den Regen aufgeweichter rutschiger Steig bis zum Brand auf 2120 m. Ab hier ging es dann im ständigen auf und ab auf einem verwinkelten kalkfelsigen Steig bis später zur "unendlich" weit entfernt sichtbaren Knorr Hütte. Nach einigen Bergabpassagen, noch ca. 2,5 km vor der Knorr Hütte, schmerzte dann der linke Oberschenkel immer stärker und ich musste etwas langesamer tun. Von hinten kamen dann Michael Barz und 2 weitere Deutsche, die mich dann zusammen mit Markus Kröll überholt haben und allmählich davonzogen. Ich dachte schon an's aufgeben, aber irgendwann kam dann doch die Knorr Hütte daher und als es wieder bergauf ging, ging es auch wieder mit dem Oberschenkel besser. Bis zum SonnAlpin lief ich immer an 5. Stelle so 20 m hinter Markus und Michael - voraus waren Hannes Rungger und Orlando Edwards. Nach dem SonnAlpin wurde es dann so richtig steil und schottrig und nach ca. 100 hm merkte ich, dass ich allmählich auf Markus und Michael herankam. Doch plötzlich fingen meine Unterschenkel zu zucken an und ab diesem Zeitpunkt war für mich das Aufholen keine Thema mehr - ab jetzt hieß es nur mehr durchkommen. Ich trank meine mitgeführte kleine Wasserflasche leer und zog mich an den Sicherungsseilen in die Höhe. Immer wieder stellten sich leichte Krämpfe ein, aber weiter oben ging es dann wieder besser. Micheal war da schon enteilt und Markus vielleicht 50 m vor mir. Plötzlich sah ich vor mir einen gehenden Hannes Rungger, der anscheinend auch mit Krämpfen kämpfte. Ihn konnte ich kurz vorm Ziel noch überholen und an Markus noch bis ca. 15 m herankommen. Letztendlich liefen wir folgendermaßen durch's Ziel: 1. Orlando Edwards in 2:04:44 h, 2. Michael Barz in 2:06:44 h, 3. Markus Kröll in 2:07:55 h, 4. ich in 2:08:09 h und 5. Hannes Rungger in 2:09:01 h. Oben hab ich mich dann schon etwas über den undankbaren 4. Platz geärgert - vielleicht bin ich bei den leichten Krämpfen doch etwas zu vorsichtig gewesen. Aber nach einigen Stunden gemütlichem Zusammensitzen hat dann doch die Freude über meine gute Zeit überwogen (trotz der glitschigen Wegabschnitte) und außerdem haben mich ja keine Unbekannten abgehängt. Wenn ich so nachdenke, war es wahrscheinlich sogar eines meiner besten Rennen überhaupt und immerhin habe ich ja diesen ungewöhnlich langen Berglauf kurzentschlossen ohne besondere Vorbereitung gemacht. Und eines muss ich auch sagen: Dieser Zugspitz-Berglauf ist schon außergewöhnlich und einfach ein Erlebnis. Ergebnisse unter www.getgoing.de. Dass ich in der TT, trotz dieser guten Leistung nicht mal erwähnt werde, bin ich ja schon gewohnt - aber wenigsten die Mittenwalder Zeitung weiß es zu schätzen. Die Ergebnisse von der Berglauf-EM gibt's unter: www.emrc2011bursauludag.org (bester Österreicher war Alex Rieder mit dem sehr starken 23. Platz).

04.07.11: Krone Kitzhorn Challenge: Im Rahmen der Österreich Radrundfahrt fand heute schon zum 5. mal dieses Bergrennen auf's Kitzbüheler Horn für Jedermann statt. Die Krone-Zeitung lässt hier wirklich einiges springen - kein Startgeld, ein (wie ich finde schönes) Trikot und ein Essensgutschein. Dass dies eine super Veranstaltung ist, hat sich ja inzwischen rumgesprochen und so waren die 800 Startplätze schnell vergriffen. So ein Rennen kurz vor der Bergankunft der Profis am Horn finde ich eine sehr gute Idee: Erstens können wir Hobbyfahrer nach getaner Arbeit gemütlich den Profis zuschauen und zweitens ist oben auch viel mehr Stimmung, was natürlich für die Ö-Tour und die Medien sehr positiv ist. Sicher so eine Megastimmung wie beim Giro oder bei der Tour wird es bei der Österreich-Rundfahrt nie geben - das liegt einfach an unserer Mentalität - so fanatisch und begeisterungsfähig sind wir halt einfach nicht. Dass ich heute fahre, war eigentlich gar nicht richtig geplant, da ich ja gestern und vorgestern 2 schwere Rennen gemacht habe und die Hornstrecke ja mit ihren 12% Durchschnittssteigung auch nicht gerade leicht ist. Start in Kitzbühel und es ging neutralisiert bis zur Hornstraße. Wir fuhren mit Chipzeitmessung und unsere Chip-Zeitmessstelle ist ja bei der üblichen gekennzeichneten Messtelle nach den paar Kurven am Beginn der ersten längeren Geraden. Ich hab dann unten gleich gemerkt, dass es heute ziemlich schwer werden wird und hab es wieder mal recht langsam angehen lassen. Wer alles mitfährt, hab ich auch nicht gewusst, weil ich mich ja nicht 30 min. vor dem Start schon in den Startkorridor stellen wollte und mich deshalb kurz vorm Start nicht mehr vorne einreihen konnte. Ich hab dann kontinuierlich überholt und nach rd. 2 km war ich dann vorne und sah vor mir auch niemanden mehr. Hm, läuft's etwa doch so gut - doch dann sagte mir ein Zuschauer, dass ich an 3. Stelle liege. Dann sah ich auch schon einen schnellen Mann vor mir. Ich vergesse immer, wie schwer dieses Hornrennen eigentlich ist. Vor allem beim vorletzten Kilometer mit den steilen Abschnitten habe ich mich dann schon wieder gefragt, warum tust dir das an. Als man dann das Alpenhaus sieht, wird's wieder leichter und da hörte ich vom Sprecher, dass Wolfgang Hofmann als 1. mit 31:56 min. ins Ziel fuhr, ca. 1 min. dahinter folgte dann Paul Lintner mit 33:05 min. und widerum fast eine Minute später folgte ich mit 33:52 min. Pah, da war ich schon etwas enttäuscht, so schlecht bin ich ja dort noch nie raufgefahren (außer, wo ich das Maleur mit den Bremsen hatte) - meine Bestzeit liegt immerhin bei 31:42 min. Wird wohl doch ein bissl an den Rennen an den Vortagen liegen. Am Samstag war ich ja noch ziemlich deutlich vor Wolfgang (allerdings mit dem Mountainbike) und heute hängt er mich fast 2 min. ab. Hinterher betrachtet, hätte ich besser den Berglauf gestern auslassen sollen. Oben im Ziel haben uns dann gleich die Dopingkontrolleure empfangen (die ersten 3 bei den Männern und Frauen). Wie es auf der homepage von www.kitzhornchallenge.at steht, finde ich es sehr gut: "Wie schon in den Jahren zuvor werden sich auch 2011 nur „faire Sportler“ in Kitzbühel in den Ergebnislisten wiederfinden. Durch strenge und effiziente Dopingkontrollen will man den Amateursport sauber halten und die Spitzenleistungen der ehrlichen Hobbysportler noch mehr würdigen" - da sollten sich andere Veranstalter ein Beispiel nehmen (Ötztaler usw.). Ich finde, es kann durchaus sein, dass sich dadurch manche einen Start sehr genau überlegen würden. Wolfgang, Paul, ich und die 3 Damen sind dann im beaufsichtigten Raum gehockt und haben natürlich viel trinken müssen. Wir hatten es aber ganz lustig und endlich nach ca. 5 Flaschen Wasser konnte ich mein Becherchen füllen. Als ich fertig war, sah ich draußen auf der Leinwand dann gerade, wie die Profis in die Hornsteigung einfahren. Da hat's mich dann schon ein bissl geärgert, dass ich gerade heute beim Vergleich mit diesen eher eine schwache Zeit raufgefahren bin. Den Profis zuzuschauen war dann auch noch interessant und unsere Siegerehrung fand dann gleich nach der von der Ö-Tour statt und danach sind wir noch lustig zusammengehockt - was will man mehr.

03.07.11: Mountainrun Seefeld: Eigentlich wollte ich ja keine 2 schweren Rennen hintereinander machen - aber ich werde halt auch nicht gescheiter. Der von Martin Mausser organisierte Berglauf ist natürlich aber auch landschaftlich sehr schön. Allerdings wurde heute nicht wie üblich bis zur Seefelder Spitze, sondern wegen des kalten Windes und Temperaturen in Gipfelhöhe von ca. 0°, nur bis zum Seefelder Joch gelaufen, so dass man nur ca. 900 hm überwinden musste - wir waren alle froh darüber. Mit dabei waren heute der vor 3 Wochen ermittelte Staatsmeister beim Kanzelwand-Berglauf Alex Rieder und der Vize Simon Lechleitner. Diese beiden und der 3. und 4. platzierte der ÖM (Peter Pripfl u. Markus Hohenwarter) fahren ja in ein paar Tagen zur Berglauf-Europameisterschaft in die Türkei (ich wurde ja wegen 7 sek. 5. bei der ÖM und hab mich knapp nicht qualifiziert). Bei den ersten ca. 1,5 recht flachen Kilometern machte Simon mächtig Dampf und nur Alex Rieder konnte da noch einigermaßen folgen. Beim Beginn der Steigungen waren da Matthias Scherl, Andrew Syme und ich schon ganz schön dahinter. Simon ist rechtzeitig zur EM in Topform und lief saustark alleine voraus, schon ein gutes Stück dahinter Alex Rieder und wiederum dahinter wir 3. Nach ca. 600 hm nach der Mittelstation Rosshütte konnten Andrew und ich uns von Matthias lösen. Andrew war immer dicht hinter mir und wir lieferten uns bis zum Ziel einen ziemlich harten Kampf. Letztendlich konnte ich 4 sek. vor ihm ins Ziel laufen, wo wir beide dann ganz schön ausgepumpt erst mal nach Luft schnappten. Gewonnen hat Simon Lechleitner in 38:07 min., 2. wurde Alex Rieder in 38:47 min., 3. ich in 39:54 min., 4. Andrew Syme in 39:58 min. und 5. Matthias Scherl in 41:28 min.

02.07.11: SFL-Trophy (früher Schönjochtrophy): Heute hätte man 3 schöne Rad-Bergrennen machen können - entweder Axamer Lizum, Inzing-Stiglreith oder die Schönjochtrophy in Fiss/Serfaus. Dass die beiden klassischen Radrennen Axams und Stiglreith in unmittelbarer Nachbarschaft zeitgleich am Samstag Nachmittag stattfinden ist schon sehr unglücklich. Ich habe mich aber dann doch für die SFL Trophy entschieden, weil halt zum einen das viele Preisgeld (wird klassenweise jeweils zu gleichen Beträgen vergeben) sehr lockt und zum anderen es am Vormittag stattfindet, so dass man dann noch den Nachmittag für sich hat. Heute in Serfaus waren natürlich alle Bergspezialisten aus Tirol/Österreich, Bayern und Südtirol anwesend. Die Strecke ist allerdings nicht gerade auf mich zugeschnitten. Start ist in Sefaus auf 1420 m und das Ziel auf dem Schönjoch auf 2437 m. Oben hat's ja Tags zuvor geschneit, aber bis wir oben waren, war der Schnee weggeschmolzen. Vor allem die ersten 11 km beinhalten viele Flachstücke und 3 Bergabstrecken - so kommen dann insgesamt ca. 1250 hm auf einer Gesamtstrecke von ca. 17 km zusammen. Ich habe mich aber auf den ersten 11 km ganz tapfer geschlagen. Nach dem Start machten der Rosenheimer Felix Spensberger, Klaus Steinkeller, der Südtiroler Philip Götsch, Andi Traxl, und der Vorarlberger Gerd Hagspiel mächtig Dampf und sie waren für mich bald außer Sichtweite. Bei ca. km 3 stand Philip Götsch plötzlich am Wegrand - Patschen. Bei ca. km 6 konnte ich die beiden Südtiroler Thomas Niederegger und Oswald Weißenhorn sowie Ben-Melt Swanepoel (Nationalität ?) und Christian Brockhoff überholen und gar nicht weit vor mir waren die beiden Corratec-Quest-Fahrer aus Bayern Andi Ortner und Wolfgang Hofmann. Wir 3 fuhren dann eine zeitlang gemeinsam und plötzlich stand dann Klaus Steinkeller am Wegrand und versuchte etwas an seinem Rad zu reparieren. Als es nach km 11 stetig bergauf ging, konnte ich mich dann sogar von Andi und Wolfgang langsam absetzen. Bei den letzten 5,5 km macht man dann so ca. 650 hm und es lief weiterhin gut für mich. Ca. 2,5 km vorm Ziel bekam ich dann wieder Traxl und Hagspiel zu Gesicht, aber zum Einholen waren sie zu weit weg. Irgendwie merkte ich dann das mein Hinterreifen immer weicher wurde, aber ich kam dann doch noch als Gesamtvierter ins Ziel. Ich hatte tatsächlich einen "Schleicher" und recht viel länger hätte das Rennen nicht mehr sein dürfen - puh, da habe ich nochmal Glück gehabt. 1. wurde Felix Spensberger in 57:11 min., 2. Gerd Hagspiel in 58:30 min., 3. Andi Traxl in 58:40 min., 4. ich in 59:48 min., 5. Klaus Steinkeller in 1:00:32 h (hatte Probleme mit seinem Umfwerfer), 6. Andi Ortner in 1:01:06 h, 7. Ben-Melt Swanepoel in 1:01:15 h, 8. Wolfgang Hofman in 1:01:23 h, 9. Oswald Weißenhorn in 1:02:04 h und 10. Christian Brockhoff in 1:03:14 h. Thomas Niederegger hat einen rabenschwarzen Tag erwischt und wurde in 1:04:44 h nur 13. und Philip Götsch konnte seinen Patschen irgenwie beheben und wurde mit 1:06:19 h noch 15. Bei den Mountainbikern gab es ja 4 Klassen - Jugendklasse bis JG 1995, Herren 1994 - 1982, Herren Masters 1981 - 1972 und Herren Grand Masters 1971 u. älter und schön für mich, dass ich bei den Grand Masters vor Wolfgang Hofmann und Oswald Weißenhorn gewinnen konnte. Die Damenklasse war auch sehr gut besetzt und hier konnte Patrizia Wacker in 1:09:47 h, knapp vor Doris Posch in 1:10:37 h und Daniela Pintarelli in 1:14:14 h gewinnen. Bei den Bergläufern ist hier eher der Allrounder gefragt und vorne waren alte Bekannte - es gewann Dietmar Rudigier in 1:17:43 h, knapp vor Michael Barz in 1:18:16 h und Matthias Scherl in 1:19:35 h. Alle Ergebnisse gibt's auf www.sfl-trophy.at.

26.06.11: Osterfelder Berglauf: Gestern ist der Obmann des SV Tulfes Koni Gatt mit seiner Frau, seinem Hund und mir nach Garmisch für eine Werbetour für den Glungezer Berglauf zum ältesten Berglauf Deutschlands (31. Ausgabe) gefahren. Ich wollte ja dort schon immer einmal mitlaufen - die Strecke geht von der Talstation des Osterfelderbahn auf 750 m bis zu deren Bergstation auf 2022 m hinauf. Mit den eingestreuten kurzen Bergabstücken kommen dann sicher 1300 hm und rd. 12 km zusammen. Es ist wirklich eine sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke direkt unter der schönen Alpspitze (Foto). In Garmisch empfing uns schöner Sonnenschein mit warmen Temperaturen - natürlich schon was anderes als vergangenen Donnerstag im Kaunertal. Mein Gegner war heute der Pächter des Gasthauses Osterfelderbahn Andrew Syme. Den sympathischen Schotten kenne ich ja schon lange und wir haben uns schon oft ganz schön abgekämpft, mal hatte er, mal ich die Nase vorn - übrigens konnte er auf seiner Hausstrecke schon 4 mal gewinnen. Auf den ersten 2 km langen flacheren Abschnitten machte ein Berliner ganz schön dampf, aber nach ca. 2,5 km konnte ich mich an die Spitze setzen. Ich kannte ja die Strecke nicht und deshalb hab ich schon manchmal gezweifelt, ob ich noch richtig bin. Es ging immer abwechselnd auf Forstraßen und Steigen serpentinenmäßig dahin. Manchmal flach und manchmal wieder ziemlich steil. Dieses unrhythmische Laufen schlaucht ganz schön und Andrew war immer so 30 bis 45 sek hinter mir. Aber endlich nach 1:06:50 min. war ich als erster im Ziel, 2. wurde Andrew in 1:08:15 min. und 3. der Zillertaler Georg Egger in 1:12:25 min. (www.ostefelder-berglauf.de). Obwohl das wirklich ein langer und schwerer Lauf ist, waren sage und schreibe 187 Teilnehmer dabei. Das wäre ja bei uns in Tirol undenkbar. Wenn man auf die Ergebnisliste schaut, sieht man schon, dass die Teilnehmer fast aus allen Ecken Bayerns und auch teilweise Deutschlands kommen - Garmisch mit dem Wettersteingebirge ist ja auch ein herrliche Gegend. Andrew meinte dann, dass man die Zeiten mit den früheren Rennen nicht so gut vergleichen kann, weil die Strecke aufgrund des Kreuzeck-Skigebietes (Kandahar-Abfahrt) jedes Jahr ein bissl anders ist. Bis zur Siegerehrung auf dem Ostefelderkopf hatten wir noch genügend Zeit und so sind Georg Egger und ich noch auf die Alpspitze. Der Klassiker unter den Klettersteigen die "Alpspitz-Ferrata" ist schon sehr übernagelt, aber immer noch sehr beliebt. Vor der Siegerehrung haben dann Koni und ich Ausschreibungen für unseren Glungezer Berglauf (und dem Mountainrun Seefeld nächsten Sonntag) verteilt und Koni hat dann spaßhalber gemeint, dass wir vielleicht nicht zu viel Werbung machen sollten, da wir sonst ein Starterlimit festsetzen müssten. War für mich ein sehr schöner Tag - Berglauf gewonnen, auf der Alpspitze oben, nette Gesellschaft und daheim konnte ich sogar noch mit den Kindern ins Tivolibad gehen.

 

23.06.11: Kaunertaler Gletscherkaiser: Das Rennen werden wir wohl alle nicht mehr so schnell vergessen. Eigentlich habe ich ja schon die Tage davor erwartet, dass nach den Wettervorhersagen die Veranstalter das Rennen verschieben oder absagen. Ich hab ja die 2 schönen Tage zuvor in der Früh schön zum Mountainbiken auf meine Hausberge Glungezer und Patscherkofel nutzen können und war für den Fronleichnam auf einen Regentag eingestellt. Doch siehe da, es war recht warm und es wollte vormittags einfach nicht regnen. Da hat mir das Rennen (weil's ja wirklich eine Traum-Radrennstrecke ist) doch keine Ruhe gelassen und bin mit Thomas Nagiller mittags ins Kaunertal gefahren. Bei der Autofahrt hat es dann schon mal kurz richtig geschüttet, aber in Feichten am Start ging's eigentlich wieder. Wenn nicht die Baustelle Lawinengalerie Kaltenbach gewesen wäre, wäre das Rennen wie letztes Jahr zuerst von Feichten talauswärts bis Prutz gegangen und dann wieder taleinwärts bis zum Gletscherskigebiet auf 2750 m. Von dieser Streckenführung halten ja fast alle Rennfahrer nicht allzu viel, da sich so 3 km vor Prutz ein unbeleuchtet Tunnel befindet und wenn man talauswärts bei 40 bis 50 km/h in der großen Gruppe fahrend plötzlich im Tunnel nichts mehr sieht, ist es für uns nicht so "toll". Um die heuer wegen der Baustelle verkürzte Strecke "künstlich" zu verlängern war geplant eine zusätzliche Runde um den Gepatschspeicher zu machen. Als ob es nicht genügen würde, wenn man einmal die 6 km lange Ostuferstraße entlang fährt, wo natürlich eh nix entschieden wird. Als ich hörte, dass die zusätzliche Seerunde aufgrund der Proteste vieler Fahrer und wegen dem zweifelhaften Wetter gestrichen wurde, hab ich mich dann doch angemeldet. Vorangemeldet waren rd. 380 Fahrer (sehr viele Deutsche), angetreten sind 238 und in der Ergebnisliste scheinen insgesamt 199 auf. Die Strecke war jetzt auch noch ca. 28 km lang und es waren mit den paar kurzen Zwischenabfahrten über 1500 hm zu überwinden. Beim Start um 13:30 Uhr auf 1290 m hat es schon leicht geregnet, der wurde aber bald immer stärker. Ich hab Gott sei Dank zum Kurzarm- noch ein zusätzliches Langarmtrikot und Handschuhe angezogen. So 2 km vor dem Stausee geht es ja dann so richtig bergauf und hier ist dann bald das Feld gehörig auseinander gerissen worden. Vorne machten Klaus Steinkeller, Andi Traxl, der Vorarlberger Gerd Hagspiel (von seinen Oberarmen her, hätte ich eher auf Bankdrücker getippt) und Roman Gredler das Tempo. Ich kann ja nicht so schnell in die Berge reinfahren, aber mit Tobias Jenny, Armin Neurauter und dem Deutschen Christian Brockmann waren wir am Beginn des Stausees auf 1780 m nicht allzu weit hinter den Führenden. Ab hier hat es dann nur mehr so gegossen, so dass das Wasser zentimeterhoch auf der Straße stand. Es kam auch der Wind von vorne, aber Windschattenfahren war gar nicht so einfach, da das Hinterrad des Vordermannes einem das Wasser voll in Gesicht spritzte. Wir 4 waren uns zwar mit der Führungsarbeit nicht so recht einig, aber die 4 vor uns anscheinend auch nicht und so waren wir am Ende des Sees wieder zusammen. Nach den 2 kurzen Abfahrten ging es dann richtig zur Sache und Klaus Steinkeller, Andi Traxl und Gerd Hagspiel drückten dann mächtig auf's Tempo - wir anderen konnten da nicht mehr mitgehen. Ab jetzt war es nicht nur mehr ein Kampf gegen den Berg, sondern auch gegen den niederprasselnden Regen und gegen die allmählich in den Körper eindringende Kälte. Bei so einem Sauwetter bin ich wirklich noch nie auf dem Rad gesessen. Die insgesamt 28 Kehrenschilder sind ja von unten nach oben absteigend nummeriert und ich war immer froh, wenn wieder eine Kehre weniger auf den Tafeln stand. Als der Regen dann so rd. 3 km vorm Ziel in Schneefall überging, konnte ich mich allmählich von Tobias Jenny und Roman Gredler leicht absetzen - aber das waren noch lange 3 km bis zum Ziel. Das Rennen war mir da eigentlich schon egal, ich wollte nur endlich oben ins Warme kommen. Am Schluss hat mich dann Tobias mit einem mächtigen Antritt noch von hinten kommend übersprintet, aber ich war nur froh, dass ich jetzt oben war. Gewonnen hat Klaus Steinkeller in 1:15:15 h, 2. wurde Gerd Hagspiel in 1:16:15 h, 3. Andi Traxl in 1:16:41 h, 4. Tobias Jenny in 1:18:10 h, 5. ich in 1:18:14 h, 6. Roman Gredler in 1:18:22 und 7. Armin Neurauter in 1:18:51 h (die weiteren Ergebnisse gibt's unter www.gletscherkaiser.at). Ein paar Minuten nach dem Rennen hab ich dann erst gemerkt wie mich die Anstrengung und die Kälte ausgepowert hat, so dass es gar nicht leicht war die nassen, am Körper klebenden, Klamotten vom Körper zu bekommen. Die warmen Getränke haben dann aber gut getan und wir konnten bald mit dem ersten (und einzigen) Bus wieder runter nach Feichten fahren. Bei der Busfahrt war dann der Niederschlag nicht mehr so stark und man hat dabei das Rennen noch einmal schön revuepassieren können und mir haben die Radfahrer leid getan, die immer noch auf der Strecke waren. Der Veranstalter hat zwar schon das Rennen für abgebrochen erklärt, aber ich kann natürlich schon die Fahrer verstehen, die kurz vorm Ziel nicht aufgeben wollten - außerdem, wo hätte man hin sollen - um die vielen Fahrer alle auf zu sammeln, hätte es mehrere Busse gebraucht, die nicht vorhanden waren (die teuren Räder, will man ja auch nicht einfach liegen lassen). Bei der Siegerehrung hat dann der Veranstalter gesagt, dass sie das Rennen nie gestartet hätten, wenn die Temperatur am Ziel zur Startzeit unter 5° C gewesen wäre. Nach den Messstationen des Lawinenwarndienstes auf www.lawine.at hat es am Weißsee auf 2470 m, an dem wir ja vorbeigefahren sind, zur Startzeit höchstens 3° gehabt (eigentlich auch logisch, wenn es in Feichten auf 1290 m zur Startzeit 11°C gehabt hat). Heute morgen in der TT steht es so, dass die Radfahrer die Dummen sind und unverantwortlich gehandelt hätten. Der Veranstalter wollte ein spektakuläres Rennen und ein Verschieben oder Absagen hätte ja diese blöde Kombiwertung mit dem Dreiländergiro nicht mehr möglich gemacht; außerdem haben schon viele Leute bereits vorab das Startgeld überwiesen. Der Veranstalter hätte, wenn er nicht absagen wollte, das Ziel bei der Sessellift-Talstation auf 2400 m machen sollen und dass er erst nach dem massiven Drängen von uns Fahrern die zusätzliche Seerunde gestrichen hat, war ohnehin schon allerhand. Ich z. B. hätte nicht 2 km vorm Ziel im Schneetreiben stehen bleiben wollen - wer weiß, ob mich dann irgendein Auto sofort mitgenommen hätte und wenn ich dort oben mit den nassen Kleidern ein paar Minuten rumstehe, daran möchte ich gar nicht denken. Meines Wissens ist aber nichts schlimmeres passiert und wir alle haben mal wieder so richtig unser Immunsystem getestet und wie gesagt, das Rennen werden wir so schnell nicht mehr vergessen. Bin schon auf die Fotos von Walter Andre auf www.sportfotos-andre.at gespannt.         25.06.11: TT-Artikel am 25.06.11: Dieser Veranstalter Karl Mall hat darin echt die Frechheit zu behaupten, sie haben die "Notbremse" gezogen und das Rennen abgebrochen. Wie hätte diese Notbremse denn aussehen sollen - Busse zum einsammeln der Fahrer waren keine vorhanden. Jedem Fahrer blieb hier im Kaunertal somit gar nichts anderes übrig, als bis zum Ziel zu fahren, wo man seine trockenen Sachen anziehen konnte. Das der Veranstalter und die TT jetzt die Sportler als die Sündenböcke hinstellen, ist eine Frechheit. Ich und die meisten Rennfahrer haben schon gewusst, dass es regnen und oben schneien wird (allerdings sind die Niederschläge intensiver ausgefallen als erwartet) und dass es nach einem Rennstart im Kaunertal (nach der AV-Hütte Gepatschhaus bzw. der kleinen Talstation des Sessellifts keine Gebäude mehr), es keine andere Möglichkeit gibt, als möglichst schnell das warme Ziel zu erreichen. Ein guter Rennveranstalter hätte dies eigentlich auch wissen müssen und wenn er eine "Katastrophe" vermeiden wollte, dann hätte er das Rennen gar nicht starten dürfen (hätte ja dann die bereits überwiesenen Startgelder rücküberweisen müssen) und nicht jetzt uns Sportler als die Schuldigen erklären, die beinahe eine Katastrophe herbeigeführt hätten. Und wie gesagt, die Temperatur im Ziel ist nicht schlagartig gesunken, sondern nach der Messstation Weißsee bereits gegen Mittag bei höchstens 3° gelegen. Solche Veranstalter sollten in Zukunft boykottiert werden.

19.06.11: Muttersberglauf in Bludenz: Eigentlich wollte ich ja bei der Pitztal Bike Challenge von Arzl auf den Hochzeiger mitfahren. Als ich aber in der Früh sah, dass es bis auf unter 2000 m runtergeschneit hat und das Ziel auf dem Hochzeiger ja auf über 2300 m liegt und das Wetter ja immer noch regnerisch war, verging mir das Radfahren. Plötzlich fiel mir ein, dass vielleicht irgendwo ein Berglauf sein könnte - und so stieß ich im Internet auf den Muttersberglauf in Bludenz. Zwar nicht der nächste Weg, aber das Preisgeld hat dann doch gelockt. Hab dann schnell alles zusammengepackt und bin in 1,5 h übern Arlbergpass in Bludenz gewesen. Dort sind mir dann gleich mal 2 Afrikaner über den Weg gelaufen und am Start standen dann sehr viele Spitzenläufer herum. Mir war dann bald klar, dass sich der Lauf wahrscheinlich nicht auszahlen wird. Ich bin ja vor ca. 7 Jahren schon mal mitgelaufen und hatte eine sehr abwechslungsreiche Strecke in Erinnerung. Seit der Masters-WM im Jahre 2007 wurde jedoch die Strecke geändert und man läuft fast alles auf Forstwegen und so legt man auf 7,8 km 840 hm zurück. Ich mag's ja lieber, wenn es steiler ist - kann aber mit meiner heute gelaufenen Zeit zufrieden sein. 1. wurde der Kenianer Isaak Koskei in neuer Streckenrekordzeit mit 35:51 min. (29 sek. schneller als sein eigener Rekord und 34 sek. schneller als die Bestzeit vom Wyatt), 2. ebenfalls ein Kenianer Samson Kagia mit 37:59 min., 3. wurde sehr stark, der Deutsche Korbinian Schönberger in 38:21 min., 4. ein Schweizer Andy Sutz mit 38:48 min., 5. der Südtiroler Gerd Frick in 38:53 min., 6. der Czeche Roman Skalsky in 39:10 min. und schließlich 7. ich als 1. Österreicher in ca. 39:52 min. (Ergebnisse sicher bald unter www.berglaufteam.com). Kurz vor der Siegerehrung habe ich dann mitbekommen, dass die vorderen Läufer sogar ein Antrittsgeld bekommen haben. Da war mir dann schon klar, warum ich im hintersten Preisgeldrang gelandet bin, wenn der Veranstalter sogar die ausländischen Läufer einkauft. Wahrscheinlich meint dieser, wir anderen (sog. Läufer 2. Klasse) können froh sein, dass wir mit diesen Spitzenläufern mitlaufen dürfen. Ich werde auf jeden Fall nicht mehr bei diesem Lauf starten.

12.06.11: Österreichische Berglaufmeisterschaften im Kleinwalsertal (Kanzelwand-Berglauf): Als ich vor ca. 2 Monaten das Streckenprofil von diesem Berglauf sah, war für mich klar, dass eine Fahrt ins Kleinwalsertal für mich eigentlich nicht in Frage kommt, weil der obere Teil der Strecke ziemlich flach und mit vielen Bergabpassagen gespickt war (insgesamt ca. 250 hm). Dann bekam ich auch noch Probleme mit meinem linken Knie und ich musste mich rein auf's radlfahren beschränken und der einzige Gipfel, den ich erreichen konnte war der radfahrtaugliche Patscherkofel. Dann ging es dem Knie langsam wieder besser und vor einer Woche machte ich wieder Laufversuche. Am vergangenen Dienstag wollte ich mal wieder wissen was sich im Berglauf so tut und schaute auf www.berglaufpur.de von Helmut Reitmair. Dort las ich dann, dass die oberen Bergabpassagen beim Kanzelwand-Berglauf gestrichen wurden. Helmut hat ja ganz schön gegen diese Bergabpassagen auf seiner Seite protestiert und der größte Teil der Läufer (fast alle Spitzenläufer) sind ja auch gegen diese. Kleine Wurzel- und Treppenpfade mit "blauen" Oberschenkeln rennmäßig bergab zu laufen, schadet nicht nur den Gelenken, sondern kann auch leicht zu schlimmeren Verletzungen führen (ein tagelanger Muskelkater ist dann ohnehin obligatorisch). Für mich kommt es ja überhaupt nicht in Frage, wegen so einem Rennen ein Verletzungsrisiko einzugehen, dafür ist mir wirklich die Gesundheit zu kostbar. Unser Berglaufchef Helmut Schmuck war ja auch im Hinblick auf die Europameisterschaften im Berglauf in der Türkei am 10. Juli (www.emrc2011bursauludag.org), die ja auch nur bergauf gehen, alles andere als begeistert von Bergabpassagen, da diese Meisterschaften die Qualifikation für die Nominierung des Nationalteams sein sollten. Heuer ist die WM-Strecke in Albanien bergauf/bergab und die Deutschen, Schweizer und Österreicher wollen dorthin richtigerweise niemand entsenden. Hab dann zum Überlegen angefangen, denn bei der abgeänderten ÖM-Strecke, könnte ich ja vielleicht doch starten und hab mich mit Martin Mausser (danke) vom LTS Seefeld dann beim ÖLV erkundigt, dass eine Nachmeldung möglich ist. Die Autofahrt heute ins mir völlig unbekannte Kleinwalsertal war dann ganz angenehm, weil halt Sonntag früh die Straßen schön frei sind - nach nur 2:15 h war ich dort. Die Favoriten waren für mich der letztjährige Staatsmeister Alex Rieder (Kundl), Simon Lechleitner (Aldrans), Markus Hohenwarter (Wien) und Markus Kröll (Finkenberg). Nebenbei bemerkt hält ja Alex Rieder den Tiroler Rekord im Halbmarathon mit 1:06:20 h, auf den ja Simon vor kurzem auf 30 sek. hingelaufen ist; Markus Hohenwarters Zeit liegt sogar bei ca. 1:04 h. Die abwechslungsreiche ÖM-Strecke hatte einige flachere Abschnitte drin und war aber mit ca. 6 km und fast 900 hm teilweise dann wieder sehr steil. Wegen dem Regen vom Vortag, war es oftmals ziemlich lettig und auch deshalb war die Strecke sehr anspruchsvoll. Der Schweizer David Schneider war auch gemeldet und für uns war klar, dass er den Lauf überlegen gewinnen würde - aber wie geht's bei den Österreichern aus. Die ersten beiden Kilometer waren meist eher flach und Simon Lechleitner machte dort das Tempo. Ich, als Langsamstarter verlor hier natürlich einiges und etwas später bei einer längeren Querung wurde ich dann allerdings etwas aufgehalten, weil man bei dem schmalen Steig nicht überholen konnte. Als es steiler wurde, war dann David Schneider bald außer Sichtweite und ich konnte dann gut überholen und war dann nach der Hälfte des Rennens so ca. 30 sek. hinter Rieder, Lechleitner, Hohenwarter, Kröll, Pirpfl und Stark. Markus Kröll gab dann bald auf und bei Kilometer 5 konnte ich Robert Stark langsam überholen. Alex Rieder hatte da schon einen kleinen Vorsprung vor Lechleitner, Hohenwarter und Pirpfl herauslaufen können. Kurz vor dem Speichersee konnte ich dann Markus Hohenwarter überholen, doch die flache Seerunde war dann nix für mich und so kam da Markus wieder an mir vorbei. Simon konnte hier zwar wieder näher an Alex heranlaufen, aber letztendlich liefen wir folgendermaßen durch's Ziel: Staatsmeister (inzwischen schon zum 4. mal) Alex Rieder in 40:22 min., 2. Simon Lechleitner in 40:42 min. 3. Peter Pirpfl in 40:58 min. 4. Markus Hohenwarter in 41:30 min., 5. ich in 41:37 min., 6. Robert Stark in 41:57 min. und 7. Helmut Schmuck in 42:16 min. Die Ergebnisse gibt's unter www.tri-team-kleinwalsertal.com. Zwar hat es für mich wieder nicht zu einer Medaille gereicht, kann aber auch wegen der ganzen Vorgeschichte ziemlich zufrieden sein und das wichtigste ist sowieso, dass es dem Knie gut geht. Allerdings wird es für mich im Berglauf heuer wieder besonders schwer etwas zu gewinnen, da die beiden besten österreichischen Bergläufer ziemlich nah bei mir wohnen.    Gestern waren unser beiden Kinder beim Teufelsmühlenlauf (www.sv-sistrans.at) aktiv und sie waren mit ihren beiden 2. Plätzen (eigentlich auch meine Standardplatzierung) ein bissl erfolgreicher als der Papa (im linken Bild die Andi und rechts die Michi).

  

05.06.11: Halltalexpress: Der Express war mal wieder was besonderes - bei dem schönen Wetter waren heute besonders viele Zuschauer auf der Strecke und oben bei den Herrenhäusern. Einmal im Jahr verwandelt sich das wild-romantische Halltal in einen Hexenkessel und einmal im Jahr ist es auch gut so. Zu verdanken ist es dem Freitzeitclub "Wildthings" und wir alle hoffen, dass sie sich die viele Arbeit noch viele weitere Jahre antun möchten. Nächstes Jahr findet der Halltalexpress bereits zum 10. mal statt und dafür wollen sie sich etwas besonders einfallen lassen - ich bin schon gespannt. Da ich ja momentan mein linkes Knie schonen muss, hab ich mich wieder für's Radfahren entschieden und mein Teampartner war Roli Striemitzer, genannt "die Gazelle". Aus der Starterliste ging ja bereits hervor, dass sich die Südtiroler Thomas Niederegger als Radfahrer und sein Teampartner Jochen Strobl angemeldet haben. Thomas ist ja bei uns noch nicht so bekannt, aber mit ihm haben die Südtiroler wieder was besonderes hervorgebracht. Saustark im Laufen, insbesondere im Berglauf (ist in der sehr guten italienischen Nationalmannschaft) und saustark im bergradeln. Die immer stark besetzte Südtiroler Spezialität "Bergduathlons" sind für ihn eine gmahde Wiesn. Vor ein paar Tagen hat er sogar dem Philip Götsch bei einem schweren MTB-Uphill (Naturns-Mauslochalm) gehörig eingeheizt. Als er mir am Start gesagt hat, dass er am Tag davor kein Rennen bestritten hat, hab ich eigentlich wieder mal den 1. Platz im radeln abgeschrieben. Ich bin zwar beim Haiminger Bergrennen tags zuvor gut gefahren und fühlte mich ganz gut, aber erfahrungsgemäß ist die Oberschenkelmuskulatur am nächsten Tag noch nicht 100%ig erholt. Nach dem Start tat ich mich dann wieder mal schwer und Thomas machte bald das Tempo und fuhr mit Marco Lengauer vorne weg. Ich kam dann aber bald auch besser in Schwung und kurz vor der Bettelwurfecksteigung konnten Manuel Natale und ich Marco überholen, Thomas war da so 20 m bis 30 m voraus. Von Manuel konnte ich dann erst ein gehöriges Stück nach dem Bettelwurfeck langsam wegfahren und ich merkte dass ich etwas näher an Thomas heran kam. Mein Abstand war dann beim Beginn des Schotterweges so 10 m. Ein großes Danke an die vielen Zuschauer die mich so schön angefeuert haben, es ist wirklich eine Freude für mich, wenn ich so oft meinen Namen höre und es ist wieder im Halltal Giro- oder Tour de France - Stimmung aufgekommen und wir beiden haben uns da einen harten Kampf geliefert. Ich war dann auch einmal so 5 m an ihn heran, aber dann umfuhr ich diesen großen Stein und hätte beinahe aus dem Pedal müssen - dabei bin ich etwas aus dem Rhythmus gekommen. In dieser steilen Strecke bei dem schwierigen Untergrund ist es nicht möglich wie bei flacheren Straßen-Pässen einmal kurz aus dem Sattel zu gehen und schnell so 5 m Boden gut zu machen. Man fährt halt hier bereits immer am Limit und so fuhr Thomas in 26:23 min. und ich in 26:28 min. durch's Ziel. Obwohl ich ja heuer jetzt zum 4. mal hintereinander bei den Sommerrennen knapp 2. wurde, war ich eigentlich kaum enttäuscht, weil nur so knapp hinter Thomas zu sein, ist ja auch nicht so schlecht. 3. wurde Manuel in 27:09 min., 4. Erich Schafferer in 28:03 min. und 5. der immer stärker werdende Thomas Nagiller (Nagi) in 29:07 min. Die schnellste Dame beim Radfahren war natürlich Patricia Wacker in sehr schnellen 30:50 min. (sogar 1 sek. vor Bernhard Empl). Meine Frau Rikki hat heuer ihr erstes Sommerrennen gemacht und war in beachtlichen 34:32 min. als 2. Dame im Ziel. Bei den Läufern siegte erwartungsgemäß Jochen Strobl in 29:17 min., vor dem sehr starken und bereits 52-jährigen Zillertaler Paul Scheffauer in 29:52 min. Dann war ich auf Striemi gespannt und siehe da, locker und leichtfüßig wie eine Antilope flog er in 33:16 min. als 10. dem Ziel entgegen. Als ich ihm auf die Schulter klopfte merkte ich, dass er bei seinem Lauf kaum ins Schwitzen geraten ist - für ihn war es halt doch nur ein lockeres Trainingsläufl und wenn er sich von seinen leichtbekleideten weiblichen Fans am Streckenrand nicht dauern ablenken hätte lassen, dann wäre leicht der Streckenrekord drin gewesen. Dann gingen wir zum gemütlichen Teil über und was dann immer die Wildthings oben bei den Herrenhäusern auf die Beine stellen ist schon phänomenal - es kommt da immer eine richtige Volksfeststimmung auf. Es wird gegessen, fachgesimpelt und vor allem viel getrunken - wie gesagt, der Halltalexpress ist einmalig und unerreicht.

04.06.11: Haiminger Bergrennen: Organisiert wurde das Rennen vom neu gegründeten Radclub Union Sporthütte (www.union-sporthuette.at) und eigentlich hätte es diese Strecke schon längst verdient ein Klassiker zu werden, weil wo gibt es wirklich 1000 hm auf genau 10 km. Hier kann man mal genau seine 1000 hm - Leistung auf dem Rad messen. Eigentlich ist die Durchschnittssteigung so 11 bis 12%, nur weil der letzte Kilometer dann doch um einiges flacher ist, ist die Gesamtdurchschnittsteigung so 10%. 3 mal wurde ja das Rennen vom RC Bike Point immer Ende September als Einzelzeitfahren organisiert (sie haben damals die Strecke ganz genau vermessen und kamen auf 1009 hm auf 9650 m also eine exakte Durchschnittssteigung von 10,5 %). Zu dieser Zeit lag dann der Berg schon vollkommen im Schatten und es herrschten alles andere als optimale Radfahrtemperaturen - heute war das Wetter wunderbar. Am Start stand dann der Augsburger Wolfgang Hofmann und da wusste ich schon, dass wieder einmal bestenfalls der 2. Platz drin war. Eigentlich waren ja keine Elitefahrer bei diesem Rennen zugelassen, aber weil es in Deutschland keine Amateurlizenz gibt, dürfen diese dann meist bei uns auch starten (Wolfgang hat sogar von den 3 Kategorien in Deutschland mit der A-Lizenz die höchste). Ich startete wie immer ein bisschen vorsichtig, kam aber dann ganz gut in Fahrt und nach ca. 3 km bei Höppberg konnte ich an die 2. Stelle vorfahren, indem ich langsam James Latimer überholte. Wolfgang war da so ca. 30 sek. voraus und ich wusste natürlich, dass das bei ihm kaum aufzuholen ist, da müsste er schon einen richtigen Einbruch haben. Zum Zielsprint brauch ich es gegen ihn eh nicht ankommen lassen, weil er ja schon einige Rennen gewonnen hat, indem er in seiner unnachahmlichen Art wie eine Katze in den letzten Metern noch vorsprang. Ich konnte zwar noch im Laufe des Rennens ein paar Sekunden gegenüber ihn aufholen, aber letztendlich war es für mich spannend welche Zeit ich schaffte - und tatsächlich 37:49 min. (immerhin 3:45 min. die 100 hm) - hätte selbst nicht gedacht, dass ich einmal eine 37er Zeit hier rauf fahren kann. Wolfgang brauchte 37:32 min., 3. wurde James in 39:08 min., 4. Manuel Natale in 39:39 und dann kamen fast zeitgleich in 39:49 min. Markus Knabl und Jörg Randl. Die weiteren Platzierungen wie immer auf der Veranstalterseite. Wegen dieser Lizenzsache könnte ich mich ja eigentlich als Sieger betrachten. Siegerehrung war dann im wunderschön gelegenen Gasthof Marlstein auf 1800 m, allerdings mussten wir da nochmal ca. 250 hm raufradeln. Sprecher Berni Hochreiter hat es mal wieder schön gemacht und er kennt sich nach wie vor gut in unserer Szene aus. War heute mal wieder ein schöner Renntag in angenehmer Gesellschaft.

28.05.11: Heiligwasser-Challenge: Kurz und knackig, so kann man dieses Rennen, dass heuer zum ersten mal stattfandfand, beschreiben. Organisiert vom RC BikePoint und dort federführend von Günther Mayregger aus Igls. Wer Günther kennt, weiß, dass dann bei so einer Veranstaltung gar nichts dem Zufall überlassen wird. Und so ist es dann auch gelaufen, sogar zu regnen hat es einige Stunden vorher aufgehört, so dass die Straße trocken war. Ein bisschen schade war natürlich, dass zeitgleich das Gerlosbergrennen im Zillertal war, so dass man sich gegenseitig die Starter wegnahm. Christian Ragg, Roli Striemitzer und ich sind ja zum befreundeten Rechtsanwalt Christian Prader zum Rad- und Laufclub Wohnrecht (www.rlc-wohnrecht.at bzw. www.wohnrecht.at) gewechselt. Uns hat es ja beim RC BikePoint immer gut gefallen und es hat uns ja dort wirklich an nichts gefehlt - aber wir haben schon immer von einem ganz kleinen Team und von eigenen Trickots geträumt. Unsere gelben Dressen schauen schon saustark aus (oder etwa nicht?) und schön zu sein ist ja wohl das wichtigste beim Radfahren (oder etwa nicht?). Übrigens ist Roli-BikePoint auch ein Sponsor von uns und ihm sei hier nochmals gedankt und auch für die schönen Tombola-Preise beim heutigen Rennen. Roli (www.bike-point.at) ist wirklich aus unserer Hobby-Radrennszene nicht mehr wegzudenken. In unserem neuen Verein sind die einzigen Rennfahrer unser Chef Christian Prader, Christian, Roli und ich. Heute gab es ja auch eine Teamwertung aus den besten 3 Fahrern aus jedem Verein und das war natürlich für uns ein zusätzlicher Anreiz gegen unsere BikePoint-Freunde anzutreten. Das Rennen ging von Igls über die schmale Straße durch den Wald zur Landesstraße beim Olex und dann nach einem kurzen Flachstück ganz scharf links weg zur sehr steilen Straße nach Heiligwasser (insgesamt 4,8 km und 360 hm). So ein kurzes Rennen bin ich ja noch nie gefahren und so war ich schon gespannt wie es mir da ergeht. In der flacheren ersten Hälfte wurde gar nicht mal so schnell gefahren, so dass ich dort als extremer Langsamstarter doch einigermaßen mitkam. "Profi" Andi Traxl ist mit 2 anderen Mooserwirtlern (Tobias Jenni und Markus Hechenblaickner) angetreten und diese gaben dann am Beginn der Heiligwasserstraße richtig Gas. Ich lag zu Beginn noch so an ca. 15. Stelle und konnte dann schön aufholen - doch zu Andi Traxl (Zeit: 13:44 min.) kam ich nicht mehr heran. Kann aber mit dem 2. Platz mit 13:57 min. zufrieden sein. 3. wurde Alex Draxl (ganz schön gut drauf, für das, dass er ja eigentlich mit dem Rennsport aufhören wollte) mit 14:03 min., 4. Tobias Jenni und 5. Marco Lengauer. Christian Ragg (14:17 min.) und Roli Striemitzer (sammelt momentan wieder Pause-Touren "Im extremen Fels" in 14:41 min.) ließen natürlich wie immer auch nichts anbrennen und so wurden wir tatsächlich in der Teamwertung 2., hinter Mooserwirt-Ridley und vor dem RC Bike Point (Ergebnisse bald unter www.rc-bike-point.at). Oben in Heiligwasser sind wir dann alle gemütlich gehockt und waren dann gespannt wer den kostbaren MTB-Laufradsatz bei der Startnummerntombola gewinnt. Von uns hat ihn zwar keiner gewonnen, aber die Enttäuschung hielt sich in Grenzen und wir traten dann zufrieden die kurze Heimreise an.  

01.05.11: Wallberglauf am Tergernsee: Nachdem man ja noch schöne Skitouren machen kann, sind ja eigentlich die Sommerrennen noch recht weit weg. Gestern Abend ist mir aber der Wallberglauf, organisiert von Helmut Reitmeir eingefallen. Helmut ist mit seiner Seite www.berglaufpur.de wohl inzwischen einer der wichtigsten und einflussreichsten Leute im Berglauf. Heute früh ist mir dann in den Sinn gekommen, dass es eine sehr gute Gelegenheit ist, bei dieser Veranstaltung Werbung für unseren Glungezer-Berglauf zu machen, indem ich Ausschreibungen verteile, da ja die Bayern viel mehr berglaufbegeistert sind, als wir Tiroler. Dies bestätigt auch die heutige Teilnehmerzahl - sage und schreibe 327 Teilnehmer und davon 64 Frauen haben mitgemacht. Obwohl's ja auch Preisgeld gibt und die letzten Jahre immer recht starke Läufer anwesend waren, waren in der Starterliste keine Siegläufer aufgeführt - Helmut, ich glaub, da hast aus taktischen Gründen diese Läufer lieber nicht reingeschrieben. Am Start waren dann erwartungsgemäß mit dem österreichischen Berglaufmeister Alex Rieder, dem Slowenen Roman Skalsky und den beiden Deutschen Steffen Uebel und Quirin Schmölz doch ein paar Kanonen anwesend. Die sehr schöne Berglaufstrecke mit ca. 5 km und 830 hm geht von der Talstation der Wallbergbahn südlich vom Tegernsee meist über Steige bis zur Bergstation. Heute musste man wegen Baumschlägerungsarbeiten eine steilere Abkürzung laufen, was wahrscheinlich 30 sek. bis 1 min. Zeitersparnis zu den früheren Auflagen mit sich brachte. Durch die vielen langen Skitouren, fühle ich mich doch schon ein bissl müde und bin wieder mal sehr vorsichtig gestartet. Doch bald ging es mir ganz gut. Roman Skalsky lief bald vorne davon, doch kam er uns nach 1/3 des Rennens wieder ins Blickfeld. Alex Rieder konnte ihn nach der halben Strecke ein- und überholen. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt Quirin Schmölz langsam überholen und lief somit an die 3. Stelle. Langsam kam ich dann auch immer näher an Roman heran und so 150 hm vom Ziel konnte ich mich auch an ihn vorbeikämpfen. Am Schuss kam dann Quirin nochmal sehr nahe an mich heran, doch hat es letztendlich zum 2. Platz mit 31:31 min., 9 sek. vor Quirin, gereicht. Sieger wurde Alex Rieder in 31:02 min. 4. wurde Raman Skalsky und 5. wieder ein Slowene. Bin selber überrascht, dass es heute so gut gelaufen ist. Die Ergebnisse und sehr viele andere Informationen über den Berglauf gibt's unter www.berglaufpur.de.  

