Rennen 2010

29.08.10: Kitzbüheler Horn Bergstraßenlauf. Am Tag des Ötztalers sind logischerweise alle anderen Veranstaltungen nur Nebensache. Ich habe heute kurzentschlossen beim, vom Tiroler Berglauf-Urgestein Franz Puckl organisierten, 32. Kitzbüheler-Hornlauf mitgemacht. Es ist ja der meines Wissens älteste Berglauf in Österreich und einfach ein Klassiker. Auch wenn es nur die Asphaltstraße hinauf geht - aber irgendwie mag ich ihn trotzdem. Die Streckenlänge beträgt 12,9 km bei 1234 hm - es geht ja von Kitzbühel ca. 3 km flach zur Hornstraße und auf dieser hinauf über das Alpenhaus (Ziel der Radrennen) bis zum Gipfel. Ich versuchte immer einigermaßen locker zu laufen und natürlich hab ich bei den ersten 3 Kilometern ganz schön verloren. Dann ging es eigentlich ganz gut und lief mit 1:06:50 h als 12. ins Ziel (4. bester Österreicher - der Vorarlberger Sumer und Martin Mausser hatten auch eine 1:06er Zeit und Alois Redl lief eine sehr gute niedrige 1:03er Zeit). Ich hab mir aber vorgenommen keine größeren Bergläufe mehr zu machen, weil, seit die Kenianer den gesamten Sommer bei uns verbringen, ist es eigentlich als voll berufstätiger und ehrlicher Sportler nicht mehr möglich einigermaßen vorne zu landen. Heute waren gleich 5 oder 6 Kenianer am Start. Diese Gruppe "grast" alle Läufe mit Preisgeld ab (heute gab es für den Sieger 750,-  und für den 8. noch 50,- Euro). Nächstes Jahr werden es wahrscheinlich noch mehr Afrikaner werden. Auch bezweifle ich, ob die schon etwas von Sportethik gehört haben - die Leben ja vom Laufen, da ist es natürlich schon fast existenziell möglichst weit vorne zu sein. Franz Puckl meint es ja wirklich gut mit seinem Preisgeld, aber die heimischen Läufer haben halt nichts davon. Gewonnen hat aber trotzdem Wyatt mit 58:59 min. - Ergebnisse hoffentlich bald unter www.bibchip.at.  

27.08.10: ILF-Triathlon. Ich arbeite ja seit 3 Monaten bei www.ilf.com in Rum. Dies ist ja ein inzwischen weltweit tätiges Planungsunternehmen hauptsächlich im Tiefbau (weltweit bereits ca. 1600 Mitarbeiter). Das Planungsbüro in Hochrum mit ca. 250 Angestellten ist im Bereich Tiefbau die Hauptstelle und traditionell sehr sozial geführt. Der ILF-Triathlon wurde gestern bereits zum 14. mal ausgetragen und besteht aus 400 m Schwimmen im Lanser See, 14,3 km Radfahren vom Lanser See über Sistrans nach Rinn und retour und aus 2 Lanser-See-Laufrunden mit insgesamt 4,1 km. Für diesen Firmenevent reisen sogar immer einige Teilnehmer aus Warschau, München und Wien an. Ich als "Nichtschwimmer" hab natürlich schon länger überlegt, ob ich mich überhaupt dieser Nichtbergauf-Veranstaltung stellen soll. Weil wir ja mit der Familie öfters im Lanser See beim Baden sind und die Radstrecke ja fast an unserem Haus vorbei führt, musste ich ja eigentlich mitmachen. Beim Start schaute ich mir die Räder der Teilnehmer an und dabei fiel mir vor allem ein richtiges Carbon-Triathlon-Geschoss auf (von Csmarits Johannes - kam extra aus Wien - Ironmanzeit heuer in Klagenfurt 9:37 h) - ob ich gegen einen richtigen guten Triathleten hier eine Chance habe und wie wird es mir in der 4. Disziplin, den Wechseln gehen? Ich muss zugeben, dass ich schon etwas nervös war. Das Schwimmen war dann ganz schön ein Kampf. Die guten Schwimmer schwimmen vorneweg und haben dann eigentlich freie Bahn. Ich bekam gleich mal einige Stöße ab und war mitten drinn im Getümmel. Wir mussten ja 3 Bahnen quer durch den See schwimmen und immer um eine Boje herum. Ich war dann heilfroh, als ich endlich (im hinteren Drittel) aus dem Wasser durfte. Neopren-Anzüge waren keine erlaubt, so haben die richtigen Triathleten so eine Art Badeanzug an gehabt, wo sie sofort auf's Rad springen und in die bereits in die Pedale eingeklingten Spezialschuhe schlüpfen und losdüsen können. Ich traute mich nicht mit der nassen Badehose Radfahren, trocknete mich vorsichtshalber ab und zog mich um - es wird wohl fast 2 Minuten gedauert haben bis ich endlich auf dem Rad saß. Es hat mir dann schon getaugt auf der mir entgegenkommenden hügeligen Radstrecke von hinten aufzuholen. Ich fuhr alles mit der großen Scheibe und kam dann ziemlich zeitgleich mit dem Zweitplatzierten Hubert Heiss am Lanser See wieder an. Über 2 min. vor mir war da nur mehr der Csmarits Johannes, auf den ich wegen meinem langsamen Wechsel beim Radfahren nichts aufholen konnte. Radschuhe runter und Laufschuhe an und los ging's. Den Wechsel vom Radfahren auf's Laufen hab ich dann auch etwas unterschätzt. Es ist ganz schön hart da einigermaßen locker zu laufen - mir haben auf jedenfall gleich mal die Oberschenkel voll gebrannt. Mein Radkumpel Christoph Schlögl hat mich ja netterweise größtenteils mit dem Rad begleitet und mich immer über den Abstand zum Führenden informiert. Ich hab zwar noch beim Laufen richtig aufholen können, aber wurde dann doch letztendlich 2. mit 52:38 min. 36 sek. hinter dem Sieger. Immerhin schafft ich die 3. beste jemals absolvierte Zeit. Es hat auf jedenfall richtig Spaß gemacht und Langeweile kommt bei so einem kurzen Triathlon nicht auf - ist vielmehr Action pur. Ein bissl geärgert hat's mich aber dann doch, dass ich bei dem Schwimm/Rad-Wechsel so viel Zeit liegen gelassen habe, da ich ja trotz meiner schwachen Schwimmleistung doch noch Siegchancen hatte. Anschließend wurde nochmal in den See gesprungen und beim Minigolf-Restaurant gegrillt und wir gingen zum gemütlichen Teil über.  

22.08.10: Aldranser Alm Hillclimb: Nach einjähriger Pause wurde nun wieder das Rennen auf die Aldranser Alm vom neu gegründeten Radverein RC Aldrans (schöne Trikots) durchgeführt. Die Strecke ging heute (wie im Jahre 2005) von Fagslung beim Beginn des Schotterweges auf die Alm und es sind dabei genau 570 hm und 5 km zurückzulegen (nach Google und AV-Karte). Für Rikki und mich ist es natürlich schon lässig, wenn direkt vor der Haustüre ein Rennen auf unserer geliebten Hausstrecke stattfindet. Ein kleiner aber erlesener Haufen von 27 Fahrern stand heuer am Start, wobei die härteste Konkurrenz für mich aus den eigenen Reihen vom RC BikePoint Ibk kam. Natürlich schade, dass überhaupt keine normalen Hobbyfahrer mehr mitmachen - die "langsamste" Zeit war 36:22 min. Nach einem wie immer etwas verhaltenem Start von mir konnte ich bei der 2. Kehre nach ca. 100 hm die Führung übernehmen. Manuel Natale ließ sich aber nicht so leicht abschütteln. Ab der Hälfte des Rennens war ich dann schon erleichtert, dass ich langsam einen Vorsprung herausfahren konnte. Nach dem ich ja seit August mein Hauptaugenmerk wieder auf's Radfahren gelegt habe, geht es mir dort immer besser. Ich fuhr mit einer Zeit von 23:08 min ins Ziel, was ich eigentlich selber nicht für möglich gehalten hätte. Die Siegerzeit vor 5 Jahren war ja von Alex Fasser mit 24:29 min, allerdings war damals der Start ca. 15 sek. weiter unten und der Weg schlechter beeinander. Für mich ist es halt schon was besonderes ein Heimrennen zu gewinnen. Die Organisatoren Armin Niederkofler und Armin Schwemberger vom RC Aldrans wollen jetzt immer das Rennen auf dieser Strecke durchführen, da bin ich natürlich schon gespannt, wieviel meine Zeit in Zukunft Wert ist. 2. wurde Manuel mit 23:53 min, 3. Bernhard Haller mit 24:24 min., 4. Marco Lengauer mit 24:33 min., 5. Christian Haas mit 24:53, 6. Uwe Tremetzberger, 7. Christian Ragg, 8. Christian Prader, 9. Martin Fritz und 10. Markus Mitterdorfer. Rikki hätte natürlich heute auch gerne gewonnen und sie fuhr mit 29:42 min. eine super Zeit, aber Patrizia Wacker hat mit 26:56 min. mal wieder einige ambitionierte Männer hinter sich gelassen. Ich hab ja schon Vorteile mit meinem geringen Gewicht, aber Patrizias Gewicht ist auch als Frau wahrscheinlich kaum unterbietbar. War heute ein super Tag und nach der Siegerehrung auf der Alm, hab ich mich noch nach Schwammerln umgeschaut und dabei ein paar schöne Steinpilze gefunden.

15.08.10: Kühtaier Bergkaiser. Eigentlich wollte ich ja die ÖM im Mountainbike Hillclimb, die ja auch heute in Kitzbühel auf den Hahnenkamm stattfand, fahren. Ich hab ja schon 2 mal bei der ÖM eine Bronzemedaillie geschafft, aber immer bei sehr steilen Strecken (Schmittentrophy und Montafon). Beim Hahnenkammrennen bin ich ja jedes Jahr dabei und es ist ja bis über die Streckenmitte hinaus nicht besonders steil und ich weiß, dass es nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke ist. Das Kühtairennen, wieder super organisiert von Frank Rietzler, ist ja für mich jedes Jahr ein Highlight - auch deshalb, weil, wenn ich Zeit für eine Rennradausfahrt habe, fahre ich ja immer am liebsten dort hinauf. Ich mag einfach die wechselnden Steigungen. Ausschlaggebend war dann auch heute als von Westen nach dem Dauerregen blauer Himmel auftauchte, Rikki ja auch beim Bergkaiser mitmachte und man ja mit dem Rad zum Start fahren kann. Das Rennen war heute sehr gut besetzt und einige die ich in Kitzbühel vermutet hätte waren auch lieber in Innsbruck. Um dem Stress bei der neutralisierten Fahrt von Innsbruck bis Kematen aus dem Weg zu gehen, bin ich heute ganz hinten richtig gemütlich bis Kematen gefahren. Eigentlich dachte ich, dass ich dann, wenn's ins Sellraintal rein geht, schon vor komme. Ich hab irgendwie geglaubt, dass sich die Siegfahrer uneinig wegen der Führungsarbeit sind und am Anfang nicht so schnell gefahren wird. Da hab ich mich aber getäuscht. Es wurde von Anfang an voll gefahren und ich bin zuerst ziemlich hinten rumgekrebst. Ich war ständig am überholen und fuhr eigentlich alles alleine - der Vorteil ist dabei für mich, dass ich immer mein ideales Tempo fahren kann. Die berüchtigte Grieser Steigung nahm ich zwischen 12 und 13 km/h, was, glaube ich, nicht so langsam ist. Ich hab dann sehr viele bekannte Radfahrer überholen können und wahrscheinlich bin ich noch selten so gut unterwegs gewesen wie heute und es hat mir voll getaugt immer abwechselnd sitzend und stehend zu fahren. Wäre interessant wenn eine Zwischenzeit in Gries genommen würde, so dass man sieht in welchem Abschnitt man Zeit verliert oder gewinnt (wäre ja bei der Chipzeitmessung wahrscheinlich kein Problem). Gewonnen hat Roman Gredler in ca. 1:28:30 h, vor dem Südtiroler Phillip Götsch. 3. wurde der Junior aus Rosenheim Felix Spensberger, 4. Bert Dekker aus Holland (schon 2. beim Ötztaler), 5. Andi Traxl, 6. Andi Ortner, 7. Wolfgang Hofmann aus Augsburg, 8. Stefan Praxmarer und 9. ich mit 1:31:17 h. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald bei www.radsportevents.com. Sicher wäre es wahrscheinlich besser gewesen, ich hätte in Kematen schon ganz vorne mitgemischt, aber ob ich bis Gries mit der Spitze mithalten hätte können, ist natürlich auch fraglich. Und natürlich weiß ich, wenn man einmal "blau" fährt, dann wird das ganze Rennen ein ziemlicher Kampf (bzw. Krampf). Rikki hat sich gegenüber letztem Jahr gewaltig gesteigert und fuhr hinter Esther Fennel (1:45:21 h) mit 1:47:41 h als 2. Dame ins Ziel. Ich bin echt stolz auf meine Rikki, sie wird allmählich eine richtige Rennfahrerin.   Heute hat wieder seit längerer Zeit Bernhard Hochreiter (www.event-moderator.com) die Rennmoderation gemacht. Er ist ja darin inzwischen Vollprofi und macht ja alle möglichen Moderationen und heute war es für ihn sicher eine kleine Sache. Das Wichtigste bei Interviews ist natürlich wie gut man die Interviewpartner kennt und er weiß wirklich über uns sehr gut bescheid - chapeau, Bernhard. 

07.08.10: 19. Sellrainer Bergrennen für Bergradler und Bergläufer: Gestern beim traditionsreichen Sellrainer Bergrennen waren wir Tiroler unter uns und damit war es so richtig familienmäßig. Seit letztem Jahr geht's ja über das alte Ziel in St. Quirin noch ca. 550 hm auf einem recht steilen Schotterweg hinaus - somit sind's nach meiner Karte insgesamt 970 hm auf ca. 8,8 km. Ich habe mich für's Biken (Teampartner Markus Holzknecht) entschieden und wir starteten zuerst. Auf der Asphaltstraße fuhren wir die ersten 250 hm zusammen, dann konnte ich mich langsam absetzen. Aber nicht weit hinter mir fuhren alte Kampfgefährten wie Peter Nimmrichter, Erich Schafferer und Alex Draxl. Durch's alte Ziel fuhr ich in genau 15:37 min. - das war ja eigentlich nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass wir mit Stollenreifen unterwegs waren (alte Siegerzeiten meist knapp unter 15 min.). Dann kam der Schotter und der war teilweise ganz schön ruppig und man rollte nicht allzu gut. Der Abstand zu Peter (Vorjahressieger mit 40:28 min.) blieb dabei meist gleich mit ca. 20 sek. Die angeschriebenen Kilometer kamen mir richtig lang vor und endlich in 40:17 min. erreichte ich das Ziel und habe dabei gerade noch den Streckenrekord geschafft. Peter 39 sek., Erich 1:10 min. und Alex 1:19 min. hinter mir (vom RC Bike Point kam Christian Ragg mit 43:47 min. als 6., Roli Striemitzer mit 44:22 als 7. und Hans Riegler mit 49:00 als 12. ins Ziel). Die ersten 3 waren somit die wirklich alten Haudegen mit den 60er Jahrgängen. Da fast alle letztes Jahr (trotz damals großer Hitze) etwas schneller waren, wird anscheinend der Weg durch den vielen Regen heuer etwas schlechter geworden sein. Rikki war leider die einzige Dame und sie fuhr in 51:09 min. ins Ziel - Rikki wird echt immer schneller. Die Läuferkonkurrenz war sehr stark besetzt mit dem österreichischen Spitzenbergläufer Simon Lechleitner sowie Matthias Scherl, Stefan Widauer und Georg Egger. Simon lief eine Bombenzeit mit 43:39, die wahrscheinlich nicht mehr so leicht zu unterbieten sein wird. 2. wurde Matthias mit 45:16 min., 3. Stefan mit 47:20 min., 4. Georg mit 47:41, 5. Thomas Rangger mit 47:57 min. und 6. Markus Mitterdorfer (RC Bike Point) mit 49:56 min. Mein Teampartner Markus Holzknecht lief als 7. in 49:56 min. ins Ziel und hat sich gleich um 6 min. verbessert. Die schnellste Dame war Rikkis Teampartnerin Regine Helfenbein-Folmann mit 1:00:08 h. Somit haben die Herren und Damen alle neue Streckenrekorde geschafft - nächstes Jahr wird das wahrscheinlich nicht mehr so leicht sein. Das Rennen und das ganze Drumherum hat gestern richtig Spaß gemacht - kein Wunder bei dem Veranstalter.

01.08.10: Harakiri-Berglauf in Mayrhofen. Dieser Berglauf gehört ja zum WMRA-Grand-Prix 2010 (quasi Weltcup-Veranstaltung) und weil er ja nicht weit weg ist, bin ich halt auch dabei gewesen. Naja 2 Rennen am Wochenende sind nicht gerade optimal - jetzt hab ich eh mal genug. Die ersten 10 Minuten sind immer eine Überwindung, doch dann läuft es beim Berglauf eh von selber. Allerdings hab ich heute bei den ersten ca. 2 flachen Kilometern schon sicher 1,5 min. Rückstand eingefangen. Dann kam ich recht gut rauf und belegte den 18. Platz. Bester Österreicher wurde als 12. Simon Lechleitner mit 56:17 min., dann kamen hintereinander noch 6 weitere Österreicher mit Alex Rieder, Markus Kröll, Alois Redl, Hannes Felder, Martin Mausser und ich mit 59:15 min. (Strecke mit 10,4 km und 1170 hm). Letzte Woche beim Schlickeralmlauf war Hannes Felder noch 1,5 min. hinter mir - naja, jede Strecke ist anders und man ist nicht jeden Tag gleich. Wenn ich die verlorenen Zeit am Anfang abziehe, kann ich eh recht zufrieden sein (sicher als guter Läufer, muss man auch in der Ebene schnell sein). Gewonnen hat der Türke Arslan Ahmet (4-facher Berglauf-Europameister) mit verdammt schnellen 50:39 min. genau 30 sek. vor Jonathan Wyatt. Die laufen echt die 10,4 Kilometer als wenn sie brettleben wären. Der Veranstalter hat heute ziemlich die weltweit schnellsten und bekanntesten Bergläufer angelockt. Aber auch die besten Österreicher waren dabei, aber der Sieger war fast 6 min. schneller. Das ist dann schon irgendwie viel, wenn man bedenkt, dass ja die besten Österreicher auch professionell trainieren und mit den Bergen vor der Haustüre optimale Bedingungen vorfinden. Dieser große Abstand rechtfertigt doch irgendwie mein eher unkonventionelles Training mit kombinierten Rad- und Bergtouren je nach Wetter und Zeit. Mit Trainingsplan und einem gezielteren Training könnte ich vielleicht noch etwas rausholen, aber gegen die sog. Weltspitze schauen wir halt immer noch ganz schön alt aus. Die Ergebnisliste gibt's unter www.mayrhofen-harakiri.com

31.07.10: Kitzbüheler Horn Berg-Radrennen und Tiroler Berg-Meisterschaft (Elite+EliteU23). Heute ist wieder die ganze Familie mit Rikkis Mama zu fünft mit 2 Rädern nach Kitz gefahren. Obwohl die Kinder heute eh schön brav waren, ist das doch ganz schön stressig. Die Kinder sind mit Rikkis Mama mit der Bahn rauf und wir standen Gott sei Dank rechtzeitig am Start (Rikki und ich waren die einzigen vom RC Bike Point). Heuer sehr viele Teilnehmer und ein starkes Feld wie sonst nie - hat vielleicht auch die Tiroler Bergmeisterschaft etwas ausgemacht. Die Anfahrt von Kitzbühel zum eigentlichen Start nach der Brücke war wie immer sehr langsam und natürlich will da jeder ganz vorne sein. Diesmal ging aber alles gut und ich bin dann heute eigentlich betont kontrolliert gestartet, weil ich ja den vorletzten Kilometer kenne mit seinen 18 bis 22%. Ist halt echt eine steile Bergstraße - auf 7,2 km macht man da ja 900 hm (hab's mit Google Earth nachgemessen). Ich holte dann so nach und nach auf, hatte aber immer wieder morgen den großen Berglauf Harakiri im Kopf. Vielleicht bin ich echt etws zu vorsichtig gestartet und letztendlich fuhr ich als Gesamtelfter mit 32:47 min. ins Ziel - bin jedoch schon mal über 1 Minuter schneller oben gewesen. Gewonnen hat Hans-Jörg Leopold aus Ostösterreich mit 30:14 min, 2. wurde Felix Spensberger mit 30:26, 3. HPO mit 30:55 min. und 4. und damit Tiroler Meister Harald Totschnig (Radland Tyrol) mit 31:26 min. 5. und 6. wurden, für mich schon etwas überraschend, zwei U23-Fahrer vom Radland Tyrol (Patrick Konrad 31:34 und Stefan Kirchmair 31:44), 7. Roman Gredler, 8. Andi Ortner, 9. Philip Götsch, 10. David Wöhrer, 11. ich, 12. Stefan Mair, 13. Klaus Steinkeller, 14. Alexander Schrangl, 15. Thomas Frauenschuh und 16. James Latimer. Bei der Tiroler Meisterschaft wird ja die Elite mit der EliteU23 gemeinsam gewertet - die ersten drei mit Totschnig, Konrad und Kirchmair kommen alle aus dem Radland Tyrol Team, 4. wurde Roman Gredler, 5. David Wöhrer und 6. ich (ohne U23-Wertung immerhin 3.). Heute waren ja außer unseren beiden Pro-Tour-Fahrern Rohregger und Denifl eigentlich die besten Bergfahrer dabei und deshalb kann ich mit dem 6. Platz ganz zufrieden sein. Hab mich dann mit einigen vom Radland Tyrol Team unterhalten und sie haben schon gemeint, dass sie profimäßige Bedingungen vorfinden. Sie waren schon bei der Österreich-Rundfahrt die beste österreichische Mannschaft und sie haben sich seit dem Beginn vor 3 Jahren sehr entwickelt. Die 4 ersten der EliteU23 sind für mich vielversprechende Talente und ich bin gespannt wie es weiter geht (natürlich Straßenradfahren ist wieder was anderes).    Rikki ist super gefahren und wurde mit 42:05 min. 4. beste von 14 teilnehmenden Frauen und wäre in der Damen-Elite-Klasse immerhin 3. geworden - hier Siegerin Jacqueline Hahn mit 40:13 min (Rikki ist heute sogar 5 sek. schneller gefahren als letzes Jahr Doris Posch). Fast ein bissl unheimlich sind jedoch die 35:46 min. von Patrizia Wacker - aber bei dieser steilen Strecke, kommt ihr natürlich ihr geringes Gewicht sehr entgegen. Ergebnisse unter www.kitzsport.at/uploads/media/Ergebnisliste_Horn2010.pdf

25.07.10: Schlickeralmlauf: Heute kommt mir der gestrige Tag wie ein Alptraum vor, da ist mir der Spaß an den Rennen vergangen. Beim Laufen ist es Gott sei Dank gleich, wenn einem etwas "übermotivierte" Teilnehmer vorne reinlaufen - es kann da nix passieren. Dachte eigentlich, dass der Schlickeralmlauf seit dem er nicht mehr Weltcupstatus hat, ein eher nationaler Lauf wird. Er war heute zwar international nicht mehr ganz so gut besetzt, aber wegen dem relativ hohen Preisgeld hat er immerhin Jonathan Wyatt und einige starke Läufe aus den östlichen Nachbarländern angelockt. Der Wettergott war heute gnädig mit uns - kein Regen und fast optimale Temperaturen (vielleicht oben mit +5° etwas zu frisch). Die Strecke ist heuer gegenüber den letzten Jahren wieder etwas länger (bzw. flacher) geworden (lt. Veranstalter um 500 m), da ein neuer Weg mit sehr vielen Serpentinen angelegt wurde (der alte Weg musste aufgelassen werden). Dieser Weg kann sogar für Leute die mit der Bahn zur Schlick2000 rauffahren mit Kinderwägen befahren werden. Man läuft also unten zuerst in Telfes eine Runde dann flach rüber nach Plöven und dann nach einem Abwärtsstück recht steil bergauf bis zum Schneekannonenspeichersee. Diesen umrundet man und läuft dann vorbei an der Schlicker Alm. Hier beginnt dann der neue Serpentinenweg bis man die letzten ca. 250 hm wieder auf die alte sehr steile Schlussstrecke trifft (über 11 km und ca. 1300 hm). Nach ca. 3 km, wo es dann richtig bergauf ging, war ich ca. an 10. Stelle. Vor der Alm konnte ich dann 2 Leute (u. a. den Vorarlberger Hannes Felder) langsam überholen. Durch die Zwischenzeit bei der Alm lief ich gemeinsam mit Mathias Scherl in genau 40 min. Ein Stück nach der Alm konnte ich nochmals an 2 Leuten (u. a. Martin Bader) vorbei zu laufen. Bis zum steilen Schlussstück war ich da 4. und der 3. war so ca. 15 sek. voraus. Leider hatte ich dann beim Steilen plötzlich kurz mal leichte Ansätze zu Krämpfen - hätte vielleicht doch unterwegs etwas trinken sollen. Hier kam Ondrej Horak von hinten, der etwas stärker war. Am Schluss ging es mir wieder besser und ich lief in 1:07:02 h als 5. ins Ziel. Gewonnen hat Jonathan in 1:00:33 h vor Robert Krubicka in 1:02:38 h und Petr Pechek in 1:06:35 h. Obwohl der 3. Platz nicht weit weg war, bin ich heute als bester Österreicher sehr zufrieden. Auch wegen gestern, wäre es wahrscheinlich am Besten ich konzentriere mich eher aufs berglaufen. Die Ergebnisliste gibt's unter www.schlickeralmlauf.com.

24.07.10: Hinterhornrennen: Heuer ist einfach bei den Radrennen der Wurm drinnen. Hab erst einmal die ganze Woche überlegt, ob ich wegen dem sonntägien Schlickeralmlauf überhaupt einen Tag davor die Hinterhorn fahren soll. Aber die Hinterhorn ist halt doch ein Klassiker und da ich ja die letzten beiden Jahre 2. geworden und 3 mal hintereinander eine 23er Zeit gefahren bin, hab ich mich doch entschlossen dabei zu sein. Als das Wetter heute so miserabel schlecht war, hab ich dann wieder überlegt. Rikki wollte auf jeden Fall fahren, so bin ich dann auch mit. Am Start hat es dann gegossen wie aus Kübeln - wieder überlegt, dann aber doch am letzten Drücker die Startunterlagen geholt. Startaufstellung ist ja seit letztem Jahr auf der Gnadenwalder Landesstraße. Man fährt dann neutralisiert die ca. 70 m bis zum Mauthäuschen, wo dann die Startfreigabe ist. Ca. 30 m vor dem Mauthäuschen, drängelte sich Jimmy Bodner an mich vorbei und fiel dann plötzlich kurz vor mir um. Ich konnte nicht ausweichen und stürzte ebenfalls (aufs Kreuz) - was für eine Scheiße. Wir haben dann die Räder kaum mehr auseinandergebracht, weil sich die Lenker ziemlich verhakt haben. Was sollte ich jetzt machen? Das Gepäck ist oben und ich stehe hier im Regen. Rikkis Begleiter ist mit unseren Kindern mit meinem Auto zum Ziel gefahren. Das Rad war anscheinend unbeschädigt, also das Beste ist wohl ich fahre auch rauf. Hier im Steileren in die Pedale rein zu kommen war dann auch nicht so leicht und unterwegs musste ich noch die schleifenden Bremsen einjustieren (werde da sicher ca. 1 bis 1:30 min verloren haben - schade, dass beim Sturz der Tacho ausgefallen ist). Mit einer ziemlichen Wut im Bauch fuhr ich dann bis zu unserem Auto ca. 30 m vorm Ziel. Unterwegs überlegte ich schon immer wieder, ob das überhaupt Sinn macht. Kurz vorm Ziel bin ich da bis zur 6. Stelle kurz hinter Christoph Kluge vorgefahren. Gewonnen hat Manuel Natale in ca. 24:10 min., kurz vor Bernhard Haller in ca. 24:25 min. und 3. wurde Christian Ragg in ca. 24:35 min. Ich hab mich oben noch ziemlich über Jimmy Bodner geärgert, warum er sich in der neutralisierten Zone bei mir vorbeidrängeln muss. Ich würde mich ja niemals trauen, an einem vorbeizufahren, dessen Hinterhornbestzeit über 10 min. besser ist als meine. Hab mich oben dann mit Jimmy wieder versöhnt, als ich erfahren habe, dass seine Kurbel abgegangen ist. Schade, dass es heute wie vor 3 Jahren keine Chipzeitmessung gegeben hat, da ja der Unfall noch vor dem eigentlichen Start war, wäre es dann sicher um den Sieg nochmals spannend geworden. So leicht wie heuer war es schon lange nicht mehr möglich die Hinterhorn zu gewinnen. Mir tut auf jedenfall jetzt ganz schön das Rückgrat weh.    Rikki ist übrigens eine 30er Zeit gefahren und das ist für eine Frau eigentlich schon richtig schnell. Allerdings ist Patrizia Wacker mit einer niedrigen 27er Zeit nur eine knappe Sekunde hinter dem Streckenrekord von Doris Posch geblieben - das ist dann schon superschnell.

18.07.10: Großglockner-Berglauf (www.großglocknerberglauf.at): Jetzt war ich auch mal dort dabei - aber hätte mir besser dieses Spektakel ersparen sollen. War eigentlich genau das Gegenteil, von meinen sonstigen Lieblingsrennen - die Strecke ist auch alles andere als optimal für mich. Der Höhenunterschied zwischen Heiligenblut und dem Ziel Franz-Josefs-Höhe beträgt rd. 1120 hm, aber nach Ausschreibung kommen fast 1500 hm zusammen (Streckenlänge nach Ausschreibung 13 km). Steil geht's immer nur ganz kurz runter, ansonsten sind diese Bergabstrecken auf schmalen Steigen ziemlich lang bzw. man läuft immer wellig dahin. Die ersten 1,5 km läuft man auf Asphalt ohne nennenswerte Steigung, dann geht's ca. 2 km eine ziemlich steile Forststraße bergauf und bis zum Ziel auf Steigen dahin, die in den vielen flachen Abschnitten nicht leicht zu laufen sind. Natürlich vom Streckenprofil (und auch sonst) das krasse Gegenteil vom Vertikal Kilometer am vergangenen Freitag. Wenn die Leute Großglockner hören, dann müssen sie anscheinend hin - es waren heute allein am Hauptlauf fast 1000 Teilnehmer. Eigentlich hat ja der Lauf mit dem Großglockner nichts zu tun - heute haben wir ihn wegen der Wolken nicht einmal gesehen. Für 60,- Euro Startgebühr kriegt man eigentlich fast nichts - wenn man wie ich die Großglockner-Hochalpenstraße nicht benützt (Starterpaket: ein billiger Müsliriegel, ein Mini-Müsli und ein Saftl, Zielverpflegung: eine alte Semmel mit etwas Käse oder Wurst oder wahlweise Suppe, ein Kuchenstück und ein Saftl sowie eine dünne Decke). Ich und viele andere wollten ca. um 12:20 Uhr dann mit den versprochenen Shuttlebussen nach Heiligenblut zurück fahren - es waren aber keine da. Gott sei Dank hat uns netterweise ein Linienbusfahrer mitgenommen. Natürlich muss ich dankbar sein, dass ich als 4. der ÖM die 60,- Euro Startgebühr nicht zahlen brauchte, aber ich glaube, die meisten haben das wohl blechen müssen (etwas weniger Gebühr, wenn man sich recht früh anmeldet). Im Zielbereich war es wegen der Musik und dem Sprecher so laut, dass es unmöglich war sich zu verständigen. Sicher ist dieser Lauf anspruchsvoll, aber große Vorteile haben Leute, die schnell im Flachen sind und es bergab krachen lassen. Es waren 5 Kenianer am Start - im Ziel waren zwischen diesen fünfen Jonathan Wyatt als 3. und der Schweizer David Schneider als 4. Der erste Österreicher war der beste österreichische Halbmarathonläufer Markus Hohenwarter als 10. mit 1:16:21 h (Siegerzeit heute 1:10:03 h), dann kam Robert Stark als 12. (Jürgen Mock als 11. steht wohl falsch in der Liste, er kam sogar noch ein Stück nach mir ins Ziel), Markus Kröll als 13., Martin Mausser als 15., Alois Redl als 16., Thomas Summer als 17., Martin Gansterer als 18., ich als 19. in 1:21:54 h und Thomas Heigl als 20. Die Ergebnisse gibt's bereits unter www.pentek-timing.at. Naja, für so einen Oldi wie mich ist diese Zeit bei so einem Lauf ja vielleicht gar nicht so schlecht. Leider werde ich halt mit nur bergaufradeln und bergauflaufen in der Ebene immer langsamer.     Rikki war heute mal wieder gescheiter als ich. Sie ist nämlich das Tulfer-Rennradrennen in unserer Nachbargemeinde mitgefahren und hat sich sogar den Tagessieg geholt - dort hätte ich auch besser hingepasst.

16.07.10: Vertical Kilometer: Tom Scheiring hat mir folgenden Link geschickt: http://www.youtube.com/watch?v=Z2yKpOaLssY&feature=player_embedded - dieses Video ist doch ziemlich beeindruckend, oder? Unter www.dolomiteskyrace.com/percorso/index_inglese.asp las ich dann etwas genauer nach. Der Skyrun ist ein alpiner Berglauf bergauf und bergab und beim Vertical Kilometer geht's nur bergauf, allerdings brutal steil. Anscheindend finden jedes Jahr (etwas inoffizielle) Weltmeisterschaften im "Vertikal Kilometer" statt. Für mich war es schon immer interessant, wie schnell ich die 1000 hm laufend (oder gehend) schaffen kann. Die Strecke von Canazei auf 1465 m zum Crepa Neigra auf 2465 m ist nur 2,1 km lang (hab's mit Google Earth nachgemessen). Als wir bei der Hinfahrt vom Sellapass aus die Strecke sahen, wurde uns schon etwas mulmig. Da auch Stecken erlaubt sind, sind die Skitourenrennläufer prädestiniert für diese steilen Bergläufe und es waren auch die besten der Zunft heute anwesend. Alle Achtung, dass sich heute auch Jonathan Wyatt dieser Herausforderung stellte (seine Frau Confortola Antonella hat ja die letzten beiden Austragungen gewonnen). Da ich ja heuer nach der Skitourensaison nie mit Stecken unterwegs gewesen bin, hab ich schon überlegt, ob ich auch welche verwenden soll. Hab mir dann gestern bei www.sport-bartl.com noch schnell leichte Teleskopstöcke besorgt. Heute habe ich sie dann auch verwendet, aber es war meist so steil, dass man auch auf allen Vieren schnell voran kam - bei uns gibt's überhaupt nicht so steile Steige. Bin mal wieder recht zurückhaltend gestartet und leider war das überholen wegen der Stecken der anderen gar nicht so einfach. Die Strecke verlief an einem Nordosthang hinauf und war deshalb von der Morgensonne schon gerhörig aufgeheizt. Da ich nicht immer gleich überholen konnte, lief ich auch keine Gefahr meine Oberschenkel "blau" zu gehen - trotzdem schwitzte ich aus allen Poren. Mir ging es oben noch recht gut und kam dann mit 37:38 min. als gesamt-13. ins Ziel und war damit der schnellste Nicht-WM-Teilnehmer. Ich glaube, wenn man solche Strecken öfters mit Stecken trainiert wäre wahrscheinlich noch etwas mehr drinnen. Gewonnen hat (wie sollte es anders sein) Urban Zemmer in neuer "Weltrekordzeit" von 33:16 min. ganze 1:16 min. vor Nicola Golinelli, dritter wurde Manfred Reichegger. Wyatt war ohne Stecken unterwegs und wurde 5. mit 34:53 min. Die kompletten Ergebnisse gibt's bereits auf der skyrace-webseite unter Results als excel-Datei. Die ganze Veranstaltung war super organisiert und beim Startgeld war sogar ein Sportiva-Geländelaufschuh dabei. Tom Scheiring (www.sportmed-telfs.at) und mir hat das Rennen sehr getaugt und warum sollte man auch nicht mal bei uns so einen steilen Berglauf (oder besser Berggang) veranstalten - ist sicher für jeden Bergfan eine interessante Erfahrung. Unten die beiden alten Kämpfer - der Linke vielleicht etwas zu dünn, dafür der Rechte vielleicht eine Spur zu "muskulös".

 

11.07.10: Pitztal Bike Challenge: Frank Rietzler (www.radsportevents.at) hat sich ein neues Hillclimb-Rennen einfallen lassen. Dieses Rennen  von Arzl im Pitztal auf den Sechszeiger, ist wirklich eine super Idee - es ist nämlich mal ein richtig langes und abwechslungsreiches Bergaufrennen. Ich hatte vergangene Woche einen Tag Urlaub und so sind Rikki und ich die Strecke abgefahren. Die Strecke war da noch nicht ausgeschildert (weil manche Leute die Schilder und Pfeile verdrehen, ist ein markieren viele Tage vorher auch nicht recht sinnvoll) und so war es für uns gar nicht so einfach immer auf dem richtigen Weg zu sein. Es geht ja zuerst vom Pitzebach recht steil über die Ortschaft Wald bergauf und dann mit 2 Bergabpassagen immer am Hang entlang rüber zum Kaitanger (beim Probefahren hat uns sogar Benni Raich bereitwillig den Weg beschrieben). Von dort sind's dann noch ca. 900 hm rauf bis zum Sechszeiger auf 2370 m. Uns hat die Strecke mit über 1800 hm und ca. 20 km sehr gut gefallen und es ist echt mal was anderes als die üblichen Hillclimbs. Heute am Renntag dachte ich eigentlich, dass unten noch etwas gemütlicher gefahren wird, aber da hab ich mich getäuscht. Hans-Peter Obwaller, Klaus Steinkeller und Christoph Koeck gaben gleich richtig Gas und sie waren bald außer Sichtweite. Ich fuhr eigentlich meist mit Bernhard Haller, der allerdings immer bei den flacheren Abschnitten etwas schneller war. Beim finalen 900 hm Anstieg zum Gipfel, dachte ich eigentlich, dass ich Bernhard schon überholen werde. Aber leider tat er mir nicht den Gefallen langsamer zu werden. Ich hatte auch nicht die besten Reserven und so wurde ich 5. mit 1:23:10 h ca. 20 sek. hinter Bernhard. Gewonnen hat HPO mit einer super Zeit von 1:16:45 min. ca. 25 sek. vor Steinkeller und ca. 5 min. vor Christoph Koeck. Bin eigentlich nicht schlecht gefahren und somit recht zufrieden und ich weiß ja, dass ich vor allem einen Berglauf am Tag davor immer etwas spüre. Die kurze Strecke ab Keitanger gewann Marco Lengauer vor Roli Striemitzer, die sich nicht so beeilen brauchten wie wir von der langen Strecke. Es war auf jedenfall ein lässiges Rennen und die Aussicht vom Sechszeiger auf die Berge ist ohnehin großartig. Die Siegerehrung auf der Staldenalm war dann recht gemütlich. Leider haben wieder mal recht wenig mitgemacht (ca. 40 Leute). Stellvertretend für viele Rennveranstalter muss ich an dieser Stelle Frank Rietzler danken, dass er sich immer wieder die Arbeit antun, solche Rennen zu organisieren. Ich weiß inzwischen sehr gut, was dies für eine Arbeit ist (Sponsoren, Strecke, Zeitmessung, Siegerehrung) und reich werden die Veranstalter damit sicher nicht.

10.07.10: Lauf des wilden Wassers von der Tschangelair Alm zur Sulzenauhütte. Der Standort der Sulzenauhütte ist ja schon wirklich einmalig schön zwischen dem Moos und dem Sulzenauferner. Hier herauf, am vor ein paar Jahren neu errichteten WildeWasserWeg, einen richtig alpinen Lauf zu organisieren ist ja eine super Sache. Die Bezeichnung Naturerlebnislauf trifft genau zu und er fand heuer zum 3. mal statt. Es geht von der Tschangelair Alm zuerst ca. 2,5 km etwas im auf und ab die Ruetz entlang bis zum Naturwunder Grawawasserfall und dann auf einem sehr verwinkelten und schwer zu laufenden Steig zum alten Weg hinauf. Dann muss man 1 km fast eben das wunderschöne Moos entlanglaufen, bevor es steil ebenfalls teilweise über einen neuen Weg direkt am Wasserfall hinauf zur Hütte geht. Mit dem Auf und Ab unten kommen wahrscheinlich so 850 hm auf ca. 7 km zusammen. Bis zum Grawawasserfall liefen Georg Egger, Thomas Rangger, Christian Stern und ich ziemlich gemeinsam. Dann konnte ich mich langsam etwas absetzen. Der Weg wurde sehr verwinkelt mit immer wieder ganz kurzen Bergabstücken angelegt. Hier bin ich dann zwischen zwei Brettern getreten, bin hängen geblieben und schon war ich aus dem Schuh herausen. Ich bin dann gar nicht so leicht mehr in den Schuh reingekommen und so war mein Vorsprung von 20 bis 25 sek auf Georg Egger dahin. Gemeinsam sind wir weiter - aber Gott sei Dank konnte ich dann doch langsam wieder Boden gut machen. Es ist wohl einer der technisch schwierigsten Läufe die ich je mitgemacht habe. Das ist schon was anderes, als wenn man einfach eine Forststraße rauf läuft. Schlussendlich konnte ich mit 44:49 min. ca. 2 min vor Georg Egger und ca. 3 min. vor Thomas Rangger gewinnen. 4. wurde Manfred Holzer und 5. Helli Praxmarer. Vor der Hütte machten wir's uns dann richtig gemütlich und genossen den schönen Sommertag. Schade ist natürlich, dass nur 30 Leute mitgemacht haben. Ich finde, hier herauf zu laufen ist viel interessanter, als irgendwo mit dem Rad rauf zu fahren. Außerdem betrachte ich das eher als Hütten- oder Bergtour im Renntempo.  

04.07.10: Mountainrun Seefeld: Habe mir heute für diesen schönen, von Martin Mausser organisierten Berglauf, einiges vorgenommen. Am Start war auch ÖM-Sieger Alex Rieder und einige gute Deutsche. Weil mir die Strecke liegt und ich ja bei den Tiroler Meisterschaften vor Alex war, dachte ich, dass ich vielleicht sogar gewinnnen kann. Aber leider ging es mir nicht besonders gut. Vor allem unten die ersten 3 km hatte ich sehr schwere Beine und hier waren dann Alex Rieder und Steffen Übel schon ziemlich voraus. Ich konnte dann bis zur Bergstation einige Läufer vom deutschen Salomon-Team überholen, aber es war alles ziemlich schwer für mich. Das Finale ist ja dann immer der Grat rüber zur Seefelder Spitze was für mich wirklich eine der schönsten Berglaufabschnitte überhaupt darstellt. Schlussendlich wurde ich 3. in 49:14 min. Gewonnen hat Alex in 47:24 min, vor Steffen Übel in 48:48 min. Auf jeden Fall bin ich bei diesem Lauf jetzt jedes Jahr langsamer geworden (Bestzeit immerhin 46:51 min.). Naja, vielleicht macht echt das fortschreitende Alter etwas aus oder doch das Rennen vom Vortag oder etwa der Durchfall den ich heute Nacht hatte. War auf jedenfall trotzdem ein schöner Renntag, da ich ja inzwischen über die Jahre fast alle Leute kenne, die ja alle wirklich sehr sympathisch sind und wir Bergläufer sind ja irgendwie eine eigene Familie. Außerdem ist das fachsimpeln und plaudern bis zur Siegerehrung ohnehin mit das Schönste am Rennen.

03.07.10: Axamer Bergrennen: Wollte mich eigentlich für den sonntägigen Mountainrun Seefeld schonen, aber das Axamer Bergrennen mag ich ja sehr und so konnte ich es irgendwie nicht auslassen (bin nun hier schon zum 8. mal hintereinander dabei und das verbindet). In Axams habe ich mich für's Laufen entschieden, weil ich dachte, dass ich da vielleicht nicht voll laufen brauche und so einigermaßen ausgeruht am Sonntag starten kann. Um 14:00 Uhr, bei sengender Hitze sind die Läufer in Axams gestartet und ich konnte bald die Führung übernehmen. Der Abstand hat sich auch bald langsam vergrößert, aber irgendwie kann man dann ja auch nicht vom Gas gehen und so bin ich meine übliche Zeit von 35:53 min. ins Ziel, ca. 2 min. vor Tommi Rangger der richtig gut war. Die Radfahrer sind dann eine halbe Stunde nach uns gestartet und die hatten wahrscheinlich noch mehr unter der Hitze zu kämpfen als die Läufer, die ja doch viel im Wald unterwegs waren. Hier gewann unser neuer Bikepointler Manuel Natale in 29:01 min. Die anderen kamen dann jeder einzeln, ziemlich abgekämpft, so nach und nach ins Ziel. Auf meinen Teampartner Christian Ragg musste ich allerdings recht lange warten, dass es sogar um den Teamsieg nochmal spannend wurde. Wir haben es aber dann doch noch mit 25 sek. Vorsprung vor Natale/Mitterdorfer geschafft. Rikki als Radfahrerin hat sich mit unserer Nachbarin Marion Reuss gemeldet und Rikki wurde wieder mal 2. in 36:14, knapp 2 min. hinter Esther Fennel. Mit Marion hat sie aber die Frauenteamwertung klar gewonnen. Die Siegerehrung wurde dann genau in der Halbzeitpause von Deutschland gegen Argentinien gemacht und weil ja auch die Deutschen so gut gespielt haben, war es wirklich ein sehr schöner Sommertag.

26.06.10: Wattener Rennradrennen auf die Krepperhütte: Nach meiner gestrigen langen 3000 Höhenmeter-Skitour war heute das Rennen eher ein Experiment. Aber ich mag die Strecke und außerdem wollte ich meinen neuen Rennradrahmen einweihen. Naja, hätte besser das Rennen sein lassen sollen, tat mich schon ziemlich schwer. Letztes Jahr 26:09 und heute 27:41 min., das sind 1:32 min. langsamer, das ist schon viel. Insgesamt 7. Platz, Christoph Kluge und Erich Schafferer waren im Ziel einen Tick schneller. Gewonnen hat Wolfgang Hofman mit 25:11, 2 sek. vor Andreas Ortner.

20.06.10: Tiroler Meisterschaft im Berglauf von Volders auf die Naturfreundehütte. Wie die ÖM vor zwei Wochen gezeigt hat, sind ja momentan die Tiroler sehr stark im Berglauf (1. Rieder, 3. Kröll, 4. Obendorfer und 6. Lechleitner). Angekündigt haben sich außer Kröll alle schnellen Leute. Extra für die Meisterschaft hat sich das Volderer Berglaufteam eine etwas abgeänderte Strecke von Volders bis zu Naturfreundehütte überlegt. Es ging dabei 4,5 km auf Asphalt den Kleinvolderberg hinauf (fahre ich gerne mit dem Rennrad) und dann weiter auf teilw. flachen Forststraßen und Wegen über die Stiftalm zum Ziel. Für einen Berglauf ist die an sich schöne Strecke schon ziemlich flach - man macht die 830 hm auf 9,7 km. Mir war klar, dass ich hier gegen Alex Rieder, Simon Lechleitner und Matthias Scherl kaum eine Chance habe; auch mit Dietmar Rudigier habe ich gerechnet. Bei Dauerregen ging's in Volders los und Simon und Matthias übernahmen bald die Führung. Ich kam wie immer erst etwas später in Schwung und lief bei km 3,5 auf Alex Rieder auf. Ca. 30 sek. vor uns war Simon und 25 sek. Matthias. Alex und ich liefen bis ca. km 8,3 zusammen. Die Strecke war auf den oberen Wegen schon extrem matschig und wir liefen teilweise richtiggehend im Wasser. So ca. 1,5 km vor dem Ziel hatte Alex Probleme (Stechen im Schulterbereich) und ich konnte mich etwas absetzen. Bei Schneeregen auf 1370 m (und das Ende Juni) lief ich mit 46:04 min. als 3. ins Ziel, 4. Alex und 5. Dietmar Rudigier. Auf den letzten 3 Kilometern macht man ja nur mehr ca. 180 hm und hier gaben Simon und Matthias nochmal so richtig Gas. Matthias hat dann Simon zum Schluss noch mächtig unter Druck gesetzt - aber Simon konnte gerade noch einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten. Er gewann in der gewaltigen Zeit von 44:15 min., Matthias war dann 7 sek. dahinter. Am letzten Abschnitt haben die beiden auf mich über 1 min. herausgelaufen. Die kurzen Bergaufschnapper biegen die, wie beim Radfahren mit der großen Scheibe, einfach drüber. Die beiden liefen immerhin die 9,7 km in einem 13,2 km/h-Schnitt und das bei 830 hm - oder anders ausgedrückt 4,5 min/km - das ist auch im Flachen nicht gerade langsam. Ich schaffte immerhin 12,65 km/h und bin damit auch zufrieden, außerdem war ich vor Alex Rieder dem amtierenden Staatsmeister. Alex hat auch gemeint, dass die Strecke für ihn zu flach sei. Ich glaube, wenn er gewußt hätte, dass Simon und Matthias hier so schnell sein können, wäre er hier wohl nicht gestartet. Damit war der Zieleinlauf der ersten 3 exakt gleich wie im letzten Jahr. Der Lauf wurde vom Berglaufteam Volders wieder einmal perfekt organisiert und ca. 20 min. nach dem Lauf war bereits die Ergebnisliste (www.blt-volders.at) da - das war auch rekordverdächtig schnell.     Heute ist ein Artikel über mich im Sonntagsfrühstück (Tirol Panorama der Krone Zeitung). Ich hatte letzte Woche ein sehr nettes Gespräch mit dem Redakteur Gregor Jenewein - vielen Dank.

13.06.10: Halltalexpress. Muss zu allererst erwähnen, dass dieses Rennen für Bergläufer und Moutainbiker weit und breit das mit dem größten Herz und Idealismus von dem Absamer Freizeitverein "Die Wildthings" mit OK-Chef Kurz Einkemmer organisiert wird. Der erste Express fand ja 2003 statt und heute war es bereits der 8. Die Idee des Rennens war ja auch, um die 1999 von der Törl-Lawine zerstörten Herrenhäusern in den Sinn der Leute zu bringen und somit vielleicht etwas zum Wiederaufbau beizutragen. Das Rennen jedes Jahr auf die Beine zu stellen ist schon sehr viel Arbeit. Bei zweifelhaftem Wetter, wie heute, wird sogar oben ein großes Zelt aufgebaut. Gedankt wird es dem Wildthingteam durch die zahlreichen Teilnehmer (fast 250) und Zuschauer (schätze zwischen 500 und 1000). Schön ist echt, dass nicht nur die ganz Schnellen mitmachen, sondern viele einfach gaudimäßig dabei sind. Ich hab mich vor ein paar Wochen schon für's Radfahren (im Team mit Dietmar Rudigier) entschieden, aber wegen meiner guten Leistung letzte Woche bei der Berglauf-ÖM, hätte ich fast noch umdisponiert - blieb aber dann doch beim Radfahren. Nach ca. 1 km setzte ich mich an die Spitze und an meinem Hinterrad blieb Alex Draxl. Bei der Bettlwurfeck-Steigung konnte ich mich dann so 10 bis 15 sek. absetzen und dachte eigentlich, dass ich meinen Vorsprung ausbauen könnte. Ich musste aber oben dann ganz schön kleine Gänge fahren und so blieb der Abstand bis ins Ziel etwa gleich. Ich gewann also mit 26:29 min. 2. wurde Alex mit 26:41, der Manuel Natale im Ziel absprinten konnte. Wie beim Bergduathlon letzte Woche mußte ich feststellen, dass ich momentan im Radfahren nicht so stark wie im Berglauf bin. Rikki hat sich ja mit unserer Nachbarin Marion Reuss gemeldet und kam als 2. Dame mit 33:34 min. ins Ziel - eine super Zeit, wenn man bedenkt, dass die bisherige Bestzeit der vergangen Jahre 33:10 min. war. Allerdings hat heute Patricia Wacker aus Reutte eine neue gewaltige Bestzeit mit 30:48 min hingelegt. Dann kamen schon die Läufer und da ja Martin Mausser und Matthias Scherl letzte Woche bei der ÖM doch ein Stück weiter hinten waren, hatte ich eigentlich nicht so viel Bedenken, dass der Rekord von Alex Rieder und mir geknackt wird. Aber beide liefen heute gewaltig stark und Martin gewann in der neuen Bestzeit von 27:56 min., vor Matthias mit 28:14. Wäre schon interessant gewessen, was ich heute für eine Zeit gelaufen wäre. Naja, da hat mir Martin für's nächste Jahr eine verdammt schnelle Zeit vorgelegt. Der dritte Streckenrekord viel dann bei den Läuferinnen durch Lisa Reisinger mit 31:08 min. - sie ist aber immerhin deutsche Berglaufmeisterin. Oben sind dann so schätzungsweise mind. 500 Leute zusammengehockt und haben sichs gut gehen lassen. Spannend wurde dann noch die Siegerehrung wegen der Teamwertungen. Bei den Herren war Dietmar Rudigier und ich das schnellste Team in der Klasse 3 und auch gesamt. In der Damenwertung haben tatsächlich Rikki und Marion ebenfalls den 1. Platz gemacht. So war es wie in Sistrans beim Roten Aar, dass Rikki und ich jeweils das schnellste Team hatten. Für mich war es natürlich auch schön, dass ich beim Halltalexpress nach der Laufwertung nun auch mal die Radwertung gewinnen konnte.

06.06.10: Österreichische Berglaufmeisterschaft in Leogang (Asitzgipfelberglauf): Hab heute früh schon überlegt, ob es wegen meinem gestrigen Rennen überhaupt Sinn macht nach Loegang zu fahren. Gott sei Dank hat mich Dietmar Rudigier mit dem Auto mitgenommen, denn allein wäre ich wahrscheinlich nicht hin gefahren. Es waren dann alle österreichischen Bergläufer mit Rang und Namen vor Ort, weil ja die österreichische Meisterschaft bei uns die wichtigste Berglaufveranstaltung ist und die ersten 4 bis 5 dann wahrscheinlich auch in der Nationalmannschaft dabei sind. Beim gemütlichen Einlaufen bekam ich dann gleich Seitenstechen - das fängt ja schon gut an. Ich stellte mich dann ziemlich in der Mitte von den 250 Läufern auf. Ich bin ja schon immer ein langsamer Starter gewesen, aber heute kam ich überhaupt nicht in die Gänge. Nach nicht einmal 5 min. war ich dann schon über 1 min. hinter der Spitze. Die ersten 2 km gingen meist mit so 10% Steigung mit kurzen Flachstücken dahin, doch dann wurde es so richtig steil (Hohlweg). Ich kam dann auch immer besser in Schwung und war dann ständig beim Überholen. Als dann Helmut Schmuck vor mir auftauchte, dachte ich, so schlecht kannst du gar nicht sein (erfuhr später, dass Helli verletzungsbedingt einen größeren Trainingsrückstand hat). Als ich dann zu Matthias Scherl und Martin Mausser auflief (bzw. ging, da es für's Laufen zu steil war), war mein Selbstbewußtsein wieder hergestellt. Als nächstes wurde Thomas Heigl und Bernd Weberhofer (amtierender Berglaufmeister) überholt und plötzlich erblickte ich meinen Spezl aus Aldrans, Simon Lechleitner. Jetzt liefen wir wieder auf einer Forststraße und es wurde flacher. Bei der nächsten Steilpassage hörte ich, dass ich 8. sei (gibt's das?) und ich konnte auch an Simon vorbei. Dann ging es wieder auf einer Forststraße und ich konnte den Vorjahresdritten Robert Stark und einen mir Unbekannten überholen. Ich rechnete dann kurz nach - musste also eigentlich jetzt 5. sein. Ab jetzt ging es nurmehr auf ca. 2 km Länge bis zum Ziel auf Forstwegen dahin. Vor mir war dann der Vorjahreszweite Markus Hohenwarter (Halbmarathonzeit 1:04 h) aber noch weiter vorn war dann eine große Lücke. Ganz vorne konnten dann nur mehr Markus Kröll, Alex Rieder und Alois Redl sein. An Markus Hohenwarter kam ich auch noch vorbei und beim letzten Flachstück lief ich, was meine Beinchen hergaben. Und als zum Schluss noch der letzte Gipfelhang direkt genommen werden musste, wusste ich, dass ich sicher 4. werde. Hätte zu mir am Start heute jemand gesagt, dass ich 4. werde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Aber der 4. Platz ist halt nie so super, weil man knapp eine Medaillie verpasst hat. Außerdem dachte ich natürlich immer wieder daran, wie es mir ergangen wäre, hätte ich gestern das schwere Rennen nicht gemacht. Staatsmeister (nun zum 3. mal) wurde mit einem super Comeback Alex Rieder mit 49:52 min. 2. wurde Alois Redl (zum 5. mal Vizestaatsmeister) mit 50:00 min, der kurz vor Schluss noch Markus Kröll (50:23 min.) überholen konnte. Ich lag dann mit 51:26 min. schon über 1 min. hinter dem Dritten. 5. wurde Markus Hohenwarter und 6. Simon Lechleitner mit knapp unter 52 min. Ich freute mich dann immer mehr über den 4. Platz (immerhin 4. bester Österreicher), weil wahrscheinlich wäre ich ausgeruht kaum eine ganze Minute schneller gewesen. Und meine Taktik langsam anfangen und nie zu überdrehen ist eh nicht so schlecht. Ich glaube, viele die ich in der 2. Hälfte überholen konnte, liefen anfangs einen Tick zu schnell. Oben gab es dann viel zu reden und die Aussicht auf Großglockner, Venediger und Hochkönig war auch nicht schlecht. Auf jeden Fall ein gelungenes Renn-Wochenende und ich mache mir jetzt noch auf der Terrasse ein gemütliches Weizen auf. 

05.06.10: Alpenduathlon von Klausen auf's Latzfonser Kreuz: Diese Bergduathlons zusammengesetzt aus Radfahren und Laufen mache ich ja eigentlich am liebsten. Wenn man in den Bergen unterwegs ist, fährt man ja zuerst auch meist mit dem Rad und dann geht's zu Fuß weiter - eigentlich ist ja jede Bergtour ein Duathlon (oder Triathlon, wenn auch noch Klettern dabei ist). Aus diesem Grund, liegt es ja wirklich nahe solche Kombinationen in Wettkampfform zu veranstalten. Leider gibt's ja in Nordtirol nichts dergleichen (wahrscheinlich würden ja nur wenige teilnehmen, da die meisten entweder Radfahren oder Laufen). In Südtirol dagegen ist das anders, hier gibt's anscheinend noch weniger Trainingspläne und die Leute machen das auf das sie gerade Lust haben. Hier haben sich in den letzten Jahren im Bergduathlon einige sehr starke Leute hervorgetan, die wahrscheinlich österreichweit kaum zu finden sind. Dazu gehören Roland Osele aus Meran, Oswald Weißenhorn und Toni Steiner aus dem Vinschgau sowie Dario Steinacher, Michael Fischer und der noch junge aber immer stärker werdende Thomas Niederegger. Heute fand ein wirklich besonders schöner Bergduathlon statt. Obwohl ich ja eigentlich morgen bei der österreichischen Berglaufmeisterschaft fit an Start gehen wollte, musste ich bei dem herrlichen Wetter heute irgenwie doch in Klausen dabei sein - Rikki wollte auch unbedingt mitmachen (schon mal wegen dem Preisgeld). Die Strecke führt von Klausen auf asphaltierten Bergstraßen über Latzfons zum Kühhof (Radstrecke 14 km und 1027 hm) und dann wurde bis zum Latzfonser Kreuz auf 2305 m gelaufen (Laufstrecke 6,6 km und 753 hm). 5 min. vor dem Start standen natürlich alle schon startbereit und Rikki und ich mussten uns ganz hinten einreihen. Man musste mit dem Mountainbike fahren und die meisten haben glatzerte Reifen aufgezogen. Die Einzelstarter und die Staffeln starteten gemeinsam und ich musste mich die ersten Kilometer ziemlich nach vorne vor kämpfen. Bei der landschaftlich sehr schöne Stecke wechselten sich ständig steilere und flachere Abschnitte ab. Leider erreichte ich bis zum Schluss die 10 stärksten Leute (Einzel und Staffel) nicht und wechselte ca. 1,5 min nach ihnen die Rad- mit den Laufschuhen. Beim Laufen ging es mir ganz gut, auch hier waren viele Flachstücke dabei und ich hatte immer wieder Angst wegen Krämpfe. Am Schluss konnte ich noch etwas zulegen und kam dann bis auf 5 sek. mit einer 1h-26er-Zeit auf den Gesamtdritten Oswald Weißenhorn heran. Gewonnen hat den Einzelwettbewerb Thomas Niederegger mit neuem (Fabel-)Streckenrekord von 1h-23min, 2. wurde Roland Osele ca. 40 sek. vor mir. 5. wurde Dario Steinacher - wen es interessiert, die Ergebnisliste gibt's bald unter www.alpenduathlon.com. Roland und Oswald sind ja 70iger Jahrgänge und somit auch garade in meiner 40iger Klasse, so wurde ich in der Klasse auch nur 3, was mir wegen dem nach Klassen vergebenen Preisgeld schon zu Anfang etwas weh tat. Ich wurde aber bald wieder aufgeheitert, als Rikki tatsächlich bei den Damen als Gesamtzweite in 1h 55 min. daher kam. Sie war damit sogar schneller als die Frauen der vergangenen Rennen. Oben haben wir dann die super Aussicht auf die Dolomiten (vor allem Langkofel, Sella und Geislerspitzen) genossen und weil wir ein Fan von Südtirol und seinen Menschen sind, haben wir uns gedacht, wir sollten vielleicht doch mal dort hin ziehen.

23. u. 24.04.10: Der österreichische (tiroler) Radsportverband mit Harald Baumann (Union Steinmayr Radweltpokal) hat sich eine neue Rennserie einfallen lassen. Man hat zum Hungerburgrennen noch zwei neue Bergsprints ausgeschrieben, der sog. Achensee Classic Bergsprint (von Jenbach die Kasbachstraße hinauf nach Maurach) am Freitag und der Alpbachtal Classic Bergsprint (von Brixlegg bis zum Congresszentrum in Alpbach) am Samstag. Heute Sonntag findet das Hungerburgrennen statt. Über diese 3 Rennen wird dann auch ein Gesamtsieger ermittelt. Da diese Rennen ÖRV-gemäß als Eliterennen mit Preisgeldern ausgeschrieben wurden, waren natürlich viele bekannte Bergfahrer aus Österreich, Bayern und Südtirol dabei. Ich bin ja eigentlich noch nie so früh Radrennen gefahren, aber irgendwie wollte ich mich dann doch auf diesen neuen Rennstrecken Kasbach und Alpbachtal mit den richtigen Straßenradfahrern messen. Ich dachte, dass ich meine gute Form vom Skitourengehen mit auf's Rad nehmen kann. Beim steilen Kasbachrennen konnte ich noch einigermaßen mithalten und belegte den 12. Gesamtrang unter den Elite- und Amateurfahrern (7. bei den Elitefahrern), aber beim Alpbachrennen hatte ich bei der ca. 8 km langen recht flachen Anfahrt bis es ca. 1,5 km vorm Ziel endlich steiler wurde, keine Chance. Bei den Elite- und Amateurfahrern wurde gleich zu Anfang voll weggebolzt und da konnte ich mit meinem Skitourentraining einfach nicht mithalten. Ich fuhr dann ganz hinten alles alleine und konnte zwar nach und nach einzelne Fahrer überholen und war eigentlich dann ganz froh als es endlich nach ca. 8,5 km steiler bergauf ging. Am Schluss belegte ich den 14. Eliterang und 22. Gesamtrang. Naja, für mich waren die Rennen letztendlich ein gutes Training und ich bin mal wieder um eine Erfahrung reicher. In der Ergebnisliste habe ich gerade gesehen, dass ich am Schluss anscheinend gar nicht so schlecht gefahren bin - vielleicht gehöre ich ja doch noch nicht zum alten Eisen.                  Rikki ist ja alle 3 Rennen gefahren. Sie ist ja heuer auch noch kaum auf dem Rad gehockt, kann aber anscheindend die Skitouren ganz gut umsetzen. Schön war es natürlich für die Frauen, dass sie immer ihr eigenes Rennen machen konnten und nicht mit den Männern starten brauchten. Beim Kasbachrennen hat Rikki oben die Zielkurve übersehen und musste nochmal zurück, wurde aber trotzdem sichere zweite. Beim Alpbachrennen fuhren die 6 schnellsten Damen geschlossen bis zur Steigung 1,5 km vorm Ziel. Hier belegte sie dann den 5. Platz mit einer beachtlichen Zeit von 29:14 min. (ich brauchte immerhin auch 23:51 min.). Überrascht hat sie mich dann wirklich beim Hungerburgrennen. Hier fuhren die Schnellsten zusammen bis zum Höttinger Steinbruch und Rikki wurde am Schluss 6. mit einer super Zeit von 12:07 min. mit nur 39 sek. hinter der Siegerin Jacqueline Hahn, die den Zielsprint für sich entschied. Wenn Rikki heuer so richtig ins Radfahren rein kommt, dann glaube ich, könnte sie vielleicht den vorderen Damen gefährlich werden.

13.03.10: Glungezer Rennen: Ein kleiner aber ganz sympathischer Haufen hat sich heute wieder kurz oberhalb der Tulfer Hütte eingefunden. Es ist ja wirklich eine schöne Strecke mit ca. 70 % Piste (wenig los) und 30 % Gelände und mit immerhin 2610 m Zielhöhe eines der am weitest hinaufführenden Rennen in Österreich. Obwohl Konni Gatt die Vorankündigung schon lange zur TT geschickt hat und öfters angerufen hat, wurde sie erst heute am Renntag in die Zeitung gesetzt. Naja, so ist halt unsere TT, am hohen Ross sitzende Redakteure, die keine Ahnung haben, was in diesen, bei uns von fast Jedermann ausgeführten Bergsportarten von ein paar sehr talentierten Sportlern für Leistungen erzielt werden. Im Berg- und Skibergsteigen, Tourenrennen, Alpinklettern, Berglauf, Hillclimb mit Rennrad und Mountainbike oder auch das Abfahren im freien Gelände wie bei der Wildsaustaffel lässt sich kein Geld verdienen - aber gerade deshalb wird hier sauberer Sport geboten und darum hätten diese Sportarten gerade in einem Bergland wie Tirol auch medial mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Leistungen sind nicht geringer, als bei den olympischen Sportarten - man braucht nur die sportmedizinischen Leistungstests vergleichen. Leider ist es halt so, dass ich noch keinen Zeitungsredakteur kennen gelernt habe, der sich bergsteigerisch auskennt - und das bei uns im Bergland schlechthin, das ist wirklich traurig. Nur ein bergerfahrener Mann, der auch vom Rennsport eine Ahnung hat, kann seriöse Artikel über die alpinistischen Leistungen einiger hiesiger Ausnahmebergsteiger oder über die Leistungen in der (Berg)rennsportszene schreiben. Solche kompetenten Artikel würden das Niveau des Blattes sicher um einiges aufwerten (gute politische Beiträge können ja auch nur von politisch versierten Journalisten geschrieben werden). Aber jetzt zum Rennen: Die Kunst war heute das richtige Fell zu erwischen. Der ein Tag alte Neuschnee und die Kälte machten die Piste ziemlich stumpf. Ich setzte mich bald an die Spitze, konnte aber Bernhard Haller nicht abschütteln, irgendwie lief das Fell einfach nicht richtig. Bernhard ist heuer nach einem leichten Durchhänger in sehr guter Form und bei den Flachstücken war er einfach schneller - der "alte Fuchs" hatte wohl ein sehr gutes Fell. Auf jeden Fall konnte ich mich erst oben in der letzten Viertelstunde allmählich besser absetzen. Heute ging es nicht wie letztes Jahr zur Glungezer Hütte sondern rauf auf's Joch, was m. E. so 15 sek. länger dauert. Ins Ziel lief ich mit 59:20 min. nochmal um 19 Sekunden schneller als letztes Jahr und kann somit sehr zufrieden sein. Aber bei schnelleren Verhältnissen, wäre sicher noch mehr möglich gewesen. Christian Ragg wurde 3. und er hat auch immer die beste Skitouren-Rennform, wenn die Rennen schon fast vorüber sind. Bei den Frauen gewann, wie sollte es anders sein, Anita Vogelsberger in 1:11:02 h und wenn man bedenkt, dass sie schon 52 Jahre alt ist, dann ist das schon sehr außergewöhnlich. Rikki, meine Frau, wurde 2. in 1:22.36 h und ich glaube, an dieser Zeit würden sich die meisten Tourengeher die Zähne ausbeissen. Oben auf der Glungezer Hütte war es wieder richtig gemütlich und die Siegerehrung von Konni Gatt auf Halsmarter ist dann auch immer sehr lustig. Wen es interessiert, hier die Ergebnisse der Einzelstarter (den Staffelwettbewerb mit 6 Zweierteams habe ich nicht gescannt).

08.03.10: Die Wildsaustaffel war wieder ein absolutes Saisonhighlight und gestern sind noch ein recht großer Haufen der vorderen Teams bis Mitternacht beim Melmer in Praxmar zusammengehockt und haben einen ereignisreichen Tag analysiert und gefeiert. Aber jetzt von Anfang an erzählt: Nach der samstäglichen Schlechtwetterfront, war es natürlich fraglich, ob das Rennen überhaupt stattfinden kann und vor allem ob der Zischgeles dabei ist. Doch am Sonntag kündigte sich dann ein strahlender Tag an und die Lawinengefahr hat sich durch die 10 bis 20 cm dicke Neuschneeauflage kaum erhöht - der Zischgeles war also dabei. Am Sonntag morgen erfuhr ich dann, dass Stefan Widauer krankheitsbedingt ausfällt und dafür Martin Bader kurzfristig einspringt. Da wußten wir dann schon, dass das Rennteam-Alpbachtal-Team ganz schwer zu schlagen sein wird. Nach dem Start auf die Lampsen setzte sich bald Martin ab und war mit 49:56 min als erster oben. Unser Mann Roberto DeSimone war mit ziemlich genau 2 min. Rückstand als 3 am Joch. Der "wahnsinnige" Abfahrer von den Alpbachtalern Andreas Lindtner holte aber dann gegenüber unserem Abfahrer Daniel Klingenschmid nochmals 2 min. heraus (Zeit: 3:22 min?!). Der Linie von Andreas Lintner ist wirklich keiner gewachsen, das musste auch Daniel nach 2 Stürzen einsehen. Obwohl er die Ski erst wieder oben holen musste, schaffte es es trotzdem in 5:22 min bis zu mir zur Übergabe. Ich startete dann als 5. mit ziemich genau 4 min. Rückstand auf Manfred Holzer. Wesentlich näher vor mir waren Bernhard Haller vom Sportmed-Telfs-Team-2, Jörg Randl vom Sportpele-Team und Helli Ostermann vom Alpbachtal-Rennteam-2. Für mich war natürlich klar, dass ich zu Manfred nicht mehr hinkomme, aber ein Stockerlplatz war ja noch drinnen. Auch wusste ich, dass Jörg Randl sich auf heuer gewaltig gesteigert hat und mit dem 3. Platz bei den österreichischen Meisterschaften im Skitourenaufstieg aufhorchen hat lassen (ich wurde ja dort 6.). Bald konnte ich Helli einholen, aber bei Bernhard konnte ich erst nach ca. 25 min. langsam vorbei gehen. Dann war es nur mehr der "Zweikampf" zwischen Jörg und mir. Der Abstand  blieb eigentlich fast immer gleich, aber am Schluss konnte ich ein bisschen aufholen und oben am Zischgelesjoch wusste ich dann schon, dass wir beide sehr schnell oben waren und der Streckenrekord geknackt sein dürfte. Manfred war auch sehr schnell und ca. 2:30 min vor mir oben, so dass sein Abfahrer Peter Gruber es "ruhig" angehen konnte und einen sicheren Sieg mit neuem Staffelstreckenrekord von 1:49:45 h einfuhr. Spannender wurde es dann um den 2. Platz. Der Abfahrer von Jörg, Andreas Baumgartner konnte ca. 30 sek. früher als unser Abfahrer Rene Lanthaler starten. Der erst 18-jährige Rene ist wirklich ein außergewöhnlicher Skifahrer aber gegen den "alten Fuchs" Andreas Baumgartner der ja bald jeden Mugel am Zischi kennt, ist es natürlich ganz schwer 30 sek. aufzuholen, vor allem da ja Rene überhaupt zum ersten mal hier hinunter fuhr. So kam es dann wie es fast kommen musste - auch Rene baute einen Sturz. Er fand dann aber bald wieder seinen Ski und so konnte er noch den 3. Platz kurz vor dem Sportmed-Telfs-Team2 heimfahren. Ein außergewöhnliches Rennen war damit zu Ende und sicher hat wieder die stärkste und ausgeglichenste Mannschaft gewonnen. Ich wusste ja allerdings vom Rennausgang noch nichts, da ich oben noch gemütlich auf den Zischgelesgipfel ging - für mich natürlich ein absolutes Muss, da Rikki und ich uns dort oben 1997 kennengelernt haben. Das Frauenteam RC Bike-Point Innsbruck Damenteam mit Rikki wurde übrigens ebenfalls 3. Sicher, es sind nur 3 Frauenteams angetreten, aber alle 4 von Rikkis Team nahmen zum erstenmal bei der Staffel teil und man muss natürlich immer erst einmal Lehrgeld zahlen und Rikkis Zeit von 1:11 h auf die Lampsen kann sich ja sehen lassen. Unten erfuhr ich dann, dass Jörg und ich die exakt gleiche Zeit auf die Zischgelesscharte mit 51:00 min. gegangen sind - eigentlich unglaublich, weil wir ja zeitversetzt gestartet sind. Weil ich mich unten und oben bei der Bandübergabe ziemlich blöd angestellt habe (eigentlich müsste ich es ja inzwischen wissen), wusste ich natürlich gleich, wo ich die Sekunden liegen gelassen habe. Ich wurde zwar dann als Schnellster geehrt, da ich eine Zentelsekunde schneller als Jörg war (so steht's ja auch bei der Zeitdifferenz in der Ergebnisliste), aber in der TT stand dann Jörg als Schnellster drinnen. Es ist natürlich ein Blödsinn hier nach den Zentelsekunden zu suchen - Jörg und ich sind beide gleich schnell gewesen und wir sind sehr stolz darauf, den Streckenrekord von Verbnjak für die 1185 hm im alpinen Gelände bis auf das 2870 m hohe Zischgelesjoch um 33 sek. unterboten zu haben. An dieser Stelle ein großer Dank an die Veranstalter und die vielen freiwilligen Helfer der Wildsaustaffel und wir freuen uns schon wieder auf's nächste Jahr.