13.03.11: 13. Wildsaustaffel: Wie jedes Jahr ist ja die Wildsau für mich und für viele andere sicher auch der Höhepunkt der gesamten Rennsaison. Diese Staffel aus Aufsteigern und Abfahrern ist wohl alpenweit einzigartig. Eigentlich war ja als Team Naturfreunde Christian Ragg und ich als Aufsteiger und Florian Ragg und Gregor Gruber als Abfahrer geplant. Eine Woche vorm Termin erwischte es aber leider Christian mit einer schlimmen Grippe und wir alle wissen ja wie lange das dauert, bis man bei Fieber wieder richtig fit ist. Bernhard Haller war dann gleich einverstanden für Christian einzuspringen. Wie jedes Jahr macht es ja die Wildsau aus, die Streckenverhältnisse genau zu kennen. Für die Aufsteiger war nach der niederschlagsarmen Zeit eine ziemlich ausgetretene und glatte Spur vorhanden und für die Abfahrer präsentierte sich Lampsen und Zischgeles als total verspurt und teilweise sogar als ausgefahrene Buckelpiste. Die nächste Frage war auch wieder, wie das Wetter am Renntag sein wird - scheint die Sonne, dass die Spur und Abfahrtsstrecke ein bissl weich wird oder es ist wolkig und es bleibt hart. Durch Streckenbesichtigungen und Teamtreffen wird natürlich auch zusätzlich noch Spannung aufgebaut. Cheforganisator Heinz Kapferer hatte wieder alles im Griff. Leider hatte das ORF für Filmaufnahmen keine Zeit, aber wenigstens durfte ich ein Interview im Radio Tirol geben. Der Redakteur Martin Papst kennt sich in der Szene gut aus und hier wäre, zwar ein bissl spät, das Interview. Die größten Konkurrenten waren heuer nicht nur wieder die Teams Rennteam-Alpachtal (Aufsteiger: Stefan Widauer und Manfred Holzer, Abfahrer: Andreas Lintner und Werner Mauersberg) und das Pele Dynafit Raceteam (Aufsteiger: Reinhard Hurt und Jörg Randl, Abfahrer: Pietersteiner Klaus und Andreas Baumgartner) sondern das internationale Team Colltex mit den beiden sehr starken Schweizer Aufsteigern Willy Jon Andri und Alexander Hug (habe erst nach dem Rennen gegoogelt, und gesehen, wie stark er ist), dem Südtiroler Abfahrer René Lanthaler und dem Nordtiroler Michael Kraxner, die beide die Strecke gut kennen. Bei mir hat dann so 4 Tage vorm Rennen eine Verkühlung begonnen, aber Gott sei Dank war sie am Sonntag halbwegs wieder weg. Nach etlichen Telefonaten haben wir es auch geschafft ein Damenteam Naturfreunde aufzustellen. Rikki und Regina Helfenbein-Follman als Aufsteigerinnen und Gabi Ruech und Sandra Kofler als Abfahrerinnen. Am Renntag dann hat fast überall der Föhn geblasen - bis auf einem kleinen Flecken in Tirol im Sellrain, wo nahezu Windstille herrschte. Um 10:00 Uhr wurden die Lampsenaufsteiger losgelassen und sie hatten schon sehr schwere Bedingungen. Weil kaum die Sonne rausgekommen ist, war die Spur sehr hart und glatt und wer da nicht gute steigfähige Felle gewählt hatte, musste da ziemlich kämpfen. Schnellster war Stefan Widauer in 51:25 min, 33 sek. vor Willy Jon Andri; 3. wurde überraschenderweise Andreas Prantl in 52:24, 4. Reini Hurt in 52:59 und 5. Bernhard Haller in 53:25 min. Die Abfahrer mussten bei diesen schweren Bedingungen alles geben und da tat sich auch Andreas Lintner schwer. Er versuchte zwar seine Linie zu fahren, fabrizierte aber einen kapitalen Sturz. Unser Abfahrer Florian Ragg stürzte auch einmal, verlor zwar seine Stöcke aber nur einen Ski, den er unterhalb bald wieder erreichen konnte. Ohne Stöcke fuhr er dann weiter und schaffte sogar die beste Abfahrtszeit von der Lampsen in 5:12 min. - echt stark. Als erster kam Andreas Lintner unten an, dann aber nicht weit hinter ihm schon René Lanthaler und wieder ca. 15 sek. später Florian Ragg. Ich habe ja im Vorfeld mit den Fellen etwas rumprobiert und musste einfach feststellen, dass die Colltex-Felle doch die besten sind. Hergestellt werden die Felle bei Kochalpin in Mils bei Hall (www.kochalpin.at) und zu kaufen gibt's die Felle im guten Skitourenfachhandel z. B. bei www.pelesport.at oder bei www.sport-bartl.com. Ich ging also als 3. weg und so 15 sek. vor mir war Alexander Hug und etwas weiter voraus Manfred Holzer. Manfred hatte ja heuer viel Pech mit Verletzungen und kam nie so richtig in Tritt und so konnten Alexander und ich ihn bald überholen. Der Abstand zwischen Alexander und mir blieb eigentlich bis zum Kamplloch immer ziemlich gleich. Doch dann merkte ich, dass ich etwas näher kam. Man konnte bis zum großen Steilhang ziemlich direkt gehen - bis hierher waren wir sicher auf Streckenrekordkurs. Doch dann wurde die Spur etwas glatter, aber auch etwas flacher - man ist zwar dadurch nicht viel gerutscht, doch man musste einfach zu viel Wegstrecke für die Höhenmeter zurücklegen. Im Steilhang konnte ich zu Alexander auflaufen und ihn überholen (wenn ich vorher gewußt hätte, welch ein internationaler Topmann er ist, dann hätte ich mich wahrschienlich nicht überholen getraut) und bis zum Ziel so 20 sek. Vorsprung herausholen. 2 Sekunden habe ich verschenkt, weil ich kurz vor der Übergabe das Band fallen gelassen haben. Es war sicher eines meiner besten Rennen. Alle waren so 1 bis 2 Minuten langsamer als letztes Jahr und ich nur 14  sek. und mit 51:14 min. kann ich sehr zufrieden sein. 2. bester Zischgeles-Aufsteiger war Alexander Hug mit 51:46 min, 3. Jörg Randl in 53:28 min. und 4. Helli Praxmarer in 57:49 min. Zum ersten mal, dass die Bestzeit zum Zischi besser ist, als die auf die Lampsen. Unser Abfahrer Gregor Gruber war ja mit dem Snowboard unterwegs und hatte es natürlich bei den Bedingungen gegen den Skifahrer Michael Kraxner besonders schwer. Nach dem Steilhang wurde Gregor eingeholt und am Ende fehlten uns genau 55 sek. zum Staffelsieg. Gregor fuhr ein super Rennen was die 15. beste Zeit (5:34 min.) trotz Snowboard beweist. Als 3. am Zischi kam Jörg Randl an und der schickte den "alten Haudegen" Andreas Baumgartner" hinunter. Andreas, der sich ja entschlossen hatte heuer sein Abschlussrennen zu machen, ließ es so richtig krachen. Er fuhr fast alles in Schussfahrt runter, so dass auf dem buckligen Gelände nur so seine Ski klapperten. In unglaublichen 3:23 min. ist er die ca. 1200 hm runter geritten und das ist bei solchen Bedingungen ein ziemlicher Wahnsinn. Aber Gott sei Dank hat er Gregor nicht mehr einholen können. Die Gesamtzeiten waren: 1. Team Colltex: 1:54:33 h, 2. Schitourenteam Naturfreunde: 1:55:28 h, 3. Pele Dynafit Raceteam: 1:56:54 h, 4. Rennteam Alpbachtal: 2:02:04 und 5. schon ein Herrenteam über 180 Jahre mit 2:05:12 h (Mario Herburger, Markus Kofler, Helmut Praxmarer und Ernst Trenkwalder). Bei den Damen war es auch sehr spanned. Nachgemeldet hat sich noch das Team Sportmed-telfs/Sport Bartl mit Anita Vogelsberger und die schon 53-jährige Anita überholte beim Aufstieg zum Zischgeles die beiden anderen Damenteams souverän (1:07:27 h Aufsteigszeit). Rikki und die Dame vom Südtirol-Team (ASV Gossensass) Herta Linder waren beim gesamten Zischgelesaufstieg gleichauf (1:18er Zeit). Oben am Zischi kamen die 3 Damenteams mit ca. 2 min. Abstand an und gewonnen hat dann Sportmed-telfs mit 4:33 min. Vorsprung vor den Südtirolern und weiteren 22 sek. (unsere Sandra Kofler hat noch super aufgeholt) vor dem Naturfreunde Damenteam. Puh, heute war es wirklich bei den Herren und Damen besonders spannend. Sehr erfreulich war, dass über 55 Teams gemeldet waren - gewertet wurden dann letzendlich 52 Teams und das hat natürlich auch zur sehr guten Stimmung beigetragen. Die Moderation hat wieder mal in gewohnt lockerer Art Othmar Peer gemacht und besser kann man wohl die Sache kaum rüberbringen. Nach so einem Rennen gab es natürlich noch sehr viel aufzuarbeiten und deshalb sind wir noch lange beim Melmer in Praxmar und dann bis Mitternacht beim Kleißl in Oberperfuß gehockt und ein ereignisreicher Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden, ging zu Ende. Danke an die Organisatioren der Wildsaustaffel.

05.03.11: 15. Glungezer-Tourenrennen: Wäre es nicht mein Heimrennen gewesen, wäre es mir schon schwer gefallen, heute bei dem Prachtwetter auf eine schöne Skitour zu verzichten. Wir können ja froh sein, dass es den Glungezer und das tolerante Skigebiet gibt, weil man sich ja keinen besseren Berg, bei nicht so optimalen Wetterverhältnissen wünschen kann. Heute waren optimale Verhältnisse und ich hab mir schon einiges vorgenommen, weil es ja Gerüchte gibt, dass Hans Kogler (schon Berglauf-Vizeweltmeister und Sieger beim Koasalauf) doch einmal ganz knapp unter 59 min. dort oben gewesen ist. Damit hätte es ja bei mir die letzten beiden Jahre nicht ganz gereicht (2009: 59:38 min. und 2010: 59:20 min.). Start bei der Kroten Lack kurz nach der Tulfer Hütte und Bernhard Haller gab gleich richtig Gas. Nach ca. 5 min. war ich dann hinter ihm und kurz nach Halsmarter konnte ich mich dann langsam absetzen. Auf Tulfein war ich in 30:30 min. und nach ca. 43 min. auf der Schaferhütte. Danach im freien Gelände waren dann sehr viel Leute unterwegs und man möchte es eigentlich kaum glauben - die meisten tun sich da schon sehr schwer aus der Spur zu gehen. Man muss bei vielen bitten und betteln, sie möchten doch aus der Spur gehen, weil ja grad ein Rennen im Gange ist. Ich habe dann Antworten bekommen wie, du bist ja eh so schnell und kannst ja leicht daneben gehen. Wenn man bei fast jedem Angst vor einer Auseinandersetzung haben muss, kann das schon ganz schön nerven. Ist es wirklich so schwer, wenn wir Rennteilnehmer tröpfchenweise daherkommen, kurz einen Schritt zur Seite zu gehen. Es ging aber alles noch eingermaßen gut, bis dass kurz vorm Ziel der Hund vom Hüttenwirt ziemlich wutentbrand laut bellend entgegen sprang und mich nochmal einbremste (vielleicht bin ich ihm ja nicht schnell genug gegangen). Schließlich habe ich es doch in 58:20 min. geschafft. 2. wurde Bernhard Haller in 1:00:37 h, 3. Reinhard Hurt in 1:01:24 h, 4. Christoph Köck in ca. 1:03:40 und 5. Helli Praxmarer in ca. 1:04:30 h (Ergebnisse bald unter www.svtulfes.at). Oben auf der Glungezerhütte gingen wir dann zum gemütlichen Teil über und bei der Siegerehrung auf Halsmarter konnten wir sogar draußen in der Sonne sitzen. Vielleicht ist es schon wem aufgefallen, wir vom Skitourenteam Naturfreunde sind ja seit ca. 3 Wochen stolze Besitzer von Rennanzügen. Wir danken dafür den Naturfreunden Tirol (besonders Hanspeter Gärtner) für das Sponsoring und auch Peter Ledermeier aus Schwaz (www.pelesport.at), der diese organisiert hat, sodass das Naturfreunde-Logo gleich in der Produktion mit reingedruckt wurde. Für funktionelle Skitourenausrüstung ist Peter genau der richtige Mann. Wir haben jedenfalls eine große Freude mit den Anzügen. Unten Roli der kraftvolle Tiger und Rikki die lachende "Gazelle".

    

27.02.11: 6. Gilferttrophy: Heute früh hab ich eigentlich auf eine SMS gewartet, dass das Rennen von Weerberg auf den Gilfert wegen dem starken Schneefall verschoben wird. Aber die Veranstalter (WSV Weerberg und SK Weer) haben sich vom Wetter nicht einschüchtern lassen und haben das Rennen planmäßig durchgezogen und alles hat wunderbar geklappt. Beim Start hat's zum Schneien aufgehört und der Wind war oben recht harmlos und die Sicht auch eingermaßen ok. Heute konnte sogar seit der 1. Gilferttrophy das Rennen endlich wieder von unten bis zum Gipfelkreuz durchgeführt werden (8,4 km mit 1620 hm). Vom Start weg gingen wir jedoch nicht den direkten steileren Aufstieg, sondern die etwas gemütlichere Nordroute teilweise durch den Wald, was laut den Einheimischen für die Schnellen so 2 bis 3 min. länger dauert. Es gab ja wie immer 2 Starts. Die Frauen und für die, die nicht so weit gehen wollen, gibt's die kurze Strecke ab der Bergstation Hüttegglift (5,8 km mit 980 hm). Mein großer Gegner war heute Stefan Widauer, der ja heuer schon 2 mal vor mir im Ziel war. Und es ging ja zwischen uns beiden um die heuer neu ins Leben gerufene sog. Weerbergtrophy, was sich aus dem Radrennen Kolsassberg-Classic, aus dem Berglauf Kolsassberg-Run und aus der Gilferttrophy zusammensetzt. Stefan machte natürlich von Anfang an ziemlich Tempo, aber ich konnte nach ca. 10 min. auf ihn auflaufen. Bei der Hütteggpiste überholte ich ihn, kam aber nur ganz langsam weg. Dann kamen die langen flachen Passagen durch den Wald und den Forststraßen bis man endlich auf 1950 m mit dem Anstieg von Innerst herauf zusammentrifft. Der Abstand war da immer ca. 15 bis 30 sek. und ich durfte keine Sekunde locker lassen. Danach im schönen Skigelände zum Gilfert mussten wir sehr viele Starter von der kurzen Strecke überholen. Für die Schnellen und für die Langsameren wäre es da sicher schöner, wenn man da nicht aufeinandertreffen würde - aber natürlich ist es für die Veranstalter und die Zeitnehmung einfacher, wenn beide Rennen gleichzeitig gestartet werden. Stefan ließ einfach nicht locker und ich hatte am Schluss dann schon einige Male leichtes Wadenzucken - einen richtigen Krampf hätte ich mir da nicht mehr erlauben dürfen. Aber es ging nochmal gut und ich konnte mit 1:22:26 h mit 29 sek. Vorsprung vor Stefan gewinnen. Wir beide haben uns heute einen richtig harten Kampf geliefert und aus diesem Grund ist für diese lange Streckenvariante, die bisher noch nie bei der Gilferttrophy gelaufen wurde, so eine super Zeit herausgekommen (die Ergebnisliste gibt's unter www.gilferttrophy.at). Ich konnte damit auch die Weerbergtrophy für mich entscheiden mit einem ziemlich knappen Vorsprung auf Stefan von 1:39 min. Eigentlich haben wir uns bei allen 3 Rennen nichts geschenkt und ich hätte mir bei keinem Rennen einen schwachen Tag erlauben dürfen. Rikki machte heute ihr erstes Skitourenrennen und weil ihre Felle schon kaum "Haare" mehr drauf haben, hat's bei ihr bis zur kleinen Fellabfahrt ganz schön gestollt - um größere Eheprobleme aus dem Weg zu gehen, muss ich ihr dringend andere Felle besorgen. Sie wurde aber trotzdem 2. ein ziemliches Stück hinter der ehemals stärksten 10000 m Läuferin Österreichs (glaube eine 32er Zeit!?) Verena Lechner. Roli Striemitzer machte wegen der Teamwertung die kurze Strecke und gewann sie überlegen mit 58:29 min. Die Siegerehrung im neuen Veranstaltungssaal war wieder super gemacht und man merkt natürlich, dass hier in Weerberg richtig gut zusammengehalten wird. Wenn man blos bedenkt, dass bei der Organisation der Gilferttrophy 50 freiwillige Helfer dabei waren, hoffe ich, dass weiterhin viele Weer- und Kolsassberger beim Gilfertrennen dabei sind (insgesamt 94 Starter) und sich von uns Schnellen nicht frustrieren lassen. So eine schöne Veranstaltung lebt ja schließlich von der Teilnahme und der Stimmung der Ortsansässigen.

25.02.11: Streif Vertical Up: Wie ich vor ca. einem Monat von diesem Rennen zum ersten mal gehört hatte, hab ich zuerst gedacht, so ein Schmarrn, aber die Webseite war richtig lässig gemacht und irgendwie hat mich aber dann die freie Materialwahl doch beschäftigt. Wie kommt man nun wirklich die Streifabfahrt am schnellsten hinauf und ist sie wirklich so steil. Da es ja seit dem Hahnenkammrennen vor ca. 4 Wochen kaum geschneit hat, wird die Strecke ja noch ziemlich eisig sein. Die Veranstalter von www.verticalup.at haben da schon eine gute Idee gehabt, zum einen mal ein Rennen die Streif nicht abwärts, sondern aufwärts durchzuführen und zum anderen eine freie Materialwahl auszuschreiben, so dass man zum Nachdenken angeregt wird. Gut ist auch, dass 2 Rennstrecken zur Auswahl standen, die Speed- und die Rucksacklasse, so mussten sich die "Gemütlicheren" nicht mit den "Fanatischen" direkt messen und der Spaß kam da auch nicht zu kurz. Die Rucksacklasse konnten die steilen Abschnitte jeweils auf der Abfahrtpiste außen herum umgehen. Mich hat dann die Sache keine Ruhe gelassen und weil ich ja schon schlechte Erfahrungen gemacht habe, im Finstern ein Rennen auf unbekannter Strecke zu bestreiten, so hab ich mich am Mittwoch entschlossen, dort hin zu fahren. Eigentlich hab ich gedacht, dass man da doch bestimmt ganz gut mit Ski rauf kommen müsste, so steil wird das ja nun auch wieder nicht sein. Puh, da hab ich mich aber schön getäuscht, die 4 Abschnitte: Hausbergkante, Alte Schneise, Steilhang und Mausefalle sind wirklich sausteil. Diese Abschnitte sind ja keine offizielle Skiabfahrt und werden nicht präpariert. Einige fahren ja doch runter und deshalb ist es ziemlich bucklig geworden und das Eis vom Rennen ist auch noch überall vorhanden. Ich hab mich dann mit Ski immer am nicht so eisigen Rand rauf gekämpft und musste aufgrund der Enge sehr viele Spitzkehren machen. Nur bei der Mausefalle ging es mit Ski nicht mehr weiter - also ein idealer und schneller Skiaufstieg ist es nicht gerade. Was die Abfahrer hier leisten ist schon gewaltig - sich vom Starthaus hier in die Mausfalle runter zu stürzen verdient schon allergrößten Respekt. Aber m. E. spielen die schon mit ihrem Leben und ein bissl verrückt muss man da schon sein. Nach längerem hin und her hab ich mich dann doch entschlossen wirklich mitzutun und konnte gestern mit den Stubaiern www.sv-schlickeralm-stubai.at , die zu 12. hingefahren sind, mitfahren. Die Veranstalter konnten sich ja vor lauter Meldungen nicht mehr retten und mussten sogar ein Limit festsetzen - mitgemacht haben gestern letztendlich 210 Leute. Alle Rennen die ein bissl ins Extreme gehen und auf prestigeträchtigen Strecken stattfinden sind ja sehr populär (z. B. Ötztaler, Zugspitzlauf, Glocknerlauf usw.). Also Ski sind nicht gerade optimal, aber sind Spikes-Laufschuhe oder Steigeisen wirklich besser? Mit Steigeisen ist man zwar am Eis am sichersten unterwegs, aber wie schnell ist man damit in den flacheren Abschnitten? Ich hab zwar Spikesschuhe zu hause, aber mit denen kaum Erfahrungen und bei Laufsport Rückenwind hab ich mir die längsten Spikes (13 mm) besorgt. 30 min. vorm Rennen hab's ich dann getestet und als ganz gut empfunden. Interessant war natürlich was die anderen machen. Gemeldet war ja auch Urban Zemmer und viele kennen ihn ja auch schon bei uns. Urban hat ja seit ca. 7 Jahren alle Rennen (meist Skitourenaufstiegsrennen), die er gemacht hat, überlegen gewonnen. Dabei hat er jedes Jahr immer wieder seine eigenen Streckenrekorde unterboten - ist also auch von Jahr zu Jahr immer noch schneller geworden. Letztes Jahr war ich ja auch bei der Vertical-WM in Canazei am 16.07.2010 (Berglauf, wo man Stecken benützen kann) dabei und dort hat Urban einen neuen (überlegenen) Weltrekord für die 1000 hm in 33:16 min. aufgestellt (siehe auch meinen Bericht) - Wyatt war da über 1,5 min. langsamer. Irgendwie hatte ich jedoch die Hoffnung, dass Urban sich vielleicht für das falsche Material entscheidet und vielleicht einmal nicht gewinnt. Ein weiterer bekannter Mann am Start war Hans Wieland der Tourenski gewählt hat und leider hatte Urban sich, wie ich, für Spikes entschieden. Das Rennen verlief dann sehr interessant. Die Hausbergkante konnte man am rechten Rand im Waldrand gut überwinden und nach ca. 10 min. habe ich mich an die 2. Stelle vorgearbeitet. Es stellte sich da bald heraus, dass man mit Tourenski auch im Flachen nicht schneller als der Läufer war. Ein Stück vor mir war da schon Urban und er lief die steilen Abschnitte immer direkt im Eis rauf. Ich konnte das nicht und musste mich immer eher am Rand, wo es nicht so eisig war, halten. Urban lief dann sogar die Mausefalle direkt rauf und wie er mir dann im Ziel sagte, war das schon ziemlich kritisch. Ich kam am Rand auch einigermaßen rauf, musste aber schon teils ein bissl wühlen. Längere und mehr Nägel an den Schuhen wäre sicher von Vorteil gewesen - da gäbe es noch einiges zum Optimieren. Also, gewonnen hat Urban mit einer Wahnsinnszeit von 32:52 min. (860 hm und 3,3 km), 2. wurde ich in 36:20 min. und 3. sehr stark ein alter Laufkollege Georg Egger in ca. 37:19 min. Das Rennen war super organisiert, allerdings, wird es nächstes Jahr, nicht mehr so interessant sein, da der Reiz der optimalen Materialwahl durch den heutigen "Testlauf" ziemlich wegfällt. Die Verhältnisse werden auf dieser Piste immer recht eisig sein - also mit Tourenski wird nächstes Jahr wohl kaum jemand mehr unterwegs sein und die Zeit vom Urban wird auch so schnell keiner mehr unterbieten können. Die Siegerehrung fand dann oben im Restaurant statt und ich glaube, jeder war über den ereignisreichen Abend zufrieden. Eigentlich mag ich ja keine Fotos von mir reinstellen - das finde ich aber schon super gemacht.

18.02.11: 11. Pillerseer Mondscheinsprint: Bissl stressig war's aus der Arbeit zu kommen und um 16:45 sind Mario Herburger, Bernhard Salchner, Roli Striemitzer und ich endlich gestartet zum Pillersee. Ich mag ja die Rennen, wo man dann oben am Freitag Abend gemütlich bis zur Siegerehrung zusammensitzen kann und vielen geht's da von den fast 100 Startern wahrscheinlich genauso. Recht kurzes Rennen mit ca. 600 hm und nach ca. 5 min. war ich vorne dabei. Der wieder ins Renngeschehen eingreifende Jörg Randl war mir dann immer dicht auf den Fersen. Durch die warme Witterung war die Piste ziemlich weich und Spur war eigenartigerweise auch so gut wie keine vorhanden, dadurch war der steile Abschnitt ziemlich schwer, weil man ganz schön gerutscht ist. Ich kam da so mit Ach und Krach rauf, konnte mich aber da leicht von Jörg absetzten und einen kleinen Vorsprung ins Ziel mit einer Zeit von 23:33 min. retten. 2. Jörg mit 23:49 min. 3. Martin Schider mit 24:23 min. 4. Reinhard Hurt mit 24:30 min. 5. Josef Wurzenrainer mit 24:58 min. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter http://members.ktvpillersee.at/hgstoaberg. Oben konnten wir dann zum wohlverdienten gemütlichen Teil übergehen.

04.02.11: Schmitten-Mondscheintrophy in Zell am See: Hab schon einiges von diesem Aufstiegsrennen gehört - mir war es aber immer zu weit zum Fahren. Die Classic-Strecke geht entlang der ziemlich steilen Areitbahnpiste über 6,5 km und wegen der kurzen Fellabfahrt 1230 hm. Vor allem der erste Teil mit 660 hm bis zur Sprintwertung Classic ist wirklich sausteil. Nachdem keiner meiner Rennkollegen so recht angebissen hat mit zu fahren, bin ich dann doch nach längerem hin und her alleine hin - am Freitag spätnachmittags bei recht viel Verkehr war ich in genau 2 Stunden dort. Es gibt ja auf dieser Strecke einen für Skitourenrennverhältnisse uralten Rekord aus dem Jahre 2005 von Hans Kogler mit 51:30 min. Der untere sehr steile Streckenabschnitt war dann für meine Ärmchen schon etwas zu steil, weil man auf der mehligen Schneeauflage leicht gerutscht ist. Ich kannte ja überhaupt nicht die Stecke und das hat sich bei Dunkelheit als ganz schön blöd rausgestellt. Nach wie immer recht langsamen Start von mir lag ich nach ca. 15 min. an 3. Stelle hinter dem 25-jährigen Robert Eder und einem alten Bekannten Hans Lainer - für beide ist diese Piste ihre Hausstrecke. Durch die Sprintwertung gingen wir in dieser Reihenfolge mit ca. 23:40 min. durch. Jetzt musste ich allmählich Gas geben, weil ich es ja nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen wollte. Jetzt wurde die Strecke teilweise recht flach und ich ging dann mit Robert eine zeitlang gleichauf. Doch dann merkte ich, dass ich mich leicht absetzen konnte. Leider wusste ich nie so recht wo der optimale Aufstieg auf der Piste ist. Wegen der vielen Kuppen und Steigungswechsel, konnte ich die sporadisch vorhanden Leuchtmarkierungen oft nicht sehen und außerdem waren sonst auch zahlreiche Lichter auf der Piste - ich musste mich immer an den hinter mir laufenden Robert orientieren. Bei der Fellabfahrt nach rd. 1000 hm dachte ich eigentlich, dass es für mich ganz gut ausschaut. Plötzlich kam von hinten bei der Abfahrt Robert an mir vorbeigeschossen - für mich schaute es so aus, als wenn er überhaupt keine Felle drauf hätte. Auch Hans kam wieder recht nah an mich heran. Als es wieder steiler wurde, war ich bald wieder an Robert heran, ich überholte ihn und er hängte sich hinten rein. Ich hatte dann wieder Probleme wo ich eigentlich hinlaufen sollte und irgendwie kam ich zuerst nicht so recht weg, doch kurz vorm Ziel war dann doch so ca. 10 m Abstand. Doch leider war dann der Zieleinlauf ca. 70 m total flach und er kam (sind's die schnellen Felle oder seine bessere Sprintfähigkeit) nochmal an mich heran und war dann 1 bis 2 Schritte vor mir im Ziel, wo er gleich total erschöpft zusammengebrochen ist. Als ich sah wie er sich verausgabt hat und ich ziemlich locker ins Ziel "eintrudelte" und gleich zum reden anfangen konnte, dachte ich schon, irgendwas mache ich falsch. Warum kann ich auch nicht mehr geben - oder geht's doch nicht schneller. Blöd war's natürlich schon für mich, dass er der große Sieger war und ich eigentlich der Verlierer. Vor allem da wir beide noch eine 50er Zeit geschafft und den Streckenrekord doch deutlich unterboten haben. Haben hinterher erfahren, dass es ein kleines Problem mit der Zeitnehmung gegeben hat - alle die selbst mitgestoppt hatten, waren 11 Sekunden schneller als die offizielle Zeit, d. h. der neue Rekord ist noch um 11 sek. schneller. Mein Ärger hat sich dann aber bald gelegt, als ich gemerkt habe, welch ein feiner Kerl der Robert Eder ist. Wenn ich solche Rennen gewinnen will, muss ich erstens die Strecke kennen, zweitens eine ebenso leichte Ausrüstung haben als Robert und Hans (franz. Carbonschuh) und drittens mich endlich mal mehr am Schluss quälen können. Oben sind wir dann alle gemütlich zusammengehockt und haben sehr gut gegessen und eins muss ich sagen, die Salzburger verstehen es, solche Rennen zu veranstalten. Vom Gefühl her hätte ich allerdings die Streckenrekordprämie eigentlich auch ein bissl verdient, oder? Naja, so ist halt der Sport - es wird schon mal wieder besser laufen.

26.01.11: TT-Artikel vom 25.01.11 und Bezirksblatt-Artikel vom 26.01.11 über ÖM: Mich, als einen erfahrenen Bergsteiger, der nur auf die Piste ausweicht, wenn es wirklich nicht anders geht, als Pistenflitzer zu bezeichnen, empfinde ich als sehr abwertend. Werner Brugger, als Funktionär beim Askimo hat für diesen Begriff in den Berichten gesorgt - und er sagt das meine er überhaupt nicht negativ und ich soll froh sein, dass ich überhaupt in der Zeitung stehe. Naja, da wäre es mir lieber es steht gar nichts drin - fast alle Leute die ich kenne, finden den Pistenflitzer auch unmöglich. Es gibt wahrscheinlich wenig, die sich in den tiroler Bergen so gut auskennen wie ich. Wer mich kennt, weiß was für schöne (und auch schwere) Sachen ich gemacht habe. Brugger ist ja kein Bergsteiger und kann das scheinbar nicht beurteilen. Meine gute Ausdauer habe ich in erster Linie deshalb erlangt, um große Touren mit Freude und aufgrund der Schnelligkeit, einigermaßen gefahrlos machen zu können. Das ich aufgrund meiner körperlichen Voraussetzungen auch bei den Rennen vorne dabei sein kann, ist obendrein eine schöne Sache. Habe noch nie nach Trainingsplan trainiert - bei meinen sportlichen Aktivitäten steht immer das Erlebnis im Vordergrund. Für mich sind die Skitourenaufstiegsrennen wie die Bergläufe oder die Uphills mit dem Rad. Diese Vertical Races sind ja auch bei der EM und WM im Skibergsteigen eine eigene Disziplin, wo es auch Medaillien gibt - also man braucht diese nicht so schlecht zu reden. Pistenrennen haben natürlich auch den großen Vorteil, dass sie einfach zu organisieren sind und nicht so vom Wetter abhängen. Mir reicht es vollkommen mich bergauf zu messen - hab ja mit einer 45 Stunden Arbeitswoche in einem anspruchsvollen Beruf, mit Haus und Familie mit 2 kleinen Kindern genug zu tun. Hab wirklich keine Lust ständig Fellwechsel zu üben und verrückt schnell runter zu fahren und mich am Ende noch dabei zu verletzen. Das ist die Sache wirklich nicht Wert - kann mir schon von berufswegen her keinen Krankenstand erlauben. Das wahre (Ski-)Bergsteigen macht man ja ohnehin mit Freunden bei guten Verhältnissen und nicht beim Rennen. Außerdem mache ich ja auch im Sommer genug Rennen - da muss ich nicht noch voll in die Skitourenrennen im Winter einsteigen. Bin ja viel lieber unterwegs auf Skitour. Die Funktionäre beim Askimo wollen, das Wettkampfskibergsteigen in der Öffentlichkeit und in den Medien als ernst zu nehmende Sportart endlich anerkannt wird und dann werden ehrliche Sportler und die Sportart selbst mit solchen blöden Begriffen lächerlich gemacht. So werden sie sich weiter schwer tun in die BSO aufgenommen zu werden.

22.01.11: Champ or Cramp in Spittal an der Drau in Kärnten: Puh, dass wäre jammerschade gewesen, wenn ich dort nicht hingefahren wäre. Eigentlich wollte niemand mit mir nach Spittal und alleine hatte ich auch keine große Lust - doch Gott sei Dank hab ich dann Reinhard Hurt noch motivieren können und wir sind heute früh um 5:25 Uhr weg und waren in nur 3 h durch's Pustertal in Spittal. Ich habe mich für das Rennen schon extra geschont und kenne ja die Strecke vom letzten Jahr und wegen der gefürchteten steilen Rampen habe ich mir von Peter Ledermeier in Schwarz (www.pelesport.at) Renn-Harscheisen besorgt und hab mir eine Harscheisenhalterung an die ATK-Bindung gestern noch hingebastelt. Das Champ or Cramp ist ja ein reines Aufstiegsrennen mit 1490 hm und 8 km auf der längsten schwarzen Piste der Alpen und auch heuer wurde wieder die Österreichische Meisterschaft (diesmal auch die Deutsche) im sog. Vertical Race durchgeführt. Ich betrachte ja diese Skitourenrennen im Winter wie die Bergläufe im Sommer - beides hat natürlich nichts mit Alpinismus zu tun. Wenn ich alpinistisch was machen will, suche ich mir, ob bei den Winter- oder Sommertouren möglichst die besten Verhältnisse aus. Umso schwerer die Tour, um so weniger Tage im Jahr stehen dafür zur Verfügung. Und dies ist m. E. auch das Problem bei den Rennen im freien Gelände mit Aufstieg und Abfahrt - die Verhältnisse passen an den angesetzten Terminen selten. Sicher sind bei den Weltcuprennen im Skibergsteigen meist nur sehr gute Alpinisten dabei, die auch bei vereisten Strecken gut zurecht kommen und auch unglaubliche Aufstiegs- und Abfahrtszeiten hinlegen. Für mich zählt aber beim Skibergsteigen, der herausfordernde Gipfel, die schöne Natur, einen Riecher für gute Verhältnisse und guten Schnee und natürlich jungfräuliche Hänge oder Rinnen. Auch der Rennveranstalter hat es bei reinen Bergaufrennen bezüglich Organisation, Kosten sowie Wetter- und Unfallrisiko wesentlich leichter. Sicher bin ich auch nicht der schnellste Skifahrer, aber ich bin halt auch was die Sturzgefahr anbelangt ein ziemlich ängstlicher Mensch. Mir ist es einfach nicht wert, bei einem Rennen eine Verletzung zu riskieren, dafür sportle ich viel zu gerne und diese Freude möchte ich mir möglichst lange erhalten. Für mich sind z. B. die Weltcup-Abfahrtsskifahrer schon ein bissl verrückt - Kopf und Kragen zu riskieren (aber immerhin verdienen sie Geld dabei), um den Zuschauern ein Vergnügen zu bereiten. Das kann man schon ein bissl mit den Gladiatorenkämpfen im alten Rom vergleichen....  Aber jetzt wieder zurück zum Vertical Race und der Frage, wie schnell man die knappen 1500 hm (mit nicht gerade wenigen Flachpassagen) überwinden kann. Dieses Leistungskriterium ist auch für Außenstehende ein greifbarer Wert und deshalb haben solche Rennen sicher ihre Berechtigung. Sie sind ja auch bei den Weltmeisterschaften eine Disziplin und in Südtirol gehören sie bald zu den beliebtesten Sportveranstaltugen im Winter. Die Verhältnisse waren wie letztes Jahr - eine gut präparierte Piste und keine vereisten Stellen - wie eigentlich von mir nach der Warmphase und der Schneearmut befürchtet, so dass man auf die Harscheisen verzichten konnte. Ich startete wie immer etwas langsamer, aber wenigstens nicht ganz so gemütlich wie die letzten Rennen und arbeitete mich dann kontinuierlich nach vorne. Dass ich ganz gut unterwegs war, wusste ich schon, da ich die Führenden immer wieder zu Gesicht bekam und spätestens als ich nach ca. 40 min. auf den deutschen Spitzenmann Andi Strobel auflief, war ich dann schon von mir selber überrascht. Etwas weiter vorne waren dann nur mehr 4 Leute. Die letzte "Wand" ca. 5 min. vor dem Ziel war dann noch einmal ganz schön furchteinflößend. Aber dort kam ich auch noch einigermaßen gut hinauf. Am Schluss hatte ich dann noch eine gute Luft, aber Andi konnte ich nicht abschütteln. Ca. 25 m vor uns ging dann einer durchs Ziel und ich hörte vom Sprecher Josef Moser, dass Konrad Lex gerade Deutscher Meister geworden ist und als ich im Zielsprint gerade Andi Strobel unterlegen war, hörte ich, dass ich gerade als erster Österreicher durch Ziel ging. Was? Wie? ÖSTERREICHISCHER MEISTER und das sogar gesamt, träume ich? Aber tatsächlich, als erster ging der Italiener Tadei Pivk mit neuem Streckenrekord (und damit als erster unter einer Stunde) von 58:45 min. durchs Ziel, 2. wurde der Süditiroler Paul Innerhofer in 59:44 min., 3. der Slovene Matjaz Miklosa in 1:00:42 h, 4. Konrad Lex in 1:01:11 h und 5. wurde, wegen der Chipzeitwertung, sogar ich (hat ausnahmsweise auch Vorteile wenn man weiter hinten startet) in 1:01:27 h und 6. Andi Strobel in 1:01:29 h. 7. und damit 2. Österreicher wurde der Kärntner Niklas Krön in 1:02:36 h und 3. Österreicher wurde Robert Stark in 1:03:47 h. Bei den Damen gewann die sympathische Bayerin Barbara Gruber mit ebenfalls neuem Streckenrekord in 1:10:27 h 19 sek vor der österreichischen Meisterin Lydia Prugger (Ergebnisse gibt's auf www.askimo.at oder auf www.champorcramp.com). Ich begriff es dann allmählich, dass ich auf meine alten Tage heute den für mich größten Rennsporterfolg erreicht habe. Sicher werden einige sagen, dass zeitgleich der Weltcaup war - aber von diesen Teilnehmern wäre wahrscheinlich nur Alex Fasser schneller gewesen. Aber Alex war bei seinem Meistertitel vor 2 Jahren auf gleicher Strecke nur eine knappe Minute schneller und letztes Jahr war Johann Wieland und Alex Fasser ebenfalls nur etwas über eine Minute schneller - also meine Zeit kann sich sehen lassen und dass der Deutsche Meister mit Konrad Lex, der ja im Aufstieg eine richtige Rakete ist, nur 16 sek. vor mir war, macht mich auch ein bissl stolz. Heute hat für mich alles gepasst und ich habe die Gunst der Stunde genutzt - danke, dass ich das erleben darf.

15.01.11: Dammkarwurm in Mittenwald mit Roli Striemitzer und Bernhard Salchner: Früher war ich ja recht oft im Dammkar, entweder für eine Skitour oder zum Klettern (Viererkar). Seit Ende der 90er Jahre veranstaltet ja in dieser sehr schönen Ecke im Karwendel der DAV ein Skitourenrennen. Das nordseitig gelegene Dammkar ist ja normalerweise sehr schneesicher und darum wird es inzwischen schon seit den Anfängen des Skilaufens vor ca. 100 Jahren zum Skifahren genutzt. Vor dem Bau der Bahn (von Mittenwald bis auf 2244 m unterhalb der Westlichen Karwendelspitze) mußten man noch die Ski hinauftragen. Hunderte, wie an einer Perlenkette gereiht, stapften damals mit geschulterten Skiern hinauf (siehe Bild - die Felle waren ja damals noch nicht so ausgereift wie heute). Dieser Wurm hat dem Rennen den Namen gegeben. Nach der Fertigstellung der Bahn im Jahre 1967 wurde das Dammkar eine recht lange Zeit pistenmäßig präpariert und es war lange die schwerste Abfahrt Deutschlands. Jedoch wurde diese seit 1999 aus kostengründen eingestellt, aber sie wird immer noch bei sicheren Verhältnissen durch die Lawinenkommission freigegeben (Powderalarm) und man erreicht das Kar von der Bergstation aus über einen 400 m langen Tunnel. Ich bin ja bei dem Rennen schon früher öfters dabei gewesen und ich kann mich da noch gut an knietiefen Pulver erinnern. Von sowas konnten wir natürlich heute nur träumen - eigentlich eine Schneelage wie sonst im Oktober oder November. Zum Glück wurde heuer das Rennen nur als Aufstiegsrennen geplant, denn an Abfahrt war gar nicht zu denken. Der Start erfolgte mit Turnschuhen mit den Skiern und Skischuhen am Rucksack. Das Reglement ist schon sehr streng - folgende Sicherheitsausrüstung musste im Rucksack mitgeführt werden: Sonde, Schaufel mit Stiel, Rettungsdecke, Windjacke und Windhose und natürlich am Körper ein VS-Gerät und ein Helm. Ich ließ es am Anfang wieder zu gemütlich angehen, es dauerte nicht lange, da war ich fast letzter. Allmählich kam ich dann besser in die Gänge und nach 1,5 km Laufstrecke konnten man in die Skischuhe schlüpfen. Die Forststraße zum Bankerl war dann ziemlich flach und auch schneemäßig oftmals sehr dünn. Das sog. Kanonenrohr musste man dann im Mittelteil wegen Schneemangel zu Fuß zurücklegen. Nach der Dammkarhütte musste man in Spitzkehren gehen und nun hab ich verstanden, warum am Start Harscheisen empfohlen wurden. Es war schon sehr hart und teilweise leicht eisig und man musste ohne Harscheisen schon sehr konzentriert gehen - Gott sei Dank hat es am Morgen ein paar Millimeter geschneit und der Schnee wurde in die im Ansatz vorhandene Spur geweht. Das Finale ist dann nach einer letzten Tragestrecke der Lauf durch den Tunnel bis zur Bergstation. Gewonnen hat der wieder bärenstarke amtierende österreichische Meister Alex Fasser in 1:09:59 h (Streckenrekord), dann folgten 3 Deutsche, als 2. Toni Steurer in ca. 1:12:40 h, als 3. Andreas Strobl in ca. 1:13:20 h und als 4. Jörg Woitek in 1:16:14 h; 5. wurde ich in 1:16:59 h. Roli Striemitzer wurde mit 1:20:27 h 9. und Bernhard Salchner brauchte ca. 1:28 h. Die Ergebnisse müsste es bald auf der ASTC- oder ASKIMO-homepage geben (oder auch unter dem dortigen Link unter Renntermine). Oben machten wir's uns im Lokal gemütlich und lauschten dann den Reden bei der Siegerehrung, bevor es mit der Karwendelbahn wieder talwärts ging - wir machten also die Dammkarrunde genau umgekehrt. Es gibt ja noch einen Grund, dass ich eine besondere Beziehung zum Dammkar habe, denn seit dem Jahre 2008 gibt es ja direkt neben der Bergstation der Bahn ein Naturinformationszentrum. Dieses Gebäude stellt ja ein überdimensionales 32 m langes Fernrohr dar (siehe Bild). Das Gebäude besteht aus einer eliptischen Stahlbetonschale, die nur genau im Schwerpunkt über das Treppenhaus in den Fels gegründet ist. Immer wenn ich das Fernrohr sehe, freue ich mich schon, dass ich am Tragwerksentwurf und an der statischen Berechung maßgeblich beteiligt war.

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07.01.11: 13. Rofanaufstieg: Nachdem ich ja die wirklich gewaltigen Pulverbedingungen in den letzten beiden Wochen voll ausgekostet habe und eigentlich inzwischen schon ein bissl müde bin, war ich nicht besonders motiviert auf's Rennen. Dann kam auch gestern noch der Föhn daher und ich dachte eigentlich, dass der Ziehweg ab Maurach schon ziemlich aper sein muss. Aber dankenswerterweise hat die Rofanseilbahn 300 m³ Schnee auf den Ziehweg geschöpft. Sicher nicht nur wegen dem Skitourenrennen, aber jedenfalls rechtzeitig um das Rennen überhaupt planmäßig durchführen zu können. Das wäre wohl bei anderen Skigebieten nahezu undenkbar, da ja dort die Pistengeher nur geduldet werden. Sicher auch aus verständlichen Gründen, weil ja manche Leute nachts immer in die frisch präperierten Pisten einfahren. Die ersten ca. 400 m bis zur Brücke war aber keine durchgehende Schneedecke vorhanden und so mussten wir diese Strecke laufend zurücklegen (wäre aber  m. E. auch mit Ski gegangen). Bei angenehmen +5° waren 110 Teilnehmer angetreten. Ich hätte mir die Laufstrecke vorher anschauen sollen, denn am Rand in den aperen Abschnitten kam man hier schneller voran. Ich lief meist im weichen Schnee und hier rutschte man doch viel zurück; auch hab ich immer am Anfang ein bissl ein Motivationsproblem, weil ich mich eigentlich nicht so anstrengen mag. Die ATK-Bindung benütze ich ja auch nur zu den Rennen und so kam ich da auch nicht gleich hinein. Auf jedenfall war ich mal wieder ganz schön weit hinten. Bei der Aufholjagt kam ich dann eigentlich am Ziehweg recht gut an den Leuten vorbei. Nur einige einzelne lassen mich nicht so gerne vorbei (machen es vielleicht auch nicht absichtlich). Gewonnen hat der deutsche Aufstiegsmeister Konrad Lex in einer super Zeit von 39:40 min. nur 10 sek. hinter dem Streckenrekord. 2. wurde der immer stärker werdende Stefan Widauer mit 41:15 min, 3. der Südtiroler Henry Hofer 42:22 min. und 4. ich in 43:00 min., 5. einer aus Bayern und 6. Bernhard Haller in 43:29 min. (Martin Bader hat nach ca. 2/3 aufgegeben). Ergebnisse gibt's sicher bald unter www.skitourencup.at und Walter Andre hat wieder schöne Fotos gemacht www.sportfotos-andre.at . Bei den Damen hat Patrizia Wacker vor Veronika Swidrak (gewann am Tag davor den Laserzlauf) gewonnen. Oben auf der Hütte war's wieder schön gemütlich und die Siegerehrung wurde dann von Josef Moser wieder richtig professionell und schnell durchgezogen. Dank der Rofanseilbahn konnten wir mit der Bahn runter fahren.

29.12.10: Skiuphill Vals in Südtirol im Pustertal mit Helli Praxmarer und Mario Herburger. Dieses Rennen ist in Südtirol der klassische Renneinstieg und wegen der guten Organisation und den Preisen sehr beliebt. Da ja die Südtiroler für diesen Sport sehr viel übrig haben, sind auch die Sponsoren vor allem die Sportgeschäfte sehr freigiebig. Die Leute geben auch sehr viel Geld für die Ausrüstung aus - inzwischen haben dort sicher schon mind. 30% der Teilnehmer einen Vollkarbonschuh. Gestern waren sage und schreibe 190 Leute dabei. Bei optimalen äußeren Bedingungen ging es etwas kurios los. Als die Blaskapelle zum spielen aufhörte, sprinteten gleich die ersten los. Der Sprecher versuchte sie noch zurückzurufen. Ich dachte eigentlich auch noch, dass sie nochmal halt machten und wartete noch - naja, hab damit vielleicht 5 sek. verloren. Das Rennen ist mit 3,2 km und 632 hm ziemlich steil und kurz, hat aber trotzdem noch einige Flachstücke drinnen. In Südtirol gibt es ja sehr viele Rennen dieser Art und die Leute dort werden von Jahr zu Jahr noch stärker. Gewonnen hat natürlich wieder Urban Zemmer (übrigens auch schon 40 Jahre) - nun schon zum 7. mal seit 2005, wobei er seine Zeit jedesmal verbessern konnte. Gestern mit 23:07 min. gleich um 45 sek. gegenüber letztem Jahr (die Verhältnisse können ja bei solch einem Pistenrennen nicht allzuviel ausmachen). Der 2. Friedl Mair war gleich 1:30 min. und der 3. Willi Innerhofer gleich 2:37 min. hinter Zemmer. Danach kamen gleich viele Leute mit einer 26er Zeit und ich mit 26:46 min. als 12. Wenn man die Zeiten der letzten Jahre anschaut, kann ich zufrieden sein, denn da wäre ich ziemlich weit vorne gelandet. Ergebnisse (auch der letzten Jahre) gibt's unter www.zkgvintl.info. Wir fahren jedenfalls ganz gerne zu den Südtiroler Rennen, da die dort immer sehr gut organisiert sind und immer die typische südtiroler Rennatmosphäre vorherrscht.

23.12.10: Schitourenteam Naturfreunde. Thomas Pupp als Obmann der Naturfreunde Tirol und Werbeprofi hatte die Idee, dass ein paar passende Leute über Bergsport und Rennen Werbung für die Naturfreunde-Organisation machen, die ja ähnlich organisiert ist wie der Alpenverein. Jeder kann bei den Naturfreunden Mitglied werden und ist damit bei Bergunfällen versichert.   Das Schitourenteam Naturfreunde besteht aus 5 Freunden, die alle überzeugte Naturschützer sind. Dies sind Christian Ragg, Roli Striemitzer, Helli Praxmarer, Rikki Obendorfer und ich. Wir sind natürlich strikt gegen den Größenwahn der Skigebietsbetreiber mit den ständigen Erweiterungen. Stetiges Wachstum und jährliche Umsatzsteigerungen können auf Dauer nicht zielführend sein. Unsere schönen Alpen sind ein Naturjuwel, und weltweit nahezu einmalig. Es ist unsere Pflicht dieses Wunderland auch für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Es kann nicht sein, dass man aus dem österreichischen Alpengebiet eine einzige große "Skischaukel" macht. Es muss noch einsame Berge und Täler geben, wo sich der erholungssuchende (und vielleicht abenteuersuchende) Mensch zurückziehen kann. Die schönsten Erlebnisse hat man ja schließlich in der Natur und in den Bergen und die gilt es zu erhalten. Geldgier und Konsum sind egoistisch und oberflächlich und nur kurzfristige Freuden auf Kosten anderer.

   

18.12.10: Rosshüttenaufstieg: Eigentlich ist's schon noch ein bissl früh für Skitourenrennen und vor der Kälte hat's mich auch gegraust - aber dabei gewesen bin ich trotzdem und hab's nicht bereut. Am Freitag waren noch nicht so viele starke Leute gemeldet, doch dann sind ja doch mit die Besten aus Bayern und Südtirol für eine Standortbestimmung da gewesen. Unten in Seefeld am Start hat's schon ungemütliche -11° gehabt und ich hab viel überlegt, wie ich mich anlegen soll. Um Punkt 18:00 Uhr wurden wir auf 1220 m Seehöhe  losgelassen und es erfolgte erst einmal der obligatorische Startsprint - ich natürlich etwas langsamer. Es ging die Familienabfahrt hinauf und die ist die ersten 20 min. ziemlich flach; um da einigermaßen voranzukommen, musste man manchmal ein bissl in den Laufschritt übergehen. Ab 1580 m wurde es dann steiler und bei der Roßhütte auf 1750 m kam ich an ca. 12. Stelle liegend so bei 27 min. durch. Die letzten 310 hm bis zum Seefelder Joch auf 2060 m waren dann ziemlich steil. Ich bin ja dort noch nie mit Ski raufgegangen und traute mich oben nicht direkt zu gehen. Aber eigentlich machten dort fast alle 2 Spitzkehren. Erster wurde der 17-jährige Juniorenweltmeister aus Bayern Anton Palzer mit einer Wahnsinnszeit und neuem Streckenrekord von 36:37 min. Er hat ja letzten Winter bei der WM in seiner Klasse haushoch gewonnen und geht schon jetzt mit der Weltspitze mit. 2. wurde wohl Deutschlands bester Aufsteiger Konrad Lex mit 37:12 min., 3. der Südtiroler Henry Hofer mit 38:36 und 4. ebenfalls aus Südtirol Michael Zemmer mit 38:51 (könnte leicht sein, dass er mit Urban Zemmer irgenwie verwandt ist). 5. ebenfalls ein super Talent aus Bayern der 20-jährige Sepp Rottmoser mit 39:10 min. und 6. wurde als bester Österreicher Stefan Widauer in 39:17 min., 7. Robert Eder in 39:41 und schließlich 8. ich in 39:50 min., 9. Markus Unterweger in 39:55 und 10. der Südtiroler Roland Osele ( http://rolandosele.jimdo.com ) in 39:58 min. Ergebnisse gibt's bald unter news bei www.skitourencup.at . Es war schon saukalt, aber Gott sei Dank hatten wir den Wind im Rücken. Oben hat das Thermometer -20° angezeigt. Walter Andre ( www.sportfotos-andre.at ) unser Sportfotograf hat jetzt dankenswerterweise auch zum ersten mal bei einem Skitourenrennen seine schönen Fotos gemacht - aber er erzählte mir, dass fast seine Hand an den Fotoaparat angefroren wäre und ihm die Radrennen deshalb schon lieber sind. Die Siegerehrung war dann im Restaurant Rosshütte - man hat dort dann für den Essensgutschein aus mehreren Gerichten wählen können - was schon etwas besonderes ist. Allerdings hat's anscheinend wieder Probleme mit der Zeitwertung gegeben, so dass wir bis 21:10 Uhr warten mussten und schon sehr viele vorher gegangen sind. Mir scheint fast, früher ohne Computer-Zeitauswertung ging es schneller und dabei bekam man noch seine Ergebnisliste gleich in die Hand gedrückt. Es gab zwar eine kleine Startnummernverlosung, aber die Preise für die Klassenschnellsten waren dann mit einer Fahrrad-Trinkflasche schon etwas dürftig (die 3 Tagesschnellsten bekamen Pokale). Aber trotzdem ist so ein Rennen im Dunkeln bei eisiger Kälte irgendwie ein Erlebnis - aber nix für Weicheier.

12.12.10: Kolsassberg-Run: Der von Franz Stöckl wieder perfekt organisierte Berglauf im Winter hat wieder über 120 Teilnehmer angelockt. Etwas unglücklich war's wohl, dass gleichzeitig ein Skitourenrennen in Schwaz stattgefunden hat - aber mehr als 5 Teilnehmer hat das wohl nicht gekostet. Bis zum Jagerhof war's schneefrei und danach waren so ca. 2 - 3 cm Schnee auf der Strecke, so dass es dann leicht ruschtig war und m. E. war es etwas schwerer als die letzten Jahre. Eigentlich mag ich ja momentan keine Rennen machen, aber es war ja trotzdem ganz schön wieder die Leute zu treffen. Gewonnen hat Hannes Runger in 24:27 min. vor Wolfgang Niederegger in 25:21 min. (beide Südtirol), 3. wurde Simon Lechleitner in 25:36 min. (Aldrans), 4. Edi Lahner (Südtirol) in 25:39 min., 5. ich in 26:04 min., 6. Marco Sturm (Bayern) in 26:24 und 7. Stefan Widauer in 26:54 min.; danach kam schon die schnellste Frau mit der amt. Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr in 26:57 min. Die Ergebnisse gibt's bereits unter www.kolsassberg-run.at . Die Kombiwertung aus Kolsassberg-Run und -Classic hab ich damit jetzt schon zum 5. mal gewinnen können. Ab heuer gibt's jetzt eine zusätzliche Kombiwertung mit der Gilferttrophy Ende Februar - mal schauen, ob ich da fit bin. Rikki wäre ja auch gerne dabei gewesen, weil sie ja wahrscheinlich auch die Kombi gewonnen hätte, aber sie musste heute in der Kirche Orgel spielen. Die Siegerehrung wurde pünktlich und schnell durchgezogen und so kamen wir noch zum Skifahren mit den Kindern. Jetzt freue ich mich auf Weihnachten - vom Schnee her schaut's ja nicht so schlecht aus.

11.11.10: Leistungstest bei Dr. Andrea Hofmann. Jetzt hab ich mich doch durchgerungen mir nochmal einen Leistungstest anzutun. Dieser war jetzt der 2. in meinem Leben und es war wieder sehr interessant. Viele erfolgreiche tiroler Sportler lassen sich ja bei Andrea durchtesten und schön ist sicher, dass sie auch den Menschen im Sportler sieht und sich sehr viel Zeit nimmt. Da sie ja Microbiologin ist, weiß sie sehr viel über Ernährung und Stoffwechsel. Mein Test war wieder eher auf's Berglaufen und Skitourengehen ausgerichtet. Mit 0 Steigung beginnend lief das Laufband mit konstanten 6,5 km/h und alle 3 Minuten wurde die Steigung um 2% erhöht. Steiler als 24% gehen dann die Laufbänder wegen der Abrutschgefahr nicht mehr und dann wurde noch die Geschwindigkeit in Stufen von 0,5 km/h erhöht. Die anaerobe Schwelle war dann bei mir bei 24% und 7 km/h und 2 min. lang schaffte ich noch 24% und 8 km/h. Dann wurde ich "abgeworfen". Immer die 3 min. durchhalten ist am Schluss ganz schön hart. Bin aber sehr mit meiner anaeroben Schwelle (Übergang - bei 2 bis 2,5 Laktat - bei dem für die Muskeln gerade noch ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht) sehr zufrieden. Sport an dieser Schwelle kann man ja über längere Zeit durchhalten und da hab ich eine ganz gute Höhenmeterleistung mit 7 km/h x 24%. Es wäre wahrscheinlich sicher nicht schlecht, wenn ich mich nach einem Trainingsplan richten oder mich zumindest nach Pulsmesser immer im einigermaßen richtigen Pulsbereich bewegen würde. Das mit dem Pulsmesser überlege ich mir noch, aber ein Trainingsplan ist mit meinem Beruf und der Familie wohl kaum zu vereinbaren. Auf jedenfall habe ich wieder einiges dazugelernt und wer über seinen Körper und die richtige Ernährung mehr wissen will, der braucht nur mal bei Andrea vorbei zu schauen.