03.03.10: Die 12. Wildsaustaffel steht am Sonntag den 7. März an und die Spannung steigt bereits. Für mich und für viele andere sicher auch wieder einmal ein Höhepunkt der Rennsaison. Seit diesem Winter hat sich ja das Sportmed-Telfs/Sport-Bartl-Team neu formiert und deshalb wollten wir natürlich eine entsprechend starke Truppe zusammenstellen. Nach einigem hin und her wegen der Teamkonstellationen haben wir uns dann entschlossen ein zusätzliches Team zu finden, um die Wildsau noch spannender zu machen. Und ich glaube, wir haben mit mir und dem Südtiroler Roberto DeSimone (aus Gossensass, seine Mutter ist aus Thaur und deshalb hat Roberto auch die österreichische Staatsbürgerschaft), seinem Abfahrer-Freund Rene Lanthaler (ebenfalls Südtiroler - Vater ist Hüttenwirt der Geraer Hütte unterm Fußstein) und dem 2. Abfahrer Daniel Klingenschmid aus Volders eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Das zweite Sportmed-Telfs-Team besteht wie letztes Jahr aus den 4 Oberperfern Christian Ragg und Bernhard Haller mit den beiden Abfahrern Florian Ragg und Gregor Gruber. Unsere stärksten Konkurrenten werden wie letztes Jahr die beiden Aufsteiger Reinhard Hurt und Jörg Randl mit den Abfahrern Florian Falkner und Andreas Baumgartner (Sport-Pele-Team) und das Alpbachtal-Team mit Stefan Widauer, Manfred Holzer und den Abfahrern Andreas Lintner und Peter Gruber sein. Wir wissen aber nicht, ob sich vielleicht noch ein Team aus Deutschland oder aus dem östlicheren Österreich angemeldet hat. Heute haben wir uns in Praxmar getroffen, um endlich einmal die Verhältnisse zu begutachten. Ich hab mir dann auch noch den Zischi angeschaut. Beide Berge sind fast pistenmäßig eingefahren und ziemlich hart und bucklig. Für die Aufsteiger kein Problem, aber für die Abfahrer ist's momentan ziemlich anstrengend, weil man halt einfach viel Kraft zum bremsen braucht, da man sonst zu schnell für die Buckel wird. Ca. 10 bis 20 cm locker gefallener Neuschnee wären da schon recht. Da nicht nur die Lampsen sondern auch der Zischgeles diesen Winter schon viel begangen wurde, sind die Verhältnisse m. E. bei den normalen Routen "bombensicher". Auch bei etwas (lockeren) Neuschnee sehe ich eigentlich keinen Grund, den Zischi nicht mit einzubeziehen und wie z. B. letztes Jahr 2 mal auf die Lampsen zu gehen. 2 mal Lampsen ist halt echt gefährlich, wenn die 2. Aufsteiger öfters die Abfahrtsroute kreuzen. Auch die Abfahrer sind der Meinung, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass da bisher noch nichts passiert ist. Also wir alle hoffen auf etwas Neuschnee und am Sonntag auf einen einigermaßen sonnigen Tag, dann wird wohl wieder einem spannenden Wettkampf auf der Originalstrecke nichts mehr im Wege stehen.                       05.03.10: Jetzt haben wir es geschafft ein Frauenteam zusammenzustellen. Unter dem Namen RC Bike-Point Innsbruck Damenteam startet meine Frau Rikki mit unserer Nachbarin Marion Reuß als Aufsteigerinnen und die Abfahrerinnen heißen Karin Nagiller aus Hötting (fährt von der Lampsen mit dem Snowboard) und Silvia Enemoser aus Huben im Ötztal. Es haben sich anscheinend heuer 3 Frauenteams gemeldet und ich bin gespannt, wie sich unser Damen-Bike-Point-Team schlägt. Bei uns steht selbstverständlich der Spaß im Vordergrund - aber vielleicht sind sie ja für eine Überraschung gut. Bei der Teamwertung über 180 Jahre wird es wohl zum Zweikampf zwischen dem Sportmed-Tefls/Sport-Bartl-Team (Aufsteiger: Helli Praxmarer und Mario Herburger, Abfahrer: Markus Kofler und Trenkwalder Ernst) und dem SC-Alpbach-Team mit den beiden Aufsteigern Othmar Leo und Theo Unterrader kommen. 

05.02.10: Gitschberg-Rennen in Südtirol: Gestern Abend sind wir zu sechst vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (Tom Scheiring, Raimund Vogelsberger, Mario Herburger, Christian Ragg, Roli Striemitzer und ich nach Meransen am Eingang vom Pustertal gefahren (Reini Hurt, Wolfgang Meister und Gerri Köb waren auch dabei). Inzwischen mag ich ja die Rennen am Freitagabend ganz gern, weil man ja dann noch das ganze Wochenende vor sich hat und es oben auf der Hütte bei der Siegerehrung immer ganz lustig ist. Natürlich sind das reine Pistenrennen, aber was anderes ist ja meist bei den Wetter- und Lawinenverhältnissen im Hochwinter eh nicht möglich. Es ging von Meransen auf 1400 m bis zur Gitschhütte auf 2210 m. Im Süden hat's gestern geschneit, so dass es im Gegensatz zu uns richtig winterlich war. Die Strecke ist ca. 15 min. sehr flach - dort fiel es mir nicht einmal so schwer diesen Abschnitt mehr oder weniger im Laufschritt hinter mich zu bringen. Dann wo es steiler wurde konnte ich langsam so weit vorgehen, dass nur mehr 2 Lampen (allerdings ein gehöriges Stück) vor mir waren. Da fragte ich mich dann schon, ob Urban Zemmer heute so langsam ist oder ob er schon so weit voraus ist, dass ich nicht mal seine Lampe sehe. Natürlich war dann zweiteres der Fall - Urban machte trotz der wegen dem Neuschnee langsameren Verhältnisse einen neuen Streckenrekord von 36:47 min., 2. wurde Ivo Zulian mit 39:24 min., 3. Dario Steinacher mit 39:37 min. und 4. ich mit 40:40 min. Bin mit meinem Rennen echt zufrieden - konnte auch bei den Flachstücken einigermaßen mithalten. Natürlich im Vergleich zu Zemmer bin ich eine lahme Ente, aber nur ca. 1 min. hinter Zulian und Steinacher, die ja auch keine Nasenbohrer sind, ist dann doch nicht so schlecht. Der Urban ist ja wirklich unglaublich - er ist heuer nochmal ein Stück schneller geworden. Im Aufstieg ist er halt einfach der Schnellste, da haben auch schon Weltcupsieger das Nachsehen gehabt. Ich glaube, seit 5 Jahren hat er jedes Skitourenaufstiegsrennen gewonnen, bei dem er angetreten ist und nahezu bei jedem neuen Streckenrekord aufgestellt (inzwischen unterbietet er ja eh nur seine eigenen). Um auf alle anderen Nordtiroler genauer einzugen, würde hier zu weit führen - am besten man schaut sich die Ergebnisse unter www.gitschhuette.com oder www.zkgvintl.info an. Auf jeden Fall war es wieder ein schöner Ausflug, weil ja die sympathischen Südtiroler einfach schöne bodenständige Rennen ohne viel Event und Show machen.

23.01.10: Champ or Cramp in Kärnten: Wie letztes Jahr wurden bei diesem Rennen heute die österreichischen Meisterschaften im Skitouren-Aufstieg ausgetragen. Das Besondere bei diesem Rennen ist ja, dass es dabei die längste schwarze Abfahrtspiste in Österreich (oder sogar alpenweit) mit rd. 1500 hm hinauf geht. Wir vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (die Fam. Vogelsberger (Raimund, Anita, Stefan), Christian Ragg, Roli Striemitzer und ich) fahren ja eigentlich nicht so weit zu den Rennen, aber dieses wollten wir uns dann doch einmal anschauen. Und so sind wir 6 mit Raimunds VW-Bus am Vorabend hingefahren. Unsere Unterkunft konnte man dann nicht gerade als Luxus-Sweet bezeichnen - aber ein Bett und fließendes Wasser war immerhin im Zimmer. Am nächsten Morgen bei der Startnummernausgabe hörten wir dann, dass es abschnittsweise so steil sein soll, dass viele sogar die Ski ausziehen und ca. die Hälfte mit Harscheisen gehen. Als ich am Start die steile Rampe zu Beginn sah, dachte ich nur, auf was habe ich mich da eingelassen - wäre ich blos daheim geblieben und hätte eine schöne Tour gemacht. Ich startete etwas eingeschüchtert unter den ca. 180 Teilnehmern wieder im hinteren Drittel und kam eigentlich dann doch ganz gut rauf. Die Piste war nicht vereist und die Verhältnisse optimal. Es wechselten ständig sausteile Rampen mit flacheren Passagen ab. Im Laufe des Rennens ging es mir immer besser und ich konnte recht viele Leute überholen. Bei den Rampen musste man natürlich immer sehr viel die Arme einsetzen. Insgesamt konnte ich mit meinen Ärmchen auch zufrieden sein - aber sicher wäre es von Vorteil gewesen, man hätte seine Arme vorab darauf vorbereitet. Österreichischer Meister wurde Hans Wieland mit neuem Streckenrekord von 1:00:07 h, 2. der Vorjahressieger nur 12 sek. dahinter Alex Fasser und 3. der immer schneller werdende Jörg Randl mit 1:00:56 h. 4. wurde der Südtiroler Paul Innerhofer, die Plätze 5. bis 7. wurden fast zeitgleich von Martin Bader, Tockner Andreas (Hobbyklasse) und Heinz Verbnjak mit 1:02:39 belegt. 8. wurde ein Slowene und 9. ich mit 1:04:18 h. In der Gesamtwertung der österreichischen Meisterschaft  ohne den Südtiroler und Slowenen habe ich immerhin einen 7. Platz geschafft und wenn man bedenkt, dass eigentlich alle Vorderen inzwischen den ca. 700 g/Paar leichteren Vollcarbonschuh besitzen, so kann ich mit meinem Ergebnis recht zufrieden sein. Die Siegerehrung war dann auch gut gemacht und für uns vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team war es ein schöner Ausflug. Nicht zuletzt, da es ja zu sechst im VW-Bus ziemlich lustig zugegangen ist. Übrigens haben wir auch einen österreichischen Meistertitel mit nach Hause genommen - Anita Vogelsberger hat wieder einmal ihre Klasse aufgezeigt und hat ihn bei den Profi-Damen-Master gewonnen. In der Mannschaftswertung wurden wir 4. Wenn ich einige Monate älter wäre, so wäre ich in die Masterswertung gekommen und hätte Reini Hurt seinen ÖM-Master-Titel weggeschnappt. Bei Christian sind locker noch 3 Minuten drin, da er erst eine Verkühlung hinter sich hat und Striemi wird immer schneller. Die Ergebnisse gibt's bereits auf www.astc.at unter dem Rennbericht von Champ or Cramp.

08.01.10: Rofanaufstieg: Früher war ja der Rofanaufstieg der erste richtige Skitourenrenntest - aber seit ein paar Jahren finden ja die ersten Rennen bereits im alten Jahr statt und scheinbar sind die meisten Tourenläufer schon mitten im Rennfieber. Gut, dass es auch im Unterland ein paar Zentimenter geschneit hat, so war das Eis auf dem Ziehweg so ziemlich überdeckt und die Verhältnis waren recht gut. Zum letzten mal habe ich beim Rofanaufstieg 2006 mitgemacht, aber diesmal kam mir der Ziehweg schon besonders lang vor. Es sind sicher über 4 km, die man hier erst mal hinter sich bringen muss. Die Streckendaten nach der AV-Karte sind: Start auf 1020 m, Ende Ziehweg auf 1500 m, höchster Punkt auf 1900 m und Ziel auf 1830 m - also insgesamt 880 hm. Der Start war heute ca. 70 Längenmeter weiter oben, dafür ging es oben vor der Fellabfahrt ein flacheres Stück weiter hinauf und so sind die Zeiten sehr gut mit den früheren zu vergleichen. Ich habe gerade eine Verkühlung so ziemlich überstanden und leider hat sich nach einer stressigen Woche Kopfweh eingestellt und so war ich alles andere als besonders motiviert. Nach den vielen Sommerrennen braucht's bei mir immer eine Zeit bis ich wieder die Rennen als "sinnvoll" betrachte. Die Schneesituation der letzten Wochen und die kalten Temperaturen erlauben natürlich auch keine schönen Bergaktivitäten. Ich stellte mich am Start fast ganz hinten hin und dann wurde losgestürmt. Der Sieger stand mit Friedl Mair aus Südtirol eigentlich schon am Start fest und er ließ auch nichts anbrennen. Er unterbot den alten Streckenrekord vom Mandl Fred gleich um ca. 40 sek. und erreichte das Ziel in 39:31 min. Dies ist schon eine Bombenzeit, wenn man bedenkt welche Kaliber doch früher beim Rofanaustieg immer dabei waren. Zweiter wurde ein heuer sehr starker Jörg Randl in ca. 41:05 min, 3. ein ebenfalls sehr schneller Stefan Widauer mit ca. 41:48 min. und 4. der Südtiroler DeSimoni mit 42:28 min, der kurz vor mir ins Ziel lief. Ich tat mich auf dem Ziehweg schon ziemlich hart, hier wusste ich nicht soll ich normal gehen oder eher laufen - oben dann ging es mir besser. Auch im Skitourenrennsport gibt es immer mehr Speziallisten, die sich im Sommer und Herbst auf die Winterrennsaison vorbereiten. Insgesamt kann ich aber mit meiner Leistung zufrieden sein. Die 40er Klasse konnte ich gewinnen und stand mit den Skitourenurgesteinen Reini Hurt und Bernhard Haller am Stockerl. In der Mannschaftswertung wurden wir vom Sportmed-Telfs/Bartl-Team (mit Bernhard Haller und Helli Praxmarer) dritte. Ergebnisse sind auf der Seite von Stefan Widauer unter: http://skitourencup.at bereits online.

Rennen 2009

13.12.09: Kolsassbergrun: 150 Teilnehmer bei einem Berglauf und das im Winter, davon können fast alle normalen Sommerbergläufe in Österreich nur träumen. Einen wesentlichen Anteil daran hat wohl Hauptorganisator Franz Stöckl. Er kennt fast von allen Leuten die erbrachten Leistungen des abgelaufenen Jahres und das nicht nur beim Berglaufen. Durch ihn wird sicher der Berglauf wieder populärer in Tirol. Man muss auch sagen, dass die ganzen Gemeinden um Kolsass viel für die Bergrennen (Berglauf, Radrennen und Skitourenrennen) übrig haben und es wäre schön, wenn sich andere Gemeinden "anstecken" lassen würden. Mein Selbstvertrauen hat heute nach meinem Test vor 2 Wochen wieder einen kleinen Knacks erhalten. Aber vielleicht hab's ich ja auch mit den doch recht schweren Skitouren am Freitag und Samstag etwas übertrieben. Ich kam als 10. mit 26:24 min. ins Ziel und obwohl ich letztes Jahr ziemlich verkühlt war, brauchte ich heute 31 sek. länger. Die Bedingungen waren heute so ähnlich wie die letzten Jahre - unten 0° und oben -4°. Gewonnen hat standesgemäß Jonathan Wyatt in 23:58 min., ca. 30 sek. vor Hannes Runger und dann als 3. Edi Lahner (beide aus Südtirol). Bester Österreicher wurde als 8. der neue Berglaufreferent Helmut Schmuck mit 26:10 min., kurz vor dem heute sehr starken Dietmar Rudiger, der mich vorm Ziel noch übersprintet hat. Bei den Damen gewann die Südtirolerin Renate Runger mit 27:15 min., vor Andrea Mayr, die allerdings wegen ihrem Schlüsselbeinbruch einen Arm in einer Schlinge hatte. Nach meiner guten Radzeit auf annähernd gleicher Strecke beim Kolsassberg-Classic mit 20:53 min. war es eigentlich klar, dass ich wieder die Kombiwertung gewinnen würde. Meine Kombizeit von 47:17 min. ist neue Bestzeit und ich glaube, dass sie nicht mehr so leicht unterboten werden kann. Super war natürlich, dass meine Frau Rikki mit einer Laufzeit von 35:35 min. den Kolsassberg-Champion bei den Frauen holte und so war diese Wertung hauptsächlich eine Angelegenheit der Familie Obendorfer.

27.11.09: Leistungstest bei Sportmed-Telfs (Thomas Scheiring). Ich habe mich jetzt doch durchgerungen einen größeren Leistungstest mit Laktatmessung und Ermittlung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit (vo2max) machen zu lassen (Spiroergometrie). Bei mir, als über 40-jährigen, ist dies ja auch aus gesundheitlichen Gründen nicht schlecht. Vergangenen Freitag sind Roli Striemitzer, Thomas Juen, Christian Ragg und ich zu Tom Scheiring nach Telfs (Ärztehaus II, gleich bei Autobahnausfahrt Telfs West) gefahren, um uns durchchecken zu lassen. Für uns 4 war es der erste richtige Leistungstest und darum waren wir alle gespannt, wie lange wir uns auf der „Maschine“ halten können.
Tom Scheiring ist ja in erster Linie Sportarzt und dementsprechend top ausgerüstet. Er selbst ist ein leidenschaftlicher Sportler (z. B. Ironman) und er nimmt sich die Zeit, um die Ergebnisse gut zu erläutern. Auch sieht er sofort, ob richtig trainiert wird. Er hat ja vor ca. 2 Jahren seinen Skitouren-Leistungstest bei Tirol Heute vorgestellt. Man geht dabei mit Gewichten an den Füßen (Simulation der Ski) und Händen (Simulation der Stecken) auf einem Laufband. Dabei wird die Steigung des Laufbandes bei einer konstanten Geschwindigkeit von 7 km/h alle 60 sek. um 1,5 % erhöht. Wer dann bei 24 % immer noch nicht abgeworfen wird, bei dem wird dann die Geschwindigkeit in 0,5 km/h-Sprüngen gesteigert. Der Vorteil bei diesem Test ist auch, dass die Leistungssprünge sehr klein sind und sie kaum wahrgenommen werden. Natürlich kann man bei ihm auch einen herkömmlichen Laufband- oder Fahrradtest machen.
Wir 4 haben uns ziemlich lange auf den Maschinen halten können, so dass Tom sogar Angst hatte die Sicherungen brennen durch. Über die Ergebnisse wird natürlich nicht viel verraten. Aber ich bin wirklich froh, einmal so einen Test gemacht zu haben. Mein Selbstvertrauen ist auf jeden Fall gestärkt und ich habe den Beweis erbracht, dass ich mich vor den Profis nicht verstecken brauche. Auch hat sich bestätigt, dass mein abwechslungsreiches Training genau das richtige ist. Vielleicht mache ich ja in 3 Monaten, wenn ich voll im Skitoureneinsatz bin, noch mal einen Test, um zu schauen, ob ich mich dann noch länger am Laufband halten kann.
Wer also mehr über seinen Körper wissen will, dem kann ich nur empfehlen, mal einen Leistungstest bei Thomas Scheiring (www.sportmed-telfs.at) zu machen.

Aus ein paar Leuten vom RC Bike Point hat sich nun ein eigenes Rennteam für die Skitouren-Rennsaison zusammengetan. Teamchef ist Tom Scheiring und Hauptsponsor Michael Bartl (Sport Bartl) in Innsbruck Pradl. Für den Skibergsteiger gibt es wohl kein besseres Skitourengeschäft in Innsbruck und Umgebung. Er kennt sich perfekt aus, macht auch sämtliche Reparaturen an Schuhen, Bindungen und Ski und ist sogar meist günstiger als die großen Sportgeschäfte. Unten im Foto stehen v. l. n r. Thomas Scheiring (Big Chief - www.sportmed-telfs.at), Christian Ragg (Unternehmer), etwas versteckt Raimund Vogelsberger (der Leichtbau-Feteschist), Roland Striemitzer (Extrembergsteiger), Richard Obendorfer, Mario Herburger (ohne seinem Bus geht gar nichts), Much Bartl (wichtigster Mann) und knieend Bernhard Haller (durchtrainierter Körper bis zu den Zehenspitzen), Helmut Praxmarer (Ruderhof-Südanstieg-Experte) und Thomas Juen (ausbaufähige Rakete). Nicht im Bild ist meine Frau Rikki. Die meisten von uns wollen aber vor allem schöne (und auch ein paar knackige) Skitouren auf unsere herrlichen tiroler Berge machen. Aber sicher werden wir auch bei den Rennen so manchen Gegner in Angst und Schrecken versetzen.

25.10.09: Tiefrastenlauf: Das war aber wirklich das letzte Rennen heuer. Eigentlich wollte ja die ganze Familie fahren, doch leider haben wir wieder niemand für die Kinder gehabt, während wir laufen. Ich bin dann doch alleine nach Terenten gefahren, das auf der Sonnenterrasse im Pustertal liegt. Es ging vom Parkplatz Winnebachtal rauf zur Tiefrastenhütte auf 2311 m. Der Lauf fand ja schon zum 19. mal statt und geht über 5,5 km und 892 hm. Mir gefallen ja die Südtiroler, die sind ja aus einem besonderen Holz geschnitzt und die meisten leben noch richtig naturverbunden - sie haben sich irgendwie ihre eigenen Eigenschaften bewahren können und haben sich auch noch nicht so arg vom Konsumdenken anstecken lassen. Auch sind ja dort die Bergläufe und Sktourenaufstiegsrennen sehr beliebt - fast jedes Dorf macht dort sein Rennen und haben gleich immer bald 100 Teilnehmer - und die Leistungsdichte ist ja dort auch enorm. Mir gefällt auch, dass diese starken Leute eigentlich nur ihre lokalen Rennen bestreiten, obwohl sie wahrscheinlich bei den größeren Rennen auch vorne dabei wären. Heute war auch der Kastelruther Bergbauer Urban Zemmer, der ja hauptsächlich als raketenhafter Skitourenaufsteiger bekannt ist, am Start. Urban ist ja im Juli bei den Vertical-Kilometer-Europameisterschaften (Vertical Kilometer - 1000 hm auf 2,1 km) in Canazei außer Konkurenz (weil er bei keinem Verband gemeldet ist) mitgelaufen - diese sog. Skyrunnings sind ja besonders steile Bergläufe. Und wie sollte es anders sein, hat er gleich einen neuen Rekord mit 33:50 min. aufgestellt. Ich habe mit einigen Südtirolern geredet, die ihn etwas kennen - er muss echt ein absoluter Naturbursche sein, der direkt von der Stallarbeit zu den Rennen fährt. Heute war eh klar, dass er bei diesem steilen Berglauf, auf meist typischen Urgestein-Plattenwegen der Zentralalpen, gewinnen wird. Diese Wege sind nicht einfach zu laufen/gehen, da man immer genau acht geben muss, wo man hintritt. Also 1. Urban Zemmer mit 36:57 min., 2. Harald Gamper mit 37:43 min. 3. Willi Innerhofer mit 37:48 und 4. ich mit 37:54 min. Urbans Vorsprung war aber dann doch kleiner als erwartet und er hat sich dann selbst gewundert, dass er bei den heutigen guten Verhältnissen den Streckenrekord von Willi Innerhofer aus dem Jahre 2002 um rd. 35 sek. verpasst hat. Ich glaube, bei dem Rekord würden sich auch viele der ganz Großen der Berglaufszene die Zähne ausbeissen. Eine Ergebnisliste müsste es bald auf der typisch südtirolerischen Skitouren- und Berglaufwettkampfseite (einfach aber nützlich) bei www.zkgvintl.info geben.

18.10.09: Astberglauf: Bei unserer Familie ist es bereits auch schon so weit, dass wir nichts besseres vorhaben als bei jedem Rennen dabei zu sein. Meine Mama war diese Woche zu Besuch und so ist sie mitgefahren und hat auf die Kinder aufpassen können, während Rikki und ich gelaufen sind. Nach dem Rennen haben wir sie gleich nach Kufstein zum Bahnhof gebracht und sie ist weiter nach Amberg gefahren. Franz Puckl hat ja nun den Astberglauf schon zum 27. mal organisiert. Er macht das ja immer sehr gut, aber man muss schon ein bissl Geduld mitbringen - aber dafür ist er ja auch nicht geizig mit den Preisen. Das Wetter war natürlich ziemlich bescheiden und heute war ja auch mein Laufspezl Simon Lechleitner am Start, so dass ich mich eigentlich mit dem 2. Platz begnügte. Heute musste wegen des Schnees die Strecke um ca. 350 m (ca. 40 hm) verkürzt werden (also somit 5,5 km und 520 hm). Nach dem ersten flachen Kilometer war Simon schon so 80 m voraus, bis Kilometer drei blieb der Vorsprung ungefähr gleich. Doch dann merkte ich, dass ich leicht aufholen konnte. Hier fing dann schon der Schnee an, der dann immer mehr wurde. Ca. bei Kilometer 4,2 konnte ich ihn langsam überholen und so 500 m vorm Ziel sogar abschütteln und mit 25:27 min. gewinnen. Simon, der ja heuer schon öfters sämtliche österreichischen Berglaufstars abgehängt hat, hatte sicher heute nicht seinen besten Tag und so hat er mir die Freude gemacht ihn heuer zum ersten mal zu schlagen (und vielleicht zum letzten mal). Schade, dass wir nicht bis zum Normalziel laufen konnten, um einen Vergleich mit früheren Rennen zu haben, aber ich glaub, die Zeit ist nicht so schlecht. 3. wurde mit 2 min. Rückstand der österreichische Berglaufcupsieger Holger Förster. Rikki hat sich heute nach den Radrennen der letzten Zeit mal bei einem Berglauf versucht. Sie wurde bei den Damen in 36:14 min. 3. mit 2,5 min. Rückstand zu Verena Lechner und Maria Emberger. Das kann sich eigentlich auch sehen lassen.

16.10.09: Schlag den Obwaller: Die Tirolwerbung hat sich ja mit der Bike-Trail-Tirol-Challenge etwas neues einfallen lassen. Im Internet sind unter www.tirol.at ca. 32 Etappen mit mehr als 1000 km einzusehen. Man kann diese Routen mit einem GPS-Gerät (z. B. Fa. Garmin) abfahren, im internet hochladen und sich mit den anderen Teilnehmern vergleichen (z. B. Höhenmeter-Zeit-Kurve und Weg-Zeit-Kurve). Für eine Teilnehmermotivation hat HP Obwaller eine Strecke abgefahren und unter dem Motto "Schlag den Obwaller" konnte jeder bis zum 15.10.09 ein virtuelles Rennen gegen ihn manchen. Als Rennstrecke wurde die ostseitige Auffahrt (Start zwischen St. Johann und Fieberbrunn) aufs das Hornköpfl (unterhalb vom Kitzbüheler Horn) ausgewählt. Als dies Anfang August in der TT stand, hab ich mir gedacht eigentlich eine gute Idee, den Artikel ausgeschnitten, abgeheftet und wieder ziemlich vergessen. Irgendwann kam ich dann doch wieder drauf, hab mich bei www.tirol.at registriert und am 08.10.09 tatsächlich die Sache in die Tat umgesetzt. Das Garmin auszuleihen war denn gar nicht so einfach, da die Tourismusverbände meist doch keines haben. Nach einigen Telefonaten wurde ich endlich bei Radsport Stanger in Kitzbühel fündig. Raimund Stanger (www.radservice.at - hat sehr schöne Cube-Rennräder) hat mir sofort ein Garmin zu Verfügung gestellt und mich darin kurz eingewiesen. Als ich am Start stand, war es dann für mich schon recht ungewöhnlich. Ich sollte jetzt allein mit einem GPS eine für mich unbekannte Strecke rennenmäßig rauf fahren. Hoffentlich bleibe ich immer auf der richtigen Route und hoffentlich mache ich keinen Fehler bei der Aufzeichnung. Ich fuhr dann so schnell halt man alleine fahren kann und überholte dabei einige Biker, die sich wahrscheinlich fragten "was ist das für ein Verrückter?" Nach ca. 2,5 km war die Asphaltstraße zu Ende und der Schranken mit Gitter zu. Die Kette am Gatter brachte ich nicht sofort auf, so dass ich das Rad drüberhob und mich seitlich vorbeizwängte. Nach weiteren 2,5 km ging es dann zuerst eben dahin und dann ca. 90 hm bergab, bevor es ziemlich steil und auf einem nicht mehr ganz so guten Weg so richtig zur Sache ging. Das Ziel kannte ich nicht genau, es sollte sich bei irgendeinem Abzweig eines Steiges befinden. Ich fuhr dann bis zum Wegende bei der Hornköpflhütte. Insgesamt waren es dort dann 12,3 km und 1100 hm, die ich in der Zeit von 48:30 min. schaffte - eine wirklich sehr schöne Mountainbikestrecke, die man leicht zum Rundkurs ausbauen kann, indem man die Kitzbühler-Horn-Straße nach Kitzbühel wieder runter fährt. Raimund Stanger hat mir dann den Track runtergeladen und gemailt und ich hab diesen dann an die Tirolwerbung weitergeleitet. HPO ist ja die Strecke bis zur Abzweigung in 47:42 min. gefahren. Für mich war es dann schon spannend, ob ich schneller gewesen bin. Es hat dann einige Tage gedauert bis die Tirolwerbung meinen Track upgeloudet und mit HPO's-Track verglichen hat. Dann bekam ich die freudige Nachricht, dass ich die Strecke in 47:05 min. gefahren bin und also tatsächlich schneller war. Ich war dann auch der einzige von den mageren 10 Teilnehmern der unter HPO's Zeit geblieben ist. Aber natürlich ist diese geringe Beteiligung sehr schade für die Tirolwerbung und ihre gute Idee. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die meisten (so wie ich) keine Ahnung vom Umgang mit GPS-Geräten haben, viele sich wahrscheinlich sagen "da hab ich eh keine Chance" und vielleicht ist die Strecke doch eher etwas abgelegen und unbekannt. Ich glaube aber, dass diese Idee mit dem virtuellen Rennen schon Zukunft hat und vielleicht kaufe ich mir nächstes Jahr ein Garmin.

10.10.09: Volderer Berglauf: Das Berglaufteam Volders hat heute wieder einen perfekten Berglauf auf die Beine gestellt. Mit das Besondere ist ja, das dort zuerst die Erwachsenen laufen und erst danach starten weiter oben die Kinder, die dann durchs gleiche Ziel laufen. Geplant wäre ja eigentlich gewesen, dass heute die ganze Familie teilnimmt. Doch leider haben wir niemand für die Kinder gehabt, während Rikki und ich laufen. Rikki hat dann mit etwas murren auf ihren Start verzichtet. Der Berglauf ging ja heuer zum 2. mal über das alte Ziel Auerhof hinaus bis zur Naturfreundehütte auf 1376 m und so mußten 9,2 km mit 840 hm zurückgelegt werden, wobei die letzten 3 km ziemlich flach sind. Meine größten Gegner waren heute Matthias Scherl und Dietmar Rudiger. Da diese beiden ja in der Ebene ziemlich schnell sind, musste ich schon in der ersten steileren Hälfte einen Vorsprung herauslaufen. Nach ca. 1 km konnte ich mich vom Feld lösen und das alte Ziel Auerhof passierte ich mit genau 21 min. und Volderwildbad in genau 25 min. Dort hatte ich gegenüber Matthias so ca. 40 sek. Vorsprung. Im Gegensatz zum letzten Jahr, ging es mir heute auch oben ganz gut und so konnte ich einen ungefährdeten Sieg mit 44:31 min., also genau 35 sek. schneller als letztes Jahr (damals gemeinsam mit Matthias) herauslaufen. 2. wurde Matthias mit 45:52 min. und dritter Dietmar mit 47:02 min. Die Ergebnisse gibt's bald unter www.blt-volders.at. Dann wurde es aber so richtig spannend, da ja jetzt die Kinder dran waren. Michi mit 5 Jahren und 8 Monaten und Andi mit gerade einmal 3 Jahren starteten ja bei den Küken mit einer Laufstrecke von 300 m und ca. 20 hm. Wir (hauptsächlich Rikki) sind ja recht viel mit unseren Kindern unterwegs und Michi fährt ja schon seit fast 2 Jahren täglich die ca. 1,7 km weite Strecke zum Kindergarten mit dem Rad und Andi ist jetzt seit ca. 1 Woche zum Kindergarten mit dem Laufrad unterwegs, was wegen den paar Hügeln schon für sie eine größere Unternehmung darstellt. Michi lief echt super, sie war bei den Küken sogar schneller als die Buben. Andi dagegen hat den Wettkampfgedanken anscheinend noch nicht ganz verstanden. Als der Start frei gegeben wurde, sagte sie "ich will jetzt nicht laufen" und setzte sich erst einmal hin. Doch dann setzte sie sich an der Hand von Mama doch allmählich in Bewegung und kam nach über 5 min. ins Ziel. Sie hat ja recht, warum soll sie sich abhetzen, wenn's gemütlich auch geht. War wieder eine super Veranstaltung, bei der mit den Kindern über 160 Läufer mitgemacht haben. Und es ist halt immer wieder schön bei der Tiroler Berglauffamilie in Volders dabei zu sein. Links die Michi in voller Aktion, rechts die Andi an der Hand von Rikki mit der etwas gemütlicheren Variante.

04.10.09: Kolsassberg-Classic: Dieses Bergrennen mit ca. 580 hm und 5,7 km braucht sich um die Teilnehmer keine Sorgen zu machen. Es ist und bleibt das beliebteste Bergrennen in Tirol. Heute waren bei optimalen Bedingungen 166 Herren und 11 Damen am Start. Organisiert von Franz Stöckl und Probike Schwaz (Radteam Tirol mit Obman Thomas Kreidl) ist es eines der inzwischen wenigen Elite-Rennrad-Bergrennen in Tirol. Wie man so hört macht es der ÖRV den Veranstaltern mit Kosten und Auflagen nicht leicht. Darüber hinaus müssen ja für die ersten 15 Elite-Fahrer, den ersten 8 Junioren, den ersten 8 U17-Fahrern und für die neu eingeführte Amateur-Rennradlizenz ebenfalls die ersten 8 mit Geldpreisen prämiert werden. Bei den Damen kommt man billiger weg, da ja meist nur wenig Elitefahrerinnen mitfahren. Die Höhe der Preisgelder kann zwar der Veranstalter selbst bestimmen, aber oft übersteigt das dann doch das Budget und der Veranstalter sieht sich ausserstande eine gemeldetes Elite-Rennen zu organisieren. Gott sei Dank ist es ja bei den Mountainbikerennen vom ÖRV einfacher geregelt und ich hoffe im Sinne der Sportler, dass auch bei den Rennradrennen eine einfachere Lösung gefunden wird. Aber jetzt zum Rennen: Ich kam wie immer nicht besonders schnell weg und steckte unten bei der ersten Kehre einmal im Pulk fest. Dann kam ich immer besser in Schwung und nach der Hofer-Stubn war ich schon an HPO so ca. an 9 Stelle heran. Dieses Jahr habe ich mich vom "Sitzendfahrer" zum "Stehaufmännchen" entwickelt und allmählich fühle ich mich auch als richtiger Radfahrer (Rennrad stehend fahren macht auch einfach mehr Spaß). Dann beim Jagerhof überholte ich die sehr hoch gehandelten Tiroler-Bergmeister-Rennrad-Stars Stefan Mair, Roman Gredler und Markus Moser und vor mir waren dann nur mehr der Augsburger Wolfgang Hofmann, der Slowene Cvet, das große junge Talent David Wöhrer und etwes weiter weg Harald Totschnig. 1 km vorm Ziel war ich hinter Wolfgang, der gab dann nochmal richtig Gas und schob sich noch auf den 2. Platz vor. Miran Cvet scheint auch kein großer Sprinter zu sein, auf jeden Fall konnte ich ihn beim letzten kurzen Schnapper noch überholen und wurde somit wieder einmal 4. mit der ziemlich guten Zeit von 20:53 min. (ich glaub die 6. beste überhaupt). 6. wurde HPO und 7. Markus Moser. Gewonnen hat Harald Totschnig mit neuem Streckenrekord von 20:22 min. Meine Berichte werden jetzt immer länger, da ja Rikki auch mitfährt und sie ja nach den Voranmeldungen eigentlich die Favoritin gewesen wäre. Doch haben sich am Renntag Doris Posch und Jacqueline Hahn nachgemeldet. Gewonnen hat standesgemäß Doris mit ebenfalls neuem Streckenrekord von 25:16 min, dann Jacqueline mit 26:30 min. und dann Rikki mit 27:46 min. Rikki hat ja jetzt, wo sie so gut ist, mich als ihren Mechaniker angewiesen, ich solle ihr endlich ein modernes Rennrad zur Verfügung stellen. Das werde ich wohl jetzt bald tun müssen. Ergebnisse stehen bereits unter www.radteam-tirol.at. Nachdem ich ja letztes Jahr im Herbst wegen meiner langwierigen Stirnhöhlenentzündung gar nicht mehr gut war, scheint es heuer im Herbst wirklich gut zu laufen. Übrigens, vielleicht sind die Tiroler Meister im MTB doch die besseren Bergfahrer - ein kleiner Seitenhieb auf die Rennradstars.