 

24.10.10: Astberglauf: Ich kann's ja doch nicht lassen. Nachdem ich ja wetterbedingt in der letzten Zeit, das Rad stehen gelassen habe und öfters gelaufen bin, fühlte ich mich gar nicht so schlecht und hab kurz entschlossen bei Franz Puckl's Astberglauf in Going mitgemacht. Er hat ja nun den Lauf schon unglaubliche 28 mal organisiert. Hab mich nach dem 1,5 km langen Flachstück von Josef Adelsberger langsam absetzen können und in 28:12 min. gewonnen. Die Almstraße ist ziemlich steil und das Ziel liegt bei der Bergstation des Astbergskigebietes, so dass 570 hm zusammenkommen. Nachdem wir wieder unten waren, fing es mittags zum Regnen an - sogar das Wetter kann jetzt der Franz schon beeinflussen.

09.10.10: Stubaier Mountainking (18 km und 750 hm): Gott Sei Dank wurde das Rennen auf heute, einem sehr schönen Herbsttag, verschoben - vor 2 Wochen wär's ziemlich ungemütlich und kaum durchführbar gewesen. Heute Vormittag fühlte ich mich aufgrund einer Verkühlung gar nicht besonders - bin aber dann doch nach Neustift gefahren. Bei optimalen Bedingungen fuhren wir ziemlich zügig taleinwärts. Bei der Ranalter Steigung ging's dann so richtig zur Sache. Ich kam ganz gut rauf und als 4. in die Radsport-Steixner-Bergwertung. Vor mir war Phillip Götsch und die beiden Radland-Tyrol-Fahrer Stefan Kirchmair und Stefan Mair. Allerdings war hier für mich Götsch schon aus meinem Blickfeld entschwunden - er musste die Ranalter Steigung nur so raufgeflogen sein. Am folgenden Flachstück überholte mich dann HPO mit einem gewaltigen Zwischensprint, womit er die beiden Radland-Tyrol-Fahrer erreichte. Stefan Mair musste sich aber bald zurückfallen lassen und von hinten kamen dann 5 weitere Fahrer (Erich Schafferer, Stefan Praxmarer, Manuel Natale und 2 aus Bayern. Die meiste Tempoarbeit machten dann Erich, Stefan und ich und wir konnten uns an der Steigung im Bereich Grawaalm so 20 bis 30 m von den anderen absetzten. Bei der letzten Galerie wurden wir dann etwas langsamer und die anderen kamen wieder an uns heran, so kamen wir zu 6. in den Zielbereich, wo ich dann mangels Endschnelligkeit als Gruppenletzter durchs Ziel fuhr. Gewonnen hat Phillip Götsch in ca. 37:08 min. (genau 29er-Schnitt), der trotz seiner Solofahrt den Streckenrekord um nur 4 sek. verpasst hat, 2. wurde HPO in 38:22 min, 3. Stefan Kirchmair. Erster unserer Gruppe wurde Wilhelm Herbst mit 39:08, dann Stefan Praxmarer, dann Manuel Natale, dann Stefan Öttl, Erich Schafferer und schließlich ich als Gesamtneunter mit 39:18 min. Nicht weit dahinter kamen dann schon die Nächsten (James Latimer, Bernhard Haller - die Ergebnisliste gibt's unter www.radteam-stubai.at), die am ziemlich flachen Schlusskilometer noch ganz schön aufgeholt haben. War wieder ein schönes Rennen und obwohl die Rennstrecke zum Stubaier Skigebiet nicht gerade für mich maßgeschneidert ist, mag ich die wechselnden Steigungen, wo man immer wieder aus dem Sattel muss. Wenn's auch heute für mich nicht besonders gut gelaufen ist, ging es aber doch besser als heute Vormittag befürchtet und hoffentlich hat's mir nicht geschadet. Bin aber recht zurfrieden über meine Kombi-Zeit in Verbindung mit dem Wilde-Wasser-Lauf. Bin ich schon alles andere als eine Straßenradrennfahrer, tut sich da Rikki noch schwerer und sie hat gleich am Anfang den Anschluss ans Feld verloren (hinten in einer Gruppe, die aber zu langsam war für sie). So fuhr sie ziemlich alles alleine und kam mit ca. 48:30 min. als 3. Dame ins Ziel. Gewonnen hat hier natürlich Patrizia Wacker in super schnellen 41:59 min. Im Ziel gab's wieder sehr guten selbstgebackenen Kuchen und ich glaub, dass sich die Thaurer Alm, der Kolsassberg-Classic und der Mountainking einen Wettkampf liefern, wer die besten Kuchen hat. War Gott sei Dank in dieser Radsaison das letzte Rennen und ich glaube für alle ein schöner Abschluss.   Hab am Montag erst erfahren, dass vor der Siegerehrung tatsächlich Dopingkontrollen im Hoferwirt waren. Als ich irgendetwas nach der Zieleinfahrt von Dopingkontrollen gehört hatte, habe ich es eigentlich als Scherz betrachtet. Die ersten 6 wurden kontrolliert und vielleicht hören oder lesen wir in rd. 4 Wochen wirklich von jemand noch etwas!

03.10.10: Kosassberg-Classic: Dieses beliebte Bergrennen, sehr gut organisiert von Franz Stöckl und Probike Schwaz, hat anscheinend das schöne Wetter gepachtet. Wieder sehr viele Teilnehmer in allen Leistungsklassen - davon können die meisten Veranstalter nur träumen. Ich war ja Freitag und Samstag beim Betriebsausflug mit ILF in der Nähe vom Wolfgangsee. Weil ja die Besichtigungen und Busfahrten nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung sind, hab ich das das Rennrad dabei gehabt und bin gestern vom Wolfgangsee bis Wörgl geradelt, dann mit dem Zug bis Hall und dann noch bis Sistrans raufgekurbelt (hab dabei mal wieder unseren recht hoch gelegenes Sistrans ganz schön verflucht). Heute beim Rennen fühlte ich mich aber wieder gut. Ich fuhr mal wieder am Anfang recht verhalten, konnte aber dann nach dem Jagerhof an die 5. Stelle vorfahren. So ca. 150 m vor mir waren Spensberger (Bayern), Gredler (Tirol) und Hofmann (Bayern) und schon viel weiter voraus und für mich außer Sichtweite der Südtiroler Götsch - so fuhren wir dann auch durch's Ziel. Philip Götsch fuhr ein einsames Rennen und stellte mit 19:47 min. einen neuen deutlichen Streckenrekord auf und hat nach den Zuschauern dafür nicht mal besonders angestrengt ausgeschaut. Bei den vergangen Rennen haben ja bisher auch keine Lappen gewonnen und unter 20 min. für die 580 hm (nach Karte - Ausschreibung schreibt sogar 590 hm) ist schon verdammt schnell - das sind immerhin die 100 hm in 3:24 min. (trotz einiger kurzer Flachstücke) - da muss sich sogar ein Contador oder Ricco ziemlich anstrengen. Ich bin in 21:47 min. durchs Ziel gefahren und war doch um einiges langsamer als letztes Jahr, wo es mir ja super ging. Heuer bin ich ja eigentlich fast bei allen Rennen etwas langsamer gewesen. Weil ich mir ja nicht eingestehen will, dass ich doch immer älter werde, hab ich diesmal wieder eine Ausrede, weil ich ja gestern so eine weite Tour gemacht habe. Rikki fuhr ganz knapp unter 27 min. - was natürlich eine super Zeit ist. Allerdings stellte Patricia Wacker mit 24:20 min. auch einen neuen deutlichen Streckenrekord auf. Bei der Siegerehrung in der Hoferstubn haben wir dann die schöne warme Sonne genossen. Die Ergebnisse und Fotos gibt's unter www.kolsassberg-run.at/classic/index.htm

19.09.10: 16. Roter Aar auf die Sistranser Alm - heute schon wieder ein Heimrennen - es sind halt echt ein bissl viel Rennen für mich. Der Rote Aar, super organisiert von Hannes Piegger und dem SV Sistrans ist inzwischen auch ein Klassiker. Ich wusste ja lange nicht, ob ich Radfahren oder Laufen sollte. Letzte Woche auf meiner Laufrunde fühlte ich mich richtig gut und so hab ich mir gedacht, dass ich nochmal einen Versuch auf den Lauf-Streckenrekord für die 630 hm und 4,8 km, den ja Alfred Mandl und ich mit 25:06 min zeitglich halten, machen könnte, bevor es wirklich altersbedingt zu spät ist. Als Radl-Teampartner für die 690 hm und 5,6 km hat sich Roli Striemitzer bereit erklärt mitzumachen. Wenn man am Vortag ein Rennen gemacht hat, ist immer die Frage, wie gut man sich davon erholt hat. Heute Nacht hatte ich dann noch Durchfall und ich fühlte mich am Start schon wirklich nicht besonders - aber oft geht es ja dann doch ganz gut. Ich kam aber heute schon besonders schwerfällig weg und bald taten dann auch schon die Oberschenkel weh. Stefan Widauer war gleich ca. 30 m voraus und die Lücke wurde dann auch im Laufe des Rennens nicht kleiner, eher im Gegenteil. Heute wollten einfach meine Beinchen nicht richtig und ich tat mich blutig hart. Ich kam dann endlich in 26:35 min. genau  39 sek. hinter Stefan ins Ziel. Roli Striemitzer wurde mit 29:33 min. 5. bei den Radfahrern, ca. 20 sek. hinter Bernhard Haller dem Tempartner von Stefan Widauer. So belegten wir den 2. Platz in der Teamwertung. 3. Team wurden Manuel Natale / Christoph Kluge (diesmal als Läufer). Mit dem heutigen Rennen hat meine Euphorie von gestern ganz schön einen Dämpfer erhalten. Vielleicht hat ja wirklich der Durchfall was ausgemacht, aber bei mir wird es wahrscheinlich auch Zeit, dass ich mich einmal richtig erhole und die doch recht oft 2 Rennen am Wochenende verkrafte ich halt auch nicht mehr so leicht. Rikki hat ja mit der amtierenden tiroler Berglaufmeistern Regina Helfenbein-Fohlman eine super Teampartnerin gefunden. Rikki fuhr in ca. 34:30 min. und Regina lief in ca. 33:15 min. zur Sistranser Alm rauf und haben beide sehr schnelle Zeiten hingelegt. Sie waren ja leider das einzige Frauenteam - aber ein schnelleres Frauenteam muss sich halt auch einmal erst finden. Heuer haben sage und schreibe 17 Sistranser Staffeln (Durchschnittszeitwertung) mitgemacht - das ist irgendwie wie ein Wunder, dass so viele dabei waren und das hat natürlich die Veranstaltung ganz schön belebt. Mit insgesamt 47 Staffeln hat man fast schon die Zahl aus den Anfangsjahren erreicht. Die Siegerehrung war heuer zum ersten mal auf der Alm oben und der neue Almwirt hat für jeden Teilnehmer ein Essen ausgegeben. Das Wetter hat dann auch mitgespielt, so dass es richtig gemütlich war. Wir sind dann oben bis Abends lustig zusammengehockt und das hat dann mein unbefriedigendes Rennen schnell vergessen lassen. 

18.09.10: 16. Thaurer Alm Rennen: Mein erstes Radrennen überhaupt war ja 1997 auf die Thaurer Alm (840 hm und 7,5 km). Damals mit einem geliehenen MTB von einer Freundin von Rikki, weil meins so schwer war, dass man es kaum vom Boden auflupfen konnte. Irgendwie hab ich damals schon geträumt, dieses Rennen mal zu gewinnen. Rikki hab ich ja damals erst ein halbes Jahr gekannt und ich bin möglichst oft von München nach Innsbruck gefahren. 1999 sind wir dann nach Thaur gezogen und haben dort 3 Jahre lang gewohnt. Zu Thaur (am Fuße vom Karwendel) haben wir schon immer eine besondere Beziehung und ich glaub mich kennen in Thaur fast mehr Leute als in Sistrans. Heute fanden ja zeitgleich auch die tiroler Meisterschaften im MTB-Hillclimb auf der schönen Strecke von Mötz über Obsteig bis zur Simmeringalm statt. Aber irgendwie konnte ich mein fast Heimrennen auf die Thaurer Alm nicht auslassen und außerdem habe ich ja schon alle Medaillienfarben der TM. Am Asphaltende nach ca. 1,4 km war ich dann ganz vorne dabei und fuhr bis ca. km 4 hinter bzw. neben Thomas Schweiger aus Bayern. Nicht weit hinter uns waren Manuel Natale und Peter Nimmrichter. Als es dann etwas steiler wurde, konnte ich mich ganz langsam von Thomas absetzen. Beim Schranken (Partscheilboden, km 6,1) hatte ich dann so ca. 30 m Vorsprung vor Thomas und Manuel. Eigentlich ein sicherer Vorsprung und würde es heute wirklich wahr werden, dass ich hier mal als erster ins Ziel fahre? Es kamen ja noch die 2 steilen Rampen und Manuel kam da immer näher heran und ich musste alles geben. Richtig glücklich fuhr ich dann als erster mit 33:19 min. ins Ziel, 7 sek. vor Manuel. 3. wurde Thomas Schweiger in 33:58 min., 4. Peter Nimmrichter mit 34:09, 5. ein jetzt auch auf den Mountainbike richtig schneller Christian Ragg mit 34:21, 6. Erich Schafferer mit 34:47, 7. Bernhard Haller mit 35:06 und 8. schon Roli Striemitzer mit 35:14 min - die Ergebnisse gibt's sicher bald unter www.wsv-thaur.at . Ich kann es ja immer noch nicht ganz glauben, dass ich echt heute hier gewonnen habe. Ich bin zwar um einiges langsamer als letztes Jahr gewesen, aber das waren die meisten. So schnelle Verhältnisse wie letzes Jahr, waren ja noch nie und heute war hohe Luftfeuchtigkeit, der Weg teilweise nass und leicht saugend. Bei den Damen gewann die heuer bei unseren Rennen noch kaum in Erscheinung getretene Doris Posch mit 38:29 min. und erst dahinter, für mich schon etwas überraschend, Bettina Schorn aus dem Salzburger Land mit 40:07 min., die ja heuer schon viele Streckenrekorde bei den Damen aufgestellt hat. Rikki konnte sich gegenüber letztem Jahr noch steigern und wurde 3. mit 41:37 min. - sie wird echt immer schneller. Heute natürlich ein super Tag und die Tagessiegtrophäe bekommt natürlich einen Ehrenplatz. Das Rennen wieder super organisiert vom WSV Thaur mit typischer Thaurer Alm Stimmung und es gab wieder Kuchen bis man nichts mehr hinunter brachte.   Der Grund warum heuer nur 67 Teilnehmer waren, ist eindeutig, da nur mehr 6 Fahrer mit einer Zeit von über 50 min. teilgenommen haben. Im Jahre 2004 waren noch 29 und im Jahr 2005 noch 26 Über-50min-Fahrer dabei. Auch bei der Thaurer Alm sind es immer weniger, die sich die anstrengende Fahrt "antuen" wollen. Die Parallelrennen in Mötz und Kufstein haben dem Rennen sicher nur etwa 5 Fahrer gekostet.

11.09.10: Bettelwurfhüttenlauf: Dieser schwere Berglauf, oganisiert von Lauf-Los-Tirol (Markus Wurzer und sein Team), wurde jetzt schon zum 8. mal ausgetragen und ist ja einer meiner Lieblingsläufe und ich konnte bei meinen 3 Teilnahmen jedesmal gewinnen. Für dieses Jahr hat sich sehr starke Konkurrenz angesagt und zwar haben sich gleich zwei amtierende österreichische Meister mit Alex Rieder im Berglauf und Alex Fasser im Skibergsteigen angemeldet. Als ich mir letzte Woche die Strecke angeschaut habe, musste man noch auf dem Weg laufen der kurz nach dem Abgang der großen Mure angelegt wurde. Da dieser sehr direkt im losen Schotter hinaufführt, hab ich mich für meine "Elefantenschuhe" entschieden. Ich laufe mit denen ja recht gerne, weil sie sehr breit und speziell gedämpft sind. Heute beim Lauf war dann das Wetter optimal und bis zum Asphaltende beim Bettelwurfeck wäre ich fast noch auf Alex Rieder hingelaufen. Doch dann als es in den Schotter ging, war meine Überraschung groß, dass man inzwischen wieder auf dem alten Weg laufen konnte, weil über den großen Murgraben Dämme aufgeschüttet wurden, so dass man diesen unten und oben queren konnte. Der Weg war richtig gut und meine Spezialschuhe waren eigentlich umsonst im Einsatz und dort hat Alex ziemlich Gas gegeben. Auf diesem Stück bis zum Einstieg in den Felsensteig hab ich auch nichts auf Alex Fasser und Georg Egger rauslaufen können. Dann auf dem Bettelwurfsteig tat ich mich dann auch ganz schön hart und hab mich über die breiten Treter ganz schön geärgert. Beim Juchezer war ich in 41 min. und da wusste ich, dass ich schon mal schneller unterwegs war. Alex Rieder lief ein super Rennen und hat meinen Rekord um etwas mehr als 1 min. auf 53:43 min. verbessert. Ich wurde 2. mit 55:52 min, Alex Fasser 3. mit 56:38 min., Georg Egger 4. mit sehr starken 57:15 min. und Reinhard Kornthaler 5. mit 1:00:03 min. Ich war oben schon etwas enttäuscht, weil ich eigentlich gehofft hatte, dass ich auch eine neue Bestzeit laufen könnte. Aber auch mit anderen Schuhen, wäre ich höchstwahrscheinlich auch hinter Alex geblieben. Ich hab ja Rikki und Roli Striemitzer wegen der Teamwertung kurzfristig überredet auch mitzumachen. Kraftpaket Roli war am Bettelwurfeck noch 5., doch dann beim Steig verließen ihn die Kräfte - aber 12. Platz mit knapp unter 1:05 h ist ja auch ganz gut. Rikki kam in knapp unter 1:20 h oben an und war über den schönen Lauf ganz begeistert - wir haben damit die Teamwertung (RC Bike Point Ibk.) gewonnen. Rikki musste wegen der Kinder gleich wieder runter und ich hatte es schöner und konnte mit Roli und Reinhard Kornthaler noch vor der Siegerehrung auf den Kleinen Bettelwurf gehen. Dann in der Sonne vor der Hütte sitzend, genossen wir das Läuferessen und um 12:45 Uhr die Siegerehrung. Wir sind dann noch bis fast 18:00 Uhr beeinander gehockt und hatten eine mords Gaudi. Das Lauf-Los-Tirol-Team übernachtet ja oben auf der Hütte, aber wir mussten noch mit mehr oder weniger Alkohol im Blut den beschwerlichen Weg nacht unten in Angriff nehmen. Aber Gott sei Dank ging alles bis auf einigen Hinfallern gut und ein schöner Tag ging zu Ende - allerdings musste ich noch nach Sistrans radeln.

05.09.10: MTB-Rennen Pfarrachalm: Heute stand eines meiner Lieblingsrennen auf dem Programm. Auf einer Streckenlänge von 6,8 km sind 750 hm auf schottrigem Untergrund zurückzulegen. Wenn man die flachen ca. 600 m im mittleren Teil abzieht, beträgt die Durchschnittsteigung ca. 12 %. Letztes Jahr fand das Rennen ja im Zuge des Stubai-Bikemarathons statt und es war sehr gut besetzt. Ich wurde damals 2. mit einer super Zeit von 29:49 min. nur 9. sek. hinter Obwaller. Heuer waren wir Tiroler unter uns und ich hatte am Start kein besonders gutes Gefühl, wegen dem recht harten Rennen gestern - Erich Schafferer und Marco Lengauer waren aber auch von gestern vorbelastet. Ich konnte aber nach wie immer etwas zögerlichem Start nach ca. 5 min. die Führung übernehmen und den Vorsprung langsam vor Manuel Natale, Marco und Erich ausbauen. Durfte dabei aber nicht locker lassen, da Manuel mir immer so 20 bis 30 sek. auf den Fersen blieb. Schließlich schaffte ich es mit 30:46 min. durchs Ziel zu fahren, 2. wurde Manuel mit 31:14 min., 3. Erich mit 31:36 min, 4. Marco mit 32:04 min. und 5. der wieder ins Renngeschehen eingreifende Gerhard Omminger mit 33:36 min (sein 52-jähriger Vater Josef, der ja heuer den Ötztaler in 7:52 h fuhr wurde 8. mit 34:27 min.). Bei den Damen fuhren nur zwei mit und da hat Rikki in 39:30 min. gewonnen. War natürlich schön für uns, dass wir beide Tagessieger waren. Ergebnisse unter www.sport-resch.com/rc-resch/   Rikki war ja letzte Woche auf der Nockspitze und hat Edelweis entdeckt, deshalb sind wir beide nach dem Rennen noch ein bissl berggegangen - haben aber keine mehr erblicken können. Der Präsident der Leopold-Franzens-Universität Karlheinz Töchterle, der ja beinahe Wissenschaftsminister in Wien geworden wäre, wohnt ja in Telfes und ist ja bei diesem Rennen auch immer dabei. Seine Zeit von 41:19 min. kann sich wirklich sehen lassen und er fährt immer mit dem Rad über Telfer Wiesen und Kreith zur Uni. Dieser sehr sympathische Mann ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung und wohl der einzige in solch einer Position, der so einen beschwerlichen Weg mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle zurücklegt. Da könnten sich manche, die jede Kleinigkeit mit dem Auto fahren, eine Scheibe abschneiden.

04.09.10: Bergpreis Inzing - Stiglreith. Früher war dieses Bergradrennen als reines Lizenzrennen ausgeschrieben. Um die Teilnehmerzahl zu erhöhen, werden seit letztem Jahr auch die Nicht-Lizenzklassen dort ausgetragen. Ich bin ja vor zwei Jahren zum ersten mal dabei gewesen und wurde damals Gesamtzweiter. Das Rennen war aber damals nicht so gut besetzt wie gestern. Es geht ja erst ca. 5 km auf der Landesstraße eben vom Inzinger Sportgelände bis nach Unterperfuß und dann bergauf über Oberperfuß bis nach Stiglreith. Die Steigungsstrecke ist damit ca. 9 km lang mit ca. 750 hm. Die Nichtlizenzierten starteten in Oberperfuss. Heute wurde bis Unterperfuss wegen Asphaltierungsarbeiten auf der Landesstraße neutralisiert gefahren, was wahrscheinlich zeitmäßig zu den früheren Jahren ca. 1 min. gekostet hat. Ich habe ja auch ein bissl aus Protest eine Rennrad-Elitelizenz gelöst, weil ja die uns allseits bekannten Vollprofis (Nichtberufstätigen) eine Amateurlizenz genommen haben. Das mit den verschiedenen Lizenzen hat zwar der ÖRV gut gemeint, aber wenn dann Leute, die sich mit Radfahren ihren Lebensunterhalt verdienen, die Amateurlizenz nehmen, hauptsächlich um sich besser verkaufen zu können, dann bringt die Amateurlizenz natürlich gar nichts. Auch muss ich sagen, dass ich mir in der Eliteklasse am Berg bei der Tiroler Meisterschaft am Kitzbühel-Horn durchaus Chancen ausgerechnet habe. Aber seitdem heuer vor allem die Radland-Tyrolteam-Fahrer geschlossen so stark auftrumpfen (haben sich am Horn die Medaillien unter sich ausgemacht), ist die Leistungsdichte viel höher als die vergangenen Jahre geworden. Gestern in Stiglreith wurde die Tiroler Berg-Meisterschaft der Amateure (Amateurlizenz) ausgetragen. Sicher, kann man darüber streiten, ob zwei Tiroler Meisterschaften Sinn machen, aber dass ich eine Elitelizenz genommen habe, war auf jeden Fall keine gute Idee, weil ich ja eindeutig ein Amateurfahrer bin. Die Elite- und Amateurklassen starteten gestern gemeinsam und es wurde bei der Steigung nach Oberperfuß gleich voll reingefahren. Wie bereits gesagt, waren wieder sehr starke Leute da und ich lag nach ca. 400 hm bei der Abzweigung von der Landesstraße in Oberperfuß nach Stiglreith gemeinsam mit James Latimer an 7. Stelle. Von James konnte ich mich zwar langsam absetzen, aber nicht weit hinter mir waren ein Ostösterreicher, Christian Ragg und Erich Schafferer. Letztendlich konnte ich dann bis zum Ziel den 7. Gesamtplatz verteidigen. Gewonnen hat der erst 19-jährige Felix Spensberger aus Rosenheim mit einer gewaltigen Zeit von ca. 37:48 min. (ohne die neutralisierte Fahrt, wäre das locker Streckenrekord geworden) mit fast einer Minute Vorsprung vor David Wöhrer. 3. wurde Harald Totschnig (vorgestern 3. bei der ÖM-Berg knapp im Zielsprint unterlegen), aber schon ca. 1:30 min. hinter Spensberger. 4. wurde Stefan Mair und da Spensberger Juniorenfahrer ist, haben sich die ersten 3 Plätze der Eliteklasse wieder die Radland-Tyrolfahrer aufgeteilt. 5. wurde dann Roman Gredler mit ca. 39:37 min., 6. Klaus Steinkeller mit ca. 39:45 und schließlich 7. ich mit 40:02 min. Dann kam als 8. der mir unbekannte Ostösterreicher und als 9. ein sehr starker Christian Ragg auf seiner Heimstrecke mit 40:21 min. Mein Freund, Skitouren- und Radkollege Christian (fuhr letzte Woche den Ötztaler in 7:38 h) war der erste mit Amateurlizenz und wurde somit Tiroler Meister in dieser Klasse und er hat es wirklich verdient einmal ganz oben zu stehen. Gleich dahinter kam mit 40:32 min. der heuer wieder sehr stark fahrende Erich Schafferer und dann James Latimer, die dann 2. und 3. in der Amateurklasse wurden.  

29.08.10: Kitzbüheler Horn Bergstraßenlauf. Am Tag des Ötztalers sind logischerweise alle anderen Veranstaltungen nur Nebensache. Ich habe heute kurzentschlossen beim, vom Tiroler Berglauf-Urgestein Franz Puckl organisierten, 32. Kitzbüheler-Hornlauf mitgemacht. Es ist ja der meines Wissens älteste Berglauf in Österreich und einfach ein Klassiker. Auch wenn es nur die Asphaltstraße hinauf geht - aber irgendwie mag ich ihn trotzdem. Die Streckenlänge beträgt 12,9 km bei 1234 hm - es geht ja von Kitzbühel ca. 3 km flach zur Hornstraße und auf dieser hinauf über das Alpenhaus (Ziel der Radrennen) bis zum Gipfel. Ich versuchte immer einigermaßen locker zu laufen und natürlich hab ich bei den ersten 3 Kilometern ganz schön verloren. Dann ging es eigentlich ganz gut und lief mit 1:06:50 h als 12. ins Ziel (4. bester Österreicher - der Vorarlberger Sumer und Martin Mausser hatten auch eine 1:06er Zeit und Alois Redl lief eine sehr gute niedrige 1:03er Zeit). Ich hab mir aber vorgenommen keine größeren Bergläufe mehr zu machen, weil, seit die Kenianer den gesamten Sommer bei uns verbringen, ist es eigentlich als voll berufstätiger und ehrlicher Sportler nicht mehr möglich einigermaßen vorne zu landen. Heute waren gleich 5 oder 6 Kenianer am Start. Diese Gruppe "grast" alle Läufe mit Preisgeld ab (heute gab es für den Sieger 750,-  und für den 8. noch 50,- Euro). Nächstes Jahr werden es wahrscheinlich noch mehr Afrikaner werden. Auch bezweifle ich, ob die schon etwas von Sportethik gehört haben - die Leben ja vom Laufen, da ist es natürlich schon fast existenziell möglichst weit vorne zu sein. Franz Puckl meint es ja wirklich gut mit seinem Preisgeld, aber die heimischen Läufer haben halt nichts davon. Gewonnen hat aber trotzdem Wyatt mit 58:59 min. - Ergebnisse hoffentlich bald unter www.bibchip.at.  

27.08.10: ILF-Triathlon. Ich arbeite ja seit 3 Monaten bei www.ilf.com in Rum. Dies ist ja ein inzwischen weltweit tätiges Planungsunternehmen hauptsächlich im Tiefbau (weltweit bereits ca. 1600 Mitarbeiter). Das Planungsbüro in Hochrum mit ca. 250 Angestellten ist im Bereich Tiefbau die Hauptstelle und traditionell sehr sozial geführt. Der ILF-Triathlon wurde gestern bereits zum 14. mal ausgetragen und besteht aus 400 m Schwimmen im Lanser See, 14,3 km Radfahren vom Lanser See über Sistrans nach Rinn und retour und aus 2 Lanser-See-Laufrunden mit insgesamt 4,1 km. Für diesen Firmenevent reisen sogar immer einige Teilnehmer aus Warschau, München und Wien an. Ich als "Nichtschwimmer" hab natürlich schon länger überlegt, ob ich mich überhaupt dieser Nichtbergauf-Veranstaltung stellen soll. Weil wir ja mit der Familie öfters im Lanser See beim Baden sind und die Radstrecke ja fast an unserem Haus vorbei führt, musste ich ja eigentlich mitmachen. Beim Start schaute ich mir die Räder der Teilnehmer an und dabei fiel mir vor allem ein richtiges Carbon-Triathlon-Geschoss auf (von Csmarits Johannes - kam extra aus Wien - Ironmanzeit heuer in Klagenfurt 9:37 h) - ob ich gegen einen richtigen guten Triathleten hier eine Chance habe und wie wird es mir in der 4. Disziplin, den Wechseln gehen? Ich muss zugeben, dass ich schon etwas nervös war. Das Schwimmen war dann ganz schön ein Kampf. Die guten Schwimmer schwimmen vorneweg und haben dann eigentlich freie Bahn. Ich bekam gleich mal einige Stöße ab und war mitten drinn im Getümmel. Wir mussten ja 3 Bahnen quer durch den See schwimmen und immer um eine Boje herum. Ich war dann heilfroh, als ich endlich (im hinteren Drittel) aus dem Wasser durfte. Neopren-Anzüge waren keine erlaubt, so haben die richtigen Triathleten so eine Art Badeanzug an gehabt, wo sie sofort auf's Rad springen und in die bereits in die Pedale eingeklingten Spezialschuhe schlüpfen und losdüsen können. Ich traute mich nicht mit der nassen Badehose Radfahren, trocknete mich vorsichtshalber ab und zog mich um - es wird wohl fast 2 Minuten gedauert haben bis ich endlich auf dem Rad saß. Es hat mir dann schon getaugt auf der mir entgegenkommenden hügeligen Radstrecke von hinten aufzuholen. Ich fuhr alles mit der großen Scheibe und kam dann ziemlich zeitgleich mit dem Zweitplatzierten Hubert Heiss am Lanser See wieder an. Über 2 min. vor mir war da nur mehr der Csmarits Johannes, auf den ich wegen meinem langsamen Wechsel beim Radfahren nichts aufholen konnte. Radschuhe runter und Laufschuhe an und los ging's. Den Wechsel vom Radfahren auf's Laufen hab ich dann auch etwas unterschätzt. Es ist ganz schön hart da einigermaßen locker zu laufen - mir haben auf jedenfall gleich mal die Oberschenkel voll gebrannt. Mein Radkumpel Christoph Schlögl hat mich ja netterweise größtenteils mit dem Rad begleitet und mich immer über den Abstand zum Führenden informiert. Ich hab zwar noch beim Laufen richtig aufholen können, aber wurde dann doch letztendlich 2. mit 52:38 min. 36 sek. hinter dem Sieger. Immerhin schafft ich die 3. beste jemals absolvierte Zeit. Es hat auf jedenfall richtig Spaß gemacht und Langeweile kommt bei so einem kurzen Triathlon nicht auf - ist vielmehr Action pur. Ein bissl geärgert hat's mich aber dann doch, dass ich bei dem Schwimm/Rad-Wechsel so viel Zeit liegen gelassen habe, da ich ja trotz meiner schwachen Schwimmleistung doch noch Siegchancen hatte. Anschließend wurde nochmal in den See gesprungen und beim Minigolf-Restaurant gegrillt und wir gingen zum gemütlichen Teil über.  

22.08.10: Aldranser Alm Hillclimb: Nach einjähriger Pause wurde nun wieder das Rennen auf die Aldranser Alm vom neu gegründeten Radverein RC Aldrans (schöne Trikots) durchgeführt. Die Strecke ging heute (wie im Jahre 2005) von Fagslung beim Beginn des Schotterweges auf die Alm und es sind dabei genau 570 hm und 5 km zurückzulegen (nach Google und AV-Karte). Für Rikki und mich ist es natürlich schon lässig, wenn direkt vor der Haustüre ein Rennen auf unserer geliebten Hausstrecke stattfindet. Ein kleiner aber erlesener Haufen von 27 Fahrern stand heuer am Start, wobei die härteste Konkurrenz für mich aus den eigenen Reihen vom RC BikePoint Ibk kam. Natürlich schade, dass überhaupt keine normalen Hobbyfahrer mehr mitmachen - die "langsamste" Zeit war 36:22 min. Nach einem wie immer etwas verhaltenem Start von mir konnte ich bei der 2. Kehre nach ca. 100 hm die Führung übernehmen. Manuel Natale ließ sich aber nicht so leicht abschütteln. Ab der Hälfte des Rennens war ich dann schon erleichtert, dass ich langsam einen Vorsprung herausfahren konnte. Nach dem ich ja seit August mein Hauptaugenmerk wieder auf's Radfahren gelegt habe, geht es mir dort immer besser. Ich fuhr mit einer Zeit von 23:08 min ins Ziel, was ich eigentlich selber nicht für möglich gehalten hätte. Die Siegerzeit vor 5 Jahren war ja von Alex Fasser mit 24:29 min, allerdings war damals der Start ca. 15 sek. weiter unten und der Weg schlechter beeinander. Für mich ist es halt schon was besonderes ein Heimrennen zu gewinnen. Die Organisatoren Armin Niederkofler und Armin Schwemberger vom RC Aldrans wollen jetzt immer das Rennen auf dieser Strecke durchführen, da bin ich natürlich schon gespannt, wieviel meine Zeit in Zukunft Wert ist. 2. wurde Manuel mit 23:53 min, 3. Bernhard Haller mit 24:24 min., 4. Marco Lengauer mit 24:33 min., 5. Christian Haas mit 24:53, 6. Uwe Tremetzberger, 7. Christian Ragg, 8. Christian Prader, 9. Martin Fritz und 10. Markus Mitterdorfer. Rikki hätte natürlich heute auch gerne gewonnen und sie fuhr mit 29:42 min. eine super Zeit, aber Patrizia Wacker hat mit 26:56 min. mal wieder einige ambitionierte Männer hinter sich gelassen. Ich hab ja schon Vorteile mit meinem geringen Gewicht, aber Patrizias Gewicht ist auch als Frau wahrscheinlich kaum unterbietbar. War heute ein super Tag und nach der Siegerehrung auf der Alm, hab ich mich noch nach Schwammerln umgeschaut und dabei ein paar schöne Steinpilze gefunden.

15.08.10: Kühtaier Bergkaiser. Eigentlich wollte ich ja die ÖM im Mountainbike Hillclimb, die ja auch heute in Kitzbühel auf den Hahnenkamm stattfand, fahren. Ich hab ja schon 2 mal bei der ÖM eine Bronzemedaillie geschafft, aber immer bei sehr steilen Strecken (Schmittentrophy und Montafon). Beim Hahnenkammrennen bin ich ja jedes Jahr dabei und es ist ja bis über die Streckenmitte hinaus nicht besonders steil und ich weiß, dass es nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke ist. Das Kühtairennen, wieder super organisiert von Frank Rietzler, ist ja für mich jedes Jahr ein Highlight - auch deshalb, weil, wenn ich Zeit für eine Rennradausfahrt habe, fahre ich ja immer am liebsten dort hinauf. Ich mag einfach die wechselnden Steigungen. Ausschlaggebend war dann auch heute als von Westen nach dem Dauerregen blauer Himmel auftauchte, Rikki ja auch beim Bergkaiser mitmachte und man ja mit dem Rad zum Start fahren kann. Das Rennen war heute sehr gut besetzt und einige die ich in Kitzbühel vermutet hätte waren auch lieber in Innsbruck. Um dem Stress bei der neutralisierten Fahrt von Innsbruck bis Kematen aus dem Weg zu gehen, bin ich heute ganz hinten richtig gemütlich bis Kematen gefahren. Eigentlich dachte ich, dass ich dann, wenn's ins Sellraintal rein geht, schon vor komme. Ich hab irgendwie geglaubt, dass sich die Siegfahrer uneinig wegen der Führungsarbeit sind und am Anfang nicht so schnell gefahren wird. Da hab ich mich aber getäuscht. Es wurde von Anfang an voll gefahren und ich bin zuerst ziemlich hinten rumgekrebst. Ich war ständig am überholen und fuhr eigentlich alles alleine - der Vorteil ist dabei für mich, dass ich immer mein ideales Tempo fahren kann. Die berüchtigte Grieser Steigung nahm ich zwischen 12 und 13 km/h, was, glaube ich, nicht so langsam ist. Ich hab dann sehr viele bekannte Radfahrer überholen können und wahrscheinlich bin ich noch selten so gut unterwegs gewesen wie heute und es hat mir voll getaugt immer abwechselnd sitzend und stehend zu fahren. Wäre interessant wenn eine Zwischenzeit in Gries genommen würde, so dass man sieht in welchem Abschnitt man Zeit verliert oder gewinnt (wäre ja bei der Chipzeitmessung wahrscheinlich kein Problem). Gewonnen hat Roman Gredler in ca. 1:28:30 h, vor dem Südtiroler Phillip Götsch. 3. wurde der Junior aus Rosenheim Felix Spensberger, 4. Bert Dekker aus Holland (schon 2. beim Ötztaler), 5. Andi Traxl, 6. Andi Ortner, 7. Wolfgang Hofmann aus Augsburg, 8. Stefan Praxmarer und 9. ich mit 1:31:17 h. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald bei www.radsportevents.com. Sicher wäre es wahrscheinlich besser gewesen, ich hätte in Kematen schon ganz vorne mitgemischt, aber ob ich bis Gries mit der Spitze mithalten hätte können, ist natürlich auch fraglich. Und natürlich weiß ich, wenn man einmal "blau" fährt, dann wird das ganze Rennen ein ziemlicher Kampf (bzw. Krampf). Rikki hat sich gegenüber letztem Jahr gewaltig gesteigert und fuhr hinter Esther Fennel (1:45:21 h) mit 1:47:41 h als 2. Dame ins Ziel. Ich bin echt stolz auf meine Rikki, sie wird allmählich eine richtige Rennfahrerin.   Heute hat wieder seit längerer Zeit Bernhard Hochreiter (www.event-moderator.com) die Rennmoderation gemacht. Er ist ja darin inzwischen Vollprofi und macht ja alle möglichen Moderationen und heute war es für ihn sicher eine kleine Sache. Das Wichtigste bei Interviews ist natürlich wie gut man die Interviewpartner kennt und er weiß wirklich über uns sehr gut bescheid - chapeau, Bernhard. 

07.08.10: 19. Sellrainer Bergrennen für Bergradler und Bergläufer: Gestern beim traditionsreichen Sellrainer Bergrennen waren wir Tiroler unter uns und damit war es so richtig familienmäßig. Seit letztem Jahr geht's ja über das alte Ziel in St. Quirin noch ca. 550 hm auf einem recht steilen Schotterweg hinaus - somit sind's nach meiner Karte insgesamt 970 hm auf ca. 8,8 km. Ich habe mich für's Biken (Teampartner Markus Holzknecht) entschieden und wir starteten zuerst. Auf der Asphaltstraße fuhren wir die ersten 250 hm zusammen, dann konnte ich mich langsam absetzen. Aber nicht weit hinter mir fuhren alte Kampfgefährten wie Peter Nimmrichter, Erich Schafferer und Alex Draxl. Durch's alte Ziel fuhr ich in genau 15:37 min. - das war ja eigentlich nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass wir mit Stollenreifen unterwegs waren (alte Siegerzeiten meist knapp unter 15 min.). Dann kam der Schotter und der war teilweise ganz schön ruppig und man rollte nicht allzu gut. Der Abstand zu Peter (Vorjahressieger mit 40:28 min.) blieb dabei meist gleich mit ca. 20 sek. Die angeschriebenen Kilometer kamen mir richtig lang vor und endlich in 40:17 min. erreichte ich das Ziel und habe dabei gerade noch den Streckenrekord geschafft. Peter 39 sek., Erich 1:10 min. und Alex 1:19 min. hinter mir (vom RC Bike Point kam Christian Ragg mit 43:47 min. als 6., Roli Striemitzer mit 44:22 als 7. und Hans Riegler mit 49:00 als 12. ins Ziel). Die ersten 3 waren somit die wirklich alten Haudegen mit den 60er Jahrgängen. Da fast alle letztes Jahr (trotz damals großer Hitze) etwas schneller waren, wird anscheinend der Weg durch den vielen Regen heuer etwas schlechter geworden sein. Rikki war leider die einzige Dame und sie fuhr in 51:09 min. ins Ziel - Rikki wird echt immer schneller. Die Läuferkonkurrenz war sehr stark besetzt mit dem österreichischen Spitzenbergläufer Simon Lechleitner sowie Matthias Scherl, Stefan Widauer und Georg Egger. Simon lief eine Bombenzeit mit 43:39, die wahrscheinlich nicht mehr so leicht zu unterbieten sein wird. 2. wurde Matthias mit 45:16 min., 3. Stefan mit 47:20 min., 4. Georg mit 47:41, 5. Thomas Rangger mit 47:57 min. und 6. Markus Mitterdorfer (RC Bike Point) mit 49:56 min. Mein Teampartner Markus Holzknecht lief als 7. in 49:56 min. ins Ziel und hat sich gleich um 6 min. verbessert. Die schnellste Dame war Rikkis Teampartnerin Regine Helfenbein-Folmann mit 1:00:08 h. Somit haben die Herren und Damen alle neue Streckenrekorde geschafft - nächstes Jahr wird das wahrscheinlich nicht mehr so leicht sein. Das Rennen und das ganze Drumherum hat gestern richtig Spaß gemacht - kein Wunder bei dem Veranstalter.

01.08.10: Harakiri-Berglauf in Mayrhofen. Dieser Berglauf gehört ja zum WMRA-Grand-Prix 2010 (quasi Weltcup-Veranstaltung) und weil er ja nicht weit weg ist, bin ich halt auch dabei gewesen. Naja 2 Rennen am Wochenende sind nicht gerade optimal - jetzt hab ich eh mal genug. Die ersten 10 Minuten sind immer eine Überwindung, doch dann läuft es beim Berglauf eh von selber. Allerdings hab ich heute bei den ersten ca. 2 flachen Kilometern schon sicher 1,5 min. Rückstand eingefangen. Dann kam ich recht gut rauf und belegte den 18. Platz. Bester Österreicher wurde als 12. Simon Lechleitner mit 56:17 min., dann kamen hintereinander noch 6 weitere Österreicher mit Alex Rieder, Markus Kröll, Alois Redl, Hannes Felder, Martin Mausser und ich mit 59:15 min. (Strecke mit 10,4 km und 1170 hm). Letzte Woche beim Schlickeralmlauf war Hannes Felder noch 1,5 min. hinter mir - naja, jede Strecke ist anders und man ist nicht jeden Tag gleich. Wenn ich die verlorenen Zeit am Anfang abziehe, kann ich eh recht zufrieden sein (sicher als guter Läufer, muss man auch in der Ebene schnell sein). Gewonnen hat der Türke Arslan Ahmet (4-facher Berglauf-Europameister) mit verdammt schnellen 50:39 min. genau 30 sek. vor Jonathan Wyatt. Die laufen echt die 10,4 Kilometer als wenn sie brettleben wären. Der Veranstalter hat heute ziemlich die weltweit schnellsten und bekanntesten Bergläufer angelockt. Aber auch die besten Österreicher waren dabei, aber der Sieger war fast 6 min. schneller. Das ist dann schon irgendwie viel, wenn man bedenkt, dass ja die besten Österreicher auch professionell trainieren und mit den Bergen vor der Haustüre optimale Bedingungen vorfinden. Dieser große Abstand rechtfertigt doch irgendwie mein eher unkonventionelles Training mit kombinierten Rad- und Bergtouren je nach Wetter und Zeit. Mit Trainingsplan und einem gezielteren Training könnte ich vielleicht noch etwas rausholen, aber gegen die sog. Weltspitze schauen wir halt immer noch ganz schön alt aus. Die Ergebnisliste gibt's unter www.mayrhofen-harakiri.com

31.07.10: Kitzbüheler Horn Berg-Radrennen und Tiroler Berg-Meisterschaft (Elite+EliteU23). Heute ist wieder die ganze Familie mit Rikkis Mama zu fünft mit 2 Rädern nach Kitz gefahren. Obwohl die Kinder heute eh schön brav waren, ist das doch ganz schön stressig. Die Kinder sind mit Rikkis Mama mit der Bahn rauf und wir standen Gott sei Dank rechtzeitig am Start (Rikki und ich waren die einzigen vom RC Bike Point). Heuer sehr viele Teilnehmer und ein starkes Feld wie sonst nie - hat vielleicht auch die Tiroler Bergmeisterschaft etwas ausgemacht. Die Anfahrt von Kitzbühel zum eigentlichen Start nach der Brücke war wie immer sehr langsam und natürlich will da jeder ganz vorne sein. Diesmal ging aber alles gut und ich bin dann heute eigentlich betont kontrolliert gestartet, weil ich ja den vorletzten Kilometer kenne mit seinen 18 bis 22%. Ist halt echt eine steile Bergstraße - auf 7,2 km macht man da ja 900 hm (hab's mit Google Earth nachgemessen). Ich holte dann so nach und nach auf, hatte aber immer wieder morgen den großen Berglauf Harakiri im Kopf. Vielleicht bin ich echt etws zu vorsichtig gestartet und letztendlich fuhr ich als Gesamtelfter mit 32:47 min. ins Ziel - bin jedoch schon mal über 1 Minuter schneller oben gewesen. Gewonnen hat Hans-Jörg Leopold aus Ostösterreich mit 30:14 min, 2. wurde Felix Spensberger mit 30:26, 3. HPO mit 30:55 min. und 4. und damit Tiroler Meister Harald Totschnig (Radland Tyrol) mit 31:26 min. 5. und 6. wurden, für mich schon etwas überraschend, zwei U23-Fahrer vom Radland Tyrol (Patrick Konrad 31:34 und Stefan Kirchmair 31:44), 7. Roman Gredler, 8. Andi Ortner, 9. Philip Götsch, 10. David Wöhrer, 11. ich, 12. Stefan Mair, 13. Klaus Steinkeller, 14. Alexander Schrangl, 15. Thomas Frauenschuh und 16. James Latimer. Bei der Tiroler Meisterschaft wird ja die Elite mit der EliteU23 gemeinsam gewertet - die ersten drei mit Totschnig, Konrad und Kirchmair kommen alle aus dem Radland Tyrol Team, 4. wurde Roman Gredler, 5. David Wöhrer und 6. ich (ohne U23-Wertung immerhin 3.). Heute waren ja außer unseren beiden Pro-Tour-Fahrern Rohregger und Denifl eigentlich die besten Bergfahrer dabei und deshalb kann ich mit dem 6. Platz ganz zufrieden sein. Hab mich dann mit einigen vom Radland Tyrol Team unterhalten und sie haben schon gemeint, dass sie profimäßige Bedingungen vorfinden. Sie waren schon bei der Österreich-Rundfahrt die beste österreichische Mannschaft und sie haben sich seit dem Beginn vor 3 Jahren sehr entwickelt. Die 4 ersten der EliteU23 sind für mich vielversprechende Talente und ich bin gespannt wie es weiter geht (natürlich Straßenradfahren ist wieder was anderes).    Rikki ist super gefahren und wurde mit 42:05 min. 4. beste von 14 teilnehmenden Frauen und wäre in der Damen-Elite-Klasse immerhin 3. geworden - hier Siegerin Jacqueline Hahn mit 40:13 min (Rikki ist heute sogar 5 sek. schneller gefahren als letzes Jahr Doris Posch). Fast ein bissl unheimlich sind jedoch die 35:46 min. von Patrizia Wacker - aber bei dieser steilen Strecke, kommt ihr natürlich ihr geringes Gewicht sehr entgegen. Ergebnisse unter www.kitzsport.at/uploads/media/Ergebnisliste_Horn2010.pdf

25.07.10: Schlickeralmlauf: Heute kommt mir der gestrige Tag wie ein Alptraum vor, da ist mir der Spaß an den Rennen vergangen. Beim Laufen ist es Gott sei Dank gleich, wenn einem etwas "übermotivierte" Teilnehmer vorne reinlaufen - es kann da nix passieren. Dachte eigentlich, dass der Schlickeralmlauf seit dem er nicht mehr Weltcupstatus hat, ein eher nationaler Lauf wird. Er war heute zwar international nicht mehr ganz so gut besetzt, aber wegen dem relativ hohen Preisgeld hat er immerhin Jonathan Wyatt und einige starke Läufe aus den östlichen Nachbarländern angelockt. Der Wettergott war heute gnädig mit uns - kein Regen und fast optimale Temperaturen (vielleicht oben mit +5° etwas zu frisch). Die Strecke ist heuer gegenüber den letzten Jahren wieder etwas länger (bzw. flacher) geworden (lt. Veranstalter um 500 m), da ein neuer Weg mit sehr vielen Serpentinen angelegt wurde (der alte Weg musste aufgelassen werden). Dieser Weg kann sogar für Leute die mit der Bahn zur Schlick2000 rauffahren mit Kinderwägen befahren werden. Man läuft also unten zuerst in Telfes eine Runde dann flach rüber nach Plöven und dann nach einem Abwärtsstück recht steil bergauf bis zum Schneekannonenspeichersee. Diesen umrundet man und läuft dann vorbei an der Schlicker Alm. Hier beginnt dann der neue Serpentinenweg bis man die letzten ca. 250 hm wieder auf die alte sehr steile Schlussstrecke trifft (über 11 km und ca. 1300 hm). Nach ca. 3 km, wo es dann richtig bergauf ging, war ich ca. an 10. Stelle. Vor der Alm konnte ich dann 2 Leute (u. a. den Vorarlberger Hannes Felder) langsam überholen. Durch die Zwischenzeit bei der Alm lief ich gemeinsam mit Mathias Scherl in genau 40 min. Ein Stück nach der Alm konnte ich nochmals an 2 Leuten (u. a. Martin Bader) vorbei zu laufen. Bis zum steilen Schlussstück war ich da 4. und der 3. war so ca. 15 sek. voraus. Leider hatte ich dann beim Steilen plötzlich kurz mal leichte Ansätze zu Krämpfen - hätte vielleicht doch unterwegs etwas trinken sollen. Hier kam Ondrej Horak von hinten, der etwas stärker war. Am Schluss ging es mir wieder besser und ich lief in 1:07:02 h als 5. ins Ziel. Gewonnen hat Jonathan in 1:00:33 h vor Robert Krubicka in 1:02:38 h und Petr Pechek in 1:06:35 h. Obwohl der 3. Platz nicht weit weg war, bin ich heute als bester Österreicher sehr zufrieden. Auch wegen gestern, wäre es wahrscheinlich am Besten ich konzentriere mich eher aufs berglaufen. Die Ergebnisliste gibt's unter www.schlickeralmlauf.com.

24.07.10: Hinterhornrennen: Heuer ist einfach bei den Radrennen der Wurm drinnen. Hab erst einmal die ganze Woche überlegt, ob ich wegen dem sonntägien Schlickeralmlauf überhaupt einen Tag davor die Hinterhorn fahren soll. Aber die Hinterhorn ist halt doch ein Klassiker und da ich ja die letzten beiden Jahre 2. geworden und 3 mal hintereinander eine 23er Zeit gefahren bin, hab ich mich doch entschlossen dabei zu sein. Als das Wetter heute so miserabel schlecht war, hab ich dann wieder überlegt. Rikki wollte auf jeden Fall fahren, so bin ich dann auch mit. Am Start hat es dann gegossen wie aus Kübeln - wieder überlegt, dann aber doch am letzten Drücker die Startunterlagen geholt. Startaufstellung ist ja seit letztem Jahr auf der Gnadenwalder Landesstraße. Man fährt dann neutralisiert die ca. 70 m bis zum Mauthäuschen, wo dann die Startfreigabe ist. Ca. 30 m vor dem Mauthäuschen, drängelte sich Jimmy Bodner an mich vorbei und fiel dann plötzlich kurz vor mir um. Ich konnte nicht ausweichen und stürzte ebenfalls (aufs Kreuz) - was für eine Scheiße. Wir haben dann die Räder kaum mehr auseinandergebracht, weil sich die Lenker ziemlich verhakt haben. Was sollte ich jetzt machen? Das Gepäck ist oben und ich stehe hier im Regen. Rikkis Begleiter ist mit unseren Kindern mit meinem Auto zum Ziel gefahren. Das Rad war anscheinend unbeschädigt, also das Beste ist wohl ich fahre auch rauf. Hier im Steileren in die Pedale rein zu kommen war dann auch nicht so leicht und unterwegs musste ich noch die schleifenden Bremsen einjustieren (werde da sicher ca. 1 bis 1:30 min verloren haben - schade, dass beim Sturz der Tacho ausgefallen ist). Mit einer ziemlichen Wut im Bauch fuhr ich dann bis zu unserem Auto ca. 30 m vorm Ziel. Unterwegs überlegte ich schon immer wieder, ob das überhaupt Sinn macht. Kurz vorm Ziel bin ich da bis zur 6. Stelle kurz hinter Christoph Kluge vorgefahren. Gewonnen hat Manuel Natale in ca. 24:10 min., kurz vor Bernhard Haller in ca. 24:25 min. und 3. wurde Christian Ragg in ca. 24:35 min. Ich hab mich oben noch ziemlich über Jimmy Bodner geärgert, warum er sich in der neutralisierten Zone bei mir vorbeidrängeln muss. Ich würde mich ja niemals trauen, an einem vorbeizufahren, dessen Hinterhornbestzeit über 10 min. besser ist als meine. Hab mich oben dann mit Jimmy wieder versöhnt, als ich erfahren habe, dass seine Kurbel abgegangen ist. Schade, dass es heute wie vor 3 Jahren keine Chipzeitmessung gegeben hat, da ja der Unfall noch vor dem eigentlichen Start war, wäre es dann sicher um den Sieg nochmals spannend geworden. So leicht wie heuer war es schon lange nicht mehr möglich die Hinterhorn zu gewinnen. Mir tut auf jedenfall jetzt ganz schön das Rückgrat weh.    Rikki ist übrigens eine 30er Zeit gefahren und das ist für eine Frau eigentlich schon richtig schnell. Allerdings ist Patrizia Wacker mit einer niedrigen 27er Zeit nur eine knappe Sekunde hinter dem Streckenrekord von Doris Posch geblieben - das ist dann schon superschnell.

18.07.10: Großglockner-Berglauf (www.großglocknerberglauf.at): Jetzt war ich auch mal dort dabei - aber hätte mir besser dieses Spektakel ersparen sollen. War eigentlich genau das Gegenteil, von meinen sonstigen Lieblingsrennen - die Strecke ist auch alles andere als optimal für mich. Der Höhenunterschied zwischen Heiligenblut und dem Ziel Franz-Josefs-Höhe beträgt rd. 1120 hm, aber nach Ausschreibung kommen fast 1500 hm zusammen (Streckenlänge nach Ausschreibung 13 km). Steil geht's immer nur ganz kurz runter, ansonsten sind diese Bergabstrecken auf schmalen Steigen ziemlich lang bzw. man läuft immer wellig dahin. Die ersten 1,5 km läuft man auf Asphalt ohne nennenswerte Steigung, dann geht's ca. 2 km eine ziemlich steile Forststraße bergauf und bis zum Ziel auf Steigen dahin, die in den vielen flachen Abschnitten nicht leicht zu laufen sind. Natürlich vom Streckenprofil (und auch sonst) das krasse Gegenteil vom Vertikal Kilometer am vergangenen Freitag. Wenn die Leute Großglockner hören, dann müssen sie anscheinend hin - es waren heute allein am Hauptlauf fast 1000 Teilnehmer. Eigentlich hat ja der Lauf mit dem Großglockner nichts zu tun - heute haben wir ihn wegen der Wolken nicht einmal gesehen. Für 60,- Euro Startgebühr kriegt man eigentlich fast nichts - wenn man wie ich die Großglockner-Hochalpenstraße nicht benützt (Starterpaket: ein billiger Müsliriegel, ein Mini-Müsli und ein Saftl, Zielverpflegung: eine alte Semmel mit etwas Käse oder Wurst oder wahlweise Suppe, ein Kuchenstück und ein Saftl sowie eine dünne Decke). Ich und viele andere wollten ca. um 12:20 Uhr dann mit den versprochenen Shuttlebussen nach Heiligenblut zurück fahren - es waren aber keine da. Gott sei Dank hat uns netterweise ein Linienbusfahrer mitgenommen. Natürlich muss ich dankbar sein, dass ich als 4. der ÖM die 60,- Euro Startgebühr nicht zahlen brauchte, aber ich glaube, die meisten haben das wohl blechen müssen (etwas weniger Gebühr, wenn man sich recht früh anmeldet). Im Zielbereich war es wegen der Musik und dem Sprecher so laut, dass es unmöglich war sich zu verständigen. Sicher ist dieser Lauf anspruchsvoll, aber große Vorteile haben Leute, die schnell im Flachen sind und es bergab krachen lassen. Es waren 5 Kenianer am Start - im Ziel waren zwischen diesen fünfen Jonathan Wyatt als 3. und der Schweizer David Schneider als 4. Der erste Österreicher war der beste österreichische Halbmarathonläufer Markus Hohenwarter als 10. mit 1:16:21 h (Siegerzeit heute 1:10:03 h), dann kam Robert Stark als 12., Markus Kröll als 13., Martin Mausser als 15., Alois Redl als 16., Thomas Summer als 17., Martin Gansterer als 18., ich als 19. in 1:21:54 h und Thomas Heigl als 20. Die Ergebnisse gibt's bereits unter www.pentek-timing.at. Naja, für so einen Oldi wie mich ist diese Zeit bei so einem Lauf ja vielleicht gar nicht so schlecht. Leider werde ich halt mit nur bergaufradeln und bergauflaufen in der Ebene immer langsamer.     Rikki war heute mal wieder gescheiter als ich. Sie ist nämlich das Tulfer-Rennradrennen in unserer Nachbargemeinde mitgefahren und hat sich sogar den Tagessieg geholt - dort hätte ich auch besser hingepasst.

16.07.10: Vertical Kilometer: Tom Scheiring hat mir folgenden Link geschickt: http://www.youtube.com/watch?v=Z2yKpOaLssY&feature=player_embedded - dieses Video ist doch ziemlich beeindruckend, oder? Unter www.dolomiteskyrace.com/percorso/index_inglese.asp las ich dann etwas genauer nach. Der Skyrun ist ein alpiner Berglauf bergauf und bergab und beim Vertical Kilometer geht's nur bergauf, allerdings brutal steil. Anscheindend finden jedes Jahr (etwas inoffizielle) Weltmeisterschaften im "Vertikal Kilometer" statt. Für mich war es schon immer interessant, wie schnell ich die 1000 hm laufend (oder gehend) schaffen kann. Die Strecke von Canazei auf 1465 m zum Crepa Neigra auf 2465 m ist nur 2,1 km lang (hab's mit Google Earth nachgemessen). Als wir bei der Hinfahrt vom Sellapass aus die Strecke sahen, wurde uns schon etwas mulmig. Da auch Stecken erlaubt sind, sind die Skitourenrennläufer prädestiniert für diese steilen Bergläufe und es waren auch die besten der Zunft heute anwesend. Alle Achtung, dass sich heute auch Jonathan Wyatt dieser Herausforderung stellte (seine Frau Confortola Antonella hat ja die letzten beiden Austragungen gewonnen). Da ich ja heuer nach der Skitourensaison nie mit Stecken unterwegs gewesen bin, hab ich schon überlegt, ob ich auch welche verwenden soll. Hab mir dann gestern bei www.sport-bartl.com noch schnell leichte Teleskopstöcke besorgt. Heute habe ich sie dann auch verwendet, aber es war meist so steil, dass man auch auf allen Vieren schnell voran kam - bei uns gibt's überhaupt nicht so steile Steige. Bin mal wieder recht zurückhaltend gestartet und leider war das überholen wegen der Stecken der anderen gar nicht so einfach. Die Strecke verlief an einem Nordosthang hinauf und war deshalb von der Morgensonne schon gerhörig aufgeheizt. Da ich nicht immer gleich überholen konnte, lief ich auch keine Gefahr meine Oberschenkel "blau" zu gehen - trotzdem schwitzte ich aus allen Poren. Mir ging es oben noch recht gut und kam dann mit 37:38 min. als gesamt-13. ins Ziel und war damit der schnellste Nicht-WM-Teilnehmer. Ich glaube, wenn man solche Strecken öfters mit Stecken trainiert wäre wahrscheinlich noch etwas mehr drinnen. Gewonnen hat (wie sollte es anders sein) Urban Zemmer in neuer "Weltrekordzeit" von 33:16 min. ganze 1:16 min. vor Nicola Golinelli, dritter wurde Manfred Reichegger. Wyatt war ohne Stecken unterwegs und wurde 5. mit 34:53 min. Die kompletten Ergebnisse gibt's bereits auf der skyrace-webseite unter Results als excel-Datei. Die ganze Veranstaltung war super organisiert und beim Startgeld war sogar ein Sportiva-Geländelaufschuh dabei. Tom Scheiring (www.sportmed-telfs.at) und mir hat das Rennen sehr getaugt und warum sollte man auch nicht mal bei uns so einen steilen Berglauf (oder besser Berggang) veranstalten - ist sicher für jeden Bergfan eine interessante Erfahrung. Unten die beiden alten Kämpfer - der Linke vielleicht etwas zu dünn, dafür der Rechte vielleicht eine Spur zu "muskulös".

 

11.07.10: Pitztal Bike Challenge: Frank Rietzler (www.radsportevents.at) hat sich ein neues Hillclimb-Rennen einfallen lassen. Dieses Rennen  von Arzl im Pitztal auf den Sechszeiger, ist wirklich eine super Idee - es ist nämlich mal ein richtig langes und abwechslungsreiches Bergaufrennen. Ich hatte vergangene Woche einen Tag Urlaub und so sind Rikki und ich die Strecke abgefahren. Die Strecke war da noch nicht ausgeschildert (weil manche Leute die Schilder und Pfeile verdrehen, ist ein markieren viele Tage vorher auch nicht recht sinnvoll) und so war es für uns gar nicht so einfach immer auf dem richtigen Weg zu sein. Es geht ja zuerst vom Pitzebach recht steil über die Ortschaft Wald bergauf und dann mit 2 Bergabpassagen immer am Hang entlang rüber zum Kaitanger (beim Probefahren hat uns sogar Benni Raich bereitwillig den Weg beschrieben). Von dort sind's dann noch ca. 900 hm rauf bis zum Sechszeiger auf 2370 m. Uns hat die Strecke mit über 1800 hm und ca. 20 km sehr gut gefallen und es ist echt mal was anderes als die üblichen Hillclimbs. Heute am Renntag dachte ich eigentlich, dass unten noch etwas gemütlicher gefahren wird, aber da hab ich mich getäuscht. Hans-Peter Obwaller, Klaus Steinkeller und Christoph Koeck gaben gleich richtig Gas und sie waren bald außer Sichtweite. Ich fuhr eigentlich meist mit Bernhard Haller, der allerdings immer bei den flacheren Abschnitten etwas schneller war. Beim finalen 900 hm Anstieg zum Gipfel, dachte ich eigentlich, dass ich Bernhard schon überholen werde. Aber leider tat er mir nicht den Gefallen langsamer zu werden. Ich hatte auch nicht die besten Reserven und so wurde ich 5. mit 1:23:10 h ca. 20 sek. hinter Bernhard. Gewonnen hat HPO mit einer super Zeit von 1:16:45 min. ca. 25 sek. vor Steinkeller und ca. 5 min. vor Christoph Koeck. Bin eigentlich nicht schlecht gefahren und somit recht zufrieden und ich weiß ja, dass ich vor allem einen Berglauf am Tag davor immer etwas spüre. Die kurze Strecke ab Keitanger gewann Marco Lengauer vor Roli Striemitzer, die sich nicht so beeilen brauchten wie wir von der langen Strecke. Es war auf jedenfall ein lässiges Rennen und die Aussicht vom Sechszeiger auf die Berge ist ohnehin großartig. Die Siegerehrung auf der Staldenalm war dann recht gemütlich. Leider haben wieder mal recht wenig mitgemacht (ca. 40 Leute). Stellvertretend für viele Rennveranstalter muss ich an dieser Stelle Frank Rietzler danken, dass er sich immer wieder die Arbeit antun, solche Rennen zu organisieren. Ich weiß inzwischen sehr gut, was dies für eine Arbeit ist (Sponsoren, Strecke, Zeitmessung, Siegerehrung) und reich werden die Veranstalter damit sicher nicht.

10.07.10: Lauf des wilden Wassers von der Tschangelair Alm zur Sulzenauhütte. Der Standort der Sulzenauhütte ist ja schon wirklich einmalig schön zwischen dem Moos und dem Sulzenauferner. Hier herauf, am vor ein paar Jahren neu errichteten WildeWasserWeg, einen richtig alpinen Lauf zu organisieren ist ja eine super Sache. Die Bezeichnung Naturerlebnislauf trifft genau zu und er fand heuer zum 3. mal statt. Es geht von der Tschangelair Alm zuerst ca. 2,5 km etwas im auf und ab die Ruetz entlang bis zum Naturwunder Grawawasserfall und dann auf einem sehr verwinkelten und schwer zu laufenden Steig zum alten Weg hinauf. Dann muss man 1 km fast eben das wunderschöne Moos entlanglaufen, bevor es steil ebenfalls teilweise über einen neuen Weg direkt am Wasserfall hinauf zur Hütte geht. Mit dem Auf und Ab unten kommen wahrscheinlich so 850 hm auf ca. 7 km zusammen. Bis zum Grawawasserfall liefen Georg Egger, Thomas Rangger, Christian Stern und ich ziemlich gemeinsam. Dann konnte ich mich langsam etwas absetzen. Der Weg wurde sehr verwinkelt mit immer wieder ganz kurzen Bergabstücken angelegt. Hier bin ich dann zwischen zwei Brettern getreten, bin hängen geblieben und schon war ich aus dem Schuh herausen. Ich bin dann gar nicht so leicht mehr in den Schuh reingekommen und so war mein Vorsprung von 20 bis 25 sek auf Georg Egger dahin. Gemeinsam sind wir weiter - aber Gott sei Dank konnte ich dann doch langsam wieder Boden gut machen. Es ist wohl einer der technisch schwierigsten Läufe die ich je mitgemacht habe. Das ist schon was anderes, als wenn man einfach eine Forststraße rauf läuft. Schlussendlich konnte ich mit 44:49 min. ca. 2 min vor Georg Egger und ca. 3 min. vor Thomas Rangger gewinnen. 4. wurde Manfred Holzer und 5. Helli Praxmarer. Vor der Hütte machten wir's uns dann richtig gemütlich und genossen den schönen Sommertag. Schade ist natürlich, dass nur 30 Leute mitgemacht haben. Ich finde, hier herauf zu laufen ist viel interessanter, als irgendwo mit dem Rad rauf zu fahren. Außerdem betrachte ich das eher als Hütten- oder Bergtour im Renntempo.  

04.07.10: Mountainrun Seefeld: Habe mir heute für diesen schönen, von Martin Mausser organisierten Berglauf, einiges vorgenommen. Am Start war auch ÖM-Sieger Alex Rieder und einige gute Deutsche. Weil mir die Strecke liegt und ich ja bei den Tiroler Meisterschaften vor Alex war, dachte ich, dass ich vielleicht sogar gewinnnen kann. Aber leider ging es mir nicht besonders gut. Vor allem unten die ersten 3 km hatte ich sehr schwere Beine und hier waren dann Alex Rieder und Steffen Übel schon ziemlich voraus. Ich konnte dann bis zur Bergstation einige Läufer vom deutschen Salomon-Team überholen, aber es war alles ziemlich schwer für mich. Das Finale ist ja dann immer der Grat rüber zur Seefelder Spitze was für mich wirklich eine der schönsten Berglaufabschnitte überhaupt darstellt. Schlussendlich wurde ich 3. in 49:14 min. Gewonnen hat Alex in 47:24 min, vor Steffen Übel in 48:48 min. Auf jeden Fall bin ich bei diesem Lauf jetzt jedes Jahr langsamer geworden (Bestzeit immerhin 46:51 min.). Naja, vielleicht macht echt das fortschreitende Alter etwas aus oder doch das Rennen vom Vortag oder etwa der Durchfall den ich heute Nacht hatte. War auf jedenfall trotzdem ein schöner Renntag, da ich ja inzwischen über die Jahre fast alle Leute kenne, die ja alle wirklich sehr sympathisch sind und wir Bergläufer sind ja irgendwie eine eigene Familie. Außerdem ist das fachsimpeln und plaudern bis zur Siegerehrung ohnehin mit das Schönste am Rennen.

03.07.10: Axamer Bergrennen: Wollte mich eigentlich für den sonntägigen Mountainrun Seefeld schonen, aber das Axamer Bergrennen mag ich ja sehr und so konnte ich es irgendwie nicht auslassen (bin nun hier schon zum 8. mal hintereinander dabei und das verbindet). In Axams habe ich mich für's Laufen entschieden, weil ich dachte, dass ich da vielleicht nicht voll laufen brauche und so einigermaßen ausgeruht am Sonntag starten kann. Um 14:00 Uhr, bei sengender Hitze sind die Läufer in Axams gestartet und ich konnte bald die Führung übernehmen. Der Abstand hat sich auch bald langsam vergrößert, aber irgendwie kann man dann ja auch nicht vom Gas gehen und so bin ich meine übliche Zeit von 35:53 min. ins Ziel, ca. 2 min. vor Tommi Rangger der richtig gut war. Die Radfahrer sind dann eine halbe Stunde nach uns gestartet und die hatten wahrscheinlich noch mehr unter der Hitze zu kämpfen als die Läufer, die ja doch viel im Wald unterwegs waren. Hier gewann unser neuer Bikepointler Manuel Natale in 29:01 min. Die anderen kamen dann jeder einzeln, ziemlich abgekämpft, so nach und nach ins Ziel. Auf meinen Teampartner Christian Ragg musste ich allerdings recht lange warten, dass es sogar um den Teamsieg nochmal spannend wurde. Wir haben es aber dann doch noch mit 25 sek. Vorsprung vor Natale/Mitterdorfer geschafft. Rikki als Radfahrerin hat sich mit unserer Nachbarin Marion Reuss gemeldet und Rikki wurde wieder mal 2. in 36:14, knapp 2 min. hinter Esther Fennel. Mit Marion hat sie aber die Frauenteamwertung klar gewonnen. Die Siegerehrung wurde dann genau in der Halbzeitpause von Deutschland gegen Argentinien gemacht und weil ja auch die Deutschen so gut gespielt haben, war es wirklich ein sehr schöner Sommertag.

26.06.10: Wattener Rennradrennen auf die Krepperhütte: Nach meiner gestrigen langen 3000 Höhenmeter-Skitour war heute das Rennen eher ein Experiment. Aber ich mag die Strecke und außerdem wollte ich meinen neuen Rennradrahmen einweihen. Naja, hätte besser das Rennen sein lassen sollen, tat mich schon ziemlich schwer. Letztes Jahr 26:09 und heute 27:41 min., das sind 1:32 min. langsamer, das ist schon viel. Insgesamt 7. Platz, Christoph Kluge und Erich Schafferer waren im Ziel einen Tick schneller. Gewonnen hat Wolfgang Hofman mit 25:11, 2 sek. vor Andreas Ortner.

20.06.10: Tiroler Meisterschaft im Berglauf von Volders auf die Naturfreundehütte. Wie die ÖM vor zwei Wochen gezeigt hat, sind ja momentan die Tiroler sehr stark im Berglauf (1. Rieder, 3. Kröll, 4. Obendorfer und 6. Lechleitner). Angekündigt haben sich außer Kröll alle schnellen Leute. Extra für die Meisterschaft hat sich das Volderer Berglaufteam eine etwas abgeänderte Strecke von Volders bis zu Naturfreundehütte überlegt. Es ging dabei 4,5 km auf Asphalt den Kleinvolderberg hinauf (fahre ich gerne mit dem Rennrad) und dann weiter auf teilw. flachen Forststraßen und Wegen über die Stiftalm zum Ziel. Für einen Berglauf ist die an sich schöne Strecke schon ziemlich flach - man macht die 830 hm auf 9,7 km. Mir war klar, dass ich hier gegen Alex Rieder, Simon Lechleitner und Matthias Scherl kaum eine Chance habe; auch mit Dietmar Rudigier habe ich gerechnet. Bei Dauerregen ging's in Volders los und Simon und Matthias übernahmen bald die Führung. Ich kam wie immer erst etwas später in Schwung und lief bei km 3,5 auf Alex Rieder auf. Ca. 30 sek. vor uns war Simon und 25 sek. Matthias. Alex und ich liefen bis ca. km 8,3 zusammen. Die Strecke war auf den oberen Wegen schon extrem matschig und wir liefen teilweise richtiggehend im Wasser. So ca. 1,5 km vor dem Ziel hatte Alex Probleme (Stechen im Schulterbereich) und ich konnte mich etwas absetzen. Bei Schneeregen auf 1370 m (und das Ende Juni) lief ich mit 46:04 min. als 3. ins Ziel, 4. Alex und 5. Dietmar Rudigier. Auf den letzten 3 Kilometern macht man ja nur mehr ca. 180 hm und hier gaben Simon und Matthias nochmal so richtig Gas. Matthias hat dann Simon zum Schluss noch mächtig unter Druck gesetzt - aber Simon konnte gerade noch einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten. Er gewann in der gewaltigen Zeit von 44:15 min., Matthias war dann 7 sek. dahinter. Am letzten Abschnitt haben die beiden auf mich über 1 min. herausgelaufen. Die kurzen Bergaufschnapper biegen die, wie beim Radfahren mit der großen Scheibe, einfach drüber. Die beiden liefen immerhin die 9,7 km in einem 13,2 km/h-Schnitt und das bei 830 hm - oder anders ausgedrückt 4,5 min/km - das ist auch im Flachen nicht gerade langsam. Ich schaffte immerhin 12,65 km/h und bin damit auch zufrieden, außerdem war ich vor Alex Rieder dem amtierenden Staatsmeister. Alex hat auch gemeint, dass die Strecke für ihn zu flach sei. Ich glaube, wenn er gewußt hätte, dass Simon und Matthias hier so schnell sein können, wäre er hier wohl nicht gestartet. Damit war der Zieleinlauf der ersten 3 exakt gleich wie im letzten Jahr. Der Lauf wurde vom Berglaufteam Volders wieder einmal perfekt organisiert und ca. 20 min. nach dem Lauf war bereits die Ergebnisliste (www.blt-volders.at) da - das war auch rekordverdächtig schnell.     Heute ist ein Artikel über mich im Sonntagsfrühstück (Tirol Panorama der Krone Zeitung). Ich hatte letzte Woche ein sehr nettes Gespräch mit dem Redakteur Gregor Jenewein - vielen Dank.

13.06.10: Halltalexpress. Muss zu allererst erwähnen, dass dieses Rennen für Bergläufer und Moutainbiker weit und breit das mit dem größten Herz und Idealismus von dem Absamer Freizeitverein "Die Wildthings" mit OK-Chef Kurz Einkemmer organisiert wird. Der erste Express fand ja 2003 statt und heute war es bereits der 8. Die Idee des Rennens war ja auch, um die 1999 von der Törl-Lawine zerstörten Herrenhäusern in den Sinn der Leute zu bringen und somit vielleicht etwas zum Wiederaufbau beizutragen. Das Rennen jedes Jahr auf die Beine zu stellen ist schon sehr viel Arbeit. Bei zweifelhaftem Wetter, wie heute, wird sogar oben ein großes Zelt aufgebaut. Gedankt wird es dem Wildthingteam durch die zahlreichen Teilnehmer (fast 250) und Zuschauer (schätze zwischen 500 und 1000). Schön ist echt, dass nicht nur die ganz Schnellen mitmachen, sondern viele einfach gaudimäßig dabei sind. Ich hab mich vor ein paar Wochen schon für's Radfahren (im Team mit Dietmar Rudigier) entschieden, aber wegen meiner guten Leistung letzte Woche bei der Berglauf-ÖM, hätte ich fast noch umdisponiert - blieb aber dann doch beim Radfahren. Nach ca. 1 km setzte ich mich an die Spitze und an meinem Hinterrad blieb Alex Draxl. Bei der Bettlwurfeck-Steigung konnte ich mich dann so 10 bis 15 sek. absetzen und dachte eigentlich, dass ich meinen Vorsprung ausbauen könnte. Ich musste aber oben dann ganz schön kleine Gänge fahren und so blieb der Abstand bis ins Ziel etwa gleich. Ich gewann also mit 26:29 min. 2. wurde Alex mit 26:41, der Manuel Natale im Ziel absprinten konnte. Wie beim Bergduathlon letzte Woche mußte ich feststellen, dass ich momentan im Radfahren nicht so stark wie im Berglauf bin. Rikki hat sich ja mit unserer Nachbarin Marion Reuss gemeldet und kam als 2. Dame mit 33:34 min. ins Ziel - eine super Zeit, wenn man bedenkt, dass die bisherige Bestzeit der vergangen Jahre 33:10 min. war. Allerdings hat heute Patricia Wacker aus Reutte eine neue gewaltige Bestzeit mit 30:48 min hingelegt. Dann kamen schon die Läufer und da ja Martin Mausser und Matthias Scherl letzte Woche bei der ÖM doch ein Stück weiter hinten waren, hatte ich eigentlich nicht so viel Bedenken, dass der Rekord von Alex Rieder und mir geknackt wird. Aber beide liefen heute gewaltig stark und Martin gewann in der neuen Bestzeit von 27:56 min., vor Matthias mit 28:14. Wäre schon interessant gewessen, was ich heute für eine Zeit gelaufen wäre. Naja, da hat mir Martin für's nächste Jahr eine verdammt schnelle Zeit vorgelegt. Der dritte Streckenrekord viel dann bei den Läuferinnen durch Lisa Reisinger mit 31:08 min. - sie ist aber immerhin deutsche Berglaufmeisterin. Oben sind dann so schätzungsweise mind. 500 Leute zusammengehockt und haben sichs gut gehen lassen. Spannend wurde dann noch die Siegerehrung wegen der Teamwertungen. Bei den Herren war Dietmar Rudigier und ich das schnellste Team in der Klasse 3 und auch gesamt. In der Damenwertung haben tatsächlich Rikki und Marion ebenfalls den 1. Platz gemacht. So war es wie in Sistrans beim Roten Aar, dass Rikki und ich jeweils das schnellste Team hatten. Für mich war es natürlich auch schön, dass ich beim Halltalexpress nach der Laufwertung nun auch mal die Radwertung gewinnen konnte.

06.06.10: Österreichische Berglaufmeisterschaft in Leogang (Asitzgipfelberglauf): Hab heute früh schon überlegt, ob es wegen meinem gestrigen Rennen überhaupt Sinn macht nach Loegang zu fahren. Gott sei Dank hat mich Dietmar Rudigier mit dem Auto mitgenommen, denn allein wäre ich wahrscheinlich nicht hin gefahren. Es waren dann alle österreichischen Bergläufer mit Rang und Namen vor Ort, weil ja die österreichische Meisterschaft bei uns die wichtigste Berglaufveranstaltung ist und die ersten 4 bis 5 dann wahrscheinlich auch in der Nationalmannschaft dabei sind. Beim gemütlichen Einlaufen bekam ich dann gleich Seitenstechen - das fängt ja schon gut an. Ich stellte mich dann ziemlich in der Mitte von den 250 Läufern auf. Ich bin ja schon immer ein langsamer Starter gewesen, aber heute kam ich überhaupt nicht in die Gänge. Nach nicht einmal 5 min. war ich dann schon über 1 min. hinter der Spitze. Die ersten 2 km gingen meist mit so 10% Steigung mit kurzen Flachstücken dahin, doch dann wurde es so richtig steil (Hohlweg). Ich kam dann auch immer besser in Schwung und war dann ständig beim Überholen. Als dann Helmut Schmuck vor mir auftauchte, dachte ich, so schlecht kannst du gar nicht sein (erfuhr später, dass Helli verletzungsbedingt einen größeren Trainingsrückstand hat). Als ich dann zu Matthias Scherl und Martin Mausser auflief (bzw. ging, da es für's Laufen zu steil war), war mein Selbstbewußtsein wieder hergestellt. Als nächstes wurde Thomas Heigl und Bernd Weberhofer (amtierender Berglaufmeister) überholt und plötzlich erblickte ich meinen Spezl aus Aldrans, Simon Lechleitner. Jetzt liefen wir wieder auf einer Forststraße und es wurde flacher. Bei der nächsten Steilpassage hörte ich, dass ich 8. sei (gibt's das?) und ich konnte auch an Simon vorbei. Dann ging es wieder auf einer Forststraße und ich konnte den Vorjahresdritten Robert Stark und einen mir Unbekannten überholen. Ich rechnete dann kurz nach - musste also eigentlich jetzt 5. sein. Ab jetzt ging es nurmehr auf ca. 2 km Länge bis zum Ziel auf Forstwegen dahin. Vor mir war dann der Vorjahreszweite Markus Hohenwarter (Halbmarathonzeit 1:04 h) aber noch weiter vorn war dann eine große Lücke. Ganz vorne konnten dann nur mehr Markus Kröll, Alex Rieder und Alois Redl sein. An Markus Hohenwarter kam ich auch noch vorbei und beim letzten Flachstück lief ich, was meine Beinchen hergaben. Und als zum Schluss noch der letzte Gipfelhang direkt genommen werden musste, wusste ich, dass ich sicher 4. werde. Hätte zu mir am Start heute jemand gesagt, dass ich 4. werde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Aber der 4. Platz ist halt nie so super, weil man knapp eine Medaillie verpasst hat. Außerdem dachte ich natürlich immer wieder daran, wie es mir ergangen wäre, hätte ich gestern das schwere Rennen nicht gemacht. Staatsmeister (nun zum 3. mal) wurde mit einem super Comeback Alex Rieder mit 49:52 min. 2. wurde Alois Redl (zum 5. mal Vizestaatsmeister) mit 50:00 min, der kurz vor Schluss noch Markus Kröll (50:23 min.) überholen konnte. Ich lag dann mit 51:26 min. schon über 1 min. hinter dem Dritten. 5. wurde Markus Hohenwarter und 6. Simon Lechleitner mit knapp unter 52 min. Ich freute mich dann immer mehr über den 4. Platz (immerhin 4. bester Österreicher), weil wahrscheinlich wäre ich ausgeruht kaum eine ganze Minute schneller gewesen. Und meine Taktik langsam anfangen und nie zu überdrehen ist eh nicht so schlecht. Ich glaube, viele die ich in der 2. Hälfte überholen konnte, liefen anfangs einen Tick zu schnell. Oben gab es dann viel zu reden und die Aussicht auf Großglockner, Venediger und Hochkönig war auch nicht schlecht. Auf jeden Fall ein gelungenes Renn-Wochenende und ich mache mir jetzt noch auf der Terrasse ein gemütliches Weizen auf. 

05.06.10: Alpenduathlon von Klausen auf's Latzfonser Kreuz: Diese Bergduathlons zusammengesetzt aus Radfahren und Laufen mache ich ja eigentlich am liebsten. Wenn man in den Bergen unterwegs ist, fährt man ja zuerst auch meist mit dem Rad und dann geht's zu Fuß weiter - eigentlich ist ja jede Bergtour ein Duathlon (oder Triathlon, wenn auch noch Klettern dabei ist). Aus diesem Grund, liegt es ja wirklich nahe solche Kombinationen in Wettkampfform zu veranstalten. Leider gibt's ja in Nordtirol nichts dergleichen (wahrscheinlich würden ja nur wenige teilnehmen, da die meisten entweder Radfahren oder Laufen). In Südtirol dagegen ist das anders, hier gibt's anscheinend noch weniger Trainingspläne und die Leute machen das auf das sie gerade Lust haben. Hier haben sich in den letzten Jahren im Bergduathlon einige sehr starke Leute hervorgetan, die wahrscheinlich österreichweit kaum zu finden sind. Dazu gehören Roland Osele aus Meran, Oswald Weißenhorn und Toni Steiner aus dem Vinschgau sowie Dario Steinacher, Michael Fischer und der noch junge aber immer stärker werdende Thomas Niederegger. Heute fand ein wirklich besonders schöner Bergduathlon statt. Obwohl ich ja eigentlich morgen bei der österreichischen Berglaufmeisterschaft fit an Start gehen wollte, musste ich bei dem herrlichen Wetter heute irgenwie doch in Klausen dabei sein - Rikki wollte auch unbedingt mitmachen (schon mal wegen dem Preisgeld). Die Strecke führt von Klausen auf asphaltierten Bergstraßen über Latzfons zum Kühhof (Radstrecke 14 km und 1027 hm) und dann wurde bis zum Latzfonser Kreuz auf 2305 m gelaufen (Laufstrecke 6,6 km und 753 hm). 5 min. vor dem Start standen natürlich alle schon startbereit und Rikki und ich mussten uns ganz hinten einreihen. Man musste mit dem Mountainbike fahren und die meisten haben glatzerte Reifen aufgezogen. Die Einzelstarter und die Staffeln starteten gemeinsam und ich musste mich die ersten Kilometer ziemlich nach vorne vor kämpfen. Bei der landschaftlich sehr schöne Stecke wechselten sich ständig steilere und flachere Abschnitte ab. Leider erreichte ich bis zum Schluss die 10 stärksten Leute (Einzel und Staffel) nicht und wechselte ca. 1,5 min nach ihnen die Rad- mit den Laufschuhen. Beim Laufen ging es mir ganz gut, auch hier waren viele Flachstücke dabei und ich hatte immer wieder Angst wegen Krämpfe. Am Schluss konnte ich noch etwas zulegen und kam dann bis auf 5 sek. mit einer 1h-26er-Zeit auf den Gesamtdritten Oswald Weißenhorn heran. Gewonnen hat den Einzelwettbewerb Thomas Niederegger mit neuem (Fabel-)Streckenrekord von 1h-23min, 2. wurde Roland Osele ca. 40 sek. vor mir. 5. wurde Dario Steinacher - wen es interessiert, die Ergebnisliste gibt's bald unter www.alpenduathlon.com. Roland und Oswald sind ja 70iger Jahrgänge und somit auch garade in meiner 40iger Klasse, so wurde ich in der Klasse auch nur 3, was mir wegen dem nach Klassen vergebenen Preisgeld schon zu Anfang etwas weh tat. Ich wurde aber bald wieder aufgeheitert, als Rikki tatsächlich bei den Damen als Gesamtzweite in 1h 55 min. daher kam. Sie war damit sogar schneller als die Frauen der vergangenen Rennen. Oben haben wir dann die super Aussicht auf die Dolomiten (vor allem Langkofel, Sella und Geislerspitzen) genossen und weil wir ein Fan von Südtirol und seinen Menschen sind, haben wir uns gedacht, wir sollten vielleicht doch mal dort hin ziehen.

23. u. 24.04.10: Der österreichische (tiroler) Radsportverband mit Harald Baumann (Union Steinmayr Radweltpokal) hat sich eine neue Rennserie einfallen lassen. Man hat zum Hungerburgrennen noch zwei neue Bergsprints ausgeschrieben, der sog. Achensee Classic Bergsprint (von Jenbach die Kasbachstraße hinauf nach Maurach) am Freitag und der Alpbachtal Classic Bergsprint (von Brixlegg bis zum Congresszentrum in Alpbach) am Samstag. Heute Sonntag findet das Hungerburgrennen statt. Über diese 3 Rennen wird dann auch ein Gesamtsieger ermittelt. Da diese Rennen ÖRV-gemäß als Eliterennen mit Preisgeldern ausgeschrieben wurden, waren natürlich viele bekannte Bergfahrer aus Österreich, Bayern und Südtirol dabei. Ich bin ja eigentlich noch nie so früh Radrennen gefahren, aber irgendwie wollte ich mich dann doch auf diesen neuen Rennstrecken Kasbach und Alpbachtal mit den richtigen Straßenradfahrern messen. Ich dachte, dass ich meine gute Form vom Skitourengehen mit auf's Rad nehmen kann. Beim steilen Kasbachrennen konnte ich noch einigermaßen mithalten und belegte den 12. Gesamtrang unter den Elite- und Amateurfahrern (7. bei den Elitefahrern), aber beim Alpbachrennen hatte ich bei der ca. 8 km langen recht flachen Anfahrt bis es ca. 1,5 km vorm Ziel endlich steiler wurde, keine Chance. Bei den Elite- und Amateurfahrern wurde gleich zu Anfang voll weggebolzt und da konnte ich mit meinem Skitourentraining einfach nicht mithalten. Ich fuhr dann ganz hinten alles alleine und konnte zwar nach und nach einzelne Fahrer überholen und war eigentlich dann ganz froh als es endlich nach ca. 8,5 km steiler bergauf ging. Am Schluss belegte ich den 14. Eliterang und 22. Gesamtrang. Naja, für mich waren die Rennen letztendlich ein gutes Training und ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher. In der Ergebnisliste habe ich gerade gesehen, dass ich am Schluss anscheinend gar nicht so schlecht gefahren bin - vielleicht gehöre ich ja doch noch nicht zum alten Eisen.                  Rikki ist ja alle 3 Rennen gefahren. Sie ist ja heuer auch noch kaum auf dem Rad gehockt, kann aber anscheindend die Skitouren ganz gut umsetzen. Schön war es natürlich für die Frauen, dass sie immer ihr eigenes Rennen machen konnten und nicht mit den Männern starten brauchten. Beim Kasbachrennen hat Rikki oben die Zielkurve übersehen und musste nochmal zurück, wurde aber trotzdem sichere zweite. Beim Alpbachrennen fuhren die 6 schnellsten Damen geschlossen bis zur Steigung 1,5 km vorm Ziel. Hier belegte sie dann den 5. Platz mit einer beachtlichen Zeit von 29:14 min. (ich brauchte immerhin auch 23:51 min.). Überrascht hat sie mich dann wirklich beim Hungerburgrennen. Hier fuhren die Schnellsten zusammen bis zum Höttinger Steinbruch und Rikki wurde am Schluss 6. mit einer super Zeit von 12:07 min. mit nur 39 sek. hinter der Siegerin Jacqueline Hahn, die den Zielsprint für sich entschied. Wenn Rikki heuer so richtig ins Radfahren rein kommt, dann glaube ich, könnte sie vielleicht den vorderen Damen gefährlich werden.

13.03.10: Glungezer Rennen: Ein kleiner aber ganz sympathischer Haufen hat sich heute wieder kurz oberhalb der Tulfer Hütte eingefunden. Es ist ja wirklich eine schöne Strecke mit ca. 70 % Piste (wenig los) und 30 % Gelände und mit immerhin 2610 m Zielhöhe eines der am weitest hinaufführenden Rennen in Österreich. Obwohl Konni Gatt die Vorankündigung schon lange zur TT geschickt hat und öfters angerufen hat, wurde sie erst heute am Renntag in die Zeitung gesetzt. Naja, so ist halt unsere TT, am hohen Ross sitzende Redakteure, die keine Ahnung haben, was in diesen, bei uns von fast Jedermann ausgeführten Bergsportarten von ein paar sehr talentierten Sportlern für Leistungen erzielt werden. Im Berg- und Skibergsteigen, Tourenrennen, Alpinklettern, Berglauf, Hillclimb mit Rennrad und Mountainbike oder auch das Abfahren im freien Gelände wie bei der Wildsaustaffel lässt sich kein Geld verdienen - aber gerade deshalb wird hier sauberer Sport geboten und darum hätten diese Sportarten gerade in einem Bergland wie Tirol auch medial mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Leistungen sind nicht geringer, als bei den olympischen Sportarten - man braucht nur die sportmedizinischen Leistungstests vergleichen. Leider ist es halt so, dass ich noch keinen Zeitungsredakteur kennen gelernt habe, der sich bergsteigerisch auskennt - und das bei uns im Bergland schlechthin, das ist wirklich traurig. Nur ein bergerfahrener Mann, der auch vom Rennsport eine Ahnung hat, kann seriöse Artikel über die alpinistischen Leistungen einiger hiesiger Ausnahmebergsteiger oder über die Leistungen in der (Berg)rennsportszene schreiben. Solche kompetenten Artikel würden das Niveau des Blattes sicher um einiges aufwerten (gute politische Beiträge können ja auch nur von politisch versierten Journalisten geschrieben werden). Aber jetzt zum Rennen: Die Kunst war heute das richtige Fell zu erwischen. Der ein Tag alte Neuschnee und die Kälte machten die Piste ziemlich stumpf. Ich setzte mich bald an die Spitze, konnte aber Bernhard Haller nicht abschütteln, irgendwie lief das Fell einfach nicht richtig. Bernhard ist heuer nach einem leichten Durchhänger in sehr guter Form und bei den Flachstücken war er einfach schneller - der "alte Fuchs" hatte wohl ein sehr gutes Fell. Auf jeden Fall konnte ich mich erst oben in der letzten Viertelstunde allmählich besser absetzen. Heute ging es nicht wie letztes Jahr zur Glungezer Hütte sondern rauf auf's Joch, was m. E. so 15 sek. länger dauert. Ins Ziel lief ich mit 59:20 min. nochmal um 19 Sekunden schneller als letztes Jahr und kann somit sehr zufrieden sein. Aber bei schnelleren Verhältnissen, wäre sicher noch mehr möglich gewesen. Christian Ragg wurde 3. und er hat auch immer die beste Skitouren-Rennform, wenn die Rennen schon fast vorüber sind. Bei den Frauen gewann, wie sollte es anders sein, Anita Vogelsberger in 1:11:02 h und wenn man bedenkt, dass sie schon 52 Jahre alt ist, dann ist das schon sehr außergewöhnlich. Rikki, meine Frau, wurde 2. in 1:22.36 h und ich glaube, an dieser Zeit würden sich die meisten Tourengeher die Zähne ausbeissen. Oben auf der Glungezer Hütte war es wieder richtig gemütlich und die Siegerehrung von Konni Gatt auf Halsmarter ist dann auch immer sehr lustig. Wen es interessiert, hier die Ergebnisse der Einzelstarter (den Staffelwettbewerb mit 6 Zweierteams habe ich nicht gescannt).

08.03.10: Die Wildsaustaffel war wieder ein absolutes Saisonhighlight und gestern sind noch ein recht großer Haufen der vorderen Teams bis Mitternacht beim Melmer in Praxmar zusammengehockt und haben einen ereignisreichen Tag analysiert und gefeiert. Aber jetzt von Anfang an erzählt: Nach der samstäglichen Schlechtwetterfront, war es natürlich fraglich, ob das Rennen überhaupt stattfinden kann und vor allem ob der Zischgeles dabei ist. Doch am Sonntag kündigte sich dann ein strahlender Tag an und die Lawinengefahr hat sich durch die 10 bis 20 cm dicke Neuschneeauflage kaum erhöht - der Zischgeles war also dabei. Am Sonntag morgen erfuhr ich dann, dass Stefan Widauer krankheitsbedingt ausfällt und dafür Martin Bader kurzfristig einspringt. Da wußten wir dann schon, dass das Rennteam-Alpbachtal-Team ganz schwer zu schlagen sein wird. Nach dem Start auf die Lampsen setzte sich bald Martin ab und war mit 49:56 min als erster oben. Unser Mann Roberto DeSimone war mit ziemlich genau 2 min. Rückstand als 3 am Joch. Der "wahnsinnige" Abfahrer von den Alpbachtalern Andreas Lindtner holte aber dann gegenüber unserem Abfahrer Daniel Klingenschmid nochmals 2 min. heraus (Zeit: 3:22 min?!). Der Linie von Andreas Lintner ist wirklich keiner gewachsen, das musste auch Daniel nach 2 Stürzen einsehen. Obwohl er die Ski erst wieder oben holen musste, schaffte es es trotzdem in 5:22 min bis zu mir zur Übergabe. Ich startete dann als 5. mit ziemich genau 4 min. Rückstand auf Manfred Holzer. Wesentlich näher vor mir waren Bernhard Haller vom Sportmed-Telfs-Team-2, Jörg Randl vom Sportpele-Team und Helli Ostermann vom Alpbachtal-Rennteam-2. Für mich war natürlich klar, dass ich zu Manfred nicht mehr hinkomme, aber ein Stockerlplatz war ja noch drinnen. Auch wusste ich, dass Jörg Randl sich auf heuer gewaltig gesteigert hat und mit dem 3. Platz bei den österreichischen Meisterschaften im Skitourenaufstieg aufhorchen hat lassen (ich wurde ja dort 6.). Bald konnte ich Helli einholen, aber bei Bernhard konnte ich erst nach ca. 25 min. langsam vorbei gehen. Dann war es nur mehr der "Zweikampf" zwischen Jörg und mir. Der Abstand  blieb eigentlich fast immer gleich, aber am Schluss konnte ich ein bisschen aufholen und oben am Zischgelesjoch wusste ich dann schon, dass wir beide sehr schnell oben waren und der Streckenrekord geknackt sein dürfte. Manfred war auch sehr schnell und ca. 2:30 min vor mir oben, so dass sein Abfahrer Peter Gruber es "ruhig" angehen konnte und einen sicheren Sieg mit neuem Staffelstreckenrekord von 1:49:45 h einfuhr. Spannender wurde es dann um den 2. Platz. Der Abfahrer von Jörg, Andreas Baumgartner konnte ca. 30 sek. früher als unser Abfahrer Rene Lanthaler starten. Der erst 18-jährige Rene ist wirklich ein außergewöhnlicher Skifahrer aber gegen den "alten Fuchs" Andreas Baumgartner der ja bald jeden Mugel am Zischi kennt, ist es natürlich ganz schwer 30 sek. aufzuholen, vor allem da ja Rene überhaupt zum ersten mal hier hinunter fuhr. So kam es dann wie es fast kommen musste - auch Rene baute einen Sturz. Er fand dann aber bald wieder seinen Ski und so konnte er noch den 3. Platz kurz vor dem Sportmed-Telfs-Team2 heimfahren. Ein außergewöhnliches Rennen war damit zu Ende und sicher hat wieder die stärkste und ausgeglichenste Mannschaft gewonnen. Ich wusste ja allerdings vom Rennausgang noch nichts, da ich oben noch gemütlich auf den Zischgelesgipfel ging - für mich natürlich ein absolutes Muss, da Rikki und ich uns dort oben 1997 kennengelernt haben. Das Frauenteam RC Bike-Point Innsbruck Damenteam mit Rikki wurde übrigens ebenfalls 3. Sicher, es sind nur 3 Frauenteams angetreten, aber alle 4 von Rikkis Team nahmen zum erstenmal bei der Staffel teil und man muss natürlich immer erst einmal Lehrgeld zahlen und Rikkis Zeit von 1:11 h auf die Lampsen kann sich ja sehen lassen. Unten erfuhr ich dann, dass Jörg und ich die exakt gleiche Zeit auf die Zischgelesscharte mit 51:00 min. gegangen sind - eigentlich unglaublich, weil wir ja zeitversetzt gestartet sind. Weil ich mich unten und oben bei der Bandübergabe ziemlich blöd angestellt habe (eigentlich müsste ich es ja inzwischen wissen), wusste ich natürlich gleich, wo ich die Sekunden liegen gelassen habe. Ich wurde zwar dann als Schnellster geehrt, da ich eine Zentelsekunde schneller als Jörg war (so steht's ja auch bei der Zeitdifferenz in der Ergebnisliste), aber in der TT stand dann Jörg als Schnellster drinnen. Es ist natürlich ein Blödsinn hier nach den Zentelsekunden zu suchen - Jörg und ich sind beide gleich schnell gewesen und wir sind sehr stolz darauf, den Streckenrekord von Verbnjak für die 1185 hm im alpinen Gelände bis auf das 2870 m hohe Zischgelesjoch um 33 sek. unterboten zu haben. An dieser Stelle ein großer Dank an die Veranstalter und die vielen freiwilligen Helfer der Wildsaustaffel und wir freuen uns schon wieder auf's nächste Jahr.

03.03.10: Die 12. Wildsaustaffel steht am Sonntag den 7. März an und die Spannung steigt bereits. Für mich und für viele andere sicher auch wieder einmal ein Höhepunkt der Rennsaison. Seit diesem Winter hat sich ja das Sportmed-Telfs/Sport-Bartl-Team neu formiert und deshalb wollten wir natürlich eine entsprechend starke Truppe zusammenstellen. Nach einigem hin und her wegen der Teamkonstellationen haben wir uns dann entschlossen ein zusätzliches Team zu finden, um die Wildsau noch spannender zu machen. Und ich glaube, wir haben mit mir und dem Südtiroler Roberto DeSimone (aus Gossensass, seine Mutter ist aus Thaur und deshalb hat Roberto auch die österreichische Staatsbürgerschaft), seinem Abfahrer-Freund Rene Lanthaler (ebenfalls Südtiroler - Vater ist Hüttenwirt der Geraer Hütte unterm Fußstein) und dem 2. Abfahrer Daniel Klingenschmid aus Volders eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Das zweite Sportmed-Telfs-Team besteht wie letztes Jahr aus den 4 Oberperfern Christian Ragg und Bernhard Haller mit den beiden Abfahrern Florian Ragg und Gregor Gruber. Unsere stärksten Konkurrenten werden wie letztes Jahr die beiden Aufsteiger Reinhard Hurt und Jörg Randl mit den Abfahrern Florian Falkner und Andreas Baumgartner (Sport-Pele-Team) und das Alpbachtal-Team mit Stefan Widauer, Manfred Holzer und den Abfahrern Andreas Lintner und Peter Gruber sein. Wir wissen aber nicht, ob sich vielleicht noch ein Team aus Deutschland oder aus dem östlicheren Österreich angemeldet hat. Heute haben wir uns in Praxmar getroffen, um endlich einmal die Verhältnisse zu begutachten. Ich hab mir dann auch noch den Zischi angeschaut. Beide Berge sind fast pistenmäßig eingefahren und ziemlich hart und bucklig. Für die Aufsteiger kein Problem, aber für die Abfahrer ist's momentan ziemlich anstrengend, weil man halt einfach viel Kraft zum bremsen braucht, da man sonst zu schnell für die Buckel wird. Ca. 10 bis 20 cm locker gefallener Neuschnee wären da schon recht. Da nicht nur die Lampsen sondern auch der Zischgeles diesen Winter schon viel begangen wurde, sind die Verhältnisse m. E. bei den normalen Routen "bombensicher". Auch bei etwas (lockeren) Neuschnee sehe ich eigentlich keinen Grund, den Zischi nicht mit einzubeziehen und wie z. B. letztes Jahr 2 mal auf die Lampsen zu gehen. 2 mal Lampsen ist halt echt gefährlich, wenn die 2. Aufsteiger öfters die Abfahrtsroute kreuzen. Auch die Abfahrer sind der Meinung, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass da bisher noch nichts passiert ist. Also wir alle hoffen auf etwas Neuschnee und am Sonntag auf einen einigermaßen sonnigen Tag, dann wird wohl wieder einem spannenden Wettkampf auf der Originalstrecke nichts mehr im Wege stehen.                       05.03.10: Jetzt haben wir es geschafft ein Frauenteam zusammenzustellen. Unter dem Namen RC Bike-Point Innsbruck Damenteam startet meine Frau Rikki mit unserer Nachbarin Marion Reuß als Aufsteigerinnen und die Abfahrerinnen heißen Karin Nagiller aus Hötting (fährt von der Lampsen mit dem Snowboard) und Silvia Enemoser aus Huben im Ötztal. Es haben sich anscheinend heuer 3 Frauenteams gemeldet und ich bin gespannt, wie sich unser Damen-Bike-Point-Team schlägt. Bei uns steht selbstverständlich der Spaß im Vordergrund - aber vielleicht sind sie ja für eine Überraschung gut. Bei der Teamwertung über 180 Jahre wird es wohl zum Zweikampf zwischen dem Sportmed-Tefls/Sport-Bartl-Team (Aufsteiger: Helli Praxmarer und Mario Herburger, Abfahrer: Markus Kofler und Trenkwalder Ernst) und dem SC-Alpbach-Team mit den beiden Aufsteigern Othmar Leo und Theo Unterrader kommen. 

05.02.10: Gitschberg-Rennen in Südtirol: Gestern Abend sind wir zu sechst vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (Tom Scheiring, Raimund Vogelsberger, Mario Herburger, Christian Ragg, Roli Striemitzer und ich nach Meransen am Eingang vom Pustertal gefahren (Reini Hurt, Wolfgang Meister und Gerri Köb waren auch dabei). Inzwischen mag ich ja die Rennen am Freitagabend ganz gern, weil man ja dann noch das ganze Wochenende vor sich hat und es oben auf der Hütte bei der Siegerehrung immer ganz lustig ist. Natürlich sind das reine Pistenrennen, aber was anderes ist ja meist bei den Wetter- und Lawinenverhältnissen im Hochwinter eh nicht möglich. Es ging von Meransen auf 1400 m bis zur Gitschhütte auf 2210 m. Im Süden hat's gestern geschneit, so dass es im Gegensatz zu uns richtig winterlich war. Die Strecke ist ca. 15 min. sehr flach - dort fiel es mir nicht einmal so schwer diesen Abschnitt mehr oder weniger im Laufschritt hinter mich zu bringen. Dann wo es steiler wurde konnte ich langsam so weit vorgehen, dass nur mehr 2 Lampen (allerdings ein gehöriges Stück) vor mir waren. Da fragte ich mich dann schon, ob Urban Zemmer heute so langsam ist oder ob er schon so weit voraus ist, dass ich nicht mal seine Lampe sehe. Natürlich war dann zweiteres der Fall - Urban machte trotz der wegen dem Neuschnee langsameren Verhältnisse einen neuen Streckenrekord von 36:47 min., 2. wurde Ivo Zulian mit 39:24 min., 3. Dario Steinacher mit 39:37 min. und 4. ich mit 40:40 min. Bin mit meinem Rennen echt zufrieden - konnte auch bei den Flachstücken einigermaßen mithalten. Natürlich im Vergleich zu Zemmer bin ich eine lahme Ente, aber nur ca. 1 min. hinter Zulian und Steinacher, die ja auch keine Nasenbohrer sind, ist dann doch nicht so schlecht. Der Urban ist ja wirklich unglaublich - er ist heuer nochmal ein Stück schneller geworden. Im Aufstieg ist er halt einfach der Schnellste, da haben auch schon Weltcupsieger das Nachsehen gehabt. Ich glaube, seit 5 Jahren hat er jedes Skitourenaufstiegsrennen gewonnen, bei dem er angetreten ist und nahezu bei jedem neuen Streckenrekord aufgestellt (inzwischen unterbietet er ja eh nur seine eigenen). Um auf alle anderen Nordtiroler genauer einzugen, würde hier zu weit führen - am besten man schaut sich die Ergebnisse unter www.gitschhuette.com oder www.zkgvintl.info an. Auf jeden Fall war es wieder ein schöner Ausflug, weil ja die sympathischen Südtiroler einfach schöne bodenständige Rennen ohne viel Event und Show machen.