27.09.09: Brauneck-Berglauf. Seit dem Rikki auch Rennen bestreitet, hat sie mehr Verständnis wenn ich rennenmäßig unterwegs bin, vor allem wenn es auch etwas zu verdienen gibt. So hat sie mich ohne größere Probleme nach Lenggries in Bayern fahren lassen, um beim vom bayerischen Berglaufpapst Helmut Reitmair organisierten Brauneck-Berglauf dabeizusein. Ich bin ja gestern nicht schlecht auf die Thaurer Alm gefahren und so dachte ich, dass vielleicht mit etwas Glück ein Sieg aufs Brauneck möglich wäre. Zunächst machte ich als meine Konkurrenten den letztjährigen Sieger Frank Schouren und den Algäuer Michael Barz aus. Als aber dann noch Andi Biberger auftauchte, wußte ich, dass es ganz schön hart werden würde. Nach etwa 700 m liefen dann Andi und ich schon alleine voran. Der Berglauf aufs Brauneck ist ziemlich unrhythmisch - ständig wechseln sich steile und kurze flachere Passagen ab. Reitmair hat es auch nicht versäumt immer wieder verwinkelte Wurzelsteige in den Lauf einzubauen. Eigentlich liefen Andi und ich immer gemeinsam. Kurz kam ich zwar von Andi etwas weg, aber bald hat er sich wieder rangekämpft. Oben machten wir dann gemeinsame Sache und liefen gleichzeitig ins Ziel. Wir haben den Streckenrekord mit 33:03 min. sogar um genau 31 sek. unterboten. War ein schöner Ausflug nach Bayern und daheim hatte ich dann noch Zeit für einen 2-stündigen Spaziergang mit den Kindern. Die Ergebnisse gibt's unter der Berglaufseite Nr. 1 von Helmut Reitmair mit über 35.000 Zugriffen pro Monat www.berglaufpur.de

26.09.09: Thaurer Alm MTB-Rennen: Der WSV Thaur hat sich heute wieder selbst übertroffen - war wieder alles perfekt organisiert und das Wetter und die Rennbeteiligung mit ca. 130 Teilnehmern hätte auch nicht besser sein können. Als ich oben in der letzten Kehre durch die vielen Zuschauer fuhr, die mich super angefeuert haben, habe ich gewußt warum ich mir die Rennen antue - aber der Reihe nach. Heute wurde in Thaur auch die Tiroler Meisterschaft im MTB-Hillclimb ausgetragen. Seit 2005 hab ich ja bei dieser Wertung mitgemacht und 1 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze geholt. Wegen dem sehr gut hergerichteten Weg, war heute klar, dass ziemlich schnelle Zeiten gefahren werden. Vom Start weg ging es eigentlich ziemlich moderat. Nach dem Ende des Asphaltstückes bei ca. 1,5 km konnte ich an die 5. Stelle vorfahren. Ich fühlte mich gut und hatte einen schönen runden Tritt. Ca. 1 km später konnte ich Stefan Stadler überholen und etwa 25 m vor mir waren nur mehr HP-Obwaller, Bernhard Laimgruber und das junge Ausnahmetalent Felix Spensberger aus Rosenheim. Bis zum Schranken bei km 5,3 ist die Strecke ja (leider) nicht besonders steil und wir konnten so mit 14 bis 15 km/h dahinfahren. Leider hat sich der Vorsprung von den dreien bis zum Schranken auf ca. 80 m vergrößert. Laimi ist dann schon etwas voraus gewesen. HPO konnte mit Felix nicht mehr ganz mitgehen und beim vorletzten Steilstück war ich schon fast 10 m an HPO heran. Schließlich am Gatter, ca. 250 m vorm Ziel, war ich an seinem Hinterrad - doch leider hat es wieder nicht mehr gereicht, dass ich an ihn vorbeifahre. Anscheinend konnte ich doch nicht mehr schneller, obwohl ich im Ziel gleich locker vom Rad steige und gesprächsbereit bin. Dass ich mit 32:03 min. knapp eine 31er (Fabel-)Zeit verpasst habe und mit dieser Leistung wieder einmal nur 4. geworden bin (wie immer in Thaur), hat mich anfangs schon etwas geärgert. Gewonnen hat Laimi mit 31:25 min. und Felix brauchte 31:46 min. Wie ich mich gerade fertig machte um Rikki anzufeuern, kam sie schon ins Ziel gesaust. Eigentlich unglaublich, dass Rikki kurz vorm Ziel das tiroler oder sogar österreichische Juniorinnen-Aushängeschild Jacqueline Hahn übersprintet hat. Rikki fuhr für die 7 km und 840 hm 42.01 min., obwohl sie sich am Start ganz hinten hinstellte und ca. 20 sek. warten musste, bis sie endlich fahren konnte. Bei den Damen gewann wie immer Doris Posch mit der Bombenzeit von 37:22 min., ca. 1 min dahinter kam schon Patrizia Wacker aus Reutte und als 3. Dame Rikki. War wieder eine super Veranstaltung und heute hatte ich keine Chance alle Kuchensorten zu kosten, da 30 Kuchen gebacken wurden. Bei der Tiroler-Meister-Wertung holte ich hinter Laimgruber Silber. Die Ergebnisse gibt's unter www.alge-tirol.info und bald auch unter www.wsv-thaur.at

19.09.09: Stubaier Mountainking: Bin heute zum ersten Mal bei diesem Rennen dabei gewesen, das man ungefähr mit dem Kühtairennen vergleichen kann (nur um einiges kürzer). Von Neustift geht's ja die ersten 9 km ziemlich flach bis kurz vor Ranalt, hier gibt's dann den recht steilen Stich (ca. 130 hm - Bergwertung) und dann geht's mit ca. 10% Steigung mit einigen Flachstücken zwischendrin bis zum Skigebiet (17,4 km mit ca. 740 hm). Wegen dem Gegenwind (Föhn) wollte natürlich heute niemand vorausfahren und so war das Tempo ziemlich langsam, sodass natürlich viel gedrängelt wurde. Helli Praxmarer fuhr unten oft voraus. Bei Falbeson fuhr ich dann so ca. 2 km voraus im Wind. Obwohl ich mich wenig anstrengte, wollte trotzdem keiner vor mir fahren - jaja so sind sie halt die Rennfahrer. Bei der Ranalter Steigung waren noch alle ziemlich frisch und so kamen etwa 25 Leute vorne mit. Beim anschließenden Flachstück wollte wieder keiner im Wind fahren, so fuhr ich halt wieder eine zeitlang voraus. Dann vor der Grawaalm, so 3 km vor dem Ziel wurde es richtig ernst. Jetzt fielen die Fahrer zurück, die vielleicht vorher kurz zu schnell gefahren sind. Vorne waren Obwaller, Traxl und Laimgruber und ca. 15 bis 20 m dahinter Hoffmann, Nimmrichter und ich. So fuhren wir 6 bis in die letzte Galerie, immer wieder mit kurzen Tempoverschärfungen - also ganz anders wie bei den üblichen Uphill-Rennen. Eigentlich eher wie bei Bergetappen, wie man es ja von den Profirennen kennt. Peter Nimmrichter konnte am Schluss nicht mehr ganz mitgehen und oben beim Parkplatz, wo es wieder flacher wird, fuhr Wolfgang Hoffmann hinter mir, er ging nochmals aus dem Sattel und sagte, die holen wir noch. Ich wußte ja eh, dass ich im Sprint keine Chance habe, ließ ihn fahren und begnügte mich mit dem 5. Platz. Erster wurde Obwaller, 2 sek. dahinter Traxl, 3. wurde Hoffmann, 4. Laimgruber und 5. ich. Dann 6. Exprofi Klaus Steinkeller, 7. Peter Nimmrichter und 8. Christian Ragg, der wie immer am Schluss wo es wieder flacher wird, angebraust kam. Die Ergebnisliste gibt's bald unter: www.radteam-stubai.at.  Sehr erfreulich für uns Bikepointler, dass wir die Teamwertung (Obendorfer, Ragg, Haller) ziemlich deutlich gewonnen haben. Ich muss schon zugeben, dass solche Rennen schon um einiges interessanter sind, als die normalen steilen Bergrennen - hat wirklich wieder Spaß gemacht. Das schöne bei den steilen Bergrennen ist jedoch, dass es dort kein Taktieren und Abwarten gibt - jeder fährt, was sein Körper hergibt. Für die Kinder hat sich doch noch die Oma Zeit genommen und so konnte Rikki auch mitfahren. Für sie war es schwierig das richtige Hinterrad zu erwischen, da sie ja die Rennfahrer nicht kennt. Mein Tipp war dann auch alles andere als optimal. Rikki fuhr meist im Wind, wurde aber beste Dame in der Sportklassenwertung. Vom Geld her hat sie natürlich wieder mal mehr kassiert als ich.

13.09.09: Roter Aar: Nachdem ja viele neueren Rennen, die oft nicht von Sportvereinen organisiert werden, nur 2 bis 3 mal stattfinden, sind Gott sei Dank die Klassiker wie z. B. der 15. Rote Aar wieder mehr gefragt, so sind heute 40 Staffeln zusammen gekommen. Die Radfahrer hatten ja 690 hm und die Läufe 625 hm bis zur Sistranser Alm zu absolvieren. Rikki war ja schon lange vorher richtig heiß auf unser Heimrennen und ich als ihr Mechaniker hab jetzt ihr Bike auf 7,5 kg abgespeckt - also am Material kann es nicht mehr liegen, wenn nicht gerade die Bremsen schleifen. In der Nachbarschaft hätten wir sehr gute Sportlerinnen, die jedoch leider nicht zu motivieren waren. Schließlich viel mir Esther Fennel die Freundin von meinem Radspezl Michi Elsässer ein und sie, als sehr gute Radfahrerin, hat sich spontan bereit erklärt als Läufern mit Rikki teilzunehmen. Ich hab ja schon lange mit Simon Lechleitner ausgemacht, obwohl ich ganz sicher war, dass mein Laufrekord (zusammen mit Fred Mandl) dann unterboten wird. Zuerst starteten die Radfahrer und ehrlich gesagt, ging es mir schon von unten weg nicht besonders. Der Münchner Wolfang Hofmann übernahm bald die Führung und Peter Nimmrichter und ich folgten. Leider konnte ich auch das Hinterrad von Peter nicht halten und musste teilweise die kleinsten Gänge fahren. Irgendwie kam ich aber dann doch nach oben und die Zeit mit 28:06 min. war dann eigentlich doch nicht so schlecht. Wolfgang gewann mit 27:09 min. und Peter wurde 2. mit 27:34 min., 4. wurde Christoph Schlögl mit 29:11 min., 5. Alex Draxl mit 29.25 min und 6. mit dem Rennen seines bisherigen Rennlebens Roland Striemitzer mit 29:44 min., gleich dahinter kam dann Michi Elsässer. Doris Posch kam natürlich als erste Frau mit neuem Streckenrekord von 31:43 min. an; als 2. Frau kam dann schon Rikki mit einer Zeit, die ich ihr eigentlich nicht zugetraut hätte, mit 36:07 min. ins Ziel. Also mußte Esther 4:25 min. schneller sein als Conni Larcher die Läuferin von Doris. Die Spannung stieg also. Bei den Läufern kam dann Simon dem ich ja locker eine 24er-Zeit zutraute als erster an. Doch blieb die Uhr erst bei 25:09,7 min stehen - ist also meine Zeit aus dem Jahre 2007 von 25:06,6 doch nicht so schlecht. Simon soll sich aber nicht ärgern, er hat ja noch seine besten Jahre vor sich. 2. wurde wie gestern Florian Zeisler mit 27:02 und dritter Matthias Scherl mit 27:23. Damit war klar, dass Simon und ich den Adler der Männer gewonnen haben. Aber wie ist es bei den Damen. Als zweite Frau kam dann Esther mit einer super Zeit von 34:14 min ins Ziel - so nun warteten wir auf Conni und Gott sei Dank dauerte es einige Zeit bis sie kam. Endlich, nach einer Weile wurde ihre Zeit oben angeschrieben - 39:33 min. - super, es reichte, haben tatsächlich Rikki und Esther die Seriensieger Doris und Conni geschlagen - ich freute mich riesig. Die Siegerehrung im Tigls war dann von Hannes Piegger dem Hauptorganisator super gemacht und die Familie Obendorfer räumte dabei ganz schön ab. Dass beide Adler von einem Ehepaar mit unterschiedlichen Teampartnern gleichzeitig gewonnen werden, ist doch etwas besonderes.

12.09.09: Götzner-Alm-Berglauf. Heute fiel mir die Entscheidung schon besonders schwer, ob ich einen meiner Lieblingsläufe den Bettelwurflauf oder den Götzner-Alm-Berglauf machen sollte. Auch weil es heute morgen leicht geregnet hat, hab ich mich dann doch für Götzens entschieden. Aber vor allem, da dieser heuer zum 10. und  letzten mal stattfand und ich bei meinem letzten Start im Jahre 2003 mit 28:23 min. gar nicht schlecht gelaufen bin und vielleicht der Streckenrekord (schönes Preisgeld) von Markus Kröll aus dem Jahre 2000 mit 27:25 min. möglich wäre. Matthias Scherl und Florian Zeisler waren auch am Start. Nach dem ca. 300 m langen unteren Flachstück lief ich gleich vorne weg und dann ein recht einsames Rennen. Der Almweg ist ziemlich steil, trotz des kurzen unteren Flachstückes macht man auf 5,2 km 675 hm. Oben nach der Brücke hatte ich noch ein gutes Gefühl, aber der letzte Kilometer zog sich dann doch recht und endlich mit 28:23 min. lief ich durchs Ziel - also die exakt gleiche Zeit, wie vor 6 Jahren - immerhin war es seit diesen 10 Jahren die 3. beste Zeit (nur Kröll lief 2 mal schneller). Florian wurde mit 29:58 min. zweiter und dritter wurde, der nach einer kurzen Verletzungspause zurückgekehrte, Matthias mit 30:44 min. Naja, ich hab mal wieder gesehen, dass ich mich beim Laufen die letzten Jahre kaum verbessern hab können, dagegen hab ich mich beim Radfahren doch etwas gesteigert, was natürlich auch den etwas leichteren Rädern zuzuschreiben ist. Mein Höhenmeterschnitt lässt sich sehr gut mit ähnlichen Rennen, wie Halltalexpress oder Roter Aar vergleichen. Für 100 hm brauche ich nun mal als Läufer auf einer Forststraße mind. 4 min. Man sieht halt wieder, dass beim Berglaufen oder Bergradeln, wo es in erster Linie auf die in die Wiege gelegte Sauerstoffaufnahme (ich glaub es heißt vo2max) ankommt, kaum Steigerungen drin sind. Die Sportler fangen, nachdem sie trainiert haben, in einem Niveau an, wo sich dann aber meist nach oben nicht mehr viel tut. Sicher, ich werde halt auch nicht jünger. Den Bettelwurflauf gewann Skiwettkampfbergsteiger-As Alex Fasser mit 56:08 min. Für mich erfreulich, dass mein Streckenrekord mit 54:56 min. doch noch nicht gefallen ist.

06.09.09: Berglauf-Weltmeisterschaft in Campodolcino/Madesimo. Insgesamt wurden vom ÖLV 13 Athleten/innen gemeldet. Bei den Herren Simon Lechleitner, Jürgen Mock, Bernd Weberhofer, Dominik Zirler und ich; bei den Junioren (bis einschl. Jahrgang 1990) Martin Mattle, Jakob Mayer, Gernot Huterer und Leopold Reissner und bei den Damen Tanja Eberhart, Marion Kapuscinski, Irmgar Kubicka und Karoline Reich. Dies war ja die erste vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) anerkannte Berglauf-Weltmeisterschaft - 24 mal hieß dieser Bewerb nur "World Trophy". Bei der ebenfalls jährlich stattfindenden Berglauf-Europameisterschaft kommt der europäische Leichtathletikverband für die ganzen Kosten, wie Organisation, Anreise, Unterkunft und Verpflegung der Läufer auf. Wenn der Leichtathletik-Weltverband diese Kosten bei einer WM übernehmen würde, würden aufgrund der teuren Flugreisen der teilnehmenden Nationen die Kosten ca. 1 Million Euro betragen. Da dieses Budget nicht zur Verfügung steht, muss immer ein Veranstalter gefunden werden, der die Kosten größtenteils übernimmt (die Flugreisen müssen jedoch vom Land selber getragen werden). Man kann sich vorstellen, dass dies nicht so einfach ist. Nachdem Colorado/USA zurückgetreten ist, ist heuer kurzfristig Italien eingesprungen. Wie bereits letzte Woche erwähnt, wechselt die Streckenführung jährlich zwischen reinem Berglauf und Bergauf/Bergablauf, der ja in vielen europäischen nicht so gebirgigen Ländern Tradition hat, ab. Heuer war mal wieder Bergauf/Bergab dran und Österreich war hierbei (bis auf wenige Ausnahmen) noch nie besonders erfolgreich. Der Veranstalter hat unterhalb des Splügenpasses auf ca. 1800 m auf Almwiesen diese Strecke "ausgesteckt". Der Kurs ging zuerst 240 hm mit ständig wechselnden Steigungen bergauf und dann mit ein paar kurzen Gegenanstiegen wieder abwärts - eine Runde war 4,34 km lang und die Herren mußten 3 Runden bewältigen (insgesamt 840 hm und 13 km). Simon und ich hatten ja noch am Freitag zu arbeiten und kamen endlich um 17:00 Uhr weg und erst um rd. 22:00 Uhr im Hotel an, wo wir dann die anderen trafen. Am Samstag Vormittag wurde dann die Strecke besichtigt und am Nachmittag gings dann zur Eröffnungsfeier nach Chiavenna. Dort marschierten dann alle 38 Nationen in die Stadt bis zum Zentrum ein, wo dann die Feier mit der Vorstellung der Nationen stattfand. Die Italiener sind ja sehr berglaufbegeistert und haben das ganz schön pompös gestaltet. Am Sonntag wurde es dann ernst. Zuerst starteten die Junioren, die 2 Runden absolvieren mussten. Hier konnte gleich das Tiroler Talent Martin Mattle aus Mathon groß aufzeigen und wurde 13. von rd. 70 Startern. Als ich dabei zusah wurde es mir ganz anders - wie diese jungen Kerle es bergab krachen ließen, da kann ich mit meinen alten Gelenken nicht mithalten. Dann wurden die Damen gestartet und die Österreicherinnen platzierten sich allesamt im Mittelfeld. Wegen des Rundkurses ist es natürlich sehr interessant für die Zuschauer und sicher waren über 1000 anwesend, die uns lautstark anfeuerten. Dann kamen die Herren an die Reihe und es wurde im Vorfeld viel diskutiert darüber, ob die Läufer aus Uganda, Eritrea und Ruanda die bisherige Berglaufvormachtstellung der Europäer brechen würden - angeblich war ja auch der Brozemedailiengewinner der WM in Berlin über 5000 m dabei. Sicher war dieser Wettbewerb kein reiner Berglauf wie wir ihn kennen, aber eigentlich durch die oftmals gefinkelte Bergabstrecken-führung, schwerer (und natürlich gesundheitsschädlicher) als ein reiner Bergauflauf. Bei mir galt ja das Motto "dabei sein ist alles". Aber ein Ziel hatte ich wenigstens, dass ich unter uns 5 Herren wenigsten bei den 4 schnellsten dabei bin, um mit in die Mannschaftswertung zu kommen. Ca. 160 sind gestartet und ich natürlich ziemlich hinten. Unsere Betreuer haben uns immer wieder unsere Platzierung durchgesagt. In der ersten Runde war ich oben 63er, nach der Bergabstrecke dann nur mehr ca. 105er - die anderen sind nur so an mir so vorbeigeflogen. Ich bin das bergabbrettern ja gar nicht gewöhnt und so tat gleich der rechte Oberschenkel ziemlich weh. Bergauf konnte ich mich dann wieder etwas erholen. Aber die Läufer die ich bergauf überholte, sprinteten bald bergab wieder an mir vorbei. Den jungen Tiroler Dominik Zirler konnte ich auch bergauf immer einholen, aber bergab holte er dann immer so 1,5 bis 2 min. heraus. Wenigsten war der Steirer Jürgen Mock nicht ganz so schnell bergab wie Dominik uns so konnte ich am Schluss wenigsten 4. Österreicher werden mit einer Zeit von 1:06:41 h mit dem 97. Platz. Der Aldranser, immer noch besser werdende, Simon Lechleitner zeigte wieder groß auf - er wurde mit einer Zeit von 1:01:01 h bester Österreicher mit dem 36. Platz, 2. Österreicher wurde der amtierende Staatsmeister Bernd Weberhofer (ein sehr guter Bergabläufer) mit ca. 20 sek. dahinter. In der Nationenwertung belegten wir damit den 12. Platz. Aber richtig aufgegeigt haben die Afrikaner - gewonnen hat einer aus Uganda mit einer 54er Zeit. Der beste Europäer, ein Italiener, war schon als 4. ca. 1,5 min dahinter. Unter den ersten 15 waren ca. 10 Afrikaner. Wie diese nur ca. 1,65 m großen und nur um die 50 kg schweren Afrikaner laufen können, ist schon eine Augenweide. Jetzt waren aber die absoluten Spitzenläufer aus Kenia und Äthiopien gar nicht dabei und trotzdem hat offensichtlich der Machtwechsel im Berglauf stattgefunden. Bin ja gespannt wie es nächstes Jahr in Slowenien wird, wenn wieder ein reiner Bergauflauf ausgetragen wird. Für mich war das Ganze eine interessante Erfahrung und wenn es nur bergauf gegangen wäre, wäre ich sicher heute nicht so weit hinten gelandet. Bleibt blos zu hoffen, dass sich der Muskelkater morgen einigermaßen in Grenzen hält. Ergebnisse gibt's sicher bald unter www.wmrc2009.org.

30.08.09: Finkenberg-Berglauf: Die beiden Berglauf-Urgesteine Helmut Reitmeir (www.berglaufpur.de) aus München und Manfred Rauch aus Finkenberg haben sich zusammengetan und diesen Berglauf von Finkenberg auf die Mittelstation der Finkenberger Penkenbahn organisiert. Die Generalprobe fand heuer schon im Juli statt und es gewann Matthias Scherl mit einer niedrigen 37er Zeit. Helmut Reitmeir bezeichnet ja immer seine organisierten Bergläufe als Europameisterschaften im Extremberglauf. Dies hat aber mit einer offiziellen Europameisterschaft nichts zu tun, da ja bei dieser die einzelnen Nationen ihre besten Läufer hinschicken und andere Läufer dort gar nicht starten dürfen (z. B. heuer beim Schlickeralmlauf im Stubai). Helmut tut aber sehr viel für den Berglauf und man kann für seinen Einsatz nur den Hut ziehen. Da für die 14 besten Herren und 5 besten Damen doch ein beträchtliches Preisgeld ausgeschrieben war, kamen recht viele Topläufer aus den einzelnen Berglauf-nationen angereist. Dieser Lauf ist schon recht steil - man macht trotz einiger Flachstücke auf 5,3 km 875 hm. Nach wie immer eher schwachem Start ging es mir ganz gut und ich matchte mich mit dem Bayern Andi Biberger (auch schon ein Oldi wie ich) bis fast bis zum Ziel. Am Schluss konnte sich Andi etwas absetzen und so wurde er 5. mit 35:54 min. und ich 6. mit 36:02 min. Gewonnen haben zeitgleich der Schweizer Sebastian Epiney (3. der offiziellen Europameisterschaften) und der Pole Andrzej Dlugosz mit 33:39 min., 3. wurde der Slowene Roman Skalsky mit 34:33 min. und 4. Helmut Schmuck mit 35:22 min. Wenn man bedenkt, dass der nächste Österreicher erst an 14. Stelle kam, so kann ich mit meiner Leistung wirklich zufrieden sein. Wieder ein schöner und gut organisierter Berglauf mit netten und interessanten Leuten. Die Ergebnisse gibt's unter www.berglaufpur.de.     Heute, den 31.08.09, rief mich der österreichische Berglaufreferent Ernst Künz an, ob ich bei der Berglaufweltmeisterschaft in Campodolcino (zwischen Chiavenna und Splügenpass) in Italien am 6. September starten will. Für mich natürlich eine große Ehre mit der österreichischen Nationalmannschaft einmal bei so einer Veranstaltung dabei zu sein. Trotzdem habe ich wegen der diesjährigen Streckenführung (drei Runden mit Bergabstrecken - jedes Jahr wechselt man bei der Europa- und Weltmeisterschaft zwischen reinem Berglauf und Bergauf/Bergablauf ab) doch überlegt. Aber weil es auch von Innsbruck nicht allzuweit weg ist, mir wahrscheinlich die Gelgenheit nicht mehr oft geboten wird und meine Familie ohnehin übers Wochenende in Wien eingeladen ist, habe ich doch gerne zugesagt.

16.08.09: Kühtaier Bergkaiser. Dieses Rennen von Innsbruck neutralisiert bis Kematen und dann die weiteren ca. 21 km und 1450 hm hinauf ins Kühtai (die Zeit zählt jedoch schon ab Innsbruck), organisiert von Frank Rietzler, hat echt das schöne Wetter gepachtet. Heute gab es ja leider keine Lizenzklasse (vielleicht aus Mangel an Sponsoren?). Ich habe ja nur eine Rennrad-Amateur-Lizenz und so habe ich vom ÖRV nichts zu befürchten hier mitzufahren. Die Rennrad-Elitefahrer haben ja kürzlich schon Probleme mit dem ÖRV bekommen, da sie bei Nichtlizenzrennen teilnahmen. Bei diesem Wetter auf meiner Lieblings-Rennradtrainingsstrecke rennmäßig hinaufzufahren ist wirklich ein Erlebnis. Die neutralisierte Anfahrt bis Kematen war wieder wegen der ständigen Drängelei ziemlich stressig. Lt. Veranstalter kann das Vorausfahrzeug nicht schneller fahren, da dann schon die hintersten Fahrer abreissen lassen müssten. Nach Kematen machte dann Paul Lindner erwartungsgemäß richtig Dampf und so bildete sich schon vor Sellrain eine ca. 25 Mann starke Spitzengruppe. Ab Gries gings dann richtig zur Sache - genauso wie letztes Jahr schaffte ich es wieder nicht ganz mit den Allerschnellsten mitzufahren. Für diese ca. 170 steilen Höhenmeter fehlt mir leider etwas die Spritzigkeit. Etwas voraus waren Obwaller, der junge Südtiroler Michael Tumler, der Slowene Cvet und ein weiterer Südtiroler mit Hubert Pollinger. Ich war mit Erich Schafferer, Peter Nimmrichter und 2 Deutschen an 5. Stelle. Ich wollte eigentlich wieder zur Spitze hinfahren, aber leider musste ich so gut wie alles im Wind fahren. Von unserer Gruppe war ich bergauf der Stärkste und bei den Flachstücken, mussten sich die anderen dann wieder etwas erholen. In St. Siegmund holten wir Pollinger ein und kurz vor den Galerien konnte dann nur mehr Erich hinter mir bleiben. Vorne konnte Cvet das Tempo von Obwaller und Tumler nicht ganz mitgehen und riss ab. Nach den Galerien war dann natürlich ziemlich starker Gegenwind und ich machte mich ganz klein und kämpfte mich mit Erich am Hinterrad bis ins Ziel. Gott sei Dank kam von hinten an uns keiner mehr heran uns so belegten wir mit einer Zeit von 1:32:24 h die Plätze 4 und 5. Gewonnen hat HPO mit 1:30:47 h eine knappe Sekunde vor Michael Tumler - hat sich also etwa der junge Tumler von HPO übersprinten lassen? Die weiteren Tiroler waren, der wieder ins Renngeschehen eingreifende, Christoph Schlögl als 10., (der gestrige Sieger Lorenz Lidicky wurde heute "nur" 11.), Bernhard Laimgruber wurde 12., Peter Nimmrichter 13., Christian Ragg 14. und Christoph Kluge 17. Hier die Ergebnisliste. Meine Frau Rikki fuhr heute ihr erstes richtiges Radrennen und war eine von insgesamt 11 Frauen (und davon nur 2 Österreicherinnen) die sich auf die Strecke gewagt haben. Sie wurde mit einer Zeit von 2:06 h 5. in der stärksten Klasse.                Habe erst heute mitbekommen, dass sich Bernhard Laimgruber über meinen Eintrag zur ÖM im Montafon bezüglich der Feststellung, dass von den ersten 7 nur Laimi als 5. nicht getestet wurde, sehr geärgert hat. Ich habe mir dabei nichts gedacht, aber es ist vielleicht wirklich von mir etwas blöd formuliert worden. Ich schätze Laimi wirklich sehr als fairen Sportsmann und habe mit ihm bereits geredet und möchte mich auch hiermit nochmals entschuldigen. Es ist ja wirklich schlimm, dass heutzutage die besseren Fahrer oft von den unterlegenen Fahrern mit Doping in Verbindung gebracht werden.              Nach der Siegerehrung war es dann für uns alle ein richtiger Schock als Alex Draxl sagte, dass sein Rad gestohlen wurde. Ich kann mit meinem Freund Alex richtig mitfühlen und hoffe, dass das Rad vielleicht doch wieder auftaucht. Falls nicht, vielleicht würdest du von uns eine kleine finanzielle Unterstützung annehmen. Schon allein deine sehr gute Arbeit mit deiner Super-Radlnews-Seite hätte das verdient.      Alex hat sich leider geweigert eine finanzielle Unterstützung anzunehmen.

15.08.09: Hahnenkamm-MTB-Rennen. Das Hahnenkammrennen ist einfach ein Klassiker und jedes Jahr wieder mit ein Höhepunkt der Rennsaison. Heute waren wieder alle große Namen der Bergradsportszene in Österreich und teilweise Bayern und Südtirol dabei. Es ist zwar immer etwas von der Tagesverfassung abhängig, aber bei diesem Rennen kann jeder sehen, wo er momentan wirklich steht. Ich fuhr heute mit offener Bremse und gleich ging es viel leichter als letzte Woche am Kitzbüheler Horn. Startete wie immer etwas bedächtiger, aber bald fand ich meinen Tritt. Ab der Streckenmitte kämpfte ich mich dann schon an bekanntere Namen wie Bergmann Bernd, Stadler Stefan, Köck Christoph, Verbnjak Heinz und Lainer Hans vorbei. Ca. 1,5 km vor dem Ziel überholte ich auch noch den Südtiroler Wolfgang Niederegger, der momentan nicht in Bestform fährt und dann sogar am Ende des vorletzten Steilstückes den Meister selbst, Andi Ortner, der ebenfalls momentan nicht die Form der letzten Jahre hat. So reichte es bei mir zum 5. Platz mit persönlicher Bestzeit von 36:20 min. Gewonnen hat ein gewaltig starker Lorenz Lidicky aus Unken mit ca. 34:36 min. vor dem Bayern Roman Angerer mit ca. 35:00 min., den ich ebenfalls noch nie so stark erlebt habe. Dritter wurde Hans-Peter Obwaller mit ca. 35:35 min. und vierter der Deutsche Stefan Schaufuß mit ca. 35:55 min. War wieder ein hartes Rennen und ich bin gerade drauf gekommen, dass ich heuer bei den MTB-Rennen immer schnellster Tiroler war. Oben haben wir alle den Hochsommertag genossen und natürlich wieder viel fachgesimpelt. Mit den Lizenzklassen haben die Veranstalter wieder einiges durcheinander gebracht - inzwischen gibt's eine richtige Ergebnisliste unter www.kitzsport.at/uploads/media/Ergebnisliste_MTB2009_01.pdf.

08.08.09: Kitzbüheler Horn: Habe lange nicht gewußt, soll ich das Hornrennen machen oder im Sellrain mitfahren. Weil die Kinder unbedingt Gondelfahren wollten, sind Rikki, ihre Mama und unsere beiden Kinder nach Kitzbühel gefahren. Da ja Rikki inzwischen auch der Rennehrgeiz gepackt hat, habe ich ihr ein neues Mountainbike zusammengebaut. 8,15 kg trotz der schweren XT-Laufräder ist gar nicht so schlecht. Heute noch restliche Schaltungseinstellungen gemacht und Slicks drauf und ab gings nach Kitzbühel. Dort wurden dann die Startunterlagen geholt, die Kinder und Schwiegermutter zur Seilbahn gebracht und Rikki und ich sind noch gerade rechtzeitig zum Start. Es geht ja neutralisiert zur Hornstraße und dann noch ca. 60 hm hinauf zum fliegenden Start. Schon vor der Startfreigabe in der ersten Steigung merkte ich wie schwer es heute ging. Normal kann ich mich ja die ersten 1 bis 2 km bis fast nach vorne durcharbeiten, aber heute kam ich irgendwie gar nicht vom Fleck. Die Leute, an denen ich normal recht locker vorbeifahre, konnte ich nur äußerst mühsam überholen. Was ist los, hat sich der leichte Schnupfen den ich mir vor ein paar Tagen geholt hatte so stark auf meine Leistung ausgewirkt oder hat das Parfüm meiner Schwiegermutter während der Autofahrt mich etwa lahm gelegt - nein, Blödsinn das kann nicht sein. Auch die Hitze kann es nicht sein, da ich es ja mag wenn es heiß ist. Auf jeden Fall erreichte ich dann doch mit einer Zeit von 36:32 min., also fast 5 min. langsamer als letztes Jahr (31:42 min.), irgendwie das Ziel als ungefähr 25. So schwach wie heute bin ich wirklich noch nie gefahren - die letzten Rennen und im Training noch in Topform und heute so etwas - ich verstand die Welt nicht mehr. Rikki (fährt inzwischen auch für den RC Bike Point) fuhr wieder richtig gut und erreichte genau 14 min. nach mir in 50:27 min. das Ziel als 4. Frau gesamt und 2. in ihrer Klasse. Das hellte meine Stimmung wieder etwas auf. Dann nahm ich wieder mein Rad zur Hand und merkte, dass es schwer zu schieben geht und sah, dass eine Bremse voll an der Felge schliff. Nein, das gibt's nicht - sollte ich lachen oder weinen. Ist mir als alten Radbastler und Rennroutineé so etwas passiert und hab es nicht einmal gemerkt. Sicher im ganzen Renntumult und duch das eigene Atmen ist es ja beim Rennen nicht besonders leise. Eigentlich kann es ja nur das gewesen sein, weil ich ja von mir einen solchen Leistungsabfall sonst nicht kenne. Ab jetzt werden die Bremsen vor jedem Rennen genau untersucht und ich hoffe dass es das nächste mal wieder besser geht, sonst kann ich meine Räder an den Nagel hängen. Die Ergebnisse gibt's unter: www.tiroler-radsport.com/Ergebnislisten/KitzbuehelerHorn09.html.pdf.  