23.01.10: Champ or Cramp in Kärnten: Wie letztes Jahr wurden bei diesem Rennen heute die österreichischen Meisterschaften im Skitouren-Aufstieg ausgetragen. Das Besondere bei diesem Rennen ist ja, dass es dabei die längste schwarze Abfahrtspiste in Österreich (oder sogar alpenweit) mit rd. 1500 hm hinauf geht. Wir vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (die Fam. Vogelsberger (Raimund, Anita, Stefan), Christian Ragg, Roli Striemitzer und ich) fahren ja eigentlich nicht so weit zu den Rennen, aber dieses wollten wir uns dann doch einmal anschauen. Und so sind wir 6 mit Raimunds VW-Bus am Vorabend hingefahren. Unsere Unterkunft konnte man dann nicht gerade als Luxus-Sweet bezeichnen - aber ein Bett und fließendes Wasser war immerhin im Zimmer. Am nächsten Morgen bei der Startnummernausgabe hörten wir dann, dass es abschnittsweise so steil sein soll, dass viele sogar die Ski ausziehen und ca. die Hälfte mit Harscheisen gehen. Als ich am Start die steile Rampe zu Beginn sah, dachte ich nur, auf was habe ich mich da eingelassen - wäre ich blos daheim geblieben und hätte eine schöne Tour gemacht. Ich startete etwas eingeschüchtert unter den ca. 180 Teilnehmern wieder im hinteren Drittel und kam eigentlich dann doch ganz gut rauf. Die Piste war nicht vereist und die Verhältnisse optimal. Es wechselten ständig sausteile Rampen mit flacheren Passagen ab. Im Laufe des Rennens ging es mir immer besser und ich konnte recht viele Leute überholen. Bei den Rampen musste man natürlich immer sehr viel die Arme einsetzen. Insgesamt konnte ich mit meinen Ärmchen auch zufrieden sein - aber sicher wäre es von Vorteil gewesen, man hätte seine Arme vorab darauf vorbereitet. Österreichischer Meister wurde Hans Wieland mit neuem Streckenrekord von 1:00:07 h, 2. der Vorjahressieger nur 12 sek. dahinter Alex Fasser und 3. der immer schneller werdende Jörg Randl mit 1:00:56 h. 4. wurde der Südtiroler Paul Innerhofer, die Plätze 5. bis 7. wurden fast zeitgleich von Martin Bader, Tockner Andreas (Hobbyklasse) und Heinz Verbnjak mit 1:02:39 belegt. 8. wurde ein Slowene und 9. ich mit 1:04:18 h. In der Gesamtwertung der österreichischen Meisterschaft  ohne den Südtiroler und Slowenen habe ich immerhin einen 7. Platz geschafft und wenn man bedenkt, dass eigentlich alle Vorderen inzwischen den ca. 700 g/Paar leichteren Vollcarbonschuh besitzen, so kann ich mit meinem Ergebnis recht zufrieden sein. Die Siegerehrung war dann auch gut gemacht und für uns vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team war es ein schöner Ausflug. Nicht zuletzt, da es ja zu sechst im VW-Bus ziemlich lustig zugegangen ist. Übrigens haben wir auch einen österreichischen Meistertitel mit nach Hause genommen - Anita Vogelsberger hat wieder einmal ihre Klasse aufgezeigt und hat ihn bei den Profi-Damen-Master gewonnen. In der Mannschaftswertung wurden wir 4. Wenn ich einige Monate älter wäre, so wäre ich in die Masterswertung gekommen und hätte Reini Hurt seinen ÖM-Master-Titel weggeschnappt. Bei Christian sind locker noch 3 Minuten drin, da er erst eine Verkühlung hinter sich hat und Striemi wird immer schneller. Die Ergebnisse gibt's bereits auf www.astc.at unter dem Rennbericht von Champ or Cramp.

08.01.10: Rofanaufstieg: Früher war ja der Rofanaufstieg der erste richtige Skitourenrenntest - aber seit ein paar Jahren finden ja die ersten Rennen bereits im alten Jahr statt und scheinbar sind die meisten Tourenläufer schon mitten im Rennfieber. Gut, dass es auch im Unterland ein paar Zentimenter geschneit hat, so war das Eis auf dem Ziehweg so ziemlich überdeckt und die Verhältnis waren recht gut. Zum letzten mal habe ich beim Rofanaufstieg 2006 mitgemacht, aber diesmal kam mir der Ziehweg schon besonders lang vor. Es sind sicher über 4 km, die man hier erst mal hinter sich bringen muss. Die Streckendaten nach der AV-Karte sind: Start auf 1020 m, Ende Ziehweg auf 1500 m, höchster Punkt auf 1900 m und Ziel auf 1830 m - also insgesamt 880 hm. Der Start war heute ca. 70 Längenmeter weiter oben, dafür ging es oben vor der Fellabfahrt ein flacheres Stück weiter hinauf und so sind die Zeiten sehr gut mit den früheren zu vergleichen. Ich habe gerade eine Verkühlung so ziemlich überstanden und leider hat sich nach einer stressigen Woche Kopfweh eingestellt und so war ich alles andere als besonders motiviert. Nach den vielen Sommerrennen braucht's bei mir immer eine Zeit bis ich wieder die Rennen als "sinnvoll" betrachte. Die Schneesituation der letzten Wochen und die kalten Temperaturen erlauben natürlich auch keine schönen Bergaktivitäten. Ich stellte mich am Start fast ganz hinten hin und dann wurde losgestürmt. Der Sieger stand mit Friedl Mair aus Südtirol eigentlich schon am Start fest und er ließ auch nichts anbrennen. Er unterbot den alten Streckenrekord vom Mandl Fred gleich um ca. 40 sek. und erreichte das Ziel in 39:31 min. Dies ist schon eine Bombenzeit, wenn man bedenkt welche Kaliber doch früher beim Rofanaustieg immer dabei waren. Zweiter wurde ein heuer sehr starker Jörg Randl in ca. 41:05 min, 3. ein ebenfalls sehr schneller Stefan Widauer mit ca. 41:48 min. und 4. der Südtiroler DeSimoni mit 42:28 min, der kurz vor mir ins Ziel lief. Ich tat mich auf dem Ziehweg schon ziemlich hart, hier wusste ich nicht soll ich normal gehen oder eher laufen - oben dann ging es mir besser. Auch im Skitourenrennsport gibt es immer mehr Speziallisten, die sich im Sommer und Herbst auf die Winterrennsaison vorbereiten. Insgesamt kann ich aber mit meiner Leistung zufrieden sein. Die 40er Klasse konnte ich gewinnen und stand mit den Skitourenurgesteinen Reini Hurt und Bernhard Haller am Stockerl. In der Mannschaftswertung wurden wir vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (mit Bernhard Haller und Helli Praxmarer) dritte. Ergebnisse sind auf der Seite von Stefan Widauer unter: http://skitourencup.at bereits online.

Rennen 2009

13.12.09: Kolsassbergrun: 150 Teilnehmer bei einem Berglauf und das im Winter, davon können fast alle normalen Sommerbergläufe in Österreich nur träumen. Einen wesentlichen Anteil daran hat wohl Hauptorganisator Franz Stöckl. Er kennt fast von allen Leuten die erbrachten Leistungen des abgelaufenen Jahres und das nicht nur beim Berglaufen. Durch ihn wird sicher der Berglauf wieder populärer in Tirol. Man muss auch sagen, dass die ganzen Gemeinden um Kolsass viel für die Bergrennen (Berglauf, Radrennen und Skitourenrennen) übrig haben und es wäre schön, wenn sich andere Gemeinden "anstecken" lassen würden. Mein Selbstvertrauen hat heute nach meinem Test vor 2 Wochen wieder einen kleinen Knacks erhalten. Aber vielleicht hab's ich ja auch mit den doch recht schweren Skitouren am Freitag und Samstag etwas übertrieben. Ich kam als 10. mit 26:24 min. ins Ziel und obwohl ich letztes Jahr ziemlich verkühlt war, brauchte ich heute 31 sek. länger. Die Bedingungen waren heute so ähnlich wie die letzten Jahre - unten 0° und oben -4°. Gewonnen hat standesgemäß Jonathan Wyatt in 23:58 min., ca. 30 sek. vor Hannes Runger und dann als 3. Edi Lahner (beide aus Südtirol). Bester Österreicher wurde als 8. der neue Berglaufreferent Helmut Schmuck mit 26:10 min., kurz vor dem heute sehr starken Dietmar Rudiger, der mich vorm Ziel noch übersprintet hat. Bei den Damen gewann die Südtirolerin Renate Runger mit 27:15 min., vor Andrea Mayr, die allerdings wegen ihrem Schlüsselbeinbruch einen Arm in einer Schlinge hatte. Nach meiner guten Radzeit auf annähernd gleicher Strecke beim Kolsassberg-Classic mit 20:53 min. war es eigentlich klar, dass ich wieder die Kombiwertung gewinnen würde. Meine Kombizeit von 47:17 min. ist neue Bestzeit und ich glaube, dass sie nicht mehr so leicht unterboten werden kann. Super war natürlich, dass meine Frau Rikki mit einer Laufzeit von 35:35 min. den Kolsassberg-Champion bei den Frauen holte und so war diese Wertung hauptsächlich eine Angelegenheit der Familie Obendorfer.

27.11.09: Leistungstest bei Sportmed-Telfs (Thomas Scheiring). Ich habe mich jetzt doch durchgerungen einen größeren Leistungstest mit Laktatmessung und Ermittlung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit (vo2max) machen zu lassen (Spiroergometrie). Bei mir, als über 40-jährigen, ist dies ja auch aus gesundheitlichen Gründen nicht schlecht. Vergangenen Freitag sind Roli Striemitzer, Thomas Juen, Christian Ragg und ich zu Tom Scheiring nach Telfs (Ärztehaus II, gleich bei Autobahnausfahrt Telfs West) gefahren, um uns durchchecken zu lassen. Für uns 4 war es der erste richtige Leistungstest und darum waren wir alle gespannt, wie lange wir uns auf der „Maschine“ halten können.
Tom Scheiring ist ja in erster Linie Sportarzt und dementsprechend top ausgerüstet. Er selbst ist ein leidenschaftlicher Sportler (z. B. Ironman) und er nimmt sich die Zeit, um die Ergebnisse gut zu erläutern. Auch sieht er sofort, ob richtig trainiert wird. Er hat ja vor ca. 2 Jahren seinen Skitouren-Leistungstest bei Tirol Heute vorgestellt. Man geht dabei mit Gewichten an den Füßen (Simulation der Ski) und Händen (Simulation der Stecken) auf einem Laufband. Dabei wird die Steigung des Laufbandes bei einer konstanten Geschwindigkeit von 7 km/h alle 60 sek. um 1,5 % erhöht. Wer dann bei 24 % immer noch nicht abgeworfen wird, bei dem wird dann die Geschwindigkeit in 0,5 km/h-Sprüngen gesteigert. Der Vorteil bei diesem Test ist auch, dass die Leistungssprünge sehr klein sind und sie kaum wahrgenommen werden. Natürlich kann man bei ihm auch einen herkömmlichen Laufband- oder Fahrradtest machen.
Wir 4 haben uns ziemlich lange auf den Maschinen halten können, so dass Tom sogar Angst hatte die Sicherungen brennen durch. Über die Ergebnisse wird natürlich nicht viel verraten. Aber ich bin wirklich froh, einmal so einen Test gemacht zu haben. Mein Selbstvertrauen ist auf jeden Fall gestärkt und ich habe den Beweis erbracht, dass ich mich vor den Profis nicht verstecken brauche. Auch hat sich bestätigt, dass mein abwechslungsreiches Training genau das richtige ist. Vielleicht mache ich ja in 3 Monaten, wenn ich voll im Skitoureneinsatz bin, noch mal einen Test, um zu schauen, ob ich mich dann noch länger am Laufband halten kann.
Wer also mehr über seinen Körper wissen will, dem kann ich nur empfehlen, mal einen Leistungstest bei Thomas Scheiring (www.sportmed-telfs.at) zu machen.

Aus ein paar Leuten vom RC Bike Point hat sich nun ein eigenes Rennteam für die Skitouren-Rennsaison zusammengetan. Teamchef ist Tom Scheiring und Hauptsponsor Michael Bartl (Sport Bartl) in Innsbruck Pradl. Für den Skibergsteiger gibt es wohl kein besseres Skitourengeschäft in Innsbruck und Umgebung. Er kennt sich perfekt aus, macht auch sämtliche Reparaturen an Schuhen, Bindungen und Ski und ist sogar meist günstiger als die großen Sportgeschäfte. Unten im Foto stehen v. l. n r. Thomas Scheiring (Big Chief - www.sportmed-telfs.at), Christian Ragg (Unternehmer), etwas versteckt Raimund Vogelsberger (der Leichtbau-Feteschist), Roland Striemitzer (Extrembergsteiger), Richard Obendorfer, Mario Herburger (ohne seinem Bus geht gar nichts), Much Bartl (wichtigster Mann) und knieend Bernhard Haller (durchtrainierter Körper bis zu den Zehenspitzen), Helmut Praxmarer (Ruderhof-Südanstieg-Experte) und Thomas Juen (ausbaufähige Rakete). Nicht im Bild ist meine Frau Rikki. Die meisten von uns wollen aber vor allem schöne (und auch ein paar knackige) Skitouren auf unsere herrlichen tiroler Berge machen. Aber sicher werden wir auch bei den Rennen so manchen Gegner in Angst und Schrecken versetzen.

25.10.09: Tiefrastenlauf: Das war aber wirklich das letzte Rennen heuer. Eigentlich wollte ja die ganze Familie fahren, doch leider haben wir wieder niemand für die Kinder gehabt, während wir laufen. Ich bin dann doch alleine nach Terenten gefahren, das auf der Sonnenterrasse im Pustertal liegt. Es ging vom Parkplatz Winnebachtal rauf zur Tiefrastenhütte auf 2311 m. Der Lauf fand ja schon zum 19. mal statt und geht über 5,5 km und 892 hm. Mir gefallen ja die Südtiroler, die sind ja aus einem besonderen Holz geschnitzt und die meisten leben noch richtig naturverbunden - sie haben sich irgendwie ihre eigenen Eigenschaften bewahren können und haben sich auch noch nicht so arg vom Konsumdenken anstecken lassen. Auch sind ja dort die Bergläufe und Sktourenaufstiegsrennen sehr beliebt - fast jedes Dorf macht dort sein Rennen und haben gleich immer bald 100 Teilnehmer - und die Leistungsdichte ist ja dort auch enorm. Mir gefällt auch, dass diese starken Leute eigentlich nur ihre lokalen Rennen bestreiten, obwohl sie wahrscheinlich bei den größeren Rennen auch vorne dabei wären. Heute war auch der Kastelruther Bergbauer Urban Zemmer, der ja hauptsächlich als raketenhafter Skitourenaufsteiger bekannt ist, am Start. Urban ist ja im Juli bei den Vertical-Kilometer-Europameisterschaften (Vertical Kilometer - 1000 hm auf 2,1 km) in Canazei außer Konkurenz (weil er bei keinem Verband gemeldet ist) mitgelaufen - diese sog. Skyrunnings sind ja besonders steile Bergläufe. Und wie sollte es anders sein, hat er gleich einen neuen Rekord mit 33:50 min. aufgestellt. Ich habe mit einigen Südtirolern geredet, die ihn etwas kennen - er muss echt ein absoluter Naturbursche sein, der direkt von der Stallarbeit zu den Rennen fährt. Heute war eh klar, dass er bei diesem steilen Berglauf, auf meist typischen Urgestein-Plattenwegen der Zentralalpen, gewinnen wird. Diese Wege sind nicht einfach zu laufen/gehen, da man immer genau acht geben muss, wo man hintritt. Also 1. Urban Zemmer mit 36:57 min., 2. Harald Gamper mit 37:43 min. 3. Willi Innerhofer mit 37:48 und 4. ich mit 37:54 min. Urbans Vorsprung war aber dann doch kleiner als erwartet und er hat sich dann selbst gewundert, dass er bei den heutigen guten Verhältnissen den Streckenrekord von Willi Innerhofer aus dem Jahre 2002 um rd. 35 sek. verpasst hat. Ich glaube, bei dem Rekord würden sich auch viele der ganz Großen der Berglaufszene die Zähne ausbeissen. Eine Ergebnisliste müsste es bald auf der typisch südtirolerischen Skitouren- und Berglaufwettkampfseite (einfach aber nützlich) bei www.zkgvintl.info geben.

18.10.09: Astberglauf: Bei unserer Familie ist es bereits auch schon so weit, dass wir nichts besseres vorhaben als bei jedem Rennen dabei zu sein. Meine Mama war diese Woche zu Besuch und so ist sie mitgefahren und hat auf die Kinder aufpassen können, während Rikki und ich gelaufen sind. Nach dem Rennen haben wir sie gleich nach Kufstein zum Bahnhof gebracht und sie ist weiter nach Amberg gefahren. Franz Puckl hat ja nun den Astberglauf schon zum 27. mal organisiert. Er macht das ja immer sehr gut, aber man muss schon ein bissl Geduld mitbringen - aber dafür ist er ja auch nicht geizig mit den Preisen. Das Wetter war natürlich ziemlich bescheiden und heute war ja auch mein Laufspezl Simon Lechleitner am Start, so dass ich mich eigentlich mit dem 2. Platz begnügte. Heute musste wegen des Schnees die Strecke um ca. 350 m (ca. 40 hm) verkürzt werden (also somit 5,5 km und 520 hm). Nach dem ersten flachen Kilometer war Simon schon so 80 m voraus, bis Kilometer drei blieb der Vorsprung ungefähr gleich. Doch dann merkte ich, dass ich leicht aufholen konnte. Hier fing dann schon der Schnee an, der dann immer mehr wurde. Ca. bei Kilometer 4,2 konnte ich ihn langsam überholen und so 500 m vorm Ziel sogar abschütteln und mit 25:27 min. gewinnen. Simon, der ja heuer schon öfters sämtliche österreichischen Berglaufstars abgehängt hat, hatte sicher heute nicht seinen besten Tag und so hat er mir die Freude gemacht ihn heuer zum ersten mal zu schlagen (und vielleicht zum letzten mal). Schade, dass wir nicht bis zum Normalziel laufen konnten, um einen Vergleich mit früheren Rennen zu haben, aber ich glaub, die Zeit ist nicht so schlecht. 3. wurde mit 2 min. Rückstand der österreichische Berglaufcupsieger Holger Förster. Rikki hat sich heute nach den Radrennen der letzten Zeit mal bei einem Berglauf versucht. Sie wurde bei den Damen in 36:14 min. 3. mit 2,5 min. Rückstand zu Verena Lechner und Maria Emberger. Das kann sich eigentlich auch sehen lassen.

16.10.09: Schlag den Obwaller: Die Tirolwerbung hat sich ja mit der Bike-Trail-Tirol-Challenge etwas neues einfallen lassen. Im Internet sind unter www.tirol.at ca. 32 Etappen mit mehr als 1000 km einzusehen. Man kann diese Routen mit einem GPS-Gerät (z. B. Fa. Garmin) abfahren, im internet hochladen und sich mit den anderen Teilnehmern vergleichen (z. B. Höhenmeter-Zeit-Kurve und Weg-Zeit-Kurve). Für eine Teilnehmermotivation hat HP Obwaller eine Strecke abgefahren und unter dem Motto "Schlag den Obwaller" konnte jeder bis zum 15.10.09 ein virtuelles Rennen gegen ihn manchen. Als Rennstrecke wurde die ostseitige Auffahrt (Start zwischen St. Johann und Fieberbrunn) aufs das Hornköpfl (unterhalb vom Kitzbüheler Horn) ausgewählt. Als dies Anfang August in der TT stand, hab ich mir gedacht eigentlich eine gute Idee, den Artikel ausgeschnitten, abgeheftet und wieder ziemlich vergessen. Irgendwann kam ich dann doch wieder drauf, hab mich bei www.tirol.at registriert und am 08.10.09 tatsächlich die Sache in die Tat umgesetzt. Das Garmin auszuleihen war denn gar nicht so einfach, da die Tourismusverbände meist doch keines haben. Nach einigen Telefonaten wurde ich endlich bei Radsport Stanger in Kitzbühel fündig. Raimund Stanger (www.radservice.at - hat sehr schöne Cube-Rennräder) hat mir sofort ein Garmin zu Verfügung gestellt und mich darin kurz eingewiesen. Als ich am Start stand, war es dann für mich schon recht ungewöhnlich. Ich sollte jetzt allein mit einem GPS eine für mich unbekannte Strecke rennenmäßig rauf fahren. Hoffentlich bleibe ich immer auf der richtigen Route und hoffentlich mache ich keinen Fehler bei der Aufzeichnung. Ich fuhr dann so schnell halt man alleine fahren kann und überholte dabei einige Biker, die sich wahrscheinlich fragten "was ist das für ein Verrückter?" Nach ca. 2,5 km war die Asphaltstraße zu Ende und der Schranken mit Gitter zu. Die Kette am Gatter brachte ich nicht sofort auf, so dass ich das Rad drüberhob und mich seitlich vorbeizwängte. Nach weiteren 2,5 km ging es dann zuerst eben dahin und dann ca. 90 hm bergab, bevor es ziemlich steil und auf einem nicht mehr ganz so guten Weg so richtig zur Sache ging. Das Ziel kannte ich nicht genau, es sollte sich bei irgendeinem Abzweig eines Steiges befinden. Ich fuhr dann bis zum Wegende bei der Hornköpflhütte. Insgesamt waren es dort dann 12,3 km und 1100 hm, die ich in der Zeit von 48:30 min. schaffte - eine wirklich sehr schöne Mountainbikestrecke, die man leicht zum Rundkurs ausbauen kann, indem man die Kitzbühler-Horn-Straße nach Kitzbühel wieder runter fährt. Raimund Stanger hat mir dann den Track runtergeladen und gemailt und ich hab diesen dann an die Tirolwerbung weitergeleitet. HPO ist ja die Strecke bis zur Abzweigung in 47:42 min. gefahren. Für mich war es dann schon spannend, ob ich schneller gewesen bin. Es hat dann einige Tage gedauert bis die Tirolwerbung meinen Track upgeloudet und mit HPO's-Track verglichen hat. Dann bekam ich die freudige Nachricht, dass ich die Strecke in 47:05 min. gefahren bin und also tatsächlich schneller war. Ich war dann auch der einzige von den mageren 10 Teilnehmern der unter HPO's Zeit geblieben ist. Aber natürlich ist diese geringe Beteiligung sehr schade für die Tirolwerbung und ihre gute Idee. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die meisten (so wie ich) keine Ahnung vom Umgang mit GPS-Geräten haben, viele sich wahrscheinlich sagen "da hab ich eh keine Chance" und vielleicht ist die Strecke doch eher etwas abgelegen und unbekannt. Ich glaube aber, dass diese Idee mit dem virtuellen Rennen schon Zukunft hat und vielleicht kaufe ich mir nächstes Jahr ein Garmin.

10.10.09: Volderer Berglauf: Das Berglaufteam Volders hat heute wieder einen perfekten Berglauf auf die Beine gestellt. Mit das Besondere ist ja, das dort zuerst die Erwachsenen laufen und erst danach starten weiter oben die Kinder, die dann durchs gleiche Ziel laufen. Geplant wäre ja eigentlich gewesen, dass heute die ganze Familie teilnimmt. Doch leider haben wir niemand für die Kinder gehabt, während Rikki und ich laufen. Rikki hat dann mit etwas murren auf ihren Start verzichtet. Der Berglauf ging ja heuer zum 2. mal über das alte Ziel Auerhof hinaus bis zur Naturfreundehütte auf 1376 m und so mußten 9,2 km mit 840 hm zurückgelegt werden, wobei die letzten 3 km ziemlich flach sind. Meine größten Gegner waren heute Matthias Scherl und Dietmar Rudiger. Da diese beiden ja in der Ebene ziemlich schnell sind, musste ich schon in der ersten steileren Hälfte einen Vorsprung herauslaufen. Nach ca. 1 km konnte ich mich vom Feld lösen und das alte Ziel Auerhof passierte ich mit genau 21 min. und Volderwildbad in genau 25 min. Dort hatte ich gegenüber Matthias so ca. 40 sek. Vorsprung. Im Gegensatz zum letzten Jahr, ging es mir heute auch oben ganz gut und so konnte ich einen ungefährdeten Sieg mit 44:31 min., also genau 35 sek. schneller als letztes Jahr (damals gemeinsam mit Matthias) herauslaufen. 2. wurde Matthias mit 45:52 min. und dritter Dietmar mit 47:02 min. Die Ergebnisse gibt's bald unter www.blt-volders.at. Dann wurde es aber so richtig spannend, da ja jetzt die Kinder dran waren. Michi mit 5 Jahren und 8 Monaten und Andi mit gerade einmal 3 Jahren starteten ja bei den Küken mit einer Laufstrecke von 300 m und ca. 20 hm. Wir (hauptsächlich Rikki) sind ja recht viel mit unseren Kindern unterwegs und Michi fährt ja schon seit fast 2 Jahren täglich die ca. 1,7 km weite Strecke zum Kindergarten mit dem Rad und Andi ist jetzt seit ca. 1 Woche zum Kindergarten mit dem Laufrad unterwegs, was wegen den paar Hügeln schon für sie eine größere Unternehmung darstellt. Michi lief echt super, sie war bei den Küken sogar schneller als die Buben. Andi dagegen hat den Wettkampfgedanken anscheinend noch nicht ganz verstanden. Als der Start frei gegeben wurde, sagte sie "ich will jetzt nicht laufen" und setzte sich erst einmal hin. Doch dann setzte sie sich an der Hand von Mama doch allmählich in Bewegung und kam nach über 5 min. ins Ziel. Sie hat ja recht, warum soll sie sich abhetzen, wenn's gemütlich auch geht. War wieder eine super Veranstaltung, bei der mit den Kindern über 160 Läufer mitgemacht haben. Und es ist halt immer wieder schön bei der Tiroler Berglauffamilie in Volders dabei zu sein. Links die Michi in voller Aktion, rechts die Andi an der Hand von Rikki mit der etwas gemütlicheren Variante.

04.10.09: Kolsassberg-Classic: Dieses Bergrennen mit ca. 580 hm und 5,7 km braucht sich um die Teilnehmer keine Sorgen zu machen. Es ist und bleibt das beliebteste Bergrennen in Tirol. Heute waren bei optimalen Bedingungen 166 Herren und 11 Damen am Start. Organisiert von Franz Stöckl und Probike Schwaz (Radteam Tirol mit Obman Thomas Kreidl) ist es eines der inzwischen wenigen Elite-Rennrad-Bergrennen in Tirol. Wie man so hört macht es der ÖRV den Veranstaltern mit Kosten und Auflagen nicht leicht. Darüber hinaus müssen ja für die ersten 15 Elite-Fahrer, den ersten 8 Junioren, den ersten 8 U17-Fahrern und für die neu eingeführte Amateur-Rennradlizenz ebenfalls die ersten 8 mit Geldpreisen prämiert werden. Bei den Damen kommt man billiger weg, da ja meist nur wenig Elitefahrerinnen mitfahren. Die Höhe der Preisgelder kann zwar der Veranstalter selbst bestimmen, aber oft übersteigt das dann doch das Budget und der Veranstalter sieht sich ausserstande eine gemeldetes Elite-Rennen zu organisieren. Gott sei Dank ist es ja bei den Mountainbikerennen vom ÖRV einfacher geregelt und ich hoffe im Sinne der Sportler, dass auch bei den Rennradrennen eine einfachere Lösung gefunden wird. Aber jetzt zum Rennen: Ich kam wie immer nicht besonders schnell weg und steckte unten bei der ersten Kehre einmal im Pulk fest. Dann kam ich immer besser in Schwung und nach der Hofer-Stubn war ich schon an HPO so ca. an 9 Stelle heran. Dieses Jahr habe ich mich vom "Sitzendfahrer" zum "Stehaufmännchen" entwickelt und allmählich fühle ich mich auch als richtiger Radfahrer (Rennrad stehend fahren macht auch einfach mehr Spaß). Dann beim Jagerhof überholte ich die sehr hoch gehandelten Tiroler-Bergmeister-Rennrad-Stars Stefan Mair, Roman Gredler und Markus Moser und vor mir waren dann nur mehr der Augsburger Wolfgang Hofmann, der Slowene Cvet, das große junge Talent David Wöhrer und etwes weiter weg Harald Totschnig. 1 km vorm Ziel war ich hinter Wolfgang, der gab dann nochmal richtig Gas und schob sich noch auf den 2. Platz vor. Miran Cvet scheint auch kein großer Sprinter zu sein, auf jeden Fall konnte ich ihn beim letzten kurzen Schnapper noch überholen und wurde somit wieder einmal 4. mit der ziemlich guten Zeit von 20:53 min. (ich glaub die 6. beste überhaupt). 6. wurde HPO und 7. Markus Moser. Gewonnen hat Harald Totschnig mit neuem Streckenrekord von 20:22 min. Meine Berichte werden jetzt immer länger, da ja Rikki auch mitfährt und sie ja nach den Voranmeldungen eigentlich die Favoritin gewesen wäre. Doch haben sich am Renntag Doris Posch und Jacqueline Hahn nachgemeldet. Gewonnen hat standesgemäß Doris mit ebenfalls neuem Streckenrekord von 25:16 min, dann Jacqueline mit 26:30 min. und dann Rikki mit 27:46 min. Rikki hat ja jetzt, wo sie so gut ist, mich als ihren Mechaniker angewiesen, ich solle ihr endlich ein modernes Rennrad zur Verfügung stellen. Das werde ich wohl jetzt bald tun müssen. Ergebnisse stehen bereits unter www.radteam-tirol.at. Nachdem ich ja letztes Jahr im Herbst wegen meiner langwierigen Stirnhöhlenentzündung gar nicht mehr gut war, scheint es heuer im Herbst wirklich gut zu laufen. Übrigens, vielleicht sind die Tiroler Meister im MTB doch die besseren Bergfahrer - ein kleiner Seitenhieb auf die Rennradstars.

27.09.09: Brauneck-Berglauf. Seit dem Rikki auch Rennen bestreitet, hat sie mehr Verständnis wenn ich rennenmäßig unterwegs bin, vor allem wenn es auch etwas zu verdienen gibt. So hat sie mich ohne größere Probleme nach Lenggries in Bayern fahren lassen, um beim vom bayerischen Berglaufpapst Helmut Reitmair organisierten Brauneck-Berglauf dabeizusein. Ich bin ja gestern nicht schlecht auf die Thaurer Alm gefahren und so dachte ich, dass vielleicht mit etwas Glück ein Sieg aufs Brauneck möglich wäre. Zunächst machte ich als meine Konkurrenten den letztjährigen Sieger Frank Schouren und den Algäuer Michael Barz aus. Als aber dann noch Andi Biberger auftauchte, wußte ich, dass es ganz schön hart werden würde. Nach etwa 700 m liefen dann Andi und ich schon alleine voran. Der Berglauf aufs Brauneck ist ziemlich unrhythmisch - ständig wechseln sich steile und kurze flachere Passagen ab. Reitmair hat es auch nicht versäumt immer wieder verwinkelte Wurzelsteige in den Lauf einzubauen. Eigentlich liefen Andi und ich immer gemeinsam. Kurz kam ich zwar von Andi etwas weg, aber bald hat er sich wieder rangekämpft. Oben machten wir dann gemeinsame Sache und liefen gleichzeitig ins Ziel. Wir haben den Streckenrekord mit 33:03 min. sogar um genau 31 sek. unterboten. War ein schöner Ausflug nach Bayern und daheim hatte ich dann noch Zeit für einen 2-stündigen Spaziergang mit den Kindern. Die Ergebnisse gibt's unter der Berglaufseite Nr. 1 von Helmut Reitmair mit über 35.000 Zugriffen pro Monat www.berglaufpur.de

26.09.09: Thaurer Alm MTB-Rennen: Der WSV Thaur hat sich heute wieder selbst übertroffen - war wieder alles perfekt organisiert und das Wetter und die Rennbeteiligung mit ca. 130 Teilnehmern hätte auch nicht besser sein können. Als ich oben in der letzten Kehre durch die vielen Zuschauer fuhr, die mich super angefeuert haben, habe ich gewußt warum ich mir die Rennen antue - aber der Reihe nach. Heute wurde in Thaur auch die Tiroler Meisterschaft im MTB-Hillclimb ausgetragen. Seit 2005 hab ich ja bei dieser Wertung mitgemacht und 1 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze geholt. Wegen dem sehr gut hergerichteten Weg, war heute klar, dass ziemlich schnelle Zeiten gefahren werden. Vom Start weg ging es eigentlich ziemlich moderat. Nach dem Ende des Asphaltstückes bei ca. 1,5 km konnte ich an die 5. Stelle vorfahren. Ich fühlte mich gut und hatte einen schönen runden Tritt. Ca. 1 km später konnte ich Stefan Stadler überholen und etwa 25 m vor mir waren nur mehr HP-Obwaller, Bernhard Laimgruber und das junge Ausnahmetalent Felix Spensberger aus Rosenheim. Bis zum Schranken bei km 5,3 ist die Strecke ja (leider) nicht besonders steil und wir konnten so mit 14 bis 15 km/h dahinfahren. Leider hat sich der Vorsprung von den dreien bis zum Schranken auf ca. 80 m vergrößert. Laimi ist dann schon etwas voraus gewesen. HPO konnte mit Felix nicht mehr ganz mitgehen und beim vorletzten Steilstück war ich schon fast 10 m an HPO heran. Schließlich am Gatter, ca. 250 m vorm Ziel, war ich an seinem Hinterrad - doch leider hat es wieder nicht mehr gereicht, dass ich an ihn vorbeifahre. Anscheinend konnte ich doch nicht mehr schneller, obwohl ich im Ziel gleich locker vom Rad steige und gesprächsbereit bin. Dass ich mit 32:03 min. knapp eine 31er (Fabel-)Zeit verpasst habe und mit dieser Leistung wieder einmal nur 4. geworden bin (wie immer in Thaur), hat mich anfangs schon etwas geärgert. Gewonnen hat Laimi mit 31:25 min. und Felix brauchte 31:46 min. Wie ich mich gerade fertig machte um Rikki anzufeuern, kam sie schon ins Ziel gesaust. Eigentlich unglaublich, dass Rikki kurz vorm Ziel das tiroler oder sogar österreichische Juniorinnen-Aushängeschild Jacqueline Hahn übersprintet hat. Rikki fuhr für die 7 km und 840 hm 42.01 min., obwohl sie sich am Start ganz hinten hinstellte und ca. 20 sek. warten musste, bis sie endlich fahren konnte. Bei den Damen gewann wie immer Doris Posch mit der Bombenzeit von 37:22 min., ca. 1 min dahinter kam schon Patrizia Wacker aus Reutte und als 3. Dame Rikki. War wieder eine super Veranstaltung und heute hatte ich keine Chance alle Kuchensorten zu kosten, da 30 Kuchen gebacken wurden. Bei der Tiroler-Meister-Wertung holte ich hinter Laimgruber Silber. Die Ergebnisse gibt's unter www.alge-tirol.info und bald auch unter www.wsv-thaur.at

19.09.09: Stubaier Mountainking: Bin heute zum ersten Mal bei diesem Rennen dabei gewesen, das man ungefähr mit dem Kühtairennen vergleichen kann (nur um einiges kürzer). Von Neustift geht's ja die ersten 9 km ziemlich flach bis kurz vor Ranalt, hier gibt's dann den recht steilen Stich (ca. 130 hm - Bergwertung) und dann geht's mit ca. 10% Steigung mit einigen Flachstücken zwischendrin bis zum Skigebiet (17,4 km mit ca. 740 hm). Wegen dem Gegenwind (Föhn) wollte natürlich heute niemand vorausfahren und so war das Tempo ziemlich langsam, sodass natürlich viel gedrängelt wurde. Helli Praxmarer fuhr unten oft voraus. Bei Falbeson fuhr ich dann so ca. 2 km voraus im Wind. Obwohl ich mich wenig anstrengte, wollte trotzdem keiner vor mir fahren - jaja so sind sie halt die Rennfahrer. Bei der Ranalter Steigung waren noch alle ziemlich frisch und so kamen etwa 25 Leute vorne mit. Beim anschließenden Flachstück wollte wieder keiner im Wind fahren, so fuhr ich halt wieder eine zeitlang voraus. Dann vor der Grawaalm, so 3 km vor dem Ziel wurde es richtig ernst. Jetzt fielen die Fahrer zurück, die vielleicht vorher kurz zu schnell gefahren sind. Vorne waren Obwaller, Traxl und Laimgruber und ca. 15 bis 20 m dahinter Hoffmann, Nimmrichter und ich. So fuhren wir 6 bis in die letzte Galerie, immer wieder mit kurzen Tempoverschärfungen - also ganz anders wie bei den üblichen Uphill-Rennen. Eigentlich eher wie bei Bergetappen, wie man es ja von den Profirennen kennt. Peter Nimmrichter konnte am Schluss nicht mehr ganz mitgehen und oben beim Parkplatz, wo es wieder flacher wird, fuhr Wolfgang Hoffmann hinter mir, er ging nochmals aus dem Sattel und sagte, die holen wir noch. Ich wußte ja eh, dass ich im Sprint keine Chance habe, ließ ihn fahren und begnügte mich mit dem 5. Platz. Erster wurde Obwaller, 2 sek. dahinter Traxl, 3. wurde Hoffmann, 4. Laimgruber und 5. ich. Dann 6. Exprofi Klaus Steinkeller, 7. Peter Nimmrichter und 8. Christian Ragg, der wie immer am Schluss wo es wieder flacher wird, angebraust kam. Die Ergebnisliste gibt's bald unter: www.radteam-stubai.at.  Sehr erfreulich für uns Bikepointler, dass wir die Teamwertung (Obendorfer, Ragg, Haller) ziemlich deutlich gewonnen haben. Ich muss schon zugeben, dass solche Rennen schon um einiges interessanter sind, als die normalen steilen Bergrennen - hat wirklich wieder Spaß gemacht. Das schöne bei den steilen Bergrennen ist jedoch, dass es dort kein Taktieren und Abwarten gibt - jeder fährt, was sein Körper hergibt. Für die Kinder hat sich doch noch die Oma Zeit genommen und so konnte Rikki auch mitfahren. Für sie war es schwierig das richtige Hinterrad zu erwischen, da sie ja die Rennfahrer nicht kennt. Mein Tipp war dann auch alles andere als optimal. Rikki fuhr meist im Wind, wurde aber beste Dame in der Sportklassenwertung. Vom Geld her hat sie natürlich wieder mal mehr kassiert als ich.

13.09.09: Roter Aar: Nachdem ja viele neueren Rennen, die oft nicht von Sportvereinen organisiert werden, nur 2 bis 3 mal stattfinden, sind Gott sei Dank die Klassiker wie z. B. der 15. Rote Aar wieder mehr gefragt, so sind heute 40 Staffeln zusammen gekommen. Die Radfahrer hatten ja 690 hm und die Läufe 625 hm bis zur Sistranser Alm zu absolvieren. Rikki war ja schon lange vorher richtig heiß auf unser Heimrennen und ich als ihr Mechaniker hab jetzt ihr Bike auf 7,5 kg abgespeckt - also am Material kann es nicht mehr liegen, wenn nicht gerade die Bremsen schleifen. In der Nachbarschaft hätten wir sehr gute Sportlerinnen, die jedoch leider nicht zu motivieren waren. Schließlich viel mir Esther Fennel die Freundin von meinem Radspezl Michi Elsässer ein und sie, als sehr gute Radfahrerin, hat sich spontan bereit erklärt als Läufern mit Rikki teilzunehmen. Ich hab ja schon lange mit Simon Lechleitner ausgemacht, obwohl ich ganz sicher war, dass mein Laufrekord (zusammen mit Fred Mandl) dann unterboten wird. Zuerst starteten die Radfahrer und ehrlich gesagt, ging es mir schon von unten weg nicht besonders. Der Münchner Wolfang Hofmann übernahm bald die Führung und Peter Nimmrichter und ich folgten. Leider konnte ich auch das Hinterrad von Peter nicht halten und musste teilweise die kleinsten Gänge fahren. Irgendwie kam ich aber dann doch nach oben und die Zeit mit 28:06 min. war dann eigentlich doch nicht so schlecht. Wolfgang gewann mit 27:09 min. und Peter wurde 2. mit 27:34 min., 4. wurde Christoph Schlögl mit 29:11 min., 5. Alex Draxl mit 29.25 min und 6. mit dem Rennen seines bisherigen Rennlebens Roland Striemitzer mit 29:44 min., gleich dahinter kam dann Michi Elsässer. Doris Posch kam natürlich als erste Frau mit neuem Streckenrekord von 31:43 min. an; als 2. Frau kam dann schon Rikki mit einer Zeit, die ich ihr eigentlich nicht zugetraut hätte, mit 36:07 min. ins Ziel. Also mußte Esther 4:25 min. schneller sein als Conni Larcher die Läuferin von Doris. Die Spannung stieg also. Bei den Läufern kam dann Simon dem ich ja locker eine 24er-Zeit zutraute als erster an. Doch blieb die Uhr erst bei 25:09,7 min stehen - ist also meine Zeit aus dem Jahre 2007 von 25:06,6 doch nicht so schlecht. Simon soll sich aber nicht ärgern, er hat ja noch seine besten Jahre vor sich. 2. wurde wie gestern Florian Zeisler mit 27:02 und dritter Matthias Scherl mit 27:23. Damit war klar, dass Simon und ich den Adler der Männer gewonnen haben. Aber wie ist es bei den Damen. Als zweite Frau kam dann Esther mit einer super Zeit von 34:14 min ins Ziel - so nun warteten wir auf Conni und Gott sei Dank dauerte es einige Zeit bis sie kam. Endlich, nach einer Weile wurde ihre Zeit oben angeschrieben - 39:33 min. - super, es reichte, haben tatsächlich Rikki und Esther die Seriensieger Doris und Conni geschlagen - ich freute mich riesig. Die Siegerehrung im Tigls war dann von Hannes Piegger dem Hauptorganisator super gemacht und die Familie Obendorfer räumte dabei ganz schön ab. Dass beide Adler von einem Ehepaar mit unterschiedlichen Teampartnern gleichzeitig gewonnen werden, ist doch etwas besonderes.

12.09.09: Götzner-Alm-Berglauf. Heute fiel mir die Entscheidung schon besonders schwer, ob ich einen meiner Lieblingsläufe den Bettelwurflauf oder den Götzner-Alm-Berglauf machen sollte. Auch weil es heute morgen leicht geregnet hat, hab ich mich dann doch für Götzens entschieden. Aber vor allem, da dieser heuer zum 10. und  letzten mal stattfand und ich bei meinem letzten Start im Jahre 2003 mit 28:23 min. gar nicht schlecht gelaufen bin und vielleicht der Streckenrekord (schönes Preisgeld) von Markus Kröll aus dem Jahre 2000 mit 27:25 min. möglich wäre. Matthias Scherl und Florian Zeisler waren auch am Start. Nach dem ca. 300 m langen unteren Flachstück lief ich gleich vorne weg und dann ein recht einsames Rennen. Der Almweg ist ziemlich steil, trotz des kurzen unteren Flachstückes macht man auf 5,2 km 675 hm. Oben nach der Brücke hatte ich noch ein gutes Gefühl, aber der letzte Kilometer zog sich dann doch recht und endlich mit 28:23 min. lief ich durchs Ziel - also die exakt gleiche Zeit, wie vor 6 Jahren - immerhin war es seit diesen 10 Jahren die 3. beste Zeit (nur Kröll lief 2 mal schneller). Florian wurde mit 29:58 min. zweiter und dritter wurde, der nach einer kurzen Verletzungspause zurückgekehrte, Matthias mit 30:44 min. Naja, ich hab mal wieder gesehen, dass ich mich beim Laufen die letzten Jahre kaum verbessern hab können, dagegen hab ich mich beim Radfahren doch etwas gesteigert, was natürlich auch den etwas leichteren Rädern zuzuschreiben ist. Mein Höhenmeterschnitt lässt sich sehr gut mit ähnlichen Rennen, wie Halltalexpress oder Roter Aar vergleichen. Für 100 hm brauche ich nun mal als Läufer auf einer Forststraße mind. 4 min. Man sieht halt wieder, dass beim Berglaufen oder Bergradeln, wo es in erster Linie auf die in die Wiege gelegte Sauerstoffaufnahme (ich glaub es heißt vo2max) ankommt, kaum Steigerungen drin sind. Die Sportler fangen, nachdem sie trainiert haben, in einem Niveau an, wo sich dann aber meist nach oben nicht mehr viel tut. Sicher, ich werde halt auch nicht jünger. Den Bettelwurflauf gewann Skiwettkampfbergsteiger-As Alex Fasser mit 56:08 min. Für mich erfreulich, dass mein Streckenrekord mit 54:56 min. doch noch nicht gefallen ist.

06.09.09: Berglauf-Weltmeisterschaft in Campodolcino/Madesimo. Insgesamt wurden vom ÖLV 13 Athleten/innen gemeldet. Bei den Herren Simon Lechleitner, Jürgen Mock, Bernd Weberhofer, Dominik Zirler und ich; bei den Junioren (bis einschl. Jahrgang 1990) Martin Mattle, Jakob Mayer, Gernot Huterer und Leopold Reissner und bei den Damen Tanja Eberhart, Marion Kapuscinski, Irmgar Kubicka und Karoline Reich. Dies war ja die erste vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) anerkannte Berglauf-Weltmeisterschaft - 24 mal hieß dieser Bewerb nur "World Trophy". Bei der ebenfalls jährlich stattfindenden Berglauf-Europameisterschaft kommt der europäische Leichtathletikverband für die ganzen Kosten, wie Organisation, Anreise, Unterkunft und Verpflegung der Läufer auf. Wenn der Leichtathletik-Weltverband diese Kosten bei einer WM übernehmen würde, würden aufgrund der teuren Flugreisen der teilnehmenden Nationen die Kosten ca. 1 Million Euro betragen. Da dieses Budget nicht zur Verfügung steht, muss immer ein Veranstalter gefunden werden, der die Kosten größtenteils übernimmt (die Flugreisen müssen jedoch vom Land selber getragen werden). Man kann sich vorstellen, dass dies nicht so einfach ist. Nachdem Colorado/USA zurückgetreten ist, ist heuer kurzfristig Italien eingesprungen. Wie bereits letzte Woche erwähnt, wechselt die Streckenführung jährlich zwischen reinem Berglauf und Bergauf/Bergablauf, der ja in vielen europäischen nicht so gebirgigen Ländern Tradition hat, ab. Heuer war mal wieder Bergauf/Bergab dran und Österreich war hierbei (bis auf wenige Ausnahmen) noch nie besonders erfolgreich. Der Veranstalter hat unterhalb des Splügenpasses auf ca. 1800 m auf Almwiesen diese Strecke "ausgesteckt". Der Kurs ging zuerst 240 hm mit ständig wechselnden Steigungen bergauf und dann mit ein paar kurzen Gegenanstiegen wieder abwärts - eine Runde war 4,34 km lang und die Herren mußten 3 Runden bewältigen (insgesamt 840 hm und 13 km). Simon und ich hatten ja noch am Freitag zu arbeiten und kamen endlich um 17:00 Uhr weg und erst um rd. 22:00 Uhr im Hotel an, wo wir dann die anderen trafen. Am Samstag Vormittag wurde dann die Strecke besichtigt und am Nachmittag gings dann zur Eröffnungsfeier nach Chiavenna. Dort marschierten dann alle 38 Nationen in die Stadt bis zum Zentrum ein, wo dann die Feier mit der Vorstellung der Nationen stattfand. Die Italiener sind ja sehr berglaufbegeistert und haben das ganz schön pompös gestaltet. Am Sonntag wurde es dann ernst. Zuerst starteten die Junioren, die 2 Runden absolvieren mussten. Hier konnte gleich das Tiroler Talent Martin Mattle aus Mathon groß aufzeigen und wurde 13. von rd. 70 Startern. Als ich dabei zusah wurde es mir ganz anders - wie diese jungen Kerle es bergab krachen ließen, da kann ich mit meinen alten Gelenken nicht mithalten. Dann wurden die Damen gestartet und die Österreicherinnen platzierten sich allesamt im Mittelfeld. Wegen des Rundkurses ist es natürlich sehr interessant für die Zuschauer und sicher waren über 1000 anwesend, die uns lautstark anfeuerten. Dann kamen die Herren an die Reihe und es wurde im Vorfeld viel diskutiert darüber, ob die Läufer aus Uganda, Eritrea und Ruanda die bisherige Berglaufvormachtstellung der Europäer brechen würden - angeblich war ja auch der Brozemedailiengewinner der WM in Berlin über 5000 m dabei. Sicher war dieser Wettbewerb kein reiner Berglauf wie wir ihn kennen, aber eigentlich durch die oftmals gefinkelte Bergabstrecken-führung, schwerer (und natürlich gesundheitsschädlicher) als ein reiner Bergauflauf. Bei mir galt ja das Motto "dabei sein ist alles". Aber ein Ziel hatte ich wenigstens, dass ich unter uns 5 Herren wenigsten bei den 4 schnellsten dabei bin, um mit in die Mannschaftswertung zu kommen. Ca. 160 sind gestartet und ich natürlich ziemlich hinten. Unsere Betreuer haben uns immer wieder unsere Platzierung durchgesagt. In der ersten Runde war ich oben 63er, nach der Bergabstrecke dann nur mehr ca. 105er - die anderen sind nur so an mir so vorbeigeflogen. Ich bin das bergabbrettern ja gar nicht gewöhnt und so tat gleich der rechte Oberschenkel ziemlich weh. Bergauf konnte ich mich dann wieder etwas erholen. Aber die Läufer die ich bergauf überholte, sprinteten bald bergab wieder an mir vorbei. Den jungen Tiroler Dominik Zirler konnte ich auch bergauf immer einholen, aber bergab holte er dann immer so 1,5 bis 2 min. heraus. Wenigsten war der Steirer Jürgen Mock nicht ganz so schnell bergab wie Dominik uns so konnte ich am Schluss wenigsten 4. Österreicher werden mit einer Zeit von 1:06:41 h mit dem 97. Platz. Der Aldranser, immer noch besser werdende, Simon Lechleitner zeigte wieder groß auf - er wurde mit einer Zeit von 1:01:01 h bester Österreicher mit dem 36. Platz, 2. Österreicher wurde der amtierende Staatsmeister Bernd Weberhofer (ein sehr guter Bergabläufer) mit ca. 20 sek. dahinter. In der Nationenwertung belegten wir damit den 12. Platz. Aber richtig aufgegeigt haben die Afrikaner - gewonnen hat einer aus Uganda mit einer 54er Zeit. Der beste Europäer, ein Italiener, war schon als 4. ca. 1,5 min dahinter. Unter den ersten 15 waren ca. 10 Afrikaner. Wie diese nur ca. 1,65 m großen und nur um die 50 kg schweren Afrikaner laufen können, ist schon eine Augenweide. Jetzt waren aber die absoluten Spitzenläufer aus Kenia und Äthiopien gar nicht dabei und trotzdem hat offensichtlich der Machtwechsel im Berglauf stattgefunden. Bin ja gespannt wie es nächstes Jahr in Slowenien wird, wenn wieder ein reiner Bergauflauf ausgetragen wird. Für mich war das Ganze eine interessante Erfahrung und wenn es nur bergauf gegangen wäre, wäre ich sicher heute nicht so weit hinten gelandet. Bleibt blos zu hoffen, dass sich der Muskelkater morgen einigermaßen in Grenzen hält. Ergebnisse gibt's sicher bald unter www.wmrc2009.org.

30.08.09: Finkenberg-Berglauf: Die beiden Berglauf-Urgesteine Helmut Reitmeir (www.berglaufpur.de) aus München und Manfred Rauch aus Finkenberg haben sich zusammengetan und diesen Berglauf von Finkenberg auf die Mittelstation der Finkenberger Penkenbahn organisiert. Die Generalprobe fand heuer schon im Juli statt und es gewann Matthias Scherl mit einer niedrigen 37er Zeit. Helmut Reitmeir bezeichnet ja immer seine organisierten Bergläufe als Europameisterschaften im Extremberglauf. Dies hat aber mit einer offiziellen Europameisterschaft nichts zu tun, da ja bei dieser die einzelnen Nationen ihre besten Läufer hinschicken und andere Läufer dort gar nicht starten dürfen (z. B. heuer beim Schlickeralmlauf im Stubai). Helmut tut aber sehr viel für den Berglauf und man kann für seinen Einsatz nur den Hut ziehen. Da für die 14 besten Herren und 5 besten Damen doch ein beträchtliches Preisgeld ausgeschrieben war, kamen recht viele Topläufer aus den einzelnen Berglauf-nationen angereist. Dieser Lauf ist schon recht steil - man macht trotz einiger Flachstücke auf 5,3 km 875 hm. Nach wie immer eher schwachem Start ging es mir ganz gut und ich matchte mich mit dem Bayern Andi Biberger (auch schon ein Oldi wie ich) bis fast bis zum Ziel. Am Schluss konnte sich Andi etwas absetzen und so wurde er 5. mit 35:54 min. und ich 6. mit 36:02 min. Gewonnen haben zeitgleich der Schweizer Sebastian Epiney (3. der offiziellen Europameisterschaften) und der Pole Andrzej Dlugosz mit 33:39 min., 3. wurde der Slowene Roman Skalsky mit 34:33 min. und 4. Helmut Schmuck mit 35:22 min. Wenn man bedenkt, dass der nächste Österreicher erst an 14. Stelle kam, so kann ich mit meiner Leistung wirklich zufrieden sein. Wieder ein schöner und gut organisierter Berglauf mit netten und interessanten Leuten. Die Ergebnisse gibt's unter www.berglaufpur.de.     Heute, den 31.08.09, rief mich der österreichische Berglaufreferent Ernst Künz an, ob ich bei der Berglaufweltmeisterschaft in Campodolcino (zwischen Chiavenna und Splügenpass) in Italien am 6. September starten will. Für mich natürlich eine große Ehre mit der österreichischen Nationalmannschaft einmal bei so einer Veranstaltung dabei zu sein. Trotzdem habe ich wegen der diesjährigen Streckenführung (drei Runden mit Bergabstrecken - jedes Jahr wechselt man bei der Europa- und Weltmeisterschaft zwischen reinem Berglauf und Bergauf/Bergablauf ab) doch überlegt. Aber weil es auch von Innsbruck nicht allzuweit weg ist, mir wahrscheinlich die Gelgenheit nicht mehr oft geboten wird und meine Familie ohnehin übers Wochenende in Wien eingeladen ist, habe ich doch gerne zugesagt.

16.08.09: Kühtaier Bergkaiser. Dieses Rennen von Innsbruck neutralisiert bis Kematen und dann die weiteren ca. 21 km und 1450 hm hinauf ins Kühtai (die Zeit zählt jedoch schon ab Innsbruck), organisiert von Frank Rietzler, hat echt das schöne Wetter gepachtet. Heute gab es ja leider keine Lizenzklasse (vielleicht aus Mangel an Sponsoren?). Ich habe ja nur eine Rennrad-Amateur-Lizenz und so habe ich vom ÖRV nichts zu befürchten hier mitzufahren. Die Rennrad-Elitefahrer haben ja kürzlich schon Probleme mit dem ÖRV bekommen, da sie bei Nichtlizenzrennen teilnahmen. Bei diesem Wetter auf meiner Lieblings-Rennradtrainingsstrecke rennmäßig hinaufzufahren ist wirklich ein Erlebnis. Die neutralisierte Anfahrt bis Kematen war wieder wegen der ständigen Drängelei ziemlich stressig. Lt. Veranstalter kann das Vorausfahrzeug nicht schneller fahren, da dann schon die hintersten Fahrer abreissen lassen müssten. Nach Kematen machte dann Paul Lindner erwartungsgemäß richtig Dampf und so bildete sich schon vor Sellrain eine ca. 25 Mann starke Spitzengruppe. Ab Gries gings dann richtig zur Sache - genauso wie letztes Jahr schaffte ich es wieder nicht ganz mit den Allerschnellsten mitzufahren. Für diese ca. 170 steilen Höhenmeter fehlt mir leider etwas die Spritzigkeit. Etwas voraus waren Obwaller, der junge Südtiroler Michael Tumler, der Slowene Cvet und ein weiterer Südtiroler mit Hubert Pollinger. Ich war mit Erich Schafferer, Peter Nimmrichter und 2 Deutschen an 5. Stelle. Ich wollte eigentlich wieder zur Spitze hinfahren, aber leider musste ich so gut wie alles im Wind fahren. Von unserer Gruppe war ich bergauf der Stärkste und bei den Flachstücken, mussten sich die anderen dann wieder etwas erholen. In St. Siegmund holten wir Pollinger ein und kurz vor den Galerien konnte dann nur mehr Erich hinter mir bleiben. Vorne konnte Cvet das Tempo von Obwaller und Tumler nicht ganz mitgehen und riss ab. Nach den Galerien war dann natürlich ziemlich starker Gegenwind und ich machte mich ganz klein und kämpfte mich mit Erich am Hinterrad bis ins Ziel. Gott sei Dank kam von hinten an uns keiner mehr heran uns so belegten wir mit einer Zeit von 1:32:24 h die Plätze 4 und 5. Gewonnen hat HPO mit 1:30:47 h eine knappe Sekunde vor Michael Tumler - hat sich also etwa der junge Tumler von HPO übersprinten lassen? Die weiteren Tiroler waren, der wieder ins Renngeschehen eingreifende, Christoph Schlögl als 10., (der gestrige Sieger Lorenz Lidicky wurde heute "nur" 11.), Bernhard Laimgruber wurde 12., Peter Nimmrichter 13., Christian Ragg 14. und Christoph Kluge 17. Hier die Ergebnisliste. Meine Frau Rikki fuhr heute ihr erstes richtiges Radrennen und war eine von insgesamt 11 Frauen (und davon nur 2 Österreicherinnen) die sich auf die Strecke gewagt haben. Sie wurde mit einer Zeit von 2:06 h 5. in der stärksten Klasse.                Habe erst heute mitbekommen, dass sich Bernhard Laimgruber über meinen Eintrag zur ÖM im Montafon bezüglich der Feststellung, dass von den ersten 7 nur Laimi als 5. nicht getestet wurde, sehr geärgert hat. Ich habe mir dabei nichts gedacht, aber es ist vielleicht wirklich von mir etwas blöd formuliert worden. Ich schätze Laimi wirklich sehr als fairen Sportsmann und habe mit ihm bereits geredet und möchte mich auch hiermit nochmals entschuldigen. Es ist ja wirklich schlimm, dass heutzutage die besseren Fahrer oft von den unterlegenen Fahrern mit Doping in Verbindung gebracht werden.              Nach der Siegerehrung war es dann für uns alle ein richtiger Schock als Alex Draxl sagte, dass sein Rad gestohlen wurde. Ich kann mit meinem Freund Alex richtig mitfühlen und hoffe, dass das Rad vielleicht doch wieder auftaucht. Falls nicht, vielleicht würdest du von uns eine kleine finanzielle Unterstützung annehmen. Schon allein deine sehr gute Arbeit mit deiner Super-Radlnews-Seite hätte das verdient.      Alex hat sich leider geweigert eine finanzielle Unterstützung anzunehmen.

15.08.09: Hahnenkamm-MTB-Rennen. Das Hahnenkammrennen ist einfach ein Klassiker und jedes Jahr wieder mit ein Höhepunkt der Rennsaison. Heute waren wieder alle große Namen der Bergradsportszene in Österreich und teilweise Bayern und Südtirol dabei. Es ist zwar immer etwas von der Tagesverfassung abhängig, aber bei diesem Rennen kann jeder sehen, wo er momentan wirklich steht. Ich fuhr heute mit offener Bremse und gleich ging es viel leichter als letzte Woche am Kitzbüheler Horn. Startete wie immer etwas bedächtiger, aber bald fand ich meinen Tritt. Ab der Streckenmitte kämpfte ich mich dann schon an bekanntere Namen wie Bergmann Bernd, Stadler Stefan, Köck Christoph, Verbnjak Heinz und Lainer Hans vorbei. Ca. 1,5 km vor dem Ziel überholte ich auch noch den Südtiroler Wolfgang Niederegger, der momentan nicht in Bestform fährt und dann sogar am Ende des vorletzten Steilstückes den Meister selbst, Andi Ortner, der ebenfalls momentan nicht die Form der letzten Jahre hat. So reichte es bei mir zum 5. Platz mit persönlicher Bestzeit von 36:20 min. Gewonnen hat ein gewaltig starker Lorenz Lidicky aus Unken mit ca. 34:36 min. vor dem Bayern Roman Angerer mit ca. 35:00 min., den ich ebenfalls noch nie so stark erlebt habe. Dritter wurde Hans-Peter Obwaller mit ca. 35:35 min. und vierter der Deutsche Stefan Schaufuß mit ca. 35:55 min. War wieder ein hartes Rennen und ich bin gerade drauf gekommen, dass ich heuer bei den MTB-Rennen immer schnellster Tiroler war. Oben haben wir alle den Hochsommertag genossen und natürlich wieder viel fachgesimpelt. Mit den Lizenzklassen haben die Veranstalter wieder einiges durcheinander gebracht - inzwischen gibt's eine richtige Ergebnisliste unter www.kitzsport.at/uploads/media/Ergebnisliste_MTB2009_01.pdf.

08.08.09: Kitzbüheler Horn: Habe lange nicht gewußt, soll ich das Hornrennen machen oder im Sellrain mitfahren. Weil die Kinder unbedingt Gondelfahren wollten, sind Rikki, ihre Mama und unsere beiden Kinder nach Kitzbühel gefahren. Da ja Rikki inzwischen auch der Rennehrgeiz gepackt hat, habe ich ihr ein neues Mountainbike zusammengebaut. 8,15 kg trotz der schweren XT-Laufräder ist gar nicht so schlecht. Heute noch restliche Schaltungseinstellungen gemacht und Slicks drauf und ab gings nach Kitzbühel. Dort wurden dann die Startunterlagen geholt, die Kinder und Schwiegermutter zur Seilbahn gebracht und Rikki und ich sind noch gerade rechtzeitig zum Start. Es geht ja neutralisiert zur Hornstraße und dann noch ca. 60 hm hinauf zum fliegenden Start. Schon vor der Startfreigabe in der ersten Steigung merkte ich wie schwer es heute ging. Normal kann ich mich ja die ersten 1 bis 2 km bis fast nach vorne durcharbeiten, aber heute kam ich irgendwie gar nicht vom Fleck. Die Leute, an denen ich normal recht locker vorbeifahre, konnte ich nur äußerst mühsam überholen. Was ist los, hat sich der leichte Schnupfen den ich mir vor ein paar Tagen geholt hatte so stark auf meine Leistung ausgewirkt oder hat das Parfüm meiner Schwiegermutter während der Autofahrt mich etwa lahm gelegt - nein, Blödsinn das kann nicht sein. Auch die Hitze kann es nicht sein, da ich es ja mag wenn es heiß ist. Auf jeden Fall erreichte ich dann doch mit einer Zeit von 36:32 min., also fast 5 min. langsamer als letztes Jahr (31:42 min.), irgendwie das Ziel als ungefähr 25. So schwach wie heute bin ich wirklich noch nie gefahren - die letzten Rennen und im Training noch in Topform und heute so etwas - ich verstand die Welt nicht mehr. Rikki (fährt inzwischen auch für den RC Bike Point) fuhr wieder richtig gut und erreichte genau 14 min. nach mir in 50:27 min. das Ziel als 4. Frau gesamt und 2. in ihrer Klasse. Das hellte meine Stimmung wieder etwas auf. Dann nahm ich wieder mein Rad zur Hand und merkte, dass es schwer zu schieben geht und sah, dass eine Bremse voll an der Felge schliff. Nein, das gibt's nicht - sollte ich lachen oder weinen. Ist mir als alten Radbastler und Rennroutineé so etwas passiert und hab es nicht einmal gemerkt. Sicher im ganzen Renntumult und duch das eigene Atmen ist es ja beim Rennen nicht besonders leise. Eigentlich kann es ja nur das gewesen sein, weil ich ja von mir einen solchen Leistungsabfall sonst nicht kenne. Ab jetzt werden die Bremsen vor jedem Rennen genau untersucht und ich hoffe dass es das nächste mal wieder besser geht, sonst kann ich meine Räder an den Nagel hängen. Die Ergebnisse gibt's unter: www.tiroler-radsport.com/Ergebnislisten/KitzbuehelerHorn09.html.pdf.  

02.08.09: Harakiri Berglauf in Mayrhofen: Eigentlich zählt ja immer der Schlickeralmlauf zu den 6 Weltcupläufen (WMRA Grand-Prix) in jedem Jahr. Da jedoch heuer dort die Europameisterschaften stattfanden, wurde gleich dieser neue Berglauf, organisiert von Andreas Tomaselli und seinem Leistungszentrum Tirol, gleich mit Weltcupstatus versehen. Die Route führt zuerst ca. 3,5 km durch Mayrhofen, dann geht es sehr abwechslungsreich zur Bergstation der Penkenbahn. Auf 10,4 km Laufstrecke werden 1170 hm überwunden. Ich finde ein schöner Berglauf, nur die Flachstrecke unten könnte wirklich etwas eingekürzt werden. Ich bin ja eigentlich momentan gar nicht aufs Laufen eingestellt, aber wenn es steil bergauf geht, ist Radfahren und Berggehen auch kein schlechtes Training und so bin ich doch kurzentschlossen ins Zillertal gefahren. Bei den flachen Kilometern am Beginn habe ich mich aber schon sehr schwer getan und ich hab zur Spitze sicher schon 1,5 min. eingebüßt, doch bergauf lief es ganz gut. Gewonnen hat standesgemäß Jonathan Wyatt mit 53:37 min. vor Robert Krubicka und Ricky Gates. Die Überraschung des Tages lieferte jedoch der 30-jährige Aldranser Simon Lechleitner ab, er wurde bei seinem ersten internationalen Berglauf mit 56:17 min. gleich 4. Ist wirklich gewaltig, wie er sich gesteigert hat - in Österreich wird er mit dieser Form m. E. der Stärkste sein und international werden jetzt auch schon die Gegner zittern, wenn er am Start steht. 5. wurde ein Slowene und dann kamen 5 Österreicher hintereinander: 6. Alois Redl mit 57:55, 7. Helmut Schmuck mit 58:01, 8. Markus Kröll mit 59:02, 9. Thomas Heigl mit 59:57 und schließlich ich als 10. mit 60:12 min. Damit konnte ich einige eingeladene Bergläufer hinter mir lassen (unter anderem auch Roman Skalsky) und diese Platzierung ist für ein Weltcuprennen doch gar nicht so schlecht. Die Ergebnisse gibt's unter: www.mayrhofen-harakiri.com

31.07.09: Pfarrachalmrennen: Im Rahmen des Stubaier Bikemarathons organisiert Günter Guglberger und sein Team sozusagen als Auftakt das Pfarrachalmrennen von Telfes auf 987 m bis zur Alm auf 1740 m mit ca. 6,8 km Steckenlänge. Die letzten 3 Jahre ging es von ganz unten von der Ruetz (Gasthof Kirchbrücke) weg. Wegen Problemen mit den Anrainern machte Günter das Rennen heute wieder von Telfes aus. Jedoch nicht wie ganz früher neutralisiert bis zum Gatter (Beginn Schotterweg), sondern heute direkt von den Schienen der Stubsi. Wegen dem sonntags anstehenden Bikemarathon waren heute MTB-Größen wie Obwaller, Verbnjak und Binder am Start und ich rechnete mir bestenfalls den 3. Platz aus. Es wurde natürlich gleich losgelegt wie die Feuerwehr und es hat bei mir wieder mal ca. 1,5 km gedauert bis ich mich an die 4. Stelle ein Stück hinter Obwaller, Verbnjak und Binder vorgekämpft habe. Bald darauf verschäfte Obwaller das Tempo, Heinz Verbnjak ging ein Stück mit, mußte aber dann abreißen lassen. Ca. 5 min. später konnte ich Heinz vor dem Flachstück überholen. Binder fuhr da ca. 15 sek. vor mir und Obwaller war außer Sichtweite. Nach dem Flachstück sind es noch 360 hm und endlich ca. 1,1 km vor dem Ziel konnte ich Binder langsam überholen. Plötzlich sah ich Obwaller wieder und der Abstand war gar nicht mehr so groß. Ich kam auch immer näher zu ihm hin, aber ganz gereicht hat es jedoch nicht. Obwaller fuhr mit 29:40 min. ins Ziel und ich mit 29:49 min., 3. Binder 30:13 min., 4. Verbjnak 31:37 min., 5. das erst 19-jährige Talent Marco Lengauer, 6. Peter Nimmrichter mit 32:02 min. und 7. Stadler. Heute bin ich bei einem meiner Lieblingsrennen wieder sehr stark gefahren und glaube, dass ich HPO ganz schön ins Schwitzen gebracht habe. Schade, dass das Rennen nicht wie die letzten Jahre von ganz unten weg gegangen ist - HPO hat auch gemeint, wenn das Rennen 500 m länger gewesen wäre, dann.... Stolz bin ich schon, dass ich die knapp über 750 hm, trotz des ca. 600 m langen Flachstückes unter 30 min. geschafft habe. Was mir außerdem immer sehr gefällt ist, dass der Präsident der Uni Innsbruck Karl-Heinz Töchterle als Stubaier auch immer dieses Rennen bestreitet. Ergebnisse unter: www.tiroler-radsport.com/Ergebnislisten/pfarrach09.pdf

26.07.09: Österreichische Meisterschaft im MTB-Hillclimb im Montafon. Ich als doch schon älterer Knabe löse ja immer noch eine MTB-Elite-Lizenz, weil ich in meiner Spezialdisziplin dem MTB-Hillclimb noch ganz gut mithalten kann (je steiler desto besser). Doch wegen der angekündigten starken Besetzung, der doch 2 stündigen Anreise zum Rennen, dem Rennen vom Vortag und natürlich wegen der Familie wollte ich eigentlich nicht mitmachen. Erst nach Motivation durch Alex und Christoph, dass ich Chancen auf den 3. Platz hätte, bin ich dann Sonntag früh doch hingefahren. Ich kannte die Strecke nicht, aber nach dem Höhenprofil macht man am Schluss auf 1,8 km 320 hm mit Rampen bis ca. 30% (insgesamt 12 km und 1250 hm). Ist dass im Schotter überhaupt noch fahrbahr und wie ist der Weg beeinander? Die ca. 30 Lizenzfahrer starteten zuerst und ich fuhr ganz hinten. Nach ca. 1,5 km gröberem Schotter kam man auf Asphalt. Ich hatte vom gestrigen Rennen ziemlich schwere Haxen, kam aber beim Asphalt langsam auf Touren. Nach ca. 15 min. lag ich an 7. Stelle hinter Obwaller, Metzler, Laimgruber, Stadler, Federspiel und Kircher. Mitfavorit Traxl habe ich da schon überholt und Obwaller war für mich schon außer Sichtweite. Der Aspahlt zog sich dann aber mit ca. 5 km sehr lang hin und im oberen flacheren Teil waren dann Laimgruber und Metzler auch schon so ca. 40 sek. weg. Dann kam aber das Finale "die Wand". Als ich die Rampe sah war sie schon etwas respekteinflößend, aber irgendwie freute ich mich auch darauf. So stark wie dort bin ich dann wahrscheinlich noch nie gefahren. Der Weg stellte sich als gut heraus und mit meiner 2-fach Kubel in der leichtesten Übersetzung von 29/32 kam ich gerade noch durch (steiler hätte es aber nicht mehr sein dürfen). So konnte ich nacheinander Federspiel, Stadler, Kircher und Laimgruber überholen. Lag ich jetzt echt an 3. Stelle oder ist außer Obwaller und Metzler sonst noch wer vorne - wegen meinem langsamen Start wußte ich das nicht genau. Im Ziel erfuhr ich gleich, dass ich 3. wurde. Ich freute mich riesig - habe heute tatsächlich zum 2. mal nach 2007 die Bronzemedaillie im Hillclimb bei der ÖM geholt. Obwaller unterbot seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahre 2003 (ebenfalls ÖM) mit einer Zeit von 48:17 min. um 1:20 min., Metzler 49:11 min. und ich 49:40 min.  Die Ergebnisse gibt's unter http://montafon-m3.at99.at (Link: Montafoner Hillclimb). Interessant waren dann die Dopingkontrollen. Getestet wurden die ersten 4 sowie der 6. und 7. Selbst ca. 1 Stunde nach dem Rennen war es gar nicht so einfach 100 ml Urin abzulassen. Bei mir war nach 90 ml Schluss und so ich musste nochmals 20 min. warten. Man muss dann die A und B-Probe selbst abfüllen, genau die Nummern vergleichen und alles selbst verpacken - alles natürlich unter strenger Aufsicht. Dieses ganze Prozedere füllte dann genau die Zeit bis zur Siegerehrung aus. Daheim machte ich dann spontan eine kleine Grillfeier mit meinen Radsportkumpels, wo natürlich nochmals alles aufgearbeitet wurde und so war es ein herrlicher Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.

25.07.09: Hinterhornalm-Challenge: Wie immer ein Höhepunkt der Radrennsaison. Heuer wollte ich noch einmal einen Angriff auf meine Bestzeit starten und bin deshalb in den letzten Wochen fleißig radgefahren. Fürs Rennen habe ich mir fest vorgenommen bei den steileren Abschnitten aus den Sattel zu gehen um somit die Oberschenkel zu entlasten. Nach den letzten heißen Tagen war es heute am Renntag leider ziemlich frisch - der Umschwung schlägt sich nach meinen Erfahrungen bei mir in einer schwächeren Zeit nieder. Der Start war heute von der Gnadenwaldstraße neutralisiert, was wesentlich stressfreier war. Bin wie immer eher langsam weggekommen. Nach einem Kilometer war ich dann an 4. Stelle hinter Bernhard Laimgruber (ca. 30 sek. vor mir), dem Deutschen Wolfgang Hofmann und Thomas Juen. Tom konnte ich vor dem Flachstück und Wolfgang vor der letzten Kehre überholen. Ich merkte plötzlich, dass ich sogar noch an Laimi hinfahren kann. Ich kam immer näher, doch leider kam ich am Ziel nur mehr auf ca. 10 m an ihn heran. Die Hinterhornauffahrt hätte noch ca. 200 m länger sein müssen. Leider bin auch nicht aus dem Sattel gegangen. Bin somit mit einer Zeit von 23:25 min. wie letztes Jahr 2. auf die Hinterhorn geworden, genau 5,5 sek. hinter Laimi. Bin zwar um 10 sek. neue persönliche Bestzeit gefahren, aber das Hinterhornrennen zu gewinnen wäre natürlich schon etwas anderes gewesen. Meine Enttäuschung habe ich aber ein paar Minuten später vergessen, als meine Frau Rikki ins Ziel schoss. Sie gewann mit einer super Zeit von 35:20 min. gleich die Hobby-Damenwertung. Dass sie als Gelegenheitsradlerin (fuhr heute zum ersten mal mit Klickpedale und übte gestern fleißig das ein und ausklicken) so schnell dort oben ist, hätte ich nicht gedacht. Jetzt glaube ich, hat meine Rikki das Rennfieber gepackt und wahrscheinlich werde ich in Zukunft bei den Kindern bleiben, während sie zu den Rennen fährt.

19.07.09: Tiroler Berglaufmeisterschaft in Itter auf die Kraftalm: Wegen dem gestrigen Schneefall bis auf ca. 1700 m hinab, rief ich heute Konni Gatt an, ob mein Lieblings-MTB-Rennen auf die Tulfeinalm durchführbar ist - nein, 20 cm Schnee auf der Alm auf 2030 m. Sehr schade für mich - habe nämlich in den letzten 3 Wochen recht viele Höhenmeter mit dem Rad gemacht und fühle mich dabei echt gut. Die kurze Ausweichstrecke auf den Funkturm wollte ich aber auch nicht fahren und so bin ich doch zum Berglauf nach Itter, um meinen Tiroler Meister im Berglauf zu verteidigen, obwohl ich ja weiß, dass dieser Berglauf (die erste Hälfte eigentlich Geländelauf) mir überhaupt nicht liegt. Die Favoriten waren für mich eindeutig Simon Lechleitner und Matthias Scherl - und so war es dann auch. Simon setzte sich bald an die Spitze und war dann, wo es endlich bergauf ging außer Sichtweite. Gott sei Dank konnte ich ein Stück nach der langen Bergabstrecke ca. 2 km vor dem Ziel noch Dietmar Rudiger überholen und so langte es noch zum 3. Platz mit einer Zeit von 39:05 min. Tiroler Meister wurde Simon Lechleitner mit einer Bombenzeit von 36:16 min. und 2. Matthias Scherl mit 38:22 min. So stark habe ich Simon noch nicht erlebt, er hat uns heute ganz schön abgehängt. Bin zwar in den letzten 3 Wochen so gut wie gar nicht gelaufen, aber wie ich mich kenne, wäre ich selbst mit Lauftraining wohl nur wenig schneller gewesen. Hinterher betrachtet, hätte ich vielleicht doch lieber das Radrennen machen sollen. Aber auf der anderen Seite habe ich jetzt seit 2004 zum 6. mal bei der Tiroler Berglaufmeisterschaft mitgemacht und dabei in der Gesamtwertung Gold, Silber und Bronze jeweils 2 mal geholt.

11.07.09: Stiglreith-Trophy: Der neu gegründete Radclub Oberperfuss hat dieses Radrennen von der Ortsmitte von Oberperfuss (812 m) bis nach Stiglreith (1363 m) heuer ins Leben gerufen. Für die erste Austragung waren beim Herrenbewerb, das als Einzelzeitfahren über 6,1 km und 550 hm ausgetragen wurde, immerhin 50 Starter dabei. Die Strecke ist gut, da immer kleinere flachere Passagen dabei sind. Ich finde aber einen Massenstart besser, da man ja gleich weiß wie schnell die anderen sind und außerdem wäre es für den Veranstalter weniger Aufwand. Mir ging es ganz gut - habe mir die Kraft eigentlich gut eingeteilt und kämpfte mich mit 21:39 min. nach oben. Die Oberperfer sind ja sehr sportbegeistert und so waren recht viele Leute auf der Strecke. Oben erfuhr ich dann, dass ich die schnellste Zeit gefahren bin, zweiter wurde der Lokalmatador Christian Ragg mit 22:08 min. und dritter Christoph Kluge mit 22:41 min. Nächstes Jahr werden sicher noch mehr Rennfahrer dabei sein, dann wird sich zeigen was unsere Zeiten Wert sind - aber ich glaube, sie sind gar nicht so schlecht. Die Siegerehrung in Oberperfuss war dann auch schön gemacht und so war es für alle ein schöner Renntag.                         Weil mich einige Leute gefragt haben, ob ich bei der Berglauf-EM im Stubai am 12.07.09 starte, möcht an dieser Stelle zu diesem Thema folgendes sagen: Die Qualifakation für die Berglauf-EM war in Österreich die nationale Meisterschaft am 07.06.09 in Kitzbühel. Es wurde offiziell festgelegt, dass dort die ersten 4 bei der EM starten dürfen. Ich wurde 7., also hat es für mich nicht gereicht. Kröll wurde, aus welchen Gründen auch immer, 29. und hat sich somit auch nicht qualifiziert. Vielleicht hätte der ÖLV ein anderes Auswahlverfahren festlegen müssen, aber die ersten 4 haben bei der Quali eine hervorragende Leistung abgeliefert und der ÖLV kann nicht hinterher einen wieder ausladen. Wenn Markus Kröll, wie bei den letzten beiden Läufen, nur knapp vor mir ins Ziel läuft, dann wäre er wahrscheinlich auch bei der EM nicht vorne dabei. Ich habe nichts gegen Markus, aber ich finde es nicht objektiv, dass es in der TT immer so steht, als ob in Österreich nur Markus Kröll berglaufen kann.  

05.07.09: Wattener Bergrennen: Endlich hat es heuer geklappt, dass ich da mitfahren konnte. Die Strecke ist für mich grad richtig - 6 km und 720 hm (in der Ausschreibung nicht richtig angegeben). Frank Rietzler organsiert dieses Rennen ganz locker, genau so wie ichs mag - ohne Preisgeld, wenig Startgeld und oben auf der Krepperhütte richtig gemütlich. Bei der Startaufstellung sah ich dann den Südtiroler Wolfgang Niederegger und da wußte ich gleich, dass für mich höchstens der 2. Platz drin ist. Wolfgang fuhr ja letztes Jahr schon sehr stark - er hat sogar schon einen Ortnerrekord geknackt. Letzte Woche bei der Schönjochtrophy ist ihm die Kette rausgesprungen - trotzdem schaffte er noch den 2. Platz mit einer niedrigen 58er Zeit. Ich startete wieder etwas bedächtiger aber bald lief es ganz gut und nach ca. 2 km konnte ich zum 2. Platz vorfahren. Wolfgang war schon ein Stück voraus und so blieb es dann auch. Wolfgang gewann in 25:31 min. (Streckenrekord von Ortner 25:06 min.), ich schaffte es in 26:09 min. 3. wurde ein Berliner der nach eigener Aussage extra zu diesem Rennen angereist ist mit 26.37 min. 4. wurde mit Reuel Martin in 27:20 wieder ein Deutscher. Danach kamen dann ziemlich dicht hintereinander Jörg Randl, Kluge Christoph, Bernhard Haller und Peter Nimmrichter. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter www.radsportevents.com

28.06.09: Mountainrun Seefeld von Seefeld auf die Seefelder Spitze: Hätte gestern das recht kräfteraubende Rennen doch auslassen sollen (wäre aber wegen dem Familienerlebnis schade gewesen) - dann wäre heute Markus Kröll vielleicht zu packen gewesen. Muss auch langsam einsehen, dass Radfahren und Laufen gleichzeitig nicht mehr geht, um bei beiden ganz vorne dabei zu sein. Bei einem meiner Lieblingsbergläufe, super organisiert von Martin Mausser, ließ ich es am Anfang nach dem gestrigen Rennen eher ruhiger angehen. Markus Kröll und Martin Mausser liefen bald vorne weg, danach folgten Matthias Scherl und zwei Deutsche. Die beiden Deutschen konnte ich nach der Hälfte überholen, die anderen drei waren aber doch schon zu weit weg. Ich konnte zwar noch etwas aufholen, aber letztendlich liefen wir folgendermaßen ins Ziel: Markus 47:18, Matthias 47:38, Martin ca. 48:00 und ich 48:15 min. Heute musste ich mich von einem immer stärker werdenden Martin Mausser zum ersten mal geschlagen geben. Aber wenn ich überlege, dass ich vor zwei Jahren bei diesem Lauf eine 46er Zeit lief und letztes Jahr eine 47:34er Zeit, dann glaube ich schon, dass ich ohne dem gestrigen Radrennen weiter vorne gelegen wäre. Aber man kann nicht alles haben. Soll ich jetzt in Zukunft hauptsächlich Radfahren oder Berglaufen oder soll's ich im Sommer ganz lassen und im Winter nur ein paar Skitourenaufstiegsrennen machen? Aber mir ist schon klar, wenn ich keine anderen Probleme habe, dann geht es mir gut. Die Familie war heute auch wieder dabei und sie hatte einen schönen Tag. Bei 20,- Euro Startgeld bietet Martin die Bahnfahrt für Läufer und Begleitung und beim Essen im Selbstbedienungsrestaurant hat man freie Auswahl. Übrigens gingen unsere beiden Kinder heute auch auf die Seefelder Spitze - ihren erster Karwendelberg.

27.06.09: Axamer Lizum Bergrennen: Seit 2003 habe ich nun bei diesem Rennen als Läufer teilgenommen und jedes Jahr sogar gewinnen können. Bei der Radstrecke hatte ich immer das Gefühl, dass sie zu flach für mich sei. Bin sie heuer im Training zum ersten mal abgefahren und habe sie dabei gar nicht als so flach empfunden. Darum wollte ich es einmal als Radfahrer probieren. Außerdem wollte ich mich nach den vielen Bergläufen wieder mit den Radfahrern messen. Heute früh fragte ich meine Frau Rikki ob wir im Team starten sollen - und sie war spontan bereit zu laufen, da ja die Mixedteams auch honoriert werden. Nach rd. 1,5 km übernahm ich die Führung und hoffte, dass ich mich allmählich absetzen könnte. Aber die Lizumstraße ist halt doch etwas flacher (Fahrgeschwindigkeit zwischen 15 und 19 km/h bei einer Durchschnittssteigung von ca. 7,5%). als meine Lieblingsbergrennen. Stefan Kandler der bisher immer hinter mir fuhr, überholte mich beim Adelshof ca. 2,5 km vorm Ziel und konnte sich auch langsam absetzen. Bei der langen Geraden ging es mir dann nicht mehr besonders. Oben am Parkplatz hatte ich noch so ca. 10 sek. Vorsprung vor Christian Ragg, einem Südtiroler und einem Deutschen. Bei der steilen Schlusssteigung schaltete ich dann wieder auf die kleine Scheibe und kam dann nicht mehr recht vom Fleck. Christian und die anderen beiden wuchteten hier mit Schwung die große Scheibe bis ins Ziel durch und überholten mich noch. So wurde ich 5. mit einer Zeit von 29:14 min. Gewonnen hat ein bärenstarker Stefan Kandler mit 28:56 min, nur 6 sek. über dem Streckenrekord. Meine Frau, die ja eigentlich nie laufen geht und zum Ausgleich nur eher kleinere Bergtouren macht, brauchte sich nicht so anstrengen wie ich. Es waren nur 2 weitere eher schwächere Läuferinnen am Start und sie konnte die Führende kurz vorm Ziel noch überholen. So hat meine Rikki den Frauensieg und den Teamsieg im Mixedbewerb gerettet. Wir haben mal wieder gesehen, dass die spontanen Aktionen oftmals die schönsten sind und werden das Rennen sicher nicht so schnell wieder vergessen. Ergebnisse bald unter: http://members.aon.at/radclub-axams.  

21.06.09: Kolmhaus Teamclimb: Das Brandberger Kolmhaus liegt in herrlicher Lage oberhalb von Brandberg im Zillergrund auf 1845 m Seehöhe. Die Familie Leo bewirtschaftet diese Hütte sein 2006 und veranstaltet seit diesem Jahr einen Berglauf von Brandberg bis zur Hütte mit rd. 760 hm. Der Berglauf geht rd. 2,5 km auf Asphalt und anschließend sehr steil auf Schlepper- und Bergwegen bis zur Hütte. Da letztes Jahr nur rd. 40 Läufer teilgenommen haben, hat sich die Familie Leo Gedanken über die Zukunft des Laufes gemacht. Daraufhin hat sich Stefan Widauer bereit erklärt einen Teamclimb aufs Kolmhaus zu organisieren. Die Berglaufstrecke blieb gleich und die Radfahrer fahren auf der erst 3 Jahren alten Schotterstraße bis 80 hm vor die Hütte und tragen dann noch das Fahrrad hinauf. Durch das ausgeschriebene Preisgeld waren sehr gute Läufer und Biker auch aus Bayern und Südtirol dabei und es sind ca. 40 Teams zustande gekommen. Stefan Widauer und sein Team haben alles perfekt organisiert. Nach seiner Zahngeschichte war heute auch Markus Kröll am Start. Das Asphaltstück liefen Markus, Matthias Scherl, Martin Mausser, Stefan Widauer und ich zusammen. Danach konnte sich Markus ganz langsam absetzen. Matthias, der ja nicht nur in der Ebene, sondern jetzt auch am Berg immer stärker wird und ich folgten mit Respektabstand. 100 hm vorm Ziel holte uns jedoch der "Steilwegspezialist" Syme Andrew ein. Schlussendlich liefen wir dann folgendermaßen durchs Ziel: Markus 31:28 min., Andrew 31:47 min., ich 31:50 min., Matthias 32:11 min., Martin Mausser 32:44 und Stefan Widauer 33:13 min. Bei den Radfahrern gewann Andi Traxl vor Roland Osele aus Meran, Christoph Köck aus Lenggris, Thomas Juen und Roland Striemitzer. Im Team gewannen Kröll/Traxl vor Obendorfer/Striemitzer und Syme/Biberger. Schon gewaltig, wie sich mein Teampartner Roli Striemitzer heute geschlagen hat. Das Kraftpaket mit 82 kg ist nicht nur ein sehr guter Bergsteiger, sondern hat heute auch einige bekannte Namen der Tiroler Radsportszene hinter sich gelassen. Tom Juen ist ja seit gestern erfreulicherweise bei uns bei Bike Point dabei und hat als 4. das Spitzentrio ganz gehörig unter Druck gesetzt. Die beiden drücken ja nicht nur bei den Rennen und auf ihren Bergtouren aufs Tempo, sondern sind auch sonst keine Kinder von Traurigkeit und mir gefällt es sehr, dass wir jetzt gemeinsam in Roli Gamsjägers Bike Point Team fahren. Die Ergebnisse gibts sicher bald unter http://teamclimb.at

14.06.09: Halltalexpress - am Tag wann der Express stattfindet ist es mit der wilden Romantik des Halltales vorbei, aber das ist auch gut so. Bei keinem anderen Rennen gibt es so viele Zuschauer - man kann vielleicht sogar von leichtem Tour de France-Flair sprechen. Die Wildthings haben das Rennen wie immer perfekt organisiert und heute hatten sie auch Glück mit dem Wetter. Habe mal wieder nicht gewußt, soll ich Laufen oder Radfahren. Ich bin ja bei der Premiere 2003 gleich eine gute Zeit mit 29:04 min. gelaufen und die nächsten Jahre immer als Radfahrer gestartet (meine Bestzeit als Radfahrer 2006 mit 26:40 min). Erst 2007 hat Alex Rieder meine Laufzeit auf 28:34 min. unterboten. Heuer wollte ich mir den Rekord zurückholen, darum rief ich Bernhard Haller an, der eh einen Läufer suchte und wir bildeten ein reines Bike-Point-Team. Konnte gleich zu Anfang mit Martin Mausser und Stefan Widauer mithalten und mich dann bei der Bettelwurfeck-Steigung langsam absetzen. Das Rennen war mal wieder ganz schön hart - in der Hitze möglichst schnell auf dieser steilen Asphaltstraße hinauf zu laufen ist kein Vergnügen. Im oberen Schotterstück merkte ich, dass es mit dem Rekord knapp werden würde und so war es dann auch - ich stoppte bei 28:35 min. Bernhard fuhr sehr stark, wurde hinter Bernhard Laimgruber und Thomas Juen mit 27:41 min. dritter und so gewannen wir im Team recht eindeutig. Meine gestoppte Zeit (habe am Start eigentlich etwas zu früh gedrückt) stimmte leider genau mit der offiziell gestoppten überein. Der Veranstalter meinte dann auch, dass das Ziel auch nicht jedes Jahr exakt gleich aufgebaut wird und die Zehntelsekunden nicht gestoppt bzw. aufgeschrieben werden und deshalb die beiden Zeiten eigentlich gleich zu bewerten seien. Naja, hinterher denkt man immer, dass noch ein paar Sekunden drin gewesen wären - aber schneller ging es halt dann anscheinend doch nicht mehr.        15.06.09: Heute morgen eine freudige Überraschung, da ich in der Ergebnisliste jetzt doch mit 28:34 min geführt werde. Danke, da hab ich nochmal Glück gehabt - jetzt kann ich mich nächstes Jahr beim Halltalexpress wieder aufs Radfahren konzentrieren.

07.06.09: Österreichische Berglaufmeisterschaften in Kitzbühel. Ursprünglich sollten ja diese aufs Kitzbüheler Horn auf der Asphaltstraße hinaufgehen. Doch dann wurde Puckl Franz überzeugt, dass dafür eine alpinere Strecke geeigneter wäre. So wurde umdisponiert und auf der gegenüberliegenden Seite auf den Hahnenkamm (teilweise auf der Streifabfahrt mit Mausefalle) hinauf gelaufen. Auf dieser sehr abwechslungsreichen Strecke fand 1998 schon einmal ein Berglauf statt und auf 10,3 km sind ca. 1020 hm zurückzulegen. Dieser Lauf kommt nicht dem reinen Bergläufer sondern eher dem Allrounder entgegen - fast die halbe Strecke ist nämlich nur leicht ansteigend. Martin Mausser vom SC Seefeld hat eine recht schlagkräfte tiroler Vereinsmannschaft mit ihm selbst, Martin Bader, Stefan Widauer und mir zusammengestellt, wobei für die Mannschaftwertung die schnellsten drei gewertet werden. Ich habe mich nach meiner langen Radtour am vergangen Sonntag recht gut auf das Rennen vorbereitet und konnte am Anfang fast mit den Schnellsten mithalten. Bei den flachen Passagen im Mittelteil liefen die beiden jungen Spitzen-Marathonläufer Hohenwarter (unter 2:20 h) und Weberhofer dann doch bald außer Sichtweite und das Feld zog sich beträchtlich auseinander. Kurz vor mir liefen eigenlich immer Martin Bader und Helmut Schmuck. Martin konnte ich nach 3/4 überholen und mit Helmut matchte ich mich dann bis zum Schluss, wobei er mal wieder 2 sek. vor mir ins Ziel lief. Bei mir reichte es für den besten Tiroler mit dem 7. Gesamtrang mit 56:27 min. Nicht weit dahinter kamen dann die anderen Tiroler mit Martin Bader als 11., ein sehr starker Stefan Widauer als 13., Matthias Scherl als 14. und Martin Mausser als 17., wobei zwischen Martin M. und mir nur ca. 1 min. Abstand war. Staatsmeister wurde etwas überraschend Bernd Weberhofer mit einer 52er Zeit, vor Hohenwarter und ein sehr starker Robert Stark. Wie gesagt, hatte man heute als schneller Flachläufer sicher Vorteile. Berglaufprofi Markus Kröll fiel schon nach ca. 15 min. zurück - er hatte offensichtlich ein körperliches Problem. Aber das schönste für uns war dann natürlich, dass wir tatsächlich die stärkste Vereinsmannschaft waren und seit vielen Jahren vor Koland-Top-Sports und LCC Wien den österreichischen Mannschaftstitel im Berglauf nach Tirol holten, wo er ja eigentlich auch hingehört, oder? Sonst ging er nämlich fast immer nach Wien. Ergebnisse unter www.viertl-edv.com/bruno/index.htm.

23.05.09: Gerlosbergrennen. Der Radclub Zillertal organisiert jedes Jahr perfekt dieses Rennradrennen von Zell auf der Bauernhofstraße bis zum Gasthof Enzian. Die 620 ziemlich steilen Höhenmeter mit kurzen flacheren Passagen ist eigentlich der erste richtige Gratmesser für die Tiroler (und teilweise österreichische) Bergradsportszene. War heute mal wieder sehr heiß und mir kommt dieses Rennen immer besonders hart vor, da man nachmittags ohne Schatten rauf fahren muss und wahrscheinlich, da es heuer nach dem besonders schönen Winter und Frühjahr mein erstes Radrennen war. Habe mir ja in den letzten Wochen ein neues Rennrad aus meist gebrauchten Teilen zusammengebastelt und habe es gleich ganz gut eingeweiht. Fuhr wie immer mein eigenes Tempo und nach 1/3 der Strecke kämpfte ich mich ca. 20 - 30 sek. hinter der Spitze hinauf. Hemetsberger aus Mondsee fuhr immer dicht hinter mir und er hat mich natürlich beim oberen Flachstück abgehängt. Bin mit meiner Zeit von 24:20 min. 6. geworden, ca 46 sek. hinter dem sehr stark fahrenden Traxl Andi, der sogar Obwaller geschlagen hat. In der Amateurlizenzklasse wurde ich 2. hinter Hemetsberger. Erfreulich für mich dass ich schneller als Frauenschuh, Laimgruber und Lintner war.

17.05.09: Sport-Ossi-Berglauf und MTB-Teamwettbewerb in Kramsach. Nach den vielen schönen und schweren Skitouren musste ich heute einen schönen Bergtag opfern, um mal meine Berglaufform für die österreichischen Meisterschaften Anfang Juni in Kitzbühel zu testen. Der Ossi hat heute den Bergläufer schlechthin und zwar Jonathan Wyatt "eingeladen". Gekommen sind auch Helmut Schmuck und der inzwischen zur Deutschen Berglaufelite gehörende Steffen Uebel. Zusätzlich wurde auch ein Teamwettbewerb aus MTB und Berglauf ausgeschrieben. Schön, dass mit Saurwein Luis und mir ein reines Bike-Point-Team zustandekam. Bei den Bergläufern ging es meist über die Kramsacher Skipiste zur Mittelstation (ca. 600 hm) und wer wollte, konnte dann noch ganz hinauf zur Bergstation (ca. 1210 hm) laufen. Die Biker fuhren auf den nicht im besten Zustand befindlichen Schotterweg zur Mittelstation. Die Teamzeit wurde dann jeweils bis zur Mittelstation aus genommen. Ich war wieder am Anfang recht langsam und wollte mich eigentlich nicht so recht quälen. Wyatt war bald außer Sichtweite und Uebel Steffen, Bader Martin und Schmuck Helmut waren immer so 30 bis 40 sek. vor mir. Zuerst auf dem Forstweg und dann ging es schon sehr steil direkt die Piste hinauf. Mit diesen Abständen passierten wir auch die Mittelstation (meine Zeit 25:39 min). Später wurde es dann noch steiler und ziemlich matschig mit Schneeauflagen. Irgendwie hoffte ich, dass einer schwächelt und ich noch weiter vorne landen kann. Aber heute hat mir Martin nicht den Gefallen getan etwas nachzulassen - im Gegenteil, er überholte 5 min. vor dem Ziel noch Steffen und Helmut und so blieb es bei mir beim 5. Platz. Wyatt mit neuem Streckenrekord von 44:41 min., Martin 47:37 min., Steffen 47:51 min., Helmut 48:30 min. und ich 48:47 min. Bin eigentlich schon zufrieden, nur 4 min. hinter Wyatt ist ja nicht so schlecht, aber die Jungen Martin und Steffen werden halt auch immer schneller. Die Mountainbiker hatten ziemlich mit der schottrigen Strecke zu kämpfen - Luis ist ja momentan in guter Form, aber leider musste er ein paar mal absteigen und mit Rennradschuhen wieder aufsteigen ist dann auch nicht so einfach und so hat er doch ziemlich Zeit liegen gelassen. Auf jeden Fall reichte es noch im Teamwettbewerb zum 2. Platz. Die Ergebnisse gibt's unter: www.sport-ossi.at

19.04.09: Ötzi-Alpin-Marathon: Nach meinen 4 Versuchen als Einzelkämpfer (3 x Krämpfe, 1 x Patschen) sind heuer Alex Draxl als Radfahrer, Matthias Scherl als Läufer und ich als Skitourengeher im Staffelwettbewerb angetreten. Danke Roli vom www.bike-point.at für die Unterstützung unseres Teams. Wegen dem Schnee mußte die Laufstrecke öfters auf die Talstraße verlegt werden. Deshalb sind auch heuer die Gesamtzeiten etwas schneller. Den Einzelwettbewerb gewann Heinz Verbnjak vor Silvio Wieldschnik und Alexander Hug. Der Staffelwettbewerb war heuer so stark besetzt wie nie. Wenn z. B. beim Radfahren Andreas Ortner nur 5. oder ein Laimgruber Bernhard nur 12. bzw. beim Laufen ein Jonathan Wyatt nur 2. oder ein Gairdo Marco nur 6. wird, sagt das bereits alles. Die Ergebnisse sind bereits unter /http://services.datasport.com/2009/triathlon/oetzima zu sehen. Bei den Skitourengehern war es ähnlich: Urban Zemmer hat mal wieder einen neuen Rekord mit 57:56 aufgestellt. Alex Fasser wurde 2 . mit ebenfalls einer gewaltigen Zeit von 59:29 min. Die Gesamtzeiten und die Zeiten der einzelnen Staffelteilnehmer miteinander zu vergleichen, würde aber hier zu weit führen. Wir sind mit unserer Staffel mit einer Gesamtzeit von 3:14:02 h insgesamt 14. geworden. Wenn man bedenkt, dass das Team Laimgruber/Wyatt/Holzer, das auch ohne Pannen durchkam, auch nur 10. mit einer Zeit von 3:09:32 h geworden ist, ist unsere Platzierung doch gar nicht so schlecht, oder? Außerdem sind wir das erste gesamtösterreichische Team geworden. Ich selber bin mit meiner Zeit von 1:02:43 h auch zufrieden. Bin zwar nur die 10. schnellste Zeit gegangen, aber es war so dicht, wenn ich nur 9 sek. schneller gewesen wäre, hätte es immerhin zur 7. schnellsten Zeit gereicht. Stolz bin ich auch, dass ich unter den Nordtirolern hinter Alex Fasser 2. wurde und sogar 3 min. schneller als Manfred Holzer und Martin Bader war. Gefallen hat es mir, dass sich Alex Draxl über unsere Teamleistung auch gefreut hat und er von dem Bewerb sehr angetan war. Also, wieder ein schöner und erlebnisreicher Tag im Schnalstal. Danke an Alex und Matthias, dass ihr mit mir teilgenommen habt.

06.04.09: Heute stand mein Leserbrief in der TT. Leider etwas gekürzt - hier meine Einreichung: Leserbrief

22.03.09: Gilferttrophy - nach 2-maliger Verschiebung fand diese heute nun tatsächlich statt. Die im Jahre 2006 zum ersten mal als "Jedermannrennen" durchgeführte Veranstaltung hat sich nun heuer bei der 4. Austragung zum wohl bestbesetzten und populärsten Skitourenrennen (120 Teilnehmer trotz Verschiebungen) in Tirol entwickelt. Heuer konnte endlich wieder nach 2006 die lange Strecke mit Start in Weerberg mit 1620 hm und mind. 8,3 km (gefühlsmäßig viel länger) durchgeführt werden. Heute war auch Skibergsteigerprofi Alex Fasser am Start, der den gesamten Winter über schon gewaltig stark ist und in Österreich inzwischen schon keine Gegner mehr findet. So war es auch heute - gleich zu Beginn war er voraus und für mich nach 30 min. außer Sichtweite. Nachdem ich die ganze Woche mit einer recht starken Verkühlung zu kämpfen hatte, wollte ich ja wirklich nicht starten - aber ich werde halt auch nicht klüger. Geärgert habe ich mich auch, dass ich mir die Windjacke (kein Gepäcktransport) viel zu locker umgebunden hatte - sie ist dauernd nach unten gerutscht - ich bin dann ein paar mal stehen geblieben und leider hat es dann noch eine halbe Ewigkeit gedauert bis ich (bzw. Raimund V.) den Knoten aufgebracht haben. Nach ca. 20 min. war ich dann schließlich doch an 5. Stelle hinter Fasser, Holzer, Echtler und Simair. Letzterer hatte heute Rückenprobleme und ich konnte bald zu ihm auflaufen. Doch bei den flachen und nicht enden wollenden Forstwegabschnitten im Mittelteil konnte ich mit Holzer und Echtler nicht mithalten, sie liefen da sicher einen Vorsprung von 1,5 min. heraus. Erst oben im freien Gelände machte ich wieder Boden gut und konnte den Bayern Martin Echtler sogar noch überholen, für Manfred Holzer reichte es nicht mehr- so wurde ich 3. Das Ziel wurde heute, wegen dem starken Wind und der Kälte, um ca. 1 min. vorversetzt. Alex Fasser ist eine fast unglaubliche 1:18er Zeit gegangen. Manfred und ich sind knappe 5 min. bzw. 5:30 min. dahinter "eingetrudelt". Die Ergebnisse gibt's auf der sehr guten Veranstalterhomepage www.gilferttrophy.at. Die Teamwertung aus Hurt Reinhart (zog es heute vor die kurze Strecke zu gehen und war mit einer 54er Zeit heute nach 2 eher schwächeren Rennen wieder sehr starkl) und Vogelsberger Anita (1:04 er Zeit - wird immer noch schneller) haben wir gewonnen. Dass die kurze und lange Strecke gleichzeitig gestartet wird, finde ich nicht optimal. Die Schnellen von der langen Strecke laufen im oberen Bereich auf die von der kurzen Strecke auf und müssen ständig überholen. Auch für die Langsameren ist es nicht gerade schön ständig überholt zu werden. Besser wär's wenn die kurze Strecke 30 min. früher gestartet wird. Unterm Strich kann ich zufrieden sein, hoffe aber, dass die Anstrengung meine Genesung nicht zu sehr beeinträchtigt hat.                 So, jetzt reichts wieder mit den Tourenrennen - freue mich auf die schönste Zeit des Jahres mit den Frühjahrsskitouren. Ach, ja der Ötzi-Alpin-Marathon steht am 19. April noch an. Aber nicht mehr als Einzelstarter (Krämpfe), sonder diesmal im Team mit Alex Draxl als Radfahrer und Matthias Scherl als Läufer. Bin gespannt wie wir da abschneiden.

14.03.09: Skitourenrennen Glungezer - der Klassiker unter den Skitourenrennen auf den Gipfel eines der ersten Skitourenberge überhaupt. Start auf 1320 m und Ziel auf 2620 m Höhe, 2/3 auf Piste und 1/3 im freien Gelände.       Habe heute bei einem meiner Lieblingsrennen auf meinen Hausberg den Glungezer (Sonnenspitze) einen super Tag gehabt. Durch die wiederholte Verschiebung des Gilfertrennens waren heute bekannte und starke Leute wie Simair Georg, Hurt Reinhart, Ragg Christian, Widauer Stefan, Wörter Georg, Leo Othmar und Parger Martin am Start. Wieder war am einzig schönen Tag der Woche das Rennen angesetzt. Bei idealen Bedingungen konnte ich sogar gleich zu Beginn einigermaßen mit den Schnellsten mithalten. Nach rd. 10 min. setzte ich mich langsam an die Spitze und mit Georg Simair ging es bis fast hinauf zur Tulfein. Doch dann konnte ich mich Gott sei Dank langsam absetzen. Oben im freien Geländer war auch eine gute Spur. Leider war teilweise ganz schön starker Gegenwind und ich musste ständig die zahlreichen Tourengeher aufschrecken, dass sie aus der Spur gehen möchten. Oben im Ziel erfuhr ich gleich, dass ich es unter einer Stunde geschafft hatte - ein Traum ging mit 59:38 min in Erfüllung. Ich war sogar ein paar Sekunden schneller als der bisherige Streckenrekord von Kogler Hans mit 59:49 min.  Bin echt stolz darauf mal einen Rekord vom Kogler geknackt zu haben. Auf Halsmarter bei der Siegerehrung genossen alle, in der Sonne sitzend, den herrlichen Tag - und ich ganz besonders. Wen es interessiert, hier die Ergebnisliste. Die Zeitabstände passen ziemlich gut mit dem Wildsaurennen zusammen.

08.03.09: Die Wildsaustaffel hat wieder Spaß gemacht. Wie immer war sie perfekt organisiert und immerhin haben 43 Staffeln mitgemacht und ich glaube keiner hat es bereut. Mit dem Wetter hatten wir auch mal wieder Glück - die ganze Woche hätte man sie nicht durchführen können und morgen soll es ja auch wieder schlecht werden. Leider wurde nicht auf den Zischgeles gegangen. Die Organisatoren bzw. die Lawinenkommission hatten weniger Angst wegen der Rennläufer, da die sich eh im ungefährdeten Gelände bewegen, sondern mehr wegen der Zuschauer, dass die in die kritischen Zonen einfahren.  Da ja bei solchen Veranstaltungen immer ein gewisses Restrisiko besteht, wird meiner Meinung nach der Zischgeles wohl nicht mehr oft in die Staffel eingebunden werden. Die zahlreichen normalen Tourengeher heute auf den Zischi waren aber sicher froh, dass sie in Ruhe die Natur genießen konnten. Gott sei Dank ist ja nichts passiert, wie wir 2. Aufsteiger in der Abfahrtsroute raufspaziert sind - bei mir war es jedenfalls 2 mal ganz schön knapp. Dagegen war die Aufstiegsspur für die 2. Aufsteiger wegen der Abfahrer nicht so verspurt wie befürchtet. Heute musste ein recht langes Stück auf dem sehr flachen Almweg gegangen werden. Dies war jedoch für beide Aufstiegsgruppen gleich und hat mindestens 1 Minute Zeit gekostet. Die Zeiten sind ja ohnehin schlecht mir früheren Rennen vergleichbar - es ist ja jedes Jahr anders, heute war der Schnee ziemlich schnell, dafür war die Spur teilweise recht flach. Nun zum Rennen: Wie letztes Jahr haben sich wieder den Gesamtsieg die Aufsteiger Hurt/Randl, Widauer/Holzer, Ragg/Haller und Juen/Obendorfer mit ihren jeweiligen Abfahrern ausgemacht. Reinhart Hurt war heute nicht ganz so schnell wie die letzten Rennen und war nur knapp vor Christian Ragg oben. 3. war der inzwischen schon 54-jährige Leo Ottmar nur 39 sek. hinter Reinhart (auch schon 45). Wirklich gewaltig - schön ist natürlich, dass wohl bei keinem anderen (Ausdauer-)sport die Alten mit den Jungen noch so gut mithalten können. Ich startete unten als 6. mit ca. 4 min. Rückstand auf den 1. Zweitaufsteiger Jörg Randl. Bald war ich an 4. Stelle und konnte nach und nach etwas zu Haller Bernhard und Holzer Manfred aufholen. Doch Jörg tat uns heute nicht den Gefallen wie letztes Jahr, dass er einen schlechten Tag erwischte - gegenüber Jörg konnte ich nur wenig Boden gut machen. Mit dieser Reihenfolge ging es dann auch in die letzte Abfahrt und auch so letztendlich ins Ziel. Ich glaube mit dem Ergebnis können alle zufrieden sein. Die Plätze 1 und 2  sowie 3 und 4 haben gegenüber letztem Jahr getauscht. Besonders zu erwähnen ist die Abfahrtszeit von Andreas Linter mit 3:11 min., gleich ca. 30 sek. schneller als der alte Streckenrekord. Ich bin auch sehr zufrieden - war mit 49:57 min. der schnellste Aufsteiger. Habe meine momentan gut Form bestätigt und bin mit der Zeit wegen dem flachen Almwegstück wirklich überrascht gewesen.