02.08.09: Harakiri Berglauf in Mayrhofen: Eigentlich zählt ja immer der Schlickeralmlauf zu den 6 Weltcupläufen (WMRA Grand-Prix) in jedem Jahr. Da jedoch heuer dort die Europameisterschaften stattfanden, wurde gleich dieser neue Berglauf, organisiert von Andreas Tomaselli und seinem Leistungszentrum Tirol, gleich mit Weltcupstatus versehen. Die Route führt zuerst ca. 3,5 km durch Mayrhofen, dann geht es sehr abwechslungsreich zur Bergstation der Penkenbahn. Auf 10,4 km Laufstrecke werden 1170 hm überwunden. Ich finde ein schöner Berglauf, nur die Flachstrecke unten könnte wirklich etwas eingekürzt werden. Ich bin ja eigentlich momentan gar nicht aufs Laufen eingestellt, aber wenn es steil bergauf geht, ist Radfahren und Berggehen auch kein schlechtes Training und so bin ich doch kurzentschlossen ins Zillertal gefahren. Bei den flachen Kilometern am Beginn habe ich mich aber schon sehr schwer getan und ich hab zur Spitze sicher schon 1,5 min. eingebüßt, doch bergauf lief es ganz gut. Gewonnen hat standesgemäß Jonathan Wyatt mit 53:37 min. vor Robert Krubicka und Ricky Gates. Die Überraschung des Tages lieferte jedoch der 30-jährige Aldranser Simon Lechleitner ab, er wurde bei seinem ersten internationalen Berglauf mit 56:17 min. gleich 4. Ist wirklich gewaltig, wie er sich gesteigert hat - in Österreich wird er mit dieser Form m. E. der Stärkste sein und international werden jetzt auch schon die Gegner zittern, wenn er am Start steht. 5. wurde ein Slowene und dann kamen 5 Österreicher hintereinander: 6. Alois Redl mit 57:55, 7. Helmut Schmuck mit 58:01, 8. Markus Kröll mit 59:02, 9. Thomas Heigl mit 59:57 und schließlich ich als 10. mit 60:12 min. Damit konnte ich einige eingeladene Bergläufer hinter mir lassen (unter anderem auch Roman Skalsky) und diese Platzierung ist für ein Weltcuprennen doch gar nicht so schlecht. Die Ergebnisse gibt's unter: www.mayrhofen-harakiri.com

31.07.09: Pfarrachalmrennen: Im Rahmen des Stubaier Bikemarathons organisiert Günter Guglberger und sein Team sozusagen als Auftakt das Pfarrachalmrennen von Telfes auf 987 m bis zur Alm auf 1740 m mit ca. 6,8 km Steckenlänge. Die letzten 3 Jahre ging es von ganz unten von der Ruetz (Gasthof Kirchbrücke) weg. Wegen Problemen mit den Anrainern machte Günter das Rennen heute wieder von Telfes aus. Jedoch nicht wie ganz früher neutralisiert bis zum Gatter (Beginn Schotterweg), sondern heute direkt von den Schienen der Stubsi. Wegen dem sonntags anstehenden Bikemarathon waren heute MTB-Größen wie Obwaller, Verbnjak und Binder am Start und ich rechnete mir bestenfalls den 3. Platz aus. Es wurde natürlich gleich losgelegt wie die Feuerwehr und es hat bei mir wieder mal ca. 1,5 km gedauert bis ich mich an die 4. Stelle ein Stück hinter Obwaller, Verbnjak und Binder vorgekämpft habe. Bald darauf verschäfte Obwaller das Tempo, Heinz Verbnjak ging ein Stück mit, mußte aber dann abreißen lassen. Ca. 5 min. später konnte ich Heinz vor dem Flachstück überholen. Binder fuhr da ca. 15 sek. vor mir und Obwaller war außer Sichtweite. Nach dem Flachstück sind es noch 360 hm und endlich ca. 1,1 km vor dem Ziel konnte ich Binder langsam überholen. Plötzlich sah ich Obwaller wieder und der Abstand war gar nicht mehr so groß. Ich kam auch immer näher zu ihm hin, aber ganz gereicht hat es jedoch nicht. Obwaller fuhr mit 29:40 min. ins Ziel und ich mit 29:49 min., 3. Binder 30:13 min., 4. Verbjnak 31:37 min., 5. das erst 19-jährige Talent Marco Lengauer, 6. Peter Nimmrichter mit 32:02 min. und 7. Stadler. Heute bin ich bei einem meiner Lieblingsrennen wieder sehr stark gefahren und glaube, dass ich HPO ganz schön ins Schwitzen gebracht habe. Schade, dass das Rennen nicht wie die letzten Jahre von ganz unten weg gegangen ist - HPO hat auch gemeint, wenn das Rennen 500 m länger gewesen wäre, dann.... Stolz bin ich schon, dass ich die knapp über 750 hm, trotz des ca. 600 m langen Flachstückes unter 30 min. geschafft habe. Was mir außerdem immer sehr gefällt ist, dass der Präsident der Uni Innsbruck Karl-Heinz Töchterle als Stubaier auch immer dieses Rennen bestreitet. Ergebnisse unter: www.tiroler-radsport.com/Ergebnislisten/pfarrach09.pdf

26.07.09: Österreichische Meisterschaft im MTB-Hillclimb im Montafon. Ich als doch schon älterer Knabe löse ja immer noch eine MTB-Elite-Lizenz, weil ich in meiner Spezialdisziplin dem MTB-Hillclimb noch ganz gut mithalten kann (je steiler desto besser). Doch wegen der angekündigten starken Besetzung, der doch 2 stündigen Anreise zum Rennen, dem Rennen vom Vortag und natürlich wegen der Familie wollte ich eigentlich nicht mitmachen. Erst nach Motivation durch Alex und Christoph, dass ich Chancen auf den 3. Platz hätte, bin ich dann Sonntag früh doch hingefahren. Ich kannte die Strecke nicht, aber nach dem Höhenprofil macht man am Schluss auf 1,8 km 320 hm mit Rampen bis ca. 30% (insgesamt 12 km und 1250 hm). Ist dass im Schotter überhaupt noch fahrbahr und wie ist der Weg beeinander? Die ca. 30 Lizenzfahrer starteten zuerst und ich fuhr ganz hinten. Nach ca. 1,5 km gröberem Schotter kam man auf Asphalt. Ich hatte vom gestrigen Rennen ziemlich schwere Haxen, kam aber beim Asphalt langsam auf Touren. Nach ca. 15 min. lag ich an 7. Stelle hinter Obwaller, Metzler, Laimgruber, Stadler, Federspiel und Kircher. Mitfavorit Traxl habe ich da schon überholt und Obwaller war für mich schon außer Sichtweite. Der Aspahlt zog sich dann aber mit ca. 5 km sehr lang hin und im oberen flacheren Teil waren dann Laimgruber und Metzler auch schon so ca. 40 sek. weg. Dann kam aber das Finale "die Wand". Als ich die Rampe sah war sie schon etwas respekteinflößend, aber irgendwie freute ich mich auch darauf. So stark wie dort bin ich dann wahrscheinlich noch nie gefahren. Der Weg stellte sich als gut heraus und mit meiner 2-fach Kubel in der leichtesten Übersetzung von 29/32 kam ich gerade noch durch (steiler hätte es aber nicht mehr sein dürfen). So konnte ich nacheinander Federspiel, Stadler, Kircher und Laimgruber überholen. Lag ich jetzt echt an 3. Stelle oder ist außer Obwaller und Metzler sonst noch wer vorne - wegen meinem langsamen Start wußte ich das nicht genau. Im Ziel erfuhr ich gleich, dass ich 3. wurde. Ich freute mich riesig - habe heute tatsächlich zum 2. mal nach 2007 die Bronzemedaillie im Hillclimb bei der ÖM geholt. Obwaller unterbot seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahre 2003 (ebenfalls ÖM) mit einer Zeit von 48:17 min. um 1:20 min., Metzler 49:11 min. und ich 49:40 min.  Die Ergebnisse gibt's unter http://montafon-m3.at99.at (Link: Montafoner Hillclimb). Interessant waren dann die Dopingkontrollen. Getestet wurden die ersten 4 sowie der 6. und 7. Selbst ca. 1 Stunde nach dem Rennen war es gar nicht so einfach 100 ml Urin abzulassen. Bei mir war nach 90 ml Schluss und so ich musste nochmals 20 min. warten. Man muss dann die A und B-Probe selbst abfüllen, genau die Nummern vergleichen und alles selbst verpacken - alles natürlich unter strenger Aufsicht. Dieses ganze Prozedere füllte dann genau die Zeit bis zur Siegerehrung aus. Daheim machte ich dann spontan eine kleine Grillfeier mit meinen Radsportkumpels, wo natürlich nochmals alles aufgearbeitet wurde und so war es ein herrlicher Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.

25.07.09: Hinterhornalm-Challenge: Wie immer ein Höhepunkt der Radrennsaison. Heuer wollte ich noch einmal einen Angriff auf meine Bestzeit starten und bin deshalb in den letzten Wochen fleißig radgefahren. Fürs Rennen habe ich mir fest vorgenommen bei den steileren Abschnitten aus den Sattel zu gehen um somit die Oberschenkel zu entlasten. Nach den letzten heißen Tagen war es heute am Renntag leider ziemlich frisch - der Umschwung schlägt sich nach meinen Erfahrungen bei mir in einer schwächeren Zeit nieder. Der Start war heute von der Gnadenwaldstraße neutralisiert, was wesentlich stressfreier war. Bin wie immer eher langsam weggekommen. Nach einem Kilometer war ich dann an 4. Stelle hinter Bernhard Laimgruber (ca. 30 sek. vor mir), dem Deutschen Wolfgang Hofmann und Thomas Juen. Tom konnte ich vor dem Flachstück und Wolfgang vor der letzten Kehre überholen. Ich merkte plötzlich, dass ich sogar noch an Laimi hinfahren kann. Ich kam immer näher, doch leider kam ich am Ziel nur mehr auf ca. 10 m an ihn heran. Die Hinterhornauffahrt hätte noch ca. 200 m länger sein müssen. Leider bin auch nicht aus dem Sattel gegangen. Bin somit mit einer Zeit von 23:25 min. wie letztes Jahr 2. auf die Hinterhorn geworden, genau 5,5 sek. hinter Laimi. Bin zwar um 10 sek. neue persönliche Bestzeit gefahren, aber das Hinterhornrennen zu gewinnen wäre natürlich schon etwas anderes gewesen. Meine Enttäuschung habe ich aber ein paar Minuten später vergessen, als meine Frau Rikki ins Ziel schoss. Sie gewann mit einer super Zeit von 35:20 min. gleich die Hobby-Damenwertung. Dass sie als Gelegenheitsradlerin (fuhr heute zum ersten mal mit Klickpedale und übte gestern fleißig das ein und ausklicken) so schnell dort oben ist, hätte ich nicht gedacht. Jetzt glaube ich, hat meine Rikki das Rennfieber gepackt und wahrscheinlich werde ich in Zukunft bei den Kindern bleiben, während sie zu den Rennen fährt.

19.07.09: Tiroler Berglaufmeisterschaft in Itter auf die Kraftalm: Wegen dem gestrigen Schneefall bis auf ca. 1700 m hinab, rief ich heute Konni Gatt an, ob mein Lieblings-MTB-Rennen auf die Tulfeinalm durchführbar ist - nein, 20 cm Schnee auf der Alm auf 2030 m. Sehr schade für mich - habe nämlich in den letzten 3 Wochen recht viele Höhenmeter mit dem Rad gemacht und fühle mich dabei echt gut. Die kurze Ausweichstrecke auf den Funkturm wollte ich aber auch nicht fahren und so bin ich doch zum Berglauf nach Itter, um meinen Tiroler Meister im Berglauf zu verteidigen, obwohl ich ja weiß, dass dieser Berglauf (die erste Hälfte eigentlich Geländelauf) mir überhaupt nicht liegt. Die Favoriten waren für mich eindeutig Simon Lechleitner und Matthias Scherl - und so war es dann auch. Simon setzte sich bald an die Spitze und war dann, wo es endlich bergauf ging außer Sichtweite. Gott sei Dank konnte ich ein Stück nach der langen Bergabstrecke ca. 2 km vor dem Ziel noch Dietmar Rudiger überholen und so langte es noch zum 3. Platz mit einer Zeit von 39:05 min. Tiroler Meister wurde Simon Lechleitner mit einer Bombenzeit von 36:16 min. und 2. Matthias Scherl mit 38:22 min. So stark habe ich Simon noch nicht erlebt, er hat uns heute ganz schön abgehängt. Bin zwar in den letzten 3 Wochen so gut wie gar nicht gelaufen, aber wie ich mich kenne, wäre ich selbst mit Lauftraining wohl nur wenig schneller gewesen. Hinterher betrachtet, hätte ich vielleicht doch lieber das Radrennen machen sollen. Aber auf der anderen Seite habe ich jetzt seit 2004 zum 6. mal bei der Tiroler Berglaufmeisterschaft mitgemacht und dabei in der Gesamtwertung Gold, Silber und Bronze jeweils 2 mal geholt.

11.07.09: Stiglreith-Trophy: Der neu gegründete Radclub Oberperfuss hat dieses Radrennen von der Ortsmitte von Oberperfuss (812 m) bis nach Stiglreith (1363 m) heuer ins Leben gerufen. Für die erste Austragung waren beim Herrenbewerb, das als Einzelzeitfahren über 6,1 km und 550 hm ausgetragen wurde, immerhin 50 Starter dabei. Die Strecke ist gut, da immer kleinere flachere Passagen dabei sind. Ich finde aber einen Massenstart besser, da man ja gleich weiß wie schnell die anderen sind und außerdem wäre es für den Veranstalter weniger Aufwand. Mir ging es ganz gut - habe mir die Kraft eigentlich gut eingeteilt und kämpfte mich mit 21:39 min. nach oben. Die Oberperfer sind ja sehr sportbegeistert und so waren recht viele Leute auf der Strecke. Oben erfuhr ich dann, dass ich die schnellste Zeit gefahren bin, zweiter wurde der Lokalmatador Christian Ragg mit 22:08 min. und dritter Christoph Kluge mit 22:41 min. Nächstes Jahr werden sicher noch mehr Rennfahrer dabei sein, dann wird sich zeigen was unsere Zeiten Wert sind - aber ich glaube, sie sind gar nicht so schlecht. Die Siegerehrung in Oberperfuss war dann auch schön gemacht und so war es für alle ein schöner Renntag.                         Weil mich einige Leute gefragt haben, ob ich bei der Berglauf-EM im Stubai am 12.07.09 starte, möcht an dieser Stelle zu diesem Thema folgendes sagen: Die Qualifakation für die Berglauf-EM war in Österreich die nationale Meisterschaft am 07.06.09 in Kitzbühel. Es wurde offiziell festgelegt, dass dort die ersten 4 bei der EM starten dürfen. Ich wurde 7., also hat es für mich nicht gereicht. Kröll wurde, aus welchen Gründen auch immer, 29. und hat sich somit auch nicht qualifiziert. Vielleicht hätte der ÖLV ein anderes Auswahlverfahren festlegen müssen, aber die ersten 4 haben bei der Quali eine hervorragende Leistung abgeliefert und der ÖLV kann nicht hinterher einen wieder ausladen. Wenn Markus Kröll, wie bei den letzten beiden Läufen, nur knapp vor mir ins Ziel läuft, dann wäre er wahrscheinlich auch bei der EM nicht vorne dabei. Ich habe nichts gegen Markus, aber ich finde es nicht objektiv, dass es in der TT immer so steht, als ob in Österreich nur Markus Kröll berglaufen kann.  

05.07.09: Wattener Bergrennen: Endlich hat es heuer geklappt, dass ich da mitfahren konnte. Die Strecke ist für mich grad richtig - 6 km und 720 hm (in der Ausschreibung nicht richtig angegeben). Frank Rietzler organsiert dieses Rennen ganz locker, genau so wie ichs mag - ohne Preisgeld, wenig Startgeld und oben auf der Krepperhütte richtig gemütlich. Bei der Startaufstellung sah ich dann den Südtiroler Wolfgang Niederegger und da wußte ich gleich, dass für mich höchstens der 2. Platz drin ist. Wolfgang fuhr ja letztes Jahr schon sehr stark - er hat sogar schon einen Ortnerrekord geknackt. Letzte Woche bei der Schönjochtrophy ist ihm die Kette rausgesprungen - trotzdem schaffte er noch den 2. Platz mit einer niedrigen 58er Zeit. Ich startete wieder etwas bedächtiger aber bald lief es ganz gut und nach ca. 2 km konnte ich zum 2. Platz vorfahren. Wolfgang war schon ein Stück voraus und so blieb es dann auch. Wolfgang gewann in 25:31 min. (Streckenrekord von Ortner 25:06 min.), ich schaffte es in 26:09 min. 3. wurde ein Berliner der nach eigener Aussage extra zu diesem Rennen angereist ist mit 26.37 min. 4. wurde mit Reuel Martin in 27:20 wieder ein Deutscher. Danach kamen dann ziemlich dicht hintereinander Jörg Randl, Kluge Christoph, Bernhard Haller und Peter Nimmrichter. Die Ergebnisliste gibt's sicher bald unter www.radsportevents.com

28.06.09: Mountainrun Seefeld von Seefeld auf die Seefelder Spitze: Hätte gestern das recht kräfteraubende Rennen doch auslassen sollen (wäre aber wegen dem Familienerlebnis schade gewesen) - dann wäre heute Markus Kröll vielleicht zu packen gewesen. Muss auch langsam einsehen, dass Radfahren und Laufen gleichzeitig nicht mehr geht, um bei beiden ganz vorne dabei zu sein. Bei einem meiner Lieblingsbergläufe, super organisiert von Martin Mausser, ließ ich es am Anfang nach dem gestrigen Rennen eher ruhiger angehen. Markus Kröll und Martin Mausser liefen bald vorne weg, danach folgten Matthias Scherl und zwei Deutsche. Die beiden Deutschen konnte ich nach der Hälfte überholen, die anderen drei waren aber doch schon zu weit weg. Ich konnte zwar noch etwas aufholen, aber letztendlich liefen wir folgendermaßen ins Ziel: Markus 47:18, Matthias 47:38, Martin ca. 48:00 und ich 48:15 min. Heute musste ich mich von einem immer stärker werdenden Martin Mausser zum ersten mal geschlagen geben. Aber wenn ich überlege, dass ich vor zwei Jahren bei diesem Lauf eine 46er Zeit lief und letztes Jahr eine 47:34er Zeit, dann glaube ich schon, dass ich ohne dem gestrigen Radrennen weiter vorne gelegen wäre. Aber man kann nicht alles haben. Soll ich jetzt in Zukunft hauptsächlich Radfahren oder Berglaufen oder soll's ich im Sommer ganz lassen und im Winter nur ein paar Skitourenaufstiegsrennen machen? Aber mir ist schon klar, wenn ich keine anderen Probleme habe, dann geht es mir gut. Die Familie war heute auch wieder dabei und sie hatte einen schönen Tag. Bei 20,- Euro Startgeld bietet Martin die Bahnfahrt für Läufer und Begleitung und beim Essen im Selbstbedienungsrestaurant hat man freie Auswahl. Übrigens gingen unsere beiden Kinder heute auch auf die Seefelder Spitze - ihren erster Karwendelberg.

27.06.09: Axamer Lizum Bergrennen: Seit 2003 habe ich nun bei diesem Rennen als Läufer teilgenommen und jedes Jahr sogar gewinnen können. Bei der Radstrecke hatte ich immer das Gefühl, dass sie zu flach für mich sei. Bin sie heuer im Training zum ersten mal abgefahren und habe sie dabei gar nicht als so flach empfunden. Darum wollte ich es einmal als Radfahrer probieren. Außerdem wollte ich mich nach den vielen Bergläufen wieder mit den Radfahrern messen. Heute früh fragte ich meine Frau Rikki ob wir im Team starten sollen - und sie war spontan bereit zu laufen, da ja die Mixedteams auch honoriert werden. Nach rd. 1,5 km übernahm ich die Führung und hoffte, dass ich mich allmählich absetzen könnte. Aber die Lizumstraße ist halt doch etwas flacher (Fahrgeschwindigkeit zwischen 15 und 19 km/h bei einer Durchschnittssteigung von ca. 7,5%). als meine Lieblingsbergrennen. Stefan Kandler der bisher immer hinter mir fuhr, überholte mich beim Adelshof ca. 2,5 km vorm Ziel und konnte sich auch langsam absetzen. Bei der langen Geraden ging es mir dann nicht mehr besonders. Oben am Parkplatz hatte ich noch so ca. 10 sek. Vorsprung vor Christian Ragg, einem Südtiroler und einem Deutschen. Bei der steilen Schlusssteigung schaltete ich dann wieder auf die kleine Scheibe und kam dann nicht mehr recht vom Fleck. Christian und die anderen beiden wuchteten hier mit Schwung die große Scheibe bis ins Ziel durch und überholten mich noch. So wurde ich 5. mit einer Zeit von 29:14 min. Gewonnen hat ein bärenstarker Stefan Kandler mit 28:56 min, nur 6 sek. über dem Streckenrekord. Meine Frau, die ja eigentlich nie laufen geht und zum Ausgleich nur eher kleinere Bergtouren macht, brauchte sich nicht so anstrengen wie ich. Es waren nur 2 weitere eher schwächere Läuferinnen am Start und sie konnte die Führende kurz vorm Ziel noch überholen. So hat meine Rikki den Frauensieg und den Teamsieg im Mixedbewerb gerettet. Wir haben mal wieder gesehen, dass die spontanen Aktionen oftmals die schönsten sind und werden das Rennen sicher nicht so schnell wieder vergessen. Ergebnisse bald unter: http://members.aon.at/radclub-axams.  

21.06.09: Kolmhaus Teamclimb: Das Brandberger Kolmhaus liegt in herrlicher Lage oberhalb von Brandberg im Zillergrund auf 1845 m Seehöhe. Die Familie Leo bewirtschaftet diese Hütte sein 2006 und veranstaltet seit diesem Jahr einen Berglauf von Brandberg bis zur Hütte mit rd. 760 hm. Der Berglauf geht rd. 2,5 km auf Asphalt und anschließend sehr steil auf Schlepper- und Bergwegen bis zur Hütte. Da letztes Jahr nur rd. 40 Läufer teilgenommen haben, hat sich die Familie Leo Gedanken über die Zukunft des Laufes gemacht. Daraufhin hat sich Stefan Widauer bereit erklärt einen Teamclimb aufs Kolmhaus zu organisieren. Die Berglaufstrecke blieb gleich und die Radfahrer fahren auf der erst 3 Jahren alten Schotterstraße bis 80 hm vor die Hütte und tragen dann noch das Fahrrad hinauf. Durch das ausgeschriebene Preisgeld waren sehr gute Läufer und Biker auch aus Bayern und Südtirol dabei und es sind ca. 40 Teams zustande gekommen. Stefan Widauer und sein Team haben alles perfekt organisiert. Nach seiner Zahngeschichte war heute auch Markus Kröll am Start. Das Asphaltstück liefen Markus, Matthias Scherl, Martin Mausser, Stefan Widauer und ich zusammen. Danach konnte sich Markus ganz langsam absetzen. Matthias, der ja nicht nur in der Ebene, sondern jetzt auch am Berg immer stärker wird und ich folgten mit Respektabstand. 100 hm vorm Ziel holte uns jedoch der "Steilwegspezialist" Syme Andrew ein. Schlussendlich liefen wir dann folgendermaßen durchs Ziel: Markus 31:28 min., Andrew 31:47 min., ich 31:50 min., Matthias 32:11 min., Martin Mausser 32:44 und Stefan Widauer 33:13 min. Bei den Radfahrern gewann Andi Traxl vor Roland Osele aus Meran, Christoph Köck aus Lenggris, Thomas Juen und Roland Striemitzer. Im Team gewannen Kröll/Traxl vor Obendorfer/Striemitzer und Syme/Biberger. Schon gewaltig, wie sich mein Teampartner Roli Striemitzer heute geschlagen hat. Das Kraftpaket mit 82 kg ist nicht nur ein sehr guter Bergsteiger, sondern hat heute auch einige bekannte Namen der Tiroler Radsportszene hinter sich gelassen. Tom Juen ist ja seit gestern erfreulicherweise bei uns bei Bike Point dabei und hat als 4. das Spitzentrio ganz gehörig unter Druck gesetzt. Die beiden drücken ja nicht nur bei den Rennen und auf ihren Bergtouren aufs Tempo, sondern sind auch sonst keine Kinder von Traurigkeit und mir gefällt es sehr, dass wir jetzt gemeinsam in Roli Gamsjägers Bike Point Team fahren. Die Ergebnisse gibts sicher bald unter http://teamclimb.at

14.06.09: Halltalexpress - am Tag wann der Express stattfindet ist es mit der wilden Romantik des Halltales vorbei, aber das ist auch gut so. Bei keinem anderen Rennen gibt es so viele Zuschauer - man kann vielleicht sogar von leichtem Tour de France-Flair sprechen. Die Wildthings haben das Rennen wie immer perfekt organisiert und heute hatten sie auch Glück mit dem Wetter. Habe mal wieder nicht gewußt, soll ich Laufen oder Radfahren. Ich bin ja bei der Premiere 2003 gleich eine gute Zeit mit 29:04 min. gelaufen und die nächsten Jahre immer als Radfahrer gestartet (meine Bestzeit als Radfahrer 2006 mit 26:40 min). Erst 2007 hat Alex Rieder meine Laufzeit auf 28:34 min. unterboten. Heuer wollte ich mir den Rekord zurückholen, darum rief ich Bernhard Haller an, der eh einen Läufer suchte und wir bildeten ein reines Bike-Point-Team. Konnte gleich zu Anfang mit Martin Mausser und Stefan Widauer mithalten und mich dann bei der Bettelwurfeck-Steigung langsam absetzen. Das Rennen war mal wieder ganz schön hart - in der Hitze möglichst schnell auf dieser steilen Asphaltstraße hinauf zu laufen ist kein Vergnügen. Im oberen Schotterstück merkte ich, dass es mit dem Rekord knapp werden würde und so war es dann auch - ich stoppte bei 28:35 min. Bernhard fuhr sehr stark, wurde hinter Bernhard Laimgruber und Thomas Juen mit 27:41 min. dritter und so gewannen wir im Team recht eindeutig. Meine gestoppte Zeit (habe am Start eigentlich etwas zu früh gedrückt) stimmte leider genau mit der offiziell gestoppten überein. Der Veranstalter meinte dann auch, dass das Ziel auch nicht jedes Jahr exakt gleich aufgebaut wird und die Zehntelsekunden nicht gestoppt bzw. aufgeschrieben werden und deshalb die beiden Zeiten eigentlich gleich zu bewerten seien. Naja, hinterher denkt man immer, dass noch ein paar Sekunden drin gewesen wären - aber schneller ging es halt dann anscheinend doch nicht mehr.        15.06.09: Heute morgen eine freudige Überraschung, da ich in der Ergebnisliste jetzt doch mit 28:34 min geführt werde. Danke, da hab ich nochmal Glück gehabt - jetzt kann ich mich nächstes Jahr beim Halltalexpress wieder aufs Radfahren konzentrieren.

07.06.09: Österreichische Berglaufmeisterschaften in Kitzbühel. Ursprünglich sollten ja diese aufs Kitzbüheler Horn auf der Asphaltstraße hinaufgehen. Doch dann wurde Puckl Franz überzeugt, dass dafür eine alpinere Strecke geeigneter wäre. So wurde umdisponiert und auf der gegenüberliegenden Seite auf den Hahnenkamm (teilweise auf der Streifabfahrt mit Mausefalle) hinauf gelaufen. Auf dieser sehr abwechslungsreichen Strecke fand 1998 schon einmal ein Berglauf statt und auf 10,3 km sind ca. 1020 hm zurückzulegen. Dieser Lauf kommt nicht dem reinen Bergläufer sondern eher dem Allrounder entgegen - fast die halbe Strecke ist nämlich nur leicht ansteigend. Martin Mausser vom SC Seefeld hat eine recht schlagkräfte tiroler Vereinsmannschaft mit ihm selbst, Martin Bader, Stefan Widauer und mir zusammengestellt, wobei für die Mannschaftwertung die schnellsten drei gewertet werden. Ich habe mich nach meiner langen Radtour am vergangen Sonntag recht gut auf das Rennen vorbereitet und konnte am Anfang fast mit den Schnellsten mithalten. Bei den flachen Passagen im Mittelteil liefen die beiden jungen Spitzen-Marathonläufer Hohenwarter (unter 2:20 h) und Weberhofer dann doch bald außer Sichtweite und das Feld zog sich beträchtlich auseinander. Kurz vor mir liefen eigenlich immer Martin Bader und Helmut Schmuck. Martin konnte ich nach 3/4 überholen und mit Helmut matchte ich mich dann bis zum Schluss, wobei er mal wieder 2 sek. vor mir ins Ziel lief. Bei mir reichte es für den besten Tiroler mit dem 7. Gesamtrang mit 56:27 min. Nicht weit dahinter kamen dann die anderen Tiroler mit Martin Bader als 11., ein sehr starker Stefan Widauer als 13., Matthias Scherl als 14. und Martin Mausser als 17., wobei zwischen Martin M. und mir nur ca. 1 min. Abstand war. Staatsmeister wurde etwas überraschend Bernd Weberhofer mit einer 52er Zeit, vor Hohenwarter und ein sehr starker Robert Stark. Wie gesagt, hatte man heute als schneller Flachläufer sicher Vorteile. Berglaufprofi Markus Kröll fiel schon nach ca. 15 min. zurück - er hatte offensichtlich ein körperliches Problem. Aber das schönste für uns war dann natürlich, dass wir tatsächlich die stärkste Vereinsmannschaft waren und seit vielen Jahren vor Koland-Top-Sports und LCC Wien den österreichischen Mannschaftstitel im Berglauf nach Tirol holten, wo er ja eigentlich auch hingehört, oder? Sonst ging er nämlich fast immer nach Wien. Ergebnisse unter www.viertl-edv.com/bruno/index.htm.

23.05.09: Gerlosbergrennen. Der Radclub Zillertal organisiert jedes Jahr perfekt dieses Rennradrennen von Zell auf der Bauernhofstraße bis zum Gasthof Enzian. Die 620 ziemlich steilen Höhenmeter mit kurzen flacheren Passagen ist eigentlich der erste richtige Gratmesser für die Tiroler (und teilweise österreichische) Bergradsportszene. War heute mal wieder sehr heiß und mir kommt dieses Rennen immer besonders hart vor, da man nachmittags ohne Schatten rauf fahren muss und wahrscheinlich, da es heuer nach dem besonders schönen Winter und Frühjahr mein erstes Radrennen war. Habe mir ja in den letzten Wochen ein neues Rennrad aus meist gebrauchten Teilen zusammengebastelt und habe es gleich ganz gut eingeweiht. Fuhr wie immer mein eigenes Tempo und nach 1/3 der Strecke kämpfte ich mich ca. 20 - 30 sek. hinter der Spitze hinauf. Hemetsberger aus Mondsee fuhr immer dicht hinter mir und er hat mich natürlich beim oberen Flachstück abgehängt. Bin mit meiner Zeit von 24:20 min. 6. geworden, ca 46 sek. hinter dem sehr stark fahrenden Traxl Andi, der sogar Obwaller geschlagen hat. In der Amateurlizenzklasse wurde ich 2. hinter Hemetsberger. Erfreulich für mich dass ich schneller als Frauenschuh, Laimgruber und Lintner war.

17.05.09: Sport-Ossi-Berglauf und MTB-Teamwettbewerb in Kramsach. Nach den vielen schönen und schweren Skitouren musste ich heute einen schönen Bergtag opfern, um mal meine Berglaufform für die österreichischen Meisterschaften Anfang Juni in Kitzbühel zu testen. Der Ossi hat heute den Bergläufer schlechthin und zwar Jonathan Wyatt "eingeladen". Gekommen sind auch Helmut Schmuck und der inzwischen zur Deutschen Berglaufelite gehörende Steffen Uebel. Zusätzlich wurde auch ein Teamwettbewerb aus MTB und Berglauf ausgeschrieben. Schön, dass mit Saurwein Luis und mir ein reines Bike-Point-Team zustandekam. Bei den Bergläufern ging es meist über die Kramsacher Skipiste zur Mittelstation (ca. 600 hm) und wer wollte, konnte dann noch ganz hinauf zur Bergstation (ca. 1210 hm) laufen. Die Biker fuhren auf den nicht im besten Zustand befindlichen Schotterweg zur Mittelstation. Die Teamzeit wurde dann jeweils bis zur Mittelstation aus genommen. Ich war wieder am Anfang recht langsam und wollte mich eigentlich nicht so recht quälen. Wyatt war bald außer Sichtweite und Uebel Steffen, Bader Martin und Schmuck Helmut waren immer so 30 bis 40 sek. vor mir. Zuerst auf dem Forstweg und dann ging es schon sehr steil direkt die Piste hinauf. Mit diesen Abständen passierten wir auch die Mittelstation (meine Zeit 25:39 min). Später wurde es dann noch steiler und ziemlich matschig mit Schneeauflagen. Irgendwie hoffte ich, dass einer schwächelt und ich noch weiter vorne landen kann. Aber heute hat mir Martin nicht den Gefallen getan etwas nachzulassen - im Gegenteil, er überholte 5 min. vor dem Ziel noch Steffen und Helmut und so blieb es bei mir beim 5. Platz. Wyatt mit neuem Streckenrekord von 44:41 min., Martin 47:37 min., Steffen 47:51 min., Helmut 48:30 min. und ich 48:47 min. Bin eigentlich schon zufrieden, nur 4 min. hinter Wyatt ist ja nicht so schlecht, aber die Jungen Martin und Steffen werden halt auch immer schneller. Die Mountainbiker hatten ziemlich mit der schottrigen Strecke zu kämpfen - Luis ist ja momentan in guter Form, aber leider musste er ein paar mal absteigen und mit Rennradschuhen wieder aufsteigen ist dann auch nicht so einfach und so hat er doch ziemlich Zeit liegen gelassen. Auf jeden Fall reichte es noch im Teamwettbewerb zum 2. Platz. Die Ergebnisse gibt's unter: www.sport-ossi.at

19.04.09: Ötzi-Alpin-Marathon: Nach meinen 4 Versuchen als Einzelkämpfer (3 x Krämpfe, 1 x Patschen) sind heuer Alex Draxl als Radfahrer, Matthias Scherl als Läufer und ich als Skitourengeher im Staffelwettbewerb angetreten. Danke Roli vom www.bike-point.at für die Unterstützung unseres Teams. Wegen dem Schnee mußte die Laufstrecke öfters auf die Talstraße verlegt werden. Deshalb sind auch heuer die Gesamtzeiten etwas schneller. Den Einzelwettbewerb gewann Heinz Verbnjak vor Silvio Wieldschnik und Alexander Hug. Der Staffelwettbewerb war heuer so stark besetzt wie nie. Wenn z. B. beim Radfahren Andreas Ortner nur 5. oder ein Laimgruber Bernhard nur 12. bzw. beim Laufen ein Jonathan Wyatt nur 2. oder ein Gairdo Marco nur 6. wird, sagt das bereits alles. Die Ergebnisse sind bereits unter /http://services.datasport.com/2009/triathlon/oetzima zu sehen. Bei den Skitourengehern war es ähnlich: Urban Zemmer hat mal wieder einen neuen Rekord mit 57:56 aufgestellt. Alex Fasser wurde 2 . mit ebenfalls einer gewaltigen Zeit von 59:29 min. Die Gesamtzeiten und die Zeiten der einzelnen Staffelteilnehmer miteinander zu vergleichen, würde aber hier zu weit führen. Wir sind mit unserer Staffel mit einer Gesamtzeit von 3:14:02 h insgesamt 14. geworden. Wenn man bedenkt, dass das Team Laimgruber/Wyatt/Holzer, das auch ohne Pannen durchkam, auch nur 10. mit einer Zeit von 3:09:32 h geworden ist, ist unsere Platzierung doch gar nicht so schlecht, oder? Außerdem sind wir das erste gesamtösterreichische Team geworden. Ich selber bin mit meiner Zeit von 1:02:43 h auch zufrieden. Bin zwar nur die 10. schnellste Zeit gegangen, aber es war so dicht, wenn ich nur 9 sek. schneller gewesen wäre, hätte es immerhin zur 7. schnellsten Zeit gereicht. Stolz bin ich auch, dass ich unter den Nordtirolern hinter Alex Fasser 2. wurde und sogar 3 min. schneller als Manfred Holzer und Martin Bader war. Gefallen hat es mir, dass sich Alex Draxl über unsere Teamleistung auch gefreut hat und er von dem Bewerb sehr angetan war. Also, wieder ein schöner und erlebnisreicher Tag im Schnalstal. Danke an Alex und Matthias, dass ihr mit mir teilgenommen habt.

06.04.09: Heute stand mein Leserbrief in der TT. Leider etwas gekürzt - hier meine Einreichung: Leserbrief

22.03.09: Gilferttrophy - nach 2-maliger Verschiebung fand diese heute nun tatsächlich statt. Die im Jahre 2006 zum ersten mal als "Jedermannrennen" durchgeführte Veranstaltung hat sich nun heuer bei der 4. Austragung zum wohl bestbesetzten und populärsten Skitourenrennen (120 Teilnehmer trotz Verschiebungen) in Tirol entwickelt. Heuer konnte endlich wieder nach 2006 die lange Strecke mit Start in Weerberg mit 1620 hm und mind. 8,3 km (gefühlsmäßig viel länger) durchgeführt werden. Heute war auch Skibergsteigerprofi Alex Fasser am Start, der den gesamten Winter über schon gewaltig stark ist und in Österreich inzwischen schon keine Gegner mehr findet. So war es auch heute - gleich zu Beginn war er voraus und für mich nach 30 min. außer Sichtweite. Nachdem ich die ganze Woche mit einer recht starken Verkühlung zu kämpfen hatte, wollte ich ja wirklich nicht starten - aber ich werde halt auch nicht klüger. Geärgert habe ich mich auch, dass ich mir die Windjacke (kein Gepäcktransport) viel zu locker umgebunden hatte - sie ist dauernd nach unten gerutscht - ich bin dann ein paar mal stehen geblieben und leider hat es dann noch eine halbe Ewigkeit gedauert bis ich (bzw. Raimund V.) den Knoten aufgebracht haben. Nach ca. 20 min. war ich dann schließlich doch an 5. Stelle hinter Fasser, Holzer, Echtler und Simair. Letzterer hatte heute Rückenprobleme und ich konnte bald zu ihm auflaufen. Doch bei den flachen und nicht enden wollenden Forstwegabschnitten im Mittelteil konnte ich mit Holzer und Echtler nicht mithalten, sie liefen da sicher einen Vorsprung von 1,5 min. heraus. Erst oben im freien Gelände machte ich wieder Boden gut und konnte den Bayern Martin Echtler sogar noch überholen, für Manfred Holzer reichte es nicht mehr- so wurde ich 3. Das Ziel wurde heute, wegen dem starken Wind und der Kälte, um ca. 1 min. vorversetzt. Alex Fasser ist eine fast unglaubliche 1:18er Zeit gegangen. Manfred und ich sind knappe 5 min. bzw. 5:30 min. dahinter "eingetrudelt". Die Ergebnisse gibt's auf der sehr guten Veranstalterhomepage www.gilferttrophy.at. Die Teamwertung aus Hurt Reinhart (zog es heute vor die kurze Strecke zu gehen und war mit einer 54er Zeit heute nach 2 eher schwächeren Rennen wieder sehr starkl) und Vogelsberger Anita (1:04 er Zeit - wird immer noch schneller) haben wir gewonnen. Dass die kurze und lange Strecke gleichzeitig gestartet wird, finde ich nicht optimal. Die Schnellen von der langen Strecke laufen im oberen Bereich auf die von der kurzen Strecke auf und müssen ständig überholen. Auch für die Langsameren ist es nicht gerade schön ständig überholt zu werden. Besser wär's wenn die kurze Strecke 30 min. früher gestartet wird. Unterm Strich kann ich zufrieden sein, hoffe aber, dass die Anstrengung meine Genesung nicht zu sehr beeinträchtigt hat.                 So, jetzt reichts wieder mit den Tourenrennen - freue mich auf die schönste Zeit des Jahres mit den Frühjahrsskitouren. Ach, ja der Ötzi-Alpin-Marathon steht am 19. April noch an. Aber nicht mehr als Einzelstarter (Krämpfe), sonder diesmal im Team mit Alex Draxl als Radfahrer und Matthias Scherl als Läufer. Bin gespannt wie wir da abschneiden.

14.03.09: Skitourenrennen Glungezer - der Klassiker unter den Skitourenrennen auf den Gipfel eines der ersten Skitourenberge überhaupt. Start auf 1320 m und Ziel auf 2620 m Höhe, 2/3 auf Piste und 1/3 im freien Gelände.       Habe heute bei einem meiner Lieblingsrennen auf meinen Hausberg den Glungezer (Sonnenspitze) einen super Tag gehabt. Durch die wiederholte Verschiebung des Gilfertrennens waren heute bekannte und starke Leute wie Simair Georg, Hurt Reinhart, Ragg Christian, Widauer Stefan, Wörter Georg, Leo Othmar und Parger Martin am Start. Wieder war am einzig schönen Tag der Woche das Rennen angesetzt. Bei idealen Bedingungen konnte ich sogar gleich zu Beginn einigermaßen mit den Schnellsten mithalten. Nach rd. 10 min. setzte ich mich langsam an die Spitze und mit Georg Simair ging es bis fast hinauf zur Tulfein. Doch dann konnte ich mich Gott sei Dank langsam absetzen. Oben im freien Geländer war auch eine gute Spur. Leider war teilweise ganz schön starker Gegenwind und ich musste ständig die zahlreichen Tourengeher aufschrecken, dass sie aus der Spur gehen möchten. Oben im Ziel erfuhr ich gleich, dass ich es unter einer Stunde geschafft hatte - ein Traum ging mit 59:38 min in Erfüllung. Ich war sogar ein paar Sekunden schneller als der bisherige Streckenrekord von Kogler Hans mit 59:49 min.  Bin echt stolz darauf mal einen Rekord vom Kogler geknackt zu haben. Auf Halsmarter bei der Siegerehrung genossen alle, in der Sonne sitzend, den herrlichen Tag - und ich ganz besonders. Wen es interessiert, hier die Ergebnisliste. Die Zeitabstände passen ziemlich gut mit dem Wildsaurennen zusammen.

08.03.09: Die Wildsaustaffel hat wieder Spaß gemacht. Wie immer war sie perfekt organisiert und immerhin haben 43 Staffeln mitgemacht und ich glaube keiner hat es bereut. Mit dem Wetter hatten wir auch mal wieder Glück - die ganze Woche hätte man sie nicht durchführen können und morgen soll es ja auch wieder schlecht werden. Leider wurde nicht auf den Zischgeles gegangen. Die Organisatoren bzw. die Lawinenkommission hatten weniger Angst wegen der Rennläufer, da die sich eh im ungefährdeten Gelände bewegen, sondern mehr wegen der Zuschauer, dass die in die kritischen Zonen einfahren.  Da ja bei solchen Veranstaltungen immer ein gewisses Restrisiko besteht, wird meiner Meinung nach der Zischgeles wohl nicht mehr oft in die Staffel eingebunden werden. Die zahlreichen normalen Tourengeher heute auf den Zischi waren aber sicher froh, dass sie in Ruhe die Natur genießen konnten. Gott sei Dank ist ja nichts passiert, wie wir 2. Aufsteiger in der Abfahrtsroute raufspaziert sind - bei mir war es jedenfalls 2 mal ganz schön knapp. Dagegen war die Aufstiegsspur für die 2. Aufsteiger wegen der Abfahrer nicht so verspurt wie befürchtet. Heute musste ein recht langes Stück auf dem sehr flachen Almweg gegangen werden. Dies war jedoch für beide Aufstiegsgruppen gleich und hat mindestens 1 Minute Zeit gekostet. Die Zeiten sind ja ohnehin schlecht mir früheren Rennen vergleichbar - es ist ja jedes Jahr anders, heute war der Schnee ziemlich schnell, dafür war die Spur teilweise recht flach. Nun zum Rennen: Wie letztes Jahr haben sich wieder den Gesamtsieg die Aufsteiger Hurt/Randl, Widauer/Holzer, Ragg/Haller und Juen/Obendorfer mit ihren jeweiligen Abfahrern ausgemacht. Reinhart Hurt war heute nicht ganz so schnell wie die letzten Rennen und war nur knapp vor Christian Ragg oben. 3. war der inzwischen schon 54-jährige Leo Ottmar nur 39 sek. hinter Reinhart (auch schon 45). Wirklich gewaltig - schön ist natürlich, dass wohl bei keinem anderen (Ausdauer-)sport die Alten mit den Jungen noch so gut mithalten können. Ich startete unten als 6. mit ca. 4 min. Rückstand auf den 1. Zweitaufsteiger Jörg Randl. Bald war ich an 4. Stelle und konnte nach und nach etwas zu Haller Bernhard und Holzer Manfred aufholen. Doch Jörg tat uns heute nicht den Gefallen wie letztes Jahr, dass er einen schlechten Tag erwischte - gegenüber Jörg konnte ich nur wenig Boden gut machen. Mit dieser Reihenfolge ging es dann auch in die letzte Abfahrt und auch so letztendlich ins Ziel. Ich glaube mit dem Ergebnis können alle zufrieden sein. Die Plätze 1 und 2  sowie 3 und 4 haben gegenüber letztem Jahr getauscht. Besonders zu erwähnen ist die Abfahrtszeit von Andreas Linter mit 3:11 min., gleich ca. 30 sek. schneller als der alte Streckenrekord. Ich bin auch sehr zufrieden - war mit 49:57 min. der schnellste Aufsteiger. Habe meine momentan gut Form bestätigt und bin mit der Zeit wegen dem flachen Almwegstück wirklich überrascht gewesen.

05.03.09: Gestern Nachmittag auf die Lampsen gegangen. Nach Wetterbericht kann die Wildsaustaffel am Sonntag wahrscheinlilch schon stattfinden, aber auf den Zischi lassen sie uns wegen Lawinengefahr vermutlich nicht gehen (wurde jedoch auch gestern und in den letzten Tagen begangen). Habe für meine Lampsen-Erkundung einen denkbar schlechten Zeitpunkt gewählt (ging aber beruflich nicht anders) - kaum Sicht, dafür wirklich vollkommen einsam. 2 x Lampsen macht halt den Zweitaufsteigern keinen Spaß, da die Abfahrer in der unteren Hälfte die Spur zusammengefahren haben. Bei dem vorhergesagten Neuschnee in einer kaputten Spur raufzurennen ist kein Vergnügen und kostet viel Zeit - vor allem für die ersten. Ich finde, es sollte unbedingt die Aufstiegs- und Abfahrtsspur auch in der unteren Hälfte voneinander getrennt sein - schon auch aus Gründen der Unfallgefahr.

27.02.09: Nachtaufstieg Plose bei Brixen in Südtirol. Gestern sind 8 Nordtiroler zum Rennen gefahren - da hat Marios Bus wieder herhalten müssen. Die klassischen Aufstiegsrennen sind ja in Südtirol Gott sei Dank sehr populär. Ca. 110 Teilnehmer auf einer anspruchsvollen Strecke - bei den ersten 1000 hm wechseln sich ständig sehr steile Rampen mit kurzen flacheren Passagen ab, das letzte Drittel ist dann ziemlich flach. Insgesamt 1390 hm und angeblich 9,5 km. Die Südtiroler haben ja wirklich viele starke Leute. So ein Rennen auf der Piste hat halt schon seine Vorteile. Man ist von der Witterung nahezu unabhängig, es ist kein großer organisatorischer Aufwand erforderlich und es ist obendrein vollkommen ungefährlich. Die "alpineren" Rennen können ja wetterbedingt meist eh nicht wie geplant durchgeführt werden und man muss oft auf eine einfachere Notstrecke ausweichen. Im Gegensatz zu den richtigen Skibergbesteigungen wird halt der Renntermin nicht nach den Schnee- und Wetterverhältnissen festgesetzt. Um so schwieriger die Skibergtour, um so weniger Tage gibt es im Jahr, wo dort gute Verhältnisse vorherrschen. Naja, beim Plose-Rennen gestern waren mal wieder optimale Verhältnisse. Bin heuer anscheinend um einiges besser drauf als letzten Winter, wo es ja rennenmäßig gar nicht lief. Reinhart Hurt und ich als Oldies starteten etwas "bedächtiger", doch dann machten wir Platz für Platz gut. Ich war immer so 10 m hinter Reinhart. Als das Ziel nicht mehr weit war, überholte ich ihn, doch beim Zielsprint war er mal wieder der Schnellere. Wir belegten Platz 5 und 6 mit einer Zeit von 62 min. und 27 sek, die sich für diese Strecke eigentlich sehen lassen kann. Doch der Südtiroler Urban Zemmer lässt unsere Zeit mal wieder ziemlich blass erscheinen. Er siegte jetzt schon zum 4. mal hintereinander mit neuem Streckenrekord von 55:50 min. fast 4 Minuten vor dem Zweitplatzierten. Wir sind uns da alle einig, dass diese 1390 hm (letzes Drittel sehr lange Flachpassagen) und 9,5 km momentan wohl von niemandem unterboten werden kann (er geht immerhin 10 km/h). Mir gefällt er, ein total lockerer Typ, der in Südtirol nur seine paar lokalen Rennen geht und dem sonst die anderen "Events" ziemlich egal sind. Die Siegerehrung auf der Plosehütte auf 2446 m und die Heimfahrt war dann auch noch ganz lustig. Die Ergebnisliste gibt's unter www.bergrettungbrixen.it. Übrigens mein erstes Rennen für den RC Bike-Point.                             04.03.09: Stephan aus Südtirol hat die Strecke mittels Google-GPS nachgemessen und kommt auf rd. 6 km. Die Angaben des Skigebietes Plose mit 9,5 km sind wahrscheinlich ein Werbegag, um so die längste Skiabfahrt Südtirols zu haben. Die Höhenmeter dürften jedoch stimmen. Trotzdem ist Urban Zemmer sehr schnell, da man im oberen Bereich nicht mehr so effektiv Höhenmeter macht.

20.02.09: Mondscheinsprint Buchensteinwand am Pillersee. Im Unterland durch den momentanen Nordstau noch viel mehr Schnee. Habe mich wieder ins Renngeschehen gemischt. Kurzes und beliebtes Rennen mit 600 hm und 119 Teilnehmern. Am Start brauch ich mich nicht mehr in die erste Reihe zu stellen, da bin ich echt nur im Weg. Doch dann werden entweder die anderen langsamer oder ich schneller. Auf jeden Fall war ich bei der Hälfte bei den Führenden dabei. Beim steilsten Stück hätte ich fast die Führung übernommen. Doch dann war es nicht mehr weit zum Ziel und es kam zum Zielsprint, wo ich natürlich nicht mitreden kann. Gewonnen hat Simair Georg mit 23:13, zweiter Hurt Reinhard mit 23:16, dritter der Bayer Grassl Franz mit 23:20 und vierter ich mit 23:30 min. Dann mit etwas größerem Abstand Deisenberger, Holzer, Schieder, Bergamnn, Herburger, Widauer, Wörter usw. Wen es interessiert, die Ergebnisse stehen bald unter http://members.ktvpillersee.at/hgstoaberg. Bin wirklich zufrieden für mein erstes Rennen und gleich eine super Zeit. Bei der Siegerehrung waren wir alle länger zusammengehockt und natürlich war wieder die Wildsaustaffel ein Thema. Es sind wieder die vier haargenau gleichen Teams dabei, die letzes Jahr um den Sieg gekämpft haben. Alle 4 Teams haben wieder ihre guten Abfahrer engagieren können. Also die Aufsteiger Stefan Widauer und Manfred Holzer, dann Reinhart Hurt und Jörg Randl, dann Christian Ragg und Bernhard Haller und ich bin wieder bei den Juen-Zwillingen dabei mit Abfahrer-Verstärkung Patrik Huter. Wir freuen uns schon auf den schönen Bewerb und ich hoffe, dass sich recht viele verwegene Abfahrer finden bei dieser Gaudi mit zu machen.  

16.01.09: Wenn der Papa schon keine Rennen macht, ist wenigstens unsere Michi aktiv. 3. Platz beim Wanda-Panda-Skirennen in Rinn

Rennen 2008

28.12.08: Gerhard Eberl lebt nicht mehr! Gestern beim lockeren Lauftraining ist er tot zusammen gebrochen. Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt. Gerhard war mit 46 Jahren nicht nur der beste Läufer in seiner Altersklasse in Tirol, sondern vor allem menschlich konnte ihm keiner das Wasser reichen. Ich war immer froh, wenn ich nach dem Rennen neben Gerhard sitzen konnte und wir unseren Spaß hatten. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner lieben Frau und seinen bereits erwachsenen Kindern. 

07.12.08: Kolsassberg-run. Da ich mir von meiner Familie wieder mal eine Verkühlung eingefangen habe, wollte ich nicht starten. Um 8:45 Uhr (Start 10:00) habe ich dann doch schnell alles zusammengepackt. In Kolsass beim kurzen Warmlaufen fühlte ich mich dann eigentlich ganz gut. Wie immer in Kolsass hat Franz Stöckl und sein Team die komplette Berglaufelite eingeladen und den Lauf perfekt organisiert. Man muss schon sagen, was hier die Kolsasser Vereine, Firmen und Hotels Geld locker machen, um die Stars hier laufen zu sehen, ist schon etwas besonderes. Inzwischen ist der Kolsassberg-run ein jährliches Wochenendtreffen der bekanntesten Bergläufer mit ihrem Anhang. Über dieses Einkaufen der Stars kann man jedoch geteilter Meinung sein. Meine Motivation bei dem Lauf dabei zu sein, ist ja ausschließlich die Kompi-Wertung aus Rad und Run. Mein größter Konkurrent und Teamkamarad Stefan Widauer lief zu Anfang gleich mit den Besten mit. Ich hörte zuerst wieder auf meinen Körper und bald merkte ich, dass es sehr rund lief. Nach 2/3 der Strecke konnte ich Stefan überholen und schlussendlich langte es zum 9. Platz mit 25:48 min. (590 hm, 5,3 km) als bester Österreicher. Trotz der oben etwas matschigen Strecke war ich 25 sek. schneller als letztes Jahr. Gewonnen haben, wie letzes Jahr, ex equo, die Berglaufweltmeister Wyatt und DeGasperi in 23:55 min., dann kamen Polen und Italiener (Südtiroler). Damit habe ich nun zum dritten mal den Kolsassberg-Champion gewonnen.  Schade, dass ich 2006 nicht mitgemacht habe - denn 4 mal hintereinander wäre dann doch etwas besonderes gewesen. Eigentlich unglaublich die Leistung der amtierenden Berglaufweltmeisterin Andrea Mayr aus Wien - ein neuer Streckenrekord mit 25:11 min. nur 1:16 min. hinter Wyatt. Andrea hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um genau 2:10 min. verbessert - vielleicht auch neue Trainingsmethoden. Zu den Preisen wäre noch zu sagen, da ja das Geld fast ausschließlich in die Laufstars investiert wird  - ein Weizenglas als Kolsassberg-Champion mit einer Kombizeit die wahrscheinlich nur wenige zustande bringen, ist da schon etwas wenig. Naja, wir können ja stolz sein mit den Stars um die Ehre mitzulaufen.

16.11.08: Bezirkblatt-Reportage am 12.11.08: Jetzt möchte ich doch den Artikel über mich mit der Überschrift "Der Wettkampfsüchtige" kommentieren. Der Artikel ist ja ganz nett geschrieben nur die Überschrift ist wohl bei mir nicht ganz zutreffend. Sicher mache ich recht viele Wettkämpfe, aber wenn man eigentlich immer vorne mitmischen kann, nebenbei oftmals dabei einen Nebenverdienst hat und mit den Leuten gerne zusammen ist, warum sollte ich dann nicht teilnehmen. Ich habe noch nie nach Trainingsplan oder mit einer Pulsuhr trainiert - ich kenne gar nicht meinen Maximalpuls. Eigentlich mache ich immer gerade den Sport der mir Spaß macht. Ich richte sicher nicht mein ganzes Leben nach den Wettkämpfen aus. Dafür habe ich als Dipl.-Ing. einen viel zu verantwortungsvollen Beruf, meine Frau und unsere beiden kleinen Kinder mit denen ich gerne zusammen bin und natürlich die Liebe zu den Bergen. Wenn ich nicht selber das Gefühl hätte, ich wäre für diese Art von Sport besonders talentiert, würde ich es auch nicht machen und so lange es noch mit dem momentanen Aufwand geht, werde ich auch nächstes Jahr wahrscheinlich wieder Rennen bestreiten. Aber sollte ich nicht mehr mit den Jungen, die sich ja fast alle ärztlich betreuen lassen (Belastungs-EKG, Trainingspläne usw.), mithalten können, werde ich mich dann wieder ausschließlich der Familie, dem Beruf und den Bergen widmen. Dazu muss man auch sagen, dass ich mir nach den letzten Dopingfällen beim Radfahren schon immer öfters die Sinnfrage stelle. Da es ja bei uns keine (oder so gut wie keine) Dopingkontrollen gibt, weiß man halt echt nicht ob man betrogen wird. Ich verweise nur auf Arno Kaspret, der mir als gedopter Fahrer den Sieg beim Pfarrachalmrennen wegschnappte - glücklicherweise wurde er jedoch bei einem Rennen ein paar Tage davor positiv getestet.  

19.10.08: Mutspitz-Bergduathlon. Eigentlich wollte ich heuer bei meinem Lieblingsrennen nicht mitmachen, habe es dann doch nicht lassen können. Bei diesem Rennen fährt man von Meran (325 m) mit dem Rennrad bis zum Tiroler Kreuz auf 806 m und dann läuft man bis kurz unter die Mutspitze auf 2270 m. Nach wie immer verhaltenem Start holte ich allmählich auf und war in 18:32 min. beim Tiroler Kreuz als 2. Radfahrer. Nur Michael Tumler war ein paar Sekunden schneller (Gianni Penasa war genau 1 min. langsamer). Die beiden Südtiroler Roland Osele und Thomas Niederegger waren dicht hinter mir. Diese beiden hatte Klickpedalaufsätze mit großen Platten, worauf man den ganzen Laufschuh draufstellen kann. Bis ich meine Schuhe wechselte, waren die beiden schon ca. 30 bis 40 sek. voraus. Beim Laufen musste ich noch mehr meinen Gehschritt einsetzen als sonst - irgendwie merkte ich meinen linken Oberschenkel. Roland und Thomas, die fast durchgehen laufen konnten, waren bald außer Sichtweite und Steinacher Dario war immer ziemlich dicht hinter mir. Bei ca. 1700 m überholte Dario mich, doch er hatte einmal eine kurze Schwächephase und ich konnte wieder an ihn vorbei. Gewonnen hat, wie letztes Jahr, Roland Osele mit 1:17:05, 2. wurde der erst 23 jährige Thomas Niederegger in 1:17:50 h, 3. ich mit 1:20:22 (genau 2 min. langsamer als letztes Jahr), 4. Steinacher Dario, 5. Steiner Anton und 6. Gianni Penasa. Bin trotzdem zufrieden mit meinem Ergebnis, vor allem weil ich ja immer noch nicht 100%ig gesund bin. Aber wenn ich Roland mal auf seiner Heimstrecke schlagen will, müsste ich weniger gehen und mehr laufen können. Aber ob ich mich auf meine alten Tage da noch umstellen kann ist fraglich - vielleicht würde ein gezieltes Lauftraining auf Wegen mit ähnlicher Steilheit etwas bringen.

12.10.08: MTB-Rennen Aldranser Alm: Wegen der Schneelage am letzten Wochenende musste des Rennen vor meiner Haustüre auf heute verschoben werden. Trotz des Berglaufes gestern, fühlte ich mich ganz gut und ich wollte das Rennen auf meiner Trainingsstrecke endlich mal wieder (nach 2004) gewinnen. Doch am Start musste ich meine Hoffnungen eigentlich wieder begraben, da Christian Brockhoff extra aus München angereist kam. Ich konnte ihn zwar heuer im Sommer schlagen, doch letzte Woche beim Kolsassberg-Classic wurde er 3. Gestartet wurde heuer in Aldrans, man fuhr auf der Gemeindestraße ca. 2 km bis Fagslung und von dort auf dem Almweg zur bekannten Alm (770 hm). Christian fuhr gleich am Anfang einen Vorsprung von ca. 100 m heraus. Erich Schafferer und ich folgten. Erich konnte ich bei ca. der halben Strecke langsam abschütteln und auch den Rückstand zu Brockhoff etwas verringern. Doch viel tat sich nicht, so gewann er in 31:18 min., ich folgte in 31:47 min. und 3. wurde Erich in 32:19 min. Ich glaube, die Zeiten sind gar nicht so schlecht. Die Aldranser haben einen guten Draht zur Tiroler Tageszeitung und zum Bezirksblatt. Wir wurden ausnahmweise ziemlich oft fotografiert. Die Siegerehrung auf der Alm war dann rekordverdächtig und sehr familienfreundlich: um 12:00 Start und um 14:00 Uhr war schon alles vorbei. Übrigens mein letztes Rennen für den RC Raiffeisen Region Hall. Nächstes Jahr hoffe ich, dass ich ein paar gute Ergebnisse für das neu gegründete Rennteam bikepoint einfahren kann. Aber bis dahin ist noch hoffentlich ein schöner Winter dazwischen. Aber das Wichtigste ist gesund zu bleiben.

11.10.08: Volderer Berglauf. Das Berglaufteam Volders hat wieder alles perfekt organisiert. Zum ersten mal wurde heute bis zur Naturfreundehütte (Voldertalerhütte) auf 1376 m gelaufen. Die Laufstrecke geht unten wie bisher von Volders bis zum früheren Ziel Auerhof und weiter über Volderwildbad, auf dem Steig und die Almwiesen zur Stiftsalm und dann wieder auf Almwegen bis zum Ziel (9,2 km und 810 hm). Die letzten 3 km sind dann ziemlich flach. Ich übernahm bald die Führung und nur das 22-jährige Lauftalent Matthias Scherl folgte mir mit ca. 50 m Rückstand. Da ich wusste, dass er im oberen flachen Abschnitt der Schnellere ist, wollte ich einen möglichst großen Vorsprung herauslaufen. Doch recht viel mehr als ca. 60 m sind es eigentlich nie geworden. Rd. 1,2 km vorm Ziel lief er dann zu mir auf. Ab dort liefen wir gemeinsam. Ich muss Matthias schon dankbar sein, denn für ihn wäre es sicher kein großes Problem gewesen mich spätestens im Zielsprint abzuhängen. Aber so liefen wir gemeinsam in 45:06 min ins Ziel. 3. wurde Gerhard Eberl in 48:13 und knapp dahinter der wieder in die Wettkampfszene eingreifende Hermann Klingenschmid. Sehr schön zum Zuschauen waren dann die verkürzten Kinderläufe, die das gleiche Ziel wie wir hatten. Auf der Naturfreundehütte bei der Siegerehrung war es richtig gemütlich und ein schönes Treffen der heimischen Berglaufszene. Nächstes Jahr wird sich zeigen, was unsere Zeit Wert ist - glaube aber, dass sie nicht so schlecht ist, da ich bei 20:50 min durchs alte Ziel gelaufen bin.

04.10.08: Kolsassberg-Classic. Wieder hervorragend organisiertes Rennrad-Bergrennen über 5,7 km und 590 hm. Wegen dem schlechten Wetter sind "nur" 150 von den 200 Gemeldeten gestartet. Obwaller musste (angeblich wegen Rippenbruch) absagen, so war der Weg frei für den für das Union Raiffeisen Radteam Tirol startenden Salzburger Markus Moser. Der erst 22-jährige ist momentan in einer super Verfassung und gewann mit einer Zeit von 20:48 min. Immerhin habe ich Markus heuer schon 2 mal schlagen können (Stiglreith und Kühtai), aber heute war ich genau 2 Minuten hinter ihm. Nach wie immer verhaltenem Start ging es mir bis zum Jagerhof ganz gut, doch dann konnte ich mein Tempo nicht mehr ganz halten. So belegte ich den 10. Gesamtrang und bei den hierbei ausgetragenen Tiroler Meisterschaften immerhin noch den 5. Platz. Bei der Siegerehrung am Abend war dann in der Hofer Stubn wieder viel los. Vor allem die 2-Mann-Band (weiß leider den Namen nicht mehr) mit Gitarre und Zither machte wirklich Musik vom Feinsten.

23.09.08: Pfarrach Alm Rennen am 25.07.08. Gestern habe ich eine e-mail bekommen, dass Arno Kaspret aus der Ergebnisliste vom Pfarrach Alm Rennen gestrichen wurde und ich jetzt der Sieger bin. Kaspret der ja bei diesem Rennen mit neuem deutlichen Streckenrekord ca. 1 min. vor mir gewonnen hatte, wurde ein paar Tage zuvor von der NADA positiv getestet und nun auf Lebenszeit gesperrt.  Es wurde auch höchste Zeit, dass dieser Betrüger aus dem Verkehr gezogen wurde. Nach dem ÖRV sind dann alle Ergebnisse, die er nach diesem Test erzielt hat hinfällig. Er muss auch die Preisgelder zurückgeben. Ich freue mich wirklich sehr, dass die Gerechtigkeit gesiegt hat. Somit bin also ich erster, 2. Traxl und 3. Gerhard Omminger.

21.09.08: Bergzeitfahren Haiminger Berg. Der Haiminger Berg mit 10 km und 1000 hm ist schon eine ziemlich anspruchsvolle Strecke. Der steilste Abschnitt ist bei der Ortschaft Höppberg mit ca. 13%, oben ist es dann 1 km lang etwas flacher. Die Organisatoren, der Radclub Bikepoint, haben alles wieder perfekt organisiert. Eine besondere Motivation war heute, dass unter den ersten 20 Fahrern ein Laufradsatz "Lightweight" der Firma Obermayer aus München für ca. 2700,- Euro, zur Verfügung gestellt von Roland Gamsjäger (Geschäftsführer vom Radgeschäft Bikepoint), verlost wurde. Roli ist wirklich ein Glücksfall für unsere heimische Radsportszene. Auch das Radsportgeschäft in Innsbruck-Pradl kann ich nur empfehlen. Dieser edle LRS hat natürlich viele gute Fahrer angezogen und es galt das Motto unter den ersten 20 zu kommen. Mir ging es nicht besonders - wenn ich bedenke, welchen schönnen runden Tritt ich im Sommer hatte und heute war es doch eher ein Gewürge. Es wird wirklich höchste Zeit dass ich meinem Körper etwas Ruhe gönne und die leichte Entzündung endgültig auskuriere. Ich wurde zwar mit einer Zeit von 41:31 min. 13. aber auf dem Sieger Hans-Peter Obwaller fehlten mir über 5 min., 2. mit 13 sek. Rückstand wurde Andi Ortner. Heuer bin ich ja immerhin schon einige male nur 30 - 60 sek. hinter Andi gewesen (Gerlosberg, Rumer Alm, Kitzbühler Horn, Kühtai) und Obwaller habe ich beim Hahnenkamm geschlagen - da sind 5 min. schon eine kleine Ewigkeit. Spannend wurde es dann bei der Verlosung des Laufradsatzes. Der Glückliche war der Oberperfer Christian Ragg und sicher wird jetzt der sympatische Sportler nächstes Jahr noch um ein Stück schneller fahren.

20.09.08: MTB-Rennen auf die Thaurer Alm. Wieder mal ein 4. Platz beim Thaurer-Alm-Rennen. Sieger wurde schon etwas überraschend der heuer sehr stark fahrende Bruno Stoppa aus Vorarlberg mit einer hohen 32er Zeit. 2. Traxl mit 33:22 min, und 3. Reini Stuefer 33:51 min. Ich bin mit meiner Zeit von 34:13 min eigentlich recht zufrieden. Der heuer besonders holprige Weg kostete doch etwas Zeit. Mit meiner Form geht es jetzt anscheinend wieder aufwärts. Übrigens hat mich Bruno Stroppa zum ersten mal geschlagen. Oben am Ziel war wieder super Stimmung.

14.09.08: Roter Aar in Sistrans: Bei meinem Heimrennen wusste ich lange nicht, soll ich radfahren oder laufen. Nach längerem hin und her, rief ich erst am Vortag Reini Stuefer an und er war spontan bereit sich mit mir zusammen zu tun. Das Wetter mit Dauerregen und ca. 5° war natürlich äußerst schlecht. Reini als Biker mußte sich mit Daniel Federspiel, Erich Schafferer und Gerhard Omminger auseinadersetzen, ich mit Simon Lechleitner, Martin Bader und Stefan Widauer. Wahrscheinlich lag's auch an der Kälte, dass die Zeiten heute alle schlechter waren als die letzten Jahre. Reini fuhr ein gutes Rennen mit 29:09 min. ca. 1 min. hinter Daniel. Bei den Läufern gewann Simon in 26:13 min, 2. Martin mit 26:55, 3. ich mit 27:23 min. und 4. Stefan mit 27:30 min. Im Team belegten wir somit hinter Federspiel/Bader den 2. Platz. Jetzt ist mir erst bewußt geworden, was ich letztes Jahr trotz Thaurer-Alm-MTB-Rennen am Vortag mit meinem Streckenrekord von 25:06 min. geleistet habe. Ich bin zwar schon etwas traurig, dass es nicht mehr so gut geht wie vor ein paar Wochen, aber mit der Wettkampfsaison kann ich heuer wirklich zufrieden sein. Ich hoffe, dass es beim Thaurer Alm Rennen am kommenden Samstag wieder besser wird.

13.09.08: Bettelwurfhüttenlauf: Nach meiner Stirnhöhlengeschichte war es für mich spannend wie ich heute laufe. Der "Bergkraxellauf" auf die Bettelwurfhütte ist wirklich etwas besonderes - hier ist der Steilwegspezialist gefragt. Es war zwar neblig, aber der Weg war kaum nass - also gute Verhältnisse.  Nach dem Start auf dem Asphaltabschnitt vom Halltaleingang bis zum Bettelwurfeck konnte ich einen kleinen Vorsprung herauslaufen. Im Schotterabschnitt kam dann Syme Andrew beängstigend nahe an mich heran. Beim Felsweg konnte ich jedoch den Vorsprung wieder vergrößern. Meine Zeit beim Juchezer war dann ca. 41:30 min - also ca. 1 min langsamer als letztes Jahr. Eigentlich erwartete ich immer, dass Andrew wieder aufholt, aber am Schluss war dann plötzlich Alex Fasser ziemlich dicht hinter mir. Gott sei Dank war dann das Ziel nicht mehr weit weg und ich konnte mit 56:19 min., ca. 15 sek. vor Alex gewinnen. 3. wurde der immer stärker werdende Tuxer Georg Egger mit einer 57er Zeit, 4. dann Andrew mit ca. 58:15 min. Heute blieben viele Läufer unter einer Stunde. Ich bin natürlich froh, dass es mir gesundheitlich wieder besser geht. Meine Zeit vom letzten Jahr war jedoch damals trotz etwas Schnee ab dem Juchezer 1:24 min. schneller. Auf der Hütte war es dann wieder richtig gemütlich und allein die Siegerehrung von Markus Wurzer ist es Wert am Lauf teilzunehmen.

07.09.08: Nordkettentrophy und Österreichische Hillclimb-Meisterschaften. Eigentlich der Höhepunkt meiner Radsaison, nachdem ich ja letztes Jahr bei der Schmittentrophy Bronze gewinnen konnte, wollte ich dieses Jahr auf meiner "Hausstrecke" wieder möglichst vorne dabei sein. Die Strecke geht von der Höttingergasse in Innsbruck über den Planötzenhof und später über den Verbindungsweg zum Höttinger-Almweg und dann vorbei an der Bodensteinalm bis hinauf zur Seegrube (insgesamt rd. 12,5 km und 1360 hm). Habe mich gut vorbereitet und bin diese Woche 2 mal die Strecke abgefahren und habe oben beim schwierigen Wegteil sogar stellenweise Steine weggeräumt. Leider habe ich über dem rechten Auge seit einigen Tagen Kopfschmerzen. Zuerst glaubte ich, das kommt von meiner Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Doch der HNO-Arzt stellte dann eine Stirnhöhlenentzündung fest. Entgegen dem Rat des Arztes, nahm ich dann doch beim Rennen teil, da ich mich körperlich ganz gut fühlte. Naja, hinterher ist man immer schlauer - es wäre sicher besser gewesen, ich hätte mich geschont. Schon nach dem Planötzenhof merkte ich, dass ich nicht so gut fahre und machte mir schon Gedanken aufzugeben. Aber man hofft halt doch während des Rennens auf ein Wunder und so fuhr ich dann bis ins Ziel als 11. mit einer Zeit von 1:02:30 h kurz hinter Reini Stuefer. Gewonnen hat HPO in der gewaltigen Zeit von ca. 56:30 min., 2. wurde ein gewisser Sigi Bauer, 3. Andi Traxl auch noch mit einer 58er Zeit. Bei diesen Zeiten, wäre ich auch in Normalform nicht vorne dabei gewesen. Vor mir waren auch noch insgesamt 4 U23 Fahrer (xx, Federspiel, Lidicky, Thöni) sowie der 27-jährige Naviser Gerhard Omminger mit einer Super-Zeit von 1:00:xx. Andi Ortner hatte Rückenprobleme und musste sich mit dem 5. Platz zufrieden geben. Eine Besonderheit war heute, dass die NADA (Nationale Anti-Doping Agentur) Dopingkontrollen durchgeführt hat. Die ersten 3 wurden mittels Urinprobe getestet und ich hoffe, falls jemand positiv ist, dass sie ihn auch auffliegen lassen.  

31.08.08: 30. Kitzbüheler Hornlauf. Habe es geschafft, bin wieder TIROLER MEISTER im Berglauf geworden. Der Bergstraßenlauf aufs Horn, organisiert von Berglaufpionier Franz Puckl, geht vom Zentrum von Kitzbühel ca. 3,5 km zuerst im auf und ab zur Hornstraße, dann gleich wie die Radstrecke bis zum Alpenhaus und weiter bis zum Gipfel (12,9 km und 1234 hm). Vor allem die letzten 300 hm vom Alpenhaus bis zum Gipfel sind dann ganz schön hart. Wegen des Preisgeldes ist dieser Lauf sehr gut besetzt - heute war seit längerer Zeit wieder einmal der x-fache Berglaufweltmeister Jonathon Wyatt dabei. Nach den vielen Radrennen, war es für mich spannend wie es mir heute beim Laufen ging. Um unteren flacheren Stück ist mir natürlich die Spitzengruppe schon davon gelaufen, aber die Tiroler und Österreicher waren nicht weit weg. Bergauf ging es mir dann recht gut, bin sogar ein paar Kilometer noch als bester Östereicher an 5. Position gelaufen. Alois Redl hatte aber die besseren Reserven und überholte mich dann oben noch. 2. Tiroler wurde der junge Matthias Scherl und 3. Stefan Widauer. Stefan war aber nicht für die Tiroler gemeldet, so holte sich die Bronzemedaillie der Osttiroler Ingemar Wibmer. Meine Zeit mit 1:07:02 war nur 10 sek. schneller als vor 5 Jahren. Gesamterster wurde überlegen Wyatt mit 58,51 min, die nächsten waren dann ein Amerikaner und 2 bekannte Tschechen mit Blaha und Skalsky.  

16.08.08: 18. Zillertaler MTB-Rennen in Uderns und zugleich Tiroler Meisterschaft. Die Strecke ist seit letztem Jahr um ca. 4,5 km und 470 hm länger. Es geht unten zuerst rd. 6 km kreuz und quer durch die Umgebung von Uderns, wo immer schon ziemlich schnell gefahren wird, danach geht's bergauf zum Ziel der früheren Jahre, dann die ca. 700 m lange, nicht leichte Abfahrt und zum Schuss noch rd. 470 hm bis zur Hölderlalm - ein schweres Rennen. Ich konnte bald zum 4. Platz kurz hinter Hechi vorfahren. Traxl war schon um einiges weiter vorne und Andi Ortner war nicht mehr zu sehen. Bei der Abfahrt konnte Hechi ca. 10 - 15 sek. gegenüber mir herausfahren, doch die konnte ich auf dem Weg zur Hölderlalm wieder aufholen, aber er ließ sich die ganze übrige Strecke nicht abschütteln und im Zielsprint hatte ich natürlich keine Chance. Aber die beiden Mooserwirtleute Traxl und Hechi fuhren heute eine Liga besser als die vergangenen Rennen - Traxl konnte sogar noch Andi Ortner unter Druck setzen. Andi gewann zwar mit neuem Streckenrekord von 45:04 min. (letztes Jahr Obwaller mit 45:31 min), aber Traxl war nur 8 sek hinter ihm. Und Hechi habe ich noch nie so stark auf dem Mountainbike erlebt - auch zum Schluss fuhr er wie aus einem Guss. So musste ich mich trotz der sehr guten Zeit von 46:32 min (gleich schnell wie Leimgruber letztes Jahr) mit der Bronzemedaille zufrieden geben. Wenn man die heurigen Rennen betrachtet, hätte ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet.