05.03.09: Gestern Nachmittag auf die Lampsen gegangen. Nach Wetterbericht kann die Wildsaustaffel am Sonntag wahrscheinlilch schon stattfinden, aber auf den Zischi lassen sie uns wegen Lawinengefahr vermutlich nicht gehen (wurde jedoch auch gestern und in den letzten Tagen begangen). Habe für meine Lampsen-Erkundung einen denkbar schlechten Zeitpunkt gewählt (ging aber beruflich nicht anders) - kaum Sicht, dafür wirklich vollkommen einsam. 2 x Lampsen macht halt den Zweitaufsteigern keinen Spaß, da die Abfahrer in der unteren Hälfte die Spur zusammengefahren haben. Bei dem vorhergesagten Neuschnee in einer kaputten Spur raufzurennen ist kein Vergnügen und kostet viel Zeit - vor allem für die ersten. Ich finde, es sollte unbedingt die Aufstiegs- und Abfahrtsspur auch in der unteren Hälfte voneinander getrennt sein - schon auch aus Gründen der Unfallgefahr.

27.02.09: Nachtaufstieg Plose bei Brixen in Südtirol. Gestern sind 8 Nordtiroler zum Rennen gefahren - da hat Marios Bus wieder herhalten müssen. Die klassischen Aufstiegsrennen sind ja in Südtirol Gott sei Dank sehr populär. Ca. 110 Teilnehmer auf einer anspruchsvollen Strecke - bei den ersten 1000 hm wechseln sich ständig sehr steile Rampen mit kurzen flacheren Passagen ab, das letzte Drittel ist dann ziemlich flach. Insgesamt 1390 hm und angeblich 9,5 km. Die Südtiroler haben ja wirklich viele starke Leute. So ein Rennen auf der Piste hat halt schon seine Vorteile. Man ist von der Witterung nahezu unabhängig, es ist kein großer organisatorischer Aufwand erforderlich und es ist obendrein vollkommen ungefährlich. Die "alpineren" Rennen können ja wetterbedingt meist eh nicht wie geplant durchgeführt werden und man muss oft auf eine einfachere Notstrecke ausweichen. Im Gegensatz zu den richtigen Skibergbesteigungen wird halt der Renntermin nicht nach den Schnee- und Wetterverhältnissen festgesetzt. Um so schwieriger die Skibergtour, um so weniger Tage gibt es im Jahr, wo dort gute Verhältnisse vorherrschen. Naja, beim Plose-Rennen gestern waren mal wieder optimale Verhältnisse. Bin heuer anscheinend um einiges besser drauf als letzten Winter, wo es ja rennenmäßig gar nicht lief. Reinhart Hurt und ich als Oldies starteten etwas "bedächtiger", doch dann machten wir Platz für Platz gut. Ich war immer so 10 m hinter Reinhart. Als das Ziel nicht mehr weit war, überholte ich ihn, doch beim Zielsprint war er mal wieder der Schnellere. Wir belegten Platz 5 und 6 mit einer Zeit von 62 min. und 27 sek, die sich für diese Strecke eigentlich sehen lassen kann. Doch der Südtiroler Urban Zemmer lässt unsere Zeit mal wieder ziemlich blass erscheinen. Er siegte jetzt schon zum 4. mal hintereinander mit neuem Streckenrekord von 55:50 min. fast 4 Minuten vor dem Zweitplatzierten. Wir sind uns da alle einig, dass diese 1390 hm (letzes Drittel sehr lange Flachpassagen) und 9,5 km momentan wohl von niemandem unterboten werden kann (er geht immerhin 10 km/h). Mir gefällt er, ein total lockerer Typ, der in Südtirol nur seine paar lokalen Rennen geht und dem sonst die anderen "Events" ziemlich egal sind. Die Siegerehrung auf der Plosehütte auf 2446 m und die Heimfahrt war dann auch noch ganz lustig. Die Ergebnisliste gibt's unter www.bergrettungbrixen.it. Übrigens mein erstes Rennen für den RC Bike-Point.                             04.03.09: Stephan aus Südtirol hat die Strecke mittels Google-GPS nachgemessen und kommt auf rd. 6 km. Die Angaben des Skigebietes Plose mit 9,5 km sind wahrscheinlich ein Werbegag, um so die längste Skiabfahrt Südtirols zu haben. Die Höhenmeter dürften jedoch stimmen. Trotzdem ist Urban Zemmer sehr schnell, da man im oberen Bereich nicht mehr so effektiv Höhenmeter macht.

20.02.09: Mondscheinsprint Buchensteinwand am Pillersee. Im Unterland durch den momentanen Nordstau noch viel mehr Schnee. Habe mich wieder ins Renngeschehen gemischt. Kurzes und beliebtes Rennen mit 600 hm und 119 Teilnehmern. Am Start brauch ich mich nicht mehr in die erste Reihe zu stellen, da bin ich echt nur im Weg. Doch dann werden entweder die anderen langsamer oder ich schneller. Auf jeden Fall war ich bei der Hälfte bei den Führenden dabei. Beim steilsten Stück hätte ich fast die Führung übernommen. Doch dann war es nicht mehr weit zum Ziel und es kam zum Zielsprint, wo ich natürlich nicht mitreden kann. Gewonnen hat Simair Georg mit 23:13, zweiter Hurt Reinhard mit 23:16, dritter der Bayer Grassl Franz mit 23:20 und vierter ich mit 23:30 min. Dann mit etwas größerem Abstand Deisenberger, Holzer, Schieder, Bergamnn, Herburger, Widauer, Wörter usw. Wen es interessiert, die Ergebnisse stehen bald unter http://members.ktvpillersee.at/hgstoaberg. Bin wirklich zufrieden für mein erstes Rennen und gleich eine super Zeit. Bei der Siegerehrung waren wir alle länger zusammengehockt und natürlich war wieder die Wildsaustaffel ein Thema. Es sind wieder die vier haargenau gleichen Teams dabei, die letzes Jahr um den Sieg gekämpft haben. Alle 4 Teams haben wieder ihre guten Abfahrer engagieren können. Also die Aufsteiger Stefan Widauer und Manfred Holzer, dann Reinhart Hurt und Jörg Randl, dann Christian Ragg und Bernhard Haller und ich bin wieder bei den Juen-Zwillingen dabei mit Abfahrer-Verstärkung Patrik Huter. Wir freuen uns schon auf den schönen Bewerb und ich hoffe, dass sich recht viele verwegene Abfahrer finden bei dieser Gaudi mit zu machen.  

16.01.09: Wenn der Papa schon keine Rennen macht, ist wenigstens unsere Michi aktiv. 3. Platz beim Wanda-Panda-Skirennen in Rinn

Rennen 2008

28.12.08: Gerhard Eberl lebt nicht mehr! Gestern beim lockeren Lauftraining ist er tot zusammen gebrochen. Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt. Gerhard war mit 46 Jahren nicht nur der beste Läufer in seiner Altersklasse in Tirol, sondern vor allem menschlich konnte ihm keiner das Wasser reichen. Ich war immer froh, wenn ich nach dem Rennen neben Gerhard sitzen konnte und wir unseren Spaß hatten. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner lieben Frau und seinen bereits erwachsenen Kindern. 

07.12.08: Kolsassberg-run. Da ich mir von meiner Familie wieder mal eine Verkühlung eingefangen habe, wollte ich nicht starten. Um 8:45 Uhr (Start 10:00) habe ich dann doch schnell alles zusammengepackt. In Kolsass beim kurzen Warmlaufen fühlte ich mich dann eigentlich ganz gut. Wie immer in Kolsass hat Franz Stöckl und sein Team die komplette Berglaufelite eingeladen und den Lauf perfekt organisiert. Man muss schon sagen, was hier die Kolsasser Vereine, Firmen und Hotels Geld locker machen, um die Stars hier laufen zu sehen, ist schon etwas besonderes. Inzwischen ist der Kolsassberg-run ein jährliches Wochenendtreffen der bekanntesten Bergläufer mit ihrem Anhang. Über dieses Einkaufen der Stars kann man jedoch geteilter Meinung sein. Meine Motivation bei dem Lauf dabei zu sein, ist ja ausschließlich die Kompi-Wertung aus Rad und Run. Mein größter Konkurrent und Teamkamarad Stefan Widauer lief zu Anfang gleich mit den Besten mit. Ich hörte zuerst wieder auf meinen Körper und bald merkte ich, dass es sehr rund lief. Nach 2/3 der Strecke konnte ich Stefan überholen und schlussendlich langte es zum 9. Platz mit 25:48 min. (590 hm, 5,3 km) als bester Österreicher. Trotz der oben etwas matschigen Strecke war ich 25 sek. schneller als letztes Jahr. Gewonnen haben, wie letzes Jahr, ex equo, die Berglaufweltmeister Wyatt und DeGasperi in 23:55 min., dann kamen Polen und Italiener (Südtiroler). Damit habe ich nun zum dritten mal den Kolsassberg-Champion gewonnen.  Schade, dass ich 2006 nicht mitgemacht habe - denn 4 mal hintereinander wäre dann doch etwas besonderes gewesen. Eigentlich unglaublich die Leistung der amtierenden Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr aus Wien - ein neuer Streckenrekord mit 25:11 min. nur 1:16 min. hinter Wyatt. Andrea hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um genau 2:10 min. verbessert - vielleicht auch neue Trainingsmethoden. Zu den Preisen wäre noch zu sagen, da ja das Geld fast ausschließlich in die Laufstars investiert wird  - ein Weizenglas als Kolsassberg-Champion mit einer Kombizeit die wahrscheinlich nur wenige zustande bringen, ist da schon etwas wenig. Naja, wir können ja stolz sein mit den Stars um die Ehre mitzulaufen.

16.11.08: Bezirkblatt-Reportage am 12.11.08: Jetzt möchte ich doch den Artikel über mich mit der Überschrift "Der Wettkampfsüchtige" kommentieren. Der Artikel ist ja ganz nett geschrieben nur die Überschrift ist wohl bei mir nicht ganz zutreffend. Sicher mache ich recht viele Wettkämpfe, aber wenn man eigentlich immer vorne mitmischen kann, nebenbei oftmals dabei einen Nebenverdienst hat und mit den Leuten gerne zusammen ist, warum sollte ich dann nicht teilnehmen. Ich habe noch nie nach Trainingsplan oder mit einer Pulsuhr trainiert - ich kenne gar nicht meinen Maximalpuls. Eigentlich mache ich immer gerade den Sport der mir Spaß macht. Ich richte sicher nicht mein ganzes Leben nach den Wettkämpfen aus. Dafür habe ich als Dipl.-Ing. einen viel zu verantwortungsvollen Beruf, meine Frau und unsere beiden kleinen Kinder mit denen ich gerne zusammen bin und natürlich die Liebe zu den Bergen. Wenn ich nicht selber das Gefühl hätte, ich wäre für diese Art von Sport besonders talentiert, würde ich es auch nicht machen und so lange es noch mit dem momentanen Aufwand geht, werde ich auch nächstes Jahr wahrscheinlich wieder Rennen bestreiten. Aber sollte ich nicht mehr mit den Jungen, die sich ja fast alle ärztlich betreuen lassen (Belastungs-EKG, Trainingspläne usw.), mithalten können, werde ich mich dann wieder ausschließlich der Familie, dem Beruf und den Bergen widmen. Dazu muss man auch sagen, dass ich mir nach den letzten Dopingfällen beim Radfahren schon immer öfters die Sinnfrage stelle. Da es ja bei uns keine (oder so gut wie keine) Dopingkontrollen gibt, weiß man halt echt nicht ob man betrogen wird. Ich verweise nur auf Arno Kaspret, der mir als gedopter Fahrer den Sieg beim Pfarrachalmrennen wegschnappte - glücklicherweise wurde er jedoch bei einem Rennen ein paar Tage davor positiv getestet.  

19.10.08: Mutspitz-Bergduathlon. Eigentlich wollte ich heuer bei meinem Lieblingsrennen nicht mitmachen, habe es dann doch nicht lassen können. Bei diesem Rennen fährt man von Meran (325 m) mit dem Rennrad bis zum Tiroler Kreuz auf 806 m und dann läuft man bis kurz unter die Mutspitze auf 2270 m. Nach wie immer verhaltenem Start holte ich allmählich auf und war in 18:32 min. beim Tiroler Kreuz als 2. Radfahrer. Nur Michael Tumler war ein paar Sekunden schneller (Gianni Penasa war genau 1 min. langsamer). Die beiden Südtiroler Roland Osele und Thomas Niederegger waren dicht hinter mir. Diese beiden hatte Klickpedalaufsätze mit großen Platten, worauf man den ganzen Laufschuh draufstellen kann. Bis ich meine Schuhe wechselte, waren die beiden schon ca. 30 bis 40 sek. voraus. Beim Laufen musste ich noch mehr meinen Gehschritt einsetzen als sonst - irgendwie merkte ich meinen linken Oberschenkel. Roland und Thomas, die fast durchgehen laufen konnten, waren bald außer Sichtweite und Steinacher Dario war immer ziemlich dicht hinter mir. Bei ca. 1700 m überholte Dario mich, doch er hatte einmal eine kurze Schwächephase und ich konnte wieder an ihn vorbei. Gewonnen hat, wie letztes Jahr, Roland Osele mit 1:17:05, 2. wurde der erst 23 jährige Thomas Niederegger in 1:17:50 h, 3. ich mit 1:20:22 (genau 2 min. langsamer als letztes Jahr), 4. Steinacher Dario, 5. Steiner Anton und 6. Gianni Penasa. Bin trotzdem zufrieden mit meinem Ergebnis, vor allem weil ich ja immer noch nicht 100%ig gesund bin. Aber wenn ich Roland mal auf seiner Heimstrecke schlagen will, müsste ich weniger gehen und mehr laufen können. Aber ob ich mich auf meine alten Tage da noch umstellen kann ist fraglich - vielleicht würde ein gezieltes Lauftraining auf Wegen mit ähnlicher Steilheit etwas bringen.

12.10.08: MTB-Rennen Aldranser Alm: Wegen der Schneelage am letzten Wochenende musste des Rennen vor meiner Haustüre auf heute verschoben werden. Trotz des Berglaufes gestern, fühlte ich mich ganz gut und ich wollte das Rennen auf meiner Trainingsstrecke endlich mal wieder (nach 2004) gewinnen. Doch am Start musste ich meine Hoffnungen eigentlich wieder begraben, da Christian Brockhoff extra aus München angereist kam. Ich konnte ihn zwar heuer im Sommer schlagen, doch letzte Woche beim Kolsassberg-Classic wurde er 3. Gestartet wurde heuer in Aldrans, man fuhr auf der Gemeindestraße ca. 2 km bis Fagslung und von dort auf dem Almweg zur bekannten Alm (770 hm). Christian fuhr gleich am Anfang einen Vorsprung von ca. 100 m heraus. Erich Schafferer und ich folgten. Erich konnte ich bei ca. der halben Strecke langsam abschütteln und auch den Rückstand zu Brockhoff etwas verringern. Doch viel tat sich nicht, so gewann er in 31:18 min., ich folgte in 31:47 min. und 3. wurde Erich in 32:19 min. Ich glaube, die Zeiten sind gar nicht so schlecht. Die Aldranser haben einen guten Draht zur Tiroler Tageszeitung und zum Bezirksblatt. Wir wurden ausnahmweise ziemlich oft fotografiert. Die Siegerehrung auf der Alm war dann rekordverdächtig und sehr familienfreundlich: um 12:00 Start und um 14:00 Uhr war schon alles vorbei. Übrigens mein letztes Rennen für den RC Raiffeisen Region Hall. Nächstes Jahr hoffe ich, dass ich ein paar gute Ergebnisse für das neu gegründete Rennteam bikepoint einfahren kann. Aber bis dahin ist noch hoffentlich ein schöner Winter dazwischen. Aber das Wichtigste ist gesund zu bleiben.

11.10.08: Volderer Berglauf. Das Berglaufteam Volders hat wieder alles perfekt organisiert. Zum ersten mal wurde heute bis zur Naturfreundehütte (Voldertalerhütte) auf 1376 m gelaufen. Die Laufstrecke geht unten wie bisher von Volders bis zum früheren Ziel Auerhof und weiter über Volderwildbad, auf dem Steig und die Almwiesen zur Stiftsalm und dann wieder auf Almwegen bis zum Ziel (9,2 km und 810 hm). Die letzten 3 km sind dann ziemlich flach. Ich übernahm bald die Führung und nur das 22-jährige Lauftalent Matthias Scherl folgte mir mit ca. 50 m Rückstand. Da ich wusste, dass er im oberen flachen Abschnitt der Schnellere ist, wollte ich einen möglichst großen Vorsprung herauslaufen. Doch recht viel mehr als ca. 60 m sind es eigentlich nie geworden. Rd. 1,2 km vorm Ziel lief er dann zu mir auf. Ab dort liefen wir gemeinsam. Ich muss Matthias schon dankbar sein, denn für ihn wäre es sicher kein großes Problem gewesen mich spätestens im Zielsprint abzuhängen. Aber so liefen wir gemeinsam in 45:06 min ins Ziel. 3. wurde Gerhard Eberl in 48:13 und knapp dahinter der wieder in die Wettkampfszene eingreifende Hermann Klingenschmid. Sehr schön zum Zuschauen waren dann die verkürzten Kinderläufe, die das gleiche Ziel wie wir hatten. Auf der Naturfreundehütte bei der Siegerehrung war es richtig gemütlich und ein schönes Treffen der heimischen Berglaufszene. Nächstes Jahr wird sich zeigen, was unsere Zeit Wert ist - glaube aber, dass sie nicht so schlecht ist, da ich bei 20:50 min durchs alte Ziel gelaufen bin.

04.10.08: Kolsassberg-Classic. Wieder hervorragend organisiertes Rennrad-Bergrennen über 5,7 km und 590 hm. Wegen dem schlechten Wetter sind "nur" 150 von den 200 Gemeldeten gestartet. Obwaller musste (angeblich wegen Rippenbruch) absagen, so war der Weg frei für den für das Union Raiffeisen Radteam Tirol startenden Salzburger Markus Moser. Der erst 22-jährige ist momentan in einer super Verfassung und gewann mit einer Zeit von 20:48 min. Immerhin habe ich Markus heuer schon 2 mal schlagen können (Stiglreith und Kühtai), aber heute war ich genau 2 Minuten hinter ihm. Nach wie immer verhaltenem Start ging es mir bis zum Jagerhof ganz gut, doch dann konnte ich mein Tempo nicht mehr ganz halten. So belegte ich den 10. Gesamtrang und bei den hierbei ausgetragenen Tiroler Meisterschaften immerhin noch den 5. Platz. Bei der Siegerehrung am Abend war dann in der Hofer Stubn wieder viel los. Vor allem die 2-Mann-Band (weiß leider den Namen nicht mehr) mit Gitarre und Zither machte wirklich Musik vom Feinsten.

23.09.08: Pfarrach Alm Rennen am 25.07.08. Gestern habe ich eine e-mail bekommen, dass Arno Kaspret aus der Ergebnisliste vom Pfarrach Alm Rennen gestrichen wurde und ich jetzt der Sieger bin. Kaspret der ja bei diesem Rennen mit neuem deutlichen Streckenrekord ca. 1 min. vor mir gewonnen hatte, wurde ein paar Tage zuvor von der NADA positiv getestet und nun auf Lebenszeit gesperrt.  Es wurde auch höchste Zeit, dass dieser Betrüger aus dem Verkehr gezogen wurde. Nach dem ÖRV sind dann alle Ergebnisse, die er nach diesem Test erzielt hat hinfällig. Er muss auch die Preisgelder zurückgeben. Ich freue mich wirklich sehr, dass die Gerechtigkeit gesiegt hat. Somit bin also ich erster, 2. Traxl und 3. Gerhard Omminger.

21.09.08: Bergzeitfahren Haiminger Berg. Der Haiminger Berg mit 10 km und 1000 hm ist schon eine ziemlich anspruchsvolle Strecke. Der steilste Abschnitt ist bei der Ortschaft Höppberg mit ca. 13%, oben ist es dann 1 km lang etwas flacher. Die Organisatoren, der Radclub Bikepoint, haben alles wieder perfekt organisiert. Eine besondere Motivation war heute, dass unter den ersten 20 Fahrern ein Laufradsatz "Lightweight" der Firma Obermayer aus München für ca. 2700,- Euro, zur Verfügung gestellt von Roland Gamsjäger (Geschäftsführer vom Radgeschäft Bikepoint), verlost wurde. Roli ist wirklich ein Glücksfall für unsere heimische Radsportszene. Auch das Radsportgeschäft in Innsbruck-Pradl kann ich nur empfehlen. Dieser edle LRS hat natürlich viele gute Fahrer angezogen und es galt das Motto unter den ersten 20 zu kommen. Mir ging es nicht besonders - wenn ich bedenke, welchen schönnen runden Tritt ich im Sommer hatte und heute war es doch eher ein Gewürge. Es wird wirklich höchste Zeit dass ich meinem Körper etwas Ruhe gönne und die leichte Entzündung endgültig auskuriere. Ich wurde zwar mit einer Zeit von 41:31 min. 13. aber auf dem Sieger Hans-Peter Obwaller fehlten mir über 5 min., 2. mit 13 sek. Rückstand wurde Andi Ortner. Heuer bin ich ja immerhin schon einige male nur 30 - 60 sek. hinter Andi gewesen (Gerlosberg, Rumer Alm, Kitzbühler Horn, Kühtai) und Obwaller habe ich beim Hahnenkamm geschlagen - da sind 5 min. schon eine kleine Ewigkeit. Spannend wurde es dann bei der Verlosung des Laufradsatzes. Der Glückliche war der Oberperfer Christian Ragg und sicher wird jetzt der sympatische Sportler nächstes Jahr noch um ein Stück schneller fahren.

20.09.08: MTB-Rennen auf die Thaurer Alm. Wieder mal ein 4. Platz beim Thaurer-Alm-Rennen. Sieger wurde schon etwas überraschend der heuer sehr stark fahrende Bruno Stoppa aus Vorarlberg mit einer hohen 32er Zeit. 2. Traxl mit 33:22 min, und 3. Reini Stuefer 33:51 min. Ich bin mit meiner Zeit von 34:13 min eigentlich recht zufrieden. Der heuer besonders holprige Weg kostete doch etwas Zeit. Mit meiner Form geht es jetzt anscheinend wieder aufwärts. Übrigens hat mich Bruno Stroppa zum ersten mal geschlagen. Oben am Ziel war wieder super Stimmung.

14.09.08: Roter Aar in Sistrans: Bei meinem Heimrennen wusste ich lange nicht, soll ich radfahren oder laufen. Nach längerem hin und her, rief ich erst am Vortag Reini Stuefer an und er war spontan bereit sich mit mir zusammen zu tun. Das Wetter mit Dauerregen und ca. 5° war natürlich äußerst schlecht. Reini als Biker mußte sich mit Daniel Federspiel, Erich Schafferer und Gerhard Omminger auseinadersetzen, ich mit Simon Lechleitner, Martin Bader und Stefan Widauer. Wahrscheinlich lag's auch an der Kälte, dass die Zeiten heute alle schlechter waren als die letzten Jahre. Reini fuhr ein gutes Rennen mit 29:09 min. ca. 1 min. hinter Daniel. Bei den Läufern gewann Simon in 26:13 min, 2. Martin mit 26:55, 3. ich mit 27:23 min. und 4. Stefan mit 27:30 min. Im Team belegten wir somit hinter Federspiel/Bader den 2. Platz. Jetzt ist mir erst bewußt geworden, was ich letztes Jahr trotz Thaurer-Alm-MTB-Rennen am Vortag mit meinem Streckenrekord von 25:06 min. geleistet habe. Ich bin zwar schon etwas traurig, dass es nicht mehr so gut geht wie vor ein paar Wochen, aber mit der Wettkampfsaison kann ich heuer wirklich zufrieden sein. Ich hoffe, dass es beim Thaurer Alm Rennen am kommenden Samstag wieder besser wird.

13.09.08: Bettelwurfhüttenlauf: Nach meiner Stirnhöhlengeschichte war es für mich spannend wie ich heute laufe. Der "Bergkraxellauf" auf die Bettelwurfhütte ist wirklich etwas besonderes - hier ist der Steilwegspezialist gefragt. Es war zwar neblig, aber der Weg war kaum nass - also gute Verhältnisse.  Nach dem Start auf dem Asphaltabschnitt vom Halltaleingang bis zum Bettelwurfeck konnte ich einen kleinen Vorsprung herauslaufen. Im Schotterabschnitt kam dann Syme Andrew beängstigend nahe an mich heran. Beim Felsweg konnte ich jedoch den Vorsprung wieder vergrößern. Meine Zeit beim Juchezer war dann ca. 41:30 min - also ca. 1 min langsamer als letztes Jahr. Eigentlich erwartete ich immer, dass Andrew wieder aufholt, aber am Schluss war dann plötzlich Alex Fasser ziemlich dicht hinter mir. Gott sei Dank war dann das Ziel nicht mehr weit weg und ich konnte mit 56:19 min., ca. 15 sek. vor Alex gewinnen. 3. wurde der immer stärker werdende Tuxer Georg Egger mit einer 57er Zeit, 4. dann Andrew mit ca. 58:15 min. Heute blieben viele Läufer unter einer Stunde. Ich bin natürlich froh, dass es mir gesundheitlich wieder besser geht. Meine Zeit vom letzten Jahr war jedoch damals trotz etwas Schnee ab dem Juchezer 1:24 min. schneller. Auf der Hütte war es dann wieder richtig gemütlich und allein die Siegerehrung von Markus Wurzer ist es Wert am Lauf teilzunehmen.

07.09.08: Nordkettentrophy und Österreichische Hillclimb-Meisterschaften. Eigentlich der Höhepunkt meiner Radsaison, nachdem ich ja letztes Jahr bei der Schmittentrophy Bronze gewinnen konnte, wollte ich dieses Jahr auf meiner "Hausstrecke" wieder möglichst vorne dabei sein. Die Strecke geht von der Höttingergasse in Innsbruck über den Planötzenhof und später über den Verbindungsweg zum Höttinger-Almweg und dann vorbei an der Bodensteinalm bis hinauf zur Seegrube (insgesamt rd. 12,5 km und 1360 hm). Habe mich gut vorbereitet und bin diese Woche 2 mal die Strecke abgefahren und habe oben beim schwierigen Wegteil sogar stellenweise Steine weggeräumt. Leider habe ich über dem rechten Auge seit einigen Tagen Kopfschmerzen. Zuerst glaubte ich, das kommt von meiner Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Doch der HNO-Arzt stellte dann eine Stirnhöhlenentzündung fest. Entgegen dem Rat des Arztes, nahm ich dann doch beim Rennen teil, da ich mich körperlich ganz gut fühlte. Naja, hinterher ist man immer schlauer - es wäre sicher besser gewesen, ich hätte mich geschont. Schon nach dem Planötzenhof merkte ich, dass ich nicht so gut fahre und machte mir schon Gedanken aufzugeben. Aber man hofft halt doch während des Rennens auf ein Wunder und so fuhr ich dann bis ins Ziel als 11. mit einer Zeit von 1:02:30 h kurz hinter Reini Stuefer. Gewonnen hat HPO in der gewaltigen Zeit von ca. 56:30 min., 2. wurde ein gewisser Sigi Bauer, 3. Andi Traxl auch noch mit einer 58er Zeit. Bei diesen Zeiten, wäre ich auch in Normalform nicht vorne dabei gewesen. Vor mir waren auch noch insgesamt 4 U23 Fahrer (xx, Federspiel, Lidicky, Thöni) sowie der 27-jährige Naviser Gerhard Omminger mit einer Super-Zeit von 1:00:xx. Andi Ortner hatte Rückenprobleme und musste sich mit dem 5. Platz zufrieden geben. Eine Besonderheit war heute, dass die NADA (Nationale Anti-Doping Agentur) Dopingkontrollen durchgeführt hat. Die ersten 3 wurden mittels Urinprobe getestet und ich hoffe, falls jemand positiv ist, dass sie ihn auch auffliegen lassen.  

31.08.08: 30. Kitzbüheler Hornlauf. Habe es geschafft, bin wieder TIROLER MEISTER im Berglauf geworden. Der Bergstraßenlauf aufs Horn, organisiert von Berglaufpionier Franz Puckl, geht vom Zentrum von Kitzbühel ca. 3,5 km zuerst im auf und ab zur Hornstraße, dann gleich wie die Radstrecke bis zum Alpenhaus und weiter bis zum Gipfel (12,9 km und 1234 hm). Vor allem die letzten 300 hm vom Alpenhaus bis zum Gipfel sind dann ganz schön hart. Wegen des Preisgeldes ist dieser Lauf sehr gut besetzt - heute war seit längerer Zeit wieder einmal der x-fache Berglaufweltmeister Jonathon Wyatt dabei. Nach den vielen Radrennen, war es für mich spannend wie es mir heute beim Laufen ging. Um unteren flacheren Stück ist mir natürlich die Spitzengruppe schon davon gelaufen, aber die Tiroler und Österreicher waren nicht weit weg. Bergauf ging es mir dann recht gut, bin sogar ein paar Kilometer noch als bester Östereicher an 5. Position gelaufen. Alois Redl hatte aber die besseren Reserven und überholte mich dann oben noch. 2. Tiroler wurde der junge Matthias Scherl und 3. Stefan Widauer. Stefan war aber nicht für die Tiroler gemeldet, so holte sich die Bronzemedaillie der Osttiroler Ingemar Wibmer. Meine Zeit mit 1:07:02 war nur 10 sek. schneller als vor 5 Jahren. Gesamterster wurde überlegen Wyatt mit 58,51 min, die nächsten waren dann ein Amerikaner und 2 bekannte Tschechen mit Blaha und Skalsky.  

16.08.08: 18. Zillertaler MTB-Rennen in Uderns und zugleich Tiroler Meisterschaft. Die Strecke ist seit letztem Jahr um ca. 4,5 km und 470 hm länger. Es geht unten zuerst rd. 6 km kreuz und quer durch die Umgebung von Uderns, wo immer schon ziemlich schnell gefahren wird, danach geht's bergauf zum Ziel der früheren Jahre, dann die ca. 700 m lange, nicht leichte Abfahrt und zum Schuss noch rd. 470 hm bis zur Hölderlalm - ein schweres Rennen. Ich konnte bald zum 4. Platz kurz hinter Hechi vorfahren. Traxl war schon um einiges weiter vorne und Andi Ortner war nicht mehr zu sehen. Bei der Abfahrt konnte Hechi ca. 10 - 15 sek. gegenüber mir herausfahren, doch die konnte ich auf dem Weg zur Hölderlalm wieder aufholen, aber er ließ sich die ganze übrige Strecke nicht abschütteln und im Zielsprint hatte ich natürlich keine Chance. Aber die beiden Mooserwirtleute Traxl und Hechi fuhren heute eine Liga besser als die vergangenen Rennen - Traxl konnte sogar noch Andi Ortner unter Druck setzen. Andi gewann zwar mit neuem Streckenrekord von 45:04 min. (letztes Jahr Obwaller mit 45:31 min), aber Traxl war nur 8 sek hinter ihm. Und Hechi habe ich noch nie so stark auf dem Mountainbike erlebt - auch zum Schluss fuhr er wie aus einem Guss. So musste ich mich trotz der sehr guten Zeit von 46:32 min (gleich schnell wie Leimgruber letztes Jahr) mit der Bronzemedaille zufrieden geben. Wenn man die heurigen Rennen betrachtet, hätte ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet.

15.08.08: Das Kitzbüheler Hahnenkamm-MTB-Rennen fand heute schon zum 20. mal statt. Wahrscheinlich damals eines der ersten MTB-Hillclimbs überhaupt - also ein absoluter Klassiker. Auf der Fahrt nach Kitz regnete es extrem stark, doch dort wie ein Wunder, kaum Regen. Erst nach der Stadtrunde nach dem Winken der grünen Fahne fing es auch in Kitzbühel voll an - aber jetzt war es schon gleich. Die Strecke war natürlich regenbedingt ziemlich saugend. Heute trafen zum ersten mal die zur Zeit besten Bergfahrer zusammen: Andi Ortner gegen den Südtiroler Wolfgang Niederegger. Sie lieferten sich einen harten Zweikampf bis in Ziel - Andi konnte das Duel mit 5 sek. Vorsprung knapp für sich entscheiden mit einer bei diesen Verhältnissen gewaltigen Zeit von 34:40 min - nur 19 sek. hinter seinem letztjährigen Streckenrekord. 3. wurde Roland Stauder mit 36:00 min, 4. überraschend der erst 18-jährige David Wöhrer mit 36:08, 5. der 22-jährige Lorenz Lidicky mit 36:37 m und 6. ich mit 36:58 min. Knapp hinter mir der immer stärker werdende Bruno Stroppa, 8. Christian Brockhoff, 9. der erst 16-jährige Sebastian Lettner und Hanspeter Obwaller wurde mit 37:32 min. heute nur 10. A. Traxl gab nach 1,5 km auf und fuhr mit Hechi nicht mit 100%  ins Ziel.

10.08.08: Am Sonntag war dann der Kühtaier Bergkaiser, von Innsbruck über Kematen und hinauf bis Kühtai. Hier wechseln sich ständig Flachstücke und steile Rampen ab (also ganz anders wie am Horn) und es ist eher der Radrennfahrer gefragt. Dies ist wirklich eine Traumstrecke für ein Radrennen und mir hat es (ab der Startfreigabe in Kamaten) eigentlich richtig Spaß gemacht. Das ausgeschriebene Preisgeld hat natürlich auch einige Profis und Halbprofis angelockt. Heute wurde allerdings nur mit 25 km/h neutralisiert von Innsbruck bis Kamaten gefahren. Und es ist wirklich unglaublich, was da bereits für Positionskämpfe ausgetragen werden. Jeder möchte in Kamaten ganz vorne sein. Eigentlich sollte man meinen, dass sich jeder entsprechend seiner Leistungsstärke im Feld einreiht und so dann gemütlich zum Start gefahren wird. Nein, viele glauben scheinbar, wenn sie beim neutralisierten Abschnitt schnell sind, sind sie später beim Rennen auch schnell. Diesen Abschnitt kann sich der Veranstalter getrost schenken. Nur wegen der (nicht vorhandenen) Zuschauer von Innsbruck zu starten ist völlig unnötig und behindert nur den Verkehr und die Radfahrer gefährden sich obendrein noch selbst. Ich jedenfalls war nach der Startfreigabe sehr erleichtert und endlich dann in Sellrain ganz vorne dabei. Etwas später bei der Grieser Steigung habe ich kurz nicht aufgepasst und Andi Ortner, die Südtiroler Hillebrand und Roland Stauder, HPO und Andi Traxl sind dann etwas weg gefahren. Ab da fuhr ich dann eigentlich mein eigenes Rennen, immer an 6. Stelle, ca. 30 Sekunden hinter dieser Gruppe und alles alleine. Kurz vor den Galerien konnte ich dann zu Traxl hinfahren, er hängte sich hinten rein und mit ihm fuhr ich ins Ziel, er einige Meter vor mir. Wir waren so ca. 40 sek. hinter dem Sieger Hillebrand, der Andi im Sprint überraschender Weise niederrang. Also wirklich wieder ein sehr schönes Radrennen bei herrlichem Sonnenschein. Leider ist halt am Sonntag Vormittag sehr viel Ausflugsverkehr ins Kühtai unterwegs - m. E. wäre es am Samtag Vormittag besser. In der Ergebnisliste werde ich bis jetzt noch an 7. Stelle geführt, weil sie an 5. Stelle jemand eingereiht haben, der da nicht hin gehört. In der Tiroler Tageszeitung stand es dann auch falsch - ich war nicht 1:57 min. hinter dem Sieger sondern als 6. nur ca. 1 min. In der Ergebnisliste wurde es aber dann richtig gestellt.

09.08.08: Dieses Wochenende standen zwei Highlights auf dem Programm. Den Anfang machte das Radrennen aufs Kitzbüheler Horn am Samstag. 900 hm auf 7,2 km, das entspricht einer Durchschnittssteigung von 12,5 % und für ein Rennradrennen ist das schon sehr steil. Neutralisiert ging es von der Ortsmitte Richtung Norden und weiter ca. 50 hm hinauf und nach den engen Kurven viel dann der Startschuss. Diese Stelle ist jetzt ganz deutlich mit einem Schriftzug auf der Straße markiert und angeblich wurde dort schon immer der Start freigegeben. Mir wurde gesagt, dass auch die Auffahrtszeiten bei der Österreich-Rundfahrt von genau der gleichen Stelle aus gemessen werden (Matten der Chip-Zeitmessung). Überraschenderweise dauerte es nicht lange, da war ich schon ganz vorne dabei. Andi Ortner, der Slowene Cvet, Bernhard Laimgruber und der erst 23-jährige Markus Moser. Andi setzte sich dann langsam ab, dahinter der Slowene und ich knapp hinter Laimi und Markus. Bei dieser Steilheit gibt es nicht viel zu attakieren - jeder ist eh schon ziemlich am Limit. So ging es dann auch schlussendlich durchs Ziel. Mit meiner Zeit mit 31:42 min bin ich sehr zufrieden, nur 55 sek. langsamer wie Andi. Laimi ist 20 sek. und Markus 17 sek. vor mir. Bei trockenem Asphalt wären sicher alle um einige Sekunden schneller gewesen. Wahrscheinlich der schnellste Höhenmeterschnitt den ich jemals gemacht habe (100 hm in 3:31 min.)

27.07.08: Schönjochtrophy in Fiss. Bisher bin ich ja hier 2 mal gelaufen. 2006 hab ich dort gewonnen und im letzten Jahr empfand ich die Strecke als Läufer wegen der Bergabpassagen als für mich zu hart. Deshalb probierte ich es heute mit dem Rad. Läufer und Radfahrer haben die gleiche Strecke (1300 hm und 18 km). Bei den Läufern gibt es eine Wertung, bei den Radfahrern dagegen 4 (bis 16, 16 - 30, 30 - 40 und 40 bis 70 Jahre). Die Radfahrer starten in 2 Gruppen. Ich gewann in der 1. Gruppe ziemlich klar mit 1:01:18 h. In der 2. Gruppe mit den 16 bis 40 jährigen gewann der Südtiroler Wolfgang Niederegger mit neuem gewaltigen Streckenrekord von 55:18 min, 5 min vor Andi Traxl. Niederegger hat damit den letztjährigen Rekord von Andi Ortner um 1:10 min unterboten und das als Solofahrer bei meist etwas nasser Strecke. Meines Wissens überhaupt der erste Ortner-Rekord der unterboten wurde. Meine Zeit reichte immerhin noch für den 3. Gesamtplatz. Mir wäre es ja viel lieber wenn alle Radfahrer gleichzeitig starten würden, dann wären die Zeiten wirklich miteinander vergleichbar. Bei den Läufern siegte (der inzwischen schon österreichische Spitzenläufer) Simon Lechleitner aus Aldrans in 1:15:53 h mit ebenfalls neuem Streckenrekord vor Albuin Schwarz und Matthias Scherl. Eine schöne Veranstaltung bei der auch mit dem Preisgeld nicht gegeizt wird.

26.07.08: Hinterhorn-Challenge. Wegen dem vorabendlichen Pfarrachrennen, wußte ich, dass es sehr schwer werden würde eine neue persönliche Bestzeit auf die Hinterhorn aufzustellen. Ortner und Obwaller waren heute nicht am Start. Laimi war hochmotiviert und fuhr gleich vom Start vorne weg und hatte heute eigentlich keinen Gegner. Nach ca. 1/3 der Strecke konnte ich an die 2. Stelle vorfahren.  Ein sehr starker Reini Stuefer war aber nicht weit hinter mir. Schließlich gewann Laimi mit ca. 22:35 min, dann ich mit 23:53 min. und 3. wurde Reini mit 24:21 min. Ich wurde zwar wieder einmal bei einem Radrennen 2., aber gegen Laimi hatte ich heute keine Chance. Ich bin froh noch eine 23er Zeit geschafft zu haben (18 sek. langsamer als letztes Jahr) und vor nicht all zu langer Zeit waren ja eigentlich 24er Zeiten die Ausnahme.  

25.07.08: Pfarrachalm-MTB-Rennen. Im Rahmen des Stubaier Bikemarathons veranstalten Günter Gugglberger und sein Team am Freitag Abend das Bergrennen auf die Pfarrachalm. Es geht von der Kirchbrücke unten bei der Ruetz über Fulpmes auf die Alm (ca. 880 hm und 7,5 km). Vor 2 Jahren konnte ich das Rennen mit 36:43 min gewinnen. Letztes Jahr nahm ich nicht teil, da gewann Verbnjak mit 35:37 min (Streckenrekord). Heuer war der ehemalige A-Lizenz-Fahrer Kaspret am Start. Der legte gleich los wie mit der Kanone geschossen. Traxi und Hechi versuchten ihm zuerst zu folgen. Ich fuhr wie immer mein Tempo, konnte nach und nach aufholen und nach der halben Strecke auf Traxi aufschließen. Da ich Kaspret nach dem Start nicht mehr zu Gesicht bekam, nahm ich an er sei ausgestiegen (er als ehemaliger Sprinter und Straßenradfahrer kann doch steil bergauf nicht so schnell sein). Nach dem Flachstück konnte ich Traxi langsam abschütteln und freute mich eigentlich schon über einen Sieg. Doch kurz unter der Alm tauchte plötzlich Kaspret in der letzten Kehre auf. Er gewann mit 34:42 min, ich war mit 35:38 min nur eine Sek. langsamer als letztes Jahr Verbnjak. 3. wurde Traxi, dahinter zeitglich das große Talent Gerhard Omminger und Hechi.

20.07.08: Tulfeinalm-Rennen. Heute wurden wieder 2 Rennen ausgetragen. Zum einen das traditionelle Tulfeinalm-Rennen (8,9 km und 1120 hm) und zum anderen als Neuerung ein Rennen mit dem Rennrad bis zur Gluckser Hütte (4 km und 410 hm). Bin bei meinem (fast) Heimrennen auf die Tulfein wieder super gefahren. Bin erst der 2. der überhaupt eine 45er Zeit geschafft hat - leider hat es zum Streckenrekord von Georg Berger vor 5 Jahren um 25 sek. nicht gereicht. Zu meinem Nachteil war der Boden vom Regen am morgen leicht naß und unten sind wir sogar für meine Verhältnisse sehr langsam gefahren. 2. wurde Andi Traxl, 3. Erich Schafferer und 4. Markus Hechenbleikner. Die kurze Strecke gewann Zeitgleich Stefan Kandler und Reini Stuefer.

12.07.08: Vereinsmeisterschaft vom RC Region Hall. Wie letztes Jahr stand das Einzelzeitfahren von Zirl nach Telfs über 11 km und 3 h später das Bergzeitfahren von Tulfes zum Sender ("Col de Telegraph") mit 4,4 km und 460 hm auf dem Programm. Erwartungsgemäß wurde bester Zeitfahrer Clemens Niedermayr, ich hatte 19 sek., Martin Egger 21 und Stefan Kandler 26 sek. Rückstand auf Clemens. Mit diesen Abständen ging es dann ins Bergzeitfahren. Nach ca. 1/3 der Strecke konnte ich Clemens überholen, aber ein sehr starker Stefan Kandler folgte mir mit ca. 20 m Abstand. Erst nach der Hälfte der Strecke konnte ich auch zu ihm langsam den Abstand vergrößern. Schließlich gewann ich mit 43 sek. Vorsprung auf Stefan mit einer Zeit aus Einzel- und Bergzeitfahren von 14:58 min + 18:12 min = 33:10 min. 3. wurde Clemens und 4. Martin. Wieder mal eine gelungene und spannende Veranstaltung. Abends wurde noch schön im Siegweinhof (umgebaute Scheune die man für einen Abend mieten kann) in Rinn gefeiert.

06.07.08: Mountainrun Seefeld: Nach den 2 Radrennen an den Vortagen war es spannend wie es mir jetzt beim Laufen geht. Momentan übertreibe ich es vielleicht wirklich etwas - drei Rennen hintereinander habe ich noch nie gemacht.  Martin Mausser und sein Team hatten alles perfekt organisiert. Insgesamt waren mit den Kindern ca. 160 Läufer am Start - aufgrund der Grenznähe und wegen dem Karwendelberglaufcup (bestehend aus dem Seefelder und dem Mittenwalder Berglauf) waren auch viele Deutsche dabei. Es geht vom Zentrum in Seefeld leicht ansteigend bis zur Talstation der Rosshüttenbahn und dann zunächst auf steilen Forstwegen und später auf überwiegend noch steileren Bergwegen bis zur Bergstation Seefelder Joch und anschließend flacher den breiten Grat entlang bis zu Seefelder Spitze auf 2220 m. Ein wirklich sehr schöner Berglauf. Die Radrennen merkte ich natürlich schon etwas und bis nach 1/3 des Rennens lag ich so an 8. Stelle. Doch dann ging es mir immer besser und konnte langsam überholen. Zum Führenden, dem Deutschen Markus Enders, konnte ich beim Seefelder Joch aufschließen. Jetzt wurde es wieder flacher mit einigen kurzen steilen Passagen. Ich überholte ihn und er hängte sich hinten rein. Ich hatte zwar das Gefühl dass ich noch mehr Reserven hatte, doch plötzlich ging er wieder an mir vorbei und ich gab mich eigenlich schon kurz mit dem 2. Platz zufrieden. Aber auch ich kann kämpfen - bei einer bissigen Steigung forcierte ich noch einmal und konnte ihn etwas distanzieren. Da ging mir natürlich die Erfahrung vom letzten Jahr durch den Kopf, wo ich ja Martin Bader an der gleichen Stelle überholte und dieser aber mich dann noch ein paar Meter vor dem Ziel überraschte und mit einer Schrittlänge gewann. Heute erging es mir aber besser. Markus hatte keine Power mehr für einen Endspurt und so konnte ich mit rd. 25 sek. Vorsprung gewinnen. Ich bin schon etwas stolz, dass ich diesen schönen Berglauf für mich entscheiden konnte. Meine Familie war auch dabei und so war es ein sehr schöner Tag und natürlich ein erfolgreiches Rennwochenende.

05.07.08: Bergrennen Stiglreith. Bei diesem traditionellen Rennradrennen von Inzing über Unter- und Oberperfuss nach Stiglreith waren nur Lizenzfahrer zugelassen. Die Strecke ist zuerst ca. 5 km flach und dann geht es abwechslungsreich ca. 760 hm nach oben. Die verschiedenen Altersgruppen hatten unterschiedliche Startzeiten - die Elitefahrer zum Schluss. Hier wurden die Ausreisser im Flachen am Berg schnell eingeholt. Dann fuhr Bernhard Leimgruber bald vorne weg. Mir ging es auch gut und nach etwas mehr der Hälfte der Steigungsstrecke konnte ich auch Gredler Roman und Moser Markus einholen und so reichte es im Ziel zum 2. Platz ca. 30 sek. hinter Bernhard. Mit meiner Zeit von ca. 39:14 min. bin ich sehr zufrieden - früher hatten sehr gute Fahrer oft schlechtere Zeiten. Moser Markus wurde mit ca. 15 sek. Rückstand 3.

04.07.08: Kurzentschlossen bin ich am Freitag mit Stefan zum 1. Kala Alm Nightrace nach Thiersee gefahren. Start war um 20:00 Uhr also noch bei Helligkeit. Nach Ausschreibung 450 hm bei 4,2 km (in Wirklichkeit 390 hm und 3 km) - also ein sehr kurzes Rennen und für mich als extrem langsamen Starter nicht gerade optimal. So war es dann auch. Das riesen Talent Felix Spensberger (16 Jahre), fuhr gleich weg. Ich konnte zwar langsam die anderen Mitstreiter überholen - doch für Felix reichte es nicht mehr. Er gewann in 13:55 min., ich wurde 2. mit 16 sek. Rückstand. Der sympatische Felix ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung und ich hoffe, dass alle seine Radsportziele in Erfüllung gehen. So ein Abendrennen noch bei Helligkeit finde ich eigentlich gar nicht so schlecht. Es war eine gelungene Veranstaltung.

29.06.08: Naturfreunde-Teamclimb aufs Padasterjochhaus. Eigentlich ist das ein Zweier-Wettbewerb aus Radfahrer und Läufer. Der Biker fährt von Steinach nach Trins und weiter auf der Almstraße bis auf eine Höhe von ca. 1600 m (7 km u. ca. 600 hm). Dort übernimmt der Läufer und läuft bis zum Padasterjochhaus auf 2220 m (5 km u. ca. 620 hm). Am Freitag Nacht kam mir die Idee dort als Einzelstarter mitzumachen. Thomas Thalhammer der Organisator hatte nichts dagegen. Zuerst zögerte ich doch, da es ja eigentlich ein Teamwettkampf ist - doch Sonntag früh bin ich dann mit der Familie hingefahren. Alles super gelaufen, habe das Radfahrziel mit 1,5 min Vorsprung erreicht. Das Schuhe wechseln hat dann ca. 30 sek. gedauert und der Übergang zum Laufen ging überraschend gut. Michael Mader war dann ca. 1 min. und Stefan Widauer ca. 1,5 min hinter mir. Stefan konnte Michael nach ca. 1,5 km einholen, aber nach der halben Strecke merkte ich, dass sich der Abstand zu mir nicht verringerte und ich war erleichtert. Im Ziel hatte ich dann wieder fast 2 min. Vorsprung und ich freute mich sehr (Zeit 25:35 + 27:57 = 53:32 min). Letztes Jahr haben Fasser Alex und ich ganau 52:00 min gebraucht. Eine wirklich schöne Veranstaltung in der herrlichen Bergwelt des Gschnitztales.

28.06.08: Bergrennen Axamer Lizum: Bin wie immer gelaufen, mein Teampartner war diesmal Luis Saurwein. Habe den Lauf nun schon zum 6. mal hintereinander gewinnen können. Diesmal war es jedoch ziemlich knapp - unterm Rennen merkte ich gar nicht, dass Stefan nur 18 sek. hinter mir war. Im flacheren Schlussstück hat er anscheinend ganz schön den Turbo eingeschaltet. Die Teamwertung aus Lauf und Rad haben Luis und ich auch gewinnen können.

22.06.08: Brandberg-Kolmhaus-Berglauf: Steiler Berglauf im hintersten Zillertal mit ca. 5 km und 770 hm. Zuerst 2,5 km weniger steil auf Asphalt, dann richtig steil, die Strecke führte an einen Südhang entlang und man kann sich vorstellen wie heiß es da bei ca. 30° war (Start um 11:00 Uhr). Habe mit ca. 2,5 min Vorsprung (32:11 min) vor Stefan, Manfred und Georg gewinnen können. Ebenfalls gut organisierter Lauf in einer herrlichen Landschaft. Leider wie fast bei allen schweren Bergläufen nur weinig Teilnehmer (ca. 40).

21.06.08: MTB-Rennen auf die Rumer Alm: Start um 14:00 bei brütender Hitze. Ich glaube den meisten Teilnehmern wäre es lieber, wenn das Rennen am Vormittag gestartet würde - auch hätte man es dann hinter sich. Ich bin wieder super gefahren - habe mein erleichtertes MTB gut eingeweiht. Nur Ortner Andi war schneller, meine Zeit ist 22:49 min und die von Andi ca. 22:10 min. Er hat damit den Streckenrekord von 22:21 min vom letzten Jahr unterboten, obwohl die Strecke heuer ca. 10 sek. länger war. Gut organisiertes Rennen auf eine schöne Alm.

15.06.08: Passeiertal-Team-Giro: Wäre natürlich auch gerne Halltalexpress oder Kaunertaler gefahren - habe aber mit dem Südtiroler Erich Gartner beim Team-Giro mitgemacht. In der Mannschaft (zwei 2er Teams) war Zelger Alex und Raffeiner Philipp bei uns. Erich fuhr auf den Jaufenpass und ich aufs Timmelsjoch. Wohl bisher mein bestes Rennradrennen, habe einen schönen runden Tritt gehabt und bin in 1:25:01 h dritter am Timmel geworden (Streckenrekord bisher 1:26:30). Gleich nach Moos zeigte uns Zelger wer der Chef ist, Niederegger Wolfgang und ich verfolgten ihn. Schließlich gewann Zelger in der gewaltigen Zeit von 1:21:51 h mit einem Schnitt von 21,3 km/h für immerhin 28,7 km und 1800 hm. Erich wurde auf den Jaufen in 1:00:45 h vierter. Hier wurde ebenfalls ein neuer Rekord mit 1:00:05 h aufgestellt. Die Mannschaftwertung haben wir somit überlegen gewonnen.