15.08.08: Das Kitzbüheler Hahnenkamm-MTB-Rennen fand heute schon zum 20. mal statt. Wahrscheinlich damals eines der ersten MTB-Hillclimbs überhaupt - also ein absoluter Klassiker. Auf der Fahrt nach Kitz regnete es extrem stark, doch dort wie ein Wunder, kaum Regen. Erst nach der Stadtrunde nach dem Winken der grünen Fahne fing es auch in Kitzbühel voll an - aber jetzt war es schon gleich. Die Strecke war natürlich regenbedingt ziemlich saugend. Heute trafen zum ersten mal die zur Zeit besten Bergfahrer zusammen: Andi Ortner gegen den Südtiroler Wolfgang Niederegger. Sie lieferten sich einen harten Zweikampf bis in Ziel - Andi konnte das Duel mit 5 sek. Vorsprung knapp für sich entscheiden mit einer bei diesen Verhältnissen gewaltigen Zeit von 34:40 min - nur 19 sek. hinter seinem letztjährigen Streckenrekord. 3. wurde Roland Stauder mit 36:00 min, 4. überraschend der erst 18-jährige David Wöhrer mit 36:08, 5. der 22-jährige Lorenz Lidicky mit 36:37 m und 6. ich mit 36:58 min. Knapp hinter mir der immer stärker werdende Bruno Stroppa, 8. Christian Brockhoff, 9. der erst 16-jährige Sebastian Lettner und Hanspeter Obwaller wurde mit 37:32 min. heute nur 10. A. Traxl gab nach 1,5 km auf und fuhr mit Hechi nicht mit 100%  ins Ziel.

10.08.08: Am Sonntag war dann der Kühtaier Bergkaiser, von Innsbruck über Kematen und hinauf bis Kühtai. Hier wechseln sich ständig Flachstücke und steile Rampen ab (also ganz anders wie am Horn) und es ist eher der Radrennfahrer gefragt. Dies ist wirklich eine Traumstrecke für ein Radrennen und mir hat es (ab der Startfreigabe in Kamaten) eigentlich richtig Spaß gemacht. Das ausgeschriebene Preisgeld hat natürlich auch einige Profis und Halbprofis angelockt. Heute wurde allerdings nur mit 25 km/h neutralisiert von Innsbruck bis Kamaten gefahren. Und es ist wirklich unglaublich, was da bereits für Positionskämpfe ausgetragen werden. Jeder möchte in Kamaten ganz vorne sein. Eigentlich sollte man meinen, dass sich jeder entsprechend seiner Leistungsstärke im Feld einreiht und so dann gemütlich zum Start gefahren wird. Nein, viele glauben scheinbar, wenn sie beim neutralisierten Abschnitt schnell sind, sind sie später beim Rennen auch schnell. Diesen Abschnitt kann sich der Veranstalter getrost schenken. Nur wegen der (nicht vorhandenen) Zuschauer von Innsbruck zu starten ist völlig unnötig und behindert nur den Verkehr und die Radfahrer gefährden sich obendrein noch selbst. Ich jedenfalls war nach der Startfreigabe sehr erleichtert und endlich dann in Sellrain ganz vorne dabei. Etwas später bei der Grieser Steigung habe ich kurz nicht aufgepasst und Andi Ortner, die Südtiroler Hillebrand und Roland Stauder, HPO und Andi Traxl sind dann etwas weg gefahren. Ab da fuhr ich dann eigentlich mein eigenes Rennen, immer an 6. Stelle, ca. 30 Sekunden hinter dieser Gruppe und alles alleine. Kurz vor den Galerien konnte ich dann zu Traxl hinfahren, er hängte sich hinten rein und mit ihm fuhr ich ins Ziel, er einige Meter vor mir. Wir waren so ca. 40 sek. hinter dem Sieger Hillebrand, der Andi im Sprint überraschender Weise niederrang. Also wirklich wieder ein sehr schönes Radrennen bei herrlichem Sonnenschein. Leider ist halt am Sonntag Vormittag sehr viel Ausflugsverkehr ins Kühtai unterwegs - m. E. wäre es am Samtag Vormittag besser. In der Ergebnisliste werde ich bis jetzt noch an 7. Stelle geführt, weil sie an 5. Stelle jemand eingereiht haben, der da nicht hin gehört. In der Tiroler Tageszeitung stand es dann auch falsch - ich war nicht 1:57 min. hinter dem Sieger sondern als 6. nur ca. 1 min. In der Ergebnisliste wurde es aber dann richtig gestellt.

09.08.08: Dieses Wochenende standen zwei Highlights auf dem Programm. Den Anfang machte das Radrennen aufs Kitzbüheler Horn am Samstag. 900 hm auf 7,2 km, das entspricht einer Durchschnittssteigung von 12,5 % und für ein Rennradrennen ist das schon sehr steil. Neutralisiert ging es von der Ortsmitte Richtung Norden und weiter ca. 50 hm hinauf und nach den engen Kurven viel dann der Startschuss. Diese Stelle ist jetzt ganz deutlich mit einem Schriftzug auf der Straße markiert und angeblich wurde dort schon immer der Start freigegeben. Mir wurde gesagt, dass auch die Auffahrtszeiten bei der Österreich-Rundfahrt von genau der gleichen Stelle aus gemessen werden (Matten der Chip-Zeitmessung). Überraschenderweise dauerte es nicht lange, da war ich schon ganz vorne dabei. Andi Ortner, der Slowene Cvet, Bernhard Laimgruber und der erst 23-jährige Markus Moser. Andi setzte sich dann langsam ab, dahinter der Slowene und ich knapp hinter Laimi und Markus. Bei dieser Steilheit gibt es nicht viel zu attakieren - jeder ist eh schon ziemlich am Limit. So ging es dann auch schlussendlich durchs Ziel. Mit meiner Zeit mit 31:42 min bin ich sehr zufrieden, nur 55 sek. langsamer wie Andi. Laimi ist 20 sek. und Markus 17 sek. vor mir. Bei trockenem Asphalt wären sicher alle um einige Sekunden schneller gewesen. Wahrscheinlich der schnellste Höhenmeterschnitt den ich jemals gemacht habe (100 hm in 3:31 min.)

27.07.08: Schönjochtrophy in Fiss. Bisher bin ich ja hier 2 mal gelaufen. 2006 hab ich dort gewonnen und im letzten Jahr empfand ich die Strecke als Läufer wegen der Bergabpassagen als für mich zu hart. Deshalb probierte ich es heute mit dem Rad. Läufer und Radfahrer haben die gleiche Strecke (1300 hm und 18 km). Bei den Läufern gibt es eine Wertung, bei den Radfahrern dagegen 4 (bis 16, 16 - 30, 30 - 40 und 40 bis 70 Jahre). Die Radfahrer starten in 2 Gruppen. Ich gewann in der 1. Gruppe ziemlich klar mit 1:01:18 h. In der 2. Gruppe mit den 16 bis 40 jährigen gewann der Südtiroler Wolfgang Niederegger mit neuem gewaltigen Streckenrekord von 55:18 min, 5 min vor Andi Traxl. Niederegger hat damit den letztjährigen Rekord von Andi Ortner um 1:10 min unterboten und das als Solofahrer bei meist etwas nasser Strecke. Meines Wissens überhaupt der erste Ortner-Rekord der unterboten wurde. Meine Zeit reichte immerhin noch für den 3. Gesamtplatz. Mir wäre es ja viel lieber wenn alle Radfahrer gleichzeitig starten würden, dann wären die Zeiten wirklich miteinander vergleichbar. Bei den Läufern siegte (der inzwischen schon österreichische Spitzenläufer) Simon Lechleitner aus Aldrans in 1:15:53 h mit ebenfalls neuem Streckenrekord vor Albuin Schwarz und Matthias Scherl. Eine schöne Veranstaltung bei der auch mit dem Preisgeld nicht gegeizt wird.

26.07.08: Hinterhorn-Challenge. Wegen dem vorabendlichen Pfarrachrennen, wußte ich, dass es sehr schwer werden würde eine neue persönliche Bestzeit auf die Hinterhorn aufzustellen. Ortner und Obwaller waren heute nicht am Start. Laimi war hochmotiviert und fuhr gleich vom Start vorne weg und hatte heute eigentlich keinen Gegner. Nach ca. 1/3 der Strecke konnte ich an die 2. Stelle vorfahren.  Ein sehr starker Reini Stuefer war aber nicht weit hinter mir. Schließlich gewann Laimi mit ca. 22:35 min, dann ich mit 23:53 min. und 3. wurde Reini mit 24:21 min. Ich wurde zwar wieder einmal bei einem Radrennen 2., aber gegen Laimi hatte ich heute keine Chance. Ich bin froh noch eine 23er Zeit geschafft zu haben (18 sek. langsamer als letztes Jahr) und vor nicht all zu langer Zeit waren ja eigentlich 24er Zeiten die Ausnahme.  

25.07.08: Pfarrachalm-MTB-Rennen. Im Rahmen des Stubaier Bikemarathons veranstalten Günter Gugglberger und sein Team am Freitag Abend das Bergrennen auf die Pfarrachalm. Es geht von der Kirchbrücke unten bei der Ruetz über Fulpmes auf die Alm (ca. 880 hm und 7,5 km). Vor 2 Jahren konnte ich das Rennen mit 36:43 min gewinnen. Letztes Jahr nahm ich nicht teil, da gewann Verbnjak mit 35:37 min (Streckenrekord). Heuer war der ehemalige A-Lizenz-Fahrer Kaspret am Start. Der legte gleich los wie mit der Kanone geschossen. Traxi und Hechi versuchten ihm zuerst zu folgen. Ich fuhr wie immer mein Tempo, konnte nach und nach aufholen und nach der halben Strecke auf Traxi aufschließen. Da ich Kaspret nach dem Start nicht mehr zu Gesicht bekam, nahm ich an er sei ausgestiegen (er als ehemaliger Sprinter und Straßenradfahrer kann doch steil bergauf nicht so schnell sein). Nach dem Flachstück konnte ich Traxi langsam abschütteln und freute mich eigentlich schon über einen Sieg. Doch kurz unter der Alm tauchte plötzlich Kaspret in der letzten Kehre auf. Er gewann mit 34:42 min, ich war mit 35:38 min nur eine Sek. langsamer als letztes Jahr Verbnjak. 3. wurde Traxi, dahinter zeitglich das große Talent Gerhard Omminger und Hechi.

20.07.08: Tulfeinalm-Rennen. Heute wurden wieder 2 Rennen ausgetragen. Zum einen das traditionelle Tulfeinalm-Rennen (8,9 km und 1120 hm) und zum anderen als Neuerung ein Rennen mit dem Rennrad bis zur Gluckser Hütte (4 km und 410 hm). Bin bei meinem (fast) Heimrennen auf die Tulfein wieder super gefahren. Bin erst der 2. der überhaupt eine 45er Zeit geschafft hat - leider hat es zum Streckenrekord von Georg Berger vor 5 Jahren um 25 sek. nicht gereicht. Zu meinem Nachteil war der Boden vom Regen am morgen leicht naß und unten sind wir sogar für meine Verhältnisse sehr langsam gefahren. 2. wurde Andi Traxl, 3. Erich Schafferer und 4. Markus Hechenbleikner. Die kurze Strecke gewann Zeitgleich Stefan Kandler und Reini Stuefer.

12.07.08: Vereinsmeisterschaft vom RC Region Hall. Wie letztes Jahr stand das Einzelzeitfahren von Zirl nach Telfs über 11 km und 3 h später das Bergzeitfahren von Tulfes zum Sender ("Col de Telegraph") mit 4,4 km und 460 hm auf dem Programm. Erwartungsgemäß wurde bester Zeitfahrer Clemens Niedermayr, ich hatte 19 sek., Martin Egger 21 und Stefan Kandler 26 sek. Rückstand auf Clemens. Mit diesen Abständen ging es dann ins Bergzeitfahren. Nach ca. 1/3 der Strecke konnte ich Clemens überholen, aber ein sehr starker Stefan Kandler folgte mir mit ca. 20 m Abstand. Erst nach der Hälfte der Strecke konnte ich auch zu ihm langsam den Abstand vergrößern. Schließlich gewann ich mit 43 sek. Vorsprung auf Stefan mit einer Zeit aus Einzel- und Bergzeitfahren von 14:58 min + 18:12 min = 33:10 min. 3. wurde Clemens und 4. Martin. Wieder mal eine gelungene und spannende Veranstaltung. Abends wurde noch schön im Siegweinhof (umgebaute Scheune die man für einen Abend mieten kann) in Rinn gefeiert.

06.07.08: Mountainrun Seefeld: Nach den 2 Radrennen an den Vortagen war es spannend wie es mir jetzt beim Laufen geht. Momentan übertreibe ich es vielleicht wirklich etwas - drei Rennen hintereinander habe ich noch nie gemacht.  Martin Mausser und sein Team hatten alles perfekt organisiert. Insgesamt waren mit den Kindern ca. 160 Läufer am Start - aufgrund der Grenznähe und wegen dem Karwendelberglaufcup (bestehend aus dem Seefelder und dem Mittenwalder Berglauf) waren auch viele Deutsche dabei. Es geht vom Zentrum in Seefeld leicht ansteigend bis zur Talstation der Rosshüttenbahn und dann zunächst auf steilen Forstwegen und später auf überwiegend noch steileren Bergwegen bis zur Bergstation Seefelder Joch und anschließend flacher den breiten Grat entlang bis zu Seefelder Spitze auf 2220 m. Ein wirklich sehr schöner Berglauf. Die Radrennen merkte ich natürlich schon etwas und bis nach 1/3 des Rennens lag ich so an 8. Stelle. Doch dann ging es mir immer besser und konnte langsam überholen. Zum Führenden, dem Deutschen Markus Enders, konnte ich beim Seefelder Joch aufschließen. Jetzt wurde es wieder flacher mit einigen kurzen steilen Passagen. Ich überholte ihn und er hängte sich hinten rein. Ich hatte zwar das Gefühl dass ich noch mehr Reserven hatte, doch plötzlich ging er wieder an mir vorbei und ich gab mich eigenlich schon kurz mit dem 2. Platz zufrieden. Aber auch ich kann kämpfen - bei einer bissigen Steigung forcierte ich noch einmal und konnte ihn etwas distanzieren. Da ging mir natürlich die Erfahrung vom letzten Jahr durch den Kopf, wo ich ja Martin Bader an der gleichen Stelle überholte und dieser aber mich dann noch ein paar Meter vor dem Ziel überraschte und mit einer Schrittlänge gewann. Heute erging es mir aber besser. Markus hatte keine Power mehr für einen Endspurt und so konnte ich mit rd. 25 sek. Vorsprung gewinnen. Ich bin schon etwas stolz, dass ich diesen schönen Berglauf für mich entscheiden konnte. Meine Familie war auch dabei und so war es ein sehr schöner Tag und natürlich ein erfolgreiches Rennwochenende.

05.07.08: Bergrennen Stiglreith. Bei diesem traditionellen Rennradrennen von Inzing über Unter- und Oberperfuss nach Stiglreith waren nur Lizenzfahrer zugelassen. Die Strecke ist zuerst ca. 5 km flach und dann geht es abwechslungsreich ca. 760 hm nach oben. Die verschiedenen Altersgruppen hatten unterschiedliche Startzeiten - die Elitefahrer zum Schluss. Hier wurden die Ausreisser im Flachen am Berg schnell eingeholt. Dann fuhr Bernhard Leimgruber bald vorne weg. Mir ging es auch gut und nach etwas mehr der Hälfte der Steigungsstrecke konnte ich auch Gredler Roman und Moser Markus einholen und so reichte es im Ziel zum 2. Platz ca. 30 sek. hinter Bernhard. Mit meiner Zeit von ca. 39:14 min. bin ich sehr zufrieden - früher hatten sehr gute Fahrer oft schlechtere Zeiten. Moser Markus wurde mit ca. 15 sek. Rückstand 3.

04.07.08: Kurzentschlossen bin ich am Freitag mit Stefan zum 1. Kala Alm Nightrace nach Thiersee gefahren. Start war um 20:00 Uhr also noch bei Helligkeit. Nach Ausschreibung 450 hm bei 4,2 km (in Wirklichkeit 390 hm und 3 km) - also ein sehr kurzes Rennen und für mich als extrem langsamen Starter nicht gerade optimal. So war es dann auch. Das riesen Talent Felix Spensberger (16 Jahre), fuhr gleich weg. Ich konnte zwar langsam die anderen Mitstreiter überholen - doch für Felix reichte es nicht mehr. Er gewann in 13:55 min., ich wurde 2. mit 16 sek. Rückstand. Der sympatische Felix ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung und ich hoffe, dass alle seine Radsportziele in Erfüllung gehen. So ein Abendrennen noch bei Helligkeit finde ich eigentlich gar nicht so schlecht. Es war eine gelungene Veranstaltung.

29.06.08: Naturfreunde-Teamclimb aufs Padasterjochhaus. Eigentlich ist das ein Zweier-Wettbewerb aus Radfahrer und Läufer. Der Biker fährt von Steinach nach Trins und weiter auf der Almstraße bis auf eine Höhe von ca. 1600 m (7 km u. ca. 600 hm). Dort übernimmt der Läufer und läuft bis zum Padasterjochhaus auf 2220 m (5 km u. ca. 620 hm). Am Freitag Nacht kam mir die Idee dort als Einzelstarter mitzumachen. Thomas Thalhammer der Organisator hatte nichts dagegen. Zuerst zögerte ich doch, da es ja eigentlich ein Teamwettkampf ist - doch Sonntag früh bin ich dann mit der Familie hingefahren. Alles super gelaufen, habe das Radfahrziel mit 1,5 min Vorsprung erreicht. Das Schuhe wechseln hat dann ca. 30 sek. gedauert und der Übergang zum Laufen ging überraschend gut. Michael Mader war dann ca. 1 min. und Stefan Widauer ca. 1,5 min hinter mir. Stefan konnte Michael nach ca. 1,5 km einholen, aber nach der halben Strecke merkte ich, dass sich der Abstand zu mir nicht verringerte und ich war erleichtert. Im Ziel hatte ich dann wieder fast 2 min. Vorsprung und ich freute mich sehr (Zeit 25:35 + 27:57 = 53:32 min). Letztes Jahr haben Fasser Alex und ich ganau 52:00 min gebraucht. Eine wirklich schöne Veranstaltung in der herrlichen Bergwelt des Gschnitztales.

28.06.08: Bergrennen Axamer Lizum: Bin wie immer gelaufen, mein Teampartner war diesmal Luis Saurwein. Habe den Lauf nun schon zum 6. mal hintereinander gewinnen können. Diesmal war es jedoch ziemlich knapp - unterm Rennen merkte ich gar nicht, dass Stefan nur 18 sek. hinter mir war. Im flacheren Schlussstück hat er anscheinend ganz schön den Turbo eingeschaltet. Die Teamwertung aus Lauf und Rad haben Luis und ich auch gewinnen können.

22.06.08: Brandberg-Kolmhaus-Berglauf: Steiler Berglauf im hintersten Zillertal mit ca. 5 km und 770 hm. Zuerst 2,5 km weniger steil auf Asphalt, dann richtig steil, die Strecke führte an einen Südhang entlang und man kann sich vorstellen wie heiß es da bei ca. 30° war (Start um 11:00 Uhr). Habe mit ca. 2,5 min Vorsprung (32:11 min) vor Stefan, Manfred und Georg gewinnen können. Ebenfalls gut organisierter Lauf in einer herrlichen Landschaft. Leider wie fast bei allen schweren Bergläufen nur weinig Teilnehmer (ca. 40).

21.06.08: MTB-Rennen auf die Rumer Alm: Start um 14:00 bei brütender Hitze. Ich glaube den meisten Teilnehmern wäre es lieber, wenn das Rennen am Vormittag gestartet würde - auch hätte man es dann hinter sich. Ich bin wieder super gefahren - habe mein erleichtertes MTB gut eingeweiht. Nur Ortner Andi war schneller, meine Zeit ist 22:49 min und die von Andi ca. 22:10 min. Er hat damit den Streckenrekord von 22:21 min vom letzten Jahr unterboten, obwohl die Strecke heuer ca. 10 sek. länger war. Gut organisiertes Rennen auf eine schöne Alm.

15.06.08: Passeiertal-Team-Giro: Wäre natürlich auch gerne Halltalexpress oder Kaunertaler gefahren - habe aber mit dem Südtiroler Erich Gartner beim Team-Giro mitgemacht. In der Mannschaft (zwei 2er Teams) war Zelger Alex und Raffeiner Philipp bei uns. Erich fuhr auf den Jaufenpass und ich aufs Timmelsjoch. Wohl bisher mein bestes Rennradrennen, habe einen schönen runden Tritt gehabt und bin in 1:25:01 h dritter am Timmel geworden (Streckenrekord bisher 1:26:30). Gleich nach Moos zeigte uns Zelger wer der Chef ist, Niederegger Wolfgang und ich verfolgten ihn. Schließlich gewann Zelger in der gewaltigen Zeit von 1:21:51 h mit einem Schnitt von 21,3 km/h für immerhin 28,7 km und 1800 hm. Erich wurde auf den Jaufen in 1:00:45 h vierter. Hier wurde ebenfalls ein neuer Rekord mit 1:00:05 h aufgestellt. Die Mannschaftwertung haben wir somit überlegen gewonnen.

24.05.08: Gerlosbergrennen: Bin von mir selber überrascht, dass ich jetzt schon so gut fahre - 4. Platz in 24:11 min. Sieger Ortner Andi nur 47 sek. und Bernhard Laimgruber nur 9 sek. vor mir. 3. wurde der heuer sehr starke Alex Draxl 1 sek. vor mir. Er ist wieder an meinem Hinterrad dran geblieben - am oberen oberen Flachstück vorm Ziel, hab ich mich dann gleich mit dem 4. Platz zufrieden gegeben. Vielleicht sollte ich vorm Ziel mehr Kampfeswillen entwickeln und dagegen halten. Eigentlich habe ich mich noch nie auf einen Zielsprint eingelassen - dazu kann ich mich einfach nicht überwinden. Einen guten Bericht über den Rennverlauf auf der Seite von Alex (radlnews).

18.05.08: Sport-Ossi Berglauf. Wie macht es der Ossi, dass hier heute so starke Läufer und Radfahrer dabei waren? Der Berglauf fand schon zum 20. mal statt - wobei jedes Jahr eine von den 3 verschiedenen Strecken gelaufen wird. Heute ging es bei leichtem Regen auf die Bayreuther Hütte auf anspruchsvoller, abwechslungsreicher und nasser Strecke mit oben tiefem Boden. Deshalb war für den amtierenden Berglaufweltmeister Gasperi der Streckenrekord nicht zu schaffen, 2. wurde Schmuck Helmut, 3. ein ganz Junger und großes Talent aus Deutschland, 4. wurde Alex Rieder, ca. 25 sek. vor mir. 6. Syme Andrew, 7. Stefan Widauer und 8. Manfred Holzer. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, immerhin nur 3:15 min hinter Gasperi. Ossi schreibt immer einen Teamwettbewerb aus Läufer und Radfahrer aus. Die Radfahrer fahren fast auf identischer Strecke, d. h. hier kommen nur die "Bikevirtuosen" zurecht. Gewonnen hat Andi Strobl mit recht großem Vorspruch vor Peter Unterwadizer und meinem Teampartner Alex Draxl. Im Team haben wir somit den 3. Platz belegt.

04.05.08: MTB-Rennen Mauern, heute musste schon nach 7 km (statt 10,5 km) wegen dem Schnee das Ziel sein. Wirklich ein schönes Rennen und trotz Preisgeld für der ersten 6 nur 14 Starter. Frauen waren überhaupt keine dabei, obwohl die ersten 3 Preisgeld bekommen hätten. Zuerst fühlte ich mich nicht besonders, doch nach und nach konnte ich aufholen und bei ca. km 4 dann die Führung übernehmen. Nur Draxl Alex blieb immer hinter mir, bis ich ihm im Zielsprint erwartungsgemäß unterlegen war. Weil ich halt überhaupt kein Sprinter bin, habe ich inzwischen schon bei recht vielen Bergläufen und Radrennen den kürzeren gezogen.

01.05.08: Schwazer Berglauf, erst heute morgen für's mitlaufen entschieden. Der Lauf fand schon zum 26. mal statt, es geht von Schwaz auf Asphalt hinauf zur Pirchneraste (6 km und 700 hm). Gschließer Paul aus Südtirol war bei der Hälfte ca. 50 m voraus und ich begnügte mich schon mit dem 2. Platz, doch dann hatte er eine kurze Schwächephase und ich konnte ihn überholen und mit 12 sek. Vorsprung gewinnen. So gut besetzt wie früher ist dieser Lauf nicht mehr - hier gewannen schon Stuhlpfarrer, Randl HJ, König Kurt, Stern Florian, Reitberger, Schmuck, Perl, Kröll, Rieder, Kogler Hans und Molinari.

20.04.08: Ötzi-Alpin-Marathon als Einzelstarter - außer Spesen nichts gewesen. Diesmal schon nach rd. 15 min. Laufen starker Krampf im Oberschenkel (Hinterseite). Da blieb mir nichts anderes übrig, als bei den Wechselstationen meine Sachen aufzusammeln und heim zu fahren. Wenigstens hat sich meine Familie gefreut, dass ich wieder so schnell zuhause war. Es ist schon eigenartig, ich kenne eigentlich keine Krämpfe, nur bei diesem Rennen treten sie auf. Dies war der erste Krampf von mir an der Oberschenkel-Hinterseite, obwohl ich ausreichend Magnesium, Essen und Trinken zu mir genommen habe. Auch fühle ich mich nach meiner längeren schwachen Phase im Winter wieder richtig fitt. Das Radfahren machte mir sogar Spaß - ich hatte einen schönen runden Tritt und der Puls war lange nicht so hoch wie sonst bei den kurzen Rennen. Wegen dem bisher anhaltenden Winterwetter, bin ich halt kaum Rad gefahren, wenn dann mit meinem Einkaufsrad ohne runden Tritt. Vielleicht waren dann die 1500 Radhöhenmeter im runden Tritt für meine hinteren Oberschenkel zu viel - oder ich werde doch schon langsam alt.

09.03.08: Wildsaustaffel: Bin gleich nach dem Glungezerrennen am Samstag nach Praxmar zu den Juens. Dort hat der neue Deutsche Privatsender Outpro TV von uns kleine Filmaufnahmen und einige Interviews gemacht, da ein ca. halbstündiger Fernsehbeitrag über die Wildsaustaffel vorgesehen ist. Wir haben dann traditionsgemäß gleich drinnen übernachtet. Am Sonntag beim Frühstück bei strahlendem Wetter sind dann nach und nach alle Teilnehmer eingetroffen und die sich langsam aufbauende Spannung war förmlich zu spüren. Ich habe schon an vielen Rennen teilgenommen, aber die Wildsaustaffel ist halt doch einmalig. So ein Teamwettbewerb aus den unterschiedlichen Charakteren Aufsteiger und Abfahrer, wo jeder für den anderen kämpft, ist wohl die schönste Wettkampfidee. Schade, dass nur 31 Staffeln zustande gekommen sind. Waren früher Staffeln noch mit fast 4 Stunden Endzeit dabei, war heute schon nach 3:01 h das gesamte Rennen zu Ende. Vor allem machen nur mehr sehr gute Abfahrer mit - heute war nur einer über 10 min. Abfahrtszeit dabei. Auch ist nur eine Frauenstaffel zustande gekommen und die kam aus Bayern. Heute haben sich eigentlich zum ersten mal die besten Aufsteiger mit den besten Abfahrern zusammen getan. Reinhart Hurt und Jörg Randl mit den Abfahrern Florian Falkner und Andreas Baumgartner (Sport-Med-Telfs). Stefan Widauer und Manfred Holzer mit Andreas Lintner und Peter Gruber (Rennteam Alpbachtal). Christian Ragg und Bernhard Haller mit Florian Ragg und Gregor Gruber (Racingteam-Oberperfuss) und Jürgen Juen und ich mit Oli Juen und Patrick Huter (Intersport-Okay-Team). Wie diese Freerider ihre breiten und schweren Ski im wilden Gelände laufen lassen ist wirklich phänomenal. Mich würde wirklich mal interressieren, wie sich da die Skiweltcupfahrer schlagen würden.

Aber jetzt zum Rennen: Erwartungsgemäß war Reinhart als erster auf der Lampsen, vor Christian Ragg, Jürgen und Stefan Widauer, Falkner kam dann unten mit 2 min Vorsprung vor Oli, Ragg Florian und Lintner Andreas an. Ich, Bernhard Haller und Manfred Holzer nahmen die Verfolgung auf Randl Jörg auf. Ich mußte bald Manfred und Bernhard vorbei lassen - aber konnte mich bis ins Ziel an Bernhard dran hängen. Manfred, der einen Traumtag erwischte, konnte nach und nach den Abstand zu Jörg verringern und ihn sogar noch um 1 min. überholen. Es war heuer schon spannend, wie wir zu viert mit recht geringen Abständen dem Zischgeles entgegen strebten. In dieser Reihenfolge stachen dann die Abfahrer nach Praxmar hinunter. Gott sei Dank, konnte unser Abfahrer Patrick Huter den Snowboarder Gruber Greger noch abfangen und so wurden wir noch 3. Zwischen dem 1. und 2. wurde es nochmal sehr eng, sie trennten nur 17 sek. Also Sieg für Rennteam-Alpbachtal, vor Sport-Med-Telfs, Intersport-Okay Team und Racingteam-Oberperfuss. Also wirklich ein sehr spannendes Rennen, voller Dynamik, Aktion und Kampfeswillen in der herrlichen Sellrainer Bergwelt. Auch unter den anderen Staffeln ging es eng her und es war nicht minder spannend. Für die Aufsteiger waren die Bedingungen nicht einfach - die Spur war pulvrig glatt und der Hubschrauber wirbelte den Schnee auf, so dass wir keine Luft mehr bekamen. Ein großes Lob an das Organisationsteam und ich hoffe, dass die Grieser und Sellrainer nächstes Jahr wieder das Rennen auf die Beine stellen. Und jeder begeisterte Tourengeher und Freerider versäumt etwas, wenn er nächstes Jahr nicht mit dabei ist.

08.03.08: Glungezerlauf: Habe trotz der am nächsten Tag anstehenden Wildsaustaffel bei meinem Hausberg-Rennen mitgemacht. War viel zu warm angezogen, weil angeblich oben -10° und Wind - derweil war es überhaupt nicht kalt, jedoch teilweise keine Sicht. Nur 20 Leute am Start und keine Spitzenleute dabei. Habe in der eher langsamen Zeit von 1:07 h gewonnen mit rd. 2,5 min. Vorsprung.

29.02.08: Aufstiegsrennen Skigebiet Plose in Südtirol oberhalb von Brixen. Das Rennen ging von 1066 m auf unten gut eingeschneiter Kunstschneepiste die ersten 1000 hm recht steil und dann recht flach bis zur Plosehütte auf 2446 m - also fast 1400 hm. In Südtirol sind diese Aufsteigsrennen sehr beliebt und es gibt auch viele sehr schnelle Leute dort. Ich muss denen in Österreich recht geben, dass diese Form das Rennens nichts mit Skibergsteigen zu tun hat, aber die Rennen mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten mit oft "künstlich" eingebauten Tragepassagen haben m. E. genauso wenig mit Skibergsteigen zu tun. Bergsteigen ist nämlich auch mit Ausgesetztheit verbunden, d. h. zuerst günstige Verhältnisse abwarten, um die Tour überhaupt vernünftig mit wenig Risiko möglich zu machen, dann bestenfalls als erster eine gute und sichere Spur nach oben ziehen und oben bei evtl. Gratklettereien mit Bedacht zu Werke gehen. Die Krönung ist dann die Abfahrt in einem unberührten (Pulver-)Hang oder im Frühjahr, wenn es gerade auffirnt. Wie im Sommer, wo der Berglauf nichts mit Bergsteigen zu tun hat, hat im Winter ein Skitourenrennen auf vorgeschriebenem Parcour in oft bis zur Vereisung ausgetretenen Spur und mit möglichst schnellen Fellwechseln nichts mit Skibergsteigen zu tun. Aber jetzt zurück zum Rennen: Mir ging es eigentlich ganz gut, habe die knapp 1400 hm und 9,5 km (viele Flachpassagen) in 1:06:50 h hinter mich gebracht. Dies entspricht auch meinen sonstigen Aufstiegszeiten beim Glungezer-, Lampsen-, Zischgeles- oder Gilfertrennen, wo ich ja eigentlich immer ganz vorne dabei gewesen bin. Aber heute hat Zemmer Urban (wie immer in Südtirol) in unglaublichen 56:57 min gewonnen. Auch Reinhart Hurt, der sonst eigentlich meine Klasse ist und heute sogar 3. wurde, war über 5 min. schneller als ich.

22.02.08: Aufstiegsrennen Mondscheinsprint Buchensteinwand am Pillersee. Durch meine erst kürzlich einigermaßen überstandene Verkühlung bin ich leider von der Bestform um einiges entfernt. Gewonnen hat ein sich in super Form befindender Reinhart Hurt mit nahezu Streckenrekord von 23:04 min. Für mich reichte es noch zum 7. Platz mit über 2 min. Rückstand. Allmählich kommt jedoch Spannung bezüglich der Wildsaustaffel am 9. März auf. Das wohl stärkste Team ist Reinhart Hurt und Jörg Randl als Aufsteiger mit den sehr schnellen Abfahrern Falkner und Baumgartner. Auch Stefan Widauer und Manfred Holzer haben zwei gute Abfahrer und sind ziemlich stark einzuschätzen. Unser Team (Jürgen Juen und ich als Aufsteiger mit Juen Oli und Juen Didi als Abfahrer) sind zwar Titelverteidiger, aber heuer werden wir nur Außenseiterchancen haben, da wir im Aufstieg wahrscheinlich zu viel Zeit verlieren werden.

01.02.2008: Um wieder Rennluft zu schnuppern, bin ich mit Stefan, Manfred und Helmuth bis nach Werfenweng zu einem Skitouren-Aufstiegsrennen mit 890 hm gefahren. Ließ mich wie immer am Anfang nicht hetzen. Leider konnte man nach ca. 250 hm auf einem Almweg lange nicht überholen. Oben ging es mir dann ganz gut - es sprang dann der 7. Gesamtplatz mit genau 40:00 min heraus. Gewonnen hat Stefan Kogler mit neuem Streckenrekord von 37:30 min, zweiter Fischer Rene mit 38:40 vor Stock Markus. Stefan wird immer besser, er kam als 5. mit 39:15 ins Ziel. Manfred wurde mit 40:25 min. 8. Schöner Erfolg für unser Rennteam Alpbachtal - wir wurden in der Manschaftswertung sogar erste, noch vor Stock, Wallner und Kienast.

Rennen 2007 

Am 02.03.2007 Skitourenrennen auf Mutterer Alm gewonnen in 29:26 min. Habe meine Rekordzeit vom letzten Jahr nochmal unterbieten können. Auch mit Jürgen Teamwertung gewonnen. Bis um 23 Uhr oben mit Juen-Clan gefeiert.

17.03.2007 Glungezerrennen von der Kroten-Lack. Bis Halsmarter vereist, dann gut. Hurt Reinhart hat mich beim Flachstück (Tulfein) wieder eingeholt. Meine Felle nicht optimal. Heuer nur Zweiter in 1.03 h rd. 1 min hinter Hurt. Etwas langsamer als letztes Jahr.

18.03.2007 Gilfertlauf von Hausstatt (ca. 1200 hm). Heute sind Felle gelaufen. Habe in 1:08 h gewonnen. Habe Baader Martin und Holzer Manfred noch auf dem Forstweg überholen können und dann mit 1:35 min Vorsprung gewonnen (ca. 20 sec. verloren, wegen falscher Spur). 