24.05.08: Gerlosbergrennen: Bin von mir selber überrascht, dass ich jetzt schon so gut fahre - 4. Platz in 24:11 min. Sieger Ortner Andi nur 47 sek. und Bernhard Laimgruber nur 9 sek. vor mir. 3. wurde der heuer sehr starke Alex Draxl 1 sek. vor mir. Er ist wieder an meinem Hinterrad dran geblieben - am oberen oberen Flachstück vorm Ziel, hab ich mich dann gleich mit dem 4. Platz zufrieden gegeben. Vielleicht sollte ich vorm Ziel mehr Kampfeswillen entwickeln und dagegen halten. Eigentlich habe ich mich noch nie auf einen Zielsprint eingelassen - dazu kann ich mich einfach nicht überwinden. Einen guten Bericht über den Rennverlauf auf der Seite von Alex (radlnews).

18.05.08: Sport-Ossi Berglauf. Wie macht es der Ossi, dass hier heute so starke Läufer und Radfahrer dabei waren? Der Berglauf fand schon zum 20. mal statt - wobei jedes Jahr eine von den 3 verschiedenen Strecken gelaufen wird. Heute ging es bei leichtem Regen auf die Bayreuther Hütte auf anspruchsvoller, abwechslungsreicher und nasser Strecke mit oben tiefem Boden. Deshalb war für den amtierenden Berglaufweltmeister Gasperi der Streckenrekord nicht zu schaffen, 2. wurde Schmuck Helmut, 3. ein ganz Junger und großes Talent aus Deutschland, 4. wurde Alex Rieder, ca. 25 sek. vor mir. 6. Syme Andrew, 7. Stefan Widauer und 8. Manfred Holzer. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, immerhin nur 3:15 min hinter Gasperi. Ossi schreibt immer einen Teamwettbewerb aus Läufer und Radfahrer aus. Die Radfahrer fahren fast auf identischer Strecke, d. h. hier kommen nur die "Bikevirtuosen" zurecht. Gewonnen hat Andi Strobl mit recht großem Vorspruch vor Peter Unterwadizer und meinem Teampartner Alex Draxl. Im Team haben wir somit den 3. Platz belegt.

04.05.08: MTB-Rennen Mauern, heute musste schon nach 7 km (statt 10,5 km) wegen dem Schnee das Ziel sein. Wirklich ein schönes Rennen und trotz Preisgeld für der ersten 6 nur 14 Starter. Frauen waren überhaupt keine dabei, obwohl die ersten 3 Preisgeld bekommen hätten. Zuerst fühlte ich mich nicht besonders, doch nach und nach konnte ich aufholen und bei ca. km 4 dann die Führung übernehmen. Nur Draxl Alex blieb immer hinter mir, bis ich ihm im Zielsprint erwartungsgemäß unterlegen war. Weil ich halt überhaupt kein Sprinter bin, habe ich inzwischen schon bei recht vielen Bergläufen und Radrennen den kürzeren gezogen.

01.05.08: Schwazer Berglauf, erst heute morgen für's mitlaufen entschieden. Der Lauf fand schon zum 26. mal statt, es geht von Schwaz auf Asphalt hinauf zur Pirchneraste (6 km und 700 hm). Gschließer Paul aus Südtirol war bei der Hälfte ca. 50 m voraus und ich begnügte mich schon mit dem 2. Platz, doch dann hatte er eine kurze Schwächephase und ich konnte ihn überholen und mit 12 sek. Vorsprung gewinnen. So gut besetzt wie früher ist dieser Lauf nicht mehr - hier gewannen schon Stuhlpfarrer, Randl HJ, König Kurt, Stern Florian, Reitberger, Schmuck, Perl, Kröll, Rieder, Kogler Hans und Molinari.

20.04.08: Ötzi-Alpin-Marathon als Einzelstarter - außer Spesen nichts gewesen. Diesmal schon nach rd. 15 min. Laufen starker Krampf im Oberschenkel (Hinterseite). Da blieb mir nichts anderes übrig, als bei den Wechselstationen meine Sachen aufzusammeln und heim zu fahren. Wenigstens hat sich meine Familie gefreut, dass ich wieder so schnell zuhause war. Es ist schon eigenartig, ich kenne eigentlich keine Krämpfe, nur bei diesem Rennen treten sie auf. Dies war der erste Krampf von mir an der Oberschenkel-Hinterseite, obwohl ich ausreichend Magnesium, Essen und Trinken zu mir genommen habe. Auch fühle ich mich nach meiner längeren schwachen Phase im Winter wieder richtig fitt. Das Radfahren machte mir sogar Spaß - ich hatte einen schönen runden Tritt und der Puls war lange nicht so hoch wie sonst bei den kurzen Rennen. Wegen dem bisher anhaltenden Winterwetter, bin ich halt kaum Rad gefahren, wenn dann mit meinem Einkaufsrad ohne runden Tritt. Vielleicht waren dann die 1500 Radhöhenmeter im runden Tritt für meine hinteren Oberschenkel zu viel - oder ich werde doch schon langsam alt.

09.03.08: Wildsaustaffel: Bin gleich nach dem Glungezerrennen am Samstag nach Praxmar zu den Juens. Dort hat der neue Deutsche Privatsender Outpro TV von uns kleine Filmaufnahmen und einige Interviews gemacht, da ein ca. halbstündiger Fernsehbeitrag über die Wildsaustaffel vorgesehen ist. Wir haben dann traditionsgemäß gleich drinnen übernachtet. Am Sonntag beim Frühstück bei strahlendem Wetter sind dann nach und nach alle Teilnehmer eingetroffen und die sich langsam aufbauende Spannung war förmlich zu spüren. Ich habe schon an vielen Rennen teilgenommen, aber die Wildsaustaffel ist halt doch einmalig. So ein Teamwettbewerb aus den unterschiedlichen Charakteren Aufsteiger und Abfahrer, wo jeder für den anderen kämpft, ist wohl die schönste Wettkampfidee. Schade, dass nur 31 Staffeln zustande gekommen sind. Waren früher Staffeln noch mit fast 4 Stunden Endzeit dabei, war heute schon nach 3:01 h das gesamte Rennen zu Ende. Vor allem machen nur mehr sehr gute Abfahrer mit - heute war nur einer über 10 min. Abfahrtszeit dabei. Auch ist nur eine Frauenstaffel zustande gekommen und die kam aus Bayern. Heute haben sich eigentlich zum ersten mal die besten Aufsteiger mit den besten Abfahrern zusammen getan. Reinhart Hurt und Jörg Randl mit den Abfahrern Florian Falkner und Andreas Baumgartner (Sport-Med-Telfs). Stefan Widauer und Manfred Holzer mit Andreas Lintner und Peter Gruber (Rennteam Alpbachtal). Christian Ragg und Bernhard Haller mit Florian Ragg und Gregor Gruber (Racingteam-Oberperfuss) und Jürgen Juen und ich mit Oli Juen und Patrick Huter (Intersport-Okay-Team). Wie diese Freerider ihre breiten und schweren Ski im wilden Gelände laufen lassen ist wirklich phänomenal. Mich würde wirklich mal interressieren, wie sich da die Skiweltcupfahrer schlagen würden.

Aber jetzt zum Rennen: Erwartungsgemäß war Reinhart als erster auf der Lampsen, vor Christian Ragg, Jürgen und Stefan Widauer, Falkner kam dann unten mit 2 min Vorsprung vor Oli, Ragg Florian und Lintner Andreas an. Ich, Bernhard Haller und Manfred Holzer nahmen die Verfolgung auf Randl Jörg auf. Ich mußte bald Manfred und Bernhard vorbei lassen - aber konnte mich bis ins Ziel an Bernhard dran hängen. Manfred, der einen Traumtag erwischte, konnte nach und nach den Abstand zu Jörg verringern und ihn sogar noch um 1 min. überholen. Es war heuer schon spannend, wie wir zu viert mit recht geringen Abständen dem Zischgeles entgegen strebten. In dieser Reihenfolge stachen dann die Abfahrer nach Praxmar hinunter. Gott sei Dank, konnte unser Abfahrer Patrick Huter den Snowboarder Gruber Greger noch abfangen und so wurden wir noch 3. Zwischen dem 1. und 2. wurde es nochmal sehr eng, sie trennten nur 17 sek. Also Sieg für Rennteam-Alpbachtal, vor Sport-Med-Telfs, Intersport-Okay Team und Racingteam-Oberperfuss. Also wirklich ein sehr spannendes Rennen, voller Dynamik, Aktion und Kampfeswillen in der herrlichen Sellrainer Bergwelt. Auch unter den anderen Staffeln ging es eng her und es war nicht minder spannend. Für die Aufsteiger waren die Bedingungen nicht einfach - die Spur war pulvrig glatt und der Hubschrauber wirbelte den Schnee auf, so dass wir keine Luft mehr bekamen. Ein großes Lob an das Organisationsteam und ich hoffe, dass die Grieser und Sellrainer nächstes Jahr wieder das Rennen auf die Beine stellen. Und jeder begeisterte Tourengeher und Freerider versäumt etwas, wenn er nächstes Jahr nicht mit dabei ist.

08.03.08: Glungezerlauf: Habe trotz der am nächsten Tag anstehenden Wildsaustaffel bei meinem Hausberg-Rennen mitgemacht. War viel zu warm angezogen, weil angeblich oben -10° und Wind - derweil war es überhaupt nicht kalt, jedoch teilweise keine Sicht. Nur 20 Leute am Start und keine Spitzenleute dabei. Habe in der eher langsamen Zeit von 1:07 h gewonnen mit rd. 2,5 min. Vorsprung.

29.02.08: Aufstiegsrennen Skigebiet Plose in Südtirol oberhalb von Brixen. Das Rennen ging von 1066 m auf unten gut eingeschneiter Kunstschneepiste die ersten 1000 hm recht steil und dann recht flach bis zur Plosehütte auf 2446 m - also fast 1400 hm. In Südtirol sind diese Aufsteigsrennen sehr beliebt und es gibt auch viele sehr schnelle Leute dort. Ich muss denen in Österreich recht geben, dass diese Form das Rennens nichts mit Skibergsteigen zu tun hat, aber die Rennen mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten mit oft "künstlich" eingebauten Tragepassagen haben m. E. genauso wenig mit Skibergsteigen zu tun. Bergsteigen ist nämlich auch mit Ausgesetztheit verbunden, d. h. zuerst günstige Verhältnisse abwarten, um die Tour überhaupt vernünftig mit wenig Risiko möglich zu machen, dann bestenfalls als erster eine gute und sichere Spur nach oben ziehen und oben bei evtl. Gratklettereien mit Bedacht zu Werke gehen. Die Krönung ist dann die Abfahrt in einem unberührten (Pulver-)Hang oder im Frühjahr, wenn es gerade auffirnt. Wie im Sommer, wo der Berglauf nichts mit Bergsteigen zu tun hat, hat im Winter ein Skitourenrennen auf vorgeschriebenem Parcour in oft bis zur Vereisung ausgetretenen Spur und mit möglichst schnellen Fellwechseln nichts mit Skibergsteigen zu tun. Aber jetzt zurück zum Rennen: Mir ging es eigentlich ganz gut, habe die knapp 1400 hm und 9,5 km (viele Flachpassagen) in 1:06:50 h hinter mich gebracht. Dies entspricht auch meinen sonstigen Aufstiegszeiten beim Glungezer-, Lampsen-, Zischgeles- oder Gilfertrennen, wo ich ja eigentlich immer ganz vorne dabei gewesen bin. Aber heute hat Zemmer Urban (wie immer in Südtirol) in unglaublichen 56:57 min gewonnen. Auch Reinhart Hurt, der sonst eigentlich meine Klasse ist und heute sogar 3. wurde, war über 5 min. schneller als ich.

22.02.08: Aufstiegsrennen Mondscheinsprint Buchensteinwand am Pillersee. Durch meine erst kürzlich einigermaßen überstandene Verkühlung bin ich leider von der Bestform um einiges entfernt. Gewonnen hat ein sich in super Form befindender Reinhart Hurt mit nahezu Streckenrekord von 23:04 min. Für mich reichte es noch zum 7. Platz mit über 2 min. Rückstand. Allmählich kommt jedoch Spannung bezüglich der Wildsaustaffel am 9. März auf. Das wohl stärkste Team ist Reinhart Hurt und Jörg Randl als Aufsteiger mit den sehr schnellen Abfahrern Falkner und Baumgartner. Auch Stefan Widauer und Manfred Holzer haben zwei gute Abfahrer und sind ziemlich stark einzuschätzen. Unser Team (Jürgen Juen und ich als Aufsteiger mit Juen Oli und Juen Didi als Abfahrer) sind zwar Titelverteidiger, aber heuer werden wir nur Außenseiterchancen haben, da wir im Aufstieg wahrscheinlich zu viel Zeit verlieren werden.

01.02.2008: Um wieder Rennluft zu schnuppern, bin ich mit Stefan, Manfred und Helmuth bis nach Werfenweng zu einem Skitouren-Aufstiegsrennen mit 890 hm gefahren. Ließ mich wie immer am Anfang nicht hetzen. Leider konnte man nach ca. 250 hm auf einem Almweg lange nicht überholen. Oben ging es mir dann ganz gut - es sprang dann der 7. Gesamtplatz mit genau 40:00 min heraus. Gewonnen hat Stefan Kogler mit neuem Streckenrekord von 37:30 min, zweiter Fischer Rene mit 38:40 vor Stock Markus. Stefan wird immer besser, er kam als 5. mit 39:15 ins Ziel. Manfred wurde mit 40:25 min. 8. Schöner Erfolg für unser Rennteam Alpbachtal - wir wurden in der Manschaftswertung sogar erste, noch vor Stock, Wallner und Kienast.

Rennen 2007 

Am 02.03.2007 Skitourenrennen auf Mutterer Alm gewonnen in 29:26 min. Habe meine Rekordzeit vom letzten Jahr nochmal unterbieten können. Auch mit Jürgen Teamwertung gewonnen. Bis um 23 Uhr oben mit Juen-Clan gefeiert.

17.03.2007 Glungezerrennen von der Kroten-Lack. Bis Halsmarter vereist, dann gut. Hurt Reinhart hat mich beim Flachstück (Tulfein) wieder eingeholt. Meine Felle nicht optimal. Heuer nur Zweiter in 1.03 h rd. 1 min hinter Hurt. Etwas langsamer als letztes Jahr.

18.03.2007 Gilfertlauf von Hausstatt (ca. 1200 hm). Heute sind Felle gelaufen. Habe in 1:08 h gewonnen. Habe Baader Martin und Holzer Manfred noch auf dem Forstweg überholen können und dann mit 1:35 min Vorsprung gewonnen (ca. 20 sec. verloren, wegen falscher Spur). 

Ötzi-Alpin-Marathon am 22.04.2007: Habe gestern zum 3. mal beim Ötzi-Alpin-Marathon mitgemacht. Es war schon um 9:00 Uhr vom Start weg ziemlich heiß. Das Radfahren brachte ich in 1:26 h hinter mich. Hier habe ich meine Kraft gut eingeteilt. Bei der Abfahrt habe ich durch meine vorsichtige Fahrweise ca. 2 min verloren. Der erste Laufkilometer war noch etwas unrund, doch dann kam ich recht gut in Tritt und ich freute mich schon auf den Skiaufstieg. Leider gab es auf der Laufstrecke nur 2 Labestationen. Nach dem Laufen waren die Abstände noch relativ gering.  Nach 300 hm Skiaufstieg habe ich schon 4 Leute überholen können und ich freute mich das meine Taktik aufging. Doch dann, wie schrecklich, haben leider wieder die Wadenmuskeln zum Zucken angefangen und ich musste mein Tempo drosseln. Um das Schlimmste zu verhindern, trank ich schnell meine mitgeführte Trinkflasche leer und legte bei den 3 restlichen Labestationen Ruhepausen ein, um viel Flüssigkeit in mich hineinzupumpen. Das Muskelzucken ging zwar dadurch nicht ganz weg, aber Gott sei Dank stellte sich auch kein richtiger Krampf ein. Durch mein Gehtempo "mit angezogener Handbremse" kam ich noch Wohlbehalten ins Ziel mit einer Gesamtzeit von 3:51 h ca. 8. sec. hinter dem 10. Platz. Erster wurde Stephan Kogler in einem neuen Streckenrekord von 3:31 h, zweiter ein Schweizer, dritter der Südtiroler Anton Steiner und Heinz Verbnjak musste sich mit dem 4. Platz begnügen. 18 Leute blieben unter 4 Stunden.

Nachdem ich letztes Jahr einen Patschen gehabt habe und ich ca. 500 hm ohne Luft im Hinterreifen zurücklegte, hat es mich heuer wieder mit Krämpfen erwischt, obwohl ich sehr auf's Trinken achtgegeben habe. Momentan habe ich genug von diesem Rennen und ich habe mir fest vorgenommen es nicht mehr zu versuchen - 3 mal ist genug.

01.05.2007: 2. Platz beim Schwazer Berglauf, der bereits zum 25. mal stattfand. Mit meiner Zeit von 30:17 min bin ich recht zufrieden (ca. 40 sec. schneller als vor zwei Jahren). Erster wurde Antonio Molinari (ehemaliger Berglauf-Weltmeister) mit 28:44 min, der sein 301. Rennen gewann (unglaublich). Für mich natürlich schade, dass Molinari bei so einer kleinen Veranstaltung mitmacht.

17.05.2007: 3. Platz bei den Tiroler Berglaufmeisterschaften in Itter auf die Kraftalm (8 km und 700 hm). Konnte meinen Titel erwartungsgemäß nicht verteidigen. Bei den ersten 3 flachen Kilometern habe ich bereits über eine Minute verloren. Die Strecke finde ich nicht besonders schön - auch ging es rd. 700 m bergab (Laufstrecke ist eher eine Mischung aus Cross- und Berglauf). Bergauf habe ich dann wieder etwas gut machen können. 1. wurde Alex Rieder mit 38:04, 2. Martin Bader mit 38:31, 3. ich mit 38:53, 4. Günther Schatz mit 39:04 und 5. Matthias Scherl mit 39:13.

20.05.2007: 3. Platz beim Berglauf in Kramsach mit einer guten Zeit von 29:44 min. Heute haben auf den 2. platzierten Alex Rieder (amtierender Österreichischer Berglaufmeister) nur 10 sec. gefehlt. Erster wurde Sturm Marco aus Bayern mit 29:15 min. Das zugleich durchgeführte MTB-Rennen hat mein Teampartner Alex Draxl mit 28:20 min. gewonnen. Somit haben wir die Teamwerten klar mit 58:05 min. für uns entschieden.

27.05.2007: 1. Platz beim MTB-Rennen in Steinach. Bin selber überrascht, dass es heuer so gut läuft. Bin wie immer etwas langsamer gestartet - habe aber bereits nach rd. 3 km die Führung übernehmen und mich dann gleich absetzen können. Das Rennen vom Steinacher Eislaufplatz über eine ca. 1,5 km lange flache Einfahrstrecke nach Mauern und hinauf bis zum Ende des Forstweges auf rd. 1970 m ist ziemlich lang (10,5 km und 920 hm). Meine Zeit war 44:26 min, 2. wurde Erich Schafferer mit 45:46, 3. Alex Draxl mit 46:16 min, 4. Josef Kathrein, 5. Stoppa, 6. Christoph Schlögl.

03.06.2007: Österreichische Berglaufmeisterschaften auf den Hochkar in Niederösterreich. Am Freitag den 01.06 habe ich mir eine leichte Zerrung am Oberschenkel geholt. Am Sonntag habe ich sie kaum mehr gespürt, doch bei den Bergabpassagen am Anfang des Rennens ist sie mir wieder eingefahren. Eigentlich wollte ich da schon aufgeben. Jedoch dann bergauf ging es besser und ich kämpfte mich schließlich doch bis ins Ziel. Wohl mein bisher schwerster Berglauf. Sehr steile und aufgrund der Nässe rutschige Passagen (hätte man Noppensohlen gebraucht) zwischendrin gab es viele Wurzelstrecken wo es auch immer wieder kurz bergab ging. Sehr starke Besetzung, bin nur 17. geworden (12. Österreicher) mit einer Zeit von 1:04:38, 36 sec. hinter Rieder und 10 sec. hinter Mandl. Als 5. lief ein sehr starker Markus Kröll ein in genau 1:00:00, er wurde damit auch Österreichischer Berglaufmeister. Meine Zerrung ist natürlich wieder schlimmer geworden. Ich glaube ich sollte doch besser Radfahren.

10.06.2007: Diesmal bin ich beim Halltalexpress gelaufen. 2. Platz mit einer Zeit von 29:19 min mit einem doch beträchtlichen Abstand hinter Alex Rieder von 45 sec. Für mich enttäuschend, dass ich auch 15 sek. langsamer war als vor 4 Jahren. Mein Streckenrekord ist also dahin - aber vielleicht habe ich ja nur einen schwachen Tag erwischt. Mein Teampartner Alex Fasser ist mit dem Rad als 3. in 26:41 min rauf, somit haben wir die Teamwertung mit über 1 min Vorsprung gewinnen können.

17.06.2007: 12. Platz beim Kaunertaler Gletscherkaiser mit 1:50:23. Diesmal wurde nicht in Landeck sondern in Ried (2 km vor Prutz) gestartet. Da die Strecke dadurch nur mehr 41 km lang ist und man sich ca. 14 ebene Kilometer gegenüber früher spart, habe ich mich entschlossen mitzumachen. Die erster Gruppe mit 10 Fahrern war bald weg und für mich zu schnell, aber mit der 2. Gruppe konnte ich mitfahren. Nach dem Stausee fuhr dann jeder sein eigenes Rennen. Mir ging es ganz gut und ich kam noch relativ locker ins Ziel. Dieses Rennen ist ganz anders wie die Uphills die ich sonst fahre - hat mir aber Spaß gemacht. Erster wurde Traxl  mit 1:42:45, zweiter Frauenschuh, danach Deutsche und Südtiroler.

23.06.2007: Rumer Alm MTB-Rennen über 5 km und rd. 570 hm. Sehr gutes Starterfeld bei diesem zum ersten mal ausgetragenen Rennen. Mir ging es im ersten Drittel ganz gut, doch dann konnte ich mein Tempo nicht halten. Habe mir mehr als den erreichten 9. Platz ausgerechnet.

30.06.2007: Bergrennen Axams. Bin wie immer in Axams gelaufen und habe mit einer Zeit von 35:12 min mit rd. 2 min Vorsprung gewonnen. Die Zerrung vom vergangenen Mittwoch habe ich etwas gespürt. Konnte nun hier schon zum 5. mal in Folge gewinnen. Mein Teampartner Alex Fasser wurde als Radfahrer 4. und so haben wir auch die Teamwertung gewonnen.

01.07.2007: Mountainrun Seefeld. Sekundenentscheidung zwischen Bader Martin und mir bei diesem schönen und steilen Berglauf auf die Seefelder Spitze (rd. 7 km und 1040 hm). Trotz meines Rennens vom Vortag ging es mir ganz gut und bis kurz vor dem Ziel lief auch alles optimal. Bin wie immer etwas langsamer gestartet und konnte im Laufe des Rennens die vor mir laufenden und dann auch Syme Andrey und rd. 250 m vor dem Ziel Martin überholen und einen Vorsprung von rd. 20 m herauslaufen. Als ich mich schon über den Sieg freute, kam Martin von hinten angespurtet und bis ich geschaut habe, war er im Zielbereich 1 bis 2 Schritte vor mir. Für mich war zunächst gar nicht klar wer eigentlich gewonnen hatte, da das Ziel nicht genau gekennzeichnet war. Ich habe mich über mich selbst sehr geärgert, dass ich mir da noch den Sieg nehmen lasse. So eine knappe Entscheidung ist mir beim Berglauf bisher noch nicht bekannt gewesen. Wie es halt immer so ist, Martin war der große Sieger und ich als gleich schneller Zweiter der Verlierer.

08.07.2007: 1. Platz beim Gamshüttenlauf in Finkenberg im Zillertal. Wohl einer der schönsten Bergläufe (wenn nicht der schönste) mit 1070 hm und ca. 7,5 km. Durchgehend auf Wanderwegen (Bergsteigen) und oben mit Gletscherblick auf den Zillertaler Hauptkamm. Diesmal ging ich ausgeruht an den Start und so konnte ich Martin Bader bereits nach ca. 10 min abschütteln und dann mein eigenes Rennen laufen. Meine Zeit von 43:36 min kann sich sehen lassen. Nach zwei 2. Plätzen und einem 3. Platz konnte ich nun heuer endlich diesen Berglauf gewinnen.

14.07.2007: Die Vereinsmeisterschaft des RC Region Hall wurde heuer an einem Tag durchgezogen. Das Einzelzeitfahren von Zirl nach Telfs über 11 km wurde um 9:00 gestartet. Es war leider recht viel Verkehr auf der Strecke und ich musste sogar einen LKW überholen, der wegen langsamen Radfahrern nicht weiter kam. Bei allen Zeiten machte sich der leichte Gegenwind bemerkbar. Ich wurde überraschender Weise 3. mit einer Zeit von 16:10 min. nur 8 sec. hinter meinem stärksten Konkurenten Clemens. Dies war eigentlich schon mehr als die halbe Miete und beim Bergverfolgungsrennen von Tulfes zum Funkmasten (ca. 460 hm und 4 km), was um 12:00 Uhr gestartet wurde, fuhr ich mit 18:47 min. zum Vereinsmeister mit rd. 1 min. Vorsprung mit einer Gesamtzeit von 34:58 min.

15.07.2007: 4. Platz beim Karwendelberglauf über 1430 hm und 11 km von Mittenwald auf etwas oberhalb der Karwendelbahn Bergstation. Trotz der beiden kurzen Radrennen am Vortag ging es mir ganz gut.  Bei den 2 flachen Kilometern im Ortszentrum lief mir die Spitze bereits davon. Doch bergauf konnte ich bald zum 4. Platz vorlaufen. Die Schotterpassagen ab der Dammkarhütte sind wirklich grausig zu laufen (bzw. zu gehen). Ich sah bald, dass ich auf den 3. Platzierten Martin Echtler nicht mehr hinlaufen konnte und so lief ich mehr oder weniger mein eigenes Rennen und mit 1:08:20 h ins Ziel. Erster wurde  der Deutsche Zeiler Timo mit 1:04 h und zweiter der Slowene Skalksy Roman mit 1:05 h. Die Zeiten sind heuer alle etwas schlechter, zum einen wegen der Hitze und zum anderen wegen der kleineren Umwege in den Schotterpassagen. Ein schöner Erfolg war für mich, dass ich den zum ersten mal ausgetragenen Karwendel-Berglaufcup bestehend aus den beiden Läufen Mountainrun Seefeld und Karwendelberglauf gewinnen konnte.

22.07.2007: 3. Platz bei den Tiroler MTB-Uphill-Meisterschaften auf die Tulfeinalm über rd. 8,5 km und 1130 hm. Am Anfang lief es bei mir recht gut und ich war lange an 2. Stelle. Am Schluss mußte ich mich noch von Alex Fasser überholen lassen und ich wurde in 47:57 min Gesamtdritter und habe damit die Bronzemedaile der Elite-Lizenz-Fahrer gewonnen. Tiroler Meister wurde Traxl Andi in 46:22 min. Enttäuschend war für mich, dass ich fast 1,5 min langsamer war als letztes Jahr. Da fast jeder Fahrer etwas langsamer war, ist es wohl auch auf den teilweise rauhen Weg und auf den recht langsamen Start zurückzuführen. Meine Umbauten am Rad haben sich jedenfalls nicht positiv ausgewirkt.

27.07.2007: Leider hatte ich diese Woche mit einer Erkältung zu kämpfen. Am Freitag ging es mir noch ziemlich schlecht und startete am Abend nicht beim Pfarrachalm-Rennen. Wegen des Marathons am Sonntag waren sehr gute Leute am Start. Meine Siegerzeit vom letzten Jahr mit 36:43 min wurde jedoch nur von Verbnjak unterboten.

28.07.2007: Am Samstag fühlte ich mich zwar noch nicht fit, aber ich startete trotzdem bei der Hinterhorn-Chellenge. Wider erwarten lief es ausgezeichnet und ich konnte mir einen Traum erfüllen. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ich jetzt eine Zeit von 23:35 min auf die Hinterhornalm stehen habe. Vor drei Jahren wäre das immerhin noch Streckenrekord gewesen. Dieses Jahr konnte ich mit dieser Zeit nur 5. werden (Hechenbleikner hat mich noch übersprintet). Gewonnen hat Bernhard Leimgruber mit 22:19 min vor Frauenschuh (22:56) und Traxl (23:20).

29.07.2007: Bei der Schönjochtrophy wollte ich eigentlich meinen Vorjahressieg als Läufer wiederholen. Gleich zu Beginn merkte ich, dass mir das Lauftraining fehlte. Auch meine Erkältung war wohl bei diesem langen Lauf (ca. 17 km und 1250 hm) nicht gerade leistungsfördernd. Albuin Schwarz legte gleich los wie die Feuerwehr. Schließlich sprang für mich nicht mehr als der 4. Platz mit 1:22:38 h heraus (über 3 min schlechter als letztes Jahr). Albuin lief einen neuen Streckenrekord mit knapp über 1:16 h.

05.08.2007: Der Schlickeralmlauf wurde wie jedes Jahr im Rahmen des Berglauf-Weltcups ausgetragen - war also wieder sehr stark besetzt. Dieses Jahr gab es eine Streckenänderung - die Dorfrunde war etwas kürzer, dafür mußte man um den neu angelegten Speichersee unter der Schlickeralm laufen. Nach der Ausschreibung waren es somit 11,70 km, statt der bisherigen 11,2 km (die 1310 hm sind in etwa gleich geblieben). Diese Streckenverlängerung machte sich natürlich auch in den Einlaufzeiten bemerkbar. Ich ließ es am Anfang eher ruhig angehen und konnte dann bis zum Ziel bis zu Platz 17 (als drittbester Österreicher) in genau 1:06:00 h vorlaufen. Es hätte nicht viel gefehlt, da hätte ich auch noch Helmuth Schmuck eingeholt. Erster wurde der italienische Europameister Giardo in 1:00:47 h. Kröll wurde 6. Auf der alten Streckenführung hätte ich sicher eine 1:04er (Super-)Zeit erzielt. Geärgert habe ich mich mal wieder über die Tiroler Tageszeitung, die ein Foto vom Salzburger Schmuck als zweitbestern Österreicher drin hatten und mich als Tiroler kurz hinter Schmuck gar nicht erwähnten.

11.08.2007: Naturfreunde-Teamwettbewerb aufs Padasterjochhaus. Dieser Bewerb im Gschnitztal setzt sich aus einem Radfahrer und einem Läufer zusammen und fand heuer zum 1. mal statt. Der Biker fährt von Steinach nach Trins und weiter auf der Almstraße bis auf eine Höhe von ca. 1600 m (7 km u. ca. 600 hm). Dort übernimmt der Läufer und läuft bis zum Padasterjochhaus auf 2220 m (5 km u. ca. 620 hm). Mit Alex Fasser hatte ich wieder einen starken Teampartner. Alex kam 38 sek. hinter dem momentan wie entfesselt fahrenden Bernhard Leimgruber als 2. zur Wechselstation. Nach etwas mehr als der halben Laufstrecke konnte ich auf den vor mir laufenden Martin Mausser aufschließen und es gelang mir schließlich noch einen Vorsprung von ca. 40 sek. herauszulaufen. Unsere Gesamtzeit war 52:00 min (Alex 25:43 min und ich 26:17 min). Eine gelungene Veranstaltung mit 57 Teams.

12.08.2007: Kühtaier Bergkaiser: Wie letztes Jahre waren wieder einige Profis bzw. Halbprofis am Start. Trotz des angeblich neutralisierten Starts von Innsbruck bis Kematen wurde vom ca. 180 Mann starken Feld gleich ordentlich Gas gegeben. Da ich das Gedränge nicht mag, habe ich mich bis zu den Steigungen immer im hinteren Viertel des Feldes aufgehalten. Nach Kematen schaltete die Spitze nochmals 1 bis 2 Gänge höher. Da ich mit den Schnellsten vor allem bei den Flachpassagen ohnehin nicht mithalten kann, fuhr ich lieber mein eigenes Rennen. Der Nachteil ist natürlich dabei, dass man bei den ständigen Überholvorgängen immer wieder im Wind fahren muss und bei den Flachpassagen oftmals keine Gruppe hat. Nach Gries ging es dann richtig zur Sache. Nacheinander konnte ich meine Tiroler Wettkampfkollegen überholen und bis zum Ziel reichte es schließlich zum 8. Gesamtplatz mit einer Zeit von 1:25:38 h gleich hinter den bekannten Spitzenfahrern (Ortner - Siegerzeit 1:20:35, Obwaller, Eibegger, Traxl, Wöhrer, Hechenblaichner, Hofmann). Jürgen Juen (1:27:27) und Christian Prader (1:26:14) fuhren ebenfalls ein super Rennen - sie konnte ich erst kurz vor Haggen bzw. in den Galerien einholen. Wirklich ein schönes Radrennen auf dieser abwechslungsreichen Strecke.

15.08.2007: MTB-Rennen Hahnenkamm im Kitzbühel mit ca. 880 hm und 9 km: Sehr starke Besetzung - es waren so ziemlich die besten österreichischen und bayerischen MTB-Uphiller am Start. Ich wurde mit 37:37 min Gesamtelfter. Gewonnen hat Ortner mit neuem Streckenrekord von unglaublichen 34:21 min. Folgener Zieleinlauf: Ortner (Bayern), Obwaller, Schaufuss (Bayern), Laimgruber, Strobel (Bayern), Traxl, Lindner, Niederegger (Italien), Schieder, Humer, Obendorfer, Kneidinger, Bergmann, Brengartner (Bayern), Moser, Fasser, Stronig, Hechenblaickner, Spensberger (Bayern).

18.08.2007: Radrennen aufs Kitzbüheler Horn. Nach einem chaotischen neutralisierten Start (es wurde viel zu langsam gefahren) wurde der Start erst rd. 20 sek. nach dem Drücken der Stoppuhr freigegeben. Somit sind alle Auffahrzeiten eigentlich um 20 sek. schneller. Die Streckendaten sprechen für sich, auf 7,2 km sind 900 hm zu überwinden - dies entspricht einer Durchschnittssteigung von 12,5 %. Überlegener Sieger wurde wieder einmal Andreas Ortner mit 29:38 - 20 sek = 29:18 min. Er ist also einen Höhenmeterschnitt pro Stunde von 1845 hm/h (30,7 hm/min) gefahren. Dies bedeutet, er fährt die 100 hm in 3:15 min. Wenn man seine Dauerleistung nur aufgrund der potentiellen Energie (P = m * g * h / t) errechnet, ergibt sich bei seinem Körpergewicht von rd. 76 kg und bei einem Radgewicht von 7 kg eine Dauerleistung von 417 Watt. Wenn man noch die Leistung aus Rollreibung und geringem Luftwiderstand dazu addiert, ergibt sich eine Dauerleistung von ungefährt 450 Watt. Zum Vergleich, Lans Armstrong hat in seiner "besten Zeit" eine Dauerleistung beim Einzelzeitfahren nach Alpe d'Huez von 460 Watt erbracht. Aufgrund meines geringen Körpergewichtes von 57,5 kg brauchte ich aufs Kitzbüheler Horn mit einer Zeit von 33:04 - 20 sek. = 32:44 min nur eine Dauerleistung (einschließlich Rollreibung) von bescheidenen 310 Watt zu erbringen. Dafür langte es immerhin noch für den 7. Platz als bester Tiroler.

25.08.2007: Der Hoadlman bestehend aus Mountainbiker, Bergläufer und Paragleiter fand nun schon zum 5. mal statt. Diesmal wurden die Teampartner nicht zugelost und es gab ein ziemlich hohes Preisgeld (1. Team 1500,-, 2. Team 900,- und 3. Team 600,- €). Der Biker fahrt von Axams auf der Rodelbahn und dann über den Schafalmweg zum Axamer-Lizum-Parkplatz (ca. 720 hm). Der Bergläufer läuft dann über die Damenabfahrt auf frei wählbarer Strecke bis zum Hoadl (ca. 760 hm). Für die Paragleiter gibt es keine Zeitwertung, sie starten dann ca. 1 Stunde später - sie müssen eine Boje umfliegen, einen Sack gezielt abwerfen und möglichst eine Punktlandung beim Adelshof machen. Bei Erfüllung dieser Aufgaben, gibt es dann Zeitgutschriften (Boje und Sack je 5 min, Punktlandung zwischen 3 und 9 min). Unser Team bestand aus dem Biker Jürgen Juen, ich als Bergläufer und Armin Eder als Paragleiter. Jürgen kam als 7. mit über 3 min Rückstand am Parkplatz an. Ich wurde schon ganz unruhig, als da die Kunkurrenten alle nach und nach wegliefen. Dann endlich konnte ich die Verfolgung aufnehmen und nach und nach bis zum 2. Platz vorlaufen. Nur den Südtiroler Spitzenbergläufer Hannes Rungger konnte ich nicht einholen. Später beim Adelshof konnten wir dann die Paragleiter bei der Landung zusehen. Die ständig wechselnden leichten Winde gestalteten diese Landung sehr schwierig. Armin konnte die Boje und den Sackwurf gut machen, bei der Landung konnte er gerade noch den äußeren Kreis erreichen - also somit insgesamt 13 min Zeitgutschrift (bei max. möglichen 19 min). Endlich um 15.00 Uhr hatte das spannende Warten ein Ende und wir haben es tatsächlich geschafft und den 1. Platz erreicht. Eine zusätzliche Freude war für mich, dass ich sogar die Laufbestzeit mit 28:46 min - noch 9 sek. vor Rungger Hannes - erzielte. Ein kleiner Kritikpunkt bei dieser sonst gelungenen Veranstaltung ist wohl, dass vom Paragleiter m. E. zu viel abhängt - man sollte die Zeitgutschriften etwas reduzieren.

02.09.2007: Bronzemedaille bei den Elitefahrern bei der österreichischen Mountainbike-Hillclimb-Meisterschaft. Ich kann es noch nicht ganz glauben - mein größter Erfolg als Wettkampfsportler. Für diese Meisterschaften war wirklich die "Schmitten-Trophy" von Zell am See auf die Schmittenhöhe ein würdiges Rennen - mit einem Wort "sauschwer". Insgesamt waren auf 11,9 km 1210 hm zu überwinden, aber es haben sich ständig flachere mit sehr steilen Passagen abgewechselt, zusätzlich war es oftmals sehr schlammig, dass man befürchten musste stecken zu bleiben. Am Schluss 2 km vor dem Ziel, dann der Höhepunkt nämlich auf ca. 100 hm die Bettelwurfecksteigung" (wahrscheinlich sogar noch steiler) auf Lehmweg. Gewonnen hat dieses Rennen mal wieder Andreas Ortner (Bayern) mit einer bei diesen Verhältnissen verrückten Zeit von ca. 48:20 min, dicht gefolgt von Hans-Peter Obwaller der damit (ich glaube zum 8. mal) österreichischer Hillclimb-Meister wurde. Dann ca. 3 min später kam Andi Traxl (Vizemeister) und wieder ca. 50 sec. später Martin Schider (Master-Lizenz) und ich. Für mich Glück, dass Martin Masters-Fahrer ist und somit ich die Bronzemedaile bekam. Stolz bin ich natürlich auch, dass ich einmal Verbnjak, Frauenschuh und Hohenwarter schlagen konnte.

09.09.2007: Nordketten-Hillclimb von Innsbruck über den Planötzenhof bis zur Bodensteinalm. Wegen dem Wintereinbruch in der vergangenen Woche konnte nicht bis zur Seegrube gefahren werden. Von ca. 1300 bis ins Ziel auf 1660 wurde der Almweg geräumt. Der Weg war teilweise ziemlich nass aber trotzdem gut befahrbar. Mal wieder sehr gute Leute am Start - Andi Traxl konnte im Zielsprint vor Leimgruber gewinnen. 3. wurde ein gewisser Emmerich aus Deutschland, 4. Andi Strobl (Deutschland), 5. Schaufuß (ebenfalls Deutschland) und 6. ich mit einer hohen 45er Zeit rd. 1 min. hinter dem Sieger. Die weiteren Plätze Schafferer, Moser, Spensberger (15 Jahre aus Bayern) und Draxl Alex.

15.09.2007: Das Thaurer Alm MTB-Rennen fand nun schon zum 13. mal statt. Für mein Gefühl wurde noch schneller gestartet als sonst. Zuerst kam ich mir sehr langsam vor, doch dann konnte ich doch nach und nach aufholen. Der Weg war heuer teilweise recht grob - jedoch kaum schlechter als die letzten Jahre. Ich konnte einen 4. Platz mit persönlicher Bestzeit von 33:25 min erzielen. Erster wurde Obwaller mit 32:24, es folgten Leimgruber und Traxl mit 30 sek. hinter Obwaller. Das Rennen war wieder für alle ein harter Kampf - aber am Ziel sind dann die Strapazen schnell vergessen und man konnte sich am reichlich vorhandenen Kuchenbuffet stärken.

16.09.2007: Bei meinem Heimrennen, dem Roten Aar in Sistrans wurden heute die 10tel Sekunden gezählt. Diesmal bin ich gelaufen, da ich mir eine kleine Chance ausgerechnet habe, den letzjährigen Streckenrekord von Mandl Alfred zu unterbieten. Mein Radpartner war Daniel Federspiel, ein großes Talent mit erst 20 Jahren. Ich ließ es wie immer etwas ruhiger angehen und konnte bald zur Spitze mit Mandl Fred und Bader Martin aufschließen. Fred fiel dann bald zurück und ich konnte dann allmählich auch Martin abschütteln. Im Ziel hörte ich dann meine Zeit 25:06:60 min. also aufgerundet 25:07, d. h. ich hätte den Steckenrekord um 1 sek. verpasst. Daniel fuhr als 4. mit 28:19 min ein. Den Teamsieg holte sich Leimgruber/Bader, wir wurden im Team Gesamtdritter, 6 sek. hinter Obwaller/Mandl. Die Rennleitung hat sich dann die letztjährige Zeit von Mandl angeschaut und diese war ebenfalls 25:06:60 min. (vgl. Ergebnisliste 2006) - also bin ich auf die 10tel Sekunde genau die gleiche Zeit gelaufen - wahnsinn! Obwaller hat den Streckenrekord bei den Radfahrern mit 25:53:50 leider um 1,2 sek. verpasst.

22.09.2007: Der Wendelsteinberglauf in Bayrisch Zell. Weil der Veranstalter 200,- € für einen neuen Streckenrekord ausgeschrieben hat und dieser bei ca. 8,5 km und 970 hm mit einer Zeit von 52:06 min momentan bei mir drin sein müsste, habe ich mich entschieden da mit zu laufen. Doch es sollte alles anders kommen. Die Spitzengruppe Redl Alois (Österreichischer Vizestaatsmeiser kam extra aus Wien angereist), Widauer Stefan und ich nahmen gleich nach 1,7 km die falsche Abzweigung (keine Beschilderungen) und kamen dann nach über 1 km Umweg (nach Karte) und Höhenverlusten wieder auf den richtigen Weg und reihten uns mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ca. an 20. Stelle in das Feld ein. Redl war aufgrund einer Muskelzerrung nicht richtig fitt und konnte meine Aufholjagt nicht mitgehen. Ich konnte dann als einziger nach rd. 25 min bis zum Führenden Syme Andrew aufschließen. Als ich dicht hinter ihm lief verfehlte jetzt er leider den richtigen Weg und wir standen mitten im steilen Berghang. Nach einer längern teilweise etwas waghalsigen Querung mit auf und ab fanden wir dann doch wieder den richtigen Weg und reihten uns diesmal an ca. 5. Stelle ein. Abermals versuchte ich wieder zum Führenden, diesmal Widauer Stefan, vor zu laufen. Aber bis zum nicht mehr weit entfernten Ziel reichte es nicht mehr ganz. Ich hatte schon leichte Krämpfe und so kam ich mit 13 sec. Rückstand mit einer Zeit von 56:09 min ins Ziel (wurde am Schluß auch noch von Syme Andrew übersprintet). Ich war natürlich "stinksauer", aber dass ich trotz dieser Umwege noch diese Zeit schaffte ist eh ein Wunder. Dem Veranstalter war die Sache auch furchtbar peinlich - angeblich wurden kurz vor dem Start einige Hinweisschilder entfernt. Er händigte mir trotzdem das Streckenrekordgeld aus, wobei ich Stefan und Syme jeweils 50,- € abgab. 

29.09.2007: Der Bettelwurfhüttenberglauf vom Halltaleingang von 790 m bis zur Bettelwurfhütte auf 2077 m auf nur rd. 6 km Streckenlänge ist eine sehr steile "Laufstrecke". Aufgrund der Schneefälle am Freitag viel mir die Entscheidung nicht leicht, ob ich das Haimingerberg-Radrennen oder den Bettelwurflauf machen sollte. Ich habe dann Markus Wurzer den Lauforganisator angerufen, er möchte doch etwas später starten lassen, so dass oben die Eis- und Schneeauflage auf dem Weg schon weicher wird. Start war dann um 10:00 Uhr und die Verhältnisse waren besser als angenommen. Widauer Stefan und ich konnten uns bald absetzen, aber Stefan blieb mir recht lang auf den Fersen - erst auf dem steilen (Kletter-)Weg nach der Bettelwurfreise konnte ich auch zu ihm den Abstand vergrößern. Jetzt war es nur mehr ein Rennen gegen die Uhr, da ich ja die alte Rekordmarke von 56:44 min unterbieten wollte. Beim Juchezer, dem Punkt wo man zum ersten mal die Hütte sieht, war ich in rd. 40:20 min. Ab hier begann dann schon teilweise der Schnee, aber es war trotzdem recht gut zu laufen - man mußte aber etwas vorsichtiger zu Werke gehen. In 54:55 min erreichte ich dann endlich das Ziel. Für mich ein gelungener Abschluss einer sehr erfolgreichen Wettkampfsaison. Für die Sieger lässt sich dann Markus Wurzer immer besonders schwere Geschenke einfallen (6 kg Nudeln und eine Steintrophäe mit 3 kg), so dass der Abstieg dann kaum leichter war als der Aufstieg.

06.10.2007: Kolsassberg Classic - an diesem sehr gut organisiertem Rennradrennen mit 5,6 km und 590 hm nahmen heuer unglaubliche 230 Radfahrer teil. Dementsprechend gut war auch die Besetzung. Nachdem ich ja die letzten beiden Wochenenden berglaufmäßig unterwegs war, war es doch für mich spannend, wie ich hier abschneiden würde. Das Rennen geht seit letztem Jahr ca. 100 hm weiter hinauf. Nach wie immer verhaltenem Start, fühlte ich mich im Laufe des Rennen immer besser. Am Schluss konnte ich bis zum 8. Gesamtrang mit 22:13 min. vorfahren. Gewonnen hat ein allen unbekannter Slowene mit ca. 20:54 min ca. 24 sec. vor Obwaller. Ich wurde 4. Österreicher und für mich auch erfreulich, dass ich Gerrit Glomser am Schluss noch überholen konnte. Darüber hinaus hat unser Team "Die Mittvierziger" aus Raggl Elmar, Nimmrichter Peter und ich den Teamwettbewerb gewonnen. Vielleicht mache ich jetzt doch bei dem Schwesternbewerb "Kolsassbergrun" (einem Berglauf auf fast identischer Strecke) Anfang Dezember mit, da der Veranstalter mich bei der Kombi-Wertung - Radfahren und Berglauf - überhaupt nicht auf der Rechnung hat, obwohl ich diese 2005 überlegen gewonnen hatte (2006 habe ich nicht teilgenommen).

07.10.2007: Aldranser Alm MTB-Rennen mit 7,4 km und 740 hm. Der Start für dieses Rennen findet fast vor meiner Haustüre statt und es ist deshalb für mich ein Pflichttermin. Es rechneten viele Aldranser damit, dass ich dieses Rennen gewinnen würde. Allerdings fahre ich jedoch immer dann am besten, wenn keiner mit mir rechnet. Auch sind zwei Radrennen an einem Wochenende immer ein gewisses Risiko, da man nicht weiß, wie man das erste Rennen verkraftet. Gestern fuhr ich vielleicht auch von Kolsass mit dem Rad zu schnell nach hause. Naja, auf jeden Fall erwischte ich einen eher schwachen Tag. Schafferer Erich war heute eindeutig der Bessere und hat mit 32:00 gewonnen und war damit auf meiner Hausstrecke genau 1 Minute schneller als Widauer Stephan und ich. 1,5 km vor dem Ziel fragte mich Stephan, ob wir gemeinsam durchs Ziel fahren. Ich war froh darüber, denn wahrscheinlich wäre auch er heute der Schnellere gewesen. Nun bin ich froh, dass endlich die Rennen vorbei sind und ich hoffe, dass sich diesen Herbst noch ein paar schöne Berg- und leichte Klettertouren ausgehen.

21.10.2007: Um dem Sauwetter zuhause zu entfliehen habe ich kurzentschlossen beim 21. Mutspitzlauf in Südtirol mitgemacht (hier habe ich früher schon einige male teilgenommen). Dies ist ein Rennen der Extraklasse und zwar geht es zuerst mit dem Rad von Meran (330 m) über Dorf Tirol bis zum Tiroler Kreuz (806 m) und anschließend wird bis kurz unter die Mutspitze (2290 m) gelaufen. Insgesamt sind somit ca. 1940 hm zu überwinden. Es war zwar kalt, jedoch die Sonne lachte vom Himmel. Nach wieder etwas verhaltenem Start kam ich mit dem Rad 3 sek. hinter dem Radschnellsten in 18:33 min. an. Beim Laufen hat sich dann bald eine Spitzengruppe aus den Südtirolern Osele Roland, Weisenhorn Oswald, Fischer Michael und mich gebildet. Es gab immer wieder Positionswechsel, doch bald mußten wir einsehen, dass Osole der Stärkste war. Er gewann mit der 2. besten jemals gelaufenen Zeit von 1:16:48 h (Radfahren + Laufen). Ich konnte mich als 2. durchsetzen in 1:18:21 h, 3. wurde Weisenhorn, 4. Fischer, 5. Niederegger Thomas, 6. Steiner Anton und 7. Innerhofer Paul. Ich freute ich mich über meine super Zeit sehr, aber natürlich auch Schade, dass meine Leistung nicht für den Sieg gereicht hat, denn die früheren Rennen wurden meistens mit 1:19er Zeiten gewonnen.

28.10.2007: Tiefenrastenlauf in Südtirol. Ich kann es einfach nicht lassen - bin wieder ins sonnige Südtirol, um bei einem Berglauf von Terenten (1213 m) im Pustertal auf die Tiefrastenhütte (2312 m) mit zu machen. Dieser sehr gut organisierte und abwechslungsreiche Berglauf geht zuerst 2 km auf Asphalt, dann auf Almwege und Bergsteige über 9,5 km und rd. 1100 hm, wobei sich flache und steile Passagen immer wieder abwechseln. Wohl einer der schönsten Bergläufe mit herrlichem Bergpanorama. Ich wurde mal wieder Zweiter in 52:24 min, rd. 20 sek. hinter Norbert Testor. 3. wurde Paul Gschließer und 4. Jochen Strobl.

09.12.2007: Kolsassbergrun, 155 Starter bei einem Berglauf, das ist Tirolspitze. Aber nicht nur Masse sondern auch Klasse. Es siegten Waytt (hatte angeblich muskuläre Probleme) zeitgleich mit De Gasperi in 24:10 min, 3. Runger Hannes, 4. Schmuck. Platz 10 belegte als zweitbester Österreicher und bester Tiroler der 28-jährige Simon Lechleitner aus Aldrans, 6 sek. vor mir. 10 sek. hinter mir kam Stefan Widauer zeitgleich mit der besten Frau Renate Runger ins Ziel. Die Renate hat der amtierenden Vizeweltmeisterin Andrea Mayr knapp 1 Minute abgenommen?!. Ich habe die Kombiwertung aus Radfahren und Berglaufen mit ca. 45 sek. Vorsprung vor Stefan gewinnen können. Jetzt bin ich gespannt wer meine Gesamtzeit aus Rad und Lauf von 22:13 + 26:14 = 48:27 min unterbieten wird. Wie ich gehört habe, nehmen die Spitzenläufer hier alle teil (es gibt kein Preisgeld), da sie im Jägerhof auch mehrere Tage frei übernachten können.

 



26.09.14: Kotzenklassik: Nun schon die 3. Ausgabe des Rennens von Telfes im Stubaital zum Nederjoch. Seit letztem Jahr kann man unter 2 Varianten wählen - entweder als Duathlon zuerst mit dem Rad auf dem Almweg die 655 hm hinauf zur Pfarrachalm und dann zu Fuß weiter die 400 hm auf's Nederjoch, oder von unten als reinen Berglauf, wobei die Strecke zur Pfarrachalm frei wählbar ist. Insgesamt haben sich 26 Teilnehmer der Herausforderung gestellt und eigentlich verlief das Rennen wie im letzten Jahr.
Der direkte Weg zur Pfarrachalm ist schon recht steil und so war ich 1 sek. schneller als letztes Jahr in 24:35 min. oben. Auf's Nederjoch war ich dann in 14:36 min, 13 sek. langsamer wie 2013 und so war ich in 39:12 min. auf dem Nederjoch. 12 sek. langsamer als letztes Jahr - wieder ein Jährchen älter oder lag's daran, dass ich schon ein bissl an die Kalkkögeltrophy am nächsten Morgen dachte - auf jedenfall kann ich über den Schnitt von 3:43 min./100 hm zufrieden sein. Christian Stern wurde bei den Läufern in 43:45 min. 2 und Armin Niederkofler in 46:51 min. 3.
Bei den Duathleten war Manuel Natale mit einer Zeit von 41:54 min. der überlegene Sieger - wahnsinn, er hat sich um 2 min. gegenüber 2013 und 2,5 min. gegenüber 2012 verbessert. Bernhard Haller wurde in 46:17 min. 2. und Raimund Schmidt in 48:14 min. 3. Ergebnisse, Fotos und einen Bericht gibt's sicher bald auf www.sv-telfes.at.
Ich ging dann noch auf die Nockspitze, weil ich auf der heuer noch gar nicht oben war - Edelweiß hab ich aber leider keine gesehen. Auf der Pfarrachalm war's dann wieder schön gemütlich und als ich endlich um 19:25 Uhr von dort weg kam, war's schon recht finster und ich war froh, dass ich ohne Stirnlampe auf dem Steig trotzdem ganz gut runter kam. War wieder ein lässiges Rennen mit vielen alten Bekannten, so wie ich es am liebsten mag.