Ötzi-Alpin-Marathon am 22.04.2007: Habe gestern zum 3. mal beim Ötzi-Alpin-Marathon mitgemacht. Es war schon um 9:00 Uhr vom Start weg ziemlich heiß. Das Radfahren brachte ich in 1:26 h hinter mich. Hier habe ich meine Kraft gut eingeteilt. Bei der Abfahrt habe ich durch meine vorsichtige Fahrweise ca. 2 min verloren. Der erste Laufkilometer war noch etwas unrund, doch dann kam ich recht gut in Tritt und ich freute mich schon auf den Skiaufstieg. Leider gab es auf der Laufstrecke nur 2 Labestationen. Nach dem Laufen waren die Abstände noch relativ gering.  Nach 300 hm Skiaufstieg habe ich schon 4 Leute überholen können und ich freute mich das meine Taktik aufging. Doch dann, wie schrecklich, haben leider wieder die Wadenmuskeln zum Zucken angefangen und ich musste mein Tempo drosseln. Um das Schlimmste zu verhindern, trank ich schnell meine mitgeführte Trinkflasche leer und legte bei den 3 restlichen Labestationen Ruhepausen ein, um viel Flüssigkeit in mich hineinzupumpen. Das Muskelzucken ging zwar dadurch nicht ganz weg, aber Gott sei Dank stellte sich auch kein richtiger Krampf ein. Durch mein Gehtempo "mit angezogener Handbremse" kam ich noch Wohlbehalten ins Ziel mit einer Gesamtzeit von 3:51 h ca. 8. sec. hinter dem 10. Platz. Erster wurde Stephan Kogler in einem neuen Streckenrekord von 3:31 h, zweiter ein Schweizer, dritter der Südtiroler Anton Steiner und Heinz Verbnjak musste sich mit dem 4. Platz begnügen. 18 Leute blieben unter 4 Stunden.

Nachdem ich letztes Jahr einen Patschen gehabt habe und ich ca. 500 hm ohne Luft im Hinterreifen zurücklegte, hat es mich heuer wieder mit Krämpfen erwischt, obwohl ich sehr auf's Trinken achtgegeben habe. Momentan habe ich genug von diesem Rennen und ich habe mir fest vorgenommen es nicht mehr zu versuchen - 3 mal ist genug.

01.05.2007: 2. Platz beim Schwazer Berglauf, der bereits zum 25. mal stattfand. Mit meiner Zeit von 30:17 min bin ich recht zufrieden (ca. 40 sec. schneller als vor zwei Jahren). Erster wurde Antonio Molinari (ehemaliger Berglauf-Weltmeister) mit 28:44 min, der sein 301. Rennen gewann (unglaublich). Für mich natürlich schade, dass Molinari bei so einer kleinen Veranstaltung mitmacht.

17.05.2007: 3. Platz bei den Tiroler Berglaufmeisterschaften in Itter auf die Kraftalm (8 km und 700 hm). Konnte meinen Titel erwartungsgemäß nicht verteidigen. Bei den ersten 3 flachen Kilometern habe ich bereits über eine Minute verloren. Die Strecke finde ich nicht besonders schön - auch ging es rd. 700 m bergab (Laufstrecke ist eher eine Mischung aus Cross- und Berglauf). Bergauf habe ich dann wieder etwas gut machen können. 1. wurde Alex Rieder mit 38:04, 2. Martin Bader mit 38:31, 3. ich mit 38:53, 4. Günther Schatz mit 39:04 und 5. Matthias Scherl mit 39:13.

20.05.2007: 3. Platz beim Berglauf in Kramsach mit einer guten Zeit von 29:44 min. Heute haben auf den 2. platzierten Alex Rieder (amtierender Österreichischer Berglaufmeister) nur 10 sec. gefehlt. Erster wurde Sturm Marco aus Bayern mit 29:15 min. Das zugleich durchgeführte MTB-Rennen hat mein Teampartner Alex Draxl mit 28:20 min. gewonnen. Somit haben wir die Teamwerten klar mit 58:05 min. für uns entschieden.

27.05.2007: 1. Platz beim MTB-Rennen in Steinach. Bin selber überrascht, dass es heuer so gut läuft. Bin wie immer etwas langsamer gestartet - habe aber bereits nach rd. 3 km die Führung übernehmen und mich dann gleich absetzen können. Das Rennen vom Steinacher Eislaufplatz über eine ca. 1,5 km lange flache Einfahrstrecke nach Mauern und hinauf bis zum Ende des Forstweges auf rd. 1970 m ist ziemlich lang (10,5 km und 920 hm). Meine Zeit war 44:26 min, 2. wurde Erich Schafferer mit 45:46, 3. Alex Draxl mit 46:16 min, 4. Josef Kathrein, 5. Stoppa, 6. Christoph Schlögl.

03.06.2007: Österreichische Berglaufmeisterschaften auf den Hochkar in Niederösterreich. Am Freitag den 01.06 habe ich mir eine leichte Zerrung am Oberschenkel geholt. Am Sonntag habe ich sie kaum mehr gespürt, doch bei den Bergabpassagen am Anfang des Rennens ist sie mir wieder eingefahren. Eigentlich wollte ich da schon aufgeben. Jedoch dann bergauf ging es besser und ich kämpfte mich schließlich doch bis ins Ziel. Wohl mein bisher schwerster Berglauf. Sehr steile und aufgrund der Nässe rutschige Passagen (hätte man Noppensohlen gebraucht) zwischendrin gab es viele Wurzelstrecken wo es auch immer wieder kurz bergab ging. Sehr starke Besetzung, bin nur 17. geworden (12. Österreicher) mit einer Zeit von 1:04:38, 36 sec. hinter Rieder und 10 sec. hinter Mandl. Als 5. lief ein sehr starker Markus Kröll ein in genau 1:00:00, er wurde damit auch Österreichischer Berglaufmeister. Meine Zerrung ist natürlich wieder schlimmer geworden. Ich glaube ich sollte doch besser Radfahren.

10.06.2007: Diesmal bin ich beim Halltalexpress gelaufen. 2. Platz mit einer Zeit von 29:19 min mit einem doch beträchtlichen Abstand hinter Alex Rieder von 45 sec. Für mich enttäuschend, dass ich auch 15 sek. langsamer war als vor 4 Jahren. Mein Streckenrekord ist also dahin - aber vielleicht habe ich ja nur einen schwachen Tag erwischt. Mein Teampartner Alex Fasser ist mit dem Rad als 3. in 26:41 min rauf, somit haben wir die Teamwertung mit über 1 min Vorsprung gewinnen können.

17.06.2007: 12. Platz beim Kaunertaler Gletscherkaiser mit 1:50:23. Diesmal wurde nicht in Landeck sondern in Ried (2 km vor Prutz) gestartet. Da die Strecke dadurch nur mehr 41 km lang ist und man sich ca. 14 ebene Kilometer gegenüber früher spart, habe ich mich entschlossen mitzumachen. Die erster Gruppe mit 10 Fahrern war bald weg und für mich zu schnell, aber mit der 2. Gruppe konnte ich mitfahren. Nach dem Stausee fuhr dann jeder sein eigenes Rennen. Mir ging es ganz gut und ich kam noch relativ locker ins Ziel. Dieses Rennen ist ganz anders wie die Uphills die ich sonst fahre - hat mir aber Spaß gemacht. Erster wurde Traxl  mit 1:42:45, zweiter Frauenschuh, danach Deutsche und Südtiroler.

23.06.2007: Rumer Alm MTB-Rennen über 5 km und rd. 570 hm. Sehr gutes Starterfeld bei diesem zum ersten mal ausgetragenen Rennen. Mir ging es im ersten Drittel ganz gut, doch dann konnte ich mein Tempo nicht halten. Habe mir mehr als den erreichten 9. Platz ausgerechnet.

30.06.2007: Bergrennen Axams. Bin wie immer in Axams gelaufen und habe mit einer Zeit von 35:12 min mit rd. 2 min Vorsprung gewonnen. Die Zerrung vom vergangenen Mittwoch habe ich etwas gespürt. Konnte nun hier schon zum 5. mal in Folge gewinnen. Mein Teampartner Alex Fasser wurde als Radfahrer 4. und so haben wir auch die Teamwertung gewonnen.

01.07.2007: Mountainrun Seefeld. Sekundenentscheidung zwischen Bader Martin und mir bei diesem schönen und steilen Berglauf auf die Seefelder Spitze (rd. 7 km und 1040 hm). Trotz meines Rennens vom Vortag ging es mir ganz gut und bis kurz vor dem Ziel lief auch alles optimal. Bin wie immer etwas langsamer gestartet und konnte im Laufe des Rennens die vor mir laufenden und dann auch Syme Andrey und rd. 250 m vor dem Ziel Martin überholen und einen Vorsprung von rd. 20 m herauslaufen. Als ich mich schon über den Sieg freute, kam Martin von hinten angespurtet und bis ich geschaut habe, war er im Zielbereich 1 bis 2 Schritte vor mir. Für mich war zunächst gar nicht klar wer eigentlich gewonnen hatte, da das Ziel nicht genau gekennzeichnet war. Ich habe mich über mich selbst sehr geärgert, dass ich mir da noch den Sieg nehmen lasse. So eine knappe Entscheidung ist mir beim Berglauf bisher noch nicht bekannt gewesen. Wie es halt immer so ist, Martin war der große Sieger und ich als gleich schneller Zweiter der Verlierer.

08.07.2007: 1. Platz beim Gamshüttenlauf in Finkenberg im Zillertal. Wohl einer der schönsten Bergläufe (wenn nicht der schönste) mit 1070 hm und ca. 7,5 km. Durchgehend auf Wanderwegen (Bergsteigen) und oben mit Gletscherblick auf den Zillertaler Hauptkamm. Diesmal ging ich ausgeruht an den Start und so konnte ich Martin Bader bereits nach ca. 10 min abschütteln und dann mein eigenes Rennen laufen. Meine Zeit von 43:36 min kann sich sehen lassen. Nach zwei 2. Plätzen und einem 3. Platz konnte ich nun heuer endlich diesen Berglauf gewinnen.

14.07.2007: Die Vereinsmeisterschaft des RC Region Hall wurde heuer an einem Tag durchgezogen. Das Einzelzeitfahren von Zirl nach Telfs über 11 km wurde um 9:00 gestartet. Es war leider recht viel Verkehr auf der Strecke und ich musste sogar einen LKW überholen, der wegen langsamen Radfahrern nicht weiter kam. Bei allen Zeiten machte sich der leichte Gegenwind bemerkbar. Ich wurde überraschender Weise 3. mit einer Zeit von 16:10 min. nur 8 sec. hinter meinem stärksten Konkurenten Clemens. Dies war eigentlich schon mehr als die halbe Miete und beim Bergverfolgungsrennen von Tulfes zum Funkmasten (ca. 460 hm und 4 km), was um 12:00 Uhr gestartet wurde, fuhr ich mit 18:47 min. zum Vereinsmeister mit rd. 1 min. Vorsprung mit einer Gesamtzeit von 34:58 min.

15.07.2007: 4. Platz beim Karwendelberglauf über 1430 hm und 11 km von Mittenwald auf etwas oberhalb der Karwendelbahn Bergstation. Trotz der beiden kurzen Radrennen am Vortag ging es mir ganz gut.  Bei den 2 flachen Kilometern im Ortszentrum lief mir die Spitze bereits davon. Doch bergauf konnte ich bald zum 4. Platz vorlaufen. Die Schotterpassagen ab der Dammkarhütte sind wirklich grausig zu laufen (bzw. zu gehen). Ich sah bald, dass ich auf den 3. Platzierten Martin Echtler nicht mehr hinlaufen konnte und so lief ich mehr oder weniger mein eigenes Rennen und mit 1:08:20 h ins Ziel. Erster wurde  der Deutsche Zeiler Timo mit 1:04 h und zweiter der Slowene Skalksy Roman mit 1:05 h. Die Zeiten sind heuer alle etwas schlechter, zum einen wegen der Hitze und zum anderen wegen der kleineren Umwege in den Schotterpassagen. Ein schöner Erfolg war für mich, dass ich den zum ersten mal ausgetragenen Karwendel-Berglaufcup bestehend aus den beiden Läufen Mountainrun Seefeld und Karwendelberglauf gewinnen konnte.

22.07.2007: 3. Platz bei den Tiroler MTB-Uphill-Meisterschaften auf die Tulfeinalm über rd. 8,5 km und 1130 hm. Am Anfang lief es bei mir recht gut und ich war lange an 2. Stelle. Am Schluss mußte ich mich noch von Alex Fasser überholen lassen und ich wurde in 47:57 min Gesamtdritter und habe damit die Bronzemedaile der Elite-Lizenz-Fahrer gewonnen. Tiroler Meister wurde Traxl Andi in 46:22 min. Enttäuschend war für mich, dass ich fast 1,5 min langsamer war als letztes Jahr. Da fast jeder Fahrer etwas langsamer war, ist es wohl auch auf den teilweise rauhen Weg und auf den recht langsamen Start zurückzuführen. Meine Umbauten am Rad haben sich jedenfalls nicht positiv ausgewirkt.

27.07.2007: Leider hatte ich diese Woche mit einer Erkältung zu kämpfen. Am Freitag ging es mir noch ziemlich schlecht und startete am Abend nicht beim Pfarrachalm-Rennen. Wegen des Marathons am Sonntag waren sehr gute Leute am Start. Meine Siegerzeit vom letzten Jahr mit 36:43 min wurde jedoch nur von Verbnjak unterboten.

28.07.2007: Am Samstag fühlte ich mich zwar noch nicht fit, aber ich startete trotzdem bei der Hinterhorn-Chellenge. Wider erwarten lief es ausgezeichnet und ich konnte mir einen Traum erfüllen. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ich jetzt eine Zeit von 23:35 min auf die Hinterhornalm stehen habe. Vor drei Jahren wäre das immerhin noch Streckenrekord gewesen. Dieses Jahr konnte ich mit dieser Zeit nur 5. werden (Hechenbleikner hat mich noch übersprintet). Gewonnen hat Bernhard Leimgruber mit 22:19 min vor Frauenschuh (22:56) und Traxl (23:20).

29.07.2007: Bei der Schönjochtrophy wollte ich eigentlich meinen Vorjahressieg als Läufer wiederholen. Gleich zu Beginn merkte ich, dass mir das Lauftraining fehlte. Auch meine Erkältung war wohl bei diesem langen Lauf (ca. 17 km und 1250 hm) nicht gerade leistungsfördernd. Albuin Schwarz legte gleich los wie die Feuerwehr. Schließlich sprang für mich nicht mehr als der 4. Platz mit 1:22:38 h heraus (über 3 min schlechter als letztes Jahr). Albuin lief einen neuen Streckenrekord mit knapp über 1:16 h.

05.08.2007: Der Schlickeralmlauf wurde wie jedes Jahr im Rahmen des Berglauf-Weltcups ausgetragen - war also wieder sehr stark besetzt. Dieses Jahr gab es eine Streckenänderung - die Dorfrunde war etwas kürzer, dafür mußte man um den neu angelegten Speichersee unter der Schlickeralm laufen. Nach der Ausschreibung waren es somit 11,70 km, statt der bisherigen 11,2 km (die 1310 hm sind in etwa gleich geblieben). Diese Streckenverlängerung machte sich natürlich auch in den Einlaufzeiten bemerkbar. Ich ließ es am Anfang eher ruhig angehen und konnte dann bis zum Ziel bis zu Platz 17 (als drittbester Österreicher) in genau 1:06:00 h vorlaufen. Es hätte nicht viel gefehlt, da hätte ich auch noch Helmuth Schmuck eingeholt. Erster wurde der italienische Europameister Giardo in 1:00:47 h. Kröll wurde 6. Auf der alten Streckenführung hätte ich sicher eine 1:04er (Super-)Zeit erzielt. Geärgert habe ich mich mal wieder über die Tiroler Tageszeitung, die ein Foto vom Salzburger Schmuck als zweitbestern Österreicher drin hatten und mich als Tiroler kurz hinter Schmuck gar nicht erwähnten.

11.08.2007: Naturfreunde-Teamwettbewerb aufs Padasterjochhaus. Dieser Bewerb im Gschnitztal setzt sich aus einem Radfahrer und einem Läufer zusammen und fand heuer zum 1. mal statt. Der Biker fährt von Steinach nach Trins und weiter auf der Almstraße bis auf eine Höhe von ca. 1600 m (7 km u. ca. 600 hm). Dort übernimmt der Läufer und läuft bis zum Padasterjochhaus auf 2220 m (5 km u. ca. 620 hm). Mit Alex Fasser hatte ich wieder einen starken Teampartner. Alex kam 38 sek. hinter dem momentan wie entfesselt fahrenden Bernhard Leimgruber als 2. zur Wechselstation. Nach etwas mehr als der halben Laufstrecke konnte ich auf den vor mir laufenden Martin Mausser aufschließen und es gelang mir schließlich noch einen Vorsprung von ca. 40 sek. herauszulaufen. Unsere Gesamtzeit war 52:00 min (Alex 25:43 min und ich 26:17 min). Eine gelungene Veranstaltung mit 57 Teams.

12.08.2007: Kühtaier Bergkaiser: Wie letztes Jahre waren wieder einige Profis bzw. Halbprofis am Start. Trotz des angeblich neutralisierten Starts von Innsbruck bis Kematen wurde vom ca. 180 Mann starken Feld gleich ordentlich Gas gegeben. Da ich das Gedränge nicht mag, habe ich mich bis zu den Steigungen immer im hinteren Viertel des Feldes aufgehalten. Nach Kematen schaltete die Spitze nochmals 1 bis 2 Gänge höher. Da ich mit den Schnellsten vor allem bei den Flachpassagen ohnehin nicht mithalten kann, fuhr ich lieber mein eigenes Rennen. Der Nachteil ist natürlich dabei, dass man bei den ständigen Überholvorgängen immer wieder im Wind fahren muss und bei den Flachpassagen oftmals keine Gruppe hat. Nach Gries ging es dann richtig zur Sache. Nacheinander konnte ich meine Tiroler Wettkampfkollegen überholen und bis zum Ziel reichte es schließlich zum 8. Gesamtplatz mit einer Zeit von 1:25:38 h gleich hinter den bekannten Spitzenfahrern (Ortner - Siegerzeit 1:20:35, Obwaller, Eibegger, Traxl, Wöhrer, Hechenblaichner, Hofmann). Jürgen Juen (1:27:27) und Christian Prader (1:26:14) fuhren ebenfalls ein super Rennen - sie konnte ich erst kurz vor Haggen bzw. in den Galerien einholen. Wirklich ein schönes Radrennen auf dieser abwechslungsreichen Strecke.

15.08.2007: MTB-Rennen Hahnenkamm im Kitzbühel mit ca. 880 hm und 9 km: Sehr starke Besetzung - es waren so ziemlich die besten österreichischen und bayerischen MTB-Uphiller am Start. Ich wurde mit 37:37 min Gesamtelfter. Gewonnen hat Ortner mit neuem Streckenrekord von unglaublichen 34:21 min. Folgener Zieleinlauf: Ortner (Bayern), Obwaller, Schaufuss (Bayern), Laimgruber, Strobel (Bayern), Traxl, Lindner, Niederegger (Italien), Schieder, Humer, Obendorfer, Kneidinger, Bergmann, Brengartner (Bayern), Moser, Fasser, Stronig, Hechenblaickner, Spensberger (Bayern).

18.08.2007: Radrennen aufs Kitzbüheler Horn. Nach einem chaotischen neutralisierten Start (es wurde viel zu langsam gefahren) wurde der Start erst rd. 20 sek. nach dem Drücken der Stoppuhr freigegeben. Somit sind alle Auffahrzeiten eigentlich um 20 sek. schneller. Die Streckendaten sprechen für sich, auf 7,2 km sind 900 hm zu überwinden - dies entspricht einer Durchschnittssteigung von 12,5 %. Überlegener Sieger wurde wieder einmal Andreas Ortner mit 29:38 - 20 sek = 29:18 min. Er ist also einen Höhenmeterschnitt pro Stunde von 1845 hm/h (30,7 hm/min) gefahren. Dies bedeutet, er fährt die 100 hm in 3:15 min. Wenn man seine Dauerleistung nur aufgrund der potentiellen Energie (P = m * g * h / t) errechnet, ergibt sich bei seinem Körpergewicht von rd. 76 kg und bei einem Radgewicht von 7 kg eine Dauerleistung von 417 Watt. Wenn man noch die Leistung aus Rollreibung und geringem Luftwiderstand dazu addiert, ergibt sich eine Dauerleistung von ungefährt 450 Watt. Zum Vergleich, Lans Armstrong hat in seiner "besten Zeit" eine Dauerleistung beim Einzelzeitfahren nach Alpe d'Huez von 460 Watt erbracht. Aufgrund meines geringen Körpergewichtes von 57,5 kg brauchte ich aufs Kitzbüheler Horn mit einer Zeit von 33:04 - 20 sek. = 32:44 min nur eine Dauerleistung (einschließlich Rollreibung) von bescheidenen 310 Watt zu erbringen. Dafür langte es immerhin noch für den 7. Platz als bester Tiroler.

25.08.2007: Der Hoadlman bestehend aus Mountainbiker, Bergläufer und Paragleiter fand nun schon zum 5. mal statt. Diesmal wurden die Teampartner nicht zugelost und es gab ein ziemlich hohes Preisgeld (1. Team 1500,-, 2. Team 900,- und 3. Team 600,- €). Der Biker fahrt von Axams auf der Rodelbahn und dann über den Schafalmweg zum Axamer-Lizum-Parkplatz (ca. 720 hm). Der Bergläufer läuft dann über die Damenabfahrt auf frei wählbarer Strecke bis zum Hoadl (ca. 760 hm). Für die Paragleiter gibt es keine Zeitwertung, sie starten dann ca. 1 Stunde später - sie müssen eine Boje umfliegen, einen Sack gezielt abwerfen und möglichst eine Punktlandung beim Adelshof machen. Bei Erfüllung dieser Aufgaben, gibt es dann Zeitgutschriften (Boje und Sack je 5 min, Punktlandung zwischen 3 und 9 min). Unser Team bestand aus dem Biker Jürgen Juen, ich als Bergläufer und Armin Eder als Paragleiter. Jürgen kam als 7. mit über 3 min Rückstand am Parkplatz an. Ich wurde schon ganz unruhig, als da die Kunkurrenten alle nach und nach wegliefen. Dann endlich konnte ich die Verfolgung aufnehmen und nach und nach bis zum 2. Platz vorlaufen. Nur den Südtiroler Spitzenbergläufer Hannes Rungger konnte ich nicht einholen. Später beim Adelshof konnten wir dann die Paragleiter bei der Landung zusehen. Die ständig wechselnden leichten Winde gestalteten diese Landung sehr schwierig. Armin konnte die Boje und den Sackwurf gut machen, bei der Landung konnte er gerade noch den äußeren Kreis erreichen - also somit insgesamt 13 min Zeitgutschrift (bei max. möglichen 19 min). Endlich um 15.00 Uhr hatte das spannende Warten ein Ende und wir haben es tatsächlich geschafft und den 1. Platz erreicht. Eine zusätzliche Freude war für mich, dass ich sogar die Laufbestzeit mit 28:46 min - noch 9 sek. vor Rungger Hannes - erzielte. Ein kleiner Kritikpunkt bei dieser sonst gelungenen Veranstaltung ist wohl, dass vom Paragleiter m. E. zu viel abhängt - man sollte die Zeitgutschriften etwas reduzieren.

02.09.2007: Bronzemedaille bei den Elitefahrern bei der österreichischen Mountainbike-Hillclimb-Meisterschaft. Ich kann es noch nicht ganz glauben - mein größter Erfolg als Wettkampfsportler. Für diese Meisterschaften war wirklich die "Schmitten-Trophy" von Zell am See auf die Schmittenhöhe ein würdiges Rennen - mit einem Wort "sauschwer". Insgesamt waren auf 11,9 km 1210 hm zu überwinden, aber es haben sich ständig flachere mit sehr steilen Passagen abgewechselt, zusätzlich war es oftmals sehr schlammig, dass man befürchten musste stecken zu bleiben. Am Schluss 2 km vor dem Ziel, dann der Höhepunkt nämlich auf ca. 100 hm die Bettelwurfecksteigung" (wahrscheinlich sogar noch steiler) auf Lehmweg. Gewonnen hat dieses Rennen mal wieder Andreas Ortner (Bayern) mit einer bei diesen Verhältnissen verrückten Zeit von ca. 48:20 min, dicht gefolgt von Hans-Peter Obwaller der damit (ich glaube zum 8. mal) österreichischer Hillclimb-Meister wurde. Dann ca. 3 min später kam Andi Traxl (Vizemeister) und wieder ca. 50 sec. später Martin Schider (Master-Lizenz) und ich. Für mich Glück, dass Martin Masters-Fahrer ist und somit ich die Bronzemedaile bekam. Stolz bin ich natürlich auch, dass ich einmal Verbnjak, Frauenschuh und Hohenwarter schlagen konnte.

09.09.2007: Nordketten-Hillclimb von Innsbruck über den Planötzenhof bis zur Bodensteinalm. Wegen dem Wintereinbruch in der vergangenen Woche konnte nicht bis zur Seegrube gefahren werden. Von ca. 1300 bis ins Ziel auf 1660 wurde der Almweg geräumt. Der Weg war teilweise ziemlich nass aber trotzdem gut befahrbar. Mal wieder sehr gute Leute am Start - Andi Traxl konnte im Zielsprint vor Leimgruber gewinnen. 3. wurde ein gewisser Emmerich aus Deutschland, 4. Andi Strobl (Deutschland), 5. Schaufuß (ebenfalls Deutschland) und 6. ich mit einer hohen 45er Zeit rd. 1 min. hinter dem Sieger. Die weiteren Plätze Schafferer, Moser, Spensberger (15 Jahre aus Bayern) und Draxl Alex.

15.09.2007: Das Thaurer Alm MTB-Rennen fand nun schon zum 13. mal statt. Für mein Gefühl wurde noch schneller gestartet als sonst. Zuerst kam ich mir sehr langsam vor, doch dann konnte ich doch nach und nach aufholen. Der Weg war heuer teilweise recht grob - jedoch kaum schlechter als die letzten Jahre. Ich konnte einen 4. Platz mit persönlicher Bestzeit von 33:25 min erzielen. Erster wurde Obwaller mit 32:24, es folgten Leimgruber und Traxl mit 30 sek. hinter Obwaller. Das Rennen war wieder für alle ein harter Kampf - aber am Ziel sind dann die Strapazen schnell vergessen und man konnte sich am reichlich vorhandenen Kuchenbuffet stärken.

16.09.2007: Bei meinem Heimrennen, dem Roten Aar in Sistrans wurden heute die 10tel Sekunden gezählt. Diesmal bin ich gelaufen, da ich mir eine kleine Chance ausgerechnet habe, den letzjährigen Streckenrekord von Mandl Alfred zu unterbieten. Mein Radpartner war Daniel Federspiel, ein großes Talent mit erst 20 Jahren. Ich ließ es wie immer etwas ruhiger angehen und konnte bald zur Spitze mit Mandl Fred und Bader Martin aufschließen. Fred fiel dann bald zurück und ich konnte dann allmählich auch Martin abschütteln. Im Ziel hörte ich dann meine Zeit 25:06:60 min. also aufgerundet 25:07, d. h. ich hätte den Steckenrekord um 1 sek. verpasst. Daniel fuhr als 4. mit 28:19 min ein. Den Teamsieg holte sich Leimgruber/Bader, wir wurden im Team Gesamtdritter, 6 sek. hinter Obwaller/Mandl. Die Rennleitung hat sich dann die letztjährige Zeit von Mandl angeschaut und diese war ebenfalls 25:06:60 min. (vgl. Ergebnisliste 2006) - also bin ich auf die 10tel Sekunde genau die gleiche Zeit gelaufen - wahnsinn! Obwaller hat den Streckenrekord bei den Radfahrern mit 25:53:50 leider um 1,2 sek. verpasst.

22.09.2007: Der Wendelsteinberglauf in Bayrisch Zell. Weil der Veranstalter 200,- € für einen neuen Streckenrekord ausgeschrieben hat und dieser bei ca. 8,5 km und 970 hm mit einer Zeit von 52:06 min momentan bei mir drin sein müsste, habe ich mich entschieden da mit zu laufen. Doch es sollte alles anders kommen. Die Spitzengruppe Redl Alois (Österreichischer Vizestaatsmeiser kam extra aus Wien angereist), Widauer Stefan und ich nahmen gleich nach 1,7 km die falsche Abzweigung (keine Beschilderungen) und kamen dann nach über 1 km Umweg (nach Karte) und Höhenverlusten wieder auf den richtigen Weg und reihten uns mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ca. an 20. Stelle in das Feld ein. Redl war aufgrund einer Muskelzerrung nicht richtig fitt und konnte meine Aufholjagt nicht mitgehen. Ich konnte dann als einziger nach rd. 25 min bis zum Führenden Syme Andrew aufschließen. Als ich dicht hinter ihm lief verfehlte jetzt er leider den richtigen Weg und wir standen mitten im steilen Berghang. Nach einer längern teilweise etwas waghalsigen Querung mit auf und ab fanden wir dann doch wieder den richtigen Weg und reihten uns diesmal an ca. 5. Stelle ein. Abermals versuchte ich wieder zum Führenden, diesmal Widauer Stefan, vor zu laufen. Aber bis zum nicht mehr weit entfernten Ziel reichte es nicht mehr ganz. Ich hatte schon leichte Krämpfe und so kam ich mit 13 sec. Rückstand mit einer Zeit von 56:09 min ins Ziel (wurde am Schluß auch noch von Syme Andrew übersprintet). Ich war natürlich "stinksauer", aber dass ich trotz dieser Umwege noch diese Zeit schaffte ist eh ein Wunder. Dem Veranstalter war die Sache auch furchtbar peinlich - angeblich wurden kurz vor dem Start einige Hinweisschilder entfernt. Er händigte mir trotzdem das Streckenrekordgeld aus, wobei ich Stefan und Syme jeweils 50,- € abgab. 

29.09.2007: Der Bettelwurfhüttenberglauf vom Halltaleingang von 790 m bis zur Bettelwurfhütte auf 2077 m auf nur rd. 6 km Streckenlänge ist eine sehr steile "Laufstrecke". Aufgrund der Schneefälle am Freitag viel mir die Entscheidung nicht leicht, ob ich das Haimingerberg-Radrennen oder den Bettelwurflauf machen sollte. Ich habe dann Markus Wurzer den Lauforganisator angerufen, er möchte doch etwas später starten lassen, so dass oben die Eis- und Schneeauflage auf dem Weg schon weicher wird. Start war dann um 10:00 Uhr und die Verhältnisse waren besser als angenommen. Widauer Stefan und ich konnten uns bald absetzen, aber Stefan blieb mir recht lang auf den Fersen - erst auf dem steilen (Kletter-)Weg nach der Bettelwurfreise konnte ich auch zu ihm den Abstand vergrößern. Jetzt war es nur mehr ein Rennen gegen die Uhr, da ich ja die alte Rekordmarke von 56:44 min unterbieten wollte. Beim Juchezer, dem Punkt wo man zum ersten mal die Hütte sieht, war ich in rd. 40:20 min. Ab hier begann dann schon teilweise der Schnee, aber es war trotzdem recht gut zu laufen - man mußte aber etwas vorsichtiger zu Werke gehen. In 54:55 min erreichte ich dann endlich das Ziel. Für mich ein gelungener Abschluss einer sehr erfolgreichen Wettkampfsaison. Für die Sieger lässt sich dann Markus Wurzer immer besonders schwere Geschenke einfallen (6 kg Nudeln und eine Steintrophäe mit 3 kg), so dass der Abstieg dann kaum leichter war als der Aufstieg.

06.10.2007: Kolsassberg Classic - an diesem sehr gut organisiertem Rennradrennen mit 5,6 km und 590 hm nahmen heuer unglaubliche 230 Radfahrer teil. Dementsprechend gut war auch die Besetzung. Nachdem ich ja die letzten beiden Wochenenden berglaufmäßig unterwegs war, war es doch für mich spannend, wie ich hier abschneiden würde. Das Rennen geht seit letztem Jahr ca. 100 hm weiter hinauf. Nach wie immer verhaltenem Start, fühlte ich mich im Laufe des Rennen immer besser. Am Schluss konnte ich bis zum 8. Gesamtrang mit 22:13 min. vorfahren. Gewonnen hat ein allen unbekannter Slowene mit ca. 20:54 min ca. 24 sec. vor Obwaller. Ich wurde 4. Österreicher und für mich auch erfreulich, dass ich Gerrit Glomser am Schluss noch überholen konnte. Darüber hinaus hat unser Team "Die Mittvierziger" aus Raggl Elmar, Nimmrichter Peter und ich den Teamwettbewerb gewonnen. Vielleicht mache ich jetzt doch bei dem Schwesternbewerb "Kolsassbergrun" (einem Berglauf auf fast identischer Strecke) Anfang Dezember mit, da der Veranstalter mich bei der Kombi-Wertung - Radfahren und Berglauf - überhaupt nicht auf der Rechnung hat, obwohl ich diese 2005 überlegen gewonnen hatte (2006 habe ich nicht teilgenommen).

07.10.2007: Aldranser Alm MTB-Rennen mit 7,4 km und 740 hm. Der Start für dieses Rennen findet fast vor meiner Haustüre statt und es ist deshalb für mich ein Pflichttermin. Es rechneten viele Aldranser damit, dass ich dieses Rennen gewinnen würde. Allerdings fahre ich jedoch immer dann am besten, wenn keiner mit mir rechnet. Auch sind zwei Radrennen an einem Wochenende immer ein gewisses Risiko, da man nicht weiß, wie man das erste Rennen verkraftet. Gestern fuhr ich vielleicht auch von Kolsass mit dem Rad zu schnell nach hause. Naja, auf jeden Fall erwischte ich einen eher schwachen Tag. Schafferer Erich war heute eindeutig der Bessere und hat mit 32:00 gewonnen und war damit auf meiner Hausstrecke genau 1 Minute schneller als Widauer Stephan und ich. 1,5 km vor dem Ziel fragte mich Stephan, ob wir gemeinsam durchs Ziel fahren. Ich war froh darüber, denn wahrscheinlich wäre auch er heute der Schnellere gewesen. Nun bin ich froh, dass endlich die Rennen vorbei sind und ich hoffe, dass sich diesen Herbst noch ein paar schöne Berg- und leichte Klettertouren ausgehen.

21.10.2007: Um dem Sauwetter zuhause zu entfliehen habe ich kurzentschlossen beim 21. Mutspitzlauf in Südtirol mitgemacht (hier habe ich früher schon einige male teilgenommen). Dies ist ein Rennen der Extraklasse und zwar geht es zuerst mit dem Rad von Meran (330 m) über Dorf Tirol bis zum Tiroler Kreuz (806 m) und anschließend wird bis kurz unter die Mutspitze (2290 m) gelaufen. Insgesamt sind somit ca. 1940 hm zu überwinden. Es war zwar kalt, jedoch die Sonne lachte vom Himmel. Nach wieder etwas verhaltenem Start kam ich mit dem Rad 3 sek. hinter dem Radschnellsten in 18:33 min. an. Beim Laufen hat sich dann bald eine Spitzengruppe aus den Südtirolern Osele Roland, Weisenhorn Oswald, Fischer Michael und mich gebildet. Es gab immer wieder Positionswechsel, doch bald mußten wir einsehen, dass Osole der Stärkste war. Er gewann mit der 2. besten jemals gelaufenen Zeit von 1:16:48 h (Radfahren + Laufen). Ich konnte mich als 2. durchsetzen in 1:18:21 h, 3. wurde Weisenhorn, 4. Fischer, 5. Niederegger Thomas, 6. Steiner Anton und 7. Innerhofer Paul. Ich freute ich mich über meine super Zeit sehr, aber natürlich auch Schade, dass meine Leistung nicht für den Sieg gereicht hat, denn die früheren Rennen wurden meistens mit 1:19er Zeiten gewonnen.

28.10.2007: Tiefenrastenlauf in Südtirol. Ich kann es einfach nicht lassen - bin wieder ins sonnige Südtirol, um bei einem Berglauf von Terenten (1213 m) im Pustertal auf die Tiefrastenhütte (2312 m) mit zu machen. Dieser sehr gut organisierte und abwechslungsreiche Berglauf geht zuerst 2 km auf Asphalt, dann auf Almwege und Bergsteige über 9,5 km und rd. 1100 hm, wobei sich flache und steile Passagen immer wieder abwechseln. Wohl einer der schönsten Bergläufe mit herrlichem Bergpanorama. Ich wurde mal wieder Zweiter in 52:24 min, rd. 20 sek. hinter Norbert Testor. 3. wurde Paul Gschließer und 4. Jochen Strobl.

09.12.2007: Kolsassbergrun, 155 Starter bei einem Berglauf, das ist Tirolspitze. Aber nicht nur Masse sondern auch Klasse. Es siegten Waytt (hatte angeblich muskuläre Probleme) zeitgleich mit De Gasperi in 24:10 min, 3. Runger Hannes, 4. Schmuck. Platz 10 belegte als zweitbester Österreicher und bester Tiroler der 28-jährige Simon Lechleitner aus Aldrans, 6 sek. vor mir. 10 sek. hinter mir kam Stefan Widauer zeitgleich mit der besten Frau Renate Runger ins Ziel. Die Renate hat der amtierenden Vizeweltmeisterin Andrea Mayr knapp 1 Minute abgenommen?!. Ich habe die Kombiwertung aus Radfahren und Berglaufen mit ca. 45 sek. Vorsprung vor Stefan gewinnen können. Jetzt bin ich gespannt wer meine Gesamtzeit aus Rad und Lauf von 22:13 + 26:14 = 48:27 min unterbieten wird. Wie ich gehört habe, nehmen die Spitzenläufer hier alle teil (es gibt kein Preisgeld), da sie im Jägerhof auch mehrere Tage frei übernachten können.